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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-24 · Heft 2752 (24.10.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2752 (24.10.1926)
Date
1926-10-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Polen r 25 gtoszy 3 EGEEUEÖ Wien: Zum Abbolen in der Expedition, lk., Taborstr. 1*3 oder in einerVcrschlei ßstelle (Trafik) monatl.5 Schilling Straßenverkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied. I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oestorreich monatlich 5 Schilling Tschocho-Slowakei: Mon.K22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen:Mon. 6 Zloty Deutschland: Mon. (hp .4. Frankreich» Belgien: Mon. Frcs. 35 NacksahlunRon bol Preis* erböhuTiffen ▼etbeh&lten Mienoc England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Tire Rumänien: Mon.l70l*ei Bul g»rien: Mon.IOOLewa. Schweix und das übrige Ausland monatlich Frcs. b Redaktion, Administration: Wie«/ II., Taftorstr. 1 Telephon: 44-0-38, 4341-10 Ab 6 Uhr: Tel. 31-209 TU., Lerchenfelderstraßo 1 (Druckerei „Inva“) OesterreiChisches Postsparkassenkonto Nr. 150.693 Nr. %m Men» Sonntag. 24. SVober 1186 (16. CHeschwan 5687). 8. gahrgaug Im redaktionellen Teil enthaltene entgettliche Mitteilungen find durch ein vorangesehteS E gekennzeichnet. ALlBINiaE ANZEIGEN. ANNAHME ANNONCEN SCHALEK WIEN, I., weuai« n- TM, 76-0-81, 70-0-83 wäscht f ür ganz Wien! ‘ ZENTPA;LEJ VI'Y/&LLG '4 TEL o 5 - 2O SCR'IE. Ubernalimssf eilen In jedem Besdrk I Täglicher Autoverkekr In alle Bezirke zwecks Abholung vom Ban»el Gummischlüpfer in großer Aus-; wähl , in sUsn Größen lagernd VII., Neubaugasse 26 ' Telephon 30-^1-76 ■Hl iM Am besten sind doch die li.i Hibontriio 123 W fl 6 M IXm AlMrtffrAfi« Hr. S ■PBasnennB«BBBaafl«NHi(iBBnaaN5iiifl9issien»N WdhbunHlasscH j tMagazin de 3tlode$ Die neuesten Modelle eingetroffen 1 Meine Schlager: 151 Crepe de Chine-KIeid . . . .iS 19'— ,» » » n '*.•*; a S 25'-— Velour-Mantel..ä S 29 — „ a mit Pelz verbrämt. ä S 39’— Schicke Crepe de Ghine-Tänzkleider - in je de r Pr eisla ge BUIN8IIM 6I3 JEDER ART IN FEINSTER AUSFÜHRUNG BILLIGST. BEI GEBRÜDER BR AI IHN WIEN, II., GLOCKENGASSE 8 TEL. 45433 Vor politischen LerSnderimgen im Jonoubeiken. «Mndigunse» des rumSnische« «nßensüMers — Musioliuis neuer Kurs. Budapest, 23. Oktober. Der „Pestor Lloyd" veröffentlicht ein Interview seines Bnkarester Berichterstatters mit dem Minister des Aeußern Mitileneu, der sich über die möglichen ÄuswiÄungen der jlUgo s law Ls ch- -ung arischen Annäherung auf die Außenpolitik Rumäniens folgendermaßen äußerte: „Rumänien kann die Verhandlungen, die’ zwischen Ungarn und einem anderen Staate der Meinen Entente im Zuge sind und deren Resultat ein Garanticpakt sein könnte, nur begrüßen. Man ist in Bukarest über den Verlauf dieser Verhandlungen stets genau unterrichtet, und wiclvohl sie vorläufig auf die rumänisch-ungarischen Beziehungen keinen Einfluß ausüben, kann man sie doch als Einleitung zu einer grundlegenden Änderung in den politischen Berhältniffen im Dmmnbecken betrachten, da sie logischerweise zu einem GedankENLUstausch ähnlichen Inhalts zwischen den führenden Staatsmännern Ungarns und der anderen in Betracht kommenden'Staaten führen muffen. Diese EnÄyiElnrtg .dt>x^D.mgc. ist nicht bloß ein Wunsch der Politiker, sondern auch v emo wirtschaftliche Notwendigkeit, da - die'Staaten des Donaubeckens von einer Zusammenarbeit in. vielerlei Hinsicht g r o ß e Vorteile erhoffen köruien. Immerhin war —und. ist auch augenblicklich der natürliche Prozeß der’ Wiederaufnahme enger Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und Rumänien aus politischen Gründen noch n i ch t m ü g l i ch. Vorläuftg schweben noch einige, wenn auch n i ch L b c s o n d e r s komplizierte Frage n zwischen beiden Ländern, die ans den: Triauonrr Fried-ensvertrag herrühren und über deren definitive Lösung zu wiederholten Malen ergebnislose Besprechüngeir geführt wurden. Bor allem waren diese Hmderniffe zu beseitigen. Ist man an dem Punkt angelangt, daß der Abschluß der de f i n itiv c:n Verträge in greifbare Nähe gerückt erscheint, so wivd rumänischerseits kein Bedenken mehr bestehen, alles zue Förderung der ■ Wirt f cha ftsbezi e h u ngen de r .beiden Länder aufzuüieteu. Wir wollen hoffen, daß diese Entwicklung in kürzester Zeit vor sich geht. Der „Pestcr Lloyd" bemerkt hiezu, daß