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Wiener Morgenzeitung · 1926-09-29 · Heft 2727 (29.9.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2727 (29.9.1926)
Date
1926-09-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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—>!-»■ M|tÜMluft M SM G-W « DaWerftamm, & Bezirk, VereinSftiege 4/7, täglich zwischen 3 bis 4 Uhr nachm., nttt ÄuSnahme von Samstag und Ferextagen, entgegengeuommen. ReESff»»«- »er hMrüWe« SchsA i« t Bezirk. Die ^onistiScheBezirkSfektion Leopoldstadt, ZirkuSgakse 33, gibt nrnd, daß die Einschreibungen in die wiedererSffnete hebräische Schule für Kinder und Erwachsene, für Anfänger und Borgeschrtttenc, täglich mit Ausnahme von Samstag und Feiertagen von 4 bis 6 Uhr nachmittags und von 7 bis 8 Itzr abends vorgeuommen werden. Um allen Kreise« die MdglEeit zu geben, gm Unterricht tettzunebnien, wurde dos Gchnlgeld mit nur 2.60 SchiMng festgesetzt. Bühne und Kunst. Re nene «an der Wiener Kammersviele. Der Knltnrbnn» und die neue Direktion Wentzler. — Die heutige vrmrfführimg von Lenaus „Faust". Schon die Tatsache an sich, daß ein Wiener Theater, welches ein e in Hai-I ah-re geschlossen war, wieder geöffnet wird — nicht als BertriebSstelle für Wiener Operettenmanufaktm:, sondern als Sprechbühne mit sehr ernstem, durchaus literarischem Programm — ist zu begrüßen. Wir haben bereits berichtet, daß der neue Direktor Wentzlerin BerbirÄmng mit dem Kulturbund steht und dessen Programm iet Schaffung eines »Thea t e r S d e r G ege n 4v a r t" zu vevwirMchen bestrebt ist. In einer Pressekonferenz, die gestern aus Anlatzid« h e u t i g e n G -r S f f n u u g der Kammevspiele stattfand, berief sich Herr Dr. Friedrich S ch r e y v o g l, der namens deS Kulturbundes sprach, auf die wiederholt von ihm publizistisch vertretene Idee der Schaffung eines geistig aktive«Theaters als Gemeinschaft der geistig Intern essierten. Dieser Zweck soll durch die Theatergem 11 n d e d es Kulturbunde s erfüllt werden. Gegen die bloße (allerdings bindend und schriftlich Abgegebene) Verpflichtung, zwei Vorstellungen im Monate zu besuchen, ist der Eintritt in diese Dheatergemeirttw zu vollziehen. Jedes Mitglied erhalt ein Heft, das nach MonatsfarBen. gesondert zwei Karten für jeden Monat enthält, die an einem beliebigen Dag und zu einer beliebigen Vorstellung den Bezug der Eintrittskarten zu wesentlich ermäßigtem Preise ermöglicht. Di« Mitglieder der Theatergemeinde des Kulturbundes haben auch zu Vorzugsbedingungen das Recht, der großen Vortragsreihe beizuwo^ren, welche der Kulturbund veranstaltet. Führende Persönlichkeiten des eurrchäffchen Geisteslebens werden am Bortragspult erscheinen, unter denen Herr Dr. Schreyvogl Hermann Keyserling, Martin Bub er ruü» Paul Dalecry besonders hervorhebt. Heber den ^nelplay Äs sellchen, insbesondere die UrauMhrungen und die Gastspiele fremdsprachiger ErvsemUeS, haben, wir bereits eingehend berichtet. Dimcktor Wentzler sprach dann über die Motive, welche ihn bewogen h^öen, Lmaus »Faust" auf der Bühne zu ftlszenieren. Es ist der überhaupt erste Versuch, das D«ck deS österreichischen Dichters — fast 70 Jahre nach feinem Tode — von der DWhne aus auf das Piwlikum wircken zu lassen. Der Bearbeiter Schreyvogel hat wohl Umstellungen und Zusammenfassungen vorgenornmen, aber kaum 20 Verse hinzugofirgt. die für die Dramatisierung noiwendrg waren. A»s de» Aeußerungen beider Herren sprach künstlerisch« Ernst und BeranÄvoctungsgefuchl. Iw de» «erspielen findet heute, Mittwoch, den 36. d.» als EröffnunSvorstellung der Direktion WsnzLer Lee llrauGühvung von LenauS „fouff' 'tatt. Die «nLÄmwischen Gesandten sowie die Spitzen der Belörben «ü> GsseWschaft werden, bei d-isfsm als Festvorstellung pachten Abend vertreten sein. Beginn 8 Mr. Ende vierteln. 