Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2764 (6.11.1926)
- Date
- 1926-11-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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f Polen: 25 gtoszy | 'Vien: Zum Abholen in der '.Spedition, ll.,Taborstr. 1-9 der incinerVerschleißatelle Trafik) monatl.5 Schilling Traßonverkanf in Wien nrch die Kolporteure der irraa Goldschmied. I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich B Schilling Tschocho - Slowakei: Mon. K 22. J n g o s 1 a w i e n: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien: Mon. Pres. 35 Nachzahlungen bei Preieo t h Ö b n n (V e « »orbohalton Mt. %m Wien. Samstag. 6. November 1926 (29. Sheschwa» 5687). IPrcl» 80 q\ Bn gland:Mon.4Schillmg. ItaBe-a: Monatl. 20 Lire Rnm&nrej»: Mon. $7öT,ei Bnl gar ieorMonJOOLewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 49-3-19 Ah 6 Ohr: Tel. 91-209 VH.. Taerchenfelderstraße 1 (Druckerei „Imra") Oesterreichisches Bostsparkassenkonto Nr. 150.693 8. Jahrgang Aju rcboflioitcllcit Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetzteS P gekennzeichnet. [HIiSINGSOAG] SCHNEESCHUHE. HELSINGBORG i mH in ui rr——— 1 — ., Mf BESTEN DAHin Mt inntfGSTEN «ESSBSBBBSBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB Die Plane der Faschismus. Italien unter »Viaulkorbgesetz N o m, 5. November. Die Ageuzia Stefam teilt mit: Der Mirristerrat hat die vom Minister des Innern F ederzoni im Interesse der öffentlichen Ruhe in Vorschlag gebrachten Maßnahmen genehmigt. Es werden vorgesehen: 1. Eine R e v i s i v n d e r P äs s e für Ausländer; 2. schwere Strafen gegen diejenigen, die v h n e P a fr ans dem Lande zu gehen versuchen sowie gegen diejenigen, die ihnen dabei behilflich find; 3. Einstellung aller gegen das Regime g e r i ch t et c n P u b li ka t t o n en; f I ö-fit n g d er'-tzMen d n §- Reg im c geri chtc t en Parteien und Ver einigun- Sen; ' 7 : . / 5. Polizeiliche Verwährung für diejenigen, die ihren Entschluß kund gegeben haben, u m st ü r zl e r i s ch c H a n d l u n g c n vorzunehmen; 6. schwere Strafen gegen diejenigen, die in mißbräuchlicher Weise eine Uniform oder ein Abzeichen gewisser Jnstitntionen, inAbesondere faschistischer, tragen, und 7. Einrichtung eine s p o l i t i s ch e n N a ch f o rs ch u n g s d i e n st e s bei jedem faschistischen Kommando. Ferner nahm der Mnifterrat den. Entwurf des Justizministers Rocco an, derdie T o d e sst r a f c einführt, für Anschläge gegen den rogierenden König, die Königin, den Kronprinzen und den C h e f der R cgi eräug, sowie für Versuche, den Staat dem A u slande zu unterjochen öder die 'Unabhängigkeit und Einheit des Staates zu bedrohen, weiters unter anderem für die Anstiftung und Teilnahme van einem. Aufstande.^ ■ 7 " Zuchthaus strafen sind unter anderem vorgesehen für die neuerliche Bildung aufgelöster Organisationen, für die Propaganda zugunsten der Grundsätze dieser Organisationen und für die' V e rb r e itu n g falscher Nachrichten im Auslande. Diejenigen, die nicht vor Gericht erscheinen, werden auch zu einer Beschlagn a h m e ihres Vermögens und zuin Vepluste der bürgerlichen Rechte' verurteilt werden können. Alle Verbrechen werden von emem S o n d erger t ch t, bestehend ans einem G e n e r ä l als Vorsitzenden und fnnf Milizo ff izi er en als Mitgliedern, unter Anwendung der für Kriegszeiten geltenden Bestimiminge» des Militärstrafgesetzes gerichtet werden.. Das ist die totale Abtöiung jÄer politischen Freiheit. Es ist die Vollendung des Systems/Äas vor vier Jaihren die Hervschast ergriffen hat s und sich iw seinen