Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2651 (11.7.1926)
- Date
- 1926-07-11
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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tl. Mi 1-926 Är. SM &fte V Wiener Privatverkehr. Im gestrigen privaten Effektenhandel lagen größere Aufträge nach den in den letzten Tagen favorisierten Papieren vvr. Besonders fast waren wieder Südbahnwerte, Renten und Aktien der Alpine. Ueberall, wo Transaktionen vorgenommen wurden, waren die Kurse höher. Die GeschSftSergebniffe des Postsparkaffenamtes im Juni 1926. Nach dem letzten Ausweis betrugen die Einlagen im Sparverkehr 2,918.710 S. Rückgezahlt wurden 1,901.217 S. Der Stand der Spareinlagen hat sich auf diese Weise um 1,017.492 S. vermehrt. Im Scheckverkehr betrugen die Einlagen 694,473.966 S., rückgezahlt wurden 693,583.430 S. Das Guthaben auf den Scheckkonti hat sich daher um 890.564 S. erhöht. In beiden Geschäftszweigen betrugen die Umsätze 1,392.877.354 S. Das Gesamtguthaben. im Spar- und Scheckverkehr beläuft sich auf 201,207.284 S. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich im Sparverkehr um 1744 attf 2,479.424 erhöht, im Scheckverkehr um 264 auf 179.511. Maßnahmen zur Verbesserung der Handelsbilanz in in Jtallen. Aus Rom wird berichtet: Gestern fand hier im Beisein des Finanzministers und des Wirtschaftsministers eine Versammlung der italienischen Schwerindustriellen statt. Es wurde beschlossen, die italienischen Bergwerke mehr auszunützen und ferner durch Verwendung von Pyritasche wie durch eine größere Jnnenproduktion die Einfuhr aus dem Auslande herabzusetzen, und zwar wie manhofft, um ein Viertel, wenn nicht um ein Drittel. Die Budapester Wollauktton. Aus Budapest, 10. d., meldet U. T. K. B.: Die gestern abgehaltene diesjährige Wollauktion ist bei zuversichtlicher Stimmung unter reger Kauflust zahlreicher in- und ausländischer Käufer verlausen. Am meisten gesucht waren die weniger vorhandenen hochfeinen Tuchwollen, die sehr hohe Preise erzielten. Von den ausgestellten 6700 Ballen wurden 500 Ballen verkauft. Die einzelnen Qualitäten erzielten folgende Preise: Tuchwolle 36.000 bis 45.000 K., feine Stoffwollen 32.000 bis 38.000 K., mittlere Stoffwollen 26.000 bis 34.000 K., ferne Kammwollen 34.000 bis 41.000 K., mittlere Kammwollen 28.000 bis 32.000 K., Zigayawollen 24.000 bis 26.000 K., Zackel- Wollen 18.000 bis 20.000 K. Die Pengöwöhrung auf den Banknoten. B u d a p e st, 10. d., wird gemeldet: Ueber Intervention kommerzieller Interessenvertretungen hat das Finanzministerium angeordnet, daß zwecks Erleichterung des Ueberganges auf die Peugöwährung die derzeit im Umlauf befindlichen, auf Kronenwährung lautenden Banknoten am 1. August b. I. mit der Pengö- und Hellerbezeichnung ü b e r st e m p e l t werden. Berliner Börse. Der gestrige Verkehr nahm auf Gewinstrealrsationen einen flauen Verlauf. Zwar wurden einzelne Papiere, besonders Arbitrageeffekten, gesucht, doch überwogen die Rückgänge. Einzelne ungarische Werte und Schiffahrtsaktien lagen fester. Wiener Produktenbörse. Das Geschäft an der Produktenbörse bewegte sich in sehr engem Rahm en. Es wird nur greifbare Ware in Weizen gesucht, da einerseits die meisten Mühlen ihren Betrieb vor der neuen Kampagne einstellen mußten, andererseits in den allernächsten Tagen der neue Zoll in der Tschechoslowakei in Kraft tritt. N e u w e i z e n stellt sich wesentlich billiger als alte Ware, dagegen ist Roggen sowohl in alter wie auch in neuer Ware sehr