Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2716 (16.9.1926)
- Date
- 1926-09-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2716 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzettung 16. September 1926 Seit« ft * Eine Vortragsreihe „Mutter und Kind" in Verbindung m>t einer Schaustellung wird vom Bunde für Mutier'chutz in der Zeit vom 20. Sevtember bis 8. Oktober im Aeußeren Burgtor veranstaltet. Hiebei werden Dozent Dr. Nobel. Dozent Dr. G r ü nf e l d. Dozent Dr. F r i e d j u n g, Kinderarzt Dr. L ö w y Dr. B e r g h o f e r. Dr. Thun-Hohenstein, Frau Doktor Spitzer, Frau Dr. F e r i. Helene G o l d b a u m und viele andere Vorträge über medizinische, hygienische und pädagogische Fragen ballen. Der Eintritt in die Schaustellung, die täglich von 10 bis 6 Uhr geöffnet ist, wie zu den Vorträgen, die täglich von 5 bis 7 Uhr statlfinden, ist vollständig frei. * Ausgabe neuer Flugpostmarken. Die bestehende Flugmavkenreihe wird durch die Ausgabe neuer Werte zu 3, 5 und 10 Schilling ergänzt. Die neuen Flugmarken zu 3 und 6 Schilling zeigen dir gleiche Form und Ausstattung wie die besichenden Flugmarken zu 1 und 2 Schilling, sie sind in Kupferdruck auf weißem Papier in folgenden Fachen gedruckt: 3 Schilling rotbraun, 6 Schilling ultramarin. Die neue Flugmarke zu 10'Schilling zeigt das gleiche Markenbild wie die, anderen Flugmarlen der Schillingwerte, jedoch in einem größeren Format. * Vierter Internationaler Kongreß für sittliche Erziehung. Dieser Kongreß der für April augesetzt war. mußte ans zwingenden Gründen verschoben werden und findet nunmehr vom 2 8. S e pt e m b e r b t s 2. O k t o b e r i n R o m statt. Auf der diesjährigen Tagesordnung stehen nur zwei Gegenständer l. Die Mö.- lichkeit eines allgemeinen cihiichen Gesetzbuches als Grundlage der Erziehung, und 2. De Per'önlichkeit, Mittel zu ihrer Entfallung in Familie. Schule und Gelell'chäft. Der Kongreß beiweckt, im Nahmen dieser beiden Themen zu tätiger Mitarbeit an der Förderung sittlicher Erziehungsaufgaben anzuregen, unabhängtgvonNatronalität, volitischerNichtungund religiös e m B e k e n n t n i s. Interessenten mögen sich an den Sekretär für Oe st erreich Wilhelm Börner. 3. Bez., Obere Viaduktgasse 82. wenden. Dem österreichischen LandeSkomttee gehören an r Untv-Prof. Dr. Karl Wühler, Hofrat Dr. Eduard B « rg e r, Dr. Leo B u r g e r st e i n, Hofrat Prof. Dr. S. F r a n kf u r t e r und Schulrat Professorin Helene N a u ch b e r g. Bisher haben 19 Negierungen und 59 Universitäten ihre Teilnahme an dem Kongreß angemeldet. Bühne und Kunst. Gastsviel des Pariser Theaters L'Atelier. ,He ne vous aime Pas" s„Jch liebe Sie nicht"). — Kammerspiele. Kenne» Sie schon die grandiose Wirkung des DIANA FRANZBRANNTWEIN? Jttdftr GESUNDE und Jeddr KRANKE wird es Ihnen bestätigen, dass die denkbar beste Wirkung durch Dlana-Franzüranntoeln mit Menthol erzielt wird. Ueberall erhältlich 1 War seine Empörung berechtigt? Der ehemalige Regisseur des Burgtheaters, Herr Max O v h ü l s, hat die Nichterneuerung seines Kontraktes auf antisemitische Einstellung der Burgtheaterleitung zurückgeführt. Er beklagte sich bitter, man verfolge ihn, weil er ein bewußter Jude sei. Nur darauf, nicht ans künstlerische Gründe, sei seine Entlassung zurückznsühren. Das Burqtheater antwortet auf seine öffentliche Anklage, das konfessionelle Moment habe in der Angelegenheit Ophüls keine Rolle gespielt. Das nachträgliche Verhalten Opihüls' gibt dem Burgtheater recht: Er ist aus dem Judentnnr nach Lösung seiner Beziehungen zum Burgtheater ausgetreten, hätte also .vermutlich diesen Schritt auch früher getan, wenn er dadurch eine Erneuerung des Burgtheaterengagements erzielt hätte. Es müssen doch wohl künstlerische Gründe die Buvgtheatevdirektion bewogen haben . .,. Wie man nunmehr erkennt, hat sich Herr Ophüls damals seines Judentums nur zu dem guten Zweck erinnert, einen persönlichen Erfolg zu erzielen. Seine Empörung war höchst fragwürdig. Kammerspiele. Als Gastspiel des Pariser Theaters Atelier wird morgen, 8 Uhr, zum ersten Male Roger Ferdinands Lustspiel „Irma" gegeben. Das nächste Programm des Thealron Erez-Jisraeli in Tel- Awiw. Die Saison wird mit Bernard Shaws „Pygmalion" eröffnet und als zweite Premiere geht „Der Geizige" von Moliere in Szene. Dann wird die Tragödie von Zulawski, „Das Ende des Messias" in der hebräischen Uebertragnng von Mosche Bleistift aufgefi'chrt. Am Schlüsse der Saison wird eine Buffanade, „Megillaty Esther", zur Ausführung gelangen. Schon vor längerer Zeit haben hiezu David Hopstein, Kalman Silman und ein 'Mitglied des Theaters, .der Schauspieler Ochsenberg, drei verschiedene Libretti geschrieben. Gespielt wird wahrscheinlich nach dem Libretto Ochsenbergs werden. Eine Konferenz der jüdischen Schauspieler in Dolen. Ir Warschau wurde Sonntag in Anwesenbeit von 50 Delegierter die achte Konferenz der jüdischen Schauspieler in Polen «Äffnvt Der Vorsitzende der Konferenz, Dr. W e schert, gedachte unter anderem der in diesem Jahre verschiedenen jüdtschtztr Schauspielerinnen Esther Rachel K a m t n s k a und Jrwich L a r e s Aus dein Berichte des Sekretärs Gorjelow geht hervor, daß der Verband 125 Mitglieder zMt und fünf Theaterkonzessiv neu besitzt. Auf Initiative deS Verbandes Et daß Warschauer Theater „Scala" eröffnet worden. Nächstens soll noch ein drittes jüdffches Theater m Warschau ins Leben gerufen werden. Gerichtssaal. Kola und Reschovsky. 2m Kampf um ein Geschäftslokal. Das Oberlandesgericht hat soeben die Entscheidung im Prozeß getroffen, der zwischen der bekannten Schuhfirma R e« schovsky und dem Bankier Kola schwebt. Herr Reschovsky hatte Grund zur Annahme, daß ihm nach Erlöschen des Mieterschutzes seine Geschäftsräume aus der Brandstätte gekündigt würden. Um sich sicherzustellen, wandte er sich an Herrn Richard Kola, der Eigentümer des Hauses Ecke Stephansplatz und Brandstätte, mit dem er vereinbarte, daß ihm für den Fall der Aufhebung des Mieterschutzes jene Räume, in welchen gegenwärtig die Alte Feldapotheke oder die Buchhandlung Gerold untergebracht sind, zu überlassen seien. Für diese Zusage erhielt Kola sofort 6000 Schweizer Frauken. Ebensoviel sollte ihm nach der tatsächlichen Uebergabe der Geschäftsräume bezahlt werden. Herr Kola verpflichtete sich für den Fall eines Verkaufes, daß der neue Eigentümer des Hauses diesen Vertrag mitübernehme. . Tatsächlich verkaufte Herr Kola später das Haus an den Bankier B e n b a s s a t, ohne diesem von dem Vertrag Mitteilung. zu machen. Herr Benbassat weigerte sich nämlich, diesen Vertrag anzunehmen, und Herr Reschovsky verlangt nun von Herrn Kola die 6000 Franken zurück. Weiters verlangte er eine Entschädigung von 63.000 Schilling dafür, daß er das Lokal aus deni Stephansplatz, das für ihn außerordtlich wichtig sei, nicht erhielt. Das Zivillandcsgericht hatte der Klage im vollen Umfange stattgegeben und Herrn Kola zur Bezahlung von 70.000 Schil- Im Obergymnasium hatten wir einen