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Wiener Morgenzeitung · 1926-10-09 · Heft 2737 (9.10.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2737 (9.10.1926)
Date
1926-10-09
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Gelte W Wien, <NMSK»g MM» « iRnR/ Rr. 2-37 Sportnachrichten. Abreise Sgo« Pollak» nach Amerika. Herrte nm hakb 2 Ufjf vom Westb-cHnhof. Ein alter Hakoahner verläßt Wien. Egon Pollak tritt ^nte in Begleitung seiner Fran die Reise nach Amerika an, imr sein Engagement bei den N e tv h o r k e r G i a n t s zu erfüllen. Am 12. d. M. schifft sich das Ehepaar auf dem „Leviathan" ein. Pollaks Mgang berührt doppelt schmerzlich. Nicht nur, weil er die erste Kampfmannschaft empfindlich trifft. Ein Stück Alt-Hakoah zieht fort, ein mittätiger Zeuge einer großen Entwicklung von einundeinhalb Dezennien, einer, dessen Kindheit und Reife mit dem Klub verknüpft ist, der mehr ist als ein Verein. Denn Hakoah ist das Produkt von Idealismus, Jugend und Begeisterung, und ein echtes Kind dieser jüdischen Mutter, an der ihre wahren Söhne zeitlebens mit dem Herzen hängen, ist Egon Pollak. Neben dem unverwüstlichen Scheuer ist er der letzte aktive Träger des Hakoah-Gedankens, fast von Anbeginn an einer, der die alte Hakoah-Tradition in noch ungebrochener Vollkraft verkörpert. „Gitschi", ein Nom de guerre, den viele Tausende kennen, kam 1911 als Zwölfjähriger in die Schülergarde Hakoahs. Schon damals fiel er auf, denn wie jeder echte Spieler beherrschte er schon als kleiner Junge das ganze Repertoire des Fußballs. Bald gelangte er in die Reserve, dann während des Krieges in die damalige „Erste", und figuriette als erster Ersatzmann der Mannschaft, die sich den Aufstieg in die erste Klasse erkämpfte. Mit Maxi Grünwald und Häusler bildete er in der Reserve ein ideales Jnnentrio. Seit der Erstklassigkeit Hakoahs ist er ständig in der ersten Mannschaft zu sehen, in der er als Allroundspieler fast alle Positionen bekleidete. Pollak ist Bankbeamter und hat es bis zum Vorstandstellvertreter gebracht. Als einer der letzten wurde er Professional, als der Abbau auch ihn ttaf. Er hat an allen großen Ereignissen der Hakoah- Mannschast teitgenommen, alle Tourneen mitgemacht und war in den letzten Jahren bei stets gleichmäßiger Fornr der am meisten beschäftigte Spieler. Auch internationale Ehren wurden ihm zuteil. Im Jahre 1922 heiratete er. Seine Gattin ist Absolventin der Wiener Hochschule für Musik, und eine hervorragende Pianistin. In diesem Jahre spielte er im österreichischen Team gegen die Tschechoslowakei in Prag und war dann noch öfter in repräsentattven Kämpfen tätig. Er ist auch Besitzer der Spielermedaille des österreichischen Fußballverbandes. Die Wiener Spielerunion, deren Vizepräsident Pollak ist, hat ihn jetzt durch die Verleihung des Titels eines Ehrenvizepräsidenten ausgezeichnet. Pollak zieht nicht leichten Herzens. Denn ein echter Hakoahner hat eigentlich den Verein noch nie verlassen. Die jüngsten Abwanderer waren zumeist Zugvögel aus fremdem Milieu. Sie leisteten ehrliche Arbeit für das, was ihnen der Verein gab. Beide sind quitt. Pollak hat immer mehr