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Wiener Morgenzeitung · 1926-08-14 · Heft 2685 (14.8.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2685 (14.8.1926)
Date
1926-08-14
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Dein» v stören, s*im»iog mfvA Neumann tourte tetfpaftet und gegen ihn die An» Vage wegen versuchten Mordes erhoben, worüber gestern em Schöffensenat unter demt Vorsitz des Oberlcm-desgerichtsrntes Dr. Dörr verhandelte. Wie die Anklage betont, ist die im Jahre 1914 geschlossene Ehe Reumanns, der auch zwei Kinder entsprossen sind, baw nach der Hochzeit ium'i dos Verholten Schwed? gestört worden. In den ersten Jahren gelang es wohl der Fron Gisela Nettmann, den Verdacht ihres Gatten, daß sie mehr als freundschaftliche Beziehungen zu Schwed unter,Halle, zu zerstreuen. Ende 1924 war aber das Verhältnis der Ehegatten zueinander derart unerträglich geworden, daß Reumann seine Familie verließ und selbst ein ehebrecherisches Verhältnis einging. Nach einem halben Jahre kchrte er zu seiner Frau zurück, doch gestaltete sich das Ehelobe»l weiterhin unleidlich, so daß sich Frau Neumann zur Einbringung Ser Scheidungsklage entschloß. Am 15. Oktober 1925 körn es zur e r n v e r st ci n dlichen Scheidung. Schwed nahm sich nun der Frau und ihrer Kinder an, speiste täglich bei ihr und gab ihr Geld, Nenmannn hielt sich in Hall in Tirol auf. Alsbald trat Neumann, der sich mit der neuen Lage Nicht absurden konnte, mit seiner geschiedenen Frau in brieflichen Verkehr, um sie unrztrstimmen und zur Wieaeransnahnre der ehelichen Genreinschaft zu bewegen. Im Frühjahr 1929 kchrte er nach Wien zurück und besuchte seine Frau öfters. Sie zeigte sich seinem Wunsche entgegenkommend, aber nur, weil sie befürchtete, daß er sonst den ihm anferl-egren Alimemarionsbetrag von 100 S. monatlich nicht mehr zahlen werde und vielleicht an Schwed Rache nehmen könnnte. Da Reumann nun auf seine wiederholten Bitten von der Gattin keine vorbehaltslose Zusage erhielt, nahm er an, daß Schwed seine Wiedervereinigung mit de: Gattin hintertreibe, und beschloß, ihn und dann sich selbst zn töten. Zu diesem Zwecke kaufte ec einen Trommelrevolver samt Munition. Nochmals versuchte er, seine Gattin zn gewinnen, doch die Besprechungen mit ihr 'und Schwed verliefen ergebnislos. So kam es zur Tat. Neumann Hai cm rückhaltloses Geständnis abgelegt. Der Gerichtshof ernannte beit Angeklagtn des Verbrechens des versuchten Mordes und der tt eber tretu tt g des WaffenPatentes schuldig und verurteilte ihn zu 48 Monaten schweren Kerkers und einer Gelder a s e von 5 SchiIlinq. Die Untersuchungshaft vom , Juni bis 13. Augnst wird in die Siraszcir eingerechnet. Jnduftrimntrrrrehmungen müssen für Riauchschäden hasten. Die Ehöleute Franz und Marie Esse n ko in Sicbenbrunn hatten gegen die Böhl er werke eine Klage auf Ersatz von 100.000 Schilling einggbracht, weil ihre Landwirtschaft durch den vom Nordwestwind herbeigetrogenen Rauch aus den Schloten ver Böhlerwerike in Kapfenberg derart geschädigt und entwertet worden sei, daß sie ohne Verlust nicht mehr weiter betrieben werden können. Den emgeklagten Betrag benöti^n sie zum Ankauf einer anderen Landwirtschaft, wogegen sie. das durch den Rauch unbrauchbar gewordene Gerundstück den Böhlerwerken zur Verfügung stellen. Die erste Instanz erkannte den Klageanspruch für gerechtfertigt, setzte aber den Schadenersatzanspruch ans 