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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-23 · Heft 2751 (23.10.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2751 (23.10.1926)
Date
1926-10-23
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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■Sette G Wiener Morgerizeitung 23. Oktober 1926 Nr. L;7o! Wien, S’.r.ir'f’io»’, 1. Bez.. Annagasse 5, eilte V"!esung aus bisher unveröffent- Udjfcn Briefen von Schiller, sichte. Wieland nutz Jaco-br an Frau von SLael. Gäste willkommen. Ein Habima-Vankett ohne Hnbima. 4lus Bertru wirv uns gemeldet: Das für Donnerstag, den 21. d. M., angesetzte 'Uankett zu Ehren der Habimcr muhte ver'schcff^n werden. Die Veranstalter der Feier wowtt die zionistische 'Organisation, der Perlend der russischen Juden, d-rr Verband der Pereinigungen des Ostßudentums und Sir Vereinigung „Bet Hawaad Haiwri". AIS nun der Cowjetgesandte firc st inst y vom geplanten Bankett erfuhr. Wantee er sich an die Leitung der Habima mit der Aufforderung, dem Bankett feruzubleihen. Die Veranstalter beabsichtigen, sich an den russischen Gesandten mit dem Ersuchen ßu »venden, das Verbot Atrück-- zuAiehen. Moiffi geht mich Palästina. Wir die I. T.-A. meidet, wird Alexander Mo iss.i ,;u Beginn des Jahres 1927 ii, Palästina weilen und anher in Jerusalem, Del--Amid und Haifa auch in den Arbeitersiedlungen Emek Vorträge halten. Der unliebsame Thea-terkritikor. Dws Enseinble des Frankfurter Scha u s pir lh n u s e s erklärte, nicht spielen zu wollen, wenn der Kritiker des „Frankfurter Generalanzeigers" Dr. Ludwig Mareu.se der Vorstellung als Referent beiwohne. Eine Deputation »er Schauspieler verlangte vom Verlage dieser Zeitung, daß Dr. Marcusc durch einen anderen Kritiker ersetzt werde. Diese Forderung wurde abge-tehnl. Der Verband Frankfurter Kritiker hak dre Zurücknahme der Boykottdrohnug der Schauspieler gefordert -nd sich mit Dr. Mareuse solidarisch erklärt. Gerichtslaal. Sin merlwSrdlser Srwerb. Der Dlsührtge, vvllstäniidiig gelähmte unigarische EmillcE iJosef K a tz, HMe sich gestern vor einem 'Schüssengerechte wegen D e rle uni d n ng zu vevcm'twopten. Es iwrrde ihm Kirr Last gelegt, daß er Arlgestellte völlig grund-los bei ihren Ghoss des Diebstahles bezichtigte, n.ur mll den Firmenrnihabern flir seinen Ueüernxzchnngs' dienst SiftesenLeträge in der Höhe non 10 bis 20 -Schilling srr erlangen. Im SeptsmHer schrieb Katz an die Firma Popp n. Kretschmer einen Brief, in dem es hieß: ,^!n Jhrsnt Geschäft ist eine Ra tte, die sie fortlaufend hestilöhlt." Eirnem Gesellschafter «der Firma erzählte Katz, -daß her Angestellte Karl K. in der Restaivmtion „Tabo.-kspfeife" .die gestohlenen Sachen verkaufe. Der Angestellte wurde daraufhin im straft wchktiche Untersrrchu'ng gezogen, die aber ivegen völl-iger Schuldlosvgkeit tdes Beschuldigteu eirvgestelUt 'winbe. Zu , einer Vsrantwovtuug gab Katz an, ldaß er tatsächlich einen jungen Mann in der „Tabaksp seifte" beim Verkauf von Gegenständen beobachtet habe, sich aber in der Pevstm geirrt Haben müsse. Der Vorsitzende konstatierte, daß Katz feit rne'hr als zwei Jahrzehnten gewerbsmäßig die Erdichtung von Vembrechen betrieb, um sich auf diese Weise einen Erwerb zu verschaffen. Besonders interessant ist ein Betrügsversrlch des Angeklagten m-it politischem Einschlag. Katz war in deir Tagen des K ö n i g s p.u t s ch e s in Ungar n Gendarmerieikommandant in Esssterhaiza