Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2746 (18.10.1926)
- Date
- 1926-10-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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GMe 4 Mett, Mottkey D-O«sr MsWM-ettMs iS. DkWtzk 1N6 Idr. 3746 Sin «euer Punktgewinn Hakoahs. 1:1 V:1) gegen Wacker. Sales Spiel der Wischen Mannschaft. :stc"-Pjc /. .»-'«i-auer. GchiedSrichter tz. Neumann. Wacker: Brazda; Capek, Jelinek; Brinek, Resch, Je-strab; Machhörndl. Rappan, Kuthan, Aigner, Schröder. H akoah: Fabian; Scheuer, Gold; Fried, Wegner 1, Stroh; flankt Katz zur Mitte und Wortmann köpfett ins Retz. Eine zweite Flanke, von Kah landet bei Fischer, der unbchinunr> sendet ntit scharfem Schutz zwischen die Pfosten. Nun Katz. Bernstein, Wortmann, Fischer, Die Hakoah überraschte durch ein wirklich gutes Spiel. Es geht entschieden wieder aufwärts mit der jüdischen Mannschaft. Das gestrige Ergebnis ist mehr als ein Punktgewinn, denn die Meidlinger bilden derzeit ein ziemlich ausgeglichenes Team und sind in der Spitzengruppe zu finden. Das unentschiedene Resultat Hakoahs war aber nicht ^urch Abwehr erzwungen, sondern Haßaah führte noch eine Viertelstunde nach der Pause und .. hatte bis dahin die Jmüotive. Im -Felde zumindest ebenbürtig, wenn-nicht überlegen, waren die Blau-Weißen gestern auch vordem Tore gefährl.i che r als ihre Gegner und arbeiteten sich die besseren Chancen aus.. Allerdings - wurden solche auch mehrmals -vergeben, während -Wacker die einzige ausgesprochene Situation auch zu-einem .Treffer ausnützen könnte. In der letzten halben Stunde waren dann, die Meidlinger im Borteil, ihre Dauerofsensioc scheiterte aber an der glänzenden Verteidigung der jüdischen Mannschaft. Hätte Hakoah gestern einen vollwertigen Sturm besessen,. eine größere Niederlage der Meidlinger, die übrigens auch das unentschiedene Ergebnis mit Glück erreichten, wäre unvermeidlich gewesen.- Doch gab cs im Sturm der jüdischen Mann« schuft zwei schwache Punkte, der eine war wieder der Mittelstürmer B o r n st e in, der außer einigen Wendungen den Beweis seiner Eignung noch nicht erbringen konnte, der zweite war überraschenderweise Fischer, Eine sogenannte sichere Chance vergab er, außerdem zeigte er im Felde eine derartige Zaghaftigkeit,- daß der Angriff durch ihn stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. So konzentrierte sich das Schwergewicht des Hakoah-Sturms auf der rechten Seite, wo zunächst Satz eine hervorragende Leistung, daS - beste'Flügslftürmersprel des Tages, lieferte. Heß unterstützte ihn ausgezeichnet und war auch sonst der lebendigste Mann. - Wortmann wurde iricht viel beschäftigt, er wirkte durch bestehende Details und erzielte ein prächtiges Kopstor. Wegner 1 war mit großem Eifer bei der Sache und hielt sich gegen Reschrecht gut. Fried bewältigte wieder ein größes Pensum mit Erfolg'und St r o ß wies bereits große Formverbesieruug auf. Ein hervorragendes Paar bildeten Sch'eüer und Gold, an denen Mackers Angriffe zerschellten. FaHran'bekam nicht viel Arbeit, 'in einigen Situationen zeigte er: seine Kunst.' Knapp bar der Pause verletzte er sich Bet der Abwehr und -trat dann hinkend an. Pen Treffer hätte er möglicherweise in gesunder Verfassung gehalten. , Die Meidlinger enttäuschten eigentlich. Weder