Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2684 (13.8.1926)
- Date
- 1926-08-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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mti 8 Men, Freitag Wiener Morsenzettuns 13. SMst 1926 . Nr. 2684 die Sprqzentigen österreichischen Staatseisenbahn-Obli' gationen i« Franken (betreffend das alte und das neue Eisenbahnnetz), die 4prozetrtigen österreichischen Staatseisennöahn- Obligaironen in Franken, Ausgabe 1910. Die Regelung dieser Schulden erfolgt gemäß dem durch die Abmachungvon Prag und d a s Z n s a tz p r o t o k o l l von Paris ergänzten Innsbrucker Protokoll durch eine gemeinsame Kasse der Inhaber von vor dem Kriege ansgegebenen österreichischen und ungarischen Staatspapieren, die ihren Sitz in Paris, Boulevard de Conrcelles 22, hat. Die Kassa wird demnächst damit beginnen, die Wertpapiere im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Zinsendienstes neu einzuteilen und mit neuen Z i n s sche i ue n zu versehen. Die Reparotionskvmnrission hat allen interessierten Regierungen das Verfahren bekanntgegeben, das die Staatsangehörigen der an dieser Regelung teilnehmenden Länder einznschlagen haben. Diejenigen Papiere, die außerhalb des Gebietes der Nachfolge st aaten der österreichischungarischen Monarchie abgestempelt wurden, werden ohne Formalitäten zu den erwähnten Operationen der Kasse z n g e l a s s e n. Zur Vorlegung der Wertpapiere zwecks Geltendmachung der Ansprüche ist eine 12 m o n a t i g e F r i st vorgesehen. Sie beginnt zu einem Zeitpunkt, den die Kasse in ihrer Bekanntmachung zivecks Bersehung der Papiere mit neuen Zinsscheiuen fkte jede Kategorie festsetzen und bekanntgeben wird. Aus dieser Meldung ist zu entnehmen, daß ^ie Reparation::- kommission die Aufteilung der Titres, insoweit sie Gold- oder Balntapapiere repräsentieren, unter die einzelnen Nachfolgestaaten als abgeschlossen erachtet. Die Caisse Commrtne Wied demnächst den Zinsendienst für die als altallsländischer Besitz gekennzeichnet oben erwähnte österreichische und ungarisch: Renten sowie Staatsbahnprioritäten beginnen. Die Altansländer haben 12 Monate Zeit, ihre Wertpapiere bei der Caisse Commune einzureichen und ihre Ansprüche geltend zll machen. Was nun die im Inland ' abgestempelten Renten betrifft, so bleiben sie zwar eine Schuld der österreichischen Regierung, deren Sache es ist, sich mit den Gläubigern auseknanderzusetzen uns ihnen etwas zu bieten (oder wie die österreichische Regierung b sher immer erklärt hat), nichts zu bieten; da aber die Reparationnskommission allen interessierten Negierungen das Verfahren über die Aufteilung der Renten als abgeschlossen notifizierte, so folgt daraus, daß sie sich um den Jnlandsrentenblock nicht weiter zu kümmern gedenkt, daß also jedenfalls für die österreichische Regierung der Vorwand entfällt, sich mit Berufung auf eine N ost e der Reparationskommission, auf der Einziehung der Goldrente und der Staatschatzanweisungerl zu bestehen. Die Börse hat denn auch gestern obige Meldung aus Paris in diesem Sinne aufgefaßt und daraus erklären sich die gestern verbreiteten Gerüchte, wonach die Einlieferung der österreichischen Goldrente und der 4Fprozentigen Staatsschatzanweisungen unterbleilben soll. Ratifikation des österreichiich-jugoflawifchen Handelsvertrages. Amtlich wird verlautbart: Am gestrigen Tage sind im Bundeskanzleramt die Ratifikationsinstrumente zu dem zwischen der Republik Oesterreich und dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen am 3. September abgeschlossenen Handelsvertrag