es sich in den Verhandlungen zwischen Belgrad und Budapest lediglich mn einen Sch re d sve r t ra g und einige andere schwebende Fragen handle, darüber hinaus jedoch der Gedanke eines Garantrepakies, soweit das Matt unterrichtet sei, weder hüben noch drüben zur Erwägung stehe. # Aus informierten politischen Neffen erfährt Ihr Berichterstatter hiezu folgendes'. Bei-der Beurteilung dieser auffallend freundlichen Aeußcrung des rumänischen Außen- Ministers darf nicht übersehen werden, daß Mitileneu diese Kennzeichnung der gegenwärtigen Stimmung in Bukarest gegenüber Ungarn kurze Zeit nach dem Besuche des Ministev- , Präsidenten Merescn in Rom vornnrunt. Schon 'dqmiM jmrßtc man in erngeweihten Kreisen, daß dieses itatieläfch-rmnänische Abkommen auch die. Haltung der beiden Staaten gegeuWrr ÄNKwv festlcgt. Es muß dabei auch 'daran erinnert werden, >daß Annäherungsbcstrebmrgen zwischen Jugoslawien und Lns? garn.gleichfaM nacheiner gründlichen Aussprache KvWeü Italien und, Jugoslawien in.Wutz geraten sind. §ckö WZLs-. Nische Regierung^spielt ja schon-seit langem -frfe AM•«£»&' Protektors und Fürsprechers Ungarns bei semyr Machen ' Nachbarn. Es wird immer klarer und tritt üwyer mehr Ms tage, daß Müffolini eine weit cmsgresi--md.e MKM.MuM nach dem Orrmt hin als auch in der Richtung des DonauLeckens 'in Mb Mtumzusetzei: beginnt. In Budapester politischen und dWomrv« tischen Zirkeln nimmt man es als sicher-an^ daßdi^e AMss nische Politik sich auch Oesterreich gegttrWer bml^en kurzem kmrdtuu wird. Das Ziel dieser PvWk M außer der imperialistischen Tendenz Mussolinis^ -dre. W-M. ihr ausdrückt, auch die völlige Isolierung Englands mrd FrawkveWS im gesamten Donaugebiet. Vorläuftg bedeutet dies die Loslösung Jugyffalviens, Rumäniens und Ungarns von der politischen und wirtschaftlichen Einflußsphäre der westlichen Mächte und die stille, aber endgültige Z e-rtrüm m e - r u n g' der Kleine n Entente, die bisher unter der Fühinmg der Tschechoslowakei stand. Polens Anspruch gegen den russischlitauischen Vertrag. Eine polnische Note über Wilna. Wtwschair, 23. Oktober. (Wolfs.) Der polnische Geschäftsträger in Moskau hat heute dem VolMommiffär Ts ch itsch e rin eine Not c de r p oln i s che n R e - gie rnng übermittelt, iir der es mit Bezug auf den am 28. Septencher zwffchen Sowjetrutzlaiid und L i tau e n abgeschlossenen Vertrag heißt: - Die Regierung der polnischen Republik stellt neuerdingS fest» daß mr Artikel 3 des Rigaer Vertrages dfe Regierwig der Sowjetrepubliken auf alle Rechte und -Ansprüche in bezug auf Gebiete, die im Westen der durch Artikel 2 des genmtnten Vertrages festgesetzten Grenzen Regen, Verzicht geleistet und eine Erklärung abgegeben hat, tvorrach ifÜL der:" Fäll, daß in den: Bereiche dieser Gebiete zwischen. Polen und Litauen strittige Territorien gehören sollten, die ZAveifurrg dieser Territorien nu einen der beiden. vorgenannten Staaten ausschließlich unter bic K o nt p e t e n z Pole n s u n d L i t a -u e u s falle. -In Iveiterer Folge wurde die rechispvlitische Stellung dieser Gebiete durch die Entscheidung der. B o t s ch a f i e r k o u - ferenz vom 16. März 1926 bestimmt, ivelche ans die Initiative der litauischen Regierung t)fu veranlaß: worden ist, eine Initiative, der sich die polnische Regierung angeschlossen hat. Durch die obige Enffcheidung ist die Stellung der fraglichen Territorien endgültig gelöst worden, indem sie Polen und Litauen in gleicher Weise verpflichtet. Diese, für die beiden interessiertert Parteien bindende E n t s ch e id ung kann durch keine unter Beteiligung nur einer der beiden Parteien abgeschlossene UebereinAmfr in Zweifel gezogen oder in Frage gestellt iverden. Au gnkompatibilitiitrgesrh in Pole«. Warschau, 23. Oktober. Soebeir ist ‘int Verordnung^-' tv-ege das dort Jhrern Korrespondenteit als bevorstehend angekündigte Jnkompattbilitätsgssetz erschienen. Es verbietet den Abgeordnetem und Senatoren, Mitglieder von Verwaltungsräten, Aufsichtsrätelr oder Revisionsrüton von AktiengofeUschastten zu ssm, gleichgültig, ob <m den Ättiengdsellschastsn der Maat mit Kapital' beteiligt ist oder nicht. Abgeordnete mck Mnatoren, die binnen 14 Tagen nach Inkrafttreten dieser Verordnung auf die angeftihrten Stelleir bei Aktiengefelischaften nicht verzichtet haben, gehen ihrer Mandat' g.'o Volü-'.rtreter verlustig.

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