Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2770 (12.11.1926)
- Date
- 1926-11-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981857--28138-3016144- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
r SS groszy j Wien: Zatp Abholen in der Expedition, II-, Taborsfcr. 1-3 oder in einer Vorscliloißstolle (Trafik) mpnatl.5 Schilling Straßenverkanf in W i.en durch die Kolporteure der Firma Goldschmiod. I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Ts che oho - Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen:Mon. it Zloty. Deutschland: Mon. Om. 4. F r a nhr e i c h, Belgiern: Mon. Pres. 35 Englan d:Mon.4SchflEng. Italien: Monat!. 20 Lire Rum&nden: Mon. 170Dei Bulgarien ‘.Mon.tODDewft, Schweiz und das übrige Ansland monatlich Free. 0 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr* 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Mb 6 Uhr : Tel. 31-209 VH., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „Ints*) Na.ci.s»hlvn>gen bei r t e leetbObniiffoii Torbelialten wmmammm Obs t erreich! schoß Eosisparkassenkonto Kr. 180.693 RRSBSRiffiBVmHHPi Nk. 2770 Men. Steftaa, 12. November 1926 (6. 5687). 8. Jahrgang Sm redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitiellnngrn find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. E. <&- r. Plowaii's Winterspezialitäten weiße und braune Gansleberwürste, ge* selchte Gansbrüste und Bügel» Bratwürste! u. Augsburger» Zungenpreßkopf sind wieder in allen unseren 562 Verkaufsstellen täglich frisch zu haben. We Prager SpümageaUre. Politische Hintergründe? Prag, 11. November. Wie aus Moskau, gemeldet wird, - W Sowjetregierung der Moskamw tschechoflowakiftherr tmrg eino Protestnote -in Angetegcrcheit der Ber-- haftmlg Dyutows überreicht. Dem „Prager Dagblatt" zufolge protestierte die Prager GokHeKrvrsfwtr in ihrer 9d>te hauptsächlich deHalb, weil DyiM-vw Lei seiner Stellung dirvch die Polizei trotz seiner Exterritorialitätsrechte unter Wnw e-ndung v-o-n Gewalt verha stet worden war. 'Der Vorfall hatte bei den Passanten gwßes Aufsehen erregt,' weil.sich Dyuww dWi Verhaftung Iv-rdersetzte und vchr beut PolWkm mit Gewalt in das Auto gezerrt wurde. Die Kommentare der: tschechischen PMe ltUen pvkennen, daß die Slnsroltlmg bet Spimmgeafjure euren Pjolrtische n tergrmwd hat. - Es hHt, büß eine ÄLLrton garg-em d^e LomimipmiMs-chetv! Partien imtrrnonmwn werden soll. Fertter fjoCT. eine Säuberung unter der Staätsbeauitenschast LevorsteHen. Die naiional-- dewokratischen Blätter fordert: die ÄAWnechsdArg, d>ew SsM?fettnissron und dre AnnWWMtchf hi^r ftuvm* IN uwiP'nsche. m PmMtitzw. . - * Sur dir 8eim»8röflmmg in Mm. Beantragte Versassungsänbemmgcn. Warschau, XI. Sdovember. In -der ersten GitzMW bes Schur, die am 16. November stattfinden wird, wird -der sozialdemokratische Mich drei Aendermug em der Verf a f's« n g beantragen, -birc ssir die JuBuntst eine BerWeppmrg der Budgetsession verGndxr-n sollchi. Ferner Loll dein .Staatspräsidenten. kein.RE zusirb'". die Bndgetsession Zu schließen oder zu vertagen. Abgeordmter Mfau 1« Mm verhaftet »er PrSstdmt der MvorMmkmgreßein eine« foseWschen Kerker Wege« des SLaatsferertages erschviut m o u g e n fpMt h t« Oesterreich keine Zeitung. Die nächste Nummer d«: „W-i en e-r MorgeuzEßL n n g" wird morgen, Sämstag, den 13. November, um 13 Uh r mittags ausgegeben. _ Bor dem Ende des englischen Bergarbeiterftreils s Verhandlungsbereitschaft der englischen Bergarbeiter. Liowd o n, 11. November. Falls kein unvorhergesehenes Hindernis eintritt,. wird die Einstellung des Kohlenbergbaues in dieser.Woche beendet sein. Die Grubenarbeiter haben tatsächlich in allen Punkten einschließlich der Frchge der Arbeitszeit uachgcgeben. Es wurde ihnen eine Art nationalen G er ich t s h o. f e s zugesagt,. der jedoch, «ach Itifterzeichnimg eines Distriktsabkommens keine Macht heweü wud. Infolge der jüngsten Entwicklung der Dinge verbleibt Premierminister Baldwin heute Nacht in London. London, 11. November. Die Konferenz der Bergarbekterdelegiertett hat einmütig beschlossen, dem Vollzugsausschuß die uneingeschränkte Vollmacht zu erteilen, die Verhandlungen mit der Regierung fortzusetzen. Der Vollzugsausschuß schickt sich nunmehr an, die Regierung dahin zu benachrichtigen, daß die Bergarbeiter das regionale Abkommen, betreffend die Arbeitszeit Howie auch die Löhne unter Wahrung nationaler Grundsätze oder eines Bcrufungsgerichtshofes an nehmen würden. 1,087.000 Pfund Sterling russische «nt«. Wtzmg. Lw'wdom, 11. November. Im Unterhaus teilte der Münster des Jtmern in Erwiderung aus Anfragen mit, daß nach den letzten Meldungen 1,087.000 Pfützd Sterling von Rußland zur Hilfeleistung für die Grubenarbeiter eingegangen seien und daß erhaltoueu Nachrichten zufolge die russische Beitragsleistung in gewissen Fällen Migaton' ) war. Bcdgr ad, 11. November. Der slovemschv Abgeordnete der italienischen Kämmer Wilfan ist gestern nachmittags in Rom verhaftet worden. ‘ krreguug in Belgrad. Belgrad, XI. November. Ae Nachricht von 'der Verhaftung Wlfans,, die heute morgens hier orntvaf, hat m den Kreiserl der Skupschtina größte E « t rü st«n g hevvorgerufen. Ein Abgeordneter der slovemschen BoAspartei hat eine Interpellation erngebracht, in welcher die Regierung ausgefordert wird, in Ronr nuvwMglich Schritte zu imternehmen, dmmt Wilfan auf freiien Fuß gesetzt werde. Der deutsche WgeoMiete Dr. Haus M o^e-ie hat an deu Sekretär des Kongresses der europAschen Mnoritäten in Genf ein Telegramm gerichtet, womn er der Entrüstung über die Verhaftung des Mgeovdneten Wilftur, Präsidenten der letzten Tagung des Kongresses der europäischen Mindecheiten in Genf, Ausdruck gibt und an -die Solidarität aller europäischen Mndecheiten appelliert, immit diese gegen den Geivaltatt den prchesfteroni mogW. der fascistischen Behör- Dr. WM.f a-ai ist schau srnher in der römischen ttomuwr von den Chauvinistwi terrorisiert worden. Er ist einer der genlä^gLesten