Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2776 (19.11.1926)
- Date
- 1926-11-19
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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I j Polen, 35 groszy | Wien: Zum Abholen in der Expedition, II., Taborstr. 1-3 oder in einerVeraehleißetelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I., WoUzeile 11 Mit Postrversand für Wien Und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscheche - Stowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. dm.4.Frankreich, Belgien: Mop. Pres. 35 Ntohzalilvngea bei Prele- «ththiir»n eetbehalten Wieme I Preis SSO fy Kngla»d:Mon.4-Sclnffing. Italien: Monat). 20 idt« B ij m il n i o n: Mon. ItfOJjei Bulgarien :MonJ.00Lewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Pres. 5 Redaktion, Administration: Wien, IL, Taborstc. 1 «* Telephon: 44-0-38, 48-349 Ah 6 Ohr: Tel. 31-209 Vil., Lerdjenfelderstrarß^'l (Druckerei „Inva“) Oesterreicbiscb.es Postoparkassenkonto Nr. 150.693 Rr. 2778 Me», gteitafl, 19. Rovemwr 1826 (18. «hiev 6687). 8. Jahrgang Im redaktionellen Teil enthaltene entgeUNche Mttteilunae» find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. we» aaim «wt mmmm Der grosse Die beiden deutschen Darsteller von Weltruf Elisabeth Beniner Conrad Veidt in dem Fiftn Der Geigen een Florenz X»OOCXXKXXXXX}OaOOCXX3^^ Regie: Paul Cziimer. flb heute Freitag bis ffiantag, ZZ.HÄwmber: LULs-Mno (jKleiae Bükn©)i I., Wolizeile 34 Imperlal-Kino,!., Rotgaose 9 Sobottenring-Ktao, Schottenring 5 ' J ‘ 4 Kammerlioktsplola am Boirwarxenbergplatz S . Flötten-Kino, VI-, Marlahilfersiraße 85-87; ^; Plloger-Kino, IX., Liechtenstein^traße 37 üb DM|,23. WM.dKgUMlTiMr: Opern-Klho, I:, Elisabethstraße 3 «arta-LLvro»ion^KtLO,V1k,Wrwhiifei3tral Kolouaexun-Klno, IX.: Nuiwotfeifstfäße v . Ralmuiid-Iiiohtsplele, XiV., Scchshauserstraüe 3 Liohtapieltheater; XVIl.k rlerrialser Hauptstraße 32 70 E. <& E. S»L«»wa»UK » . Winterspezialitäten weiße und braune Gansleberwürste, geselchte Gänsbrhste'uhd BlSgbli Bratwürste] u* Augsburger, Zungenpreßkopf sind wieder;.... in allen!unseren Verkaufsstellen 562 frisch zu haben. WWWWIre . Der Kämpf' gegen 'Dr. Bsnesch. Prag, 18. Rove«mbc.r/. .Me 7. - des- .-gsstri« gen Exposees des GeKrn>dkem':P oll i.e r.« iw Büdgetausschutz ist, wie man heute evfÄhrt, nicht'voinr Mmistdr-' Präsidenten Sv e'hlla verfügt worden. .Die antzergewölhirliche Matzualhime i.it, wie . allgemein arrgcn«cn w«d, vom PraMinten-deSA^cvMtÄerHaulses.'.im Einvemrehrmien mit.' den koalierten' Parteien. getroffen worden. Da das Exposee des'Gesandten Pallier eine Bert ei Lig nng dei: Hafl tü^g 'des' .An tz e nm-i n i - st04: s Be ne sch.'ii»..der KMivg-Älfstire.Larstellt, ist die BÄschla-Snaltzme des Expchees > als eine< D e m 0 n st r a - ti0 n g e gein D r.. Ben eis<f). ausKUifassen. AnterrichtMnin'ister Dr. H odga hat gegen'Doktor Jawslav Stransky, den Benfasser der gegen «beit Minister gerichteten Artikel nn ,^Ädove> N-ovin-y", die VM-eMwdlärgMatze anMrenHt: . -Das Gchuch des AdvokatenDr.. .Ei ssi e r - i«n HaOeMassuitig ish aOsch'läg.i g- MchWenworden. . Wie dm .ÄMkorrMranLevk' .erfährt, bog>cht sich Außemnimster Dr. B e n es ch von seinem Urlaitbe in Frankreich zu der cmn 7. Desenvber bogimrel^den TvMmg des Völkerbundes m G e in f.. ' ' ' ,«»»»»»W»UNV,U,WWNV»WUDl»B|U«»»,»ManW»W»» Max Brods neueste Arbeit „Beschneite Spinnweben“, eine Eheg^sclnohfce, beginnt morgen, Samstag, m der „Wiener Morgen zeitung“ zu erscheinen. * Sie englischen Bergarbeiter lehnen ah. 1«g.M Stimmen Mehrheit gegen das KomproM« mit der Negierung- Siom L o n, 18. Rovember. Der Bollzngsausschutz des Bergarbeiterverbandes ist heute m London M emee