Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2644 (4.7.1926)
- Date
- 1926-07-04
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Men, Sorwkg Irr ZnduAriekonzern der gentrallvarkafse. Die Bildung ein« Holding-Gesellschaft. Momentan schiveben Verhandlnugen wegen -er Abtren- [ttu 1.^3 der zum Iudiiitriekonzerri der Zerrtraisp.nkasse gehörigen 'Unrernehmunaett und ihrer Zusammenfassung in einer eigenen ^'Organisation. Es wird geplant, ein eigene Holding- 'Gesellschaft zu gründen, die alle Industricuntcrnchmungen Hufuehmeu soll. Die Gründung einer solchen Gesellschaft dürfte 'mich! leicht sein, da es sich um Jttdustriettuternchimutgeu der mannigfachsten Art und der mannigfachsten Bonität handelt. Mnzelne Unternchuiungen haben einen ausgesprochen parteiipolitischen Charakter. Di-e dem Wultc-Kvnzcrn augchörigeu 'Untcrnehnmngen bilden die größten Schwierigkeiten. Hier ist die ^rage vollkommen ungelöst, da politische, industrielle und Aktiornärinteressen stark verquickt sind. Es soll versucht werden, diese «Unternehmungen eventuell einer steirischen Lank' anzugliedern. «Nur fragt fich, ob ein solches Provinzinstitut auch die notwendigen Mittel zur Verfügung haben würde, um die von der Zenstralsparkasse geavährten Kredite auch rückzahleu -n können. Aus 'eigenem dürste der Wutteschc Indnstriekonzern dazu kaum imstande fein. Es sei denn, daß das große Aktienpaket, -welches eine Sicherung von 130 Prozent darstellt, von der Regierung übernommen werden würde. In diesen! Sinne bewegen sich vorläufig die Verhandlungen mit der Regierung. Wiener Provuktendörse. Unsichere Tendenz. — Die neuen Zotte in der Tschechoslowakei hemmen das Geschäft. Das Geschäft an der gestrigen Produktenbörse war ziemlich .gering. Der andauernde Regen macht die Situation unsicher. Man -hat noch keine einheitliche llebersicht über den Stand und das Ergebnis der Ernte. Osteuropa meldet bei günstiger Witterung sehr gute Erntcanssichten, dagegen scheiitt Mittel- und Westeuropa unter der fortwährenden Rasse gelitten zu haben. - A l t lv e i z e n wird in sehr geringer Menge gekauft, weil die Preise im Vergleich zu den Forderungen für Neuweizen um > zirka 6 bis 8 Schilling pro Zentner höher fiitb. Man verlangt für rumänischen Weizen, 76 bis 77 Kilogramm schwer, 45.— bis; 45.50 S., transit Hegyeshalom. für Neuweizen anfangs August, .ungarischer Provenienz, werden 38 D. transit Hegyeshalom gefordert. Roggen alter Ernte liegt sehr fest, da nur geringe Quantitäten disponibel sind. Für ungarischen, prompte Lieferung, werden bis 28.50 S. ex Hegyeshalom transit verlangt. Neu- > roagen, anfangs August verlädbar, wurde bis 26.50 S. exHcgyeshalom verkauft. Weizenmehl, doppelgriffig, rvird nach wie vor in der Tschechoslowakei verkauft, sofern "die Sendungen aus dem Ursprungsland mir Ursprungszertifikat versehen, in Wien einlangen. Seit 1. Juli gibt die Handelskammer Wien keine Ursprungszertifikate aus, so daß hier befindliche Ware nicht mehr -nach der Tschechoslowakei exportiert werden kann. Mais hat sich -in den letzten Tagen wieder befestigt und wurde pronrpte Ware 'und Iuliware mit 115 bis 116 ischech. K. ex Wien gehandelt. Ruimänischer und bulgarischer Mais.werladbar Juli, wird mit 116.