Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2655 (15.7.1926)
- Date
- 1926-07-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981742--27046-3014937- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
MM N .. ~ mtn, Tomwrofffl Bühne und Kunst. „Mit Sophie muh etwas geschehen " Lustspieltheater. Dieser Schwank von M n o e z i - E o n und Ma chart Deutsche Bearbeitung von E i s e n s ch i tzl hat neben der pikanten französischen Possenwürze auch noch einen Zusatz beißenden Pfeffers a la Sternheim. Die Mischung ist gar nicht übel, besonders wenn man nicht vergißt, daß diese Premiere in den Hundstagen geboten wird. Die Inszenierung und Aufführung aber macht wieder Josef Jarno und seiner Praterbühne alle Ehre. Fräulein R u s i tz k a ist (trotz des slawischen Namens) ein ganz entzückendes Wiener- Kind, von herber Frische, verfügt über urwüchsigen Humor und ist doch niemals unvornehm. Sie wird ihren Weg machen. Diesmal spielt sie mit parodistischer Anmut ein Pariser Hausmeisterstöchterl, dem die Fünfkrenzcrromantik eines Dienstbotenronlans im Köpfchen spukt, so daß sic tatsächlich, statt die Brautnacht mit dem ehrsamen Nachbarsohn abzuwarten, mit einem eben über die Treppe gehenden Herrn in die Laube geht, die diesfalls die Liftkabine ist. Ihr tüchtiger Vater (von Herrn Schich ausgezeichnet gespielt) ist hinter dem Verführer her und will ihn zur Heirat zwingen. Nach allerlei Irrungen und Wirrungen kehrt die Hausmeisterstochter zu ihrem Bräutigam zurück, der irrzwischen „radio-aktiver" geworden ist, also zu der rassigen Hausmcistcrischen jetzt besser taugt als vor der Affäre im Lift. Der begabte Herr K a m m a u f gestaltete die flachsblonde Unschuld des Jüngelings sehr ergötzlich. Um die flotte Aufführung machen sich noch die Herren Riedl und Girardi sowie Fräulein Schneider besonders verdient. A. Ans den Theatern. Burgtheater. Morgen, ‘/a8 Uhr abends, „Wilhelm K e l I\ Overutbeoter. Morgen. ‘/,8 Uhr abends, Festvorstellung: .Die Meistersinger vonNürnberg". Auch Barbusse mutz mn sein Honorar bitten. Der Warschauer jüdische Literatenverein erhielt gestern einen Brief von dem berühmten französischen Schriftsteller Henry Barbusse mit der dringenden Bitte, das Honorar für die jiddische Uebersetzung seines Werkes „Feuer" von dem säumigen Verlag „Brzorza" einzutreiben. Nach den Berechnungen Barbusies gebühren chm zumindest 50 Dollar. Jntereffant ist die Stelle des Brieses, in der der weltbekannte Schriftsteller über seine große materielle Not klagt und um rasche Erledigung seines Ansuchens bittet. Der jüdische Literatenverein hat das Notwendige veranlaßt. Maler Joseph Oppenheimer vollendete am 13. d. sein 50. Lebensjahr. Der Berliner jüdische Maler ist vor allem als einer der besten Porträtisten des norddeutschen SezessionÄreises geschätzt, in dem Liebermanns und Slevogts impressionistische Lehren aufgebaut wurden. Aus der großen Zahl seiner Porträts seien der Kopf Albert Einsteins, das Doppelporträt der Malerkollegen Hermann Struck und Pasternak, das Bild des Sängers Aosef Schwarz, genannt. Auch als Landschafter hat Oppercheimer '^l Anklang gefunden. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische SektionZwischenbrück nt. Sonntag (bei schönem Wetter) gemeinsamerAusflug ver Autobus noch Burg Kreuzen st ein. Fahrvreis für Erwachsene 1 Schilling, für Jugendliche 50 Groschen, Kinder frei. Anmeldungen und Einzahlungen bet Herrn D. K o f f l e r, 20. Bez., Allerhetligenplatz 12/2. Abfahrt 10 Uhr 4b Min. vormittags, Rückfahrt 7 Uhr abends. _ Gerichtssaal. Re Kammerdiener Franz Josephs. Der Prozeß gegen die Erben des Kaisers. Ein Senat des Zivillandesgerichtes unter Vorsitz des Hosrates Dr. Rappert hatte sich gestern mit der Klage zu befassen, welche die gewesenen Leibdiener Kaiser Franz Joseph I.. Eugen Ketterl, Georg Rukomansky, Ludwig Egger und Karl Koch, durch Dr. Eduard Fr i schau er auf Valorisierung ihrer im Testamente des Kaisers neben ihren Pensionsbezügen zugedachten Zulagen von 2200, 2000, 1800 und 770 Kronen auf das 14.400fache gegen die Erben des Kaisers angestrengt hoben. Bekalgt find 'Elisabeth (Fürstin) Windischgraetz, Prinzessin Gisela von Bayern und die Verlassenschaft nach Marie Valerie (Erzherzogin) von O e st e r r e i ch. In der Klage wird ausgeführt, daß zur Sicherung des Rentenanspruches von dem Kaiser die Errichtung eines Sicherungsfonds in der Höhe von 39 Millionen Kronen angeordnet wurde. Dieser Fonds wurde jedoch derart entwertet, daß' die Kläger in der letzten Zeit nur mehr jährliche Renten von 22, 20, 18 und 7 Groschen erhielten. Die Postsparkasse stellte die Uoberweisung ein, weil die Portospesen höher waren. Nach dem Testamente haben die Erben für die Erfüllung dieser Rentenverpflichtungen zu haften. Es wird deshalb von ihnen ein Betrag von 122.600 Schilling seit dem Jahre 1922 verlangt. Dr Fvischauer erklärte, daß es in den Intentionen des alten Kaisers gelegen war, den verdienten Kammerdienern einen befleren Lebensabend zu sichern, weshalb diese Forderung als Unterhaltsbeitrag zu valorisieren sei. Die drei Beklagten hätten 2000 Kunstgemälde, bedeutende Barbeträge und Realbesitz ererbt, weshalb sie wohl in der Lage sind, die Renten zu valorisieren. Ter Vertreter der Frau Elisabeth Windischgraetz erklärte sich zu eiuer Valorisierung auf 220, 200, 180 und 77 Schilling bereit. Die Vertreter der Berlassenschaft nach Erzherzogin Marie Valerie und der Prinzessin Gisela von Bayern wollten eigenmächtig eine derartige Valorisierung nicht zugestehen. Es wurde deshalb in die Verhandlung eingegangen. Di« Erben bestritten, daß Kaiser Franz Joseph ihnen ein Milliardenvermögen hinterlassen habe. Dr. Witrovsky stellte unter Beweis, daß Prinzessin Windischgraetz in den ärmlichsten Verhältnissen lebe. Ebenso Prinzessin Gisela. Die Verhandlung wurde zum Zwecke von Zeugeneinvernahmen vertagt Meile r MökftMMutts Das Urteil gegen den Bankier Hermanhi-Herzmann. Nach dreitägiger Tauer wurde gestern mittags die Schöffengerichts- Verhandlung gegen den Bankgeschäftsinhaber Hermanyi- H e r z m a n n zu Ende geführt. Der Gerichtshof hat den Angeklagten nur des Vergehens der fahrlässigen Krida schuldig befunden und zu drei Monaten strengen Arrests verurteilt. Von der Anklage wegen Verbrechens der Veruntreuung wurde Hermanyi Herzmann freigesprochen. Der Prozeß gegen den ehemaligen Rechtsanwalt Dr. Tanb. Heute beginnt vor einem Schöffensenat des Strafländesgerichtes 1 unter Vorsitz des Hofrates Dr. W n st i n g e r der Prozeß gegen den ehemaligen Wiener Rechtsanwalt Dr. Alfred Taub, der den Automobilklnb um 