S^mrg zusammengetreten, kn der die Ergebnisse der Abstimmung in den Distrikten über die Vorschläge der Regierung zur Beilegung des Konfliktes in der Äergwerksinduftrie erörtert wurden, Obwohl die Abstimmungsergebnisse noch nicht vollständig vorliege», lasse sich doch feststellen, datz sich die Mehrheit der Arbeiter gegen die Regierungsvörschläge ausgesprochen hat. Die endgültigen Ziffern werden von der morgigen Delegiertenkonferenz bekanntgegeben werden, . Der Sekretär der Bergarbeitergewerkschast C oock erklärte der Presse, datz eine Mehrheit von mindestens 100.000 Stimmen gegen die Annahme des Regierungsvorschlages für die Regelung im Bergarbeiterkonflikt beftehe. Sämtliche großen KohlendistMe mit Ansnahvle von Porkshire hätten dagegen gestimmt. * ■■ Die hoffnungsvolle Lage, wrichL durch Las Kom- - promiß zwischen der englischen Regierung und der l^ekutive der Bergarbeiter geschaffen wurde, ist nunmehr 1 durch L»ie Abstimrnung Ln denWvrfi^frrbesterWrtkhtzn völlig! /vecarÄerti worden.. Es erhebt pch"'vor..«Hon' die Frage^ » WBW——O! ' ' ' BB—— Bie Teilnahme der Sienifien m der LandesvoM. Giue Rede Muchkins in Berliu. Berlin, 16. November. (I. T. A.) Herr Lev M 0 tz c i.n, Präsiöerü des. Zionrstlischen A'ktivnsikomi-bees, sprach in Berlin ü'ber das Dhema: ,Mas können die Juden v om- Volk erb mrii erwarten?" Zunächst ging der. Redner ans die Frage ein, was die Menschheit vom VMevbmrd erwarten könne, und sprach dann -iiiber die besonderen Hoffnungen, die dass ü d i.s che - Vvik '>m die Arbeiten des Mlker- 'bnlndes setzt. Zwei antzerordentlich wichtige Grundsätze haben die FrcedenNkoniferentzen und auch - dachnch der Völkerbund ausgestellt: Da s Re cht jeder.Nativ n aAf i c r t-i 10 ria le. S e'lbft ä.nd Lgk e it.'und das Recht der nationalen SeWstbestiuvminng von Fraglnenten einer Ndatiyn. dort, wo die nationale SeNständigkeit nicht möglich ist.. Schon im Kriege haben in Amerika einflußreiche - jüdische ’ Persönlichkeiten, wie der Richter.Brandeis, dessen 70. Geburtstag wir in die,seir Lagen feiern. dürfen, mit großer Energie und Mnt ans der internationalen Bühne das R echt..der Jude n vertreten. Damals siegte die jüdische Richtmrg, die das Recht der Inden auf Palästina und die nationale Anckononrie der jüdi/schjen BeUölkerrmgsteile in den verschvdensn. europäischen .Ländern forderte. Heute find wir durch Palästitra amd -üne nationalen Fragen in den europäischen Ländern an d-e n Volk e rb u nd g eb uud a>n. In Europa allein. sind fünfeinhalb Millionen. Juden, an.den Mindevheitskla^vsetrr imteressiert.. Manche Zionisten glauben, wir sollten nicht in so großem Matze Landespälttik, sondern mehr Palästinapolitik treiben und für die Gel'daufbringung sorgen. Wenn wir das tun, sind wir national geschwächt, international machtlos, tmd die Möglichkeit bestünde, daß eine nat ionale Or>gai\x risat i0 n im G ege nsa tz zn-m Z io nismn s entstünde. Die Babsom'-Deklaration- und das Nian'dat bedeuten die Srmktioineoung der Wdischien Ädation. Die Behauptungen . von Dr. . Paul Nathan und der Alliance FsvaeÄte, '-die - das. Bovhäüdenis'ein..^ eines nationalen Judentums leugnen, stehen im Wdersprllch m den Tatsachen. Der Wölkerbünd llürd immer fragen: Was leiste n die I ud ein*? Wervn es uns nicht gelingt, in PcÄästina zu produktiver Arbeit-zu gelangen, wird die Kampfeneng'ie anderer Völker gegen das Judentums Nahrung erhalten. Unsere letzte Antwort, die wir der West geben.können, bevW in der Schaffung eines stachen 'KmstseMums m Ersz Jisvael. was weiter gescheherr tvird. Die Mehrheit, die sich gegen die Regierurrgsvorschläge. cmsgesprochen hat, ist zu klein, und nach den Bestimmungen für die Rechtsgültigkeit der Mstimnmng nicht