Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2644 (4.7.1926)
- Date
- 1926-07-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Polen: 25 groszy \ ii-rsir al b 1 Wen: Zum Abholen in dei Expedition, IL Taborstr. 1-3, •der in einerversdileisstelle Trafik) monatt. 5 Schilling •trassenverkauf in Wien lunch die Kolporteure dei ’irma Ool d schmied, J, Wollzeile 11 «t Postversand für Wien nd Oesterreich monatlich 5 Schilling ’ sch echo-Slowakei; ton. K22. Jugoslawien: toa.Dhi.fiO. Polen:Mon. rZtoty. Deutschland: ton. Gm. 4, Frankreich, ielgien: Mon. Frcs. 25 ach gaumigen bei Frei«. rh3hn«rtm Vorbehalte» Wiener orgenreilung England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 20 Lire: Rumänien: Mon. 170 Lei. BulgarientMon.IOOLewi. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. ä Redaktion, Administration: Wien,II.Taborshv1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postspaikassen-Konto Nr. 150.69k Rr. 2644 Wien. Sonntag, 4. Snii 1926 8. Saittgang (m redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Halbjahrs» Inventur=Verkauf bei f. Karni/ver’sthaSSe 11*15) 5- bis 17, Juli Außerordentlich billiger Verkauf von Kleidern u. Mänteln in ßSerieu zu 5 Preisen Kleider« S tt 19. 29. 39. 69 Mänfelt S 36. 39. 49. 39, 69 S Wascksfoffs Serien, der Meier zn i S tao, 2*6«, 3*S0, 3*9«, 4*90 $ Seidenstoff= Serien, der Meier za« S 5*-, 5*9«, 6*7«, 8*30, 12*30 Gleichzeitig sind die der 1/1 ode unterworfenen * Artikel in folgenden Abteilungen; Bade und Strand Sport und Reise Wäsche, Blasen, Pajamas Strumpfe — Handschuhe Parfümerie und Taschentücher Stroh- und Filzhüte rücksichtslos im Preise herabgesetzt. zschias-Schveltture« (Italien. System) auch gegen Hexenschuss und Armneuralgien. Genen Rheumatismus und Gicht, Schlamm- und Moorbäder, Packungen. Diathermie, Heissluft, Höhensonne, Kohlensäurebäder, Kaltwasserkuren, täglich 8 bis 6 Uhr Im „Thermla"- Instltut, I. Bezirk, Franz Josefskai 1. Telephon Nr. 78-1-37. 'AMimiiiMimtMiiiiiiiMNiiiiMuiiiNiuimiummuiwiiutmiuiiiimitnHiuuiMiiiiiiiiimimMiiMimiMiMiiimiiumimuiuimiiNiiiiiitimiiuiiimmiiimiitiimimiimfe ghimiMiiiiiiiNUMimmimiittmiiuiNmiiiiimiitiiiniiiiiimmitiimmmiiiiiimMimmimmiummimmiiMmmiiiiiuiinmiiimmmimiuinmuiimiHMaiuMg X—«O-Beine Sofort keine durch unseren original unsichtbar trag- Ciinn Qnaviolie'i baren fleischfarbigen Wadenausg'eich rUe« OpcZIdllSti Bel Fussbeschwerden aller Art kostenlose Untersuchung nach amerik. System durch diplomierten Praktipädisten. — Senk- und Plattfusseinlagen, Gummistrümpfe gegen Krampfadern, geschwolleneJPllssc usw. — Knöchelformer machen schlanke Gelenke. Ferner: Bruchbänder mit oder ohne Feder, Leibbinden aller Art, Eutfettungsbluden, Schlank-(Hüften-) Former, Monatsbinden, Geradehalter. — Separierte Damenbedienung. Bandagen - Mikolasch L....« 933 Tabor. Ü S .iiiiuiuimiiMmiiimiitmiiiiiMtimiiiiiMiiiiimiiiiiitiuuimMiiMuiMiMiMiiiiiimmitiiiimiiiitMMiuiiiuiiMiiiiiiiiMimiiimuiiuiimMiiMiiiminmiMiiiiiiimMiir E llustimmigkeiteu in der polnischen Regiermg. Bor per verdondlmtg der Bersaffnngsgesetze. Do» einem Warschauer L.