ausgetauscht worden. Der Vertrag, dessen tarisaris che Abmachungen bereits mit Verordnung vom 16. September 1925 in Kraft gesetzt worden find, tritt somit am 2 2. d. in Wirksamkeit. Regelung des Grenzvcrkchrs. Gleichzeitig mit dem Handelsvertrag tritt auch das einen Bestandteil desselben bildende T ie rse u chen ü b e r e i nlommen sowie ein Uebereinkommen über den Weideverkehr an der Grenze in Kraft. Dem Handelsvertrag ist weiters ein Uebereinkommen betreffend die Regelung des Grenzverkehrs angeschlossen, das eine Zusammenfassung, beziehungsweise Neuredigierung der bisher für den Grenzverkchr maßgebenden Abmachungen darstellt und dem Sonderabkommen über Straßen, Wege, Brücken, Ueberfuhren, Schiffahrt und Flößerei in der Grenzzone, über Elektrizitätswerke in der Grenzzone, über die Murregulierung in der Grenzstrecke, über Fischfang in den Grenzgswässern, über die Ausnützung der Wasserkräfte in der Grenzzone und ein Uebereinkommen über den Touriste-nverkchr im Grenzgebiet angeschloffen sind, die alle ebenfalls mit 22. d. in Kraft treten. Ser Direktor der Stelnbrucher Weberei verhaftet. Budapest, 12. August. Die Polizei verhaftete geistern abends den Direktor der Steinbrucher Weberei A.-G., Felix Gunst, nachdem die Fabrik den Direktor gestern fristlos entlassen und gegen ihn die Betrugsanzeige erstattet hatte. Gunst hat der Kaffe des Unternehmens eine halbe Milliarde entnommen und sich dafür ein Gut bei Pest-Szent- L ö r i n c z gekauft. Das Manko wurde vor einigen Tagen durch einen neuen Revisor, der die Bücher der Fabrik überprüfte, entdeckt. Gunst verteidigt sich damit, daß er den Betrag als Darlehen betrachtet habe. Cr wurde in Präventivhaft genommen, über seinen Besitz im Pester Komitat wurde die gerichtliche Sperre verhängt. „Esti Knrir" zufolge entbehren die Gerüchte über eine Zahlungsunfähigkeit der Stelnbrucher Weberei A.-G. und ihres Präsidenten und Generaldirektors Oskar B a r a n h jeder Grundlage. _ Eine amerikanische BeamlenhSnser-Anleihe für Ungarn. Prinz Louis von Bourdon Äs Unterhändler. Budapest, 12. August. (U. T.-K.-B.) Beini stellvertretenden Ministerpräsidenten Pass sprach heute vormittags, wie die Devisen« anv Balatenkurse vom 12. August 1928. Devisen Amsterdam ..... Geld tftr* 284 46 Oelo >. 6.096 War- 6 136 französische Noten . . aelc 8. 20.02 Ware 20.18 12.496 189. — 189.60 Holländische Noten .. Berlin ....... ,68.67 Warschau ... 77.16 77.66 Italienische Noten . » « 23.72 23.88 19.60 Zürich.. . . 13647 136.97 Jugoslawische Noten . . 12.47 12.63 Budapest «... . . Bukarest . . . . . 98.78 . 3.2723 09.08 3.2426 3A.43 Valuten Amerikanische Noten . 704.26 708.26 Polnische Noten .... Rumänische Noten . . . Russische Noten (Roman.) 77 — 3.196 78.— 3.235 Mailand ...... 23.40 Belgische Noten . . » . Schweirer. Noten . . . Tschecho-slnw. Noten . 136.76 137.66 New*York* . » » » . 706.75 708.25 Bulgar. Not. . . » » » » Deutsche Noten .... 2 J.8776 2u.9976 Paris.. . 19.39 19,49 187.86 166.46 Türkische Pfund-Noten. . Prag ..... . 20.Ö976 20 9776 Englische Noten .... Ungarische Noten . . . 98.72 99.12 Blätler erfahren, der gegenwärtig in Budapest weilende Prinz Louis von Bon rbon vor, um chm im Namen einer amerikanischen Finanzgruppe, deren Delegierte sich derzeit in Budapest aufhalten, eine mehrere Millionen Dollar betragende Anleihe zum Emissicmskurs von 9V bei 7prozentiger Verzinsung anzubieten. Tie Anleihe würde zur Errichtung von Beamtenwohnhäuser n dienen. Minister Bass nahm das Offert entgegen lind wird es dem Finanzminister verlegen. Das dentsch-sranzSfisch-belgische Eisenabkommrn. Verhandlungen in Paris. Paris, 12. August. (Tel.