fest. Prompter Roggen erzielte zirka 127 S. transit H e g y e s h a l o m, wogegen für neuen Roggen (Juli, anfangs August verladbar) ungarischr Provenienz 28 S. transit Hegyeshalom bezahlt wurde. Hafer steht nur in rumänischen Provenienzen zur Verfügung. Da die Zufuhren sehr schwach sind, ist der Preis nach wie vor 32 S., verzollt Wien. Mais ist weiter sehr fest. Es wird 124 tschech. K. ex Schlepp Wien bezahlt. Da die Zufuhren von Jugoslawien sehr gering sind, ist eine weitere Steigerung voraussichtlich. Fu t t e r a r t i k e l liegen sehr fest, und zwar sowohl in prompter Ware wie auch für Herbstliefevung. Weizenmehl Nuller, doppelgriffig, wird, insoferne die Sendungen mit Ursprungszertifikat versehen sind, zu hohen Preisen in die Tschechoslowakei verkauft, allerdings nur Ware, die sich bereits in Wien befindet. Die Devisenkurse. Zürich, 10. Juli. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Pari? 13.35 (13.36V.) "onvon 25.11-/. (25.12), Rew-Porl 516.50 (516.60). Vrunrt 1218-/. 12 527,). Mailand 17.75 17.85,, Madrid 81.9?V, 8190 Yollcmo 207 37 207.40), Bert". 122.977, (122.95,, I:teii 72.97V, (73—), Stockholm 18840 .138.50,. Oslo 1.13 20 118.—j, lkovenhagen 136.87 136.90), Sofie 8.72 (3.72V,;, Brag 15.30 (15.30-, Warschau 55.— (—.—). Bndave't >007230 '0.007230,, Belgrad 9.13-/. (9.14- .Vukare>' 2.34-/t 2.35) Buenos '.»ItreS 209 — (209.- - fw Schillinc, Redaktion u. Administration: Wien, Kärntneritrasse 28 Nr. 20 Wien, Tiichri 5687 September 1926 I. Jahrgang 25 Jahre.Keren Kajemeth. In diesem Jahre werden es 25 Jahre, seitdem der Keren Kajemeth bestcht. Was er geleistet hat, kann kurz folgendermaßen zusammengefaßt werden: , . Er hat die Grundlage gelegt zu derjenigen Kolomsatwn Palästinas, die heute zum Brenn- und Zentralpunkte jüdischen Lebens geworden ist. Weser Kolonisation ist es zu verdanken, daß der geographische Begriff „Palästina", an den der Jude hie und da durch mancherlei Reminiszenzen erinnert wurde, Pt einem lebendigen Inhalt geworden ist. Jeder Jude, der an sein Judentum nicht vergessen möchte, sondern dem es noch was bedeutet, muß sich mit diesem historischen Lande als einer bedeutenden gegenwärtigen Wirklichkeit auseinandersetzen. We tiefste, jahrtausendelange Sehnsucht unseres Blutes nach einer wahren Heimat beginnt dank den Leistungen des Keren Kajemech gestillt zu werden. Keren Kajemeth ist kein Verein, wie viele Tausende und iber Tausende des jüdischen Lebens, sondern ein Organ zur Schaffung eines freien Arbeitsvolkes a scheu Gesamtheit gehörigen freiem, der jiidin. Die Bilanz der Amerikareise. Zurück zum Amdbmrisnmtt Wir erhalten folgende Zuschrift: Sei: vier Wochen ist die Fußballmannschaft der Hakoah aus Amerika wieder in Wrcn und täglich bringt die Presse Nachrichten, daß der größte Teil der Mannschaft europamüde ist, und die Absicht hat, Men, die Gebnxtsistärte der Mischen Sportidee M verlassen. Die Empfangsfeierlichkeiten sind vorüber und der jüdische Sportfreund kann nun, ohne von Empfangsfeierlichkeiten und Festreden beirrt zu werden, die Bilanz dies«: Reise ziehen. Sie ist traurig, sehr traurig. Von irgendeinem überwälrigenveu f i ua n g i e II e vt E rfolg kann man kaum sprechen. Kenner der notleidenden Sektionen sind seit der Rückkehr der Fußballer, die Mittel zur Verfügung gestellt worden,' die ste zum Leben brauchen. Don irgeno-- welchen Zuwendungen an notleidende Wiener jüdische 'Irrstitutinnen, die als sicher zugesagt worden warm, ist nichts zu hören, und es scheint, daß bloß