Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2764 (6.11.1926)
- Date
- 1926-11-06
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzekrüng kl/MveM-w M-SS" 6&Sm, Bamstaa Serichtssaal. m Storno von HeMeoftem. •JIuä Wienrr-Reustadt twrb uns telegraphiert: Ein SGoffenfenat dev hiesigen KreisHerichtes mrter BvrfiH '.7-es WFeprSfidenten Hoftat S t ra ßgscb wandt n er br schäftigtc sich heute in fortgesetzter Verhandlung mit der Anklage gegen den TcmpeMnger Georg Dal t n ct ans 29-ien wegen Verbrechens der Unzucht wider die Natur tntb Uebertretuug der Falschmeldung. Wie bekannt, ivar am 30. August d. I. gegen 5 Uhr früh im L-riftsreftaurant Heiligen kreuz ein unbekannter Man» mit einer Schußwunde im Kopfe t o t aufgcfunden Ni-oede». Im selben Zimmer im Bette nebenan hatte der Angeklagte tibernachtet. Diese Situation und die sonsti gear Umstände erregten den Verdacht, daß der Angeklagte cm dem Tode de» Mannes, der als der Postunterbeamte Ewald L a u m a n n erkannt wurde, schuldtragend sei. Lamirann hat rmt dem Angeklagten einen Ausflug nach Mnyerltng unternmmnen und vor dem Selbstmord das Grab der Baronin Vetsera mit Blumen geschmückt. In zivei 2lbschiedsbriefeh äußerte er den Wunsch, neben der Betsera bc^zraben zu werden. Wenige Tage später hat sich ein anderer Freund Laumaims, der Bankbeamte Bur, bei dem frisch aufgeworfenen Grabhügel in selbsti!wcd<rischer Absicht schwer verletzt. Gegen Doliuer wurde das Verfahren wegen Mordes eingestellt, dagegen die xrngangs eriväyntm ^Anklagen erhoben. Dolincr hatte den tviderrratürlichen Verkehr mit Laumanu in der Voruntersachnug auch zugegeden,.ebenso, daß er sich in dem Hotel falsch gemeldet habe, indem er in dem Meldezettel sich als rönnsch-katholisch imd noch Wien zuständig bkMichnrte, obwohl er Jude und nach Jagielnice zu ständig ist. In der ersteu, vor kurzem stattgehabten Verhandlung hatte der von Dr. Julius Popper verteidigte Angeklagte feen Gestärednis widerrufen, rveshalb die Ber- Handlung zur Vernehmung des seinerzeitigeu Untersuchn-ngsrichters Dr. Göry vertagt >vurdc. Die heutige Verhandlung wurde wieder unter Ausschluß der Oefpemtlichkeit durchgeführt. Gegen Georg Doliner lvurdc im Sinne der Anklage unter Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechtes zu drei Monaten Arrest bedingt mit dreijähriger Bewährungsfrist verurteilt. Der Gerichtshof hat auf Grund der Aussage des Untersuchrmg>s-- richters das ursprüngliche Geständnis für erwiesen an-> genommen. Die gerügte Grsendtchn. Am 24. Fevruar d. I. erhrsli oai' Bundesministerimn für Handel und Verkehr -die Nach-, richt von.der Wsicht der Aspaugibahu, wegen Goldknapphert den Märzgehalt der Angestellten in zwei Hälften, ani 1. mL 10., cruLzuFcchlen. Das BundeÄninisterium als Ueberwachungsbehörde