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Wiener Morgenzeitung · 1926-11-07 · Heft 2765 (7.11.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2765 (7.11.1926)
Date
1926-11-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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~ef£e 6 Men/'Sonntag Wiener MorgenzeitMtg 7. NvvenEer 1936 Nr. 3765 Sari überschwemmt- Katastrophales Hochwasser in HAAalien. , Ans Mailand wird telegrcDkM: Die südltakienische Küstenstadt Bari ist von §rtSN schweren .Hochwasser hetmgefucht und teiltelse zerstört worden. Die Fluten haben die Dämme»tnrcchbrochen und die Stadt überschwemmt. Die Behörden und die aufgebotene Feuerwehr sind machtlos gebest ite Katastrophe. Die Wohnungen von etwa tausend Fam i l i e n sind zerstört oder stark beschädigt worden. . . , Die Bewohner wurden mittsn im Schlaf von dem Hochwasser überrascht und flohen in die höher gelegenen Stadtteile. In kurzer Zeit war die Äikdt überschwemmt, Mauer und Dächer sind eingestürzt und ganze Stadtviertel vom Hochwasser eingefchlosien. Biele Personen, die sich auf die Dächer geflüchtet hatten, mußten vom Elitär in Sicherheit gebracht werden. Das Hochncksfer ist noch im Steigen begriffen und das RettungÄve^ ist ungeheuer schwierig. Bari war die ganze Nach t6ohn e Licht. Die Mauern des Militärgefängnisses sind, eingestürzt, die Kaserne vollständig überschwemmt. In C a s a l e bei Bari ist der von Mtermura kommende Zug in das Ueberschwemmungsgehiet geraten und vom Hoch w asserumgestürzt worden. Ein Hilfszug mit Aerzten und Begleitpersonalen ist zur Anfallsstelle unterwegs. Man befürchtet zahlreiche-' Opfer an Menschenleben. .) < ' W \S S/ W W \/\/ \/ W yr*> /fv > /\ s\ s\ /\ V >s\ E Mtersveschwerden wird durch Rad^o^clerin vorgebeugt und gelindert. Das radiumhaltige, ^fr.ti verkäufliche Radioselerin erhält die Arterien elastisch, es bewirkt eine Verdünnung des Blutes, verhindert Kalkablagerungen in den Blutgefäßen, befördert die Blutzirkulation und erhält daher die unverminderte Arbeitsfähigkeit bi^ ins hohe Alter. Hauptdepot: Apotheke Bayer, Wien, 1. Aez., Wollzeile 18. Sie Mensche» ohne Mund.; TodenknltmaSken aus der Steinzeit. In Glozel, wv in den letzten Moyaten Tonplatten mit rätsÄhasten Inschriften aus der Steinzeit gefunden wurden, die beweisen, daß schon damals ein — heute noch nnentziffertes — Schriftshstem ,in Gebrauch war, kamen dieser Tage neue äußerst interessante Werke dieser Menschen ans Licht, die im. Zeitalter der großen Vergletscherung Europas an derxRändern der EisgeÄrge ihre primitive Kultur entfalteten. Es handelt sich uw neun Götzenbilder und um fünf Hohlgefäße in Dotenkopfgestalt, unzweifelhaft um Masken. Diese Masken weisen den Grundzug auf, durch den sich alle Menschendarstellungen auszeichnen, ink von den Steinzeitmenschen dem Totenkult dienten |~ Äwn Klemasien durch Spanien und Frankreich bis MchIden Britischen Inseln: während alle Teile des Kopfes —"Augen, Augenbrauen, Nase, Wangen — abgebildet sind, fehlt überall der Mund! Zur Erklärung dieser merkwürdige Erscheinung umrde in der französischen Akademie Zdetz Wissenschaften vorgebracht: das ergreifendste Kennzeichen» des Eintrittes des Todes für die Menschen dieser Kufturperiode war das Aushören des Wortes. Der Tod war das große Schweigen. Bei den Römern wie bei den Irländern urü> Galliern wird in der Sprache diese ^Identifizierung des Todes mit dem Schweigen gefurDenI Das römische „Moermum", das Begräbnisefsen, iM dzs Mahl „des Schweigenden", d. h. des Toten. DieLoKn werden von den römischen Dichtern oft „silentes"^ ,/populus silens" genannt. In irländischen Wörterbüchern findet man schweigend gleichbedeutend mit tot. Hlch bei frühfran- .