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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-16 · Heft 2773 (16.11.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2773 (16.11.1926)
Date
1926-11-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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„B,m wmi Polen: 25 gfoszy | Wien: Zürn Abholen in der Expedition, II., Taborstr. 1-H oder in einer Vcrschleißstelle, (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho - Slowakei: Mon.K 22. Jugoslawien: iVlon.Din.60. Polen:Mon. ß Zloty Deutschland: Mon. Gm* 4. Frankreich, Belgien: Mon. Fircs. 35 N*ch*ahluntfen bei T re 1 eexh9b n s ge ii Vorbehalten Ar. 2773 im ... ffiien, Dienstag, 16. November 1926 (II. flfslem 3887). I Preis gp fl. EnglthndrMon. 4Schilling fchalisn: Monat!. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Le» Bulgarien: Mon.lOOLeera. S^hvreiz und das übrige Ausland monatlich Ares. 5 Redaktion, Adaptation: Wien, II., «atXirstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-10 Ab 6 Uhr: Tel. 31-209 M., Derchenfolderstraße 1 (Druckerei „hm*) Oesterreichisches Postgparkaasenkonto Nr. 190,683 8. FaHrmng Im redaktionellen Teil enthaltene ttttgeMiche Mitteilungen sind durch ein vorangesMtlS L gekeimseiiynet. ijiaaaWiaiBiffll EÄMBWElMiiaVWGBWMMBlchMAUWWMBMWHWNbDW Ser Schadm des eMWe» Strells 400 Millionen Pfurrd. London, IS. November. Imrmminister JoynsoWi ck Z schätzt den durch den Kyhlenstreik vewrfEen Schladen Ms mehr als 400 Millionen Pfund Sterling, ein' Verlust, der sogar größer sei, als die Kosten des MMkckrischenj Krieges. PwWyr Bvwley von der.Londoner WirtschastssHule schätzt dm ÄrEen Verlust Ms .160 Millionen Pfunh, den Entgang' an Bergarbeitsrlöhnen auf 30 Millionen, den Verlust d^Msen-- imd S^ichlhanbels auf 36 Millionen, den Verlust »der- ErsslbalsneN aufMAMOOO Pstrnd. und' die Ausgäbest. 'des. DM^charbsstervewitt^ 1'FOO.OOO Pfund. Die Gefäntzzäyl der infhtze des ^Mefks' mcheitslos GiSvpÄ«- itm beträgt, ohne Einrechnung der Bergarbeiter 351.578, Auf dem' Verlustkonto figurieren weiters, die großen Uusgaden der - Arbeiter, insbesondere der - Bergleute, die in den letzten sechs Monaten auf Kredit geletzt Wen, die.-Mglichkeit der Erhöhung der 'BaÄLiyke,,.'die -GüviMeit'.nÄer' Steuern zür Ausgleichung des NnnöHmenentfnlles,dst: -Beeinflussung des Außenhandels.; -' V- Die bedaikliche Wirkungbezüglich deZ WßetiMWls wird durch folgende anüliche WffernrlWriert' '!Für die ersten zehn Monate dieses - Wahres helrssf'sich das PgssrvUm der HmchelsWanz/ «ür^ ' 62,485.052' ' Dis.MßüMausfuHr ist für den "Zeitraum -dev evstSG^Wr ^ionate auMSL Millionär Pfand gefallen, der Wport auf-' 1016 Millionen. Die Menge der in den ersh:n sechs Monaten d. g. eingestlhrton Kohlen belief fiD Mf 14^24.314 Donnen bei^inxm DmWchnirtspreis v'rm ÄA . 3 fei pro ' Die Bergarbeiter für die Wiederaufnahme der Arbeit. Lv n d o n, IS: November. Die Grubenarbeiter der Bezirke Bhh nd a >B alley Und M'vn moUthshire haben sich, entsprechend, den Empfehlungen^ der Delegiertenkonferenz, für die Annahme.des Memorandums der Regierung unb svnüt für. die.Wiederaufnahme der Arbeit ausgesprochen., Myn glaubt, daß dieses Beispiel in allen übrigen Grubenbezirken befolgt werden-wird, so daß der Streik praktisch als beige/egt angesehen werden 'kann. * tzugland und die Mandatskommilstou. - London,. 13. November.