erteilte daraufhin der Eisenbahn eine Verwarnung mit der Aluffovderung, alles vorzukehren, um eine derartige Beunruhigung des Personals und der QesfentlichEeit zu verhüten, widrigenfalls das Mnifterin-m zu den ihm nach dem Eis c Nb ah ick onz esst o n sgesetz obliegenden -Maßnahmen schreiten müßte. Tatsächlich beschafften auch die belgischen Geldgeber pünktlich die zur Gehaltsauszahlung notwendigcrc Sornmen, so Daß keine Storung des Betriebes erfolgte und auch fernerhin nicht gu befürchten ist. Die Eisenbahn Wien—Nspang Hai gegen die Rüge die Beschwerde beim Werwaliungsgerichtshöf einge'bracht, die gestern mit der Begründung ab gewiesen wurde, daß das in Frage stehende Rügerecht den: Ministerium auch dann zustehe, wenn eine bloße Gefährdung des Betriebes zu besorgen ist und nicht erst dann, wenn eine solche bereits eingetreten ist. Die nicht pünktliche Zahlung der Gehälter ist als ein solcher Gefährdefäll anzusehen. Vereine. BortrSge und Setfonunltutgen. Brith Ha-Zofim. Heute Samstag, 7 Uhr abends,' ini Heim, 2. Bez., Nombrandistraße 18, Vortrag H. P.Smollka über „Paneuropa und die Jugend". Jugendliche Gäste willkommen. — Hitachdiilh-Jugeni», 2. Beg., Glvckengafse 30. Heute, 'Aö Uhr nachmittags, spricht Fr. Dr. Martha Hoffman u über „Lassalle un d Moses Heß". Jugendliche Gäste 'willkommen. Montag, den 8. d. M., um 5^8 Uhr abends, findet die Fortsetzung des zionistischen Seminars von Dr. N. M. Gelber statt. — Zionistische Sektion Zwischenbrücken. SoNntag. den 7. d. M., 7 Uhr abends, im Vereinslokal, 20. Bez., Äehstvatze 8ll («Souterrain), Literarischer Abend, ausgefuhrt durch den hebr.->jüd. Klub „Kol". Eintritt frei. —Zionistische Bezirkssektion Döbling. Aan Montag, den 8. d. Dt., A9 Uhr abends, im Cafe DMingerhvf, 10. Bez., BillroHstraße 46, erster Vortrag. Dr. Chai-m T a rtakower: « Girre Krise in Palästina?" Gäste herglichst wrllkoinmen. -- Zionistische Kulturgruppe, 20. Bez., Karl Meislstraße 8/1. Eröffnung der unentgeltlichen Hchväisch- Kuvsc im „Mon.-Heim", 20. Bez., Jägerstraße 80. Montag, Mittwoch, 8 bis 9 Uhr, für- Anfänger, .Dienstag, Donnerstag, 8 bis 9 Uhr, für Vorgeschrittene. Morgen Sonntag, 7 Uhr abends, geinütliche ZusammenLunft im BereinSlvlkal. — Zionistische Fugcndgruppe Leopaldstvüt, 2. Bez., ZirkuSaasse Nr. 33. Heute, ab 4 Uhr, gemütliche Zusammenkunft. Mrtwoch, präzise 8 Uhr abends, Vortrag Dr. I. Taubes. Gäste willkommen. — Zeirc Miörachi, Wien, 2. Heute, 7 Uhr abends, „Melawa Malta", anschließend Rezitation des Herrn Saiuuel Schwager. Gäste willkomonen. Sonntag, den 7. d. M., 10 Uhr vormittags, Vorstandssitzung.-- Mener Bet-Hamidrasch, 2. Beg., TempelMsse 3. Heute 3 Uhr Lektor Dr. S. Nu'bin: „Ja«k-oib und Efau". Jüdisches Zentrrrm der Sozialen Hilfsgenreinschaft Anitta Müller. Heute, 8 Uhr abends, Vortrag Heinrich U o x ß»“31 c i n e r: .