54.000 S. herab, zu deren Zahlung dre Böhlerwerke verurteilt wurden. Die Kläger gaben sich mit diesem Betrage zufrieden, die Böhlerwerke ergriffen aber die Berufung an das Oberlandesgericht. Der Berufungssenat setzte den Schadensanspruch auf 12.766 S. herab, weil dem geschädigten Landwirt nur die Differenz zwischen dem früheren und dem jetzigen Wert des Besitzes zugesprochen werden könne. Der Okerste Gerichtshof hat der Revision der klägerrschen Eheleute st a t t g e g e b e n und das Urteil der ersten Instanz wiederhergestellt, weil den Geschädigten der ganze, durch die Ranchentwicklung entstandene S ch a d e n z n e r s e tz e n sei. ,Ich bin der Frieden selbst." Vor dem Favoritner Bezrriksrichter Dr. Poppy tritt eine 70jährige Greisin. Das alte, gebrechliche Mutterl. das sich kaum auf den Füßen halten kann, wird von ihrem Sohne gestützt. Hinter ihr stürmt die Angeklagte, die Bedienerin Theresia Raab, herein und ruft: „Das is a Schmäh, Herr Richter. Die Jüdin kann sehr gut allein gehen. Ihr Sohn soll sie nur auslafsen. Sie' wird gang bestimmt net umfalln. Sie will nur Mitleid erregen und mich hinemreißen." Richter: Sind Sie still. Sie sind nicht einmal noch recht im Gerichtssaal -und schlagen schon Krawall. Da kann ich mir ja vorstellen, wie es in dem Hause zugeht, in dem Sie wohnen. Angekl.: Gar net geth's zu. Die schönste Eintracht herrscht. Herr Richter, Sie machen sich eine falsche Vorstellung von mir. Ich bin die Harmlosigkeit und der Friede selbst. Richter: Sie sollen die alte Frau hier über die Stiegen vom zweiten in den ersten Stock hinabgestoßen haben. Es ist ein Roheitsakt sondergleichen, ein so altes, schwaches Weiberl so zu 'mißhandeln. Angekl.: Aber Herr Richter, gar nix Hab ich ihr g'macht. Nur mit den: Besen bin ich ihr ein bißl im Gesicht herumg'fahr'n. Die Stiegen is sie allein heruntergegangen. hat sich -dann im ersten Stock niedergesetzt und nur Hilfe goschrie'n. Richter: Mir scheint. Sie wollten sich der Aktion, „I r. den Hinaus" anschließen. Wollten Sie der Klägerin vielleicht mit dem Besen die Nationalität abwischen? Angekl.: Sie Hat mich attakiert. Die Einkaufstasche hat sie mir um den Kopf geschlagen. Richter: Das müssen Sie Wohl jemand anderm einzureden versuchen. Sie sind ein Koloß gegen die Klägerin, die Ihnen nicht viel über die Hüften reicht. Die alte Frau: Nicht angerührt habe ich sie. Ausweichen wollte ich ihr. Sie aber hat mir den Weg verstellt und zu schimpfen ange-fangen: jüdischer Schlampen. Drecksau usw." Angekl.: (überaus heftig): San's still, se, se... Was Hab ich zu Ihnen g'sagt? Alles noch viel zi. wenig, se se... das ich mich nur net vergiß. Richter: Das möchte ich Ihnen auch sehr dringend anraten, sonst wandern Sie sofort in den Arrest hinunter. Der Richter verurteilt die antisemitische Bedienerin zu einer Geldstrafe von 10 Schilling, die sie mit dem Ausrufe: „Na ja. wann's grad' sein muß!" zur Kenntnis nimmt und den Saal mit einem giftigen Macke auf die Klägerin verläßt. Lebenslänglichen Kerker für Mitglieder einer JaSzisten» grrchpe in Polen. Aus Warschau wird gemeldet: Vor dem Standgericht in Rown«, wurde gegen sieben Mitglieder einer Faszistengruppe das Todesurteil gefallt. Der Präsident der Republik hat im Gnadenwege die Todesstrafe der sieben Verurteilten in lebenslänglichen Kerker a-mgewandelt. UWktWkk ytUIBHI|WWWB Volkswirt. Kapitalrv«mehruug der gntrreffengemetnschast Farbeninvuftrie. Berlin. 