8io fffinbiges jSvisches Nester in Riga. Aus Riga wird uns berichtet: Das neue jüdische Theater wird im Theater „Palace'", das für diesen Zweck umgebaut wurde, untevgebracht werden. Mit den Arbeiten wurde bereits begonnen. Die Direktion wurde dem Schauspieler Abraham M o r e w s k i überfragen, der jetzt die Engagements für seist Ensemble durchfuhrt und zu diesem Zwecke mit den bekanntesten jüdischen Kunst-- lern und KunfÄerrnnen verhandelt. .Das jüdische Theater «HM, Wie wir bereits berichteten, eine staatliche Subve»!tlon von 260.000 Dollar Mr das Jahr. Da nunmehr das Wüsche Theater im eigenen Heim gesichert «scheint, hat die Regierung die erste Rate der Subvention im Betrage von 100.000 Dollar flüssig gemacht. Wbvaham MorewM. L« Leit« dieses neuen jüdischen Theaters ist eine starke künstlerische und geistige PeDMchiksit. Er hat seinerseits mit der „Wrlnaer Truppe" in Wien gastiert und während dieses Gastspiels auch vielbemerkte Dortrage über füdisch-litewrische PvMome gehalten. A-nm. d. Red.) Ans den Nattern. Devtsches BolkStheater. tzp ßlbäuderuua des Spiejptan-K heute, Freitag und Samstag »Die Schale dar Kokotten" mtt Leopoldine Konktantin. Stadttheater. Das große a» loO Personen «nsassende Persovol der Swdttheater-Rsv« »Wie« lacht wieder" ist durch we heutige Achkunft der Londoner GroteÄtänzeri« Mste ereivar ^rmd der epg^chen Girls vervollstLnSstgt worden. Burat he ater. DorrusrStog 48 Uhr „Med eo". Mo»- tag, 48 uhr ^Der LkpenkSnig und »er Me«fche«- feruo". Akade«iatheater. Dmmertt« % ^bie vchqs^e^ü.«". Mont«, Wut JSLiStl va» WBtWSt VdWgSADtkdAG Hv» Iu2aI aste Dhearer i« der tzsfefstadt. Somstag, dm S. Aw. der als RackmkttagSvvrMMg 4i M »Der Igel", Sei kleinen Preisen. Marti« BuSer «strd über Einladung bt£ Kulturbundes (VerbaM» Dr kulturelle Zusammenarbeit) Anstmg Oktober im neuen Äaal der Hofburg einen BortagSzyÜus veranstalte«. Am 2. Oktober spricht er über: »Leben wir in der Wirklichkeit", am 4. ÖktoSerr »Gandhis Ruf an dar Abendland", am 7. Oktober: »Der Seutia« Mensch und die Bibel". Meine Kunstnachrrchten. Unbekannte Briefe Leo T o l st o i 6 sind in den AÄhiven von Tula entdeckt worden. Sie stamme« aus de« Jahren 1870 bis 1880 und geben Aufschluß über dar damalige religiöse Leben des Dichters. Auch wichtige Daten über Tolstois Verfolgungen durch die russische Geheimpolizei first) in diesen Briefen enthalten. -— Die neugegründete italienische Akademie wird noch im Laufe des Herbstes eingeweiht. Der KLnigwivd die Eröffnungsansprache hakten und die ersten dreißig Akademiker ernennen. — Eine Ausstellung von Musikliteratur wurde m Berlin soeben eröffnet. Sie umfaßt die wichtigsten Werke der Musiktheorie, Musikgeschichte, Stimmbildung, Jnstrrunentenlehre, ferner über rhythmische Erziehung. Chorliteratur, und enthält auch eine sehr reiche Literatur über Musikerbiographien. — Das Hamburger Stadttheater ist nmh dem Umbau, welcher 18 Momüe währte, als Opernhaus wieder eröffnet worden. Der wuchtige, wohlgegliederte Bau, von