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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-24 · Heft 2752 (24.10.1926) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2752 (24.10.1926)
Date
1926-10-24
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. ANS SWvvlji MsMMttrm- A.LMchvk'Ms GetteM dE^^^EBEEE^ EE^B^BB 1E8^G 0ei4sitt Amsterdam . Belgrad .. Benin ..«,.» BiOssel ...... Budapest ..... Bukarest ..... London ...... Mailend ...... Noir-York ..... Neris . .. P»g:-- . Oeld 28»:- 12.4890 l«a26 10.88 98.06 3.88 342060 30.60 70726 31.26 30.0476 War« IfSSßÖ 168.78 20.01 0925 3.86 S4.40SO 80.70 70026 21.86 21.0376 Sede . . . .a# ateekhet» . . Wertehe* . ÄOtieh. « . *«4 S. Valuten Amerikanische Neten . . Belgische Neten ...... Bulgarische Neten « « * . Dentsehe Noten ...... Englische Noten ...,». •tt». 130.10 78.86 138.68 707.80 1«3.- W«tt ' 5.1860 180.70 7826 187.88 710.00 168.80 FreaetWsehe Neteoar. . 5. ttdtlindisehe Neten.... iulienieehe Neten .... Jugeslswlsche Neten . . Peinieehe Neten ..... Bnmtnisehe Noten .... Russische Neten (Konen.). Sehweher Neten ..... Tseheehe-sleir. Neten . Türkische Pfund-Noten. . Ungarische Neten .... 3M3 1247 7320 2021 8028 8028 19.68 7020 21.08 0248 zwar werden die Mandatare sein: Dr. Ullmann, der Pariser Vertreter des Hauses Lißmann, und der Advokat Dr. Boncer in Prag. Außerdem werden Vertreter entsenden: Die Länderbank in Wien, und zwar ihren Direktor Emil Freund ,die Länderbank in Prag-den Direktor Hecht, ferner die Stadt Brünn und der mätzrische Landesausschuß je einen Vertreter. AeAnberusum der Goldrente m»d der Schatzscheine. Die gestern erschienene Verordnung, die bis zum 13? November die Abliefevung der Goldrente und der 4^pwzentigen Schatzscheine von 1914 verfügt, bedeutet nicht, wie in Kreisen der Besitzer dieser Papiere mehrfach irrtümlich angenommen wivd, eine Einlösung zum Nominalwert, sondern nur eine neuerliche Registrierung, und Abstempelung dieser beiden Nentengattungen. In der Verordnung ist der bedeutsamste Passus der, daß nicht eingelieferte Titres bei der „endgültigen Ordnung des Staatsschuldendienstes" nicht werden berücksichtigt werden. Dies bedeutet, das; in absehbarer Zeit eine Ordnung der Goldrentenfrage erfolgen soll, und der Teil der gestern erschienenen Verordnung, der über die „gegenüber dem Bundesschatze wirksamen Ansprüche", die durch die Ablieferung zu sichern seien, spricht, beweist, daß an eine Einlösung der Goldrente nach einem bestimmten Schlüssel gedacht wird. An eine volle Aufwertung ist jedoch bestimmt nicht gedacht und in dieser Hinsicht zieht sich die Regierungsverordnung recht geschickt mrs der Schlinge, da alles vermieden ist, was einer solchen Forderung dsr Besitzer von Goldrenten präjudizieren würde. Uebvrgens ist ja bekannt, daß sämtliche Parteien des Parlaments eme volle Auswertung der Renten ablehnen, wobei ja auch die Vorschriften der Reparationskommission bindend sind. Ans der gestrigen Verordnimg geht überdies unKtvei-, deutig hervor, daß alle G o l d r e n t e n, d i e nicht bis zum 13. November ab g e li e f er t werden, unbcdinigtwertlos