-Komp.) Nach der „Liberia" stud heute im Gebäude des C o m 11 c des Forges die Vertreter der deutlichen, französischen, belgischen und luxemburgischen Eisenindustrie znsammengekommen. Am Vormittag fand eine vorbereitende Konferenz der fraüzöstschen Eisenindustrietten statt. Bei dem anschließenden Frühstück hatten die Vertreter der Firmen Thyssen und Krupp eine Besprechung mit den französischen Delegierten. Tie erste offizielle Zusammenkunft findet heute nachmittags statt. Die Grundzüge des Abkommens. Wie „Excclsior" meldet, enthält das Abkommen der deutfch-französisch-belgifch-luxemburgifchcu Eisenindustrie, das voraussichtlich in Paris unterzeichnet werden wird, erstens ein Abkommen zur S y st e m a t i s i e r u n g der europäischen E i s e u p r o d u k t i o n, und zwar zur Ausrechterhaltung derselben auf Leu jetzigen Stand, und irr bezug auf die spätere Entwicklung die in dem eigens vereinbarterr und den Bedürfnissen des internationalen Marktes entsprechenden Maße erfolgen soll. Dadurch sollen Störungen und vor allem Arbeitslosigkeit in der europäischen Eisenindustrie vermieden werden; zweitens ein Abkommen über die Ausfuhr der .Erzengnits.se der E i s e n p r o d u k t i o n FranzösischiLothringens und des Saargebietes nach Deutschland; drittens ein Abkommen über die B e r t e i l u >n g d e r Weltmärkte für gewisse Produkte der Eisenindustrie, insbesondere für Eisenbahnschiene:' Der englische Bergarbeiterftreik und die Londoner Börse. London, 12. August. Die'„Times" lenkt die Aufmerksamkeit auf die trotz.der durch den Bergarbeiterftreik geschaffenen Situation herrschende Festigkeit auf dem Londoner Effektenmarkt. Da durch die Machsende Stagnation des Handels das Geld billiger geworden ist, konnte die Einstellung der Arbeit in den KohlLngrrltben tatsächlich dazu beitragen, den Wert festverzinslicher Papiere zu erhöhen. Die Billigkeit des Geldes in der letzten Zeit vermochte die Aktien eher zum Steigen als zum Sinken zu bringen. Die City würdigte jedoch vollkommen die ernsten Konsequenzen des-Streiks hinsichtlich der Verringerung der Kaufkraft, die nicht bloß ungeschützte Industriezweige hart trifft, sondern auch die Tendenz habe, den Absatz bei den Luxus- und geschützten Industrien zn verringern. Als ein beunruhigendes Zeichen betrachtet die ,Mmes", daß die Ausweise der E isenbahnen in den 15 Wochen, die mit dem 8. d. enden, ein Zurückgehen der Einnahmen um fast 17 Millionen Pfund Sterling, also eine Reduktion von über 30 Prozent, Herabsetzung des Nnsfußes bei der Zentralsbarkaffe der Gemeinde Wien Die Zentrallvarkasse der Gemeinde Wien hat die Ermäßigung deS Wechselzinsfußes der Nationalbank um ein halbes Prozent zum Anlaß genommen, den Zinssatz.für Kredite im allgemeinen um ein volles Prozent, in einzelnen Positionen sogar um 5/* beziehungsweise 17a Prozent zu ermäßigen. Dies wurde der Anstalt nur durch die außerordentlich günstige Entwicklung des Emlagenstandes ermöglicht, welcher derzeit 188 Millionen Schilling (1880 Milliarde» Kronen) übersteigt. Der Zinssatz für amonisable Hypothekardarlehen mit 10 bis 40jähriger Laufzeit beträgt nunmehr bei Belehmm sobjekten in Wien 8 Prozent, bei solchen außerhalb Wiens 0, beziehungsweise 9l/a Prozent, Itst Renoviernngsdarlehen 7 Prozent p>us 1 Prozent Negremtchlag. für Darlehen an öffentliche Körperschaften, wie Gemeinden Mw. 83/* Prozent. für den Wechsel- und Efftklentontokorrent 9 bis 12 Prozent, für den Eskont von Warenwechseln je nach der Bonität des Wechselmatertals 7 bis 9 Prozent