und fortschrittlichsten Männer Europas, ein echt demokratisch gesinnter Politiker, der nur dem Frieden dienen will. Als einer der Einberufer des MinoritätLnkongresses hat er m seiner Prograinmrede den Willen zur Versöhnung beteuert und er erblickt in der unbedingten Rückkehr zur Gerechtigkeit den einzigen Weg, Europa zur Sanierung zu führen. Der Kongreß, der, wie noch bekannt, aus guteu Gründen jede Agressivitat gegen die Staaten ausschloß, ehrte Wilfarl, indem er ihn zum Präsidenten wählte. Auch in der Frage der jüdischen Minderheit, die durch Motzkin im Präsidium vertreten wurde, zeigt Wilfan ein nngewöhMches politisches Ber- Wrdnis und aitzeptiert den poMschen Ziomstilu? als eines 'der wichtigsten Elemente des Weltfnedens. Der vor prei' LüZen"' Präsidenten Siesimmd Gio^eL von MÄN-nivttlhüE^. gestern o ff f r z i e 11 erfolgt, tzn ei-ner Mtzümg id^'-Vor standes der llnionbcmL wurde dicheru der. Entschluß, >daß Bofel ferne Stelle aks Präsibent utttö’ MWliad des . WerwM-nngsmiW möbergel'ßgt hat', zur Kermtnrs. gebracht. Irr der hierüber oMiell arOgsiMenen BMarrtbamüiig heißt esc ,M)a smn leNHWen Bedcmern .des 'Bmfftmkdes dieser Gnifchbuß <cks / eiin-.unilwderruDHer ibezelchneL wurde, so. wird^ die iMÄXeriiiMN von dM triM des Herrn PrDdenteu BofÄ dem Der-vMungsrate in ferner nächsten Drhurra ^orgesseigt Werden." * DarmL' hcek siW der Ee M'Ees b'eiMellosin Afft-- . füegLs mrd eines öbenfo rapiden NLedAMu^es vollzoMN. Der Amrtsan'trrLb BofÄs als Prülstdent «der U-nionücmk hatte' sich vor vier Echoen nuter Formen abgespielt, Ne än den Tviulnphgug eweH Imperators erinnerten. Dem Gmzug in die UnionbauL war an der Börse ein Kampf auf LeLen und Tod uw die MWmnchwurtät vorangegMligen. Die WaHl BofdlZ Fmn jPrÄfldenten erfoWe auf Grund seitles Mienbesitzes, so daß der Langjä'hrige Präsident der Nnion-banE, der 80jährige Min Ens, der sich hartnäckig dagegen ^sträuhic, sich mit Bofel an einen Disch M setzen, WLeßkich zum McktrÄt gWvmMn war. Betzt wia^vvWig W.dkv Dsmrsfton Bofew in-deu> Formen cLEÄr Arrgnadc grftMcnen Muist^rÄ, dem das Gtaatsoderhaupt einen WüE zu-r SAsdevlegru-ng seines Amtes gegeben Mt. BosiÄ verstand den WM, u»ch -'d"ve ^osfLg L^ö <s ä'Ä'HHL ärkG-Levmpn W schon nur Dienstag der OoUenMWeU bekannt zn geben, «was sich in den nächsten ßüa$eni ereiMeu werde. sZNEDmAsion ist Me rraWÜche FoLge der sirnMerl EltiWlLtngelt-uber Mrc GeWUr mstt »der -'Pvsffpnr^ W-v die siiL-ÄMJNMnib-r^aM Foilge iifi jedoch durch einen imstmsüm Druck von oben nachgchÄbfaui wordem' GAgAcheimo iGeuAgtmlug mußte mau doch der OeUeMichkesi ßir den Ausourmerchmch des Postspar^ffeuirOitutes biete«. Das geschah aLso m >der Weife, daß «mau sich Mw einen vorläufig noch in Geltung besiMMcheu Vertrag hmwDcht. Däe' 'letzte Drausccküou, die dem PlMttrWeMlW«ck 'die NrmmbaickMaforiM sowie die V-ei tf chow Walign-e^i-^. nud' L a u r ahütte.