Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2676 (5.8.1926)
- Date
- 1926-08-05
- Page
- Seite 2 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SMtz t Men. LvnneMag_ Wad -mms 70. Sebmtslag. Di« gesamte jMsche Weilt feiert heute den Mann, der als Vater des Gedankens vom „geistigen Zentrum" in Ere; Israel, als Sehopfer des neuhebräischen wissenschaftlichen Stils, als großer Denker und als Erzieher der neuen Mischen Generation Unvergängliches geleistet hat. Die Zionisten aber begrüßen und bedanken Achad Haam darüber hinaus als das Gewissen des neuen Jischtiw in Palästina. Es ist der höchste Titel, den ein Bvlk im Zeitalter des Aufbaues seiner Heimstätte, in der Aera heroischer Anstrengungen mn die Errettung und die Erneuerung auf der eigeney Scholle zu verleihen hat. Ne gebührt Achad Haam, der seit dem Auftreten Theodor Herzls, seit dem Entstehen des Kongrcßzionismus von der Sorge erfüllt ist, daß die Massenorganisierung der Judenheit lediglich ein großes, reich gegliedertes, aber rein äußerliches Parteigetriebe erzeugt, welches niemals die „nationale Wiedergeburt" herbeiführen könnte, daß man in die „äußere Freiheit" die „innere Knechtschaft" mit tragt, der mit unbeugsamer Tatkraft in den Tagen großer organisatorischer und politischer Erfolge immer wieder betonte — wir wählen seine Worte — der Automat sei geglückt, aber man müsse ihm endlich die Seele einhauchen, weil er sonst wertlos, ja schädlich sei. Der Kulturzionismus — durch das geistige Wirken Achad Haams dem politischen Zionismus als wesentlicher Bestandteil eingefügt — ist bie Seele des Kongreßzionismus geworden. Wenn man die überragende Bedeutung der Lehre Achad Haams für das zionistische Werk in diesem Sinne würdigt und preist, ist es Pflicht, in aller Eindeutigkeit zu betonen; daß der politische Zionismus, der ein jüdisches autonomes Gemeinwesen in Palästina fiir einen großen Teil des Volkes anstrebt, durch Acha) Haams „geistiges Zentrum" nicht ersetzt werden kann; daß der politische Zionismus, wie ihn Herzl schuf und wie ihn seine Erben ausbauten, nach wie vor die Uebekführung von Massen nach Palästina an-stroben muß; daß es gefährlich ist, das Nettungsproblem hinter das Kulturproblem .zurückzustellen; daß gegenüber der kulturellen Judentumsfrage die politische Jude nheitsf rage nicht in den Hintergrund treten darf; daß ein g e i st i g e § Zentrum nur in einem so großen, so starken, so freien politischen Zentrum Platz finden kann, wie es das von Theodor Herzl geschaffene Baseler Programm anftrebt. Ties zu sagen ist Pflicht am Ehrentage Achad Haams, des teuren.Mannes, der ein Bekenner ist und das reine Gefäß der Wahrheit. Anläßlich der Tagung des großen Zionistischen 'Mionskomitees in London wurde die Verhandlung über die brennetvdften Probleme des Palästinaaufbaues unterbrochen, mn das Fest des 70. Geburtstages Achad Haams begehen. Aber dann stand der gewählte Führer der Zionistischen Weltorganisation auf, Chaim Weizmann, der Schüler und Verehrer Achad .haams, drr gegenwärtige Sachwalter des Herzlichen Kongreßzionismus, und sprach in großer Ergriffenheit davon, er glaube mit ganzer Kraft daran, daß er mit seinen Augen in zehn Jahren eine große jüdische Gemeinschaft in Palästina sehen werde, daß die große Konzeption einer Massenübersührung von Juden — zumindest 40.000 Menschen int Jahre — durch gewaltige Anstrengungen der Judenheit, durch hingebende zionistische Propazu verleihen hat. Sie