57.250 Schilling geschädigt hat, .indem cr Wertpapiere, die ihm leihweise überlassen wurden, verilntrente. In einem zweiten Falle hatte Dr. Taub das Vermögen der Familie des Schriftstellers Dr. Richard K r a l i k, das er zur Verwaltmig erhalten hatte, veräußert und für sich verwendet, ist hierauf geflüchtet, wurde jedoch im Ausland verhaftet und an Oesterreich ausgeliefcrt. Au der bayrischen Grenze machte er einen Fluchtversuch, wurde jedoch wieder verhaftet und dem Landesgericht cingclicfert. Der Prozeß dürfte zwei Tage dauern. Volkswirt. Dar Notenlnstltnt nnd die Zeniralbank. Sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob aus dem Eurgreifen der Mtionalbank in. die durch den drohenden Z usamrnenbruch der Zentralbank deutscher Sparkassen entstandenen Schwierigkeiten eine Jnflationsqnelle sich eröffnen könnte, erscheint ein müßiges Beginnen. Vorweg sei bemerkt, daß gerade einer der Hauptantriebe für die Nationalbank, sich in den Dienst der Rettungsaktion für das bedrohte Institut zu stellen, darin zu suchen sein dürste, daß die Nationalhank eine sich etwa auftu ende I n f la t io n s m ög l i chke i t im Keime e r st i ck e n wollte. Bekanntlich hat .das Noteninstitut der Zentralbank einen Eskomptekredit von 12,5 Millionen Schilling eingeräumt. Es ist nun ziemlich durchsichtig, daß gerade dieser Umstand es war, welcher den Präsidenten der Nationalbank Dr. Reisch bewog, ein Einschreiten der Regierung in einer Form zu veranlaflen, die ein sofortiges R ü ck f l i e ß e n der von der Nationalbank diskontierten Beträge in die Kassen des Notenmftituts ermöglicht. Bon dieser Seite her droht also dem Schilling!einerlei Gefahr. Die Regierung hat sich in der Zentralbankaffäre, da die Sozialdemokraten mit ihr keinerlei Beziehungen mehr unterhalten, her Vermittlung des Präsidenten Dr. Reisch bedient. In gewissen Kreisen wird nun der Versuch gemacht, dem Nationalbankpräsidenten diese Vermittlung in einer Weise auszulegen, als ob sie nicht nur in der Absicht erfolgt.wäre, der Regierung einen Dienst zu erweisen, sondern auch für das Verhalten der Natiomalbank in 'der Zentralbankaffäre das Stillschweigen der Opposition und damit ihre Zustimmung einzuhandeln. Die Sozialdemokraten wehren sich nun mit Händen und Füßen dagegen, daß sie in irgend einer Form der Art, in der das Noteninstitut und der Finanzminifter sich verhalten haben — indem ersteres einen bedeutenden Kredit zur Verfügung stellte und letzterer alle verfügbaren Reserven eingesetzt hat, — irgendwie zugestimmt hätten. Jedenfalls wird die Untersuchung der Zentralbankaffäre auch über die Hintergründe des Eingreffens der Notenbank und der Regierung Klarheit ■ schaffen müssen. Hoffentlich erbringt diese Untersuchung nicht ein Resultat, das bei der Septembertagung des Völkerbundes denjenigen Material an die .Hand gibt, die schon vor Jahr und Tag die Forderung aufgestellt haben, daß auch der Präsident der Nati onalbank ein Ausländer sein müsse. ■ •. ■ i* >. i . Fusionierung der steirischen Banken. Wie der Korr. Herwei aus Graz berichtet wird, verlautet dort auf das bestimmteste, daß die Bodenkreditanstalt über Wunsch der Bundesregierung eö übernommen hat, mehrerest eirische Bankenzu fusionieren und auch die S t e i r e r b a n k von der Zentralbank deutscher