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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-18 · Heft 2658 (18.7.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2658 (18.7.1926)
Date
1926-07-18
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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JB* ^6 ßw XtiQfti A»tzvahl ««•■•■■■■i i «gdetrttots, »adettetder Badvhauöe», Bademäntel, 3ta&e«t^e$, Badeschuhe «t S»dr4<bware»- uttb Gar» f „3tun Löwe«- mmmmIX., Porz el l an g as f e 52, Ecke Glafergsffe-MM» Die Kouwrnrr Srovenbauk vor tent MmnqsavS^lekch. Prag, 17. Juli. Wie der „Grenzbote" meldet, befindet sich die im IG. Geschäftsjahr stehende Komorner Kroneubauk in Schwierigkeiten. Da das Mierckapital und die Reserven perlorerr sind und die Verluste nicht mehr abgeschriebeu werden tonnen, bleibt nur ein Zwangsausgleich übrig. Rach dem derzeit errechnten Status kommt es bestenfalls zn einer TOProzentigen Paarte für die Befriedigung der Einiloger. Insolvenzen und Konkurse ln der Tschechoslowakei. Prag, 17. Juli. Laut Mitteilung des Statistischen Amtes wurden in der tschechoslowakischen Repiiblrk im Monat Juni 1926 230 Ausgleichsverfahren eröffnet. Die Aktiva betragen in 227 Fällen 23,8 MMionen, die Passiva ALL Millionen. Jnr gleichen Monat wurden 38 Konkurse verhängt. Die Aktiva betrugen in 28 Fällen 3^ Millionen, die Passiva 4,4 Millionen Kronen. Die HaDjahrsbilanzen englischer Bauten. Die Halbjahrsbillanzen von fünf großen englischen Banken zeigen, daß die D ep o s r t e n um stoben Millionen Pfund höher sind als vor einem Jahre, aber um nahezu drei Millionen niedriger als im Juni 192t. Die Darlehen haben sich fortgesetzt erhöht und betragen gegenwärtig im ganzen 812,469.000 Pfund, das ist 53,6 Prozent der Depositen oder um 26,500.000 mehr als im Vorfahre und 33,250.000 mehr als im Juni 1984. Damals betrug das Verhältnis zu den Depositen 48 Prozent. Die Wechsel haben in den letzten zwölf Monaten um «kehr als 9/250.000 Pfund Sterling zugenommen, die Schatz scheine zeigen gegenüber dem Juni 1924 eine Abnahme um mehr als 22 Millionen. Die Kapitolsanlagen haben weiter abgenommen und sind nahezu auf das normale Ausmaß zurückgekehrt. Die Verringerung während der beiden letzten Jahre beträgt über 75 Millionen Pfund. Die beschlagnahmten Feindesvvrmögen in Amerika. Washington, 17. Juli. (Wolfs.) Senator Bor ah hat als Vorsitzender der Kommission zur Untersuchung der Fragen betraffend das beschlagnahmte ehemalige feindliche Vermögen Informationen über das angeblich zwischen dem früheren Verwalter des beschlagnahmten Vermögens. Miller, und der englischen Regierung abgeschlossene Abkommen eingefovdert, wonach angeblich -135 Millionen Dollar an den englischen Treuhänder überwiesen worden sein sollen. Senator Borah erklärte hiezu, das Abkommen sei nach Kriegsschluß abgeschlossen worden und später hätten zwischen den Vereinigen Staaten und England über diese Frage weitere Verhandlungen statt gefunden. Das Abkommen sei abgeschlossen worden, obwohl die amerikanischen Gerichte ein amerikanisches Prioritätsrecht auf die beschlagnahmten Werte anerkannt haben. Verkaufsstellen des polnische» Naphthakartells im Ausland. Das polnische Naphthakartell hat, wie die Tel.