-a!kibLa-« als Deckuug m die Hand spvegV, war nämUch in eirMn -mit dreWüriiger 'Laufsesi befrifietvn mMudhareu Vertrag stipntieE worden . Danach war Bojeil ledigsich verpfl zchtot die Zinsen >firr den auf die Aktien' ajufgencmrmeuen Kredit gu bezaUen. Bon der Verpflichtung, Einschüsse für beit Fall dos Rückganges der Aktien W leisten, war er ent- 'lwben, während der Nutzen aus einer ällfälligstl Kurs hatte ih>M äWrn KilWU-tc kommen sollt?. -Bösel dardttrch das gesamte Risiko f.Mr dg-.s D.wLÄ)Ha-l ten 'fteiwe-r sdem GsifLikch-eEe ugag-om au-ts a-u-f di-e KM. fp-arkasf-a abgo-wälgt. Es war eine foeiÄas loonina, Äe der - FirrNgkeit Bösels und der Willfährigkeit feiner HMershÄfer m der Postsparkasse alle Ghre W-- webst. Hnmerh'm, der Vertrag besteht noch zu RM. Die Demission Bösels als Präsident bedeutet gewiß nicht jene Wsrodergutmachu'Ng, auf die die Steuerträger ArvspMch-ek- 'heben und auf der sie 'unbedingt bestehen 'irtüffen. War Basel der Poftsparlaffe schuldet. Jn^der gestrigen Sitzungdes Polstfpar-kasfenstlniet* a-usschusses gab Präsident D-r. Rei--sch eure gleichende Ueb er ficht über die MlanKbaten der Postsparkasse während der Jahre. 1922 bis 1925 -mtb jührte hräbei auch die ZWern aus der Gefchäis-tsperbindnng mit dem Banik-Ihanfe Bochel an. Sie begamr a n -f a >n >g s S e-p t-e-nr-b^-r 1932 mit novm-älon Kreditgewährungen. Bis Ende 1922 hatte Bosel bereits Kredite in der Höhe von 19 Millionen Schilling, von denen bis Jahresende nur 600.000 Schilling MriiWlossen. Im Jahre 1923 wurden 58.8 Mi l s.i o n e-n Schilling Kredite gewährt^ und 10.3 BKllionLn Schilling znrückgezahlt. Im Jahre 1924 betrugen dir Lvrrespondvereuden Ziffern 89.3 Atil' livnen SchAliug und 1.5 Mssrouen Schilling, im Jahre 1935 2.2 MMoneu ,Schütting und 2.4 Mist lümen Schilling. .Weiter gab PrWdent D r. R ei s ch ein voWSMgeS Lerzeichms der Kreditoro.n «und Debitoren^ kamr-t, mrd besUerte den G-« f a m tv e r i mst aus -diesen Verb'mdnngeu mit >7,965.000 S ch i ll k i wg. In dieser Ziffer sind 'jene Folgen nicht -inbegviffen, Ra sich aus den DransaWoueir nsit dem Haufe B o^s c I innd an denr Besitze -des PoftsparkassenMstes au AWien 'der Trercigva -und der BerkehrskredHtban-k siir die Poftsparkasse ergebet: können. Es sind dankt Verluste aus Verbitt-duugon mit der A-ill-gemei-ne-u I tl-dust rieb -a nHfV de r D e ip o 's'it -e n b a n k, -der D e nt f che n B -ob e tt b a-ir-ik, -der I u i -c r n atio -nall em Hw4ib c€ s b a n- >k, der Kanf >m ä n n i is ch e n Ban k, der A u st r o h o l -l ü n d i s ch e n B a.n-k, der bomb a -und Esko^mp-4eb amk, der A-'llgemeinem 'Kived-ibb a tt k tmd mtt Sami Bvonn-er etvkhMen. Jinatizminlster D r. K r e n bv ck legte «dam IkttterauWtzuß ent VeM-ichnis der iitden Jahren 1922 W 1924 dtltich die Postsp<trkasse veranlagten staatlichen Gelder vor. Dieses Verzeichnis webst a-tts, daß von den gesmnten in dieser' Zeit durch die Postsparckaffe voi ^' nvtmnenen!/:ozicrttugen per 34,400:000 Schilling flegennwriig noch 'bei drei Jnstitntett Beträge vo- 5,253.608 Schilling (Ms-haften. Darunter befindet W