Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2667 (27.7.1926)
- Date
- 1926-07-27
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Me 4 Men. DienStag Wkmee Moesmzettutts 27. Mi 1926 Nr. 2667 m grauenhafter Dopvelmord. Aus Prag wird uns gemeldet: Samstag abends wurde in V e s e l y - M e z y m o st i ein grauenhafter Doppelmord entdeckt. Das Ehepaar Steiner wurde, in seinem Blute schwimmend, in seiner Wohnung tot aufge-- fuuden. Frau Steiner war das Haupt mit einem Beilhieb zertrümmert worden. Auch ihr Gatte war durch fürchterliche Beilhiebe aus den Kopf getötet worden. Die Mordwaffe wurde, in einem Tuch gewickelt, im Bette gesunden. B-.nr Tater fehlt bisher jede Spur. v Las Unglück der Familie Löhner. Der jüngste Sohn beim Baden ertrunken. Sonntag gegen Mittag ist der 23jährige Johannes Bohner, Sohn des KarosstriefabrAanten Löhner, Porzellangaste 2, beim Baden in der Donau im Orte Schwallenbach in der Wachau tödlich verunglückt. Er war mit feinem Bruder rm Auto angekommen und wollte sofort vor dem Gast- - hause der Frau Ott ein Bad nehmen. Die Gastwirtin machte ihn auf die Gefährlichkeit der Badeftelle aufmerksam, allein er erwiderte, er sei ein guter Schwimmer, stürzte sich ins Wasser und verschwand, vour Strudel erfaßt, in den Wellen. Der Leichnam konnte bis jetzt nicht gestnlden ivcrden. Mit den: .Tode des jungen Löhner hat die schwergeprüfte Familie einen neuen tragischen Fall zu verzeichnen. Vor einem Jahre ist Ludwig Löhner, der Chef des Hauses, gestorben, vor drei Monaten wurde Frau Löhner begraben, nunmehr -wurde der jüngste Schn der Familie entrissen. Bor einer Krise ans dem Wiener Fleifchmartt? Die gestern vom Zollausschusse beschlossene zweite Zolltarisnovelle, die in der heutigen Sitzung des Nationalrates zur zweiten und dritten Lösung kourmt, hat in den Kreisen der Vieh- und Fleifchhändler die größten Bedenken hervorgerufeu.' Die Vertreter der Vieh- und Fleischhändler verwesten daraus, daß schon in den letzten Wochen sich ein auffälliges Nachlassen der Vieh- und Fleischzu fuhren zeigte, und zwar infolge der andauevdcn Verluste, welche die ausländischen Vieh- und Flest'chexporteure bei den derzeit hohen Spesen erlitten haben. Von diesen Verlusten wurden auch einige große Firmen des Wiener Platzes in Mitleidenschaft gezogen. Die neuerliche beträchtliche Erhöhung der Spesen, die sich aus dem neuen Zolltarif ergeben tottfc, wird im Großhandel bei einen Waggon Fleisch zirka 1500 Schilling betragen und unbedingt zu einer bedeutenden Verringerung der Flcifchzüfuhren und damit zu einer beträchtlichen Erhöhung der Fleischpreise führen. Dazu kommt, daß durch den zu erwartenden baldigen Mschluß des deutsch-polnischen Handelsvertrages ohnehin «in großer Teil der bisher nach Oesterreich eingelangten polnischen Vieh- und Flest'chscndungen in einiger .Zeit nach Deutschland gehen wird. Das Zusammenwirken beider Umstände kann schon in naher Zeit zu einer Krise auf dem Wiener Markte führen. Ter Austrieb inländischen Viehs ist zu gering als daß er hier ernstlich in Betracht kommen könnte. Bei einer strengen Ueberprüfuug der Ausstände der mit der Zentralbank Deutscher Sparkassen in Verbindung sichenden Bich- und Fleischmarktkasse, wird sich ergeben, daß sehr bedeutende Forderungen österreichischer Firmen in' den Nationalstaaten kaum mehr eindringlich sind. Aus diesem Grunde .ist man der festen