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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-18 · Heft 2775 (18.11.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2775 (18.11.1926)
Date
1926-11-18
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Sk. MW Men, Dmmevsknff t-6. Novencher 192 Sme-^ WMftSWK. Der MM BrrYanvluWSlag. ,$« Beginn der gestrigen Verhandlung gegen die Menden ZÄMionSre der- Winex, des Wirt-schaftsnntevnehntens der städtischen 'Angestellten, wurde das VetlM >M idem Angeklagten F're nm d fortgesetzt. Der Sachverständige, Prost S>Ad l-ark, fragte den Angeklagten, warum er in der Bilanz für das Jahr 1923 einen Gewinn aufschetneu ließ, obwohl er wissen mußte, daß ein De fi zit wvm il-lver zzv'e'i Milliarden vorlwnden war und dZchrs mrr durch kKnftlWe und »mgerechtfertigte Aufwertung des, Inventars rmd, der Warerworräte v»c'rtsich»l»e--be>rN werden.konnte. .... Darauf erwiderte der Ar^eklagtc, er habe das Unternehfür aktiv gehalten, weil es i'ihcr große Substanziverte, Iiauptsächlich Filialieu, verfügt habe. Prof. 'S« d lack: Ans SuEtauzwerten körrueu keine. Abgänge bezahlt werden. ÄMeklagtev: Deshalb haben wir die Kredite von der Aidustriebank irr Anspruch genomnwn. Sodann wurde der Angeklagte Senatsrat Dr. Grillt vevtzört. Er .erklärte sich, ebenfalls nlrhtßchml-iri-g. Dr. GrM war Letter verschiedener Magistvatsabtcilungeu und stand, zuletzt an her <Wtze der Atz>rovisionierungsabkeilu.ng der-Genidinde Wien. Nach dein Üinsturz wurde er zum Leiter der mit Geldmitteln der Gemeinde Wien gkgrMldeten Kreditanstalt für Gemientdeaugestelltc berufen. Mt der Winex trat er inr Jahre 192t in BerlMinmg. Vorsitzender: Warum haben Sie sich nicht an die Z^e-n t r affff-p.Ek ä s sie d e r G e m e i n d c W i e.-it um Kvetsite, gewendet, sondern an eine Privatbank, die Ihnen gar nicht nahe, gestanden ist und für deren Bonität Sie keilte Sicherheit hatten-? — Dr. Grölt'.. Unsere JnformatiPM Wer dieses Institut lauteten günstig. Der hauptsächWUtc Grund aber, warum wir uns nicht an die j^enhralsparkassc der Gemeinde Wien gewendet haben, war der, dqß wir .-stlbstäMge. Wirtschaftspolitik machen und n»chnicht an, bereits bestehende poMHh einseitig orientierte Mrtschastsorgmrifatjonen anlohnen 'wällten, Wir wollten einen Anschluß an die Göc und MUiche'. .Institutionen der,neiden. Der Angeklagte beftreitet svdann eine Verbindung von Leihgeschäflen.'des Verbandes der Gemeindeaiigestcllteu an. die Jndustriebant und von den Borggeschäften der Winex mit der ^nannten Bank. Ans die Frage, warnm> die Winex nach denk Zusammenbruch der Jndnstriebank nicht, die Zahlungsunfähigkeit -deklarierte, -sondern neue Kreditquellen suchte mH, A-der^HrkgLMe ganze sinanzrelle Kraft des Verbandes der städtischen Angestellten zur Wetterführung der Geschäfte herangez-ogen hat, antwortete Dr. Groll: DRS geschah, um , einen politischen Skandal zn v«r- .. . . nwiden. Die werteve Frage, tvarum diese Institute der Gemeindeanglestellten, welche; zwei Jahre vorher auf eine cugc Verbindung «mit 'Winex nicht 'eingegangen sind, nunttwhr ihre. Bchenke'i^ fällen gelassen haben, kamt der Angeklagte keine-befrichigende^ .Antwort geben. Der- Vorsitzende bemerkt, daß bei dieser Wandlung der Auffassungen die Tatsache eine große Rotte gespielt haben mag, das; die F u.n k't i ou.