Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2761 (3.11.1926)
- Date
- 1926-11-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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« | Polens S85 groszy | Wien: Zorn Abholen in der Expedition, II.,Taborstr. 1-B eder incinefVerschleißstolle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteure der FSrma Goldschmied. 1., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien Und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho-Slowakei: Mon.K 22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen: Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. Gm.4.Frankreich, Belgien: Mon. Pres. 85 NanhtaliitinRen bei Preige r h 6 h a n cf e n Vorbehalten Wiener orgenreitung j Prels gQ &\ England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lire Rumänien: Mon. 170Lei Bulgarien: Mon. 100 Lewa. S c hw o i z und das iihrigo Ausland monatlich Pres. 5 Redaktion, Administration: Wien, II., Taborstr. 1 Telephon: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Uhr: Tel. 31-209 Vll., Lerchen feiderstraße 1 (Druckerei „Inva“) Oestorreicbwches Postsparkassenkonto Nr. 150.693 Är. 8761_ Wien, Mittwoch, 3. November 1026 (26. khefchwan 5687). _8. Jahrgang Ae Gemeindewahlen in England. Niederlage der Konservativen. — Sie« der Arveiterpartei. Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind dnrrl, ein vvrangeseirteS E gekennzeichnet. Versprich mir. daß Du nun sechs Wochen lang regelmäßig Sanarogen nehmen wirst. Wer fühlt, daß seine Arbeitslust '* nachläHt, seine Willenskraft erlahmt, das Gedächtnis ihn im Stich läßt, der Schlaf und die Verdauung unregelmäßig werden, bedarf in den meisten Fällen einer Kräftigung bezw. einer besseren Ernährung der Körper- und Nervenzellen. nass ist da. in mehr als 24.000 schriftlichen Gutachten namhafter Aerzte als hervorragend anerkannte..KrästiguNgsmittel flir.Körper..und »Neryey. . Einen Versuch mit Sanatogen kgütt'jeder sofort machen, da es schon in Packungen.von Schilling 2'65 an in allen ^Apotheken ttttb Dtogerien zu haben ist. Ausschneiden und im Briefumschlag an die Firma Bauer u. Cie., Berlin SW, i8, Friedrichstratze' 231, einschickeu. 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November in Bost o n bei der feierlichen Eröffnung der Palästina-Llktion sprechen. Antisemitische zwischenMbei der Eröffnung der Bnknrester UniverfiM. Bukarests 2. November. Am 30. Oktober begannen an sänrtlichen Fakultäten der hiesigen Universität die Vorlesungen für das Wintersemester. Während an allen übrigen Fakultäten die Eröffnung des Schuljahres ohne Ruhestörungen vor sich ging, haben an, der medizinischen Fakultät antisemitische Studenten Tumulte hervorgernfen. Sie besetzten die Eingänge in die Hörsäle des ersten und dritten Jahrganges und hinderten die jüdischen Studenten am Zutritt. Die Verlesungen für den ersten und dritten Jahrgang konnten deshalb am ersten Tage nicht abgehalten iverden, da dje Radaubrüder selbst auch den Vorlesungen ferrchlieben. Das Rektorat verständigte sofort den Unterrichtsminister von den Vorfällen, der ans kurzem Wege die strengste Untersuchung gegen die Ruhestörer angeordnet und die rücksichtslose st enMaßn a h m c n zur Sicherung des ruhigen Nniversitätsh-triebes in Aussicht gestellt hat. London, 2. November. In England haben gestern die Grafschaftswahlen stattgefunden, die dre gesamte Wählerschaft in Bewegung setzten. Nur