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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-13 · Heft 2653 (13.7.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2653 (13.7.1926)
Date
1926-07-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Solen: 23 ftfoszy j ■HBSBHBIMHHMWMCB Wien Zum Abholen in der Expedition, 11., Taborstr. 1-3, oder in einerVersehleisstelle rTraflk) monatl. b Schilling Strassenverkaul in Wien durch die Kolporteure der Firma Gol dschmied, I.. Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling i sch echo - Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Dln.60. Polen:Mon. 6Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, ii e 1 g i e n: Mon. Frcs. 35 «chtablunjcn bei frei»* ■ ö 'Mi n - r> vorheballea Wiener orgenreiluiiZ Rr. ress Wien. Dienstag. 13. 8mt 1926 Wien. Lienstag, IS. Suti 1926 3SSS tPrliriTal England: Mon. 4 Schilling Italien: Monatl. 20 Lire: Rumänien: Mon. 170 Lei. Bul gari en Mon.IOOLew*. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. ' Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. I Telephone: 44-0-38, 43^1 v Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmamn Oesterreichisches Postspaikassen-Konto Nt 150.69- 8. gabrgan» ^nt redaktlorrellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. * Verschiebung der Sitzung des AiouMscheu ANionslomilees? Auf Vex?mrgerr der jüdischen Sejmabgcoudneten. T. London, 12. Juli. Bei der Zionistischen Exekutive ist ein Brief des Abg. Grünbaum aus Warschau eingetroffen, m welchem das P r ä s i d i u m des Aktionskomitees ersucht wird, die Sitzung wegen der bevorstehenden Berfassungsverhandlungen iw Sejm auf drei bis vier Tage zu verschiebe«. Die jüdischen Sejmabgeordneten und Senatoren aus Polen mutzten zu dieser Zeit in Polen sein und könnten nichtrechtzeitigin London eintreffen. Da die amerikanischen Mitglieder des Aktionskomitees wie W i s e, Fishmann und andere bereits in London angekommen sind, ist es fraglich, ob eine Verschiebung der Sitzung noch möglich sein wird. Der Bndgetüberschub PaMlna». K. Berlin, 12. Juli. Die „Bosfifche Zeitung" meldet aus Jerusalem: Der Gesamtüberschutz des Budgets Palästinas für das Jahr 1925 im Betrage von 1,299.090 Pfund Sterling, das sind etwa 69 Prozent aller Staatsausggben, soll zur Tilgung der Schulden au England benützt werden. Die RüLzaylnng soll offenbar die Stimntung für eine kommende Anleihe zugunsten Palästinas beemMtzen. /._. . Sie «Schür Tagung de« Völkerbundes. K. PaeSS, 12. Juli. Havas meldet, daß. der BölkerÄundrat am 3. September in Genf zujammerureLen soll, falls bis dahm eine Grmgnng über die Reorganisation der Rarssitze erzielt sein wird. Die Stabilisierung des gloltz. D. Warschau, 12. Juli. Tic Bilanz der , Bank Polski für Ue erste JmrÄekade weist eine weitere Steigerung des De-vrferr- und Geldvorrates auf. Der Ueberschuß beträgt einige hundert Millionen Zloty. Die- Bank deckt jetzt alle auswärtigen Verpflichtungen. Somit ist die Stabilisierung des Zloty auf längere Zeit gesicherte ' Die polnische Handelsbilanz für den Monat .Juni zeigt ein AktivM von zirka 80 Millionen Zloty. Der Beriaffmigrkampf in Polen. L. Warschau, 1?. Juli. Wie verlautet, soll die BeflM- Session MN 25. d. geschlossen werden. Es verlautet jedoch, daß die ,Fvage der Änderung der Wahlordnung nicht verhandelt werden'wird. Die Nachricht davon hat in den Kreisen der Rechtsparteien große Erregung hrrvorgemstn und sie buchen für den Fall der Belastung der alten Wchlordnung, den Regierungsvovschlägen auf Revision der Verfassung die Unterstützung zu entzichen. Dadurch würde die notwendige ZiveidrittÄmajorüät fraglich werden. Die isidWen Schulfordernnge« ln Polen. L. Warschau, 12. Juli. Der neue Unterrichtsminrster Sulkowski. empfing heute die Abgeordneten G r umbau m und F a r b st e i n, die ihm namens .des jüdischen Klubs ein -Memorandum über öie ' jüdischen Schulfordemngen übsxgaden. In einer längeren Unterredung wurde einc Reihe von diesen Forderungen besprochen. 