Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2710 (8.9.1926)
- Date
- 1926-09-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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[pägmJWjrgigJ Wien: ZumAbhOleninder Expedition, 11.. Taborsrr. 1*3, oder in einer VeBehleissteile fTraflk) monatl. L Scjlilllhg i Strassenverkaut in Wien durch Äs Kolporteure der /Firma Gold acftmied, U Wollreile 11 Mti ftostversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling lsch.tcho-Siowakel: Mott. K 32. Jugoslawien: Mon.Dln.60. Polen: Mort.;62löty. Deutschland: I Mott. Om. 4, Frankreich, > Keigien: Mon. Frcs. 35 N«eUtahUmgea bei Prell* «rhAhnnxen *orb«bati«n Wiener iprois atfal England: Mon. 4 Schillin ,< Italien: Monatl. 2V Lire Rumänien: Mon. 176Le- VuigarienrMon.lMLewk Schweiz und das flbrigt Ausland monatlich Frcs. o Redaktion, Administration: Wien,!I. Taboratr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-1 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2*82 IX., Unlversitatsstrasse 6*8 (Druckerei lg. Steinmann Oesterreichisches Postspai- Kassen - Konto Nt 150.KQ 9lt. 2710 Wie«. Mittwoch. 8. September 1926 8. Jahrgang Ae Kreditrefte für Sefterreich freigegebeu. 60 Millionen Schilling für prodnttive Investitionen. — Sine berechtigte Mahnnng znr Wirtschaftlichleit. Im redaktionellen Teil enthalteneentgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. * VH. MariaKilferstrasseSÖ I. Rotenturmstrasse 2? Sie spanische „SWersrevolle". Was geht in Siidspanien vor? Madrid, 7. September. (Havas.) Eine offiziöse Note bestätigt, daß mit, dem Abend des gestrigen Tages der Konflikt f a st v o.l l st ä u big beendet sei. Es bestehe noch einige B en n r n h i g n n g über die Haltung der- Garnisonen in S n d s p a n i e n^ wo eine Verschwörung gegen d a s D i r e k' t 0 r i u m aufgedeckt worden sei. Die Note betont, daß die letzten Ereignisse keine Politische oder militärische Revolution darstellen, sondern eine r ein k o r P o r a t i b e Rebe l l i o it' der Korpschef und Offiziere gegen die Verfügungen der Regierung bezüglich des Avancements gewesen seien. Die Truppen blieben treu und -diszipliniert. Ein geheimnisvoller Marsch der Garde in Athen. Athen, 7. September. Gestern unternahm die r e p l ublikauische Garde eine geheimnisvolle Aktien, indem sie nach dem Vorort Hagia Paräs k e v i marschierte. Sie kehrte nach Athen zurück, nachdem Infanterie- und Kavalleriepatroüillen dahin entsendet worden waren. Später wurde bekanntgegeben, daß besondere militari sch e M a ß n a h m e n getroffen worden ' seien „wegen schwerer Disziplinwidrigkeiten der republikanischen Garde". PestMe in Liverpool. London, 7. September. (Tel.-Komp.) Das Hygiene» tu nistermm teilt mit. daß in Liverpool ein zehnjähriger.Shtobe an derP e st „ estorben t st. Die Krankheit bade nur drei Tage gedauert. Auch der V a t o r des Knaben ist an der Pest erkrankt., Die Verhandlungen über die von der österreichischen Delegation in Genf vorgebvachten Wünsche wurden gestern abgeschlossen. Die Völkerbundinstanzen, das Finanzkomitee, das österreichische Komitee und der Völkerbundrat haben im großen und ganzen die Forderungen Oesterreichs für berechtigt erklärt. Die Gesetzentwürfe über die Schatzscheineemission und die Aendevung des Statuts der Notenbank wurden genehmigt, die Erhöhung der