in London wurde nicht gewählt. Das Ergebnis des Tages ist ein großer Sieg der Arbeiterpartei, die die Konservativen mü> die Liberalen sogar in den StammbczirLu geschlagen hat. Dieses Resultat ist ivohl in der Hauptsache die Antwort der Wählerschaft auf das Verhalten der Regierung in denc Streik der Bergarbeiter. Nach den bis heute früh vorliegenden Mekdungen hat die Arbeiterpartei bisher 167 Sitze gewonnen und 11 verloren, verzeichnet also einen Reingewinn von 146 Sitzen. Alle anderen Parteien haben Sitze verloren, und zwar die Liberalen 48, die Konservativen 68 und die Unabhängigen 25. In Leeds und Sheffield . errangen die Sozialisten die absolute Mehrheit. In Birmingham gewann die Arbeiterpartei 8 Sitze, Jas Attentat auf Mussolini. Einstellung der Oppositionspxefse. — Die Kammer einherufen. — Die Ruche der Faschisten. . SBtolttpjia, v2..■ veröffentlichte uaMs eine MitteMi'rvg, - worin - eshsihtt Der Attentäter, der von Her Menge gÄtzncht worden ist, ist der ungefähr sechzehwMvrgie Auteo Zambo-ui, Sohn des, in Bologna wohnhaften Buchdruckers M a-mm o l o Z a m V o <n i. An-tev Zambo-ni, der faszWschen JU'gendovgÄnisationen au>gehört hatte, ist vor -mehr als einem Jar-e ans diesen ansget-reten. Sein Vater, Mammol-o Zanrooni, u r s p r dt n g I i ch Ana r ch i st, hat, Zlrinlndestens nach a-ntzen hin, seit vielen Jahren keine umsMzlerische Tättgkeit entfaltet. Es ist eine Untersuchung im Gange, die zur Feststellung der eventuellen Vemntworbl-ichkait iveiteror Personen dienen soll. Der' 20jährige Bruder der Attentäters, A s sun d o Z a -m b o n i, ist Korporal in einer Mailänder Militärdvuckerer. Er erfuhr, die Nachricht von der Tat nnd von dem Schicksal seines Bvuders erst aus den Zeitungen. Journalisten erklärte er, er begreife nicht, wie sein patriotisch erzogener Bruder eine solche Tat begehen konnte. Die ganze Familie sei von dem I aszi smn s eingenommen -und Mussolini bilde zu Hanse den Gegenstand höchster Berohrung. Sein Bruder selbst sei faszistisch gesinnt gewesen. Die Offizieve bezeichnen Assnnlo Zaniboni, der auch den Marsch a>uf Rom m i t g e m a ch { h a t, als vorzüglichen Soldaten. Er wurde der Untevfuichung übergeben und im s M i l i t ä vg esä n gn i s ablgefiührt. Verhaftungen in Bologna. Bologna^ 2. November. Hier wurde eine Reihe ne-u ea PerHaftungen vorgenommen, denen die Behörden Wichtigkeit beimessen. Außerdem tvnrden zahlreiche neue H a'ns d urch such ungen inchgefiihrt. Die Familie/Z-m-wbo n-i befindet sich immer noch in Haft. Eine Lifte von Geisel«. Mailand, 2. Ntovember. In. F e r r a r a wurden nach einer Meldung des „Ewviere della Sera" faszistische Listen über alle Fass ist enge g n e r angefertigt, ldeven Leben von dem 'des Duce abhängig gemacht wird. Die Listen wrwden in einer geheimen Sitzung unter Vorsitz des Abgeordneten Bald o aufgestellt, wobei alle Zugänge zum Sitzungssaal von der faszistischen Miliz abgichperrt wurden. Die Beschlüsse wurden strengstens geheim gehalten, «trotzdem wurde bekannt, daß die Bildung einer f a s z i st r sch en' Geheimpolizei und die Aufstellung der genannten Listen beschlossen wurde. Ferner gelangte eine A b s ch w ö r u n g s e rklärun'g ferrarischer Sozialistenführer zur Verlesung, darunter der Abgeordneten .Cavalieri, R a v a u. a. Die Unterzeichner werden strenge 'überwacht, damit geprüft werden kann, ob ihre Bekehrung n i >ch 1 o p p o r t u n i st i s ch war. Faschisten und