zulänglich, da nur eine Zweidrittelmehrheit den BoUzugsausschuß der Bergarbeiter binden, würde. Diese scheint nach den Ziffern, die der Gewerkschaftssekretär Eoo.k angibt, nicht erreicht worden zu sein, da es nach den letzten Zählmrgen über eine Million streikender Bergarbeiter gibt. Der Bollzugsausschuß der 'Bergarbeiterschaft wird somit morgen vor schwerwiegenden Entschlüßen stehen, Akzeptiert er die Ab stimmung der Bergarbeiter, so ist mit einer Reihe von Schwierigleiten für die weitere Durchführung des Streiks zu rechnen, da schon bisher in der friedlicheren Atmosphäre die Zahl der Arbeitswilligen täglich wächst und angesichts des . auch in der Abstimmung zutage getretenen starken Prozentsatzes der zu. einem Kompromiß bereiterr Arbeiter mit noch größeren Arbertsausträhtnen zu rechnen ist. In diesem Falle könnte die organisierte Fichrmrg des Streiks der Arberterexerutivc völlig' entgleiten, was sicher Gefahren in sich birgt.. 'Da es andererseits auch schwer möglich tst> daß die Exekutive der Bergarbeiter über das dlbstimnmngsergebniS zur Dagesordmmg übergeht, wird wohl der Weg. isteuer Verhandlungen befchrittcn tverden müsse; dies bedeiltet eine Verlängerung, eds ras allen Fällen und auch -hier dÄchndvn. ZrrstanÄ^zwischep Krieg und.MÄ>en. ' - - . ZSS stzrftche Ma«S«t. Genf, E Riüv. Der ManLatsausifchiltz des BüWbundes hat in geheimer Sitzü-ng freu endgültigen Bericht der srarrzösischerr. Regierung über die Verwaltung SH-- vre ns Und Äübauvns im Jahre 1925 Und Wdr den -Urspvung tmfr die Verarltwortlichkeit des Drnf-e warMststandes behandelt. Der Ausschuß, der'bereits!m Februar dieses Jahres irr 9tom einen provisorischen Bericht der französischen Regierung.entgegcngenomlnen hatte, beschrankte sich, wie es in der Mitteilung des Geireralsekretärs heißt, darauf, von D. Craix, dem früheren. Generalsekretär des fmnzösischen Oberkommissärs in Syrien, und von El aüfel, dem.Leiter der Abteilung für Vülkerbnrrd an: Qual d'Orsay Ergänzungen über die Hairdhnbung des Gerichtswesens, über die Grenzziehmrg zwischerr dem Frak Mrd Syrieil, über die Vereinbarung, von Angora und über die Lage der armenischen Flüchtlinge in Syrien eiuzüholen. D. Eraix erklärte, daß Frankreich die von Fvn.wenel eingeschkagene und von dem Mandatsairsschuß genehmigte Politik in Syrien fortsetzen werde. ' i Gestern befaßte sich die Mandatstominissto>r mit beu fyrisch-arabischerr Petitiorren und beendigte die Mitfüng des französischen Mandates. Für allgenreinerr kann gesagt werden, daß die Berichte der frairzösischen. Regierinrg und' die Darlegungen des französischen Vertreters die Komlnrsstvn Kefriedigt und den Beweis erbracht haben, daß'drc: Wmdatsmacht bestrel't ist, den Wünschen der Bevölkerung in den Mandatsgebieterc gerecht' zu werden. . Die Wahle« in MgiMi. Budapest, 18. November. Die Regierung hat l»7Z oM» zielle Kandidaten für die tommenibeit Wahlen auzgesdesti. Die christlichsoziale. Wirtschaftspartei kandrdrert 39 Wrchlwerber. Bon den 173 osfiziellell RegierrmgskmMdaterr hüben 145 der alten Nationalversammtmlg als Abgeordnete angehört, 28 sind neue Männer. Insgesamt werden« in IW Wahlbezirken 700 Kandidaten in den Wcchltampf treten. Zu einstimmigen Wahlen dürfte es nur.-in 2 Bezirken kommen, nämlich in I a s b e r e n y, wo Graf Albert Mpp 0 n y i keinen Gegenkandidaten haben wird, mkd in K-Krrm e n d, wo sich dem Grafen Anton S i g r a»y allem Anschein nach ebenfalls kern Gegenkandidat stellen wird. Äöcnisterpräsident Graf Bethle-n wird nicht nur in De^veezin, sondern auch in SHecseny kandidreven, wo er dem Legitrmisten Stefan von R a k 0 vs-z«Ly gegenüberstehä. Die Wahlen in der Hauptstadt mavteu ans den M. wch' fö, Dezember festgesetzt.