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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-27 · Heft 2755 (27.10.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2755 (27.10.1926)
Date
1926-10-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Ssite K Wiener ALorgenzeitung 27. fcÄofoer lt#26 Nr. 2755 'iüictt, iDHttiOi'h Seteine. Sorttifne um Serfantmlnnnenu.Dnistisö,'. ^1' ,v»-jfi'ft|pu Brig.tikirnr!. Dicn-stug» 8 Uhr abc.iD>, uit '^vvc r>.C'i)cim, ^ägerjtrnfte M: Vortrag Löbel £ q <u b t $ Mer litlmtthtfdbf Sprichwörter. Gäste willLommen. - Fi»nistische Sektion 12—15. Diese zionistische Sektion wurde reaktivier! und veranstalte: heute, präzise halb 8 Uhr abendÄ. ihren ersten Abend im Ehaluzheim, Herklotzgasse ‘31. Vortrag des Vizepräsidenten de? Zionistischen LandeskomitreS, Herrn Dr. Leo Gokdhammer. — LeopoldstSdser DoMfeim, 2. Dez.. Zirkusgaffe 48. 7 Uhr: Doktor Rüben st ein: Der Humor in der deutschen Dichtung. — 8 Uhr: Die nicöetntjun Schöpfungen des Tcafchinenbaues im 3Y. Jahrhundert. -- Brissttenatter VolkSbelM, 20. Dcz.. stromstrahe 78. Aeuc Kurse und. Einschreibungen Dienslag. Donnerstag und Freitag von 7—9. — Wiener Beth- Hamldrasch, L. Bez., Tempelgaffe 8. Hnrte, 6 Uhr: Lektor Dr. L. GetvhauS: Liturgie. 7 Uhr: VWiMor Dr. L. Rubin: Die Philosophie deS Maimonides. — Maimontdeö-Jnstitnt. Heute» Mittwoch, 6—7 Uhr: Dr. A. .Kancitrka: Maimonides, More Nebuchlm. 7—8 Uhr: Dr. N. Goldstein: TalmudischeL ühe-- recht. -— Zionistische BezirMektion Brigit-enau, Jägerstrah^ Nr. 30. Freitag, hälv 8 Uhr: Vortrag Dr. N. Gold stein über „Midrasch". — Jüdische B-lksbibliothek Zion, 2. Dez.. Giockerrgasse 30. Am 1. November werden hebräische Kurse sur Anfänger und Vorgeschrittene unter fachmännischer pädagogische: Leitung wie auch ein unent^elklicher arabischer KurS unter Leitung des Herrn Tr. Muwacki eröffnet. Anme^ungen werden von den Biblioroekaren Dienstag und Donnerstag von 6—8 Uhr abends und Sonntag von 11 bts 1 Uhr entgegengenommen. — MiSrachiftifchrr Jugrndbund, Wien, 2. Bez., Praterstraste 43/11. Im Rahmen des misrachistrschen Programmen hat sich eine Psadfinder-Iugendgruppe konfftitillicrt. AbenHkurfe für jüdischLs Wissen sowie Neuhebräisch werden unentgeltlich abgehalten. N man Meldungen täglich von 8—9 Uhr abends. Oefterreichische Gesellschaft für BokkSgesundheit. Am 16. und 14. November 1626 findet im Hause der Gesellschaft der Aerzte in Wien, 9. Dez.. Frankgasse 8, die erste Tagung statt. Referate: Geschlechtskrankheiten und Arbeitervcrficherung. Referent Hofrat Prof. Dr. Ernst Finger, Korreferent Hoftxrt D. Hugo Wcinbergec: Tuberkulose: Referent Hofrat Dr. Adolf Kutschers. Korreferent BundeSrat Mar -Mein; Alkoholismus als BolkSfeuche und feine Bekämpfung. Referent Hofrat Prof. Dr. Heinrich Reichel, Korreferent Abgeordneter Anton Hölg>l. — Zionistische BezirkSsettion Meden-Margareten. Heute, Mittwoch, findet um 8 Uhr abends im Terraflencafe, 6. Bez., Margaretenplah, ein literarischer Abend statt, bei welchem Herr Dr. Siegfried Schmitz über ^Jüdischen Humor" sprechen wird. Gäste herzlich willkommen. — Zionistische Bezirkssektion unb zionistische Tischzesellschast 3. Heute, h-M 9 Uhr abends, Cafe Lovrana. LLwengasie 36. JÄbstäumkabenid des Keren Kajemeth. Vortrag Dr. Tartnkower's über die soziale Bedeutung des VodenfondS. Astronomische Abende. Diestag, den 2. November, halb 8 Uhr spricht Professor