Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2769 (11.11.1926)
- Date
- 1926-11-11
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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,.,i iminüMiii , 11" W | Polens 35 groagyl Wien: Zum Abholen in der Expedition, II., Tabors tr. 1-8 „der in einerVefschleißatelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkanf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tscheöho-Slowakei: Mon.K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 6 2Üoty Deutschland: Mon. Gm. l.Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 35 Naohx&hlnogea bei P t e V„• erhöbnnpten tetbehalteg Rk. 3769 Wie«. Lonnerstag. 11. Sobanfier 1926 (S. Aisleto 5687). Preis «O 0 «»«i «■ imji.iSi,.» En gl an d:Mon.4 Schilling Ita Hon: Monatf. 20 Lire Kum'ftnien: Mon.i70Lei Bulgarien :Mon.l00 Lewa S c hw e i ■/. und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, IL, Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-10 Ad» 6 Ohr: Tel. 31-209 M., Lerchenfelderstraße 1 (Druckerei „fnva“) Oesterreichisches Postspar kassenkonto Nr. 180.603 8. Jahrgang ■ I wuLMiiijtim wmMPiinijjun Der KnmpriMufoh« in der Reichswehr. <)et Mlktrttt der Generalobersten Seeckt- Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen stnd durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Stuhiverctopfung Darm-Bad Verdauungsstbrunden Mt IX Bo"ch23kfffs'8 Parmkatarrh . m An Valmiflerungsdrojelt fflt ZestenM. Wie wir erfahren, beschäftigt sich die österreichrfdhc Finanzverwaltuust mit dem Plane einer neuen großen I n v e st i t i v n s a n l e «i h e, dessen Verimrklichnng die Bereinigung do<* gesamten Komplexes den: Vorkviegsschulden in einem für die Balovvsationsanhänger gjünstigcm Sinne voraussetzt. Die maßgebenden Faktoren stechen der Valovisierurm nicht wehr so unfreundlich gegenüber wie bisher. Näheres im Innern des Blattes. Nie Mirlvahle« in Ungarn. Am 12. und 14. Dözember. Budapest. 10. November. Im . Vordergrund; des politischen Jutoresses stehen die Neuwahlen. Allgemein < Mch mit der Auflösüng der Nationalversammlung am Freitag, oder spätestens S a M s t a g gerechnet. Die Wahlen/werden für .den! "12. und den L4. Dezember ansgeschriebet'.,' und zwar, soll in den - Provinzbczirken nach dem offenen Wahlverfahren am 12., in den Städten im g c h e i m e n W a h l g a n g am 14. Dezember gewählt werdm. Durch diese Anordnung will die Regierung die geheime Abstimmung in den Städten b e e i n f l u si s-en, da es keinem Zweifel unterliegt, daß' die offenen Wahlen in den Provinzbezirken eine gewaltige Mehrheit für die Regierung erbringen werden. Die. Stichwahlen werden für den 21. Dezember anberaümt, so daß die Wahlen noch vor Jahresende beendet sein werden. Die Einheitspartei hielt 'heute nachmittags eine streng vevtraiuliche Konferenz unter Borsitz des Minist'erprasiveM'en ab, deren 'Gegenstand die. Fmge der Wahlen biMte. 'Die Wahlkampagne der Einheitspartei nimmt Sonntag ihren Anfang, an ivclchem Tage Äolksw-ohlsahrtsminister Baß in Szent-Endre bei Budapest in einer Wählerversammlung sprechen wird. Am 16. November nnrd Ministerpräsident Graf -Be tch l e-n lneiner Beriamullung der ^anptstäÄischen Mittelre->'. das WaWrogramm der' Regierung darlr-.."