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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-20 · Heft 2777 (20.11.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2777 (20.11.1926)
Date
1926-11-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Polen: 25 groszy"] Wien: Zain Abholen in der Expedition, II.,Taborstr. 1-3 oder in einorVerschleißstelle. (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenvorkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, I., Wollzeile 11 Mit Postvof sand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscheche« Slowakei: Mon.K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. ß Zloty Deutschland: Mon. Om. 4. Frankreich« Belgien: Mon. Pres. 35 fl ach * ah lan gen bei Preisaihft bangen Vorbehalten Wiener | Preis 20 g | England:Mon.4Schi!ltng. Haiion: Monat!. 20 Lire Lun»Ladern: Mon. ITO&oi B u l gar i o n: Mon .lOO Lewa. Schweix und das übrige Ausland monatlich Pres. 4> Redaktion, Administration: Wien/ II,, Taborstr* 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Uhr: Tel. 31-209 VII., Lerchenfeldersttaße<l (Druckerei „tmraS) Oesterreichisches Bostsparkassenkonto Nr. 150.693 Mt. 2777 Wie», Samstag, 20. November 1926 (14. ftfaleto 5687). 8. Fahrgang Im rcbnfitoiteftcu Teil enthaltene entgeltliche Mtteilungen find l durch ein vornngesetzteS B gekennzeichnet. MUK SCHNEESCHUHfuGAlOSCHEH . HEIS1N6B0RG,.««* nSFßisfCNjM^ve iiOieSfeN •WH KONKURS. Der Vorstand der Alten Synagoge in Krakau (Bolen) sucht einen f m sogen. Oberkantor. Es wird verlangt: Charaktervoller Meiisch, strengst religiös, musikalisch, selbständiger Chorleiter, Tenor- oder Baritonstimme, im Alter bis-40 Jahre. Schriftliche Anmeldungen, bei Hermann Mund, K r a k ö w, Polen, Sjawkowska: 23. Sie englische PalastiM-Anleihe. London, 19. Npvember. Dke am 21. Juli der F in a n z ko in Mission de s^ ll n t er h au s es vorgelegte Palästina-Anleihe von 4^ Millionen Pfund Sterling wird demnächst v o r d a s U n t e r h a u s kommen. Bon der Anleihe sollen 2 Millionen zur Rückzahlung der R egi erun gs vorsch üsse und der Rest zu I n v e stiti o neu - verwendet werden, so zum Ausbau des Haisaer Hafens, zu 'Straßen- und Ersenbahnbauten und M militärischen Anlagen. Eme Konferenz der Schell« von Tram iordmte«. Jevusalem, 18. NovemL^r, .We..bereis/.berichtet, hat vor Lm'zem in Amman eine Konif.erenz vvn 6'0 Scheiks . un.td-/St.amrn e shantzternin T r a. n s j o r d a n i e n ftattgsfunden,Auf der DqgesovdMng istmrden Fragen der. Mchgäbe^nMrlpevMvft, drtz' MgabeNfrage.. und' Ma' letzte' VervMmirg. der. Rsg-ierung des Emir, betreiffend die Registrieru'Ng. des? Bodenbesitzes. .Die VerismnnHung sprach sich gegeirden RsgiermvgsvorWlast ans, wonach die. .WGte der. Mitglieder der gelsetzgHeniden Korperschaist -tarn, 'der-.RegieMWernannt werden soll. Gbenisv .wurde gegen - die- Steuerpolitik Klage gchührt. Mm heftigsten oder wurde der Widerstand laut wegen der R e.g> i st r i e r -it n -g der Bode>nIb esitz e in de-m G rundlbuch, weis darin die Absicht der Regierung. erVlickt werde,/allen Bodenbesitz, der 'bis jetzt im Besitze der Stämme gewesen Mvd allerdings nur zum Teil von i^rt^it bearbeitet wurde, alls Staats gut zu.erMären. Die'Beschlüsse wurden durch eine Mordnuyg dM. Emir Wdullalh' überreicht. Der Gmir soll nun der Äbovd'rvung geraten - haben, sich - zunächst an-den Vertreter Englands zu"wenden. ' Hievanf spllen die Scheiiks geantwortet halben, daß sie die englische 'Herrschaft in Tvansjordanien nicht'an erkennen, für. sie, existiere bloß die Regiernrrg desHnrirs Abdullah, ivelche die. Micht habe, ihre Forderungen zu ersllMeir. Trotzdem