8er polnische Koblenrausit in Deutschland ansteWrise auksehoben. lst WürsciM, 12. Juli. Das von den deutschen EisenbahnoeHorden erlassene Verbot des polnischen KohlentranlsitS durch Ptettm und Hamburg wurde heute teilweise aufg e h i.i b c u. Es werden jetzt drei Züge täglich durchgelassen und in der nächsten Zeit soll das volle Quantum von zehn bis zwölf Zügen pro Tag gestattet werden. Der private Dollarkurs in Polen. L. Warschau, 12. Juli. Der Dollar notierte heute privat .n Warschau 2,38,. in Krakau 9,31. Der Kongreß der nationalen Minoritäten. Am SS. Angnft in Sens. (Don unserem Berliner Berlin, 12. Juli. Ihr Korrespondent hatte heute eine Unterredung mit Herrn Leo Motzkin, der eben von der Tagung der Minor i t ä t e n e x e k u t i v e i n Teplitz zurückgekomntcn ist. Herr Dr. Totzkin teilte mit, daß der erste Kongreß der nationalen Minderheiten am 25. August in Genf beginnen wird. Der Kongreß wird drei Tage dauern. In der Sitzung der Exekutive in Teplitz führte der italienische Slowene Abg. Dr. W i l f a n t jden Vorsitz. Die Tagesordnung des Kongresses ist bereits fertiggestellt. Es wurdr vorgesehen, daß die zu erstattenden Referate nicht nur das Negative in den Beziehungen der Negierungen zu den Minderheiten darstellen sollen, sondern auch über bereits ■ erzielte Erfolg? berichten. In erster Reihe wird, wie schon gemeldet, auf die kulturelle Autonomie in Estland hingewiesen werden. Die jüdischen Minoritäten erhalten drei Referate. In Teplitz wurde auch darüber diskutiert, ob die territorialen Probleme auf dem Kongreß besprochen werden sollen oder nicht. Die Mehrheit der Konferenz war dagegen. Großer Erfolg Eaillaux' in London. Unterzeichnung des SchuldenüberernTommens. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung-.) . London, 12. Juli. Der französische Finanzminister C a i l l a u x ist heute mittags im F l u g z e u g in C r o y d o eingetroffen. Nachmittags begannen seine Besprechungen mit Churchill in der französischen Botschaft. Caillaux und Churchi l l sind nach einer Abendmel'dung des Reutcrschen Bureaus über die die Konsolidierung der französischen Schuld betreffenden strittigen Punkte zu einen: vollkommenen Ein v e rn eh m e n gelangt und das endgültige Abkommen ist. von beiden Ministern im Namen ihrer Regierungen unterzeichnet worden. Ter Text des Abkommens wird morgen abends veröffentlicht werden. Im U n t c r h <x n s erklärte E hurchill auf eine Anfrage über den Besuch Caillaux', er hoffe, morgen die die französische Schuld betreffenden Dokumente auf den Tisch des Hauses nicderlegcn zu können. Kne politische Skaodalaffiire ia der Tschechoslowalei. Die zwangsweise Beurlaubung des Generalstabschess. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Prag, 12. Juli. Die zwangsweise Beurlaubung des G h n e r a l st a b s ch c f s General G a j d a gestaltet sich ’ ZU einer ri esigen Skandalassär e. Die nationaldemokratischen und :äe klerikalen Blauer bchaüptech General Ggjda werde beschuldigt, im Dienste der Sowjetregierung Spionage betrieben zu haben. Das klerikale Abendblatt „Pr a z s k y B e c e r n KV schreibt, die Gründe nir dir sensationellen Maßnahmen gegen Gajda Werden gmtlich nicht. mitgeteilt, so daß der Phamasie die Freiheit, der Kombingtion gestattet ist, ob es sich etwa um den Verlust irgend eines JnstrMonsüuches aus Gasdas Bibliothek handelt, das.in bolsche- Wistrsche Hände geriet, oder um Beziehungen zu einem russMen Spion oder um irgend welche andere Dinge. ' Auch der nationalbemokratischr „Ceske Dennik" meint, gegen Gajda werde mit der Behauptmrg gekätnpft, daß er sich u nehrenhafte Handlungen zugunsten Sowje trußland zuschulden kormnen ließ, und fügt hinzu, die Autoren der gegen Gasda gerichteten Artikel, zumal die ausländischen, seien in den Kanzleien des Außenministers Dr. Benesch zu su ch en. Diese Behauptung wird von dem Orgarr des Außenministers, dem „CeSke-Slovo", als eine turmhohe Lüge zurück? gewiesen. I. K.