Sparkassen loszulösen. Die Verträge« Men schon in den nächsten Tagen perfekt werden. Fuston der «ng. Kreditanstalt mit der Budapefter Filiale der Anglo-Anftriau-Aank. Starke Kurssteigerungen der ungarischen Kreditattien.;" Im Mittelpunkte des gestrigen Interesses standen ungarische Kreditaktien, welche nach ihrer letzten Kapitalserhöhung im März von 300.000 K. in ganz rapider Art auf 230.000 bis 240.000 K. fielen. Dieser Kurssturz hatte damals ziemlich viel Aufsehen erregt, da sich auch zahlreiche mittlere Firmen des Wiener Platzes in diesem Papier engagiert - und größere Verluste erlitten hatten. Längere Zeit hindurch schwankte der Kurs Krischen 230.000 bis 250.000 K. Im Anschluß am die Liquidation der Wiener Filiale der Airglo - Austrian - Bank mit der Kreditanstalt waren auch kUH darauf Gerüchte aufgetaucht, daß wahrscheinlich das Budapests« Unternehmen der Anglo- Austrian-Bank mit der Ungarischen Kreditanstalt eine Fusion eingehen werde. Wie ums mitgeteilt wird, sind diese Vechmrdlungen in ein ziemlich aftrtes Stadium getreten und dürften in Dins jüdische Haus | as jüdische Blatt 18. Mi 1026 " Rr. 2658 einigen Tagen erledigt sein. In Finanzkrersen erwartet man den Abschluß der Fusionsverhandlungen in einer Woche. Auf diese Nachricht hin erfuhren die Aktien der Ungarischen Kreditanstalt an der gestrigen Börse einen ziemlich starken Kursgewinn. Sie erhöhten sich um 17.200 K. ans 276.000 K. Die Aufwertung der Sparguthaben in Badern. Wie der Politischen Korrespondenz aus München gemeldet wird, hat das bayrische Staatsministerium des Innern auf Grund des deutschen Anfwertitngsgesetzes vom 16. Juli 1925 eine Verordnung erlassen, ivelche die Außvertung von Sparguthaben bei den öffentlichen oder unter Staatsaufficht stehenden Sparkassen Bayerns regelt. Ter Auswertungssatz beträgt im allgemeinen 12,5 Prozent des Goldmarkbetrages des Guthabens. Wichtig für in Oesterreich lebende Inhaber von Sparkassenguthäben ist die Bestimnmng der Verordnung, daß zwar die Aufwertung ohne Antrag automatisch geschieht, daß aber der Anspruch auf Aufwertung bereits ausgezahlter Guthaben mtf Grund Vorbehaltes besonders verlangt ivertzen muß, und zwar bis 30. September d. I., welche Frist als Ausschlußftist zu betrachten ist. Die Auszahlung der aufgewerteten Guthaben kann nicht vor 1. Jänner 1932 begehrt werden und die Verzinsung der aufgewcrteten Guthaben bis dahin bleibt späterer 'Anordnung Vorbehalten. < ' Sine Baukenkonserem bei Gaittnug. Paris, 14. Juli. Caillaux hat, wie im Finanzministerium mitgeteilt wird, den Gouverneur-er Bank votl Frankreich und die Vertreter der großen Kreditinstitute zu sich berufen, um über die Lage aus dem Finanzmarkt zu beraten. Die Bankenvertreter erklärten sich einstimmig zur Mitarbeit an der allgemeinen Wiederaufrichtung bereit. Eaillaux hat beschlossen, eine aus Vertretern der Großbanken und der Gewerkschaft der Börsenagenten bestehende ständige Kommission unter dem Vorsitz des Gouverneurs der Bank von Frankreich zu bilden, die den Kursmarkt ständig zu überwachen haben witt). tzrhShung des Einfuhrzolles für tschechischen Zucker. Der Ausschuß für Handel des Nationalrates erledigte gestern das handelspolitische E r m ä ch t i g u n g sg e s e tz. Desgleichen wurde das Zusatzübereinkommen zwischen Oesterreich