äÄe d a-b'.ei sich -'k.o l o ssata .'Z-uWe-wd ungewgesi^rk-habcsl, welche mit.ihren Leistungen nicht': im Einklang ständen. Auter anderem habtn sie sich Abfertigungen-in der" Höhe von mehreren Jahresgchälterrr jen er 20 M.iä..l i o-iue n M 0 ns ge ha.1 t bekommen? — Dr. Groll: Kir die Teilnahme an den SWmgen. Mtürmsches Gelächter in dem besetzten Saal.) Sodann ipnrde der dritte Angeklagte, der penfidnierte PeNvnsrat Dr. Emannel K rasmy einpernom.men. Er erklärt sich gKeiWakls nach t sHuldü-g. 1922 trat er. m 6tc .AnÄwMebank ein. Kl jener AeltbÄtaW bereits« die Verbindung mit der „Mnex". Von kuufmäunWjvn Dingen verstehe er gar nichts. ^Er war lediglich Delegierter der ^ndüstriebaük. in der Winex, itm die Interessen "der Bank zu wahren. Seine Tätigkeit beschränkte sich alnf die Teilnatpue an den Sitzungen des Exekutivkomniitees. j llm dalb vier Uhr wurde, die Verhadlung abgebroche.m.: sie wird heute um neun Nhr fortgestM. GM «s eine eigene Kultnsgemeinde der Scfardim in- Wtew? Tvr bekannte rumänische Danßmann MenaäMl E lVa s, der tukturcklen Jnstttutionen Rumäniens große Legate hittterkassen' hat, vermachte in seinem Testament der HAcademia Rvmana" in Bukarest, d. i. der rumänischen Adademre für Wissenschaften, ein Legat, mit der Bestimmung,, daß die Legatarin verpflichtet sei, der türkischen Jsraelitengememde in Men undderen Schule, /ährliä: - ->!- K rö n,;e n zu überweisen. Da dieser Betrag, der im Jahre 1914 sehr ansehnlich war, jetzt einen Schlllina ausmacht lpt Dt. Moritz Za km a n'im Austrage der türklschest Jsraelitengemernde in Men ans Valorisierung dieser jährlichen Iv.üvv Konren auf 10.9M Schilling geklagt. Bei der Berhaüdlung vor dem ZiviMandesgerichte beantragte der Vertreter der beAagten Akademie »Professor Dr. Last, Ablveisung der Klage, da es nach dem KultusgeMeindegesctz vom Jahre 1890 nur e i n c Knltusgemeinde in Wien.gebe und eine üir-- ktschr.. Israeliten gemeinde nicht existiere. Ter Vertreter der Safardimgemeinve bestritt, daß die Gemeinschaft der Sasardim ihre Existenz als juristische Person.aufgegeben habe, was schon daraus: yervorgehe, daß der sogenannte türkische Tempel in der'Zirkusgaffe laut Grundbuch ihr gehöre. Der Vorsitzende, OLGR.' Dr. Vogel verlas eine Zuschrift des Wiener Magistrats als Landesreaiermlg, laut lnelcher die Statuten der Sawrdim von den staatlichen Behörden nstht genehmigt wurden und die türkische Jsvielitengelneinde. naäi dem .Mltusgesctz vom "'hre 1890 in Wien zu bestehen ousgehSrt habe. Dr. j;akn a *?ll über diese Frage Ansknnstveim Bundeskanzleramt cinznoolen; sobald diese ein langt, wird das Urteil im schriftlichen-Wege erfiiehen. (Nach den wärtigen Bestimmungen ist der Verband der türkischen liten (Sefardim) in Wien eine i nm e rha lb d er Kul g-e mein d e stehende «Gemeinschaft, deren Regnblkiv Anhang zum Knltusgemeindestatut bildet. Ter Verband Hat sich riach dem Zusammenbruch als «Gemeinde konstituiert, ledach die staatliche «Geneymignng nicht erlangt. Sein Rabbiner ist auch, um staatliche Funktionen -ausWen zu können, zum «Gemeinderabbiner ernannt worden. Das Legat freilich hatte wohl, den-Verband der Sefardim inv-Auge, deM lrer Jahresbetrag zngeivendet werden soll. — Amn. d. RM) Die Wotz»»l'a«ste,?cr für Studenhonheime. Drei deÜWHi!-a-t.ionale Bel eine, die Lt«dentenheöme unterhalten, haoett gegen die von d-er Er-lneiltde Mkm vovgLschriebene Wähnlm»«ste.ur beliil V Lrm.a!l«v.um'g.sg.L.pirch.