-'- Im- Mterhaus epklarte Ehamberlain,. Ae; Regierung..beabsichtige . keine Ae nd'e run g ih r e r P ol i til in Angelegenheit der Zusammenarbeitmit der' Mandat'skomm iss io N des, Völkerbundes. . Die Regierung habe dem. Völkerbund ein Schreiben betreffend die Bo rga n g s«- weise der M a n d a t s k o m m i s s i o n gesendet, das zu einem .späteren Datum v-oröffentl.ich t werden wird. ' Sine Beksaffung ffir Jtonsiotlnnien. Jerusalem, 14. Naoe-m-ber. Die Vorarbeitenpurden Entwurf des, Wahlgesetzes für die Verfassn-nggcbende Na.t-ioualdersalmlung des Landes sind so weit vovgeschrfften, daß -mit der Einberufung der Vevfam-nOung. Kk Emde D.-esewber dieses Jähres. gerechnet werden, kann.' Zu' ihrer Eröffnung wird, auch ' Lord sP t u w e r nach Amman - reisen. Erst nach der Tagung lder 'NMonaliversanrmlmig ^mrd sich Emir Abdullah von Dransjovdanien nach L o n-d'0 n begeben, um dort mit der bMschen Rogiievung die weitere SkuAgestaltungkTransjoridvinens zu bei'Vvüchjen. Beppirw SaribM in Pari». Paris, IS. -d. M. Der ^cher Ricorodti GavibaMs, ^emr-al Beppino GarilxAÄi, W heute lnmhnrrüalgs am Bord, der „Mnuretanw" m ChcrlboULy -a-ngsÄmmen. Zahlreiche GohelmpolPlsten - erwarteton ihn Und bvglvrtetvn ihn auf «der Fährt nach Par i s. kiu magyarischer Putschplau in der Slowakei. Komplott einer slowMchen Adaeordneten. Prag, Ki. Mwöücher. Kv>za M a t-c-iow, ein M-render slowakischer PMÄ-ker, - bsschuilidigt in sckitsm 'Organ „Slovenski. Vavod" den AbgeovdnBen der slotzvaKschen /MÄspartei Tuka, der w der letzten Ze!rt tyichechoklt Gegenstand verMeidener. Angriffe «us seiner «igenen Partei «war, e i n e n -Putsch geplant zu haben. Di^ka Habe angeblich die SlvwcDöi butt ch eine Revalutio n bofvcken wollen, rmd^Awar «nach folgendemMM': In Sill ein oder' in -Ro s « nbe r g oder -in .smer anderen StM der GMeM' SilowEch sollte «die ... «LostreMMg^GlMakoi , ' von der WGMÄ prEchnW-weMn. Meichtzeibrg hatten alle Brücken -.MdvföWM. 'AWMWMDMonen wit dem übrigen Gebiet der.'MowÄksl % Äc Luft gefprengt werden sollen.'. Das MiMär Wie in den Kasernen entwaffnet werden und unM-risiche Truppen einnmvschreren sollen., Dnka, der / ' ' . früher BüdapWe^' -gOvtzsen sei, habe mit -BOapUter Matzgebenden HerOn* WMOM eine ihitra MMMr^md wWcher Mn«, . . Prinz Cyrill von Bnlgmützn^ -^ ThwMmÄÄat. » Warschau, 13.. November. Wro <üis Teschen gemMet Uürd, fand dort eme vertrauliche Konferenz zwischen einem! hervorragenden Vertreter der polnischen' Nätionachmnvkraten und einem -tschechischen Politiker statt, in dev die politische Situation beider Staaten besprochen wurde. Es wurde beschlossen, eine polnisch-tschechische Union auf monarchistischer GruUdlage anzustreben. Als gemeinsamen Kandidaten auf den' pvlnisch-tschechoslowMschen Thwn will man den Bruder des bulgarischen Königs Bvris, den Prinzen Cyrill, ausstellen, dev bekanntlich zU den reichsten GWßgvundbesitzerlr in der Tschechoslowakei gehört Üyd jetzt in die sensationelle Eisler-Affäre in Prag verwickelt «ist. Ser Müsche Seim. Warschau, 13. November. Nach der feierlichen Er- ' üffnung des« 'Sejms und Senats im Schloß, die kaum drei Minuten daUerte,'ffand am Nachmittag, um 5 Uhr, die erste meritorische Sitzung'des Sejnrs im'Sejmgebaude stM. Gleich zu Beginn wurde eine ganze. Reihe Kterpelfationen und« Anträge in der Frage der Presse Verordnung eingebracht. Als'dann Finanznrinister Czechowicz die Rednertribüne betrat, um das Expose über das Budget zu hätten, «ertönte von der äußersten Linken der . Ruf: „Nieder 'mit der Regierung der fascrstkschen Diktatur!" ' I« seinem Expose betonte der .Finanzminister, die Voraussetzung, mit der die Regierung bei der'Zusawmenstellung des Budgets "unverrückbar viorging, sei das Gleichgewicht des Budgets zU erhalten und jedes Defizit zu vermeiden. Tatsächlich betragen die vemnschlägten Staat's'ekynckhmen. .1«.899,252.571 Zlvch, lvährend die Ausgaben sich auf 1.898,679.975 Zloty belaufen. Der Minister