Kickand Rush-System noch Kombination war zu bemerken. In der unmittelbaren Verteidigung, in Re sch und Kuthan, hatten.sie die besten Leute. Der renovierte Wacker-Platz präsentierte sich mit dem schönen Rasenboden in bester Verfassung. Der neue Schiedsrichter-Hans Neu mann zeigte sich gleich bei seinem erstklassigen Debüt gleichfalls als „Internationaler".' Seine Entscheidungen waren treffend, übrigens wurde das Spiel bis auf einige Derbheiten Jestrabs, der Katz anders nicht gewachsen war,. fair durchgesührt. Anfangs gibt es einen Korner für Hackoah, dem auch bald eine Ecke für Wacker folgt, Äüach. gleichmäßigem Spiel in der Feld mitterammen die Hckkoah-Mrme-r einigemal vor das gegnerische Tor, wo verschossen wird.. Schließlich kann Re.sch aus großer. Entfernung einen herrlichen Schuß anbrinaen, den Fabian sicher hält. Haikoah erzielt hintereinander drei Korner, die nichts einbrrngen. WiÄ>ec bekommt Fabian Arbeit, deren er sich sicher erledigt. Nach wiederholten vergeblichen Airgriffen Hockocchs dert vor dem Tore steht und vergibt. Nach der Pause humpelt Fabian mit Mühe auf feinen Platz, Hakoah ist gleich in Front; daS dauert bis zur 16. Minute. Da erhält Schröder den Ball in unmittelbarer Tornähe und schießt ein. Die Meidlinger drücken fetzt stark, doch. Hakoahs Verteidigung leistet ganze Arbeit. Fischer kann sich nicht durcharbeiten und die Last des Angriffes ruht hauptsächlich auf Heß und Katz. Ein unheimlich scharfer Schuß von Heß, der Wer» raschend abgegeben wurde, springt von der Querstange ab ins Feld. Es kommt wiederholt vor beiLen Toren zu kritischen Situationen und noch wenige Minuten vor Schluß schießt der durchlaufende Katz diapp vorbei. Die letzte Minute gestaltet sich aufregend. Kuthan scheint allein aufs Hakoahtor zu gehen und Schröder,: der den Ball erhält, bietet sich wieder eine Gelegenheit. Im Gedränge wird zum Korner abgowehrt und erst der Schlußpfiff befreit Hakoah von der Bedrängnis. Das Spiel der Reserven gewann Wacker 2:0. Rapiv-Simmering 2:2 (1:1). Rapid-Platz. Schiedsrichter Zwicker. 12.000 Zuschauer. Rapid: Griftner; Solil, Czefta; Richter, Smhstik, Madlmeyvr; Wondrak, Kirbes, Vsole'k, Wesselhk, Wessely. Simmering: Aigner; Hauswirth, Musil; Kliwitsch, Kurz, Dumser; Danis, Hovwath, Zillbauer, Viertel. Je länger das Spiel dauerte, desto häßlicher wurde es. > Die Spieler arbeiteten mit unfairen Mitteln und das Hütteldorfer Publikum trug das Seinige zur Verschärfung dgr Stimmung bei. Vor der Pause zeigte Rapid eine gewiffo Uoberlegcnheit, /wurde aber dann zusehends schwächer. Die Einstellung Vsolek § a l S M ti tel ftii r m e t bewähr t e sich nicht. Bei beiden Mannschaften arbeiteten, äie Verteidigungen recht gut. . .. Zuerst ist Simmering durch P i e>r t eI erfolgreich. Solil stellt durch Elfer, den Kurz an Vsolek verschuldet, den Ausgleich her. Mit einer Ueberräfchung beginnt die zweite Hälfte. Hovwath sendet sofort ein. Siminernrg ist nun dauernd, überlegen, doch schließlich kann sich'.Rapid frei machen und Kirbes placiert in der 30. Minute einen Prachischuß. ■ Gleich darauf wird Dumser auSgeschivssen, doch auch.mit zehn Mann kann Simmering das Spiel offen halten. B. A. 8—Slovan 1- 0 (1: ly. Die Brigiitenauer bewiesen gestern, daß sie nicht, nur zu Hause unbozwinglich.sind. Auch