-t,M^.hVchW>chide gäfschri. loeil nach ihrer AnsW nacht der Ber-ein als spkcher, sondern jeder eiiizelne StNSent zu lchftsueru gewesen wäre und wci-l auf die ßwmeiuuiühiUkeit dieser Heime bei der Steuerbcineff-un-g keine Rücksicht genommen wurde. Der Ver- >ucrl-tu>i-gsgerichtShof hat. sich die,scr Archrcht «mgeschlossen u;iid die SieueirvorschreMiu ngoil ats .rrmjgelsetzli'ch aufgehvbeli. Die GomeiNdc. Men wird demnach die bisher gcMhkten üiberun'äßigen' Steuern refu-ud-icren Müssen. A-u«f die einzelnen Stirdonten tverden in Hiirlunft unr sehr geringe Peträ-ge für Wohnbausteiuer cükfaKerr. Das Strafverfahren gegen Emmerich Brkeffv: Bei dem' Uäl-tevsuchltngHrichter Dr. K <x bl en tt ist am verflossenen Sumstag das voll der Verteiidtgung des früheren Chäfredütk« teurs der „Stunde", Emmerich B-ek-e-ksY, an>gekirndr-ts K.'ra n k h e ri s ze u g-n i s alts Paris eillgelangt. >^n dem Zeugrmsw8rd erklärt, daß Bokeffl) eine.' schwere, Operation dlirchge»,acht'hat und inisölgedessen in den -nächsten zwsi Monaten nicht reiseifähig ist, bezichunaswedfe ais nicht untere Mchu-ilgsfähig zu betrachten fc>i. Der Mt wurde der Staarsanwwltschaft ü!bermittelt imd -der Dcffchlwß. gefaßt, daß mst der Enstcheidu-ntz -über die Frage, ob oin- A-.-niSt'veE-e - run^sVe-sehrcn gagon Eantmvvrch BMPh gestellt werden Mke, v-v-vMmijr^ing a-ir s-g-u-ts-e-tz em s-Li. Das GeÄchi lvirtd nach - Athlaüf der zwÄmolMig-en Friitst sich neu7blich mti duffer Frage z-li besaffeu habe«- Mn St-scDrlef wirdnach der gäirlzsn Sb-chläge mi chrt orila-ffou. Bei der - MsHMionüber. die fvnÄnzilette Hilfe der Postspävkassc und ihre spätere -BereMmtligkeit, vöir der v iew M'.i'l'bira:-r>- deuforÄcr«uu g. e ine-u., li()pr-oz enti g-en Abstrich zu -machest fvagtber Borsitzende: ,W-i e k 0 it n-t« dlivs P 0 $ - s PÄchErwMm: aus eigevem einest s-v-l che-st l^e-lde^ut-emdien- N'wch-l-wß gewähren? Es härte Äbch die Z'-ü'stimmiuavg dos betreffewÄ.en.Miuist-or.irrms und des Millisterrates eingeholt werderr müssen. Und die D r e wg a- B-aswk hat de»;.'Kredit-ohne weiteres als smrd-peMr hergegebvn.' — Waxen die -eigenen 'KnÄistkien 'überhÄustt nvttvendhp? —' Wwg.: Mr Wien sie mit hm uns Wt>it dev HÄnftriedcmf. gewäKritett Krediten übemMvmerr. — B o-r s.-: Äie >JMchirüchiank. behauptet, daß'die Wnex arr ihrem -ZusMttüvMtzNh Mrld ist imd .ttntgekeKvt. Stent haben Sie, als WMu'dle '.Passibträt dev Winex zstm Bewiufftseistkam, nicht'resigniert? — An.g.: Mä^i sagte mir, daß es meine PsÜcht sei, auszstha.rreti. -Wr. mich toar es ein Opfer. —: BMiist : Dieses KÄpfev vmr nicht so sthtver, weil Sie einen schiv gjnten Gehalt Mtien. Die AnklageVehörde hat Olsten WenScüKvand stnd Ihre Lebensaüfsühruug "kritisiert. 'Tatsächlich Mtori Sie ztvei Monate Urlaub, Sie verbrachten einen Teil davon in Ävwd - G-aGvi-u, wo Sie hie histo-i rrscheu 'B-is-mm r-ckBwmm«e-r BewHnten.'Dafitr zälMeti'Sie tÄigL-i-ch 70 Sch-i'l li.n. g. Nach Mver eigenen Angabe befuWen 'Sie jede.Woche bis $1 viermal vevfchiedenv Dheater pinf gjuten Plätzen, tvas'iw .Monat ungefähr M0 Schilling Mf Acten 'Psätzelh ivah .im Mchläk - .ÄD'-SchilkrüK kostete. Sie bezögen von der Winex 'stnemt'^eWlrch Le-' btzömcKM iMzl ..st wd We iir. Dr de'n .WNxen'1922 vis' 1<825haBen Sie für Mre Wohnirrng mn 370 Nkillionerr Kchn-en BÜdvv' airgeschäfft. Das äst ein LMnsstandärd, der? woM über das. Maß des gurslütievten Mchrnes hiumrsgeht. Wf Besvagrnr des.Verteidigers Dr. Klager über die deslAngeVtzüten, Dr. 