Deutschprofesior, der ~ ein weißer Rabe — uns menschlich näher kam. Er lehrte uns: „Kinder, Glück im Leben hat nur, wer schön und dumm ist". Der Held dieser Komödie von M. -Marcel! Achar-d ist häßlich und gescheit. Dementsprechend ergeht es ihm. Das Schicksal des geistreichen Mannes mit dem abstoßenden Aeußern erleichtert diesfalls ein tüchtiger Fundus von Huntor. Der Liebe eines hübschen Frauenzimmers, das sich ihm an den Hals warf, vertraut er ganz und gar nicht. Er kennt sein Spiegelbild zu genau und so hat er sich in der bitterklngen Erkenntnis, ine Affäre müsse für ihn traurig enden, schon im .Augenblick, da er sich erobern ließ, die Maxime zurecht gelegt: „Ich liebe Sie nicht". Ein vernünftiger Mann, bietet er dem Schicksal selbst die Hand, das sich ja ohnehin einstellen müßte. So bleibt er Herr der Situation und öffnete selbst die Pforte, die aus vergällter Liebessreude zurück in die graue Vereinsamung führt. Die Pariser Gäste spielen das angenehme, nicht gerade bedeutende Stück angenehm, aber nicht gerade bedeutend. Ja, die Einwände gegen die Aufführung sind schwerwiegender als die, welche man gegen das Stück Vorbringen könnte. Der gedämpfte Ensembleton, auf den sie sichtlich Wert legen, wird durch die Schärfe der Masken um seine Wirkung gebracht, insbesondere bei Herrn S i nt o n, dem Darsteller der Hauptrolle. Cadet, der junge Maler, der üblr Vorzüge des Geistes, nicht des Körpers, verfiigt, erscheint aus der Bühne nicht als häßlicher, sondern widerlicher Mann. Nicht zu glauben, daß ein Mädchen über das Hindernis solcher Erscheinung und solchen Gebarens hinwegspringt und die Seele umarmt. Er spricht und geht wie ein halbgelähmter, schmatzender Dorftölpel. Die übrigen Mitwirkenden, Herr Aruaud ausgenommen, der ein Komiker von Rang zu sein scheint, waren bei dieser ersten Begegnung recht mittelmäßig. * Aus den'Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, »Peer Gyn t." Für Dienstag den 21. d. ist ,.D e r T r a u m ein Lebe u" von Grillparzer angesetzt. A k a d e m i e t h e a t e r. Morgen, ‘/a8 Uhr abends. ..D e r Q u e r n l a n t." .Dienstag, V,8 Uhr abends, »Die Durchgänger: n" (Abonnement l. Gruppe). Opernlheater. Morgen, l/,8 Uhr abends, „S al o m e" mit I e r 1 tz a, Hofer, Jerger. Deutsches Volks thvater. Das Lustspiel „D a 8 Unerreichbare" mit Leopoldine Konstantin wird heute nnd Samstag wiederholt. „F a u st" (erster und zweiter Teil) steht sin morgen und Diontag auf dem Spielplan. Sonntag, 3 Ubr nachmittags. ,.D r. I n c i S z a b o" mit Leopoldine K o n st a nt i n. Die Festaufführnngen beginnen nm 7 Uhr abends, alle anderen Vorstellungen um 8 Uhr abends. M o d e r n e s Theater. Das russische G rote s k t h e a t e r eröffnet ab morgen seine Gastspiele. Zur Aufsührung gelangen kleine Sketche. Opernfragmente. Parodien, komische Sze, en usw. Als Conferencier wird Anna Morosowa das Programm führen. Eine Courteline-Anekdote. In der jüngsten Nummer der Berliner „Literarischen Welt" erzählt Franz Schulz: Courteline hat niemals noch ein Wort für eine Zeitschrift geschrieben, aus dem einfachen Grunde, weil er sich für völlig unfähig hält, über irgend ein literarisches, philosophisches oder politisches Thema etwas zu sagen. Eines Tages fragte ihn der Herausgeber einer Zeitschrift, lvelche Meinung er von Moliere habe. Courteline dachte lange nach. Dann: „Moliere — ah! das ist ein Kerl!" — Da kam der andere ans den Zweck seines Besuches zn sprechen: Ob Courteline einen Essai über Moliere