einige Gönner und Gläubiger zu ihrem Gelb samt Zinsen gekommen sind. Wen« das Ergebnis dieser Reise also materiell gleich Null ist, so muß die moralische Bilanz vom Standpunkte des Wiener nationalen Judentums als Kat astrophe bezeichnet werden. Die besten.Spieler der Hakoah, die durch die Begerste-rung und Opferfrendigkeit des Wiener Judentums erst zu Stars c^macht wurden, verlassen die jüdische Fahne und verkaufen ihre Kirnst in Amerika dem Klub, der sie anr besten bezahl:. Also war es gar nicht der nationale Gedanke, der die Fußballer zu Sonderleistungen aneiserte? War es bloß der Gedanke an das Honorar? Man kann freilich die Spieler der Hakoah für diesen nackten Materialismus nicht ganz 'oerutieUm, daß sie den Prafessronattsm-us. zn welchem man sie erzogen hat, konsequent durchführen; sie tragen gewiß nich. allein die Schuld. Hingegen kann man der Leitung der Hakoah den Vorwurf nicht ersparen, daß sie taub war gegen alle Vorstellungen, die vor der Einführung des Bevufsspielertnms im jüdischen Spor:, warnten. Eine solche Verquickung von Idealen und Geschäften mußte auf die Dauer zum Nieberbr-uch führen und das Ideal kompromittieren. Schon entrüsten sich jüdisch-amerikanische Blätter, daß man dieselben Spieler, die eben als zionistisches S:uldententeam gefeiert wurden, demnächst als Fußballakrobaten bei irgend einem Geschäftsklub wird bewundern können. _ / Die arbeitenden, mit den schwersten Entbehrungen kämpfenden Juden in Er ez Israel haben schon im vorigen Jahr die Hakoah wissen lassen, daß reisende Fußballarlisten, auch wenn sie sich mit den Magen David schmücken, dort nichts zu suchen haben. Wenn auch der Präsident der Hakoah. der eifrigste .und früheste Vorkämpfer des Berufsfpie.'ertums vor zwei Jahren in einem Artikel „Es gibt kein zurück" die Entwicklung der Hakoah zu einer P r o f i m a n n s ch a f: als unaufhaltsam bezeichn ete, so rufen ihm alte Hakoahner heule, da das Schiff der Hakoah sich in Höchster Not befindet, zu: Führt die Hakoah zurück, zu dem Ideal, aus dem sie geboren wurde! Weicht ab von einem Weg, der gut genug ist für andere Klubs, die zu keinem Idealismus -verpflichte: sind und all? jüdischen Spoclfirunde werden ^init- -arbesten an dem Wiederaufbau der Hakoah. Der jüdische Sport muß andere Weg? wandeln, wenn er nicht zu einem Schaden des Judentums werden soll." Für die Veröffentlichung dieser Zeilen bestens dankend Jakob Schwär z. Sport in Erez Israel. Makkabi (Tel-Awiw) Cupsieger. (Von unserem Berichterstatter.) M a k>k a b i (Del-Awiiw) gegen H a s m on e a . (Jerusalem) 6:1 (1:1). Schiedsrichter Aluf. Vor 3000 Z n s ch an « r n (für Jerusalem ein Relkord) trafen sich beide Teams, von denen, die Tel--Awi>wer trotz des knappen 2 :1-Resullates der Vorwoche' hohe Favorits wareni Beide Mannschaften traten komplett au_ und -lieferten einander einen fairen Kampf, so daß der Schiedsrichter keine schwere Ausgabe hatte. Von den Siegern wäre besonders L u m e k herivorzuheben. der wic-der Zemeihaff spielte -und dadurch die Spielkraft der M-allkabielf um vieles hob. L e o n im Tore machte keinen Fehler; das Tor war unhaltbar. Die Verteidigung arbeitete matt. Norea war der schwächere Back. Slonim brav, während Marcus ganz abfiel. Der Sturm hatte in der zweiten Hälifte einige gute Minuten, was genügte, um einen hohen Sieg zu feiern. Schon in der 2. Minute -läuft Ade dtirch uns -stört. Jerusalem ripoftiert -nnig Resi kann nach schönem Lauf Duazis voll eh durch ein Prachttor aus-gleichen. Viele Angriffe