— ' ex Passan offeriert, doch sind keine Abschlüsse getätigt worden, j da ab 1. August ein erhöhter Zoll in Deutschland erwartet wird. 'Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der neueit Zölle in der Tschechoistowakei ist noch nicht sicher. Man erwartet sie tagtäglich. Das .'Geschäft ist deswegen außerordentlich schwierig und erstreckt sich fnur auf rollende oder hier durchlaufende Ware. Der Bedarf an -Hafer wird nur mit runränischen Provenienzen gedeckt, rn-!ländischer uird Ungarischer fehlt.-Für prompte Ware, laufend, werden 31.75 S., versteuert und verzollt, -ex Wagen gezahlt. Wiener Privatverkehr. Im Anschluß an die vorgestrige -freundliche Tendenz nahm auch der gestrige Privatverkchr einen festeren Verlauf. Gestützt wurde diese Tendenz durch die festen sBerichte.aus Berlin und durch die.teilweise Beruhigung auf dem -Devisenmärkte. Einzelne .Bank- und Petroleutnwerte, und die j Renten waren gefragt. Auch Südbahnwerte konnten sich im Kurse - leicht erhöhen. - Wiener Berufsstatsstik. Die statistischen Daten über die -Wiener Berufsstatistik, die in einem Sonderheft der „Statistischen i Nachrichten" int Umfange von 48 Seiten zur Veröffentlichung gelangen, verdienen, ungeachtet der Verzögerung, das größte 'Interesse, da sie jedenfalls für die Beurteilung der gegenwärtigen - Verhältnisse «unvergleichlich wertvollere Anhaltspunkte fbieten, als die bis nun verfügbaren Daten der Volkszählung vom : Jahre 1910. Ueberdies ermöglicht ein Vergleich der jetzt zur Ver- > öffentlichung gelangenden Daten mit denen der Volkszählung vom 'Jahre 1910 außerordentlich interessante Schlußfolgerungen hin-!sichtlich der beruflichen Umschichtung der Wiener Bevölkerung -während der Kriegs- und Nachkriegszeit. In der erwähnten Püiblikation wird auch dieser Vergleich durch mehrfache Hinzufügung ,'der Daten aus denr Jahre 1910 in weitem Maße ermöglicht. Die '„Wiener Berufsstatistik" ist durch die Verwaltung, Wien, 1. Bez., i Hohenstaufengasse 7, zu beziehen. j Ungünstige Entwicklung der englischen Baumwollindustrie. -Aus London, 3. b., wird telegraphiert: Infolge des Kohleniarbeiterstreiks' sind die Kosten der B a u mw ol lw a ren induiftxie erheblich gestiegen, gleichzeitig ist die Produktion auf die 'Hälfte ihrer normalen Höhe gesunken. Bei der derzeitigen Lage cr- : scheint es unmöglich, die Lieferung der bestellten Waren zu einem fixen Termin zu gewährleisten. Die Verhältnisse in der BaumiWollindustrie, die schon vor den: Streik ziemlich ungünstig waren, 'gestalten sich nunmehr fast unerträglich. Die Konkurse in Deutschland. Aus Berlin, 3. d., meldet Wolfs: Nach Mitteilungen des statistischen Reichsamtes wurden im Juni dieses Jahres 913 neue Konkurse und 477 Geschäftsaufsichten angemeldet. Die entsprechende Zahl für den Mai betrug 1046, bezw. 691. Zusammenbruch einer großen Schuhfabrik in Ungarn. Aus Budapest. 