gebührt Achad Haam, der seit dem Auftreten Möge Achad Haam noch lange Jahre als Wächter dieses Werkes in Ere; Israel leben! Nie Hausse der Frankendevisen. Die Frankendovisen hatten gestern stürmische Kurssteigerungen zn verzeichnen, die durch anhaltende Deckungen der internationalen Kontermine hervorgerusen wurden. Paris gegen Zürich wurde vorbörslich bei 14.30 umgvsetzt, ging dann auf 14.12 zurück und schloß mit 14.40. Nachbörslich setzte wieder eine stürmische Answärtsbewegung der Devise Paris" bis aus 15 ein, im Abendverkehr notierte sie 15.20 nach 15.40. Aehnlich gestaltete sich die Tendenz für Brüssel und Mailand. Brüssel eröffnete mit 14.50 gegen Zürich, schloß mit 14.40 nach 14.60 und notierte im Abenwerkehr 15.20. Die Lira überschritt gestern zum erstenmal den Kurs von 17, schloß mit 17.30 und wurde im Abendverkehr bis 17.40 umgesetzt. Gleichzeitig haben sich die Reportsätze der Frankendevisen sehr stavk ermäßigt: Paris 3 bis 3,5 Franken, Brüssel 4,5 Franken, Mailand 3 Lire pro Pfund und Monat. Die .Hausse der Frankendevifen war um so bemerkenswerter, als gestern Meldungen über eine neue Konvention zwischen der Bank von Frankreich und dem Staate Vorlagen, die eine Erhöhung des Banknotenumlaufes zwecks Ankaufes der Devisen für die Bedürfnisse des Handels und der Industrie sowie die Schaffung einer Manövriermasse vorsieht. Sollte tatsächlich der Ankauf von Devisen mit Franken vorgenommen werden, so wäre das nackte Inflation, die den Franken zurückiversen müßte. Der Ankauf von Devisen ist vielleicht so zu verstehen, daß die Steigerung des Franken dazu benützt werden soll, um fremde Zahlungsmittel anzukauftn, was durchaus begreiflich ist, ta jede Steigerung der heimischen Währung stets zu verstärktem Angebot der gehamsterten Devisen und Valuten führt. Die „Operationen zur Währungsstabilisierung" gestatten der Bank von Frankreich Prämienkäufe in internationaler Währung und ermächtigen sie ausdrücklich, Gold und Devisen auf offenem Markt ausßukaufen. Solche Devvsenkäuse wurden auch in Oesterreich in den Jahren 1920 bis September 1922 mit Kronen vorgenommen, natürlich, um die Devisenbestände des Staates zu vermehren, aber die Folge war stets ein weiterer Kronensturz und letzten Endes eine Verminderung der staatlichen Devisenbestände. Ob es Frankreich anders ergehen wird, ist durchaus fraglich. Gewisse Kautelen gegen die Inflation sind allerdings in der Bestimmung enthalten, daß der Finanzminister binnen drei Monaten nach der Verkündigung des Gesetzes mit dem Glmberneur der Bank von Frankreich alle erforderlichen Verträge abzuschließen habe, um durch Wiederausrichtung des Franken die Vorbereitung der Währungsstabilisierung zu ermöglichen. Das ist aber eine ziemlich dehnbare gfet _Wiener Morgeiizettim«_ stimmung, deren Anwendung für oder gegen den Franken davon abhangen wird, tver stärker sein wird; der Finanzminister, falls er die Staaisnotwendigkeiten geltend machen sollte, oder der Bankgouverneur, der die höheren Interessen der Währung zu vertreten haben wird. Man weiß aus Erfahrung, daß in solchen Fällen Bankpräsidenten nicht gerade das erforderliche Rückgrat besitzen. Etwas anderes iväre es, wenn Poineare schon jetzt einen bestimmten Stabilisierungskurs anstrebte und die Mittel hätte, diesen Kurs zu verteidigen. Der Ankauf von Devisen mii Franken ist aber hiefür nicht das geeignete Instrument. Hiefür muß man schon vorher, wie dies bei der Qesterreichifchen oder