in We-stungarn. Er schickte von Eszterha.za aus oin.en Expreßbrief an .de.u östeoreichßschen Gesandten in Budapest E n o b l o ch, de-nr er eine ^rschiwönmig der Detzachementführer Ostenb iu r g, H e j j a s, P r-o n a y und des damaligen Außenmirristers Dr. Gratz giögen Oesterreich bekanntgeben wollte. Der B'vjief wnicde aber von der ungarischen Mili» tärKSnsur aufgefatrgen, .Katz nackt aus-gezogen, in einen Keller gesteckt, dort als „deutscher Hund" beschint pst und schwer mißhandelt. Es gelalig ihm erst nach neunzig Dagen, durch die Flucht seine Freiheit wieder zu erlaugien. Andere Akten 'berichten über Betrügereien an einer Gräfin Kinsky, an .Helene Odilo n und andern. Einmal mißbrauchte er den Namen des BüingermS-ftters L.ueger, ein andres Mal gab er sich.als iPoMeikomurissär ans. Katz wurde in der gestrigen Verhandlung z« e inem j chw e ren Kerkers vsvmtertt. 9t. Hedenigg war nicht geisteskrank. Bei den Zivilgerichten ist eine Reihe von Prozesstu gegen den Nachlaß' des gewesenen 'Generaldirektors der verkrachten hakenkreUzlerische n Deutschen Bode n b a n k Dr. Hedenigg anhängig. Dr. Hedenigg wurde bekanntlich nach dem Zusammenbruch des Bankhauses verhaftet, aber wegen Ansinnes äuf deir Steinhof gebracht: dort hat er Selbstmord begangen. Gestern sollte ein Prozeß der Konkursmasse gegen den Bankier Samuel Bronner vor dem Handelsgericht zur Austragung gelangen. Der Anwalt der Konkursmasse begehrte die Aushebung eines Schiedsvertrages vom 10. Mai 1924, der zur Beilegung weit verzloeigter Differenzen mit Hedenigg und Bronner abgeschloffen wurde, »veil Hedenigg damals bereits nicht mehr zurechmmgsfähig war. Die Differenzen bezogen sich hauptsächlich auf den in der Oeffentlichkeit viel erörterten Aktienkaus 'Samuel Bronners, der im Juli 1923 von Hedenigg 430.000 Aktien der Deutschen Bodenbank erworben hatte. Eine Reihe von .Gerichtspsychiatern wurden über den Geisteszustand!Hedeniggs» einvernvmmen, doch gingen ihre Gutachten auseinaujder. Im Gegensatz zu den Pwsessoren Dr. Höwel uw» Dr. Sträußler stellten die Sachverständigen Dr. R'eittianit Und Dr. Stelzer äuf Grund von Zeugenaussagen fest, daß Hedenigg zur Zeit des Wschlusses dieses Schiedsvevtrages v o l l z u r e ch n u n g s s ä h i g war. Doktor Hedenigg ist erst zufolge des Zusammenbniches und seiner Berhästung,in Geisteskrankheit verfallen. Der Senat holte ein ergänzeMs Sachverständigengutachten ein, das zu demselben Schlüsse kam. Aus Grund dieser Sachlage hat die Konkursmasse die Klage gegen Samuel Bronner Äs aussichtslos zurückgezogen. Pcrurtettung antisemitischer Verleumder. Ans Wari ch a u wird uns gemeldet: Der Oberste Gerichtshof als .WssatiouShof bat am Diestag das Urteil in der VerleumdungSNage des Abg. Grün bäum gegen die Redakteure der recksts gerichteten Zeitungen „Gazeta Warszatvska" „Rvzwoj" und „Rzeczpospolita" gefallt. Abgeordneter Grünbaum war duvcli den Rechtsanwalt, Abg. Hartglas vertreten. Weder die Angeklagten, noch deren Vertreter waren zur Berhandlmtg erläiienen. Der Gerichtshof bestätigte das Urteil der zlveiten Instanz, mit dem die angeklagten Redakteure zu einem Monat Gefängnis verurteilt imirden. Tie Verurteilten fallen unter das letzte Amnestie-, gesetz und müssen daher die Strafe nicht abbüffen., .. uü . —————— Berelue. Bortrklge und Versammlmar«. Zionistische Bezirkssektion Brigittenau. Dienstag, 8 Uhr abends, spricht im Vereinsheinl, Jügcrstratze 30, Ga. Dr. Karl Schivager alls Beth-Alpha, über das Thema: „Die Lage in Palästina". Gäste willkommen. — Zionistische Bezirkssektion Al» sergmnd. Montag, 8 Uhr abends, im Gase City, 9. Bez., Porzellangasse 1. Vortrag Dr. Karl Schwager (Beth-Alpha): „Gibt cs eitte Krise itk Palästina?" -- Verein Oesterr. Chemiker. 