„Zusammenleben von Juden crnd Christen." - - Tovnbeehalle, 20. Bez., Denisgasse 93. Heute, 7 Uhr abends, Konzert. » Berel» Oesterrvichischer Chemiker. Heute 18 Uhr. im Höosaal 7'der TechMcherc Hochschule, -l. Bez., Karlsplatz 16, Vollversarnmlung. Oberbergrat Dr. C. A. K'olbe: „126 Jahre Schtvefelsäuresabrik Wicn-.Heiligenstackt"; Koinin.-Äiat Ing. 2. Stor- »er-Nalner: „Die behauptete Gefährlichkeit der Äulalganplo-Nben." Lkopoldstüdter Bolköbeii», 2. Bez., ZirtuSgasse 48. 7 Uhr: Ma)' Stein: Wagner cmv Homer (eine Parallele). Eintritt frei. Morgen, 7 Uhr abends.Friedrich Castelle-Wenb. Laadstkaßer Bvlkdfteim, 3. Bez., Kunbnnrnargaße 2L. 7 U2>r: Dr. Fritz Henmann: Gefahren des AlkohalGmus. Mt LichtbiLdern. EinMit frei. Fachgruppe für M..va.iur: «Vorlesung WMellm Bi-eber-nurnn: Die beiden («von Äesiroy). Einrtitt frei. — Verein der Fnrnntw des Raturhistorischen Mnse-nmtz in Wien. Mt iw och, den 10. d. M., 6 Mr nachmittags, VvrtragHfaai der dienen O»rrg, Ev-rps de Logis lbcivn äußeren Burgtor), Lichtbilbervortrag von Dozent Dr. Otto Pcsta: „Von Liemz zwm Laserz^See und Untersnchuugen über unsere HochgebirgÄseen". Eintritt und Garderobe frei. Negiobcitrag 10 Groschen. Gäste wMommcn. Der VeretnAsche bat!) w>n Zedek veocmistattet am Montag, >§0 Uhr abends, im Vereinslokal, 20. Bez-, TraunselSgasse3, eine Trauevfeier (Hos pctb) für den vevstorbenen Großräübincr von Belg; 'twe Dmueneede «hält VereinsvaAbiwer G-o i t e S-m a-n n. MSeachi, 2. Bez.. Pvuterftjraßc 43). I» der Lwtvmd Thora wird Neichcbräisth und Bibel für Airfänger, TalUMd rmd jüdische Geschichte für Foetgaschrittenc u-nentge-lilich lurterrichtet. NenailineK>ilngen tägücb zjtvischen 2 bis 4 Uhr irachinittagS. Bortvag eines italienischen Abgevrdnoten über den Faszisnrus. Äbgeordu-eter UniversitätSproseffor EmMo BUdrero (Padua) hiilt heute unr A8 Uhr abends im Fest'saal deS Jikdustriehauses, 3. Bez., Schtvarzcnbergplatz 4, über Einladung des Kulturbundes einen Vortrag über „Die philoffophrsch-cu ».«ud historischen Grundlagen des Fa>sz i s ui. u s". Nestlichc Karten beim Portier des Jrrdustrrchairses und im Sekretariat des Knlturbundes, 1. Bez., Annagafse 8. AMritte aus dem gudentum Lilly Br all der, 0. Februar 1012, Wien, l., Ächülcriu, 0. Bez., Saudwirtgaffe 17. Markus Brander, 30. Jänner 1882, Przeinysl, vesth., selbe Adresse. Gertrud Hirsch, 4. Juni 1908, Wien, l., 8. Bcz., Floviarngassc 1. Olga Pale st er, geb. Reuwellt, 16. März 1887, Wien, verh., 1. Bcz., Florianigaffe 1. Siegfried O'kret, 21. Mai 1002, Wien, verh., Zahntechniker, Salßjburg. Therese Roth, 22. April 1906, Wien, l., Kleid er nur cherin, 20. Bez., Wasncrgasse 27. Julius Br ei er, 28. November 1809, Wien, l., Tapezierergehilfe, 