3. d., wird uns gemeldet: Die „R eb u^-Schuhfabrik hat ihre Zahlungen eingestellt und den Kreditschutzverein verständigt, daß sie ihre Verbindlichkeiten im Wege eines Privatausgleiches zu ordnen suchen werde. Die Passiven sollen sich ans 17 Milliarden Kronen belaufen. Die Devisenkurse. Jürleh, 3. Juli. (Devllettkurle von 12 Uhr.) Baris 13,95 (13.85) London 25.13'/, (25.14), Aet»-8)or> 516.62 (616.50;. Brüssel 18.60 (18 85), Mailand 18.10 1832'/.,. Madrid 82.10 ( 83.20, Holland 207.55 (207.50), «erlir, 122.97V, (132.97V,Wien 73.01V, (73 02'/,'. Stockholm 138.60 i138.60), Oslo 113.45 (113.50,, Kopenhagen 137.— (136 93V,), Sofio 3.72V, (3.72), 'brag 15.30 . (15.30;, Warschau (-.—). Budapest 0.007230 (0.007230;, Belgrad 9.14 (9.14). Bri. karest 2.41 (2.46'/.), ‘"•cud'5!.u.r::° 209.- (209.—) f.’-j 10t SchUlina. ' ' Wiener Morgenzettnn- 4. Full M6 4er. «A inmiüüh rrnrm iiMiimmiiiiiiiiiiniHmniii Das Fest ver Svortvreffe. Presse gegen Bühn: 5:2 (3:0). Hakoah gegen B. A. C. 6:5 (3:1). Das Fest oer Sportpresse, das gestern auf der..Hohen Warte abgchalten wurde, litt teilweise durch den nnvernreidlichen täglichen Regen. Immerhin ging er nieder, als bereits die lull-en crMchsigen Fußballmannschaften im Felde standen, was die Spieler nicht hinderte, unentwegt bis zum Schlüsse tätig zu fein. Radpolo, Tänze usw. hatten ihre Schuldigkeit getan, als Frau Lcopoldine K o n st a n t i n, von den Zuschauern, die in nicht übermäßiger Zahl erschienen waren, stürmisch begrüßt, den An kick vor nahm. Das nun beginnende Spiel zwischen Bühne und Presse gab dem Publikum zahlreiche Gelegenheiten zu Hciterkeitsausbrüchen. Dies war iinmcr der Fall, wenn einer der Akteure den Ball traf, was auch hie und da vorkam. Aber auch die Presseleute machten auf dem grünen Rasen nicht immer gute Figur. Viele zeigten, daß es schon lange her ist, daß sie . . . (»der gar überhaupt nie?) Spezialbeifall holle sich Feld Hammer, der seine Partner vergebens zunt Zufanunenispicl verhalten wollte, durch einen von ihn! verwandelten Elfmeter. Mitteil im 2 mal 20-Miuntcn-Spiel donnerte es gewaltig — leider war es kein Theaterdonner. Beim Stande von 3:0 für das Presseteam wurden die Seiten gewechselt. Beiderseits mußten einige Kräfte wogen Erschöpfung ansgetanscht werden. In der zweiten Hälfte wurden beiderseits je zwei Tore erzielt. Schmieg er (3), Brumm und Kienzl störten alles für die Presse. Diese drei sowie Maximilian Reich, Artur Steiner und Becske zeigten, daß sie es einmal konnten. Al b al a im Tor tvar seiner Aufgabe gewachsen. Er härte auch einige Schüsse vom kleinen Merstallinger sicherlich gut abgewehrl, lucitit die Bälle bis zunr Tor gelangt wären. Es verlautet, daß bisher keiner der Mitwivkenden aus diesem Spiel u a ch Amerika gekapert wurde. Die Schiedsrichtern! Frau Schlosser konnte das „schwungvolle" Spiel in fairen Grenzen halten. Auch die schicken Outrichterinncn amtierten tadellos. Hakoah—Brigittenauer A. C. 6:5 (5:1). Höhe Warte. 