13. August. (Wolfs.) Der Aussichtsrat der Interessengemeinschaft Farbenindnstrie hat heute beschlossen, der auf den 1. September nach Frankfurt am Main einzubernfenden außerordentlichen Generalversammlung eine Erhöhung des Stammkapitals von 648 Millionen auf 1100 Millionen Reichsmark in Vorschlag zu bringen. Es sollen 258,400.000 junge Stammaktien, 160 Millionen junge KProzentigL Vorzugsaktien, Serie A, mit einfachem Stimmrecht und 35,6 Millionen junge 3^5prozentiye Vorzugsaktien, Serie B, mit zehnfachem Stimmrecht zur Ausgabe gelangen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre soll ausgeschlossen werden. Von den jungen Aktien sollen 18,333.220 Reichsmark Stammaktien und 125.000 Vorzugsaktten, Serie B, gemäß einem mit der Köln-Rottweiler abzufchließenden Fusions- Vertrag zum Austausch gegen Kötn-Rottwciler Aktien verwendet werden. Die jungen Vorzugsaktiett, Serie A, sollen sowohl hinsichtlich des Dividendenanspruches, wie auch bei einem Liquidatioitsfall auf Goldpari gestellt werden. Das hundertfache Stimmrecht der alten Vorzugsaktien soll auf das Zehnfache herabgesetzt werden. Nach Durchführung der Kapitalserhöhung sollen erstens 128,320.000 junge Stanrmaktien den alten Stammakttonären der Interessengemeinschaft Farbenindustrie, zweitens 2,666.600 junge Stammaktien den Inhabern der im Austausch gegen Köln-Rottwciler Aktien auszugebenden jungen Stammaktien, drittens 3,750.003 junge Stammaktien den Stammaktionären der Dynamit» A.-G., vorm. Alfred Nobel und Comp, in Hamburg UNd 960.000 junge Stammaktien den Aktionären der rheinisch-westfälischen Sprengstoffabriks-A.-G. in Köln entsprechend den mit diesen Firmen abzttschließendett Verträgen zunr Kurse von 150 Prozent derart zum Bezug angeboten werden, daß auf je Nominale 5000 Mark Interessengemeinschaft Farbenindustrie Stammaktien, oder Nominale 6000 Mark zum Austausch gegen Köln-Rottweiler Aktien bestimmte junge Jnteressengemeinschafts-Stammaktien oder Nominale 10.000 Mark Dynamit Nobel-Aktien oder Nominale je 12.500 rheinisch-westfälische Sprengstoff-Aktien oder Nominale 1000 junge Jnteressengemeinschafts-Stammaktien gegeben werden können. Die Einzahlungen aus die bezogenen Aktien sollen mit 26 Prozent, zusammen mit 50 Prozent Aufgeld am 15. November 1926, mit 76 Prozent am 15. Juni 1927, in beiden Fällen mit dem Rest früherer Einzahlungen unter. Vergütung von 6 Prozent Zinsen geleistet werden. Die zum Bezug anzubietenden Aktien sollen am 1. Jänner 1927 voll dividendenberechtigt sein. 23,550.000 Roichsmlark Stammaktien und 126.000 Reichsmark junge Vorzugsaktien der Interessengemeinschaft sollen für den spateren Austausch gegen Dynamit-Nobel- und rheimsch-ivcstfälische Sprengstofsaktien gemäß den mit diesen Firmen äbzuschließenden Jnteressengemeinfchaftsv ertragen reserviert werden. Die restlichen rund 80 Millionen Stammaktien sollen für etwaige wichtige Trattsaktionen reserviert werden. Die neu eingehenden slüfftgen Mittel sollen in erster Linie zum Ausbau und zur Vergrößerung der Stickstoffanlagen, zur Finanzierung des Stickstoffgeschäftes und zum Ban einer Kohlen-Verslüssigungsanlage in Merseburg verwendet werden. Re ßisenkartellverhandlungen in Bari«. - Teilnahme englischer Vertreter? Paris, 13. August. Wie die Blätter melden, nehmen an der Zusammenkunft der Vertreter der deutschen, französischen, 'belgischen und luxemburgischen Eisenindustrie von deutscher Seite