sind, auch wenn sie im Jahre 1920 abgestempelt wurden. Bi s h er no ch nicht a bg csie mp elt e Stü ck e kö nn en j e tz t ab g e st e m p e lt tverd cu. Die Verordnung kam angesichts der ihr vorausgegantzenen Ankündigungen eigentlich nicht überraschend, das an Anlagenwerten interessierte Publikum freilich, das in den letzten Monaten durch sp e ku lativ e S ti m m u ngsma ch e irre geführt worden war, hatte die früher erfolgten Hinweise vielfach vergessen, und so tvar die Verovdnung ihm unerwartet. Das in der Verordnung ausgesprochene Verbot des Handels mit den Goldrenten veranlatzte nachstehende gestern erfolgte Kundmachung der fBb&afe kämm er: . Im Sinne der Verordnung des Bundesministeriums fiir Finanzen vom 14: Oktober 1926, verlautbart- , in der „Wiener Zeitung" vom 23. Oktober 1926, Rr. 246, über die amtliche Verwahrung der Schuldververschreibungen der 4prozentigen Oesterreichischen Goldrente der 4^prozentrgen Oesterreichischen amortisablen Staatsschatzanlveisungen vom Jahre 1914 wird der Börseverkehr sowohl per Kaffa als auch per Arrangement in den genannten Titres von heute den 2 3. Oktober 1926 angefangen, eingestellt. Verfügungen, betreffend die Abwicklung der l a u- Jnsolvenzen. Das Ausgleichsverfahren, wurde eröffnet über die Grotzeinkaufsgenossenschaft österreichischer Lebensmittekhändler r. G. m. b. H., Wien, 6. Bez., -Mariahiiferstraße86; JaSob Stein, Kaufmann, Wien, 9. Bez., Porzellangasse 10. — Die Firma Preis u. Co., die mechanische Webereien in Mistek, Neudörfl und Sapvon besitzt, verhandelt mit ihren Gläubigern wegen eines Moratoriums.. Die Vevpflrchtungen der Firma werden mit 8—4 Millionen Schilling angegeben. Die Lateindevisen wurden auch gestern auf den Märkten stark umgesetzt, doch gab es keine erheblichen Kursveränderungen. Die Lira senkte sich in Zürich von 22.60 auf 22.67i/2, der französifche Franc hat von 16.66 auf 16.67)4 angezogen; der belgische Ftone gab etwas nach (14.60 gegen 14.62)4 am Freitag). Der L eu, der wieder stärker gefragt war, stieg von 2.7734 auf 2.8134 Parität Zürich. Die Devise Oslosetzt ihre Austvärtsbewegung zur Erreichung des GoldpunkteS der norwegischen Krone fort und ist in Zürich von 12820 auf 1M.62)4 gestiegen. Bei niedrigerem Dollarkurs (618.1-2)4) hat sich auch der Schilling in Zürich von 73.06)4 auf 78.06 gesenkt. Der Notenumlauf in Frankreich hat nach dem letzten Ausweis der Notenbank neuerlich um 443.6 Millionen Francs abgenommen. Der Barschatz hat keine wesentliche Veränderung erfahren, die Vorschüsse an den Staat sind um 160 Millionen geringer geworden. Die . deutschen Goldkäufe in England. Das ,-Berliner Tageblatt" erfährt aus London, daß der Gouverneur der Bank von England, Montagu Norman, binnen kurzem nach Berlin reisen werde, um über die grüßen d e u t sche n G o l d a ufkä u f e i n L o n d o n Besprechungen zu führen. Wiener Wrfe. Freundlicher -7befestigt.