'Kra-s-n y erMrt Doktor Mß',' M-rDe. Kvasrch ledsgLich an den DrrektianM- ''mi Me. ^^SiNvilaOKMMwr-MMbHat | Sie NÄorm der - Die RegievunH hiM gestern .init -den Vertretern der Diöhvheitspärteien BevatrmMn über-'die" dem Mtermlsfchuß zur ^Vovb'erabu-Nig des Postspastkassen'geisetzes -als,-. -Grundlage vorzrftegende n e n 0 F -o r nr n bi e r rr n Z des P 0 «ft-'lf -p a 11 a stff-e n - G e,s e tz-e n i w <U‘,r*if-c s ab. Nach, längerer AmAfPräche N'er „die Hvu'ftdsätze des Entwnrifes/wstvde ^iipe ll eH^-r e'i'n^i «mMstch' g?iß!bee?das' weitere Vorgehen erWlt/. ' '. ' ' '. ' Eine der HauiptsDniemigkei-ten,. eine Aeiberernstrm-.. MstNig'. der Mciijorrtätspar-teiien herbeizuführen,' . he'slaM -drmm>'-da-ß '^ä'räelSm-nn'ster Dr. Schür fff -die PvWar. kaffe nicht gerne ans seinem Ressortbereich in den des? FinaNAMististerrrrms übergeben will. Da jedoch, der. Finanzmmister für die Deckung des 110 Millionen-- Defizrts der Postsparkasse zu sorgen hat, wird er auch, den 'ntüßgeben-den Einfluß auf die Ge«bar.un-g -der' Postfpavkasse verlanig'en imissen. Ferner wrdevftreben die Größdeiu-Wen der, gepianten hw-nrg-en- Der>bi-.-n düng diefes Instituts «m^t de.r N--atroualbauE/ Aber auch -Äese wird sich, «mcht umgehen laßen, wepm..' auch viMeicht^. «um den. Größderckschen die bÄteve PMe M "pM'üÄern, ..der Misweg g-ewÄhlt werden.:.wir.d,.v da!tz der NätvönäWanDpräl^dent nttr- -Dr' die-'.Ä^vgangWÄ,? dis in der, sPo'stsparkasse, wieder di« Ovüuinng hergestell-t ist, die Diistge ffenLenffisoll, wähvenid „er ffpäterHm. mrr als B eK a t e r «de r P oUis-p-a nE-a-ff-ff e' zu -fimWeven -haben wird. Die Nenfovmlül'ievungen zmü Postsparkassenstatut ' werden heute durch den Mbg. Dr. O'd-ehnal im par-ka- , nwntnrDH-en jUlntelransWrtß Vvrgiekvgt werden. ^rWWfmiC* SBHfl fWJHf* Das Expose des Fmanzministers. — Postsparkassakredrtc - für kleine Kaufleute. — Konfliitthefahr im Dombvower Kohlengobiet. — Sinken der Rohöftneisc. — Kmsrüügänge an der EMtenbLHe. ,. (Biou unserem Warischaluer. Korresipondonten») - -W-a-rchch-n-u, 1B. November. Das gestvige Expose des FmanKmöHters E>z>e'ch'0- )v i'«,z (über das wir bereits berichtet haben), hat zunäW belviesen, daß es tatsächlich die Bemühung der polnischen Regierung sei, das Budget im Gleichgelvicht zu erhalten und zwar auf Grundlage realer EingangHrositionen. Daß die Staatseinnahmen, wie der Minister 'betonte, nicht durcheine Evlveiterung der St-enrern erreicht lverd'en sollen, sondern lediglich durch deren Jntenstlvüor.u n-g, soll besonders vermerkt worden, denn eine weitere Steuevbelastung hätten die jüdischen Kanfleute und Kleinindustriellen sicherlich nicht inehr vertragen. Andererseits .hat.der Minister die Staatsausgaben verteidigt und dabei , mit sticht allzu Magkräftigen Argumenten operiert, wie Perhütung des Sinkens des Kulturniveaus und der Schwächung der' Kraft der polnischen Wehrmacht. Die Betonung der Bemühungen um die Erhaltung des stabilisierten 'Zloty, die scharfe -Mlehmmgjeder Inflationurrd die Erkenntnis der Notlvendigkeit einer Ausländsanleihe sind jedoch unzweifelhaft bedeutende Positiv« un Expose des polnischen Finanzininisters. In der letzten jSitzung des. BevwaÜungsrates der ‘ PosMvkasse.. wurde beschlossn, den stMWen .SstwÄassen i nnÄ^KvedMccheva^vsn NE-KEt Rs^M OMManew^ Zloty einzuräutULN. Diese Kredite sind als .HLkse für Hrwdwerker, kleine Industrielle und Kaufbeute gedacht, Ke W-' her keine Kredltwelle solcher Art, wie sie die. Großindustrie und die. Landwirtschäst besitzt, gehabt haben., Tire Kooperativenwerden die Kredite durch- Vermittlung und-unter Garantie der Kooperativ- und KommunaWanbsn erhalten. Für die Situation am polnischen Geldmarkt rft es bezeichnend, daß in der Postsparkasse im gegenwärtigen, Augenblick Kreditgesuche auf die . GesamHmnme - von 40 Millionen Zloty erliegen. Die Ve r uff sve^b'änd-e d-ea' B-e-r^lle-urt--a-PsS D 0 m b r 0 w e-r G e b i e t e s haben dem Ausfchstß dex Industriellen d e n K 0 l-l-eck-t i v v e v t r wg geeMKsd-- d.i g t. Die Kündigung tritt am 1. Dezember m Äcaft. Abi den Verhandlungen um den neuen KolkektivveiÄrag werden die Bergleute eine Erh-öchung ihr-e-r und Teuerungszulagen verlangen. Es ist mehr als zweWl« hast/ ob die Industriellen auf die Forderungen-der beiter ein-gchen werden und es droht daher in dresWn wichtigen Kohlengebiet em ernster K 0 n-WvM. Die Boryslawer Rohna pH t h a pr-e-iff-e sind in den letzten Tagen infolge der verringerten Nachfrage M. auf 240 Dollar pro Waggon gefallen. Erdgas wW jetzt mit 4'10 Zloty, für je' 100 Kubikmeter Gasolin mit je 8 Dollar, für je 100 Kilogramm loho, Station Bvryslaw ohne Steuern notiert. - Am Eiermark-t ist in der letzten Zeit trotz einer -bedeutenden Verringerung des inneren Konsums und eines genügenden Anbotes eine P r e-i s e r h ö h u n g emgetreten, die wahrscheinlich durch einen.verstärkten Export verursacht wurde. Diese Erhöhung beträgt durchschnittlich 25 Zloty für eine Kiste,! -bic 1440 Eier enthält. Für eine Kiste Eier erster Sorte werden 320 bis 340 Zloty, für eine zweiter Sorte 280 bis 290 Zloty gezahlt. Die Eierhändler hoffen, daß mit -der Besierung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und mit dem Sinken der Arbeitslosigkeit auch der Eierkonsum wieder steigen wird. Der Eierexport wächst von Dag zu Tag und wird in diesem Jahre zirka 4500 Waggons betragen. Der . Hauptabnehmer ist Deutschland, wo die Ware auch als Vorrat angekauft wird, um bei einer Kvnjunktinbesserung an ihr zu verdienen. An zweiter Stelle steht England, das bisherige Hauptabsatzgeblet und erst dann Oesterreich und schließlich die Tschechoslowakei. In das AuÄand werdennur die besten Sorten exportiert. Die feste Tendenz der Echstecktt^e <N'bch.r>fte m der vorigen Woche hat Samstag einen Men Unrschnmng erfahren, die Kurse sielen fast die ganze Woche hindurch. Das Sirrken der Kurse lourde durch Realrfierungsbestrebungen der Kulisse bei gleichzettiger geringer Nachfrage der Privatbanken und des Publikmns hervorgerufen. Die großen Spekulanten,, die jetzt die Warschauer Börse beherrschen, ziehen einen ständigen Fronkvechsel einer festen Tendenzvor, die ihnen'keine großen Gewinne sichern kann. Nur die Aktien der Diskontbank haben eine Erhöhung Um 2.6 Prozent erfahren. Der Tagesumsatz an der Valuten» üiöwste belief sich täglich auf durchschnittlich 400.000 Dollar. Der ganze Bedarf imrvde fast nur van der Bank Polski gedeckt, deren Valuten- und Devisenvor.rat im Monat Oktober eine Nettoerhöhung von Ty2 Millionen Zloty erfahren hat. Der Bankuotenunilanf hat sich in der letzten Woche um 4 und das Wechfelpvrtefeuille um 9 Millivnsn

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