verabschiedete Entrr WduNah die Abordnung mit dem Bomeriken, daß ev die Wn Wernnttölten Forderungen an den ObevLommiWr wefferl^n und bei ihm unterMtzen werde. ' Max Lroüs neueste Arbeit “Beschneite Spinnweben“, eine JEhegesohichte, beginnt in der tzeuchLen dwmmer. England gegen die Mandatskommission. Nur Rote an den BMerlmnb. — Ablehnung der Fragebogens «nb der AnhSrung von Leputationen. K - London, 19. November. Der Konflikt zwischen der Mandatskommission des Völkerbundes und den Mandatsregierungen, der die September- und November-Session»beherrschte, wird, wie bereits berichtet, vom Völkerbrmdrat in der am! 6. Dezember beginnenden Tagung behandelt werden. Im September hatte die Kommission ihr. Recht, die Mandatsausübung in allen Details zu überprüfen, sehr energisch betont, war aber auf den ebenso^ schroffen; Widerspruch Briands und Mamberlains gestoßen. Diese beiden Minister, denen der j a p a nü'schL und der belgische Vertreter beitraten, verwahrten sich hauptsächlich aus Gründen ihrer Autorität gegen die Detailkontroller Briand erklärte, daß die gegen Frankreichs Vorgehen in Syrien vorliegenden Beschwerde- Petitionen von einer außerhalb Syriens befindlichen Körperschaft, ' von demi ägyptisch-araAschen Komitee in Kairo herrühren, weshalb: er Ihre Behandlung v-ernein^n MÄUe. Von dem Konflikte wurde auch-die zionistische Angelegenheit betroffen; War/wurde das Memorandum der ' Exekutive in BevhänWng' gezögeir, doch kmürte . . dft Äbördnmrg/^ M nvchl - öfsWll: - chupfangen' /und.! angchört.. weichen. Fm November.gab Marquis ^heo d oli im Namen der Mändatskommission die ^Erklärung ab, daß . die Kontinisston solidarisch auf ihrem Rechte bestehe und daß sie vom Volkerbun-drate unabhängigsei. Diese Energie war auf Einflüsse des V a t i k a n s und der Mussolini-Regierung zurückzuführen, denen sich H o ll and angeschlossen hatte.. Beim Vatikan handelt es 'sich in erster und entscheidender Hiusicht um. die Bekämpfung des Zionismus und um die Vertiefung der arabisch-jüdischen! Gegensätze, während Mussoliniund.-Holland als Staaten, die kein Mandat besitzen, doch däs-MitbeftlMMUngsrecht in Anspruch nehmen wollen. Italien, das in sein Expansionsstreben auch Arabien und-Syrien-einbezogen hat, will zumindest über alle Vorgänge informiert sein, um giegebeirenfalls Forderungen anzumelden. ' Dieser Konflikt ist also durch Machttendenzen verursacht worden. Dies erklärt auch die.Schärfe der von England an das. Geireralsekretäriat des Bölkerbündes gerichteten Note,' die gestern' veröffentlicht - wurde und durch Beschluß der britischen Reichskonferenz sanktioniert ist. - Die Note Uürfäßt .sieben - Schreibntafchineuserten und lehrrt / . '. . ,M Mimilm der mgNschen.Reguirmlg und M\{ RßWmutzen der engttschpn Donnnieu" die Beantwortung des von. der Aiandatskomurisiion anfgestellwu Fragebogens' tzon 230 Punkten - sowie den gesamten Antrag vollkommen ab. Ebenso - verweist die Noteentschieden das -vjo'mMandatsausschuß gleichzeitig in - Anspruch genoMniene Recht, die Verfasser von Bittschriften und Beschwerden aus den Mandatsgebieten zur Mündlichttr Aussprache vvrtzMhÄt. Die Note entwickelt die en g^fche Am'.ffaUung über dve Mändatsthev rie. und die Kompetenzerr des MandatsausschufseS und erklärt unter Berufung auf Artikel 22 des Völkerbundpäktes und auf die früheren Beschlüsse des.Völkerbundrates, mttn könne vom Rate nicht verlangen, daß er selbst oder durch Vermittlung des. MandatsanÄschusses alle EinzÄheiten der Verwaltung der unter Mandat stehenden Gebiete prüfe und kyntrülliere.