-. Die. .mit der gestern erschienenen-. Verordnung erfolgte. Einberufung der Goldrente und der Schatzanweisungen hat den Handel mit' diesen beiten Anlayepapieren unterbunden, ' lsthnite aber auch das Geschäft iA beu--Äbngerl -Mntendrerten. Die Kurse senkten -sich, jedoch nicht in zu.großem Umfang. Auf dem Aktienmärkte war .die Stimmung - freundlicher. Nach .wie vor war das Hauptinteresse Lombarden und Staatsbahn zugewc-ndet. Auch Montan und Transport erzielten KurShesserungen, die sich dann auch auf eine Reihe von Bankaktien (so Länderbank, die für Paris gekauft würden, Oesterr. Kredit, Zivno, Ungar. Kredit) erstreckten. Im Schranken ivar bei schwachem Verkehr.die Tendenz nicht, einheitlich. . Notierungen im S tek lag e n v c r keh r: Es notierten per Ultima November: Oesterr. Kredit 26.600 bis 32.000,'Staatsbahn 50.000 bis 60.0ÖÖi Alpine 70.000 bis 80.000, Rima 40.000 bis 60.000, Salgo 80.000 bis 90.000; ferner, per ' Ultimo' Dezember: Oesterr. Kredit 36.000 bis 42.000, Staatsbahn 70.000 bis 80.000. Alpine 90/000 bis 110.000, Rima 60.000 bis 70.000. Sa lg o 110.000 bis 130.000. E x K u p o n: Oesterr. Holzbank lost den Kupon nicht ein. Lemberger Brauerei 1 Zloty — 7800. österr. Kronen. Quote n: Franz Josefsbahn Schulde 39.000, 1886 Nordbahn Prior. 3760, Franz Josefsbahn Prior. 32.760, Oesterr. Lokalbahn Prior. 18.000, 4proz. Nordwestbahn Prior. 22.000. Wiener Börse für landwirtschaftliche Produkte. .Der Markt verlief unter dem Einflüsse der höheren amerikanischen und Budapest er Notierungen in sehr fester Haltung. Das minimale Angebot in Weizen begegnete großer Kauflust, ivaS die Preise zu sprunghaften Erhöhungen stimulierte. Für Roggen ist andauernd großes Auslandinteresse vorhanden,' wodurch derselbe Höchstpreise erzielte. Gerste tendierte infolge größeren Offertmaterials etwas schwächer. Hafer infolge Abnahme des Ausgebotes -freundlich. In Mais ist das Geschäft durch das geringe Offertmaterial sehr eng begrenzt. Die Mehlpreise sind im Einklänge <«tit den höheren Weizenpreisen um Schill. 1.— gestiegen. Hiebei ist jedoch zu bemerken, daß der Absatz nicht besonders flott ist. wertbeständige -Anleihen still. Ausländischen Renten wenig verändert. Bei anhaltender Zurückhaltung unterlagen sie im' Verlaufe nur geringen Veränderungen. Anscheinend wurde aber das herauskommende Material von guter Seite ausgenommen. Die Flüssigkeit des Ge-ldmarkt-es hält bei unveränderten Sätzen an. — Budapc st. Die Börse setzte in zumeist freundlicher Stimmung ein. Im späteren Verlaufe verursachten Realisationsverkäufe kleinere Kursabbröckelungen und nur die favorisierten Effekten vermochten sich weiter zu erhöhen. <Sp gewannen namentlich Pester Vaterländische Sparkasse 180.000, Bauxit 116.000 und Waffen und Ganz Danubius 40.000 bis 60.000 Kronen. In der zweiten Börsonhälfte wurde die Tendenz uneinheitlich und blieb bis zum Schluß in Geltung. Die Stimmung blieb aber weiterhin zuversich!' ' Ae Levisenknrse. Zürich, 23. ^Oktober. (Devisen-Schlußkuvsc.) Paris 16.67)4 (16.66), London 26.12)4 (26.14%), Newyork 618.13 (518.62), Bel«ieii14.60 (14.62*4), Italien 92.57)4 (92.60), Spanien 78.40 (78.82)4), Holland 20730 (207.30), Berlin 193.26 (123.81 H), Wien 73.05 (73.06)4), Stockholm 136.60 (16639), Oslo 129.62 (1WL0), Kopenhagen 187.80 (187.96), Sofia 3.74 (8.75), Prag 16.34 (16.34)4), Warschau 57.60 nom. (—.