20. Bez., Leipzigevstraße 48. Olga Weiß, gob. Gharmati, Jo. Jänner 1606, Wien, ger. gcisch., Ä. Bez., Denisgasse 44. Lea Kupfer, PrzencyÄ. l., 2. Bez., Obermüllnerstraße 11. De^sö Huppert, 2. Nov. 1882, Epeejes. verh., 8. Bez., Florianigasse 12. Karl De'utsch, 26. JuA 1010, Wien, lad., 2. Beg., Zirkusgasse 1. Henriette B rettbar t, 18. März 1802, Wien, l., 2. Bez., Hermiucrrgasse 16. Lina Rosenberger, gelb. Zelteriberg, 20. Mai 1876, Görlitz, verh., 0. Bez., Liechteiisieinstraße 109. Gisela Nos e'nberger, 26. Degc-miber 1906, Bremen, t, 9. Beg., Liechtenstomistraße 109. Jetti Ettlinann, 20. Mai 1904, Belgrad, l., OeVweingasse 14. Max Her nr a n n, 16. Februar 1689, Podersan, verh., 9. Bez., Matzktgasse 8. Rachela Weichsekba um, 8' Novwnber 1908, Sereth, 8. Bez., Lcrchenfelderstraße 136. Laura Freier, 28. Mai 1895, Wien, L, 16. Beg., Neübarrgürtel 45. Johanna Löwy, 14. Dezember 1W0, Wien, l., 1. Beg., Walfischgasse 1. Arnold Grüuseiid, 21. Jänner 1804,, Wien, f., 20. Bez., Wallerrstoinstraße 38. Rudolf Koch, 18. Juli 1903, Wien, l., 7. Beg., Neustüftgasse Nr. W. Walter Herm-ann, 19. Mai 1003, Wien, l., Privatbeainter, 8. Bez., Pfctlgasse 5. Friedrich Singer, 16. September 1892, Baden, verh., 16. Bez., HaSnevstvaßc 40. Louise F r eun d, 26. Mai 1897, Budapest, l., Berikäuserin, 14. Bez., Sechshanserstraße 11. Helene M e nyhart, geb. Roth, j. Akrgust 1897, Przemhsl, verh., 2. Bcz., Lilienbrunngasse Nr. 18. Rudolf Haijek, 3. Jänner 1881, Damafchiu, verh., Buchhalter, 9. Bcz., i'lDserftraße 54. Ernö Rosenberger, 4. November 1900. Berlin, l., Beanlter, 0. Bez., Liechtensteinstraße 109. Gisela K r u>anh o>l z, 1. Februar 1011, Cizevnowitz, l., 6. Bcz„ Barnabitengasse 4. SM Fasal, 14. Juür 1912, Bielih, l., 2. Bcz., Große Mohrengasse 28. Stefail Rund, 11. September 1010, Eharlottenburg, l., 8., Bez., Abbertgafse 3. Hermine Baß, geb. Glück, 13. Fübrnar 1680) Prag, ger. gesch., 10. Bez., .Hochschuilstraße 35. Mime Boche r, 3. Dezember 1886, Za-iuosz, l., 10. Bez., Peter JordaUsbraße Nr. 82. Samuel F r e if c >l d falfe Stmunurer, 3. Februar 1890, Budapest, vevh^ 30. Bez., Kloisterneuburgerftraße 37. Cäcilie Freifekld, 16. Juni 1020, Szczodvkovicc I., selbe Adresic. Benno Fr ei selb, 10. Llipril 1022, Wien, l., selbe Äldresse. Anna Fr eise ld, geb. Blaustein, 14. September, 1888, Szczodrkovice, selbe Adresse. foi neuer Bearbeitung und künstlerischer Ausstattung SIPPURIM Prager Sammlung jüdischer Legenden . Herrlicher Canzieinenband nur 9 SchilUog Dieses 400 Seiten starke Bueh biotet eine IHtUe kostbarer Schätze Ein Jahrtausend jüdischer Volksdichtung, Sage, Märchen u. Legende aus dem sonnigen Spanien, dem märchenfrohen Orient, den gesegneten Ufern des Rheins, aus Böhmen, Mähren und der Slovakei, aus den engen Ghetti Polens und