Thomas im Alademischen Gymnasium Über: Die Geburt der Sonne und der Erde. — Die Sternabe?de auf dem Sommertzeideiitoeg (am 30. d. M. Planetenadend) finden jeden klaren Samstag statt. Versammlung halb 8 Uhr in Pötzkeinsdorf, Ende der 41er Lime. tzerichtssaal. La» Drama von Heüigenkreuz. In der Nacht am 30. August d. I. hat sich in der Stistsrestauration in Heiligenkreuz der Poftuntevbeamte Ewald L a u m a n n auß Wien erschossen. Er hatte sich in dem genantsten Hotel Mi Tage vorher mit dem Tempelchorsänger Georg Doliner aus Wien cinquartiert und mit ihm gemeinsam ein Zimmer belmchnt. Laumann, ein sehr exaltierter Mensch, hatte einige Tage vorher in einem Kino in Wien einen Film gesehen, welcher das Liebesdrama des Kronprinzen Rudolf und der Barvneb Mary Betsera behandelt. Durch diesen Film faßte Laumann'zu der toten Betsera eine derartige Neigung, daß er zweimal ihr Grab in Mayerling besuchte und es jedesmal mit Blumen schmückte. Einige Tage später wurde auf dem frisch aufgeworfenen Grabe des 22jährigen Laumann sein Freund, der gleichalterige Bankbeamte Heinrich Bur aus Wien, mit einer Schußwunde mc Kopfe aufgefunden. Bur stand mit Laumann und Doliner in einem inttmen freundschaftlichen Verkehr und iourde deshalb bei der Wiener Polizeidirektion in der mysteriösen Selbstmordaffäre Laumann einvernommen und hatte sich aus Kränkung über den Tod seines Freundes angeschossen. In einem Abschiedsbrief Laumanns stand auch der Passus: „Wir wollen neben der Baronin Vetsera begraben werden", weshalb die Staatsanwaltschaft den Verpacht faßte, daß Laumann und Doliner Doppelselbstmord geplant hätten nnd daß Doliner den Laumann in Ausführung dieses Planes erschossen, zum Selbstmord aber keinen Mut mehr gehabt habe. Doliner stellte einen Mord entschieden in Abrede; dennoch wurde er verhaftet und gegen ihn die Untersuchung wegen Mordes und wegen Unzucht wider die Natur geführt. Am 17. September wurde Doliner enthaftet, well er den Mordverdacht gänzlich entkräften konnte. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch gegen ihn eine Anftage wegen Verbrechens der Unzucht wider die Natur und wegen Uebertretung der Falschmeldung erhoben, worüber gestern nachmittags vor einem Schöffensenate des hiesigen Kreisgerichtes unter Vorsitz des MzepräfDemen Hofrat Straß-Gschwandtner die Verhandtüng statt faick». Doliner hat vor dem UntersuchungSrichier am 1. September hinsichtlich des ihm zur Last gelegten Sexualverbrechens, ivelchcs er bisl)er entschieden in Abtiefe gestellt hatte, ein Geständnis abgelegt und angegeben, daß er seit feiner ftühesten Jugend homosexuell veranlagt sei.. Er gab zu, außer mit anderen Personen, die er in Wien cnn der Straße kennen gelernt hatte, auch mit Ammann euren homosexuellen Verkehr gepflogen zu Hobe«. Der Au^ klagte ist auch der Farschme dring geständig. Gr t)at sich in heiligen treu,! in dem Meldezettel statt als moiaijn) als romiscl>-katholisch bezeichnet nnd hat als feinen ^ieburLson statt Knihinin Warschau tttr seinen Ztcstün digkottSort stakt Jogielnica 'Wien nuiu-7< oen Nm seiner Begleitung befindlichen Laumann aV seinen Sekretär bezeichnet. Die Verhandlung fand mit Aussch uß der Öffentlichkeit statt. Da der Angeklagte sein in der Untersuchung abgelegtes Geständnis widerrief, bean.ttagte Staatsanwalt Dr. Hirsch die Vorladung des se'n rzciiigen Untersuchungsrichters Dr. Gerö als Zeugen darüber, wi.' das