der Bl-attw-eißen 8epismder-6LzLk86n!sLk'llng. Ms erste Leerung nach den Ferien findet in der Zeit vom 12. bis 24. September statt. Jeder Leerer mul) Im Besitze einer vom Bureau des Keren Kajemeth ausgestellten, speziell für die September- Leerung gültigen Legitimation sein. Er hat sie unaufgefordert vorzuweisen I Es winj, gebeten, keiner Person die Leerung zu gestatten, die sich mit einer gültigen Legitimation nicht ausweisen kann. * Auf Grund unserer bisherigen Erfahrungen richten wir das dringende Ersuchen an alle unsere Freunde, für die Zelt der Leerung die Büchse bereit zu halte*, damit unsere Nitarbeiter nicht genötigt sind, eine Partei drei-, vier- und oft fünfmal aufzusuchen, weil das Familienhaupt die BUchse eingesperrt hat oder dergl. Unsere freiwilligen Mitarbeiter haben alle Berufe und stellen ihre kostbare Zeit unserer Volkssache zur Verfügung. Die Leitung des Keren Kajemeth. Die Schöpfer des Keren Kajemeth. Der geistige Vater dieser Institution war Professor Hermann Schapira. Ein russischer Jude, erzogen nach Art aller Juden seiner Zeit, im alten Judentum, weit vom europäischen Kulturleben. Als verheirateter Mann entschließt er sich nach dem Westen zu gehen, um Europas Wissen sich anzueignen: Er wird Prösejjvrder Mathematik an der Universität in — HerdelberL- Ivevden durch Pazanowsky vergeben. Erst nach Halbzeit Wimen die Tol-Mvölver gefährlich tverden und Pastanowsky stellt durch Hat-Trick das Resultat auf 4 :1. Jerusalem hat das Spiel bereits verloren gegeben und Abe erhöht den Vorsprung aus 6 :1. Ein Hands im Jerusalemer Strafraum gibt Leon Gelegenheit, dos Endresultat hepzustellen. In glänzender Form war Me, der zwei Tore selbst schoß und die anderen vorbereitete. Der Goalgetter Pazan-owsA) sonderbarerweise sehr schwach. MMabi (jTeI-Ä«wiw) gewann damit -den Becher zum zweiten Male. Sernifinaile um den Tel-Mviwer Enp: Ofer—MaKabi JZ 3:0 (0:0). Ueberlegener Sieg der Oferleute, die nun gegen S. C Bavsonr rnn die Entscheidung kämpfen iverden. Trauerfeier des Wetrschuuer Für seine Maigffallenen. Arrs Warschau wird uns berichtet: Der hiesige MakkaR veranstaltet zum Andenken seiner Mitglieder Jechiet Jakubow icz und Josef A me r anz, die als aktive Soldaten anläßlich der M a i e r e i -g n i s s e in Marschau g e f a l l e n sind, eine große >T rauer fei er, an der ein überaus zahlreiches Publikum teilnahm. Sie fand in dem großen Saale des Makkabi statt. Anwesend waren -hervorragende jüdische Persönlichkeiten der Stad:. Auch einige höhere Lsfiziere waren als Vertreter des 1. Regimentes, das den Namen P -i I s udsküs trägt -und des 71. Jnfanterieregime-ntes, dem die Verstorbenen angehört haben, erschienen. Die Feier begann mit einem T-ranermarsch, der vom Makkabl- Orchester ausgvfühu wurde. Rabbiner Dr. Posner hielt eine ergre-ifenve Rede, bei welcher die An-gehö-rigen der Gefallenen m -lau:es Schluchzen ausbrachen. Nach Absingung des El mole rachanlim hielt der Präsident des Makkab:, Dr. Ferb er, einen Nachruf. Sodann wu-rde die polnische Hymne ge-spii-ett, an die sich die Tikwah schloß, welche die Feier beerckete. Fusion der Lodzer jüdischen Sportvereine. Aus L o d z wird uns gemeldet: Montag abends fand im Lokal der Bar-Kochba unter dem Vorsitz Dr. Pr Yb ulskis eine Konferenz der Vertreter der hiesigen jüdischen Sportklubs statt. Es waren Bar- Kochba, Hakoah, Hasmonea und Kadi m ah vertreten. Man beschloß, eine Fusion aller dieser Sportvereine durchzuführen. Es sollen in jedem Klub Generalversammlungen