-Korrespondenten. Warschau, 3. Juli. Seit eirngen Tagen zeigen sich innerhalb der Regierung gewisse Meinnngsverschiedenheiten im Zusammenhang mit den dem Sejm vorliegenden Entwürfen über die Aendernngder Verfassung. Man spricht bereits davon, daß mehrere Mitglieder des Kabinetts zurücktreten wollen und nennt insbesondere den Justizminister Prof. M a k o iw s k i, den Autor der Verfassungsgesetze, ferner den Minister des Innern Mlodzianowskj und den 'Unterrichtsminister Mikulowski-Pomorski. An dem Ministerrat, der heute in geheimer Verhandlung die Stellung der Regierung zu den am Montag beginnenden Sejuwerhandlungen festlegte, nahm der Iu stizmin i ste r nicht teil, doch wird versichert, daß er seine auf dem Lande weilende Familie besucht habe. In informierten Kreisen verlautet, daß die genannten drei Minister den Vorschlag gemacht hätten, das konfessionelle Departement dem Mi ni^tar ium das Innern a n.z u s ch>l i e ße n. Aus bisher unbekannten Gründen hatten die Rechtsparteien dagegen p r o t esti e r t, weshalb die Minister zurücktreten wollen. Für die am Montag beginnenlde erste Lesung der Berfasfungsvorlagen zeigt sich ein außerordentlich st a -r k e s Inter e sls-e. Die Spannung in der Bevölkerung wächst. Der jüdische Klub hat seine sämtlichen Mitglieder aufgefordert, unbedingt zur Sitzung in Warschau zu erscheinen. Die Führer der Linksparteien hielten heute eine Beratung ab, in der sie sich gleichfalls mit den Verfassungsgesetzen befaßten. Die Sitzung zeigte sehr große Meinungsvier s ch i c Ib c it f) c i t c tt und wurde deshalb nach kurze r Dauer : resuliailos abgebrochen. \ Es zeigte sich daß die linke Bauernpartei Whzwolenie für die Regierungsentwürfe eintritt, während die Sozialisten und *die radikalen Bauern sich nur für das Vetorecht des Präswen-- ten aussprechen. W imperialistischer Vorstoß Im Sberhans. F. Lorwo«, 3. Juli. Im Oberems haben die imperialistischen Diehards zu einem Vorstoß ' gegen Vl^Afienpolitik der Regierung ausgeholt. Lord Lapt t hg tö«.'forderte die Regierung ein besonderes Departement zu Hilden, das alle Angelegen-, heilen des Irak, Arabiens und Aegyptens zusammeufasien solle. Das bisherige System der Kompetenzenteilung zwischen Kolonialministermm und Außenministerium müsse aufhören. Am besten sei die Schaffung eines gemeinsamen britischenZivildienstes für die drei Länder mH dem Muster des indischen Zivildienstes. Die Regierung ließ erklären, daß gegeMvärtig die Einrichtung eines S o n d e r d e P a r t e m e n t s mit einem besonderen Minister an der Spitze aus SPar.samkeitsrücksichten u nmöglich sei. Die Angelegenheiten Arabiens und des Irak würden gemeinsam in dem Departement für den mittleren Osten bearbeitet, das 1921 dem Kolonialministerium angegliedert wurde. Die Angelegenheiten Aegyptens würden weiter im Foreign Office bearbeitet. Geldbußen für die spaulschen Aufständischen. Madrid, 3. Juli. Die Regievung hat beschlossen,, die Anstifter der letzten Unruhen außer dengesetzlichenStrafen mit Geldbußen