Protokoll mit dem Angeklagten b'züglich se'nes Geständ.nsseS zustaiide gekommen'fei. In Staktgening 'di fc-3 Antrags vertagt das Gericht nach dreieinbalbstiindiger Verhandlung zue Einvernabme des Untersnkhungsrichters die Verhandlung. Beleidigung einer Mischen Richter». Vor dem erweiterten Schöffengericht B e r l i N--M i t t e hatte sich der 71jährige frühere Gutsbesitzer und spätere Opernsänger Robert Hans Ritter von Voigtländer wegen Beleidigung deö früheren Vorsitzenden der Estescheidungskammrr des Landgerichtes UI, Landgerichtsrat Dr. Rosenthal, zu veraniworten, weil er ihn in mehreren Zuschriften und auch in Eingaben an den LandgerichtSpräsidenttn und den Juftizminister der Rechtsbeugung beschuldigt hatte. Der Angeklagte berief sich auf den Justizrat Schmielinski aus Charlottenburg, der in Briefen bestätigt hätte, daß Dr. Rosenthal eine Rechtsbeugung als Jude und Demokrat verübt habe. Justizrat Schmielinski, der dann als Zeuge vernonimen wurde, mußte zugeben, daß er dem Angeklagten einige Briefe geschrieben hat, u. a. den folgenden: „Das Urteil der Zivilkammer ist nicht von einem deutschen Richter genmcht, sondern von einem jüdischen Demokraten. Die Entscheidung der I. Instanz ist nnr zu erklären, durch die BorniertHstt der Kummer und die falsche Einstellung eines Mischen Demokraten gegen einen deutschen Aristokraten." Schmielinski sei auch bei dein zuständigen LanbgrrichtSpräsidenten vorstellig gÄvvrden, Dr. Nosenthal nicht mehr ncit der Sach« zu betrauen, da dieser nicht inistande sei, objektiv zu richten. Auf Antrag des Staatsanwaltes wurde Ji'.stizrat Schmielinski als Zeuge nicht vereidigt, da gegen ihn der Verdacht der Anstiftung zur Tat bestehe. Das Gericht verurteilte den Angeklagtert wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 300 Mark und führte als strafmildernd das hohe Alter des Angeklagten an. Sein Vorgehen sei zudem auf Justizrat Schmielinski znrückzuführen, der als alter Jurist leichtfertig gehandelt Hab.'. <J. T. A.) Postsparkaffa. Der Rücktritt des Dr. Klimefch. — Nationalbank «ud Hirn«ii So unvermtttelr'iE i>Jt wenigen Wochen die Betrauung des Präsidenten der Nation« bank Dr. Reisch mit der Leitung der Postsparkassa kam, ebenso plötz ich und unmotiviert tvur'oe gestern die österreichi'che Oeffenttichkeit mit der halbamtliche Meldung von'dem'Krankhertsurlaub Bizegouverneürs Dr. Klimefch der Postsiarlassa überrascht, die wohl einer Rnhestandsve.setzung gleichkvmint. Da keinerlei amtlicher Kommentar zu dem Au'sch iden Dr. Klimefch' gegeben wurde, ist man über die eigen-tlichen Ursachen auf mehr oder minder gut fundierte Vermutungen angewiesen. Man. evitut ri "sich da, daß die Geschäftszweige, die sich die Postsparkassa in der Inflationszeit zulegte, — sie waren die Quellen mancher Verluste dieses Institutes —, von dem Vizegonverneur eingeführt wurden und unter seiner. persönlichen Leitung und Verantwortung starcden. Demnach hat der Vizegouverrieur nach seinem AuZtrttt aus der Postsparkassa noch sozusagen als Sündeubock zu fungieren. Es heißt weiters, daß Dr. Klimefch schon am Tage der Ernennung des Präsidenten Dr. Reisch zum pwvisorischen Leiter der Postspa kasfa als erledigt galt und daß ihm nur eine Gnadenfrist gewährt ^ioorien war, um Dr. Reisch in die 'Geschäfte ein.Mühren uiu> ihm bei der Abfassung des neueii Statuts der Postsparkas'a an die Hand zu gehen. Hiebei hätten sich nun zwischm den