schreiben wolle. — „Einen Essai?" „Nun, zwei bis drei Seiten," — „In zwei bis drei Seiten erzählen, daß er ein Kerl ist? Dafür genügt doch eine Zeile!" ... Drei Meisterwerke der Malerei gestohlen. In Madrid wurden aus der Wohnung des Isidore Urzaiz Salazar drei Gemälde im Werte von nahezu 200.000 Dollar gestohlen. Ein Tizian „Cece Homo", ein Ban Dyck (Brustbild einer blonden Frau) und ein Belasquez (Gekreuzigter Christus). Die Diebe haben die Gemälde aus dem Rahmen geschnitten. iin=ü!P!!i! liicaiitiiiii sfii=iiii=iin=i 8in Resormrabbiner wird Filmschausvieler. Los Angeles, die große Filmstadt, hat schon manches Talent angelockt, aber auch schon unzählige Existenzen verschlungen. Einen Rekord auf dem Gebiet des Filmmagnetismus bedeutet jedoch sicher die aus der Stadt des Leinwandzaubers eingelangte Meldung, daß der Rabbiner der Roformshnagoge Tempel Emannel, Dr. Ernst Trainer, in Los Angeles, wenn man so sagen darf, aus der Kuttegesprungen und Filmschauspieler geworden ist. In seiner Abschiedsrede erklärte Rabbi Trainer, daß der Film heute die Universalsprache der modernen Zivilisation sei und die Kirche, die Synagoge und der Film viel Gemeinsames haben. Er habe aus dieser seiner Ueberzeugung die Konsequenz gezogen, sein Amt als Leiter der Synagoge niedergelegt und gehe zum Film über, um dort seine Mission zu erfüllen. Der neue Filmschauspieler und Resormrabbiner a. D. scheint jedenfalls ein sehr konsequenter Herr zu sein. Seine ehemaligen Berufskollegen in verschiedenen amerikanischen Kirchen denken ja über den zivilisatorischen Wert des Films genau so wie er, haben aber, vielleicht weil sie selbst kein schauspielerisches Talent haben wie Exrabbi Trainer, zur Heranziehung der Jugend an die Kirche den Film in die Kirchen eingeführt. Die Folge aller- >dings war, daß die Jugend in Massen zu den Filmaufsührungen, die durchaus nicht immer schwere kirchliche Sujets behandelten, in die Kirchen strömten, im Augenblick aber, als es in der Kirche wieder hell, das Filmband abgelaufen war und der geistliche Herr in einer Predigt sein geistiges Licht erleuchten lassen wollte, ebenso massenweise aus der Kirche strömten. Rabbi Trataer hat diesen Weg verschmäht. Er verzichtete darauf, die Jugend seiner Gemeinde durch Filmvorführungen in der Synagoge heranzulocken; er ging selbst zum Film über. Hoffentlich hat er dort bei der Jugend mehr Erfolg. Die Gestrandete». Wie uns aus L o n d o n telegraphiert wird, hat nach langen Verhandlungen das englische Innenministerium soeben die Erlaubnis gegeben, daß die 2 0 0 j ü d t s ch e n E Migranten, die nach Amerika auswandern wollten, jedoch infolge deS Inkrafttretens des Quotengesetzes in England strandeten und in I st l y sozusagen konfiniert waren, bis über ihr Schicksal entschieden würde, nunmehr sich in England dauernd ansässig m a ch e n d ü r f e n. Das Ministerium hat angesichts der herrschenden Arbeitslosigkeit diese Erlaubnis an die Bedingung geknüpft, daß diese 300 Flüchtlinge den englischen Arbeitern keine Arbeit wegnehmen. _ Vor einem Schochtimstreik in New-Aork. Der 7000 Mitglieder zählende Verein der Schochtim in New-Aork stellte, wie I. T. A. berichtet, dein Geflügelhändlerverein die Bedingung, daß jedent Schocket wöchentlich 60 Dollar zn zahlen seien, widrigenfalls die Schochtim sich genötigt sehen würden, in den Streik zu treten. Prof. Dr. Hans Kohn 60 Jahre alt. Der langjährige frühere Mitherausgeber der „Berliner Klinischen Wochenschrift", Prof. Dr. Hans K o h