-Korrespondenten.) Bon j ü d i sch e n 'S e j m k l u b i n Polen ist bereits die Erklärung eingetroffen, daß sich das Judentum Polens an Sem Kongreß beteiligen werde. Auch aus anderen Ländern werden die jüdischen Vertretungen anwesend sein, mit Ausnähme von Rumänien. Ob die angekündigte Konferenz der jüdi'chen Minoritäten noch vor dem Kongreß wird.stattfinden können, wie dies ursprünglich beabsichtigt war, sticht noch nicht fest. Die amorikanischen Teilnehmer Wünschen mit Rücksicht auf die inzwischen eingetretene Erkrankung Stephen Wises, daß nur eine kurze Besprechung in London während der Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees ftattfinde. Dies scheint^ deshalb untunlich, weil in.London nur sehr wenig Delegierte anwesend sein werden und die Arbeit des Aktionskomitees keine gedeihliche Besprechung über Minoritätenftagen außechalb des Rahmens der Sitzung gestatten werde. Herr Motzkin wird deshalb Vorschlägen, , daß die jüdischen Minoritätenvertreter am 5. August in Paris zusammentreten. Für alle Fälle ist jedoch eine jüdische Kow ferenz drei Tage vor de'r Kongreßeröffnung, in Genf vorgesehen. ' - Nu Geheimvertrag zwischen Jeuischlaikd und , Manen? BeHirr, 12.'Juli. Im soMwissenschaftlichen Kkrtb.. in Berlin versichert rnän, daß zwischen Deutschland und Litauen ein Geheimvertrag besteht, »velchcr Litauen verpflichtet, e^te Kriegsindustrie zu schaffen und sie lediglich Deutschland zur Verfügung zu stellen. Im Falle eines Krieges, würde Deutschland dagegen die A n jpr ii cf)c Litauens auf Wilna unterstützen. Litauen soll ein Waff'enlager in Memel anlegen, das für Deutschland zur Verfügung zu stehen hätte. Abba« der Diktatur in Griechenland. Athen, 12. Juli. Nachdem Z a v i tz i a n o s dos Mandat zur Kabinettsbildung zurückgelegt hatte, berief der Präsident der Republik den Präsidenten des Kassationshofes Z i l i.mo n,' um ihn mit der Bildung des neuen Kabinetts zu betrauen. Tos neue Ministerium wird auch die Wahlen zum Parlarrt citi anberaumen. Bei dieser Gelegenheil gab Präsident Pangalos Pressevertretern gegenüber bedeutsame Erklärungen ab,- worip er unter anderem sägte: Im Augenblick der Eidesleistung der neuen Regierung werde ich eine Verordnung erlassen, wodurch.die Bestimmungen der Verfassung, die suspendiert worden tvaren, wieder i n K r a f t g e s e tz t werden und meine Botschaft vom 1. Jänner 1926, durch die ich.'alle Macht in. meinen Händen' konzentriert habe, zurückg e z o g e n w i r d. Auf Liese Weise wird das Volk Gelegenheit haben, in'Freiheit seinen Willen über die. Frage auszudrücken, durch welche Personen und Parteien und auf Grund welcher Verfassung es regiert worden will. Deportation der frllbere« portugiesische» Minifterprösidenten. Lissabon, 12. Juli. Der frühere Ministerpräsident Mmmt Costa ist an Bord des Kreuzers „Carvslho Araujo" nach. A y g r a t» t H e t o i S m o deportiert worden. In einer a m tl i ch e it Mi tteilu » g heißt es, die Deportierung -sei n o twendig geworden infolge des Einflusses, den g e w i s s>e p o^l it i s ch e K r e i s e auf den General autzübtert. . . ... "V Der Sultan von MaroNo in Paris. Paris, 12. Juli. Der Sultan von Marokko ist heute m Paris eingetroffen und im Bahnhof vom Präsidenten der. Nevuhlik, D o u m e r g u e, de« Präsidenten der Kammern, dem ■ Ministerpräsidenten Bri and und den übrigen Mitgliedern der Regierung sowie zahlreichen fonsttgen Persönlichkeiten begrüßt worden, ln Stoffen. Seide, Waschbaren, BodeKostOinen, -mdnteln, •tiauben u.s. u. im Warenhaus Telephon 41-1.78, 43408 in ps En detail

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