Rußlands werden hier in sorgsamer Auswahl vorgeführt Reichhaltigkeit des Inhaltes — anziehende Abwechslung des Stoffes gestalten dieses Standardwerk, das hohen literarischen und künstlerischen Wert repräsentiert, zu einem beliebten Volksbuch für Jung und Alt Verlag R. LBwII / Wien I. RotenturmstraQe Nr. 22 »ollmirt. WHMfQCt WlNsWlstSvrM. Eni «Miet PvaduktronsMoig ttt Pvl<n. — Abgemtmedve Mttbintm über die BudgetpoUtik der Regtönmg» —- Die Arbeitslosigkeit unter de» Jitden. — KmsrvÄMW des Dollars. . Lebhafte Effektenbörse. Bon unseren, Warschauer Korrospondervten.) Warschau, 2. Rvvomdei . Im Z«smnilnenhmtg mit den in Wavschcvu setzd gefiifrrten VerlharMimigen über ftfce Gchlaiffwnst eines mittel-* <mrcPni!schsn Sp i-r ri m s kn viel 1 «dem cmtzer Palen auä) bk DschechosiowaLei imid Uidgarn ange>Wvsn soll«», ist die Nachricht sehr k>enterkens>werk, Daß es van Propsssovem der Hochschule für Lnnölmi.vt'scha'st Dmbrowski unid Daminiik imd dem Professor >dvr Warschaarer TechiE Jwa nowis k i gokmgsn ist, Ef i&tHtßent Wese die M'Wmg groher Mengen voll Äprri'bus unid VenKin KU betooEsLellisten. Das gange PrMem »dieser Mischurra redtrgreri sich <ru«f >die Erzvug'lmg eines wasserlofon, Mo- Inten Mohols, idemin nur cmf «dieise Weise Bann Spiritus mkid Bvn'Km in «fahr grvtzert Mengen gemischt «werben. Die Versuche ergaben selhr «gü-nstige Relsnstalbe; Äv neue Mischung wird vral billiger setin, Uls Benzin., und ist für die in iPolou oestbrsiieten Motoren sehr geeignet. Anch «der Exipovt ins AiMv«n«d bann sich anif idiosam Gebiete sÄhr entwickeln, insibesionidere >da zn einer MassenerzeugiMg -der Mischmdg kernenlei größere Investitionen n-otwendig sind. Es muß!bvmevkt werden, daß die 'poilnifche SpiritusenMtg'lMg, seit ^der Dorkriegszeik stark zunückgegangen ist (von 220 M'Morron Liter jährlich auf 70 Millionen Liter), ■miß Avur ans dem Grunde, «weil der Spiritus «bekannttrch eine «nur «geringe BrenniNbensität «besitzt. Die Lösung »des BerwertnwgstprM'etrrs >des Spiritus wird -mm diesen JndustmeKveig beden'terrd Rheden «u-nd «hat Wr «die allgemeine Wirtsch>aftAla.ge Polens iwch überdies die große Bedeutu'ng, daß PoLerr van nun an weniger abhängig sein rvird von den amerikanischen Brennipradukten, deren Preis «durch die «anperibanische A'usifichrdrvssMmg immerfort steigt. Die iProduiMon des aibsalnten Alkohols nach dm neuen Methoden soll schon Anfang nächsten Jahres be.gi-nnen. Ms erste Fvbriik wird sich die Mbisngesellschaft 'in Krupnv mit «der Ertzsugung dieses Brennmaterials befassen. Die Vevhand'lnngen -mit dem Spiritusmolnopoil, >die für den neuen Produktionszweig die rechMche Grundlage schassen sollen, stehen vor dem AbsWuß. Uvber das neue StvatsibNdget schlecht der Whgeovdnete G r ü n b a u «m im ,^Hafnt": ,/Der neue