den Architekten Distel und Grubitz «formt, «rächte bei der Einweihungsfeier (»Die Meistersinger") einen ausgezeichneten Eindruck. Serichtssaal. Ae Baron-Hirsch-Sttstnng vor Gericht. . Gae Nalorifi erungsklage der Peusio niste». In einem Saale der Zivillandesgerichtes ging er gestern erregt zu. Eine große Anzahl v«m greisen und gebrechlichen Personen fotzte gespannt dem Gang einer Verhandlung, in welcher zwei Lehr er und zwei.Witwen nach Lehrern die Baron- Hirsch - Stiftung «uff volle ValorisievUM ihrer Pension geklagt hatten. Der Klagevertreter Dr. O r n st e i n führte aus, daß Lehrern und Witwen nach Lehrern der Bcrron-Hirsch-Schulen m Galizien für eine jahrzehntelange Tätigkeit nach dem Prinzip »Krone ist Krone" lächerliche Beträge als Pen-, sionen bezahlt werden, Wohl werden vom Kuratorium der Stiftung g^viffe Beträge von 8, 13 und 20 SchMing monatlich gleichsam als Unterstützung oder als Vorschuß auf die zu erwartende Ähfertigung gegeben, was aber gewiß zum Leben lange nicht hinreiche. Den 5Lchrern sei die Pensionz «gesichert worden, sie sei als ein Unterhaltsbeitrag «uWlsehen nnd daher rm Sinne der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes zu^valorisieren, Zweck dieser Pensionen sei jedenfalls die A l te r s v e r s or g un g. Es wird in den 4 Klagen, welche die Vorläufer der Forderungen von noch 24 Personen sind, die volleBalorisier u n g auf das 14.400fache mit Rücksicht auf das Vermögen der Stiftung begehrt und für 3 Jahve die Nachzahlung der valovisierten Frredenspenfionen gefördert. 101. Pensionstverber hätten sich bereits unter dem Zwange der Not mit geringfügigen Beträgen abfertigen lassen. Der Klagevertreter best r i t t die von der beklagten Stiftung aufgestellten Vermögensstände und behauptete, daß aus der Kurssteigerung der Staatsb ah nprioritäten. welche der Fonds besitzt, allein schon söantliche Ansprüche der Lehrer mit ihren Hinterbliebenen voll valorifiert werden können. Die Stiftung habe seit .12 Jqchre« kerne Schulen mehr im Betrieb, obzwar sie also ihre» Sftstungszweck nicht erfüllt, hakte sie ein kostspieliges Bureau, Dr dessen Erhaltung ollem durch IM Fahre der Betrag von 600 Millionen aufgewendet wurde, während den Lehrern 6 und höchstens 10 Schilling monatlich Pension gegeben werde. Die Lehrer hätten schon nach Analogie der öffentlichen Lehrer das Anrecht, auf den Unterhalt durch die Pension, da die Hirsch-Schulen m Galizien vielfach an Stelle der ö f f e « t l i ch e n S ch u l e n wirkten. Der Verteidiger der geklagten Stiftung. Dr. W exh erg, verwahrt sich gegen die Vorwürfe, die gegen das Kurawrimn. welches ehrenamtlich verwaltet wird, erhoben werden. Niemals war die Erhaltung der Schulen der aüsschließliche Zweck der Darw-Hirsch-Stiftmng, sondern dies« Zweck bestand in der Heranbildung von Handwerker« und Ackerbauern jüdischer Konfession, wrtzu älleMngs die Vorbildung in deutschen Schulen nottvendtz wurde. Es sei auch niemals den Lehrern die Pension bei ihrer Aufnahme zugesichert wurden, und erst im Jahre 1894, nach dem Ableben des Baron Hirsch, habe die Baronin Hirsch und das Kuvatorium ein P e n si o n s-' normal^ geschaffen. Den Lehrern sollte nur ein Beitrag gegeben werden, jedoch war niemals die Pension eine ausschließliche Versorgung. Der derzeittze Bermögensstand der Baron- Hirsch-Stistung gestatte aber diese Balorisievung durchaus nicht. Der Fonds ist virckuliert und mußte zur vollen Gänze der polnischen.Regierung übergeben werden, welche nach langen Verhandlungen gestattet hat, einen Betrag aus den Immobilien zur Befriedigung der Abfertigung der Lehrerder Stiftung zu verwenden, und tatsächlich' seien 101 Personen auch bereits abgefertigt worden. Dr. Fürth beantragt gleichfalls die Abweisung der Klage.