der Ungarischen Nationalbank der Fall war, über Devisenreserven verfügen, die im Bedarfsfall eingesetzt werden; ha! man sie, dann kann man freilich durch Angebot von Franken Golddevisen an sich ziehen und einer Steigerung des Kurses der heimischen Devisen Vorbeugen, wie dies auch in Oesterreich geschehen ist. Die am selben Tage, an dem die Vermehrung des Bank- Notenumlaufes in Aussicht genommen wurde, eingetretene D c v i s c n h a u s s e mutet geradezu paradox an und dürfte sich nur aus der Verängstigung der Spekulation erklären, die durch die Annahme des Finanzplanes im Senat und durch die Steigerung des Franken hervorgerusen wurde. Bor der wirklichen Stabilisierung im gegenwärtigen Moment scheint Poineare zurückzuschrecken, da der Realwert des Banknotenumlaufes in Frankreich, der derzeit 54 Milliarden beträgt, nach dem gegenwärtigen Frankenkurs viel zu hoch ist und daher bei Festlegung eines solchen Kurses der Wirtschaft die notwendigen Ventile entzogen würden. Poineare scheut offenbar die bei einer Stabilisierung zu einem so hohen Kurse unvermeidliche Teuerung und Arbeitslosigkeit. Cr fürchtet die Sanierungskrisc, bie nach der Stabilisierung der Währung auch Frankreich nicht erspart werden kann. Ner Kullurkamvs in Mexiko. In Mexiko nimmt der Konflikt zwischen der Regierung und der katholischen Kirche immer heftigere Formen an. Es ist bereits zu Gewalttätigkeiten gekommen. Der Konflikt ist, wie bekannt, ans dem Bestreben der Regierung cnlstandeu, die Verfassungsreformen vom Jahre 1017, die eine Art von Numerus clausus für die Geistlichen aller Konfession einführen, nunmehr zn verwirklichen. Dies traf besonders die katholische Geistlichkeit, die in Mexiko über große Macht und Reichtum gebietet. Der mexikanische Geschäftsträger in Prag, Enrique Santibancz, gibt im „Prager Tagblatt" eine Erklärung des Kampfes, in der er unter anderem sagt: „Vier Jahre nach vollzogener Unabhängigkeit, als von der spanischen Hegemonie nicht mehr die geringste Spur vorhanden war und der Bestand der Republik gesichert schien, gebot der Papst dem Klerus in Mexiko, auch fernerhin dem König von Spanien Gehorsam zu erweisen uut> ans die Katholiken in diesem Sinne einzuwrrken. Stets war das Ziel des Klerus darauf gerichtet, über die Zivilbehörden der Republik die Oberhand zu gewinnen, die reichen Kirchengüter der Steuerpflicht zu entziehen, Vorschriften zu erlassen über die Beobachtung von Sitten, Gebräuchen, sowie über die Ausbildung in den Lehranstalten; wobei jedes andere Glaubensbekenntnis unterdrückt wurde. Sein Trachten ging dahin, den Präsidenten der Republik dem Erzbischof von Mexiko unterzuordnen. Im Lande gab cs keine andere konservative Partei, als die klerikale, die die Erhaltung der Religion und ihres Machtbereiches als Richtschnur hatte." Eine Aeußerung des Wiener mexikanischen Generalkonsuls, Herrn Joaquin N o r e s, gegenüber einem Interviewer des „Abend" gibt der „Reichspost" Anlaß zu einem scharfen Angriff auf den Diplomaten, der „das Gastrecht verletzt" habe. Dieser Angriff ist um so auffallender, als ja die „Reichspost" ein Organ der Regierung ist. Es ist wahrscheinlich, daß Herr Nor es eine Beschwerde an das Auswärtige Amt richten wird. Calles nimmt kerne Vermittlung an. Paris. 