-Komp. meldet, in Wien, Paris, London und Danzig eigene VerkaufssteLen für Paraffin errichtet. Der gesamte, zum Export gelangende Paraffinabsatz wird auf mehr als 5000 Waggons geschätzt, von denen zirka 2Ö00 Waggons durch die Wiener Verkaufsstelle, welche Oesterreich, die Nachfolgestaaten, Italien und die Schweiz zu betliefern hat, vertrieben werden sollen. Der Absatz in Deutschland ' soll nach Abschluß der deutsch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen durch eine in Berlin zu errichtende Niederlassung besorgt werden. Eine neue Wirtschaftszeitschrift in Palästina. Der in hebräischer Sprache erscheinenden wirtschaftlichen Zweiwochenschrift „Mischar we Taaßjah" tritt soeben, ab 1. d., von derselben Redaktion herausgegeben, eine englische, „Palestine and Near East", zur Seite. Damit wird ein dringendes Bedürfnis erfüllt, denn im Ausland gibt es in den interessierten Kreisen nur wenige, welche hebräisch können. Die Zeitschrift „Mischar we Taaßjah" hat sich daher außerhalb Palästinas keinen Leserkreis schaffen können. Die neue englische Zweiwochenschrift bringt die hauptsächlichsten Ar- -tikel aus.„Mischar we Taaßjah" in englischer Sprache — das erste Heft solche von Soskin, Granovsky, Feldmann, Ruppin u. a. — ferner eine ganze Reihe von Notizen wirtschaftlichen Inhalts, auch über die Nachbargebiete. Wir sind überzeugt, daß ine Zeitschrift (Adresse: Tel-Wviw, Pob. 21 j Preis für ein Jäyr 30 engl. Schilling) zahlreiche Abonnenten finden und dem Aufbau des Landes die besten Dienste leisten wird. Berliner Börse. Der gestrige Verkehr begann im allgemeinen lustlos. Die Spekulation schien geneigt, Abgaben vorzunehmen. Es zeigte sich aber, daß das Angebot Wider Erwarten meist glatte Aufnahme fand. Infolgedessen sah sich die Spekulation , zu ’ D.eckungskäUlfen veranlaßt. Die Kursbitzduna gestaltete sich unregelmäßig. Dextilwerte lagen schwach, nur Stohr und Co. stiegen um 2f5 Prozent. Für Schiffahrtsaktien trat allgemein eine Befestigung ein. Auch Banken besserten sich nach einer anfänglichen Abschwächung. Wiener Produktenbörse. Der gestrige Markt tendierte infolge Ueberschwemmungen und der stet g enden amerikanischen Kurse in fester Haltung, insbesondere Roggen. Mais und Hafer. Es notierten. Wetzen Inländische: 47,50 bis 48.—, Ungarischer Tbeiß 79/80 Kilogramm 49.50 bis 51.—. Ungarischei 78/79 Kilogramm 48.— bis 49.— Jugoslawischer 78 Kilogramm 46.— bis 46 50 Jugoslawischer 77/78 KUoaramm —bis -R.o a g en Inländischer Marchfelder 29.75 bis 30—, Pester Boden 29.75 bis 30.—. Gerste: Brauware tnIÄrdilche 30.— bis 38.50 böhmische mährische — bis—.—. MaiS: Jugo'lawsscher 26.25 bis 27.25. Lin» guantiu 31.50 bis 33.— Haler: Inländischer 31.50 bis 32.— Reis Italienischer 79.— bis 84.—, Burma 66.— bis 68.—. Mahlprodukte: Grieß Inländische: 85.-v bis 86.—, Weizenmehl 0 inländisches 84 — bis 85.— Kochmehl? inländisches 72.— bis 74.— Broimehl irländisches 48.— bis 52.—. Re Devisenkurse. Zürich, 17. Jnlt. (Devisenkurse von 13 Uhr.) Paris 12.60 (12.30) nonbon 25.11*/* (25.11*/,), New-Bort 516.87 (516.37-. Brüssel 12 55 (11.65), Mailand 17.45 '17.35, Madrid 81.60 Holland 207.47»/, '207.50), Berlin 122.92»/, (122.92»/,Wie,' 7297»/, (73.-), Stockholm 138.82»/, (138.40), Oslo H3.26 amiß,, stovendagrn 136.85 136.70), Sofia 3.71*5 a.72*/,V Vraa 15.30 (15.30,, Waricha» 6325 nom. (—.—> Budave'' 0.007228*/, '0.007227»/,,, Belgrad 9.12 (9.12, Bukarest ,3,44 «mw* Sffctf 209.36 (-.