einberufen werden, um diesen Beschluß zu ratifizieren. Ferner wird man sich an den Klub S a m s o n wenden, damit er auch an dem Zusammenschluß der jüdischen Sportklubs teilnimmt./Es. wurde eine Kommission gebildet, die die Statuten des neuen Vereins festsetzen soll. Aehnliche Konferenzen fanden schon im vorigen Jahre statt,'doch ist die Vereinigung damals nicht zustande gekommen, da Bar- Kochba unbedingt die Beibehaltung ihres' Namens verlangt. Jetzt hat Bar-Kochba: auf diese Forderung verzichtet und der Zusammenschluß wird wahrscheinlich unter dem Namen Makkabr erfolgen. Die AusiM,zrmg eines rmlttÄervropäischen Cups wird Berbandskapitäii Hugo M 3 l demnächst Vorschlägen. Teilnahmsberechtigt sollen jene vier Mannschas.en eines Lamdes sein, welch! sich für das Semifinale ihres eigenen Cups. qul-afizstrt haben. Die internatwnalen Spiele sollen nach T-unlich-re'.: auf. n eu tr al-em Boden ausgelragcn'werden. Meist veffpricht sich von seiner^Idee eine Zunahme des Interesses und eine Auffrifchnng des Fußballs in Mittele-uropa. Außer Wien, Budapest und Prag empfiehlt Meisl auch noch die Einbeziehung Italiens und der Schwerz. Nur zwei Lärberkämpse werden die -un-garychen Pwfessionals in der Herbstsaison a-usiragen. Diese -sind die Spiele gegen Oesterreich und Schweden Die übrigen AnÄvahlmatches werden von den Am-ateureir absolviert. Den Arbrster-Fußballänderkarnpf. Polerr—Oestsrrelch, der im Rahmen des Ätt>e:'-'rturn- und Sportfestes hier ansgctragen wurde, gewann Polen 4:1 (1:0). Tvr D. F. C. gewinnt den Goldpokal. Im Final-e um den Goldpokal siea:e gestern in Prag der'D. F. C. gegen Blktorr" Zickov 4:1 (2:0). Patek schoß 3 Tore.-8009 Zufchau-er. N e i ch st e A u s w a h l a n Badetrttots, Badeileider Badehauben, Bademäntel, Badecap'es, Badeschuhe S t r i ck w a r e n- und G a r n s p e z i a l h a u s „Zum Löwen" IX.. Porzellangasse 52. Ecke Glasergasse -'Natürlicherweise — für Schapira den ganze,!, einheitlichen Menschen — verwendet er seine Kräfte, um sem gedrücktes Volk zu befreien: Er schließt sich der zwmstl)chen Bewegung an. Zwei -Ideen predigt er: 1. Die Schaffung des Keren ' Kajemeth, des Fonds, der den Boden Erez Israels für die )ud,- sche Gesamtheit erwirbt; 2. die Gnindung der hebräischen Universität in Jerusalem. Und der Phantast behielt. Recht: Der Keren Kajemeth wird 25 Jahre alt und ist eine Zentralinstitution des freiwcrdenden jüdischen Volkes geworden. Die hebräische Universität ist eröffnet. Die ErösfnnngSfeter gestattet sich zu einer Veranstaltung, wie sic das jüdische Volk seit 200(1 Jahren nicht mehr kannte. War Schapira der Vater der Idee, so war Theodor Herzl der Mann, der sie verwirklichte. Theodor Herzl, der Mann, der schon zu unseren Zeiten, da viele Tausende noch leben, die ihn kannten, zu einer legendären Gestalt geworden, zur Verkörperung unserer Bolkssehnsucht, zu,n Sylnbol unserer Freiheit. Theodor Herzl, dem unser Volk den Glauben an sich selbst, an seine eigene Kraft verdankt, der sich selbst wahrlich als Ganzopfer für sein Volk hat darbringen lassen, er lieh der Idee des Keren Kajemeth ihre lebendige Gestalt. Der Keren Kajemeth wurde das Kind seines großen Herzens. Noch eines Mannes wollen wir gedenken, der, Gott sei Da»ck, — im Gegensatz zu jenen zwei Männern — noch lebt: Johann K r e m e n e z k y. Er war der Mann, der als erster Direktor des Keren Kajenieth alle Kleinarbeit machte, die notwendig war, damit der Keren Kajemeth in die breite Masse dringe, eirw Volksinst'ltntion werde.