4000 Zuschauer. Schiedsrichter Zwicker. Hakoah: Duldig; Wegner 1, Feldmann; Fried, Drucker, Guttmann: Schwarz, Häusler, Grünwald, Eisenhofer. Katz. * B. A. E.: Köhler; Grohmann, Görnet; Jarosch, Hayden, Trattlehner; Palko, Schlosser, Weidlinger, Hostasch, Stanek. Dieses Spiel, das zugunsten des von Wien scheidenden alten ungarischen Internationalen Jmre Schlosser, der die neuen Erstklassigen trainiert hat, abgehalten wurde, nahm einen unerwarteten Ausgang. Man war nicht darauf gefaßt, daß die B r i g i t t e n a u e r ihren Gegnern in d e ersten Hälfte s o w c n i g Widerstand entgegensetzen werden. Fast im Spaziergang erzielten die Hakoahleute ihre Treffer, während die Brigittenauer vor dem Tor der Hakoah sich unsicher gebärdeten und viel vergaben. Mr t 6:1 für Hakoah ging es in die Pause und der Beginn der zweiten Hälfte sah ganz danach aus, als ob'es auch noch einen weiteren Trefferregen für die jüdische Mannschaft absetzen würde. Aber Hakoah verfällt bekanntlich immer in Spielereien, wenn sie den sicheren Sieg in der Tasche zu haben vermeint. So karn es, daß die Brigittenauer stark aufkamen und schließlich noch in der letzten Minute heu Sieg Hakoahs bedrohten. Das Spiel war rasch und anregend, man sah bei der Hakoah sehr hübsche Sachen, wogegen die Brigittenauer ein primitives Systenl vorführten. W e n n die H a k o a h n e r E r n st machten, gingen' sie b u ch st ä b l t ch durch die Reihen ihrer Gegner spazieren. Uebrigens hatten sie noch viel mehr Chancen, die leicht hätten verwandelt werden können. Nach der Pause konzentrierte sich der Hakoahangriff, wie übrigens auch vorher bei Schwarz, der sich pber in Tändeleien und Einzelkämpfe einlietz. Freilich bot er seinem Partner noch immer genügend Chancen. Auch das Ausscheiden Gnttmanns zur Pause — er spielte als linker Läufer und hielt sich auch da sehr gut — schwächte den Widerstand Hakoahs. Gnttmanns Ersatzmann, Wegner 2, hat bisher noch keine Fortschritte gemacht. Eine Größe wird er wohl nie werden. Cr verschuldete auch einige Treffer der Brigitlenauer. Der rechte Flügel ging zumeist glatt über ihn hinweg. Der Debütant Feld mann bei Hakoah konnte im allgenieinen entsprechen. Seine Leistung war nicht überwältigend, aber er ist ein flinker, mutiger Kämpfer, der sich sicherlich bald eingespielt haben wird. Neben einem starken Partner könnte Feldmann Wertvolles leisten. Wegner 1, der nach seiner Krankheit antrat, zeigte seine, bekannten Befreiungsstöße, fiel aber gegen Schluß ermattet ab. Duldig trifft an den Toren kein Verschulden. Drucker und Fried waren frisch. J-nr Angriff war Schwarz das .Um und Auf..Häu s l er ist um eine Nuance besser als vor kurzem, aber er vergab einige sichere Gelegenheiten. G r ü n w a 1 d erreichte auf billige Art den. Hat-trick. Sonst leistete er nicht viel. E i s e n h o f e r war sehr spielfreudig und erzielte zwei Prachttore. Katz wird immer besser. Er dürfte sich bald gut eingeführt haben. Bei den Brrgittenauern zeigte die rechte Anariffsseite und der Zentarstürmer gutes Spiel. Schlosser erwies sich als guter Vermittler. Die Halvesrerhe staub der gegnerischeu uicht nach. Die Verteidiger waren energisch. Der Tormann hielt einige schwere Bälle, zeigte sich aber in mancher Beziehiulg unsicher. Technisch und taktisch woist die Mannschaft noch Mängel auf, sw ist aber sehr spielfreudig und wird sicherlich an Schlagkraft gewinnen. Unangen e h m fiel der Hang einzelner Leute zu Derbheiten