zu belegen. Sie verhängte über Romanones eine Geldstrafe von 5 0 0.0 0 0 Peseta s. über General A g u i l e r a eine solche von 2 0 0.0 0 0 P e s a t a s und über General W e y l e r eine Buße von 10 0.0 0 0 Pesetas. Auch verschiedene ehemalige Senatoren und t Deputierte wurden zu Geldstrafen verurteilt. Die Appellaflonsverhaudlnng gegen Windlschgrätz. Beginn am 16. August. Budapest, 3. Juli. Die Appellationsvechandlung ses Strafprozesses gegen den Prinzen W i n d i s ch g r ä tz und Genossen wird tm L air ße des Sommers vor der Königlichen Tafel stattfinden. Unter dem Vorsitz des Kurialrichters Gäbe, der seinerzeit den Prozeß gegen den Mörder des Grafen T i s. z a geleitet hat, wird ein Strafsenat zusammengestellt, der mit der A p p e l l a t i o n S v e r h a n d l u n g des Prozesses gegen dieFrankenfälscher am 16. A u g u st beginnen wird. , 3wau gufth ms freiem Fuß. Gens, 3. Juli. (Schweiz. Dep.-Ag.) Iwan Justh wurde nach Erleguna einer Kauti o n von 2000 Franken aitf freien Fuß gesetzt. Verheerende Leberschwemmnnge» i» Snsoflatnieti. 32.000 Hektor Ackevland unter Wessen. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Belgrad, 3. Julr.^'Die Ueberschwemmnngskcvtastrophe in der B a c s k a und im Banat nimmt verheerende« Umfang an. 32.00 Hektar Ackerland stehen bereits unter Wasser. Der Schaden übersteigt 100 Millionen Dinar. Bei APatiu hat die Doyau den zweiten Schutzdamm durchbrochen. Die Gefahr wächst von Stunde zu Stunde. Das gesamte Militär in der Baeska wurde zur Hilfeleistung an die gefährdeten Stellen beordert, wo überdies 10.000 Arbeiter an der Befestigung der Dämme arbeiten. Die Regierung hat einen Notstandskredit von 15 Millionen Dinar für die von der Hochwasserkatastrophe heimgesuchte Bevölkerung votiert. Nie ganze finite in Mexiko vernichtet. Mexiko, 3. Juli. Im ganzen Laude bleibt infolge der sich beinahe ohne Unterbrechung arreinauder reihenden Wolkenbrüche die Hochwassergefahr nach wie vor ernst. In ganz Mexiko ist die Ernte so gut wie völlig zerstört. Durch die von der Hochebene kommenden Wassermassen sind verschiedene Borstädte -er Stadt Mexiko bedroht. Die Keller sind zum Teil bereits überflutet. Sine Halenkreurtaguug in Weimar. K. Berlin, 3. Juli. Hitler und seine Genossen veranstalten morgen in Weimar eine größere Kundgebung. Zur Begrüßung ist eine Spezialnummer des Häkenkreuzblattes erschienen, die auf der ersten Seite das Bild des deutschen Nationaltheaters in Weimar bringt mit folgendem Text: „In diesem Hause zerschlugen neudeutsche Staatsmänner mit Hilfe des Juden Hugo P r e u ß im Jahre 1919 die alte Reichsverfassung und beschenkten das betrogene Volk mit einer neuen. In diesem Hause tut am 4. Juli 1926 die nationalsozialistische Bewegung durch den Mund ihres Führers Adolf Hitler ihren Willen zu einem deutschen Staat »kund, ihren Willen zum dritten Reich, das mit dem Gebilde von 1919 nichts gemein hat. Hitler hat letztens ein Asyl in Türin gen gefunden. im IIMhus Brüder Schiffmann LTMnwtt Telephon 47-1*70, 43-408 EäP blUti 2414493594 6654