6 Uhr abends, Techn. Hochschule, 4. Bez., Karlsplatz 13, Vollversammlung: Dr. Ing. Leo Tavs: Die moderne Brotfabrikation (Film der Hammerbrotwerke), Dr. Georg Sachs: Ueber das natürliche Altern des Asphaltes. — Maimonides-JnstitUt, Hetzgasse 40. Heilte, 3—4 Uhr, Dr. A. Kaminka: Midrasch ztrr Erzväteracschichte. — Beth-Hamidrasch, 2. Bez., Tempelgasse 3. halb 7 Uhr abends, Lektor Dr. S. Rubin: Festvortrag anläßlich der Einweihung des neuetr Lokales. — Jüdisch-akademischer Juristenverein. Heute, 3 Uhr nachmittags, Generälversammlung im Lokale der „jüdischen Lese- und Redehalle", 0. Bez., Türkenstraße 9. — Zionistische KnlMrgruppe, 20. Bez., Karl-Meißl- Strage 5/1. Heute, halb 8 Uhr, Mitgliederversammlnitg mit Referat. Morgett, halb 9 Uhr früh, äußerst dringende Äusschußsitzung. 7 Uhr Heimabend mit reichhaltigem Programm. Demnächst ' eröffne» wir hebräische Kurse für Ausünaer und Vorgeschrittene. Einschreibungen täglich von 8—^,10 Uhr abends nn Bereinslokal. — Betein für jüdische Geschichte nno Literatur in Wien. Montag, 7 Uhr, im Klnbsaal der Haloah, 1. Bez., Wipvlitigerstraße 24: Vortrag des Herrn Prof. Dr. Samuel Krauß: „Die l'ibljsckn'it Namen der modernen Völker." Eintritt frei. — Toynbeehalle. 20. Bezirk, Deitisgassc 33. Heute, 7 Uhr abends, Kunzc r t. Mitwirkend: Frau Be r ue r t, Herr Feit: t r und Frau R o s e u f e l d. — Beth waad l'iwrim. Heute, um 8 Uhr abends, im Saale des „Jüdischen Zentrums", 2. Bez., Untere Augartenstraßc 3b. Sichah: Chewlei hatchijah haiwrith. Zionistische Bezirkssektion Vrigitteimn. Alle Frauen de? 20. Bezirkes sind zu einer gemeinsanren Aussprache eiugeladen, die heute, um 3 Uhr nachmittags, im VereiuSheim, Jägerstraße 30, stottsiudet. —- Lese- und RedehMe jüdischer Hochschüler. Der Lesesaal bleibt heute geschlossen. — Hltachduth-Jngend. 2. Bez., Gloneugasse 30. Heute, 4 Uhr, Sichoh. — Leopoldstäbter Volksheim, 2. Bez., Zirkusgasse 48. 1 Uhr: Fritz Geßaer: Gibt es eilte Vererbung erworbener Eigcnschallen? Eintritt frei. BölksMt. Sie GÄdrente «nd die 1S14-er öchatzkchrlne einbemten. Hellte erscheint im Buo<de§gesetzblcrti die Verordnung über die Einbenlfung der österreichisehen & o l b r c tt t c und der 4Z/.prozeiitigeii östcrreichischeit S t a a t 8 s ch e i ncr n w e i s u nge ü ü o m J a y r e 1914 zur amtlichen Verwährung. Latrt der Verordintng sind diese''beiden Schuldverschreibintgeit gemäß dem Rundschreiben der Neparatiottskommission vom 7. Juni 1926 bis längstsns 1 3. Nove mber 1926 der BundeszentraUasse in Wien, 1. Bezirk, Singerstraße 17, oder einem VnndeSstelteramt zur amtliche u SS erwahr u n g zu übe r g eben. Diese Verpflichttlttg erstreckt sich auch auf seinerzeit u i ch t a b g e st e m p e 11 c Stücke der Qcnaimicu beiden Schuldverschreibungen, die dann bei der Uebernähme nachträglich äbzusteinpeltl siitd. Nicht bloß Eigentümer, svtrdern auch V e r iv a h r e r von Stücken der beiden Neittenkategorien fiub zur EiNbrntgtmg derselben verpflichtet. Kreditinstitute,, in deren Verwahrung sich derartige Schuldverschreibnngen befinden, sind verhalten, die E i n l i e f e r u n g u n m i t t e I b a r v o r z u n e htn cn und dürfen vom Täg'e der .Kundmachung