Botschaisten stets mit Stolz als die alleinige echte Demokratie voristellt. Die hier mitgeteilten BesMisie sind der Faschismus und sie beweisen, daß er nichts'anderes ist,' als der national gefärbte Bolschewismus, verschärft durch Polizei und Spitzeltnnr. Italien wird stumim' gemacht. Was «die italienischen Freiheitskämpfer gegen Oesterreich N'nd gegen die ,^Hyäne von Brescia" an A'Magen erlwlben lWtten, vörblatzt vor dieser Kerkerordnung. Ihr 'Eindruck wird aber noch vevschärft dadmch, Latz der An- Der englische Kohlenftrekk vor dem Ende. Verhandlungen Aalbwinr mit den Arbettervertreteru. — Me Arbeiter atzeptieren RegionalvertrSge. Lolldon, 6. Novomiber. Nach einer Konferenz des VollzugAailsschusses der Bergarbeiter, in der die Wiederauifnahlnie von Devh'and!bun>gen mit der Regierung beschlossen wurde, erschienen die zu den V e r h a nd >l u ng e n im Name n der Be rgarbeiter bevollmächtigten Vertreter des Gewcvffchaftskongresses nachmittags beim Ministerpräsidenten Baldwin. Sie gaben der Ansicht Ausdruck, daß unter gewissen Bedingungen die Reg'ionalabkommeu kein unüberwindliches Hindernis mehr für den Frieden bilden würden. Im Hinblick ans die Versicherung, die die Vertreter Baldwin gaben, hielt sich dieser zu der Znstimm u n g berechtigt, die Vertreter der Bergarbeiter in einer neuerlichen nachmittags fortgesetzten Konferenz zu empfangen, womit die Verhand l u n >g e n e n dgültig wied er ausgenommen erscheinen. In den Nachmittagsbefprechunigen haben die Vertreter der Bergarbeiter zwar die laß, das Attentat von Bologna, einem mrschuldigen Knaben das Leben gekostet hat. Mussolini wird auch Innenminister. Rom, 5. November. ^Stephani.> Jbr Mnisterrat teilte Ministerpräsident Mussolini. die DemiUipm des Ministers des Innern FederzonUMdUK^WloniM'mrnisterZ Di- Scale a mit, die angmonnnen wurde. Er' habe dera König vorgeschlagen, Federzoni z'mn Koloiiienmilüster zu ernennen. Das Ministerium de.? Jmrern wird von Mn ssvlini übernommell. werden. Der Miuisterrat hät hierauf ein großes Revirement in den Posten der Unterstaatssekretäre beschlossen. * ( Garibaldis Reffe - ein 8 Mel Mussolinis. Paris, 5. November. Im,Zusammenhang mit den nach dem Attentat au«f Mnsfolini vorgefallenen Ausschveidlmgen in it'alwnrsch-französischmr Grenzorteir, wurde der Oberst Ricciott'i Garibaldi, ein Nvffe des berühmten italienischen Freiheitskänrpsers, v e x hastet und einem scharfen Verhör unterzogen, da er amter anderem int Verdacht stand, nt'it den kata lonische n Verschwörern in Verbindung zn stelhen. Ricciotti Garibaldi ist der Führer des a n t i s a s ch i st i s ch e n K o m i t e e s, das die italienischen Emigranten in Paris geav'indet haben. Nun hat das Verhör ergeben, daß der Neffe ides italienischen FreihertAh-elden in Wlirklichkeit — ein Spitzel d e r M n s s 0 l 'l n i -Diktat u r ist. Wie ,,Matin" meldet, habe Ricciotti Garibaldi beim Verhör g e st ande n, 100.000 F r a n k e n von >dem italienischen Polizeibeamtcn Lapolla und von der ital tenis ch e n P o l i z e i insgesamt 400.000 Franken evhaltcn zu haben. Garibaldi stand auch in Beziehungen zu einem Emissär des ital i e n i s ch e n I n n e n m i n-isieri um s, der hcii^ig nach Nizza -und Paris kam. Vielfach wird jetzt auch vermutet, daß Garibaldi, der mit dem Führer der kaialonischen Separatisten Mascia m Veribindnng stand, diesen veranlatzt habe, den Putsch zu beginnen. Man glaubt, daß er auch hier nach zwei Seiten hin Front gemacht 'hat urtd die katalanischen Separatisicn der sranzösischen Polizei verraten bat. Unsere urorgige Nummer, die in verstärktem Umfange erscheint, 