—) fto 100 Schütts xnwft srivifn^Rnnn iiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiii'iiiiiiii.iiiiiiiiiiiiininHniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiimnmuiiiiimiiiiiiiiümiJ Horthy-Iustiz gegen den Dudapester Vivo. Der «Wüsche Verband streicht sstmillche Meifterschastsvuntte der Wische« Vereines. - Mo mit »all Punkten an letzter Stelle. G«eu den Vivo es Athletiker Club in Bi.dapeft (V. A. C.), einen der ersten jüdischen Sportvereine überhaupt, der noch vor der Wiener Hakoah gegründet wurde, ist ein Be rn ichtungsfeldgu g im Gang. Die Fußballmannschaft des Vereines war am Ende der vorjährigen Hevbstsaison in der Meisterschaft der ersten Klasse äußerst ungünstig placiert und schien dem Abstieg in die zweite Klasse verfallen zu sein. Durch edrige Siege in den letzten Spielen des Frühjahres, war es der Mannschaft gelungen, dem Abstieg zu entgehen. Im Zusammenhang mit diesen Erfolgen, namentlich mit 'dem Siege gegen 11. T. C., entstand eine Bestechungsaffare, die vor den Ungarischen Fußballverband gelangte. In erster Instanz wurden Spieler und Funktionäre von U. T. E. und B. A. C. empfindlich diszipliniert, während der V. A. C. als Verein fr e ig esP r o ch e n wurde. Das Berufungskomitee hat, wie wir neulich berichteten, die Strafen erhöht und die Suspendierung des jüdischen Vereines auf ein Jahr in Vorschlag gebracht. Nunmehr hat sich vorgestern abends das E x e i « 11 ft> f o nt 11 c e des Ungarischen Fußballverbandes mit der Angelegenheit besaßt und ein s e n s a t i onelles Urteilt gefällt. Es wurde beschlossen, sämtliche vom Vivo im Meisterschaftsjahve 1925-26 erzielten Punkte zu streich m und den Verein mit mrll Punkten an die letzte Stelle der Tabelle zu setzen. Dieser Beschluß wurde von Dr. Cs an hi mit folgender sonderbaren Motivierung verkündet: Obwohl nur die Reellität Zweier Spiele des jüdischen Vereines angezweifekt wird, stehe es außer Frage, daß cmch die übrigen Ergebnisse nicht ans reguläre Weise zustande gekommen seien., Die ausführliche Begründung dieser Entscheidung wird erst morgen oder übermorgen dem Landeskörperkulturra t (Ott) vorgelegt, der in der Angelegenheit das letzte Wort hat. * Dieses Urteil des Ungarischen Fußballverbandes reiht sich würdig in die Horthy-Justlz Magyariens ein. Sogar vom meistinteressierten Verein, dem E. T. (£v der im Falle der Disziplinierung des Vivo in der ersten Klasse verbleiben kann, wurde nur die Annullierung der Spiele Vivo gegen 3. B ezirk und Vivo gegen U. T. E. verlangt. Doch der antisemitische Kurs im Verband wollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dem jüdischen Verein den Stempel seines Terrors aufzudrücken. Vergebens hat Vivos Vertreter, Marcell Grosz, mit Berufung ans dre Hingabe lind Aufopferung der Spieler um die Verifizierung der Spiele gebeten. Die Begründung des Schreckens urteil es ist reinste Willkür und sportlich völlig unhaltbar. Wer die Mannschaft des jüdischen Vereines kennt, weiß, daß der Vivo selten eine hohe Nie de »läge erlitten hat und daß oft ein bis zwei Treffer seiner Stürmerreihe genügen, um der Mannschaft bei ihrer hervorragenden Verteidigung einen Erfolg zu sichern. Oft und .gerne hat der ungarische Verband nach den zwei Mit,gliedern des jüdischen Verteidigungstrios. Fischer und Grosz 2, gegriffen, um sie tlt seiner Nationalmannschaft zu verwenden. So willkommen dem Verbände die beiden jüdischen Spieler Kr seine repräsentative Elf waren, sosehr zweifelt er an ihrem Können, wenn sie für ihren eigenen Verein tätig sind. Fürwahr, eine d-urch keine Sachkenntnis geprüfte Logik. Der Ott wird sich selbstverständlich beeilen, lden jüdischen Verein ganz zur Strecke zm bringen. Hwkoach irr Grttz fieffrerch. 