der Verordnung solche Schuldverschreibungen tr i ch t mehr ausfylgen, auch dann ilicht, wenn der Eigentümer die Au§- folgung begehrt, um die Ablieferung selbst vorzunehmen. Nebertretutlg dieses Verbotes durch Kreditinstitute hat Geldstrafe bis zu 2000 Schillntg zur Folge. Auch der Empfang verboisividrig ausgcfolgter Stücke ist strafbar. Schuldverschreibungen, die bis zum 13. Novenrber d. I. nicht in..amtliche Vepivahrung übertragen wurden, iverden bei dep Durchführung' der Aufteilung der Vorkriegsschuldelt ailßer Betracht gelassen. vouvrnrum ««« 373» JiunstauMi&n» t Teil. Gemäldesammlung aus Wiener aristokratischem Besitze. Diese Sammlung gelangt zu Oec. 2. E 16624/25 des Exekiitionsgericntes Wien als Oesamtsache zur Ausbietung, 22 Anschließend daran 2. Teil. Moderne und alte Gemälde, Aquarelle. Mlniftturen» Antiquitäten, Keramik, Glas aus Privatbesitz, VQiYfalgtruPfl - Dienstag, den 26., und Mlttwoob, den 27. Oktober 1926 von 3 Uhr nachmittags an. SokanateUnng; Heute bis Montag, den 25. Oktober, an Wochentagen von 10 bis 6 Uhr, am Sonntag von 10 bis 1 Uhr in den Kunstsälen. Sie uüchkte deutsch eugNsche gnöuftkiellenlonserevz. Zwischen de« Jndustvieverbänden beider «Sinder. Me die Berliner „Tägliche Rundschau" hört, hat die British Federation of Jtwustrials den Mchsverbanid der deutschen Industrie zu offiziellen Besprechungen nach London eingeladen. Sie RohAmSrkte. Situationsbericht. hBon unserem W. F.-Korrefpondenten.) Berlin, 21. Oktober- Amerika. Der Markt ist gegenwärtig ziemlich flau. Der Bedarf an Beirzitt lässt infolge der fortschreitendctt Jahreszeit immer mehr nach. Die Rohöl-Produzenten Btt-- uen daher nur zu ermäßigten Preisen an die Raffine^ rien verkaufen. Dazu komnck, daß auch Petroleum, für das jetzt die Hanptüedarfszeit heranrückt, stärker angeboten wird. Nicht zu überseheit ist ailch die allgemeine Wirtschaftslage in Anierika, tvelche Syitrptome der Schwäche zeigt, so daß! jedes stimulierende Element fthlt. Auch der Gasölmarkt zeigte in dm letzterr Wochen Neigung zu nachgebendeu Preisen. i Rümänien. Benzin ist nach wie vor ziemlich fest, ivenu auch im Augenblick die Produktion nicht voll äbgesetzt iverden kann. Es scheirrt, daß größere Mengert. Berrzin zur Vermüdnttg eitles Preisdruckes zurückgehaltcn werdert. Auch in Gas- und Schmieröl zeigm die Preise, vor-« läufig wertigstens, keine Wschwüchung. \ Pole tt. Tie Verhandlungen der Raffinerien wegen eines Kartells für ihren Export sind infolge des Einspruches der ftaatlicheti Raffinerien bisher zu keinem Ergebnis gelangt. Dasselbe gilt für die Bechaildlungen mit Deutschland, soweit sie auf die Beendigmtg des Zollkrieges hittzielen. Es heißt, daß die Weiterfühmng der Verhandlmtgetr aus polnischen Wunsch lvieder um einige Wochen verschoben worden ist, sodaß wohl nüt einer Oeffmntg der deictscheir Grenze für polnische Mineralöle in diesem Jalste u i ch i mehr gerechnet werden kann. 'Deutschland. Die Sitnälion cnn 'Betriebsstöffmarkt ist recht ungeklärt. Am 1. Oktober d. 'I. haben die Russell auch für die Liefernilg von Benzin freie Hand bekommLit und inait ist gespannt, wie die Russen das deutsch«e Geschäft aufziehen werden. BekMntlich ist seitens des Russischeil draphtha-Syndikates eitle Gesellschaft mit zwei Mllionen Mark G. m. b. H. Kapital tu Berlnt gegründet worden, die beit Vertrieb sämtlicher russischeil Erdölprobutte dllrchsühreil soll. Ob die Russell sich entschließen iverden, eine großzügige Detail-Orgmnsation, die allerdings ein Villsaches des genannlerl Gesel schaftskapitals erforderlich macheil ivürde, anszubanen, ist die eine bedeutsame Frage, die deir deutsckzen Bllrstbi.