'wird unter anderem f o l g e n d e Aussätze enthalten: Das gudenproblem und die Soriaidemolratk. Die Verbreche» der Geheimdiplomatie. ' Fernlor: MSrVer? Erzählung von Kurt Münzer sowie die Literatur- , rubrik „Das Buch der Zeit". ' distrrkkswmvse L-ohnrcgeluug augenommru, jedoch Vorischläge zur Sicherung einer das gan^ze Land umfassenden Schi eds in sta nz ,gemacht, wodurch die Lage kompliziert wird. Gleichwo'hl wird in Regierungskreisen die Rege l n n >g . d o s >K o -n fl -r-k t e s a-l-Z n-ah e bevor st e. h e n d betrachtet. Nach längerer Dauer der Konsereuz wurdendie Besprechungen zur Beilegnng des Konfliktes im Kohlenbergbau aus morgen vertagt. Das Kabinett wird -uwrgen vormittags zufammlentreten und die Berhandlungen -mit den Bergarbeitern werden am NachnMag Ivieder auHgenomimen werde, r Ein Vertreter der Bergarbeiter äußerte 'W 'dWin, daß Ke Lage haffmmgs voller fti als je, und daß der Friede von der U..n t w-o,r-t des anderen VerlhanAnngsteiles abhänge. , > FriedenMluß mit den Beamten. Mehranfwaud zitka 85 Mllioneu. Kn>apf> vor Mitternacht ist der Pakt zlwDhewÄer ^Hegier-u-ng und den Beamten abgeschfoissew worden, durch den die Bezüge .der B^lndesartgesteM^ für das Jahr 1927 neu gersgÄt werden. Die VerhaMunMN währtsn mit einigen Unlerbrechunigsu von 10 >Uhr vormittags bis H 'Uhr nachts. SchlieWch einigte man W aus folgender GvunÄkrger Alle dem GechattSgvsetz des Jahres 1924 WMr-- steheude (Aktive und PensionrstoH bekommen ün Fahre 1927 eine 12-% prozenLi ge A u f b-oss e r n n g ihrer ihnen nach dem Gehaltsgesetz zustehenden Bezüge. Für die A l t p e n s i o n öst em wird vin Pauschalbetrag von 6 M i ll r o n em Schilling intz Budget eingesteM. Der M rmd e st g e h a l t wird in Hinkunft schon vom ersten Dienstjahr augesangen 162.5 Schilling betragen. Familienväter mit mehr äks eurem Kirch erhalten pro Kind eine Zulagevon 10 Schw* ling int Monat. Bai der StabilrsiorunP v o n B e r Lr a g L-a n g e st el lten tritt k eine^^> lei Kürzung ihrer Bezüge ein. ZweW Herbeiführung einer Splannungsmildevung bei den mittleren Dienstklassen wurde eine vom BmrdG» kanzlor D r. Seipel vorgeschlagene Bw'bg. risi e run g sb ero chnu ngsm etho-d'e aK. zeptiert. Danach werden die Beamten der vierten bis siebenten Dienstklasse statt eines MehrbezusM von 12% Prozent, einen solchen von 13 bi-A « Prozent erhalten. Die Beamtenvertreter erRärten sich mii 'diöf-em Äbkommen unter Protest einverstanden, und lvollen sich nun an die parlamentarischen Parteien wenden, damit di eise gelegeEch der VercharMungen des bau der Regierung nunmehr einzubr lügenden Gesetzes über M Erhöihu-ng der Beamten'bezÜM weitere Verbe-s» serung en durchsetzen.. Die Kosten dieser GehMsregulierung werden auf etwa 86 Millionen 'gojWtzt. Soferne die entsprechendM Beträge «noch nicht im Budget für 1987 eingestellt sind, wird das im Lause der Budgetberatung geschchen. Bei Poist, Telephon rmd TeleigraW mutz die Postvevwall-ungeinen Teil des Mehrauslwcmdes Wir ihr Personal decken rmd wird wahrschLmkich wieder mit Tariferböihiungen Vorgehen. Es ist' weiters damit zu rechnen, daß'die BermwuwrMnifationetr schon M nächsten Wahre, da Bundeskäntzker DÄtvr Seipel üc de^ ebm abgeschlossenen BerhiandÜMMN selbst mit dem Gedanken eitrev Teilmckorksiernng operierte. Dev SpcmnungsänSgleich in bett mittleren DieuiWaHM wurde über feine Arrregung, wie ertvWnt, rmt Hilfe eknrx Balvrlswvungsangleichnng erzielt Ke fch^^HsvieGßeZKoM- V-alvrifiernng verlmtgen werden. HSensationelle erbst-Angebote ’.ieam ^9luall»«itf u.Auswahl! I|«| 1NHVIWHHUV W Telephon 47-170,43-408 Eb gras Eb im ^440 4