4:2 (2:1) gegen eine kombinierte Mannschaft. Gue Mannschaft der Wiener Hakoah spielte gestern in Graz gegen eine kombinierte Elf, die aus den Vereinen Hakoah und Straßenbahn zusammengestellt war. Nach hübschem Spiel gewannen die Wiener vor zahlreichem Publikum 4:2 (2:1). Die Tore für Wien schossen Häusler (2), Wortmaun und Heß. Heute Sommerfest 4>er Touristik- und WinterfportseMon des Sportklub Hakoah um 2 Uhr nachmittags im Kuchelauer Wad (Hakoah). Programm: Damen- und Herrenschwimman 50 Meter, Damen-- und Herrenschwimmen 100 Meter, gemischte Staffelschwimmen, Wasserball. Juxschwimmen. Ballspiele, Bootfahrt nnt Lampions, Wettrudern, Tombola, Büffet, schnellphotograph. _. Helfort—Hakoah korrrb. 12:0 (7:0). Hakoah hätte sich diese schwere Niederlage ersparen können. Mau nahm ein Maich auf, ohne zu wissen, daß Helsort. in deren Mannschaft zahlreiche ehemalige JrrternationalsPielLr tätig sind, vielleicht der stärkste Wiener Amateurverein ist und den Cricketern zum milÄestens ebenbürtig. 17 H a k o a h - S P i e I e r wurden nach Graz mitgenommen, so daß Hakoah nur mit vier Mann aus der Reserve antreten konnte. Sieben Mann spielten aus der Jwgendmannschaft, von den anderen trat Klreglcr nach langer Pause untrainiert an, während Rosenbaum derzeit in schlechter Verfassung ist. Blieben noch Vogelfänger und Kraus. Der Tormann Nußbaum hatte außerdem einen sehr schlechten Tag. Mindestens die Hälfte der Treffer war zu halten. Ten körperlich überlegenen Ottakringern gelang alles, während die Hakoahner im Pech spielten. Auch für das heute stattsindende Spiel der bsiderseiti,gen Jungmannschaften hat Hakocch wenig Chancen. 300 Zuschauer wohnten dem Spiele 'bei. Hakoah spielte mit folgender Mannschaft: Nutzbaum; Vogeffänger, Berson; Kraus, Amster, Wortmann 3; Rosenbaum, Brrnlbaum, Tabak, Kliegler, Fischer. _ Sämmertng gewann auch das zweite Spiel irr Schweden. Die Wiener siegten gegen Malmö 8:4 (4:0). Mm gegen Niederösterreich. Dieses Spiel findet heute als Ländercupfemifmale .um 6 Uhr auf dem Simmermger Sportplatz statt. _ Der Kampf irm den GokdpokaL. Prag, 17. IM. Der Exekutivausschuß des C. S. A. F. (Tschechischer Fußballverband) befaßte sich gestevn mtt dem Einspruch eines Vertreters im Technischen Komitee gegen die B e t %> fizi ernng im Goldpokal. Der Touruiersieg des D. F. C. in der Konkurrenz wuvde nicht anerkannt. Nach Mrmffcher Debatte wurden >die Propositionen. unter denen der Pokal ausgetrageu wurde, als nichtoffiziell anerkannt und beschlossen, das Spiel D. F. C. gegen S p a r t.a, das bÄannttich 8 Minuten vor Schluß abgebrochen wordm war, wiederholen zu lassen. Sparta tschechischer Meister. Gestern fiel in Prag eine wichtige EntscheiduM Vrsoviee schlug Slavia 2:1 (1UY, wodurch Spmtta Meister wurde. Schwimmen. Das Sehwfmmfeft im AmaKertbaK. Der zweite Tag. — Schwache Beteiligwrg. — MLUger Spo^. Der gestrige Abend verlief bei schwachem Besuch sehr l u st- 1 o s. Einige Konkurrenzen mußten mangels Beteiligung entfallen. Die übrigen Wettbewerbe wurden nur spärlich beschickt. Das schönste Ereignis ves Abends war die Herreusrerstilstassel über 4mal 100 Meter. Sie wurde von Eg er in 4 :33,5 vor Hakoah, 4:41,7 und A. P. K. Prag, 4 :43, gewonnen. Der Verlauf dieser Konkurrenz gestatteir sich zu einem großen Erfolg der Hakoah-Schwimmer, die lange Zeit führten. In der Schlußphase konnte frvilich Sich teuft ein gegen Barany nicht aufkommen, hiel: qber den guwn Prager B i e a k fichev. Hakoah startete hier in folgender Ausstellung: Nassau, Guth, G o l dbe r g e r, L i ch t e n st e i n. Bon den üortgen Bewerbern sind erwähnenswert: Damen-Brust-Schwimmeu 100 Meter: 1. HÄ>h Bi e nen f e Id (1:39), 2. Seltenhammer (Dcmubia)^ 1:40^. Die 10 0 M et er' F r e ist il gewann Barany in 1:0,03 vor Biccck, Prag (1:05 tschechischer Rekord) und Lichtenst ei n (1:06,6. was eine glänzende Leistung Lichtensteins bedeutet). 