Meinung, daß eine weitere Belastung des Vieh- und FlüschimportS den ganzen Markt ins Stocken -bringen würde. Las zweite Anglobankgesetz. Ter Finanzausschuß des Ä'tationcrlrates beischloß gestern das neue Anglobankgesetz, wonach gelegentlich der Uöbernahme des Betriebes der Anglobank durch die Kreditanstalt dieselben Steuernmrd Gebührenbegünstigungen geivährt werden, wie sie nach dem F u s i o n s b e g ü -n st i g u n g sgesetz gewährt werden. Abg. All!na bedauerte es, daß die Anglobank, ein so wichtiges Wirtschaftszentrum, mit Gewalt ruiniert worden sei. Schuld der Direktoren sei es gewesen, daß ein Geschäft, das an sich gut war und sicherlich auch für die Engländer hätte rentabel sein können, immer mehr zusammengeschrumpft ist, bis schließlich die Engländer trachteten, um jeden Preis loszukommen. Dann wurde der B u d g e t n a ch t r a >g betreffend die Darlehen aus den Völkerbundkrediten für die Forderung der Milchwirtschaft und des Ausbaues des Käbelnetzes beschlossen. Eine größere Debatte entwickelte sich über die Ge 'b ü h r e nnovell e, durch die unter anderem die Total i säten r- und Rennwettgebühren, aber auch gewisse Gerichts- und Stempelgebühren bedeutend ermäßigt werden. Auch die A d m i n i st r a 1 i o n s g e b ü h r e n erfahren eine Herabsetzung. Das Gesetz wurde schließlich mit einigen Aenderungen angenotrnne n. Die Vorlage wird heute vom Nationalrat beschlosten werden. Ts wurde hierauf noch die Sozialversicherung der Notare und Notariatskandidateu beschlossen, wobei tzer 'Minister Dr. Resch die Evklärung abgab, daß die Regierung spätestens im Oktober die Notariatsgeibühren im Verordnnngswege ermäßigen werde. Las neue Arbeltsloseugefetz. Nach monatckangen Kämpfen wurde gestern im Ausschuß für soziale Verwaltung das neue Arbeitslosenversicherungsgesetz beschlossen. Sein tvesentlichster Inhalt besteht darin, daß eivgew isse Stabilisiernn g der Beiträge der A....tgeber und Arbeitnehmer ans längere Zeit Tapeten Wallis Wien,Wipplingerstrossc 15 /> Tel. 67307, 69292 hinaus gegeben ist.. Ferner ist die Trennung des Bersichernngsgedankens voir dem Verforgungsge-danken stärker zunr Ausdruck gebracht. Dies tritt insbesondere auch in der Aufbringung der Mittel zutage, wo wir als oberste Grenze der Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Versicherung 80 Prozent des Normal bei träges zur Krankenversicherung und für die übrigen Leistungen 50 Prozent finden. Um ein allzu großes Abwandern von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft zur Industrie hintanzuhalten., wurden die Wartefristen verlängert, wodurch verhindert wird, daß die Konkurrenz auf den« Arbeitsmarkte lwch künstlich erhöht wird. Den Ländern und Gemeinden, die nach dem neuen Gesetz stärker herangazogen werden, werden neue Wege erschlossen werden, um dieic Mchrauslagen bedecken zu können. Keine Erhöhung der AngeAelltenvensionen. lieber die Novelle zur Ang cf teilte uv c rf id>c r u n g ist hinsichtlich «der parlamentarischen Behandlung ein liebere inkommen der Parteien erzielt worden, demzufolge die Dpezialdcbatte über das Gesetz am 21. September beginnen wird. Die Sozialdemokraten verlangten in einer Parteienbesprechung, daß die Regierung unterdessen die Pensionen im Verovdnungslvoge erhöhe. Dieses Ansinnen lehnte der Minister für soziale Verwaltung, Dr. Resch, ab. Aus der Wiener Diplomatie. Der neue deutsche Gesandte