-""sch-'n Dichtern tritt diese BegrifNverknüpfung auf. Wien, den 7. Notzember 1926. -,-wes Wetters Gestern gab es in'ganz -Oesterreich .uiides und heiteres Wetter. Abends ttaißn Bodenebeln auf. Die Südluift-Strömung über gang Europa hält weiter an und die Voraussage verheißt nAberdings mil>d eS W-etter. * Todessturz aus dem Fenster. Gestell vormittags ist die 24jährige Private Karoline Czaj ka, Hannovergaste 1v, auS e-lnem Fenster ihrer Wohnung auf sie Straße gestürzt und blieb mit schweren Verletzungen'bewußtlos Kegen. Während des Transportes in das Spital starb steH * Schwerer Unfall des Abgeordnete Nidrist. Donners- . tag erMt, wie aus Innsbruck berichtet wttd. der christlichsoziale Tiroler Albgeovdnete N i -o r i st Heiisen schweren Unfall. Er fuhr mit dem Rade von Achenthal, nach Seespitz. Infolge eines Bruches der LenGange stürzte ex, wobei er 'ich durch die Lenkstange, ohne jede äußere Verletzung, einen D a r m r i ß zuzcg. A'bg. N i d r i st. fuhr trotz heftigster . Schmerzen bis nach Schwaz. Infolge der Verletzung ent- I stand «ne e i t r ige Ba u chsell e n t ünd u n g, die eine sofortige Operation notwendig machte. Diese wurde gestern früh im Schw-azer KraEenhause vorgenommen. «lrd er nicht alle rage schlimmer t «ehorchen um man mehr al, immer Unv zahlen mehr als ie vorher. Gebt mir lieber ein' Huver-Llkör. Ueberau erhscilich. IBS * Eine Kundgebung gogen die schlechten Straßen. Der Bundesminister für Handel und Verkehr Dr. Schür ff und Vizebürgermeister Emmerling werden der am nächsten Montag. 6 Uhr abends, im Oesterreichischen Museum für ZUrnst und Industrie, Wien, 1. Beg., Wollzeile 46, stattfinden, den Versammlung, auf deren Tagesordnung eine Kundgebung wegen der schlechten Straßen in Oe st erreich steht, beiwohnen. E Ein neuer Rekord an LeisiungsMiglkert und Billigkkeit wird in der kommenden Woche vom populären Warenhaus Brüder Schiffmann, 8. Bez., Taborstratze 46, erreicht. Vom Vertrauen ihres täglich größer werdenden Kundenkreises getragen, sind Brüder Schiffmann unaufhörlich bestrebt, das. Beste än Qualität zu den denkbar billigsten Preisen zu bieten. Großeinkauf an der Quelle zu den günstigsten Einkaufspreisen, Bescheidenheit im Nutzen und enormer Umsatz sind die Richtlinien des Schiffinannstchen Geschäftspr-inzips Die Vorteile kommen den Kunden zugute. Urteilen Sie selbst! Eine unverbindliche Besichtigung des geschmackvollen Riesenlagers in allerneuesten Stoffen, Seide, Samten ufiv. ufiv. wird Sie von der Konku^renglosigkeit der sensationellen Angebote überzeugen. Die Schlager der nächsten Woche sind: Mode-Mantel-Velour, 140 br. — früherer ^€18 S. 2 4.—, jetzt nur S. 12.6 0, Crepe de chine, Kleiderware, in allen Farben, 100 br. nur S. 7.9 0. In allen Mteilungen unerreicht billige Preise. * Zirkus Adolfi. Das ungemein reiche Manegeprogramm wurde vorgestern durch die Vorführung von zwei Schimpansen bereichert. Dicky und Fritz — so sind sie benannt — zeigen sich als manierliche gutergogene Geschöpfe. Sie essen ihr Nachtmahl, zünden sich die Zigarette an, treiben ein bißchen Bewegungssport mit Rollschuh und Rad und legen sich artig zu Bett. A'^otzvem aber ist ihre Natur immer im Widerstreit mit der Erziehung und die beiden sehen unendlich kummervoll in das Publikum und auf ihren Herrn. Aus dem, übrigen Programm, das hier bereits besprochen wurde, seren noch die prachtvollen mexikanischen Marimba-Virtuosen erwähnt, die auf ihrem zhmbaläh'nl'ichsn Instrument die „Mignon"-Ouvertüre meisterhaft spielten. Der Zirkus stcht artistisch und hippisch auf der Höhe. E Das Rheuma hat der Herr von Schmer von nassen Füßen kommt das her. Drum sagt seirr Arzt: An Regentagen muh man Tretorngaloschen tragen. - — DaS Wiener Palüstiim-Amt ist in die Räume der Vereinigten Zionistischen Büros, 1. Bez.. Kärntnerstraße Nr. 28 (Tel. 77-4-86, 77-4-86) übevsredeU, wos-elbst auch der Par leien - verkehr in der festgesetzten Zeit, und zwar täglich, mit Ausnahme von SamStag und