unter anderen teil: Fritz Thyssen, Generaldirektor Klotzbach von der Firma Krupp und .Generaldirektor Pönsgen. Eine Persönlichkeit, die auf französischer Seite an den zurzeit hier geführten Verhandlungen der Eiseründustriellen beteiligt ist, hat einem Mitarbeiter der „Information" erklärt, die Ausarbeitung eineß Abkommens vollziehe sich zwar mtter sehr günstigett Bedingungen, aber sie sei im Augenblick n och n i ch t s o weit gediehen, daß es sich um eine Unterzeichnung handeln könne. Ministerialdirektor Serruhs meinte, eine günstige Lösung könne nicht lange auf sich warten lasiert, aber die Angelegenheit befinde sich sozusagen noch in der ersten Instanz. Man müsse zunächst die Zustimmung der verschiedenen Regierungen erlangen, und diese müßten die stark in Mitleidenschaft gezogenen Interessen, züm Beispiel jene der Verbraucher, zu berücksichtigen haben. Information" erfährt weiter, daß Vertreter Englands an gewissen Teilen der Verhandlungen teilgenommen halben oder teilnehmen werden. Nach dem „Matin" ist die Unterzeichnung des Abkommens bereits für morgen vorgesehen, doch würde es erst nach Billigung durch die betreffenden Regierungen in Kraft treten. „Journal" hält es für wenig wahrscheinlich, daß England die in Bildung begriffene Kombination bekämpfen 'werde, zumal es bereits dem Schienenkartell a «gehört; dagegen sei die Rivalität Amerikas gewiß. ß Werbet Abonnenten für die ß I „Wiener Morgenzeituug"; ■». «Bfflfr iw*? t*r. ww» Stc ftgnftttfi d« reMluternallonale. Prag. 18. August. „Pravo Lidn" schreibt: Am 10. 11. August fand eine Beratung des weiteres Komitees der Textilarbeiter-Internationale statt. In der Sitzung wurde der Bericht des Generalsekretärs der Textilinternatiottale T. Shaw und der Finanzbericht, ferner die Fragen betreffend die Statutenänderung forme die Regelung der Einnahmen im Falle Streikkmnpfen in den einzelnen Ländern durchzuberaten. Heute werden die Beratungen über die Lage der Textilorganisationett in dett einzelnen Ländertt utrd über die Lage der Textilindustrie fortgesetzt und einige wichtigere Fragen betreffend die innere Organisation der Textilarbeiterinternationale und deren weiteres Vorgehen durchberaten werden. Auch die Festsetzung des künftigen internationalen Kongresses der Textilarbeiter wird teraten werden. An der Tagung des erweiterten Ausschusses beteiligen sich u. a. für England T. Shaw und M. Call, für Oesterreich Brezina und Frühwirt. Ungarn hatte sich entschuldigt. In der nIternationale der Textilarbeiterschaft sind 14 Staaten mit einer Gesamtzahl von 942.361 Mitgliedern vertreten. Re wirtschaftliche Katwickwng Polens. Aus Warschau meldet uns unser ^.-Korrespondent: Die Proviitzfilialen der Bank Polski haben ait die Zentrale ihre Berichte eingesendet, in de nett eine wesentliche Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Polen konstatiert wird.. So meldet die Filiale in Lodz, daß die gegenivärtige Beschäftigung der Industrie eine schon seit langem nicht bemerkte Belcbttng attfwcist. Eine Menge fremder Kanfieute weile zur Abschließung von Geschästen gegett bar oder Kredit in Lodz. Alle Fabriken arbeiten. Int Kreise Bia ly stock konnten die bisher stillstehenden Fabriken die Arbeit aufnchmen. Die Kattowitzer Filiale berichtet, daß der Kohlenexport aus Oberschlcsien im Monat Juni eine Rekordzifser erreicht hat, indem 1,292.173 Tonnen Kohle nach England ausgefü'hrt wurdet! , Billigeres Geld