beid.n Märrnern sehr erhebliche Mcinungsdifferenzen sowohl über die von der Postsparkassa abgeschlossener Geschäfte a's auch über jene Geschäftszweige ergeb.n, die nach dem neu zr« schaffenden Stgttrt diesem Amie rwch erlaubt werden sollen. Das neye Statut i tvird einen völligen Systemwechse l bei dem staatlichen Sparinstilut bringen, der auch einen Personenwechsel unvermeidlich macht, weshalb sch ieß ich Dr. Kkimcsch, der für die ganze bisherige Gestion dieses Institutes wohl nicht die fornielle, aber die ^tatsächliche Verantwortung trl'g. aus scheidet. Die Neuorganisation der Postsparkassa ist schon aus dem Grunde unumgäng'ich getvorden, weil dieses allösterveichische Institut nun, nachdem die Nach'o^gestaaten nationale Postsparkassen oder ähnliche Einrichtungen erwgestthrt haben, nach der Loslösung der nationalstaatlich n Aemter und Gitthabungen zu einem rein öfter re ichischen Institut umgewandelt werden muß. Bei dieser Gelegenheit loill man alle die üblen Erfahrungen, die man in den letzten Jahren mit der Pöstsparkassa genracht hat, dazu benützen, um ein Statut zu schaffen, das die Postsparkaffa wieder Ml einem Spar- und Clearinginstitut rückverwandelt und von ihr alle Anfechtungen eines auf börsenmäßige Geschäfte eingestellten Betriebes sernehält. Da die Kreditgewährung der Postsparkaffa gezeigt hat, daß sw sich , von politischen Einffüsfen nicht sreihatten konnte, soll r.,m mehr alles vorgekehrt iverdeu. um die tt n n b h äugig reit dieses .Znsi'.tnlr' zu gelvährleistnr. Zn diesem Znrccke soll nach dem Entnmrf des neuen Statuts, das schon denv-- uuchst dem Naironalrat vorgc"egt werfen wird, ein dreigliedrig es Direktorium die Geschäfte führen, das von einem zwöl'g iedrigeir Zdnratcrium beralen wird. Sechs Mitglieder dieses Kuratoriums wird die?)iegierung ern.nnen, vier sollen von den Handelskammern und je eines von den landwittschastlichLN Haupikorperschaften und der Arbeiterkanuner gewählt wc-rdm. Der Nationalbank wird ein maßgebender Einfluß auf die Gestion der Pöstsparkassa znstehen, die in Hinkunft nur mehr dos reine Sparkassmtte-- schüft, den Scheck^ nnd Clearingverkehr »f egen darf. Die Veranlagung der Gelder wird prinzipiell bei der Nationalb an k geschehen. Der Stalntenentwnrf zeigt deutlich die Bemühungen, die Postsparkaffa so zu organisieren, daß sie tvicfer eine brauchbare Ausgleichs- und Gelbums ätz stelle für die Wirtschaft wird, ohne daß sie dabei das hohe Risiko des Bankgeschäftes tragen müßte. Eine andere Frage ist es, ob die Entpolitisierung des Amtes ge ingen wird. Der Statutencntwurf bedarf der Ge.lchmigung des Na'ionalra'eS und da ist nun die Besorgnis nicht von der Han» zu i.veifnr. daß di« politischen Parteien und ncnnentlich die Sozialdemokraten den Versuch machen werfen, in demselben Maße, 'in dem die Kontrolle des Institutes von der Staatsverwaltung — ob das Handels- oder das Finanz" Ministerium Aufsichtsbehörde sei. ist heut: noch strit'ig — auf die Ncrtionalbank übergeht, ihren Einfluß auf die Postsparkaffa zu vergrößern. Damit wäre natürlich der Politisierung Tür imd Tor geöffnet. Lee gusammenbrnch der Giften Wiener Konsnmvereiner. Bericht in der hentigeü Generalversammlung. Heute findet die Generalversammlung deS im Ausgleichsverfahren befindlichen Ersten Wiener Konsumvereines statt, i« der über die gegewvärtig« Lage deS Unternehmens Bericht erstattet wird.. Dem Rechenschaftsbericht, der