p. a. Provisionen oder wie immer genannte, die Verzinsung erhöhende Nebengebühren werden nicht berechnet. Die ermäßigten Zinssätze treten für neue Kredite sofort, für die bereits bestehenden ab 1. September 1926 beziehungsweise bet amortisablen und Renovierungs-Darlehen an diesem Zeitpunkte nächstfolgenden Pauschalratentermin in Kraft. Daaegen wurde im Etnlagengeschäft der Anstalt die Herabsetzung des Zinsfußes auf das Ausmaß der Verminderung der Bankrate beschränkt. Der Zinsfuß für jederzeit abhebbare Spar- und Schecke nlagen beträgt sohin nunmehr 47, Prozent, für Einlagen, die auf Einlagebttche' gegen zweimonatige Kündigung entgegengenommen werden, 5'/, Prozent p. a. Diese Verzinsung tritt für Neueinlagen mit Wirksamkeit vom 11. August 1926. für bereits bestehende Einlagen und Nachlagen auf solche mit 1. September 1926 in Kraft. während der Dauer des allgemeinen, beziehungsweise des Bergaribeitevstreiks, Nachweisen. Die „Times" hebt schließlich hervor, daß die Leiter der großen Brauereien die Aktienbesitzer auf adS A b n e h m e n des B i e r k o n f u m s aufmerksam machen. Generaldirektor Julius Müller itttb die Messe-A.-G. Gestern wurde in einem Morgenblatte mitgeteilt, daß der Generaldirektor der Wiener Internationalen Messe, Kommerzialrat Julius Müller, von seinem Posten zurückgetreteu sei. Generaldirektor Müller sendet uns nun ein Zuschrift, in welcher er erklärt, daß er sich zwar seit langer Zeit bemühe, seinen Vertrag zur Lösung zn bringen, um sich seinem eigenen Geschäfte zu w idmtjt, daß aber dre zuständigen Faktoren auch diesmal eine Disknssiou über seinen Rücktritt abgelehnt haben, so daß er sich mit dein Gedanken abfindeu müsse, die Geschäfte der Wiener M e s s e w e: t e rz u führen. Es sei daher müßig, Kombinationen über seine Nachfolge auzustellcu. Ferner erklärt Genraldirektor Müller, das der in dem genannten Blatte verzeichnete Verkauf eines großen P a'k e t e s von M e s s e a k t i e n an der Borst durch ein Verwaltnugsratsmitglied insoferne zu den Unmöglichkeiten gehöre, als der bekannte Aktienbesitz der Verwaltungsrate mit Ausnahme kleiner Reste syndiziert und g e s p e r r t ist und daher nicht abgegeben werden konnte. Es handle sich also hier um ein ganz müßiges Gerücht. Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffnet über die Firma Pasch.ns L Boiidy. 1. Bez., Franz-JosesS-Kat 6». Das Ausgleichsverfahren w'irde eröffnet über Moritz Zerner, registriert unter der Finna Max Zerner, 1. Bei.. Vorlamstraße Nr. 2; Leopold Haber. Kaufmann, 6. Be,.. Gumpendorferitraße 65: Hans Onliofer. Wasche und Wirkwaren, 13 Bez.. Hütteldorferstraße 239; Jo es Wiegeles. Gemi'chtwarenhändler, 8. Bez.. Josefnädterstraße 24; Hermann Scherer. Rateubändler. 2. Bez , Voileltplatz 12« Johann Bener. Spezerei- und Kolonialwarenhandlung in Schwache Tendenz der Frankendevisen. Die Frankendevisen waren gestern während der garrzen Börsenzeit schwach. D'.e Devise P a r'i s ist gegen Zürich vorübergehend unter 14 gesunken, konnte sich jedoch gegen Schluß auf 14.20 wieder erholen. Der »Franken machte die Schwankungen des frairzoirschen mit. r a fiel unter 17 und schloß 16.95 gegen 17.20 tags vorher. Die rückläufige Bewegung des französischen Franken ging von Variv aus, doch machten sich zeitweilig auch englische und franzosr>chc Abgaben auf den internationalen'Plätzen, bemerkbar. Abnahme des Banknotenumlaufes in Frankreich. Ans Paris, 12. d., wird telegraphiert: Nach dem Wochenausweise der Bank von Frankreich haben sich die Vorschüsse an den Staat um 550 Millionen auf 37,3 Milliarden und der