und Norwegen betreffend eine Abänderung des Handelsübereinkommens vom 3. Dezember 1924 einstimmig angenommen. Ebenso gelangten die Luxemburgische Zollunion sowie die Regierungsvorlage betreffend Zollbehandlung von niederländischen Käsespezialrtäten einstimmig zur Annahme. Schließlich wurde das dritte Zusatzabkommen zu dem zwischen der Republik Oesterreich und der tschechoslowakischen Republik geschlossenen Handelsübereinkmnmen genehmigt. Das Abkommen ist das dritte in der Reihe der zolltarifarischen Vereinbarungen mit der Tschechoflowakei. Es galt,'den neuen österreichischen autonomen Zollsatz für Zucker praktisch zur Wirksamkeit zu bringen. In dem vorliegenden Zusatzabkommen verzichtet die Tschechoflowakei auf die bisherigen Vertragssätze (16 Goldkronen für Raffinade und.25 Goldkronen für Kandiszucker) und begnügt sich mit der Bindung des neuen autonomen. Zollsatzes für Raffinadezucker (32 Goldkronen) sowie mit einem erhöhten B e r t r a g s s a tz. für Kandiszucker (81 Goldkronen). Für Rohzucker zur Verarbeitung auf Raffinadezucker im Erlaubnisscheinverkehr wurde ein Zollsatz von 16.70 Goldkronen (bisher 11.50) festgelegt. Die in dem Zusatzabkommen österrelchischerseits gewährten Zugeständnisse bilden eine angemessene Gegenleistung für die von der^ Tschechoslowakei zugestandene Erhöhung des Zuckerzolles. Schlechte Srntemsfichten in der Tschechoslowakei. Aus Prag wird uns gemeldet: Katastrophale Schäden hat das Unwetter besonders in der Münchengrätzer, Strakonitzer und Schüttenhofener Gegend zur Folge gehabt. Aus den übrigen Gegenden Böhmens lauten die Berichte fast gleich. Roggen ist schlecht entwickelt, Weizen hat unter Rost zu leiden. Das Getreide und die Futtermittel sind zum Teil vernichtet. Aehnliche Berichte werden aus Mähren gemeldet. Die Niederschlagsmenge ln Schlesien betrug im Juni bis 700 Millimeter. Aus der Slowakei lauten die Berichte aus den Niederungen gleichfalls ungünstig. Auf leichterem Boden, wo die Feldarbeiter beendet werden konnten, ist der Stand der Kulturen eher befriedigend. ’ i , ' i l i 1 / : Vom Weltgetreldemarkt. Die amerikanischen Meldungen lautetest, von einzelnen! Tagen (an denen die Gründe für den Pessimismus nicht ganz deutlich wurden) abgesehen, weiter recht günstig^ Man hat jetzt auch mit der Ernte des Frühjahrsweizens begonnen und die Schüttung beim Wintevweizon übertrifft zum Teil die Erwartungen. Für einzelne Staaten werden ganz außerordentlich große Zahlen genannt, für das ganze Reich schätzt man jetzt die Ernte auf etwa 770 Millionen Buchet, also erheblich höher als noch vor wenigen Wochen. — Die Nachrichten aus Kanada lauten nicht ganz einheitlich, wichtig ist, daß die Fachpresse des Landes trotz des späten Frühjahrs davon spricht, die Saaten seien Durchschnittsjahren um 1 bis 2 Wochen voraus. — Australien und Argentinien melden weitere Regenfälle, die für die Weizensaat zweifellos günstig sind, dagegetl in Argentinien das Enthülsen und den Versand von Mais hindern. — Aus den europäischen Ländern llegen Nachrichten vyn Bedeutung nicht vor, nur aus Rumänien werden Bedenken geäußert, daß die Transportmittel des Landes für die Erirtebewegung nicht zureichen würden. — Im ganzen läßt die Wetterlage, mindestens soweit Mütel«urcPa in Frage kgmmt, dieEryteaussichten besser 9