BudgeteNbwurf beweist wieder!die nlerkwürdige Bez'ieh'ung der Regierung zu «dsnjüdischen StaatsNürgern. Dieses Bud- «get tst, «wie die «vorigen, auf der AusrÄtzung der Juden aufgebant. Sie zahlen zirka 70 Prozent «der Steuern und erhalte'» für ihre Bedürfnisse, n-rcht nur fu-r «die spezffischhationvle'n, soviel wie nichts. Der Staat beschästigt sie 'nicht als Beamte und nicht als Arbeiter. Gr gibt ihnen ihre Stenern, nicht in Form von Anleihen und Subftdren zurlilck. Die Anlei'he für Are Ha-ndwerVer, die vor kurzom erteilt wurde, ist eine Ausnahme, die aber keines-. Wegs «geeignet >ist, die Bestrebungen, «die Juden aus ihren Verdien!stnivglichkeüte-n nnd Berufen gu verdrängen, Ku kompensieren." In seinen weiteren Ausführungen beweist Abgeordneter Grünbaum, daß sogar die minimale Summe von 115.000 Zloty, die als jüdische Post im polnischen Budget fi«garriert, auf einer List beruht, die schon inr vorigen Budget angewendet wurde. Man hat einfach «den Bvkrvg> «für das jüdische religiöse Senvrnarium, der früher rm Unterrichtsbudget enthalten war, in die Post Mdisch-natwnal-e Bedürfnisse e!inbezo'g>en, wodurch «der Schein einer Erhöhung der jüdischen iPvst hervorgerufen lv'uride. Jnr Zn'samwrnhaivg mit ^diesen AusMrunMN «des Albgeoichneton Grünbaum sei ^hervovgehoben, daß das Arbeitsamt bei «der Zentrale «der Berufsverbände in Warschau vor 'Mut Mnistvr für öffentliche Arbeiten Mo racgewsLi rmd beim Arbeitsminister Dr. Jurkewrcz sowie beim Pvastdsnterr der Warschauer EisenbahndirMion B ii e >n i o c kk >i vovfprechsn «wußte, um den j ü dis chien Arbeitslos ein. deren Äahl immer wieder ftei«gt, Arbeit m SfferMchsn Betrieben Ku verschaffen. Dant diesen Bemühungen ist es bisher gelun- Mn, zirba 1000 jjüdischen Arbeitern Äi öffentlichen Rnternehmiungen Arbeit zu verschalst, was aber noch lange >dem Prosenffatz «der Mischen Arbeitslohn nicht nktspricht. Die vergangene Woche bmchie eine En'tsp-annn'ng auf dem BalutenmarLt. Der Dollar fiel im Pnivatumsatz vovubeygchvnid auf 8.99 nnd hnelt sich schließlich arrf 9 Zloty. Die Ursache des Kursrückganges des Dollars ist >m der vollständigen SAchrgung deS Marktes durch «die Bank PvM >rvnd die Privatbanken imd in der vervingerteu Nachfrage nach ausländischen Baluteu M suchen. Während dr den letzte»! Wiochen der «durchjchmkKiche Tag>es«umsah 400.000 Dollar betrug., belief sich der Umsatz «in der vorigen Woche «mit Ausnahme des Montag auf «durchschnÜtlich 868 bis 160.000 Dollar. Diosk. WlNMNgsrrmg der Nachfrage ilmvd auf einen Mckgang der SHMÄastvn in Dollars und auf «gesteigjertv Dolhao-Eingänge «ans dem Export zurückgeftLhrt. An^derEffe kte nbö rsehervWeimalltzesnsiiasn eine feste Tendenz. Die voriüiberHVheiidvn Gewmu-« rMisievungen l>rrrn.9tht('N Kurs-Niveau nicht lhevab- Midrücken.