auf. Der Läufer Jarosch, der mit Schwarz nie fertig werden konnte, beging einmal an ihn! ein gerueines Foul durch Fußvorstellen. In der 9. Minute verwaicdelt E i s e u h o f.e r eilten Strafstoß ntiit herrlichem Schuß. Vorher hatte Duldig einen scharfen Ball Schlossers abgefangen. Fünf Minuten später gleicht W e l d- R eich st e Auswahl an Badetrilots, Badekleiver Bad eh aub»«, Bademäntel, Badeeapes, Badeschithe nt C;trieftoaren* und Sarnfp.ezialhaus ** ,Zum Löwen" IX.. Börsellang«fje 63, Ecke Glaserfasse linger aus. Ein scharfer Ball Häuslers schien im Netze zu landen, doch wird Goalout abgestotzen. In der 19. Minute P Grünwald nach einem Korner erfmoreich. In der 34. Mrmtte drückt Katz eine hohe Flanke von Schwarz, nachdem Äö&Iet das Tor verlassen hatte, ein. Hakoah ist d«mer«v üdeÄegen und in der 39. Minute ist Grünwald aderanaks erfolgreich. Noch in der letzten Minute der ersten Hälfte ivehrt .Kphler ei»m scharfen Weitschuß Gnttmanns ab. Die zweite Hälfte beginnt zuuachfr mit Angriffen Hakoahs, doch bald ändert sich das Spiel. Irr der 11. Minute ist Hostasch, in der 15. Minute Schlosser erfolgreich. Die 22. Mnute bringt das schönste Tor des Tages durch Eisenhofer, der eine Flanke volley übernimmt und mchaltbar emsch«ßt. Gleich darauf Imrb WEN eines angeblichen Hands von Drgner 2 ein Elfmeter gegen Hakoah verwandelt. Nachdem Häusler ein« schöne Chance vergeben hatte, vermag Weidlinger in der 48. Minute das Resultat ait£ 6:6 zu ändern. Mit Ängriffen der Bvigittenauer endet das Spiel. Das AVvettcr-Tuvn- und Sportfest. Die Eröffnungssitzung. 'Mit einer Festsitzung, die gestern nachmittags um 4 Uh» im mittleren Konzerthanssaal stattsand und an der die Mtykiode» des Hauptausschusses und die Dologievten ieilnahnten, wurde das große Arbeiier-Turn- und Sportfest eröffnet. Besonders bemerkenswert war die Begrüßungsrede des Mgeordneten Dr. Deutsch -der auf die politische Seite des Sportwesens fyhu wies und den Gedanken -der Neutral! t ä: im Sport g ä uz< lich a bl eh nie. „Mit dem Aufkommen gewisser Sportzstveige/ sagte er. wurde eine abseitige Bahn beschritten. die weniger aus die körperliche Ertüchtigung der Massen als auf Spitzenleistungen einzeckner abzielte. Wir Arbeitersportler lehnen d«6s< Art Sportbetriab ab. Wir wollen nicht mir Rekorden glänzen^ wir wollen vielmchr gute Du r chs ch n it t sie ist ungern zielten. Wir wollen nicht Artisten heraubilden. Wir wrckbw den Sport populär machen. Freilich nicht senett Sport, den asm einige Wenige ausüben, indeß Zehntausende zuschanen. Ein solche» Sportbetvieb ist eine Art Zirkus, aber keinestveqs eine Schul« der Voliksertüchtignug. Wir wollert mit ihm nichts zu tun haben/ Nach Dr. Deutsch sprachetr Vertreter der Avberterisportle» aus Riga, Berilitt, Berit und für die Arbeiteschaft der Tschechow flawailei :ocr Aussiger Vertreter. Die Feier wurde mit der Abt singung des Liedes der Arbeit geschsosseit. Die Darlegungen des Dr. Deutsch sind beachtenswert und in vieler Beziehung auch für den jüdischen Sport von Interesse. Um so verwunderlicher ist es. daß per loztat^ demokratische Bas sein« Vertreter so lange in^dem «Ztrkus /des kapi-talfftifchen ProfessionalfußbaMetriebes beläßt. Die ichonep Reisen der Vas-Vertretor bei interuationalett Begeigtmngen sim doch sicherlich tticht so vicll Werl, daß man jetzt mit den Fußbalk Mannschaften ant Sportfest nicht teilnehmeit kann, Werl man de» Satzungen der Lnzerner Sp or li n ter nat-t omal« durch die Zugehörigkeit zu einent bürgerlichen Verband ntch< entspricht.' Wiener Mannschaften in Jugoslawien stegretch. Der W. A. C. spielte gestern in Zagreb gegen die inngste erstklasstg« Mannschaft der Stadt 3:1 (1:1). Trotz des schlechten Wetters hatten sich 1000 Zuschauer eingefunden. — In Belgraj schlugen die Simmering er Jugoslawia 4:3 (2:1). Ein Sportt<rg in Boden. Baden ist heute der Schauplatz großer Sportveranstaltm» gen. Um halb 11 Uhr wird ein Stasettenlauf „Quer durcs Baden" ausgetragen. Vor- und nachher werden auf >dem Ba dener Sportplatz leichtathletische Konkurrenzen ab, g ewickelt. Um halb 6 Uhr findet das Städtespi«- Wien gegsn Baden statt. Schwimme». Das Lauffer-Meeting. Heute in Vöslau. 1 Das Meeting nimmt heute um 4 Uhr in Vösl<r» seinen Atrsang. Die beiden Amerikaner Lau ff er und Webl werden int 100-Meter-Freistil-, 100-Meter-Rücken- und 400! Meter-Freistilschwimnten starten. Eitt besonders spannende! Rennen verspricht aitch das Rückeirschtvimmen zu werden, i» welchem Lauffer auf Ungarns Meister Bttskey und unserer Meister Dworza! stoßen wird. — Im 400-Meter-FreiM schwimmet! wird Lauffer von seinem Latrdstnann' Webb, de» zweiinaligen „Quer-dnrch-Wiett"-Sieger Guth (Hakoah) uw von Ungarns bestem Mittelstrecker Szigricz (Erlau) zu oftrv Bestleistung gezsvungen werden. Auch über 100 Meter ist es noo nicht ausgeschlossen, daß Barany, der derzeitige Europameistev mit dem berühmten Anterikaner in die Schranken treten wivd. — Schauspringen für Herren und Damen, Damenfreistil (Fritz Löwy) und Damenbrustschwimmen (H. Bienenfeld Fleischer), eine offene Lagenstaffel für Herren, verschiedem Knaben-, Alladchen- und Jugendrennen werden das reichhaltiM aramin crgänzett, das mit einent Wassevballkantpf zweie» inierter Mannschaften endigt. Der Wasserballänderkamps Oesterreich gegen Ungar« sittdtz um 11 Uhr im Hietzinger Strandbad statt. Der Prager Hagibor in Bielitz. Als einzige Auslände» beteiligten sich die Prager Schwimnter an dent Meeting, das iu Rahmen des vont Kreise Polett int M.-W.-V. veranstaltete» Sportfest stattfand. Die Beteiligung der jüdisKen Schwimme» Polens war eme sehr schwache, und da der Schwinmisport ir Polett noch sehr wenig entwickelt ist, Lliebeit die Pvcmer in faß allen Konkurrenzen unter sich. Int Springen zeigte Balazs, ob> wohl er ganz außer Training ist, einige hervorragetü»e Sprung« die beint Publikum großen Beifall fanden. Das Wasserballspns gewann Hagibor gegen kontbinierte polnisch-jüdische Mannschäkt 5:0.-Hagibor spielte in der Aufstellung: Pick, Wollnor 1, ßsoltv ner 2, „Loisl", Kantor, Getreuer, Balacs. 228 jüdische Athleten von der Noung Re» Hebvew Wm eiation starteten ant 15. Juni ztt einent Stasettenwettlauf nach Philadelphia, tun der Brudersektion in dieser Stadt eine Fahne zu ufcemmaen.