Hugo Graf v. L e r ch e n f e I d hat gestern dem Bundespräsidenten Dr. Harnisch sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Der neuernamrte Gesandte des Kaiserreiches Persien A b o >1 g h a c e m Khan A m i d erschien gestern beim Bun- Sespräsidenten, nur ihm sein Beglaubigungsschreiben zu übergeben. Wien, 27. Juli. * Das Wetter. ' Gestern herrschte heißes Sommerwetter. Nachmittags trübte' es sich ein, ohne daß es zu Niederschlägen kam. Die Voraussage lautet: Veränderlich, Neigung zu Gewitter und Strichregen, unternormale Temperatur. * Tödliches Autounglück. Gestern nachmittags ist in der Engerrhstraße _bet sechsjährige Hilssa.beiterssohn Leopold Fricdel von einem Lastenauto überfahren worden. Der Knabe verschied noch vor Eintreffen der Rettungsgesellschast. * Vom eigenen Fuhrwerk getötet. Gestern nachmittags wollte der Mähnge Fuhrwerksbcy'itzer August Kargl aus der Krottenbachstraße in die Cottagegasse einbiegen. Die Pferde scheuten, Kargl wurde zu Boden geschlendert und überfahren. Er erlag seinen Verletzungen. * Die Touristenunfalle. Aus Reichenau wird uns gemeldet: Der Tourist I. Hortner aus Wien, Mitglied der Naturfreunde, ist Sonntag vormittags auf dem unteren Zimmersteig, woselbst ein Kletterkurs abgeyalten wurde, durch einen Steinbloü, welcher sich über seinen! Kopfe loslöste, getötet worden. Die in seiner Begleitung befindlichen Touristen fanden Hortner nur mehr als Leiche vor und transportierten ihn ins Tal. — Ein zweiter Absturz ereignete sich am Schneeberg, woselbst der in Wien, 8. Bez., Stolzentalergasse 20, wohnhafte Metallarbeiter Karl Mayer bei einem Sprung über eine Platte abgestürzt ist und sich eine schwere Zersplitterung des Schienbeines zugezogen hat. Er wurde in das Krankenhaus Neunkirchen gebracht. * Neunzigster Geburtstag. In Döbling feiert heule Herr Jakob Maier in vollständiger körperlicher ->nd geistiger Frische und Gesundheit im Kreise ferner zahlreichen Kinder und Kindeskinder leittcn t)0. Geburtstag. Herr Maier ist in Lakenbach im Burgenland geboren, war durch 40 Jahre Kaufmann in Wimpassing im Schwarzatal, von wo er vor 14 Jahren nach Wien übersiedelte, uni hier zu privatisieren. * Kasseneinbruch. Gestern früh wurde ein Kasseneinbruch entdeckt, der mutmaßlich schon in der Nacht zum Sonntag bei der Textilfirma Hans Z i t k o, 1. Bez., Maria-Theresien-Straße 26, verübt worden ist. Die Täter waren vom Kanal aus in den Keller gelangt, hatten die Decke des Kellers durchbrochen und waren so in das Geschäftslokal gekommen, wo sie eine größere eiserne Kassa austprengten. Die Höhe des Schadens dürfte 1500 bis 2000 S. betragen. Außerdem wurden verschiedene Schmuckgegenstände gestohlen. * Verhaftung. Der 23jährige unterstandslose Reisende Elias Ackermann aus Przemislanh befand sich hier in Schubhasl. Da sich, wie dir Korr. Wilhelm meldet, herausstellte, daß er von Budapest und Trnovany in der Tschechoslowakei wegen Diebstahls und Betruges verfolgt wird, wurde er gestern denl Landesgerichte eingeliesert. * Wildwest in Hetzendorf. Sonntag abends um 9 Uhr fuhr der Fuhrwevksbositzer Johann Kemeter mit seinem einspännigen Fuhrwerk über die Hetzendorferstraße. Auf denr Wagen saßen außer ihm noch vier Personen. In der Nähe der Straßenbahnremise Speising tauchten aus dem Dunkel drei Männer auf, die van hinten ans den Wagen sprangen, mit Messern auf die Insassen losaiugen un-d