Beamtenbezüge, allerdings mit einer sehr ernsten Mahnung, zur Kenntnis genommen und schließlich die K r e d i t r e st e, die noch 60 Millionen Schilling betragen, für produktive Investitionen freigegeben. Doktor Ramek hat also in Genf nicht ungünstig abgeschnitten. Ueber die gestrigen Verhandlungen liegen folgende Meldungen vor: Genf, 7. September. Das Finanzkomitee hat heute seine Beratungen über die österreichische Frage beendet. Es hat beschlossen, nachstehende Resolution dem österreichischen Komitee zu unterbreiten: > Ausgabe von österreichischen ^^tizscheinen. , Das Finanzkomitee hat den: Gesetzentwurfes über die Ausgabe österreichischer Schatzscheine, wie sie bei der Junisession des Rates grundsätzlich gebilligt wurde, mit einer u n bedeutenden H i n z u s ü g u n g 'z .n g c ft t m trt t, die von der österreichischen Regierung angenommen worden ist. Einigen .kleinen Ae n d e r n n g e ü d e r S a tz u n g e n d e r O e st erreich i s ch e u Na 1 i o ngl bcrn-k^wnrdMvlMl- Komiitee ebenfalls zugest intml. ■ Das Budget. Die österreichische Regierung hat cS, für notwendig befunden, den Beamten eine E r h ö h u n g d e r G e halte, zu gewähren, die im Lause des Jahres ungefähr 56 Millionen Sie Böikekbimdversiimmlimg. Konstituierung der Kommissionen. — Wahl der Vizepräsidenten. Genf, 7. September. Die von der Völkerbundversammlung gestern eingesetzten sechs Kommissionen haben sich heute konstituiert. Zum Präsidenten dev erstem Kommission (juristische und konstitutionelle Fragen) wurde Bundesrat Motta (Schweiz) gewählt. Präsident der zweiten Kommission, die sich mit der technischen Organisation des Völkerbundes besaßt, wurde der Minister des Aeußern von Irland, F i tz g e r a l d. Präsident der dritten Kommission (Abrüstnngssragen) wurde der ehemalige Ministerpräsident von Chile, Villegas, Präsident der vier t e n Kommission (Budget- und Finanzfragen) der rumänische Gesandte in London, T i t u l e s c o, Präsident der f ü n ft e n Kommission (soziale und allgemeine Fragen) der österreichische Delegierte M e n st o r f f und Präsident der s e chste n Kommission (politische Fragen) de Br o ncke re (Belglien). Die Präsidenten der Kommissionen bilden gemäß der Geschäftsordnung zusammen mit den von der Vollversammlung gewählten sechs Vizepräsidenten das Bureau der Völkerbund- Versammlung. Nachdem die Kommissionen ihre Arbeiten beendet hatten, trat kurz nach 12 Uhr die B ollve rsamm l u ng zu ihrer dritten Sitzung zusammen und wählte die weiteren sechs Vizepräsidenten. Be'i 46 abgegebenen Stimmen wurden gewählt: Cha m be rlai n (Großbritannien) mit 44, B r i a n d (Frankreich) mit 43, I sh: i (Japan) mit 43, S c i a l o j a (Italien); mit 42, F'igue ros a (Guatemala) mit 29 und Baron Lehmann (Liberia) mit 24 Stimmen. Nach der Wahl des Bureaus wurde die Versammlung ans morgen vertagt. Die Kommissionen traten, nachmittags zusammen. Die erste Kommission der Bölkerbundversannnlung ' hat beschlossen, morgen vormittags über folgende Fragen, und zwar ohne vorherige Zuweisung an einen Ausschuß abznkosten wird. Die Kosten für das zweite Halbjahr 1926 werden nicht in die ursprünglich in Aussicht genommenen Grenzen der Jahresansgaben gesetzt werden, ist doch die österreichische Regierung der Ansicht, daß sie durch die Steigerung der Einnahmen Deckung finden werden. Da