- Sr bestreite, daß ein Unterhaltsanspruch yorliege, da nicht jede Pension eine Unterhaltsforderung fei und nach dem Pa'rteienwillen ledtzlich ein Zuschuß zur Existenz der Pensionistengewährt werben sollte. Keinesfalls aber sei bei der traurigen Lage der Sttftung selbst die Valorisierung möglich, und die Substanz der Stiftung, die ein gebundenes Vermögen sei, dürfe nicht «Wegriffen werden. / , Wtfmfr der Senat über die Beweisanträge beriet, rnacht» sich die EMfterung der Erschienene« in Vorwürfen gegeu den erschienenen GeneralfeLretär der Stiftung, ^. Arüold Asch en Äst. Der Senat faßte den Beschluß, der beklagten Sttftung *b» A «fsieL«»- d«s Der mSg e«s sta»- P f * vW ySv Wl/pyltu/cJl vcOIU)j|E)19f jCUUl ei» Verzeichnis der bisher erfolgte« Abfertigungen sowie ei« Verzeichnis d« Ansprecher auf Abfertigungen und Pensionen borzulegen, ferner einen SachverstLndigenbeweiS zuzulassen über di« wirtschaftlich« Lage der Stiftung und über die Mglichkett der geforderten Valorisierung. Zur Vorlage der VermögenSaufstellungen für die Gachverständtzen wurde den Vertretern der Beklagten eine Frist von 4 Wochen eingeräumt, welche Dr. W ex borg als viel zu gering erklärte, zumal es unmöglich sein werde, innerhalb dieser kurzen Frist aus Polen und von der polnischen Regierung die amtlichen Belege Über de« Gvundbuchstand und die sonstigen geforderten Belege zu erhalten. Lehel Savar vernrteUt. Budapest, 28. September. Der StrafgerichtLhof hat heute den Journalisten K a d a r wegen Aufreizung gegen die jüdische Konfession, begangen in zwei ZeitnngSartikän, die in dem seither eingegangenen rassenschützleris ch e n „S z o z a t" erschienen waren, zu 20 Tagen GefäftamS verurteilt. > Zeitung zu lest«, Ist jedermau» vevvfliMet. Der Ver« waltungSgerichtShof unter Vorsitz des Präsidenten Doktor Schuster varhaudelte gestern zum ersten Male in feiner Eigenschaft als oberste Instanz in DerwaltungSstrafsachsn. Bon besonderem Interesse unter den gestern zur Verhandlung gelangten Jälllen ist der deS Beschwerdeführers Heinrich Peter, der vom Magistrate wegen Uebertretung der Kundmachung des Bürgermeisters als Landeshauptmann vom 30. September IgK (Anmeldung und Abmeldung der vermieteten Wohrmnaen zum Zwecke des WohnungSuachweiseS) zu einer Geldstrafe von 30 Schilling verurteilt wurde. Peter hatte sich damit verantvmrtet, daß ihm die Kundmachung des Bürgermeisters nicht bekannt gewest» fei und daß er nur aus diesem Grunde die Anmeldung unterlassen, habe. Seine Berufung wurde abgewtesen, weit die Kundmachung des Bürgermeisters als Landeshauptmann in allen Tageszeitungen ohne Unterschied der Parteirichtung veröffentlicht gewesen sei, wodurch jevermann zur Kenntnis der Kundmachung gelaygen konnte. Das Nichtlestn der Kundmachung habe schon der' Beschwerdeführer selbst Verschuldet. In der vor dem BerwaltMgsgerichtshof eingebrachten Beschwerde wird der Standpunkt vertreten, niemand könne verpflichtet werden, jede Kundmachung jedes Bürgermeisters zu lesen. Der BerwaltungsgertchtShof hat die BesGverde als unbegründet