/ ' / ' ' . - ' / . ' ' . Nie gereinigte Kammer. Rom, 10. November. Zdach den: gestrigen Kammer« befchluß verlieren insgesamt 124 Abgeordnetem der Oppo« sitivn ihre Mandate. Der Beschluß'der Kammer richtet sich gegen die Mitglieder des aventinischen Mocks und gegen die Kommunisten: In seiner Begrüßungsrede betonte Tu r ack i, die Kammer ist setzt ausschließlich die NepfamMimg der stiscistil'chen Revolution../ Auflösung aller antifascistifcheu Parteien. Rom, 10. November. Die Agenzia Steifani meldet: Auf Grund des neuen Gesetzes, betreffend «die Sicherheit des Staates, sind in der vergangenen Nacht die Lokalitäten der durch das Gesetz ausigolösten antffascistischen Parteien und Bereinigungen besetzt und geschlossen worden. Die Hausdirrchsuchungen hatten mehrfach positive Ergebnisse. Die auf diese Art besetzten Lokalitäten werden demnächst den Hauseigentümern zn Wohnzwecken zurückgestellt werden. - . ' Berlin, 10. November. Im Reichstago besprach beute Reichsw ehr minister Dr. Geßler in der Beratung Wer -das Nachtragsbudget den Rücktritt des Generalobersten von Geeckt'. Der Münster bezeichnet^ es als eine . . außen- und irmMpoMsche Umnögltichkekt, daß der älteste Sohn des fEeven Kronprinzen ermge Wochn dem neunten Infanterieregiment zur militärischen Dienstleistung zugetMt wurde. Dieser Vorgang, der -den Erklärungen der Reichsregievung zuwiderlause, daß sie allen ungesetzlichen Einstellungen in pro Reichswehr mit absoluter Strenge entgegentreten werde, sei .besonders unmöglich in einem. AugeMick, wo Deutschland -dafür kämpfe, daß endgültig der MMärckontrollc. ein Ende -gemacht werde. Auch innenpolitisch sei es ganz ausgeschlossen, -daß ein Prinz, der irnmerbm gewissen. Kreisen als onpratpuds»: - gMe,'auf ü ngps'etztiche Wepso in -die' Reichswehr au-fgenommbn' werde:Da WnerghÄon- -.:0te ck t ' strr diesen' Vorgang - Mö' volle/ Verantwortung übexnockmen habe, -mußte er konseguenterweise seinen- Abschied nehmen. . Tragisch sei, daß dieser, Akt' -der Staatsräson sich gegen den Mann durchsetzen mußte, der viel zur Stärkung der Staatsautorität , beigetragen hat. Daß der Uebergang sich dhne jede Erbittrung vollzog, sei ein Ne Prager SvionaseMire. Prag, 10. Npvemöer. Der gestern unter dein V:". dachte der Spionage verhaftete Simnnek war als Allshilfsbeamter beim ' Landesobevkoinluando in der libho,graphischen Abteilung beschäftigt und hatte als solcher Geheimdokumente/ die sin -der Anstalt her-gestellt wurden, zu kopieren und,dem Archiv -des Natrona>livsrteidig-ungAMinisteri«mns zuHböMr-rttoln. Simiunek, der ko-mmunistts che r'-Part-eiänhän ger ist, stebt im Verdächte, seine Vertichuensstellung, die.er sich als verdienter Legionär erwovbe,: hatte, und schon einige Jahre bekleidete, dazu, mißbraucht zu halben/ daß er die -'^ehel-mdoku-mente '«mehrere Nöale herstellte und mit den Duplikaten, einen s ch w u n g -y a s t e n H a n «d e il trieb. Die Dokumente händigte er meistens einem Zlnisäienträger ein. Simimek s-ührte trotz seines Keinen Gehaltes einen n a h e z u l «u x u r rose -n Lebe -n s w an b c*5, ivas auch zu den ersten -Verdachts>nomentcn Anlaß gab. Gm russischer KoufulutsftmktiouLr verhaftet. Pmg, 10. November. Mit dem Lithographe»! SimnneL wurde au chder russische KonsülgtsstmMonär Dtzmüw verhustet, der, wie festgestellt, würde, Von Rußland als Vertrauensmann der politischen TscheÄi, uach Pmg entsendet war, um hier politische Tätigkeit der