auf fremdem Boden stellten sie ihren Wann und siegten gegen die Tschechen nicht unverdient. Ihre größte Stütze war der Tormann Köhler,; der den H a up tair t ei>I a m,Siege hat. Der Kampf wurde zeitweise scharf. Bei gleichmäßigen Chancen gelingt es W i mmer, unmittelbar vor der Pause, nach einem Korner das einzige Tor zu erzielen. Me Anstrengungen Slovans vereitelt bis zum Schluß dor Brigiitenauer Tormann. Sportüab—Memm 4:2 (1:1). Verdienter Sieg der Dornbächer' gegen die matt spielende Vienna,'der Blum an allen Ecken und,Enden abging. Sehr schwach arbeiteten bei den Döblingern S eu ff ert und Kaller. Beim Sportklub führte, sich Zeliuka von Gersthof gut ein. In der achten Minute vermag Gschwe idl eine schöne Flanke Seidls zu übernehmen und mit placiertem Schuß die Führung bewerkstelligen. Bulla schießt in günstiger Position an die Stange. Dann übernimmt der Sportklub das Kommando. Nach einigen «resultatslosen Ecken gelingt es Piliwein, einen von Maresch zu schwach abgewehrten Ball zum Ausgleich zu verwerten. Nach der Pause kommt Z elinka in der 14. Minute zwischen den Verteidigern durch tauschen Ludwig und Seuffert die Plätze. Die Vienna venrüht sich mit allen Mitteln vorzukommeu und tatsächlich vermag Bulla nach einem schönen Freistoß Rainers, den Gdi nur kurz abwehren kann, einzudrücken (30. Minute). Der Ausgleich bleibt aber nur eine Minute bestehen. Schon in d^r nächsten Minute verschuldet Rainer Hands im Strafraum und Teufel verwandelt den diktierten Elfmeter sicher.-Drei Minuten vor Schluß beendet Hötz nach einem glänzenden Solo den Trefferreigen. Ein guter Schiedsrichter war der alte Rapibspieler Grundl. 5000 Zuschauer. F. «. S.—AndolsMgel 4:5 (5: l). Das Können der Floridsdorfer genstgte trotz einiger Versager, um die im übrigen aufopfernd spielenden Ruidolfshügel- Leute mederzuringen. Die Favoritener erreichen durch G o l ubitz die Führung, Eder gleicht auS, Petz und Parofsky erhöhen den Stand. Ein Elfer gibt Rudolfshügel Gelegenheit, einen Treffer aufzuholen. Parofsky stellt aber mit Kopfschuß das Endresultat her. Schiedsrichter Kaufmann, 3000 Zuschauer. Der Stand der Meisterschaft der ersten Klasse. 1. Brigittenauer A. C. (6 Spiele, 11 Punkte) 2. Admira (6,10)» 3. Simmering (7, 9), 4. F. A. C. (6, ff), 5. Wacker (6. 7), 6. Rapid (6, 7), 7. Vienna (6, 5), 8. SporMub (6 5), 9. Hakoah (6, 4), 10. Slovan (6, 3) 11. Rudolfshügel (6, 2), 12. Amateure (6, 2), 13. W. A. C. (2, 0). AneRledrrlage der Amateure i« Budapest. Hungaria gewinnt 2:1 (1:1). : Die Begegnung Amateure—Hungaria (M. T. K.) brachte den Ungarn einen glücklichen Sieg. Die Wiener, die ohne Tandler antraten, hatten gleich viel vom Spiel, doch versagtet! im Sturm Mlinarik und Wieser. Auch Cutti war schtvächer alR sonst. Bei den Ungarn schied Orth in der 36. Minute aus. In der 30. Minute verwandelte Wieser einen Elfmeter wegen Hands, doch gleicht Jenny acht Minuten später aus. Einen zweiten von Wieser geschossenen' Elfer nach der Pause hält Kropacek. Der sieg bringend e Treffer M sechs Minuten vor Schluß durch den Mittelläufer Hungarias Kleber. 