n, feierte gestern, wie I. T. A. berichtet, Sie Verminderung der Wischen Nnnmndemng in Amerika. Washington, 12. September. (I. T. A.) Der Generalsekretär des Arbeitsdepartements, White, gab eine Mitteilung über die Verminderung der Immigration nach den Vereinigten Staaten heraus, der zu entnehmen ist: Die Zahl der jüdischen Einwanderer ist in den letzten zwölf Jahren stark gesunken. Während noch im Jahre 1914 138.051 Juden in die Vereinigten Staaten eingewandert sind, waren es in. dem Jmmigrationsjahr 1. Juli 1925 bis 30. Juli 1926 nur 10.267 Mische EinwrrKMr. Eine Ehrutrg Karl Stands. Aus Lemberg wird uns berichtet: Karl Stand, ein Bruder des vor einigen Jahren in Wien verstorbenen Führers der galizischen Zionisten, Adolf Stand, war dieser Tage Gegenstand aufrichtiger Ehrungen dem Gelötete jüdischer sozialer Fürsorge und ganz besonders als Mitglied des Kuratoriums des jüdischen Spitals. An seinem leilung des Krankenhauses am Urban unter Albert Frankel. Er ließ sich dann als Facharzt für innere Krankheiten in Berlin nieder und war zn gleicher Zeit als pathologischer Anatom am Jnboltage wurde Stand zum ersten Vizepräsidenten des Kuratoriums gewählt und ihm eine Dankadresse für seine verdienstvolle Tätigkeit übermittelt. Die Kkewer Chorshnagoge in einen Arbeiterklub umaewandelt. Nach einem erbitterten Streit, der mehr als drei Jahre angedauert hat, hat der Kiewer Stadtrat beschlossen, -die berühmte Kiewer Chorschule in einen Arbeiterklnb umznwandeln. Der Beschluß wurde nun unmittelbar vor den hohen Mffchen Feiertagen publiziert. „Der erste Schüler des Irak." Aus Bagdad Wird berichtet: Var kurzem veranstaltete das Departement für Unterricht im Jrakgediete, unter den Schülern einen Prüsungswett- . reis ist auch der Titel „Erster Schüler des Irak" verbunden. Ein Faksimile des Goldenen Buches des Jüdischen Nationalfonds. Als wertvollen Propagandabeitrag für die große Gol- -dene-Buch-Aktion anläßlich des Jubiläumsjahres des Keren Kajemeth beabsichtigt das Hauptbureau des Nationalfonds die Herausgabe einer „Goldenen-Buch-Broschüre" deren Umschlag eine naturgetreue farbige Reproduktion des dritten Bandes des Goldenen Buches darstellt. Auch der Jnnenteil ist mit Reproduktionen einiger Seiten des Goldenen Buches geschmückt. Zwei Juden im Belgrader Gemeinderat. Aus Belgrad wird uns berichtet: Nach dem endgültigen Ergebnis der letzten Wahlen in den hiesigen Gemeinderat erscheinen zwei Juden als gewählt, und zwar Dr. Schemata de Majo auf der Liste der radikalen Partei und Dr. Bukic Pijaae init dem Programm der Demokraten. Beide jüdischen Gemeinderäte nehmen in der zionistischen Bewegung des Landes führende Stellungen ein. Auf den Listen der versckieedenen Parteien, die in den unter heftiger Agitation dnrckgefüyrten Wahlkampf eingetreten waren, waren zusammen sieben Juden kandidiert. Langlebige. In Tulcea (Rumänien) verstarb, wie uns von dort berichtet wird, die Jüdin Weiß im Alter von 123 Jahren. Sie erfreute sich bis zuletzt bester Leibenssrische. — Wie ans Wilkowischky (Litauen) gemeldet wird, verstarb dort Frau Daube Langbart, populär genannt handele", im Alter Won 109 Jahren. Sie verdiente sich bis zu ihrem letzten Löbenstage ihr Brot durch Geslügelhanoel. llniversitätsdozent Dr. Moses Schor. Aus Warschau wird uns berichtet: Der bekannte Semitologe Rabbiner Dr. MoseS Schor erhielt an der hiesigen Universität die Bema legendi für altsemitische Sprachen und ihre Literatur. In dem am 1. Oktober L z NMlon" KovlchWgm tzatzM.