in Polen. Aus Warschau wird uns gentcldet: Infolge der Herabsetzung des Diskontsatzes der Bank Polski hat sich auch der Privotdiskont um zirka 2 bis 3 Prozettt ermäßigt. Englisches Interesse am Zlotykurs. Wie uns aus Warschau berichtet wird, sind in den Handelskreisen zahlreiche Gerüchte über eine bevorstehende Aktion englischer Wirtschaftskreise für Erhöhung des Zlotyknrscs verbreitet. Es heißt, daß diese Kreise befürchten, daß auch nach dem Ende des englischen Kohlenstreikes die englische Kohle einen großen Teil ihres Marktes zugunsten der polnischen Kohle verlieren wird, und zwar infolge des niedrigen Zlotykurfes. Es verlautet, daß in den letzten Tagen vom englifchett Staate 80 Millionen Pfund auf den Markt geworfen fein sollen, um die Erhöhung des Zloty zu erreichen. Die Handelsbeziehungen zwischen Palästina und Trausjordanien. Am 8. Juni «besuchten die Vertretender Handelsrtnd Jndustrieabteilung der Zionistischen Exekutive in Palästina, die Herren Th i s ch b Y und Johuda Amman, die Hauptstadt Transjordaniens, um die Handelsbeziehungen zwischen Palästina und Transjordanien zu intensivieren. Zn diesem Zweck wurde eine Wanderausstellung von palästinensischen Warenmustern veranstaltet. Ferner erteilten die obenerwähnten Vertreter der zionistischen Handelsabteilung genaue Informationen über die Exportmöglichkeiten aus Palästina und verhandelten über ständige Handelsbeziehungen und die Schaffung einer allgemeinen Agentur für Palästina und dem nahen Orient. Die Verhandlungen sind noch nicht «beendet. In der Frage der allgemeinen Agentur bemüht sich Said Halba Effendi aus Amman und mit ihm werden auch in der Zukunft die Verhandlungen dieser Sache geführt werden. Transjordanien besitzt Rohstoffe, wogegen Damaskus ein, wenn auch primitives, Industriezentrum ist.- Die Hedschasbahn erteilt den Kaufleuten, die von Damaskus nach Transjordanien oder umgekehrt Waren transportieren, bedeutende Erleichterungen, so daß sich ein lebhafter Handel zwischen der Hauptstadt Syriens und Transjordaniou entwickelt hat. Auch die Kreditbeziehungen der beiden Länder sind ausgezeichnet. Während aber die Waren, die aus Damasktts kommen, mit einem vierprozentigen Zoll belastet sind, ist der Export aus Palästina nach Transjordanien zollfrei. Bisher war der Handel mit Transjordanien und anderen Nachbarländern Palästinas nur sehr schtvach, obwohl die Handolsverhältnisse im großen Maße für den Export nach diesen Ländern sprechen. Die Bekinnpfung der Arbeitslosigkeit in Palästina. Die Aöbeitsabteilung der Zionistischen Exokutive erhielt vonr Keren Hajessod zur Linderung «der Arbeitslosigkeit (über das Budget der Abteilung hinaus, das 38.000 ägyptische Pfund ansmacht), die Summe von 20.000 ägyptische Pfund. Wie wir bereits berichtet haben, hat die zionistische Leitung beschlossen, die 25.000 Pfund der Baron-Spende zur Behebung der Avboitslostgkeit und Erschließung neuer Ar- «beitsquellen im Lande zu verwenden. Der Leiter der Arbeitsabteilung, Spr inzak, hat daher schon vor seiner Abreise ins Ausland das Budget für verschiedene Arbeiten in der nächsten Zukunft aufgestellt, das sich auf zirka 19.000 Pfurrd beläuft. Nach Hinzurechnung dieser Summe erreicht das Budget der Arbeitsabteilung der Zionistischen Exekutive in diesem Jahre schon 80.000 Pfttnd und steht daher au zweiter Stelle, gleich nach dem AusMungsbudget.

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