uns vvrliegt, ist zu entnehmen, daß das ttntemfjmen bereits im Jahre 1935 i yim vbilifier t war. Tiefe Immobilisierung sowie der unbefriedigende GefchSstsgang und zu starkeRegiebelastung führten anfangs 1926 zur Zahlungseinstellung. Dieser Hütte vielleicht begegnet werden können, wenn die Bemühungen zur Erlangung eines StützungskrediteS Erfolg gchabt hatten. Ter Rechenschaftsbericht führt an, daß die Verhandlungen zu früh bekannt wurden und dadurch der Ansturm der Sparcinleger begann. Tem Bericht ist ferner zu entnehmen, daß der Erste Wiener Konsumverein zur Zeit des Zusammenbruches eigentlich aktiv war. Daß im Ausgleich nur 60 Prozent, zahlbar innerhalb zwei Jahren, angeooten wurden, wird damit begründet, daß der Verlaufswert der Vermögensstücke geringer ist als Her Manzmäßige Zeitwert. ES seien ernste Verhandlungen wegen der Finanzierung des Ausgleiches im Gange, die, wie die Leitung hofft, bald zu einem gedeihlichen Abschluß führen werden. Zum Schluß stellt fer Bericht fest, daß seit der Eröffnung deS Ausgleichsverfahrens durch weitgehende ErsparungSmaßnahmm, die auf dem Gebiete der bisher stets zu hohen Personalregien im Jahre 1927 mehr alS eine Million Schilling betragen dürften, die Bedingungen für die weitere 5!ebensfähigkeit des Betriebes geschaffen wurden. Ler Liskontfatz in der % chechoslowakei herabgesetzt. Prag, 26. Oitvber. (Tsch. P. B.) Der Danlrat fer tschechoslowakischen Nabiona'NanL beschloß in feiner heule abgehaLtenen Sitzung, üb 37. Oktober fen ENkompt- und Lombardzinsfuß um ein halbes Prozent herabzusetzen. ES treten demnach mit 27. Oktober folgende Sätze in Kraft: Für Wechsel und WertpapiereAtompte ö'/fc Prozent, für den Lombard von Staats-papieren 6% Prozent, für den Lombard der übrigen Wert-pas-iero 7 Prozent. Franc nnd Lira fest. AÜ« staibilisterte belgische Währung. Der französische Franc und die Lrra setzten gestern an den Devisenmärkten ihre Aufwärtsbewegung fort; die Lira stieg in Zürich von 32.76 auf 26.40. der französische Franc von 16.78% auf 16.01 X; nachbörslich trat eine weitere mäßige Erhöhung ein; demgemäß ging das Pfund, das gestern in Zürich 25.14X (gegen 36.12%) notierte, in Mailand a^us 106%, in Paris auf 166 zurück. Der belgische Franc hat durch die Sbabttisiernng sein Schicksal vollständig vom französischen Franc, bezw.. der lateinischen Münzjkvnvention. dr<: heute frMch nur noch formell besteht. loSgeWst; entsprechend dem StabilisierungSkurS (174K für das Pfund) ging er in Zürich auf 14.4Ü zurück. In London wurde die nmt belgische Währungseinheit, die Belga (xz 6 Francs) bereits offiziell zum KurS von 34.88 gehandelt also zum gleichen Kurs wie der Gchiiling. Die neue felgische Währungseinheit, von der 7.16 Elnheiten einem Dollar und 36 Einheiten einem englischen Pfund entsprechen, fft. gemäß einer MUtevlung der belgischen an die österreichische Nationcvlbank, in Zukunft die Rechnuitgseinheit; gestern wurde« an den belgischen Börsen bereits all« Kurse in Vplga geführt. Der Leu war geistern fest und schloß ln Zürich 2.86 (gegen 3.88 am Vortage). Der Dollarkurö stieg von' 618.26 auf 518.76, der Schilling tum 78.00 auf 78.07>/2. JnforvenM. Das Ausgleichsverfahren eröffnet über die Wirtfchaftsgenoffenschaft I d e u t s ch e n T i e r ä r z t e Oesterreichs r. G. m. b. Wien. £ Bez^ HentriWasie 146; Leopold Lohn, Optik» wurde der

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