Banknotenumlattf um 987 Millionen ans 57,22 Milliarden vermindert. Erhöhung der französischen Eisenbahntarife. Ans Paris, 12. d., wird telegraphiert: Nachdem der Minister für öffentliche Arbeiten den gestern gefaßten Beschluß des Obersten Eisenbcchnrates über die Erhöhung der Eisenbahntarise gebilligt hat, wird der neue Tarifsatz vom Montag den 1 6. d i n K ra f t treten. (Erhöhung: Personentavise um 30, Eilgut um 28 und Frachtgut um 24 Prozent. Die Red.) Besserung im Kladnoer Kohlenrevier. Aus Prag wird telegraphiert: Der Absatz im Kladnoer Kohlenrevier ch m den letzten Tagen hauptsächlich infolge größere,: Abrufes der Zucker¬ und Spiritnsindustrie stark gestiegen, so daß nach längerer Zeit die Arbeitswoche von vier auf sechs Tage erweiter. tverden konnte. Auch die großen angefamruelten Kohlenvorrate von ungefähr 750.000 Zentner haben sich gelichtet. In: westböhmischen Kohlenrevier wird wie bisher nur an fünf Tagen in oer Woche gearbeitet. Das tschechoslowvkisch-ungarische Handelsprovisorium. Ans Budapest,12, d., wird gemeldet: Die Abendblätter berichten von maßgöbender Stelle, daß das Zustandekommen des Provisoriums mit der Tschechoslowakei noch keineswegs g esichert sei. Eine neuerliche Vertagung der Verhandlungen sei nicht auAgeschlossen, da bis heute Mittag auch, nur über die Frage des Provisoriums eine Einigung nicht ergiell worden :>t. Die Verhandlungen dauern heute, den ganzeil Tag an rmd werden sich nötigenfalls über die Nacht erstrecken, da das bisherige Provisorium amt Mitternacht ablänft. Drohende Stillegung der norwegischen Papierindustrie. Ans Oslo, 10. d., wird gemeldet: Auf Ersuchen der Arbeitgeber der Papierindustrie wird das Vernnttliingsamt beide Parteien ein letztes Mal zusammenberufen, unr den Konflikt zu regeln. Falls die Verhandlungen scheitern, wird die Astbeit m der' Papierindustrie Samstag abends eingestellt, wovon 12.000 Arbeiter betroffen würden. Budapester Getreideterminmarkt. Die stark rückgängigen Notierungen wirkten verflauend auf dem Budapester Platz. Ailf Abgaben schwächten sich insbesondere Oktoberroggen ab, der 2410 bis 2420 notierte. Weizen sprach sich unverändert aus und notierte 3730 bis 3740. Ausländische Börsen. Berlin. Auf die Verlautbarungen über den baldigen Abschluß der Zusannneilfassuirgsbestrebungen der deutschen elektrischen Industrie fetzte sich unter Einfluß des slüfsigeren Geldstatides die feste Haltimg an der Börse fort. Bel K a l i a k t i e n betrugen die Erhöhungen 2 bis 6 Prozent unter dem Einfluß der bedingten 12prozentigen Preiserhöhung für Kali ab 1. September. Beträchtlicher bei teilweifen Erhöhungen bis zu 5 Prozent waren die Umsätze zeitweise in Montan-, Chemischen, Elektrizitäts- und Favbaktien. — ■ Prag. Das Geschäft gestaltete sich infolge größerer Umfatztätigkeit in Arbitragepapioren, besonders aber in Alpine, reger, wobei diese Papiere bei größerem Geschäftstrmsang für ausländische Rechnung gekaiift wurden. Ansonsten bot das Börseiibild keine neilnenswerten Veränderungen und die Stagnation dauerte an. Wiener Bankwerte konnten sich leicht bestsligen. Anlagepapieve waren behauptet. — Budapest. Der Verkehr gestaltete sich außerordentlich lebhaft, doch kam es erst gegen Schluß, zu größeren Krlrsstoigeruimen, als von Wien günstigere Meldilngen eHntrafen. In: Vordergründe des Jnrereffes standeii Knliffenwerte, Won denen Salgo, Rima und Ungar. Kredit uni 2 bis 3 Prozent anzogerr. Wiener BiehmSrlUe. Jungviehmarkt. Berkebr flau. Kälber und Schweine billiger. Aufgetrlebvn wurden 10vl Stück lebende Kälber. 9H4 Stück 588 Stück Weidnerschwetne,