bezeichnet die EiunHiinen als real) insbesondere im Hinblick auf die vvn HaI^zU lJähr wachsenden Eingänge Äls den schatlichen Monopolen uäd aUs dev Einkommeilsteuer. Sv erhofft man Ms dem in letztet' Zeit auf das ganze Staatsgebiet ertvei-- «terten Spiritusnwnopol exhöhte Einnahmen. Die Erhaltung des Zlvty-Kuvses.!und deir Kampf rnit der Teuerung betrachtet die Regierung als ihre Aufgabe. Das erste durch Ethalktmg der Aktivität dev Handelsbilanz, häs zlveite, ohne dem erwerbenden! Bürger lWg M werden. Schließlich sprach der Frwnrzminister über die Bedeutung des zu schaffenden Finanzrates, über die Mtwendigkeit einer Anslan^anleih'e, dyr aber nicht um jeden Preis aufgenommen werden muß Und über die Steuerreform, die insbesondere die Ertragsintensität steigern soll. bichköÄen gute Bez'tMrngen. Der P-lan sei vollkommen vmcherevtet göwssen. eine nene StzimmgeaWre in der rschechoswwnkei. Prag, Io. Novsurüer. Beim J n f a nt e r ie.re g-'lment Nr. 31 m Jglau wurden dieser Tage einige Soldaten verhaftet, die, wie „Narodni Politika" meldet, Spionage für dde -kommunistisch e Partei betrieben haben. Sie ließen sich verschiedene Schrankschlüssel uachmachen und trugen das Matevial kommunfftischen Führern zu, Samstag wurden von der Staatspolizei bei leite -n -d e-n P e r s ö -n l i ch k -e-üt e n der kommuni st is ch-ear. Partien za-H-lreäch e Hausdurch.su chun g en vorgenommeu und verschiedenes, anscheinend überfichrendes Material LesHkagnah-mt, denn am sMen Lage wurdentwch der S ochru des Senators Bee*Iicks und der Sekretür der kommunistischen- Partei, P a n f o s i m a, we r h a ftet, KlseWn lmd Rotznlisten. -Paris', 16. November. «Gestern abends erWenmi etwa 14) F as-e iriffte u An den Raumen -der Franoails-e", -wo ste RevoilvevWffse -mit «den Wtgliödem. der. rßdmn Franoaise" wechsMen. Em WML wurde if chw-L-r, zwei FaiMten wurden ibeWch WWlletzt. Der Fascr-stenfüihver V«Äll-dsorkl8rte, ev-ihaÄe, MN der. antrfasci.stvs«chen Ka-lNpagne «der „Aetüm FrianoaW" em Ende M -nm«chen, etwa 10 iFaschsten ÄamLt beauWraA, die Eiimrichtungder,/AcRow Francaise" zu -ahne jedoch hiebei jemanden anzugr-Äjen oder von 'den Waffen Gebrauch tzü «machen. Die FcksSfften «durchschniMn die Deleifchondrähte und zertrü-nvineck-en «mehrere FeNstsrjchei'ben. Man «habe geigen sie -mehrere Revolvsvschüffc abgefeuert. ' >Demgvg«ewüiber behaupten >Ke «WWlWöer der „Acition Francaise", darunter. D-ande-t Und P ucho, die Angreifer seien 20 DLaun stark gewöfen. Site «Hütten «d«ve Einrichtung g.eplün«de.mt, Faustjchlage misgeteiff -und mit den RedMeuven einen Revolver. 8am«pf «begonnen. Gerüchte wer Mnffolini. Rum, 15. November. Die Meldungen Wer ein Attentat aus Mussolini sind falsch. Mnisterpräsident M us s b l t it i hat heute früh in Rom einen Rapport der MMzgenerale aus ganz Italien entgegengenomimen und außerdem eine große Anzahl von Per-. spnen empfangen. Er wurde gestern vom König in e i n e i n h a l b st -ü n d i g e v Audi e n z empfangen und wird rnorgen bei Eröffnung des Senats anwesend sein. * ■ Bon seiten der italienischen' Gesandtschaft in Wien wird uns hiezil mitgeteilt, daß alle Gerüchte von einem Attentat auf Mussolini vollständig aus der Luft gegriffen sind. Die Gesandtschaft hat sich nach Bekannttverden der Gerüchte telephonisch mit Rom in Verbindung gesetzt und dort Auskunft eingcholt. Auf Grund dieser Jnfovmationen kann mitgeteilt lverden, daß alle Attentat-sgerTÜchte frei erfunden find. - B“MS” 5 Prebe Homespuns. . Kostümstoff . Sport-Schotten Shetland. . . Raglanstoff . 1*<S»0 490 9*90 9*90 »»«> Brüder Schiffffmafit Wien, ll. Be*., TaborstraAe Nr. 48

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