ihnen i>le Tageslosung zu entreißen der-- suchten. Be: -der Abwehr dieses gewalttätlgelr Eingreifens erlitt einer am linken Handgelenk eine leichte Schnittwunde. Auf die Hilferufe der Ueberfallenen kanl ein Passant herbei, bei dessen Annäherung die Täter absprangell ilnd davon liefen. Einer von ihnen wurde als der 23jährige Hilfsarbeiter Johann Gärtner erkannt. Dieser und ein zweiter, der 21jahrige Kutscher Karl Waicz. wurden bald darauf Verhaftet. * Das Interesse an dem diesjährigen Del-Ka-Sommerränmungsverkauf hält wegen der nicht zu überbietenden Billigkeit und Auswahl unvermindert an. Jedermann soll die 60 Schaufensterder Del-Ka-Schuhhäuser gefoyen haben. Vereine, BortrSge und Versammlungen. Z i o n i st i s ch e S e 11 i o n VI-VIII. H e u t e. 8 Uhr abends, Zusammenkunft der Mitglieder und der von ihnen etngeführten Gäste im Garten des CaiS Mariahilf, 6. Bez . Mariahilferstraße Ar. 89 a. Wochenbericht. Diskussion. — Zionistische Bewirt s s e k i t o n Brigittenau. Donnerstag den 39. d., 8 Uhr abeilds. im Sekt'vnSheim, 20 Bez... Jägerstraße 30 S ch e t e l v e r s a m m l u n g, bei welcher Aedner aller ziontstitcher Fraktionen sprechen werben. Bühne und Kunst. Das Debüt der Arenabühne auf der Soden Warle. ./Der Zigennerbaron". Die Arbeitsgemeinschaft der Wiener Volksoper läßt sich in ihrem künstlerischen Streben durch die Ungunst der Zeiten nicht beeinträchtigen. Sie hat auf der Hohen Warte eine Arenabühnö für Opernauffühvungen errichtet, und der erste Abend brachte Veit Künstlern einen vollen Erfolg» dem massenhaft erschienenen Publikum eine große Freude. Bon der gewaltigen Arena wird bloß ein Sektor für den Zuschauerraum benützt, der aber 10.000 Besucher zu fassen vermag. Die Bühne ist an diesen Sektor herangerückt und mit einer Rückwand versehen, welche die Akustik ausgezeichnet beeinflußt. Man spielte den „Zigennerbaron" und die klassische Operette kam ausgezeichnet zur Geltung. Hermann Frischlcr, ein vollsaftiger Zsupan, sorgte für die heitere Stimmung des Publikums durch manche zeitgemäße Anspielung. Herr, R i t t e r s h e i m und die Damen Beck und Schwarz in den Hauptrollen waren ausgezeichnet disponiert, die wohlgerundete Ausführungen durch die bewegten Massen der Komparserie und durch eine Ballettcinlage bereichert. Ucberdies hatte das Wettep ein Einsehen und für diesen, nach dem abgesagten „Tannhänser" die Spielzeit auf der Hohen Warte eröffnenden Abend, den Vollnwnd beigestellt. Das Publikum zollte stürmischen Beifall und Herr Frischler rief: „Auf Wiedersehen morgen Abend!". — Am nächsten Abend aber gestattete der Wettergott bloß einen Akt der Oper „Carmen". Es ist diesem künstlerischen Unternehmen und dem kunstliebenden Publikum zu wünschen, daß mit den ewigen Regen-' wölken endlich Schluß gemacht wird oder daß zumindest ab 6 Uhr abends zuverlässig regenfreies Wetter herrscht. Die heirtige Freilichtmtfsührung auf der Hohe» Warle abermals verschoben. Tic für heute anberaumtc Freittcht-Opern-Aus-' führung „T a n n Hause r" :imj< wegen anhaltend unMlderlässiger Witterung bis auf weiteres verschoben werden. Johann-Strauß-Tbcater. Marge« findet bit>' 50/Auffüh'Una der Operette „Adieu lim U* von Ralph ■ Benatzky statt. _ Auch der Passant hat achtsam zu fein. Bei der Firma Hof« »auer unter den Tuchlauben wurde ein Schild angebracht, wes- ,alb aus dem Gehsteig zwei Leitern gegen die Mauer