10.000 Zuschauer wohnten dem vom Präge' Schiedsrichter Matura gut geleiteten Spiele bei. Jzso Gansl schwer verletzt. Im gestrigen Meisterschaftsspiele Sturm gegen Hakoah in Graz, das Sturm 3:0 (0:0) gewann, wurde, wie aus Graz gemeldet wird, der alte Internationale Hakoahs Jzso Gansl schwer verletzt. Bei einem Zusammenstoß mit einem gegnerischen Spieler erlitt er einen SchienvEinbruch und mußte ins Spital geschaffen werden. Gansl, der in der letzten Zeit durch eifriges Training wieder in Form gekommen war, war dazu ausexseh'en, wieder den Angriff der Wiener Hakoah, die er von der zweiten in die erste Klasse gebracht hat, zu' führen. Kommenden Sonntag hätte er im Herausfordernngsspiel gegen Rapid um den SilberöaM bereits in der Wiener indischen Mannschaft debütieren sollen. Die Meisterschaft der zwöiten Klasse: Hertha—Nicholson 6:0, Vorwärts 0b—Germania 3:1, I. A. F.—Gersthof 3:2, Neubau—Bewegung 20 5:1, Viktoria 21—Donau 4:1, Wiener Sportfreunde—Gewegungsspreler 2:1. Avmira spielte gestern das Netourmatch gegen Bata (Zlin) und konnte nach 2:0-Fühvung vor der Pause nur ein 3:3-Re!suliat gegen die tüchtigen Äffchechen erreichen. Die Cricketer schlugen den Lintzer A. S. K., der oborüsterreichtscher Fußballnielster ist, 4:1 (2:0). Das vusstsche Team siegte gestern in Wiener-Neustadt gegen ein nlederösterreichischcs Ärbeiterteam bei gleichwertigem Spiele 4:3. Die Meisterschaftsspiele des konrmenben Sonntags sind: Simmering—-Amateure (Simmering), W. A. C.—Slovan (Prater), Nudolfshügel—Wacker (Favoriten), B. A. C.—Sportklub (Brigittenau), Aldmira—F. At C. (Hohe Warte). Außerdem findet auf dem Rapid-Platz das Freüsidschaftsspiel Hakoah gegen Rapid statt. Die Vienna spielt in Budapest gegen F. T. C. In der Hocköymeisterschaft gewannen die AnMteure gegen Hakoah 1:0 durch ein Eigentor der Blauweißen. Das Spiel: der Reserven gewann die jüdische Mannschaft'3:1.' In idon Damenspielen gewann Hakoah gegen V. f. SB. 4:0. Dr. Peltzers Weltrekovdvrrsuch über 1000 Meter, den er gastexn in Hamburg unternahm, gelang zwar nicht, doch konnte der Weltmeister den deutschen Rekord mit der Zeit von 2:27^4 verbessern. ' - > Hakoah^Leichtathletirsektion. Mittwoch, den 20. d. M.. um halb. 8 Ilhr, Vollversammlung rm, Klubheim. Theater von heute Brrrgtheatev: Basautasena v,8 StaatSoper r Turandot. v,8 Akademielheater: Die Durchgaugorin 1/a8 Deutsches Volkstheater: Jaust 7 Kammerspiele. Kopf oder Schrift 8 Theater md.Wie«: DieZtrkusprinzessin »/,8 Johann-Strauß-Theater: Adjeu Mimi! 8 Raimund-Theater: Das Schwalbennest */£ Renaiffunee-Bühne: Villa Adelheid 8 Theater in der Jofefstadt r Fannys erstes Stück Stadtthegter: Wien, lacht wieder 1 »/,s Modernes Theater: Die Art sich htno 4Wbe». . .. / . 8 Wiener Bürgertheater: Das Land der . Liche' .8 Lnstspiel'Theater: Die letzte Warnung '^,8 Jüdisches ftüustlerkabarett (Cafe Aftor), 2. Bez., Praterstr. 60: Dar Pensionsmädel 8 Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 12: Die rumänische Chasyne 8 L Variete »Reklame": Komm' mit. W >» WW » M SS ji WM ■ S I Bücher 1 Für S 2.90 Wochenralsn 6885 erhalte» Sie Mtanvolinen. Gttarreu, Lauten.Sarmo» nikas, Zithern, Ätoltnen, Blasinstrumente, Gram, mophone sowie Radioapparate ln feinster Ausführung. «Mil »IM VII., «urggakfe 1»9A. iGEFLÜGEL i ■; ■ ■!! garaRtlert täglich frisch Il S ■ bei K6LLHANN “ « IX« HAHNGASSE 20 S Buchhandlung und Antiquariat Hermann Tuchner, Wie», II. 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