-stoffmarlt ^beherrscht, die andere Frage, ivie die großen Betriebsstosf-Jnlpvrt-'Firmeu den Exp a n sivnsb estrebnng en der Russen erstgegentreten werden. Vorläufig herrscht noch die Stille, wie vor denr Stnrnl. Keine der Parteien ist eigentlich an dem Kampf interessiert; die Russen nicht, weil sie ja an ihrem im Llngenblick irvhl wichtigsten Exportgüt, dem Erdöl, verdienen luoUcu Und verdienen müss.n, die den Welt-Trusts nahesteheilden Gesellschaften nicht, weil diese jahrelang schwerste KZerülste am deutscheil Geschäft zu tragen hatten nnd sicher gern endlich äuch zum Verdienen 'konimen ivollen.; Daneüerl bleibt weiter das Problem der Ko hlleVer-- flüss i gung, das-von der I. G. Farbenüldnstrie A. G. behandelt ivird, von größtem Interesse nicht nur für Deutschland, sonderil ällch für den internationalen Oelmarkt. Die Standard Oil nuld die Shell haben sich an der aus der Stiniles-Liqllldationsnrasse übrig gebliebenen, jetzt Deutsche Gasolin A. G. firmierende «Gesellschaft zusammen mit der -I. G. beteiligt. Man hört von Verhandlmrgen der leitenden Direktoren der $. G. in Amerika mit den Vertretern der Standard Oil. Es bereiten sich jedenfalls äuf biefem Gebiet sehr bedeutungsvolle Ereignisse vor, die wahrscheiillich scholl in den nächsten Jahren dem Betriebsstoffgeschäft ein Gepräge geben werden, -das selbst Optimistei'i vor einein Jahr noch nicht für möglich gehalten hätten. Hcva'bsetzuug der EKkontierungSgelbüHk bei der Oestevr. Mtionalhank. Ter Generakrat der Oesterreidüschen Natiouc.lbant h..t in feiner gestrignl Monatssihung beschulen die Eslotttiernngsgebichr für zwelsirmige Wechsel mit-einer mehr als 30tägigen Laufzeit von 1 Prozent ans lh .Prozent mit Wirksamkeit vom 23. d. M. herabznsetzen. Berchattdkllngeu über die Biersteuer. ,Finanizminister Dr. K i e n b ö ck nahnr gestern die Besprechungen mit den Miihrern der sozialdemokratischen Partei über die Landesgetränkeabgaven wieder auf. Ts wurde eine eingehende Erörterung des umgearveiteten Gesetzenttvurfes gepflogen und insbesondere die Höhe des Erfordernisses für die außerordentlichen Notstandsunterstützungen, zu dessen Deckung die Landesgetränkeabgavell zunächst bestimmt sind, dnrchbeiprochen. Die Fortsetzung der Verhandlung ist für einen der nächsten Tage in Aussicht genommen. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über: Hahbach u. Ravensteiner, .Arnold F l e i s ch n e r, Leo C e n o w e r, Blusen- und Kleihererzeugung, Josef Jndhk, Levensmittelhändler, Saum und Heinrich Ellenbogen, Modistin, bezw. Handelsagent, alle in Men. Die Wiener SpevttionSfirma Caro unch Jellinek, die dsm Konzern der Angloiöank angchörre und von der Kreditanstalt übernomon wurde, geht, wie wir erfahren, m den Besitz der Leternnten holländischen Transportfirma Lassen u. Co. in Rotterdam Mer, die die Wien der Caro u. Jsllinclk A. G. Wernehmen und deren Unternehmen als Filiale ihres NiLtterdamer OllschäfteS weiberführen wird. Die Dividendou der GasiMche« KsrpMven Pettvwum A. G. Die Mcheraufnahme der Dldidendeiitzahlung bei dsr Galizsichen Karpathen Petrolleum A. G. sicht, wie wir erfahren, unmittelbar bevor. Im Novemiber soll eine Gonevalvsrisanrmlung statsiinden, wMv die Ausschüttung einer Dipi«

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