^ Die englische Regierung ist der Meinung, daß der Fragebogen, der alle Einzelheiten der Regierungs-, und administrativen Tätigkeit berührt, sehr weit über da s hinansgeht, was der Mandatsausschuß braucht, beziehungsweise, was mit den Absichten des Völ^rbund Paktes! und mit dm^vom-BöKerbuirdrat -genehuytzteu^Regeliy' vereinbar ist. Es Wird nunmehr beim . Rat des Völkerbundes Itgjgjat, eine Entscheidung zu treffen. Gerüchtweise verlautet, daß in die Tagesordnung der Dezembertagung der Punkt der Erweiterung der Kompetenzen der pemnanenteu MMdatskommffsrou ausgenommen werden wird. Da in dieser Tagung uLMens auch der Kommifsionsbericht über PalästiN-a voro^legt werden wird, so gelangt die Pcllästinafrage in doppelter Hinsicht zur Diskuffivn. Das Mandat, über Palästina anerkennt die Jewish Agency als die angemessen^ Vertretung des jüdischen Volkes^ gibt ihr aber kerne tatsächliche Machtbefugnis. ' E Dwse Zw^pSttWüt, die e^entlirch der Urgrund aller zwischen dem WHchen Volk und der Maudatsregierung üefichendeu UrchÄNn^gkeiten -ist und die arabischen Extremisten ermuytUt> -WGin irgendeiner 'Weise beseitigt werden mWen. «ook fährt nach Rußland. Die englischen Bergärbelter sür neuc Regionalverhimd- ' " . lmrgdm . ... .. . “ London/ 19. November. Die BergarkEer Haben-Dv Regieruflgsvorschlägemit einer.Mehrheit v<om mngefährd 140.000- Sti.mmcit. v-erworfon. Me großen Bezirke, außer Dorkshire, das eine kleine Mchcheit für die Annahme aufwei-st, haben - nachdrücklich gegen d i e - B e d i n g u n g e n gestimmte" Der. stävffte Widerstand kommt aus den Export-gebi-e-ten. Mit diesem Ergebnis vor Augen, sind die D-e-lle- . gierten aus. den Kohlengebieten heute wieder in London zusammengetreten, um ihre weitere'Politik zu beschließen-. Nachmittags tagte dann auf Ersuchen dieser Delegierten auch der Vollzugsausschuß der Bergarbeiter, um die nottvendigen'Vorschläge auszuarbetten. . Wie . verlautet, hat der Vollzugsausschuß den Bergaröeiterdelegierten. empfohlen, die l ö k a len G e w evikschäften zu e r m ä ch t i g c n, die V erh an dl u n - gen wieder a u f z u n e h m en, um zu den möglichst besten R eg io na lab kommen zu gelangen. Die Konferenz beschäftigt sich nun Mit dieser Empfehlung. . ' Bemerkenswert ist der Beschluß der Konferenz, die Einladung des russischen Gewerkschaftskongresses anzunehmen. Cook wurde beauftragt, sich ' als' Vertreter, der britischen Bergarbeiter im D-ez-ember nach R-nßl amch zu begebep. Maffenvertrauensvotea skr Poincare. Paris, 19. November. In der heutigen Sitzung der Kammer, welche die Budgetdebatte fortsetzte, hat Ministerpräsident P o i n en r e. n-icht weniger als viermal die Bortrauensftago gestellt, jedesmal, wenn ein Artikel. ^>er Vorlage beanständet und dessen Mckverweisung von der Opposition beantragt wur.de. 'Die oppositionellen Anträge wurden darauf mit 405 gegen 150, 250 gegen 200, 365 gegen 170 und 335 gegen 205 Stimmen abgelchnt, also mit stark schwankenden Mehrheiten, da ein Teil der regierungsfreundlichen Abgeordneten durch die diktatorische A rt, mit der Pomeare das Budget durchpettschen will, verstimmt roaiv' : Kutisker r« 5000 Mark Geldstrafe vemrleilt. Berlin, 10. Noüember. Gm Kutisker-Prozeß ist der Angeklagte Iwan K-ir t i s k er wegen «fortgchetzten Ver-gelhens gegen das K<;pltak>f!«Gt^ g.esetz und gegen die 2)^viffenbeftim-munigen zu insgelsmnt 80 0 0 Mark Geildstnafts vsvurteM worden. Die MtangMagten, LÄerfinauzrat HellTwLg und.Finanzrat Dr. R ükhe wlwden fr e rgefyr-o-chsu. BluwoiH?"T 5 Preise HomesJ>uns . . . . . .8 KoMUmstofk.. Sport-^Schottea Shetland. Raglanstoff n roo 400 91*00 0*00 »so Brüder Schiff mann Wien, ll. Bez„’TaborstraOe Nr. 48

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