Sonntag, von 10 bis halb l Mr vormittags, stattfindet. E Nicht viele Worte, sondern gute Ware ist unsere Devise, Wir lassen nur Preise sprechen. Bitte beachten Sie imser heutiges Inserat auf Seite 7. Den P. T. Damen zur gefl. Kenntnisnahme: Donnerstag, den 11. Nov., halb 11 Uhr vorm., findet im Cafe-Salon eine Modenvorführung von Mend-Toiletten statt. Damenikonf-ektion A. Gerngroß A. G. E ES wird kalt, jeder hat die Pflicht, seine Gesundheit zu schützen. Warten Sie nicht, das Wetter wird kälter; tragen Sie schon jetzt gutes warmes Schuhwerk, welches Del-Ka zu außerordentlich billigen -Preisen aus Seite 16 anbietet. * Das Wiener Palästina-Amt. In unserem Berichte über den Delegievtentag der Zionistischen Landesorganffatiou für -Oesterreich hat sich bei Wiedergabe des Referates über die Tätigkeit des Wiener Palästina-Amtes eine offenbar auf ein Mißverständnis zurückguführende Bemerkung eingeschlichen In dem Bericht war die Mitteilung enthalten, daß im Zuge der jetzt wegen Rückganges' der Palästina-Wanderung notwendig gewordenen Reorganisierung des Alvjah-Apparates eine Auflösung des Wiener Palüstina-Amtes geplant sei. Herr Dr. Blauer, der das erwähnte Referat als Leiter des Wiener Palästina-Amtes auf dom Delegierten tage erstattete, hat jedoch ausdrücklich erklärt, daß das Wiener Palästina-Amt wegen seiner besonderen Bedeutung trotz Rückganges der Palästina-Wanderung erhalten bleiben müsse, daß es jedoch von den Entscheidungen der Mmva-nderungSzentrale der Palestine Executive in Jerusalem, der das Wiener Palästina-Amt untersteht, abhänge, in welcher Form und in welchem Umfange auch der Apparat des Wiener Palästina-Amtes der jetzigen, wohl vorübergehenden Verringerung der Palästinä- Mandevung angemeffori, redigiert werden soll. Auch die beim Wiener Palästina-Amte bestehende Kom>mission, tvelche sich im Sinne der einschlägigen Kongreßbeschlüsse aus Vertretern sämtlicher zionistischer Gruppierungen Oesterreichs zus-cnnmenseht, hat erst kürzlich im Hinblick auf die besondere Bedeutung des Palästina-Amtes, auf die unbedingte Notwendigkeit der Erhaltung dieser Institution hingewiesen, die bei Regelung der Palästina-Wanderung anerkanntermaßen Bedeutendes geleistet hat. E Etwas über den Schneeschuh. Auch der Schneeschuh muß gut passen, um den Fuß nicht plump und unförmig erscheinen zu lasten. Das Schi:hhaus Dorn, 2. Bez., Daborstraße 8a. führt nur gutpassende, hochwertige Qualitatsschuhe. . ErsWaslsige Schneeschuhe schon um S. 14.60 und S. 15.60, Tretorn, geschlossen S. 21.60, Trotteur- und Abendschule in belkannt erstklaslsiger Ausführung, in allen Modefarben und -formen,- Brockatschuhe von S 17.60 aufw. Ü4öbelkairrilc SPIRA Fein. 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Die SirtNR«) tritt uamittelbar ehe. »ritte schiwltchet, »ebeMtviriaiigrn. gönnen Aerztii» labend beyat-rchtri. — In allen Apotyeken. txx)ooQocx)oocoo(xxmxxxxxmm»oocooo E Bei Gallen- und LeberMden, Gallensteinen und Gelbsucht regelt das natürliche „FransaJ>osef"-Bitterwaffer die Verdauung in geradezu voMommener Weffe. Klinische Erfahrungen büstätigen, daß eine häusliche Trirtklur mit Franz- Josef-Wasser besonders wirlksam ist, wenn es, mif etwas heißem Waffer gemischt, morgens auf nüchternem Magen genommen wird. .„“SliJahlangserleichtcruflg Auffrischungs* Spezial verfahren, aut jedem Stück ersichtliche Kassapreise, Im WARENHAUS FÜRST, WIEN VI. stampentasse » , m Geechäftabcatand 40 Jahre / Eigene PelzrcparatarwerkstStten / Eigene Pofzfärberel. Wirkliche Garantie nur beim Erzeuger SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: 1X„ Bezirk, Berggasse 19, Telephon 17-3*99 u. 16,9*34 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für ^"Fleisch unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbfnats der Isr. 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