Oesterreich nunmehr die volle Verantwortung für seine Finanzen trägt, ist dies eine Sache der Beurteilung durch die österreichische Regierung. Das Finanzkomitee erlaubt sich nur zu bemerken, daß, je größer die Bndgetlasten für die Beamtengehälter sind, desto geringer die Summe ist, die Oesterreich entweder zur Herabsetzung der Besteuerung oder für produktive Investitionen verwenden kann, deren große Bedeutung für das Wirtschaftsleben des österreichischen Volkes die österreichische Regierung dem Finanzkomitee dargelegt hat. Das Finanzkomitee wünscht in diesem Zusammenhang aus den Nachdruck hinznweifen, mit dem es wiederholt die Notwendigkeit der größten Sparsamkeit in den öffentlichen Ausgaben Oesterreichs betont hat. Freigabe der restlichen Anleiheerlöse. Die österreichische Regierung hat verlangt, daß das Finanzkomitee 'der Freigabe des ganzen noch gebundenen Restes der Völkerbundanleiheerlöse für produktive Ausgaben des Bundes des Jahres 1927 zustiinme. Der Rest wird im Lause des Jahres 1927 einschließlich der Schweizer Quote von 20 Millionen Schweizer Franken rund 60 Millionen betragen. ■; Das Finanzkomitee stimmt der Freigabe von rund 60 M i l I i o n e n für. 1927 neben den. 43,2 Millionen, die schon fair die Elektrifizierung gebunden' sind,-mnter .der Voraussetzung grundsätzlich zu, daß Ihm im Dezember ein detailliertes Programm fiir die Verwendung dieser Summe für produktive Investitionen vorgelegt wird. Die Freigabe wird nur nach Ueberprüfung der Rechnungen durch den Rechnungshof erfolgen.' stimmen: 1. Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund. 2. Zuweisung eines ständigen Ratsitzes an Deutschland und 3. Verm ehrung der nichtständigen R a t s i tz e von sechs auf neun. Es verlautet, daß gewisse Delegationen, so die holländische, norwegische u. a. die Trennung der beiden Vorschläge betreffend Deutschland und die Verkeilung der Ratsitze verlangen wollen. Sie internationalen Wirtschaftsfragen im BSlkerbnndrat. Genf, 7. September. (Tel.-Komp.) Der Völkerbundrat hat in seiner . heutigen NächmittagSsitzung auf Vorschlag Vanderveldes beschlossen, eine internationale Konferenz von Regierungsdelegierten einzuberufen. die sich mit der vom Wirtschaftskomitee in langjährigen Studien vorbereiteten Frage der Abschaffung der Verbote und Beschränkungen derEin-un.d Au sf u h r beschäftigen soll. Der Generalsekretär soll im Einvernehmen mit dem Wirtschaftskomitee und nach Befragung des Präsidenten der vorbereitenden Kommission für die internationale Wtrtschaftskonferenz die Einberufung dieser Ein- und Ausfuhrkonferenz festsetzen. ' ' 2er private Soüotfuts in Polen. ll. Warschau, 7. September. Der Dollar notierte heute im vrivaten Verkehr in 4L a r > ch a n 8.98, in K r a k a u 8 98 . Die Warschauer Devisenkurse. L'arsrhau, 7. September Revuen, leigte» 25.—bis 25.10, erlm —bis . ' Holland 361.— bis 36280, vondo> 43 70 bis 43.92 Rew-Äorl 898.— I>is 902.— Paris 26.c9 •t* 26.71, Schweiz 173.94 bis 174.82. Budapest bis Prag 26.66 bis 26.78, Wien 127.06 bis 127.70 . für oo Schilling. Italien 33.52 bis 33 68 Stockholm bis on Wh Vm mit Chor im neurenovierten Zentral-Kino, 2. Bezirk, Taborstraße 8 a Der bekannte vorzügliche Oberkantor A.Margulies fungiert als Vorbeter Restliche Karten von 8 Uhr früh an bei der Kassa des Zentral - Kinos, 2, Bezirk, Taborstrasse Nr. 8