4. August. Wie die Blätter aus Mexiko melden, verwirft Präsident Calles einen Waffenstillstand mit der Kirche und jede weitere Vermittlung. Amerikanische Grenzbeamte überwachen die mexikanische Truppenbewegung. Ein amerikanischer Pastor und andere . Protestanten seien angeblich c t» niordet worden. Ein Friedensrichter von Katholiken getötet. Netv-Aork, 4. August. Wie Associated Preß aus Mexiko meldet, wurde der Friedensrichter D e l o h o gestern getötet, nachdem er in die katholische Menge, die dem Regierungsbeamten den Schlüssel der Kirche in C h i l a p a verwehren wollte, cms seinem Revolver geschossen hatte. Das Verhalten der Volksmenge soll für die Handlungsweise Deloyos keine genügende Aufklärung geben, da das Volk sich friedlich verhielt, als Deloyo plötzlich seine Waffe zog und zu schieße,t begann, übrigens ohne jemand zu töten. Durch dieses Vorgehen geriet die Menge so in Erregtlng, daß sie sich auf Deloyo stürzte tittb ihn tötete. Ser Fall Gajda. Prag, 4. August. Gestern intervenierten die bürgerlichen Parteien beim Landesverteidigungsminister S i r o v y wegen Beschleunigung der Untersuchung gegen Gajda. Sirovy versprach sie von der Beendigung der Untersuchung zu verständigen. „Ceske Slovo" behauptet dazu, daß die Faszisten offen gegen die tschechischen Staatsrepräsentanten und gegen die heutige S t a a t s f o r m mit Unter st ü tzu n g von Ungarn agitieren. Ungarn hätte ängeblich den Faszisten die Versicherung gegeben, im Falle eines Putsches der Faszisten der Slowakei diesen freie Hand zu geben. „Narodni Listh" zufolge sind in K a s ch a u Vertreter der tschechischen Agrarier, Nationaldemokraten, Gowerbeparteiler und der slowakischen Volkspartei wogen der Bildung eines bürgerlichen Blocks zusammengetreten, um in der ganzen Ostslowakei für, G a j d a zu demonstriere«. z. August IMS _ Kr. SM Ru Wiener Srtentteanrr. Vorgestern haben wir hier die im Wiener ,Iag* und in der „Reichspost" erschienenen Artikel des Wiener Schriftstellers Dr. Alexander Szana besprochen. Die Tendenz dieser Aufsätze, die auch in anderen Zeitungen erschienen sind, geht dahin, den Zionismus herabzusetzen und die jü- Arbeit in Palästina als ein auf Bettelei gestelltes ruehmen hinzustellen. Die Kenntnisse über Palästina . .,i. sich Dr. Alexander Szana auf einem Besuch erworben, der genau fünf Tage dauerte. In diesen fünf Tagen hat er unter anderem auch di« „Jerusalemer arabischen Quellen" entdeckt, di« ihm das Material für seine politischen Reflexionen lieferten. Was aber seinem Auftreten die besondere Marke gibt, ist die Tatsache, daß dieser Kritiker, der so hochfahrend über jüdische Arbeit und jüdische Politik urteilt, selbst jüdischer Herkunft ist. Dr. Alexander Szana, gegenwärtig Redakteur des Preßburger „Grenzboten", ist der Sohn eines allgemein geachteten Wiener Journalisten, der sich selbst mit Orientfragen sehr viel beschäftigt hat. Der Vater ist Jude, der Sohn — protestantisch getauft. Und au8 seinem Abfall leitet er die Berechtigung her, die Freiheitsbewegung des Volkes, dem er selbst entstammt, zu beschmutzen. Das muß natürlich auch di« Stellungnahme zu ihm beeinflussen. Was bei einem Nichtjuden als Leichtfertigkeit und böswillige Verletzung der gebotenen Objektivität verurteilt werden müßte, ist bei einem Renegaten ein Anfall aus dem Hinterhalt und es paßt gut in sein Bild, daß er seine Schmähungen und Fälschungen in assimilatorischen und in christlichsozial-antisemitischen Kreisen — hoffentlich für gute Bezahlung! — unterbringt. Ser Budadefter Kommunifteuvrozetz. Budapest, 4. August. Das Gebäude des Budapester Gtrafi gerichtshofes wurde heute in den frühen