gegeben, als seine Pflicht war. Für die Schwere der Zeit sind die Kräfte Hakoahs zu schwach. Dr. Körner konnte Aufopftrungswillen und Kampfgeist den Kielern einflößen, die wirtschaftliche Existenz kann er ihnen leider nicht sichern. Pollock scheibet, um in glücklicheren Regionen seine Pflicht zu erfüllst. Er geht nicht bei Nacht und Nebel davon, sofern verläßt Wien und Hakoah gewissermaßen offiziell und mit deck Rühme fünfzehnjähriger erfolgreicher Hingabe für die Propaganda einer neuen jüdischen Jugend. Darum begleiten ihn die besten Wünsche aller Hakoahirer und Freunde. AN. Die Fifa gegen Amerik«. In der gestrigen Sitzung des Allgemeinen österreichischein Fußlballbundes teilte Bundeskapitän Hugo MeiSl mit, daß die Fifa ersucht habe, die Namen der Kontra ktbrüchi« gen bekannt zu geben. Meisl konnte nur Kalman Konrad angeben, da Hakoah keine Anzeige erstattet hat. Die Fifa wird in Amerika intervenieren. Sollte kenne befreigande Regelung der Spielevwanderungen erfolgen, dann wird die Fifa weitere Reisen von Mannschaften nach Amerika verbiete:' Generalversammlung sieS iitvtfchen Sport- Verbandes Montag, um ^48 Uhr, findet die ordentliche Generalversammlung des jüdischen Sportverbandes im Cafe vabsburg statt. Die Borstandsmitgliedek haben sich bereits eine Stunts früher einzufinden. Jeder Verein entsendet einen stimmberechtigten Vertreter. Die Generalversammlung ist um %9 Uhr auf jeden Fall beschlußfähig. Sport in Kzernowl«. (Von unserem Korrespondenten.) Hakoah siegreich. — Jahn verliert einen Punkt. Die letzten Spiele brachten im Stande der Meisterschaftstabelle keine Veränderung. Jahn führt weiter vor Hakoah, dann folgt I. A. S. K., der fein heutiges Spiel gegen Gwiadza 4:0 leicht gewönnen konnte. Jahn mußte froh fein, aus seinem Spiel gegen Dragosch Voda einen Punkt zu retten. Der einzige Treffer Jahns fiel aus einem Elfer. Ein Penalty gegen diese Mannschaft, der vollständig berechtigt gewesen wäre, wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben; allenfalls hätte Dragosch Voda den Sieg verdient. Hakoah konnte die beiden Punkte aus dem Spiele gegen D o w b u s ch mit schwerer Mühe ins Trockene bringen. Limmerinser Sportplatr III., Lebersiraße StraSenbahnllnlen F, 71, 74, 118. Morgen Sonntag, den 10. Oktober, 10 Uhr 10 Min. vorm. (20 Minuten Wartezeit): 100 Einziges Meisterschaftsspiel IM lisfenM HaM Jsimmnsclült—Sintrlog Jangm tirni. Sie verdanckt den Sieg vor allem der Schußunfähigkeit der Ukrainer, die eine technisch schwache, dafür aber robuste und schnelle Mannschaft stellten. Beim jüdischen Verein spielte am Vesten Torten, der am linken Flügel eine glänzende Leistung vollbrachte. Wäre er mehr beschäftigt worden, so wäre das Spiel noch besser ausgcgangen. Nächst ihm ist die Verteidigung Hirsch, H e r s ch k u, Sommer hervovzuheben, die den Sieg ihres Vereines sicherten. Die Halfreihe war diesmal schwächer als sonst, weil sie körperlich den Anforderungen nicht entsprach. Im Sturm war außer Dorten noch Eckstein annehmbar, alle anderen arbeiteten schwach. In der ersten Hälfte erzielte Eckstein mit herrlichem Schuß ein Goal, dem nach der Pause Freiberg das zweite