—), Budapest 0.007250 (0.007260), Belgrad 9.14)4 (9.1454), Athen 6.22'/„ (6.25), Konstantinapel 2.64(2.66), Bukarest 2.81)4 (2.77)4). Finnland 13.06 (16.06), Argentinien 314.60 (311.26). Budapest, 28. Oktober. (Devisenkurse.) Amsterdam 98800/ 28600, Belgrad 1267.-/1963^-, Berlin 16966/17008. Btikareft 883.-/393.—, Brüssel 1980.-/2040.—, Kopenhagen 18666/ 19016,. Oslo 17010/17960, London 346660/346660, Mailand 3070/3130, Newliork 7-1290/71490, Paris 2116/2175, Prag 2111.—/2117.50, Sofia 514.—/620.—, Stockholm 19050/19110, Warschau 7840/8040, Wien 10067/10087, Mvich 13762.—/ 13802.-. Warschau, 23. Oktober. (Devksen-SäPuHkurse.) Belgien 26.36—26.44, Holland 360.--361.80, London 43.68—43.80, Newyork, 8.98—0.OS, Paris 27.13—27.27, Schweiz 173.72— 174.58, Prag 26.66—26.78, Wien 126.93—197.57. Italien 39.31—39.61. | ZMode und ZKunstgewerbe OOOOOG M dieser Rubrik erscheinen entgeltliche Anzeigen OOOOOÖ ooocxM30oooooocsoooocxx}oooooQooooooooooe I nmiijf 1IBTC in , M. III. MW' fl I (IIIHl 18 Blfill Srill Feinste Werketätteearbelt. 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November 1926 zu erfüllen sind, such r.roch die O r i g r n a l t i t r e s an. den Wiener Giro- und Kassenverein abzuliefern. Der Wiener Giro- und Kassenverein hat diese Titres an die ' B und e s z e n t r a lk a ss a einzuliefern und den Nebevnohmern die auf ihren. Namen lautenden Bevzeichnisgleichschriften auszuhändigen. Die Uobernehmer sind zu diesem Ztoecke verpflichtet, dern Wiener Giro- und Kassenverein die erforderlichen Unterlagen zu liefern." Budapester Getretdeterminmnrkt. Im Einklang mit der scharfen Auftvärtsbewegung den a-mexikanischen Börsen machte die Befsstigung auf dem Budaposter Markte weitere Fortschritte. Mai-Weizen 4280, März-Roggen 3370. Ausländische Börsen. Berlin. Die Freitag zum Schluß eing-etretene Ermattung setzte sich gestern nicht fort. Das Publikum hatte zwar einige Gntla-stungSverkäu-fe vovgenommen. überwiegend aber Kaufaufträge zu allerdings tief limitierten Kursen an den Markt gelegt: Das herauskommonde Material fand gute Aufnahme, so daß sich die Spekulation zu Deckungen und ölückkäufen veranlaßt sah. Jnr großen und ganzen ergab sich eine gut behauptete Stimmung, trotzdem die Kursbildung uneinheitlich war und leichte - Schwankungen zeigte. Das Geschäft ist stiller geworden. Größere Umsätze fanden nur in einigen Papieren statt. Vielfach ergaben sich für die meisten Werte Abschläge um 1—2 Progent. Der Rentemnavk-t lag bei geringfügigen Beränderu-ngen für Vorkriegs- und Xeu eröffnet f "WW ' 295 Damanhut»... L. Ellenbogen eL1"ät 4,i ..u wä1 kMkM.! f DM Schicke Schuhe Fabelhafte Mi nur bei m HERBST« W SCHUH MODELLE in DM B DORN Handrahmen- Ausführung Alleinverkauf B II Wien, ff. von BALLY- Schuhen 111 Taborstraße Nr. 8 a im 2. Bezirk i H il * ef j|»i!El li nl-r >! r»?! N V ■!i 51!•!!! >>!". V'»!-»Ifj?}j'a|j»)}rajfBjfwj Mit dem gestrigen Tage ha.t der offizielle Handel in Goldrenten ausgehört. Dies lvurde noch vor Beginn der gestrigen Börse bekanntgeuracht. ins indische Daus - dos jOdisthe Blatt! 0964 5475

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