Morgenstunden von einem starken Polizeiaufgebot besetzt. Sämtliche zu dem Gerichtsgebäude führenden Straßen wurden in einem Umkreis von 600 Meter von Polizei zu Fuß und zu Pferd crbgesperrt. Seit 9 Uhr morgens zirkulieret! zwischen dem Westbahnhof und dem Börsenplatz starke Polizeipatrouillen, um jede Ruhestörung im Keime zu ersticken. Punkt 9 Uhr werden die 33 Angeklagten in den Schwurgerichtssaal geführt. Um 9 Uhr 10 Min. wurde die Sitzung eröffnet. Matthias R a k o s i nimmt zwischen Gögös und Weinberger Platz. Nach dem Schluß der Rede des Angeklagten Ludwig S z i l a g y i zieht sich der Senat um viertel 11 Uhr zur Urteilsfällung zurück. Nach eineinhalbstündiger Beratung erscheint um dreiviertel 12 Uhr der Gerichtshof wieder nn Saal und der Vorsitzende beginnt die Verlesung des Urteils. Danach erhalten die fünf Hauptcmyoklagten, Matthias R a k o s i achteinhalb Jahre Zuchthaus, wovon zehn' Monate durch die Untersuchungshaft verbüßt erscheinen, Zoltan Weinb erg er acht Jahre Zuchthaus, Karl Oery vier Jahre, Ignaz G ö d ö s dreieinhalb Jahre und Katharina Hamann zwei Jahre und vier Älonate. Während der Urteilsverkündung kommt es zu Tumultszenen. Als Matthias Rakosi sein Urteil vernimmt, ruft er aus: Es lebe die gesetzmäßige ungarische kommunistische Partei. Alle Angeklagten stnmnten in die Hochrufe ein. Es dauert mehrere Minuten, bis der Präsident durch die Androhung strengster Disziplinaranklagen die 53 Angeklagten zur Ruche bringt. Zoltan Weinberg er rust: Es lebe die kommunistffche Internationale! und abermals stimmen alle Angeklagten in diesen Ruf ein. Der Präsident kann erst nach geraumer. Zeit die Ruche wiederhevstellen. Der t«goflMo»ch-b«kgarWe KoaflM. Noch keine Demarche in Sofia. Belgrad, 4. August. Das Außenministerium dementiert entschieden die Nachricht, daß die jugoslawische Regierung in Sofia Schritte wegen der Tätigkeit der mazedonischen K o m i t a t s ch i b a n d e n unternommen hätte. Eine diplomatische Intervention in Sofia wurde vor mehreren Tagen in einem Ministerrat beschlossen, doch wurde zuvor der Bericht der militärischen Untersuchungskommission über die letzten Zwischenfälle an der fugoslawischbulgarischen Grenze abgewartet. Der Bericht der Mrlitärkommission ist gestern eingetroffen und Ltußeminister N i nci c hat darauf gestern den Text der an Birlgarien zu richtenden Note persönlich dem König in Veldes vorgelegt. Dr. Nincic kehrt morgen nach Belgrad zurück. Von der Absendung der Note nach Sofia kann also vor morgen nicht die Rede sein. «er englische Kohlenstrett. London, 4. August. Im Unterhaus erklärte der Arbeitsminister, die Regierung werde ivährend der Parlamentsferien alles tun, was in ihrer Macht stehe, um die Bergherren und die Bergarbeiter zu einer Besprechung über eine Verständigung zu veranlassen. Die Bergherren und die Bergarbeiter hätten die Pflicht, über eine Regelung zu verhandeln. Der Minister forderte die Abgeordneten der Arbeiterpartei auf, während der Parlamentsferien für eine Regelung de§ Konfliktes zu wirken. Er erklärte, trotz der Vertagung des Parlaments bis zum 9. November würden die Kammern früher e i n b e r u f e n werden, wenn die Fortdauer des Konfliktes im Bergbau dies notwendig mache. Die Kohleneinfuhr aus dem Auslande belaufe sich piöchentlich auf 600.000 Tonnen. Drohender Are» kn Lodz. Lodz, 4. August. Hier droht morgen wegen Lohnstreitiglenen etu Streik in den lebenSwtchUM öffentlichen Betrieben auslludsechsn.