anreihte. Schließlich konnte der Hakoah-Tormann einen Elfmeter halten. Malkabi war spielfrei und wird sich nächsten Sonntag mit dem heutigen Gegner Hakoahs messen können, wogegen dann wieder Hakoah pausiert. Das Vafö-Spiel gegen Rnfrlmid. Heute um Hab 4 Uhr findet auf dem Rapidplatz in Hütteldorf das Spiel des Teams des Arbeiter-Fußballverbandes gegen eine russische repräsentative Mannschaft statt. Fritz Brandstetter, der Bruder des alten Internationalen SePPl Brandstetter, ist nach langem Leiden im Alter von 34 Jahren gestorben. Er war früher,' gleich seinem Bruder, für Rapid tätig. Hakoah (Leichtathlctiksektion). Zu den: morgen um %10 Uhr vormittags stattfinde irden WAC.-JngendineeNng wurden genannt: Hochsprung: Schechter, Hoff: 800 Meter: Spielmann, Dischl, Glaser, Fischer; Kugelstoßen: Rosenfeld, Schechter; 60 Meter: Brotter, Zinn, Broth; Diskus: Schechter; Weitsprung: Goth, Schechter; Speer: Rosenfekd, Schechter, Tichler III; 10 mal 100 Meter: 1 Staffel; W u r fd r e i k a m p f: Schechter; 4 mal 100 Meter: 2 Mannschaften. Am Borgabelauf Dr. Peltzers über 1000 Meter nehmen vom S K. Hakoah Blödy und Engel teil " Au. den Vereinen. Bar Kochlia. Damenhandball. Morgen Wettspiel der ersten Mannschaft gegen S. C. Post, um halb 4 Uhr auf den: Donau- Platz (Linie Ak bis Endstation). Hechawer. Heute, um 8 Uhr Versammlung im Cafe Franz ensbrücke", 3. Bez., Radetzkystr. 31. Die erste Mannschaft spielt in der Meisterschaft gegen Leopoldst. Kicker nm 10 Uhr auf dem Polizeiplah. Vorher die Reserven. Mittwoch, ab 2 Uhr. Fützballttaining (Taubstunrmenplatz). — Ping - Pong. Es wird eine Klubmeisterschaft ausgetragen. Nennungen bis längstens Samstag, den 16. Ott., ber Herrn Zuckerkand! oder Spira. Beginn der Klubmeisterschafr Dienstag den 19. d. Jüdische Sportvereinigung. Morgen Wettspiel mit zwei Mannschaften, um halb 2 Uhr und halb 4 Uhr auf dem Feuerwehr-Platz statt. Kadimah. Morgen um 10 Uhr Meisterschaft gegen Rasensportfreunde auf dem Hakoahplatz. Zusammenkunft inn 9 Uhr im Klubheim. Libanon. Morgen, um halb 9 Uhr abends, Vollversammlung im neuen Klubheim Kaffe Piffl, 2. Bez., Franzensbrückenstr. Nr. 1. Täglich Ping-Pong und Schach. Gäste willkommen. Mittwoch, den 13. d. M. Fußballtraining am Taubstummenplatz. Zion. Morgen, um 8 Uhr früh, Werspiel der Schülermamischast gegen Amateur-Schüler in St. Veit. Treffpunkt ¥t8 Uhr Schwedenbrücke. Um hälb 12 Uhr spielt die Reserve gegen Wiener Sportvereinigung auf dom H. A. C.-Nordstern-Platz. Treffpunkt haw 11 Uhr Schwedenbrücke. * Theater von heute Burgtheater: Don Kariös 7 Staatsoper r Der Troubador V,8 Akademietheater: Die Durchgängerin V28 Deutsches Volkstheater: College Crampton 8 Kammerspiele: Die Nacht ist unser 8 Theater a. d. Wien: Die Zirkusprinzessin ¥28 Johann-Strauß-Theater: Adieu Mimi! 8 Raimund-Theater: Das Schwalbennest ¥28 Renaiffanee-Bühne: Justiz 8 Theater in der Josesstadt r Regen V,8 Stadttheater: Wien lacht wieder! V,8 Modernes Theater: Die Art sich hinzugeben ... 8 Wiener Bürgertheater: Das Land der Liebe - 8 Carltheater: Teufelskäthe V-8 Lustspiel-Theater: Komtesse Guckerl 8 Jüdisches Künstlerkabarett (Cafe Astor), 2. Bez., Praterstt. 