Arttifaschiften. Rom, 2. dtovember. (Wolfs.) Im Zusanunenhang mit dem An schlag aut M u s s o I i n >i fanden in in Notbüngh am 5 und in Bo otle 2 Sitze. In dem neugeschaffenen Wahlkreis T w i ck e n h a m dagegen umrden 19 Konservative Und 6 Unabhängige gewählt, ivährend 14 Arbeiterkandidaten unterlagen. Das Ä:b-?:tr"'bratt „Daily Herald" schreibt, die vernichtende Rieder läge der Kvnservattven sollte dem Premi-rnüniit-er und seinen Kollegen zu denkeu geben. , Irr Etreikschaden. London, 2. Novcuiber. Der^ frühere Schatzt'ar^l-r Sir Robert Horue beziffert den infolge des KohLenstpoiks entstandenen Schaden der nationalen Wirtschaft auf 400 Millionen Pftmd Sterling. Ans Million Anbei für die ftMenden . Bergarbeiter. London, 2.: Mvember. (Realer.) . Der Vollzugsausschuß des Bergarbeitervevbandes hat einen auf eine Müllion Rubel lautenden Scheck für die Streikenden er** | halten, den die' bw l s ch e w i st i s che Partei gesendet hat. einigen Städten Ku-nidgebn-ngen gegen .unvstürzlwffche Elemente statt. Jn -G e n u a wurden zwei Personen getötet. In Cagliarl tötete em anttfaWÜscher Abg^-* ordu'eter einen Faszisten, der eine.Rede. <m Ne Mcntzi-. ■ sestant-en hielt. Zwischenfalle oft der italienisch-frimzöWchvN Grenze. PrwiL*, 2. tzrvvember. Nach -MÄdungen aus «hoben sich m Veini-timiglto ernste ZwischsnstWe zwischen Faszisten und fra-nzüstschen Eisenbahnern übgespiE, weil sich diese geweigert «hatten, das Haacht W entblößen, während eine italienische Must'Wapelle d-Äe F a s z i st e n h y m n e spielte. Eine Gruppe von Fassten stürzte sich auf die Eisenbahner und es >kam Mt eüWAN wüsten Händlgemenge. Einer der Eisenbahner, «der das Abzeichen der französischen Ehrenlegton trug, wurde ausgefordert, dieses zu ent'fernen. Ms er sich woiigerte, .wurde er schwer mrß hawdeM. Dle Faszisten zogen hieraus vor das französ'rsche Kvws.ulat, wo einer in den ersten Stock stieg >mrd vom Balkon -unter Schlwingen «der italienischen Fahne eine Ansprache hielt.? Dem französischen V,i«zeEon-s-m.l gelang es nach längerer Zeit, die Ruhe wieder herMstellen. Eine Verschwörung in Nizza. Rom, 2. November. „Lavoro d'Jtalia" meldet aus Nizza, daß dort ein^Verschwörung rtalienische-r Ew i- -granten gegen Mussolini entdeckt worden fei und daß zlvei Verschwörer, die bereits Vorbereitngen zur Rückkehr nach Italien gettoffen hätten, in Ha ft genommen worden seien. Die. Grenzen -werden aufs schärfste bewacht. Geheimnisvolle Verhaftungen in Siidfrank> reich. Perpignan, 2. November. (Havas.) Die Gendarrnerie und die Polizei verhaftete in der Gegend von Perpignan und Waget 3 8 P e vso n e n sp-an is ch-ea Mid iw-col i e n i s ch e r S t a a t S a n g e h v vi g ko dt. Die Behörden beobachten darüber strengstes S ti<Ws chw-e»r-- Ü e«n. Es heißt, daß die Berhaftmigen mit in Italien und in Spanien angsßet^lten P o li ti s chr n V»e rss-chtwornngen im Züsayimenhang stehen sollen. Eine Berschwöenug gegen das spanische Direktorium d Paris^ 2. Ntovember. Zur!Verhaftung von 38 Spamern und Italienern in Perpignan wird bekannt, daß die Bevhafteten die Absicht hatten, sich nach Spanien zu begeben und dort einen Ausstand gegen das Direktorium entfesseln. Die Verhafteten waren militäritsch owgnnttsiert. In ihrem Handgepäck wilden zahlreiche Waffen und auch mehrere ^ldtelephonapparate gefunden. Man glaubt, daß es sich um eine großzügige revolutionäre "-'^.ganifation gegen bas Direktorium handelt. m