abgewiesen. Damit ist eS entschieden, daß sich niemand mit dem Nichtlestn^der Zeitungen rechtfertigen kann. / Die Kanaleinbvecher. Bier Schwerverbrecher, die vorwiegend im 2. und 8. Bezirk zahlreiche GeschastSeinbrüche begangen haben, sowie sechs Hechler hockten sich gestern vor einem schöffensenat unter dem Vorsitz des Hoftatss Dr. Sch achner zu verantworten. Die von den Anaellagten verübten Gefchäfts« embrüche wurden meist v o m K e l l e r aus unternommen. Die Anklage schildert eingehend die einzelnen Fälle. Alle Einbrüche wurden auf die gleiche Ach auSgeführt.' Die Verbrechtt schlichen sich abends in die Häuser ein und besorgten das Durchbrechen der llllauer.in ha? zu plündernde Geschäft. Hervorzuheben ist ein Einbruch im Bethaus in der Müllnergasse, wo zwei Sammelbüchsen mit 16 Schilling Inhalt, zwei Messingleuchter und andere Kleinigkeiten erbeutet wurden.. Ende März gelang die Verhaftung der-Täter. Ihren-Angaben zufotze war der 26jährige ^Schneidevgehllfe. Konstantin R e i f das Haupt der Bande. Die meisten. Angeklagten waren geständig. Korrstanttn Reif erlitt während der Verhandlung einen Tobsuchtscmftrll. Sechs Mann mußten, aufgeboten werden, uw, ihn zu .bändigen und,mrs dem Verhandlungssaal in hie Zelle zp' bringen. Die meisten Angeklagten wurden zur Strafe schweren- Kerker s im Ausmaße von einem bis zu d r e i e i n h a l b J a hren verurtellt. Die Hehler erhielten Arrsstsirafen. Gegen Konstantin Reif wurde das Verfahren ausgeschiedeu. Streik in der österreichischen Kevroindnstrie. - Etwa ,800 Installation Sa rbeiter der Elektrizitätsunternechmungen ,A. E. G. Union, Brown Boveri, SiemenS-Schuckert ^nd' El.än sind, gestern wegen Berwoigerung eines einheitlichen Lohnzuschlages in den AuSstand getreten. Die österreichische EleEtriAitätSindustrie ist jetzt ziemlich gut beschäftigt. , - Diese Datschhe und die. im Zuge befindlichen B e r Handlungen Aber den Anschluß der österreichischen Firmen au das deutsche LieferungSkartell g^bep diesem Deilstroik einige Bedeytting, da sein llebevgreifen auf die ProdMionsbeftiehe gerade wegen der verhältnismäßig große''. JnLarchrLestellu-ngsn, und der zu .gewärtigenden Wuslanbt beteikigungen immerhin zu Kalamitäten sichren könnte. Sie Wöhrttngrreform in Palöftim.^ Die LanPetzbepölkeDung ist nicht gefragt worden. Die Derovdrmrrg des britischen KoloniaffÄretäpS, durch die, tyie bereits ausführlich berichtet wuvhe, eine Kommission zur Schaffung der neuen, auf dem englischen Pfund basierenden Währung für Palästina eingesetzt wurde, hat in der OeffenÜrchkeft 'de? Landes bei aller Anerkennung,der Wichtigkeit einer Währungsreform scharfe Kritik ausgslöst, die sich hauptsächlich darauf richtetdaß dlest wichtige Frage, deren Lösung für die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas von größter Bedeutung ist, ohne Mitwirkung der Bevölkerung des Landes erledigt wird. So schreibt „Haarey", die größte hebräische Tageszeitung Palästinas: ,LSisheymn mußten wir uns davon WsMugen, daß man in London Palästina chs eine.K x o nkol onie niederen Ranges ansteht. Das neue Gestztz, das dMlich den Geist seines Urhebers, Ui- FWsrs der imperMftischen «WljMn KyWiMoM, Ächery, verrät, muß uns als schwere Verletzung unserer Ehre und wirtschaftlichen Auton.omie HA <Vm KiUM OkaipicL mini* tof/SfthtftiillMy flCwiifci* iMüt |w»' i0h vw wfw ww mi y p? HWM /

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