60: Mojsche Telebendig 8 Jüdische Bühne, 2. Bez., Taborstraße 12: Die rumänische Chasyne 8 Variete „Reklame": Wiener Bilderbuch 7a8 RADIO-PROGRAMM Samstag, den 9. Oktober. 16 Uhr 15 Min.: Nachmittagskonzert. Nedbal: Die Winzerbraut. — Suppe: „Flotte Bursche". — Dowell: An das Meer. — Puccini: Arie des Cavaradossi aus „La Tosca". — Verdi: „Rigoletto".' — Freire: Eilala. — Granichstädten: Das ist ein Wein, mit dem bin ich per „Du". — Fiebrich: Vom wunderschönen Wien. — Stolz: Parfüm dämour. — Eysler: Charleston aus „Land der Liebe". 18 Uhr: Herbstlese und Winzerkranz. 19 Uhr 30 Min.: Orchesterkouzert des Wiener Symphonieorchesters unter Leitung von Prof. Rudolf Nilius. l'. Joh. Heinrich Schmelzer: Sonate con aria zu der kaiserlichen Serenade (1672). 2. o) I. Haydn': Menuett in F; b) W. A. Mozart: Deutscher Tanz mit dem Trio „Die Schlittenfahrt"; c) L. v: Beethoven:. Contredanse. 3. a) Michael Pammer: Deuffche Tänze; b) Josef Lanner: Die Werber, op. 103; c) Joh. Strauß (Vater): Radetzkymarsch, op 228. 4. Franz Schubert: Deutsche Tänze. Vom Stadtschulrat konzess. 11401 Klavierschule ROSA BARON iias dertQlmnls unsere» Erfolges. Eine Kunde empfiehlt die anvere .'Warum? /£aQen&er% 5. Joseph Strauß: Dorfschwalbenwalzer. 6. Carl Zeller: Ouvertüre. 7. a) Jos. Hellmesberger:Gavotte; b) Joh. Schrammel: Künstlermarsch: 8. a) Franz von Suppe: Lautenlied aus „Die schöne Galathe"; b) Carl Millöcker: Gesang. 9. a) Jos. Strauß: Frpuenherz; b) Joh. Strauß: Polka schnell. — Ueberttagung des Jazzband aus dem Hotel ' „Bristol", Wien. II., QroBe Schiffgasse 19 / Tel. 43-148 Grnpßenand ElöZiIanteriicbt, DebaqgtnSBlicbkoit „OLLA" GUM..? Vollste Sicherheit garantiert bei größtmöglichster Zartheit ttonftursoiissdirelDjing. “ Bei der Israelitischen Kultusgemeinde in Skoczöu) kommt der Bosten eines Funktionärs zur Besetzung, welcher die gesetzlichen £|gensdialten besitzt, sämtliche Rabbinatsfunktionen auszuübe», den «eligioiisunteiridii sowie den Unterricht in der hebi bischen Sprache zu erteilen. Derselbe muh die polnische Staatsbürgerschaft besitzen sowie vollkommene Kenntnis der polnischen und deutschen Sprache in lüorl und Schrift. Bewerber mit der Eignung zum Uorbeien haben den Vorzug. Die Regelung der Gehaltsfrage sowie .die des Amtsantrittes bleiben der Vereinbarung Vorbehalten. : ' Die gehörig instruierten Gesuche sind bis längstens 25. Oktober 1, 3; an den Vorstand der „Israelitischen Koitusgemeinde in Skoczöw“ zn richten. Skoczöw, den 4. Oktober 1926. Der Vorstand, 3087 Autoand Motorradlohrsdinle RUMPLER vom Landesschulrat genehmigt III., Marxergaffe »t»-»» Tel. 90-Ü-67 und V5-S-38 Filiale: VI., Mariahilferstr. 49, Telephon 41 »21 Verlangen Sie Prospekte I Zwei tüchtige, brave Agenten, für Rai enge schüft geeignet, werden gesucht. - Freie Wohnung. Mark. Scheter, Klagen- .turt. St. Ruprechterstraß« 32. . 11464 An Blick auf Zhr BelieiMnaskouto wird Sie belehren, daß Sie dafür zirka 7t) Prozent mviel bezahlen. Darum kaufe» Sie sich eine KK0NpkINr-Petrolgasmaschine Ckein Peiroleumofen) und dl« täglichen Ersparnisse verwinden Sie für sich. 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