2 00 Me te r F r e i st il f ü r D a m e n: 1. Fritzi Lö w h (3:02,4), 2. Fleischer (Danubia) 3:16. Die Lagenstassel 3mal 100 Meter gewann die A-MannschM des 1. W. A. S. C. in 3:86,4 vor ihrer B-MaMannschast und der Diennas. Nur diese drei starteten. Den WasserbaNkaMpf Man» Vienna gegen A. P. St- GM) 7:4*:«' Turnen. Dlnnvbag 1926 des derMtHen MEkrEtzkroifes. Die Durchführung des Turntages wurde Heuer -dem JÄ« dffchen Turn- und Sportverein Bar-Kochba in Leipzig übertragen und für den 21. und 22. August festgesetzt. Die Tagung wird am Samstag den 21. August, abends, und So«ntag vormittags abgehalten: anschließend daran werden turnerische Wettkämpfe und gleichzeitig leichtathletische Vorkämpfe ausgetragen. Sonntag ab 3 Uhr finden die teichtachlettschen Hauptkänchße statt und am Abend wird die Tagung durch eine Schlußsitzung mit nachfolgender Preisverteilung und einem Festball beendet.' Die Ausschreibungen Mr die leichtathdtischen Meisterschaften lauten: Herren: 100 Meter, 400 Meter, 1600 Meter, 5000 Meer, Hochsprmrg, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen, Dreiä H (\f\ CYY1 ««"k O i /VlA-i^TOrtlAi* j5vl,rt-tt’ivT Männliche Jugend, Jahrgang 1908-1909: 100 Meter, 800 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Dreikampf, 4 mal 100-Meter-Staffel, Th eo d or-Herzl-Staffel (100, 200, 300, 300, 200, 100 Meter). Männliche Jugend, Jahrgang 1910-191L: 100 Meter, 800 Meter, Kugelstoßen, 4 mal 100-Meter-Staffel. Knaben: 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, Dveikarupf, 4 mal 100-Meter-Staffel. Damen: 100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen, 4 mail 100-Meter-Staffel. Weibliche Jugend, Jahrgang 1912 trat später: 100 Meter, Weitsprung, 6 mal öv-Meter-Staffel. Zum Draikamps gehören jeweilig 100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen. Der S. C. Hakoah (Wien) beabsichttgt die Entsendung einiger Athleten zum Turntag und rechnet auf mehrere Erfolge bei den Wettkämpfen. _ Der jüdische Turn- und Sportverein m ÄiM veranstaltete kürzlich einen Klubikampf in verschiedenen leichtschletischen DisUpäinen, welcher einen sehr befriedigenden Vevlans nahm und tzerlweise guten Sport brachte. Der Verein hat unter der Führung seines Obmannes Herrn Baurat Ing. Isidor PollaL eine recht Mfriedendenstellende Entwicklung genommen und hat heuer eine Tennissektion mit eigenem Platze gegründet. Für das kommende Jahr ist eine taösentliche Ausgesüalttmg der Anlage in Ansicht genoMM.e^ Leichtathletik. Hakoah (LeichtathletUektion). Infolge der klAerMveMNUNg des Platzes fmdet das Traimnic, auf dem Hertha-Platze (10. Bezirk, Gellertplatz, mit ‘ber Linie 6 und 15 erreichbar) statt, und zwar jeden Montag und Freit-ag ab halb 6 Uhr. EvLntuelle Pvogrammänderungen werden an derselben Stelle bokanntgegeben. Honte vormittags Training in der Krieau. Boren. Im Boxkampf «m die Weltmeisterschaft im Mitte>tg«wWt schlug Delanay B e r l e n b a ch m vier Gängen. Eine Aytomobilstraße Prag—Wien. In diesen Tagen wuriG» wie das „Prager Tagblätt" meldet, der tschechischen NegulierunK» kommission die erste Skizze des Regulierwngsplaues vorgelegt, der die Bauentwicklung für ungefichr fünsizig Jahre bestimmt. DtS interessanteste Problem bietet die Lösung der Frage einer durchlaufenden internationalen Aut omobilsträßo P r a g—W i e n, deren Führung über Znaim auf den: Londoner Kvilgreß bestimmt wurde und die eine Mindestbr-eite VW 21 hoiom sost.

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