Funktioiräre der Sowjetnüfsion zu -kolrtvollieren. ©imunef, öec die Dokumetttc ausgeliesert' hat,. vvrLehvtc anfangs nicht diret-t m-it Dymow, smrd-orn. durch Mjtt-clspersottc«i, «die durchwegs. orga'N-is'r-e.r.t-e Mi t-gl-ieVor b-o-r domm'uui!st>vschvu P-cd-r.t!0.i nxl-veu mrd M auch-rmwr ^de-n BePhaP-eten Vefmöen. . , «In inaßgjeb^rdeu Kreisen Umi> der Arbgologerrhen auch deshalb besondere Bedeuturrg heigemessen, iooil es Beweis für -Ke -ÄotMrtät des Generale von Sr-ckt und auch dafür, wie sestgestüigt die Reich-öwevr dastobe. Sespaunte varlamentarische SUuatio«. tLege« der Erwerbslosenfürsorge. Berlin, ID. November. Infolge der Fortsetzung der d-e-rr t s. ch n a-t i omm be n Q »bist r u-b.t ä o-.n im Reichstag., ist -heute der svMlpositische Ausschuß des Reichstages gesprengt worden, -und eine «gespannte parlamentavischL Srtuatipn entstanden. - Der sozlWM'iÄsche Ausschuß -beschästiigte M 'hwcke NAwÄ-ich mit der E r w e r-b s''l o^-«e.nhü'-rstor M. Diabei wurden -gegen die Regierungsparteien von- «den SvW« aldemoikraten, Deutffchnationolen, Kommunisten «K DsrckschvöWschen Anträge angenommen, 8w ein . Sch'ortern bez- Rk^e«piMMitwmKA. bedtmLsn. , ■ ' Darauf erklärten Ke Vertreter des rrnd «der deutschen «Volkspartei, «das sie sich au ^den üMeven Beratungen des Ausschusses rächt mehr beteiligenkonnten, -bis über die Mehvheitsve VHAtmsse Klachert geschaffen >sei, «und der Ausschuß vertagte sich sin großer Erregung. Reichsr-anAer Dr. Marx «hat «die Whrer der v» p I o m a-t i j ch c u L ek n wohl bu§ -er-ft cua-I fei, daß CIN offiz l el lcr. Bvrtr-et-e.r c«mer «Mmbien MWo» Mplcr dom Schutze der ExtcrritoriaMäi osstc-we Sip«r orrog^e«- d i e n sie getrieben Hot. <Z-m übrigen «hat 8re SpüflWgsaW«:« zu einem scharfen diplomatischen Kvnflikt zwischen her Mage» Regierung und SowsetriMond gesührl. Die Pragtzr Sowjeturistchn ist schont-«nach BÄnwch« werden der Verhaftung Dhmows in ctttct*' Protsstnow bcSjt Äußcmninirsteri-um vorstellig geworden. «Meich^eitig hat bas P-rag-er A-ußena«mt in cm«er Sdche an die. SrüvjotmiWim «zogen da-? Verhalten etnes ihrer. Mdgi-iedsr scharfen; -MoWst erngch" Ichotierter Haveems begmwkgt. Jevusalem, 10. Novomber..-G. L, «AH -Nach ^nsw soeben aus Teheran eiugetroGenen au-herMchen BerWt ist Hayee«ms, «der jüdische Deput-rerte «des persischen iPavlaurents, der angeklagt war, sich a» einem K a-mp l o t t gegen >das Leben des nsuen Schah beterH^t yu lhabeu, nicht — «wie fftüHer bevichwt ihlMgerichtet, sondern in letzter Stmin-de 'ib-eg««nlad'tgL wordekk. Die jüd ische Geme mde in Dethevcw, Äe «nach dem Todes- «urteil gegen Hayosms nichts mähr Liber sein Gchrckfal evfiühr, glaubte, daß ldas Arteff vollzogen worden war. Der Gelneinde bemächkigte sich desweWM große Ansrogung, da alle vmr der lln'schM HayevnG üSergeWt «waren und seine Bechokligirmg «drvvch das Gwicht ckls cÄten Streich der jetzigM Regremmg gegen den chWositrEllen Politiker berrrterlte. Die vier anderen Tchevcmer Juden, die ebenfalls mntor der Bchchnldig«ung, mit KoaHHatt teilgonoamren zn »haben, vechalsieL wooderv waren, Wd a-m-s. f-rckien FAß «gesietzt worden, uaiWom-Oe Shre-vMkc»mmene''Hnschrlld -uachwoffett konnten^ RegiermtgAparteien Kn einer Besprechung erngckladen. -7—r H Sensationelle erbst-Angebote QuolUttf o.Auswalal Y ÜBBB LOnMll Telephon 47*179,43-408 Es gm EftöetiH