Mellt' varen, aus welchen die Arbeiter standen, um das Schild anzu-- irirrgen. Es regnete. Der Bankbeamte L. ging mit ausgespanutem Schirm in seine Frau eingehängt zwischen den beiden Lettern am Sehsteig durch; Plötzlich siel ein Holzstück herab, durchschlug den Schirnr und siel knapp neben Herrn L., dessen Hut herabgerissen' ouvde, herab. Der aus der Leiter befindliche Arbeiter Franz G. var gestern beim Strafbezirksgericht 1 vor dem Bezirksrichter Dr Neudeck wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit anleklagt. Er erklärte, daß der Holzleisteir hernnterfiel und daß er licht annehmen konnte, daß zwischen den ausgestellten Leitern, ine Person durchgehen würde. Der als Zeuge vernommene &- .ab an, er habe sich als Fußgeher berechtigt gehalten, zwischen' >en beiden Leitern den Gehsteig zu benützen, weil er nicht verislichtet sei, auf die Fahrbahn zu gehen, wenn nicht die Straße iilrch ein Absperrungszelchen abgesperrt sei, wie dies der Fall st, wenn -Dachdecker arbeiten. — Richter: Wenn Dachdecker irbeiten, ist eine besondere Absperrung natürlich notwendig? Venn Sie aber sehen, daß zwei Leitern quer über den Gehsteigtehen, so ist das Absperrung genug und sie hätten einfach illcht mrch die Leiter durchschlüpfen sollen. Der Richter sprach oen Vechuldigten frei, da auch der Passant auf der Straße auszuaffen habe und die ausgestellten Leitern für jeden vorsich^gen sZassanten genug Hinweis waren, diese Stellen des Gehsteiges Volkswirt. KapitÄserhShung der Sefterreichischrn Krrdttanftalt. Von 50 auf 65 Milionen Schilling. — Zmn Zwecke der BefriMgung der ArPlo-Austvian Bank in Lolldon. Umer dem Vorsitze des Präsidenten Louis Rothschild fand gestern eine außerordentliche Generalversammlung der Oester--! reichischen Kreottarlstalt für Handel und Gewerbe statt, auf deren- Tagesordnung die Erhöhung des Älktienlapitals von 50 aus 65 Mil-- lionen Schilling stand. Diese Kapitalserhöhung hat sich aus dem Grunde als notwendig erwiesen, da der Oesterreichischelt Kreditanstal:, wie erinnerlich, vor einigen Wochen das österreichische Geschäft der Anglo-Austrian Bank zugefallen ist, die das führende österreichische Bankinstitut mit der Liquidation ihrer Filiale Wien betraute. Gemäß den Anträgerl der Verwaltun.g wird die Neuemission mr Gesamtwerte von 15 Millionen Schilling Nominale an die Anglo- Austrian Bank in London, hingege-ben, davon Nominale 6,384.000 Schilling für ihre Apports, die restlichen Nominale 8,610.000 Schilling der Anglo-Austrian Bank gegen B a r e i n z a h l u n g zu einem vorteilhaften Kurs, dessen Bestimmung erst später festgesetzt werden soll. Aus dem Bericht der Berwaltuua au die Genera-lver-, sammlung erfuhr nian, daß die von der Anglo^lnstrian Bank Eingebrachten Apports ans den Häusern, Wien, 1. Bez., Naglergasse 16, 23, 25 und 27, 1. Bez.,. Achtensteg 2, 6. Bez., Mariahilferstraße 18, 8. Bez.. Alserstraße 81, dem Beamtenwohnhaus, 3. Bez., Weißgärberlande, ferner aus einer Billa in Purkersdorf, Deutfchtvaldstraße 15 bis 17, und einem Bankgebäude in Laa, weiters aus Jnventargegenständen und aus der durch die Kreoitanstalt zu übernehmenden Effekten- und Ko n sor-: i albe teil i gungen bestehen. Diese letzteren werden zunl Teil direkt in das Portefeuille der Kreditanstali übernommen, zuni anderen Teil merDen sie chr seitens der Anglo-Austrian Bank Ltd., London, in Form sämtlicher Aktien einer