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Wiener Morgenzeitung · 1926-07-03 · Heft 2643 (3.7.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2643 (3.7.1926)
Date
1926-07-03
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Samstag Mener MokMitzeNüN" s. 31m lÄ2v Nr. MK Aus den Ueatern. Burg t v e a t e r. Morgen. '/,8 Uhr abends, ,A m w e t ß e n R ö ß l". Overnlheater. Morgen. 7 Uhr abend«, „Der Freischütz". Deutsches B o l k 8 t b e a t e t. Dienstag gelangt als FestvorsteNnng an« Anlaß des österreichischen Arbeiter-Tnrn- und Sportfestes ,.D » e K r e n z e l) d) t c t b e t" znr Ausinbrnng. '.17 o De tut? £ ft e n l e t. Fron Jleana Leonidosf mit ihrem Partner Dimitrh R o st o f f gastiert nnr mehr heute und morgen. Äontag den 5. wird in dieser Svielzeit zum ersten Male „?) oshiv a r a" („Das Hans der Laster") von HanS B a chw t tz gegeben. R o t a n d b ii h n e. In Abänderung de« Sv'elplaneS bleibt das Luftwiel .Die blaue Stunde" v.n Felix Josky bis inklusive Sonntag den 4. d. mu dem Spielvlane. BKHne der Jungen. Heute findet die letzte Aufführung in dieser Saison in den ,Simi[tjpicTcit, 1. Bez.. Riciuergasse II, statt. Zur i'raufsiihr.ing gelaugt „Der holländische K a tt fm a j? u", Schauspiel von Lion F e u ch t w a n g e r Gerichtssaal. Nie Eryr--ff«ntzen der „Nachtstunde". Par deinselben Senat, der die großen Erpressungsprozesse in der letzten Zeit verhandelte, begann gestern ein Prozeß wegen Erpressung, begangen durch die Presse. Vor dem Schöffensenat -unter Vorsitz des Oberlandesgcrichtsratcs Dörr haben sich in zweitägiger Verhandlitng, von dem Prcssestaatsanwalt Doktor E ch w a r tz augcklagt. der Herausgeber des seit kurzer Jetzt erschienenen Sensationsblättchens „Die Wiener Nachtstunde", Karl S a n e r, die Mitarbeiter des Blattes, Johann Karl A h l e r s, der 35jährige Gerüster Johann Jonas, der Kutscher Ernst N e idlinger und die 37jährige Schneiderin Therese Kirschner wegen Erpressung 51t verantworten. Johann Sauer hat eine sehr bewegte Vergangenheit hinter sich. Er war früher Seemann in Chile, später Salpetersackträger und ist wiederholt in Deutschland wegell Bettelns, Diebstahls und verbotener Rückkehr bestraft. Jni Juni 1925 gab er eine Zeitung heraus, die sich zuerst „Die Wiener Nachtstunde" und später „Das Wiener Nachtlebe n" nannte. Johannes A h l e r s hbt in verschiedenen deutschen Städten ähnliche Erpresserblätter unter dem Titel „Nachtpost" herausgegeben. Jnr Dezember 1924 floh er nach Wien, die Lübecker Staatsanwaltschaft erließ einen Steckbrief hinter ihm. Die beiden vereinigten sich zur Herausgabe des „Wiener Nachtlebens", das unter den» Deckmantel des Kampfes gegen die Ünsittlichkeit die delikatesten Fragen des privaten und sexuellen Lebens in sensationeller Aufmachung behandelte. Ein Fall der Erpressung, der unter 'Anklage steht, trug sich folgendermaßen zu: Im Dezember vorigen Jahres wurde im Römischen Bad ein Gastwirtssohn beanständet, weil er sich mit einem jungen Burschen in eine Kabine eingeschlossen hatte. Der Verdacht, daß damals Unzüchtigkeiten vorgefallen seien, fand in den polizeilichen Erhebungen ke i n e Bestätigung. Reidlinger erfuhr von dem Vorfall, rief den Gastwirtssohn telephonisch mehrere Male an und forderte von ihm Geld dafür, daß dieser Vorfall nicht in der „Nachtwelt" besprochen werde. Er schickte ihm oftmals Zeitungen der „Nachtwelt" mit Erlagscheinen zu, auf die aber nichts eingezahlt wurde. Daraufhin wurde in der „Nachtwelt" eine Notiz veröffentlicht, die aus den Gastwirtssohn hinwies. Bald darauf besuchte die Kirschner, die Lebensgefährtin des Jonas, den Gastwirtssohn und kündigte das Erscheinen weiterer Artikel an. Tags darauf kam Jonas jclbst und erklärte, nach dem Preßgesetz hätte Sauer das Recht, 25 Millionen Schweiggeld zu fordern. Am folgenden Tage wies er dem Bedrohten einen Probedruck der „Nachtwelt" vor, der den Vorfall besprach. In dem Aussatz wurden weitere Enthüllungen angcdroht, weshalb sich der Angegriffene zu Sauer begab. Dieser erklärte ihm, daß die Veröffentlichungen nur gegen Zahlung von 15 Millionen unterbleiben könnten. In dieser Zwangslage leistete der Gastwirtssohn die gewünschte Summe. Ernst Reidlinger sprach eine ihm völlig unbekannte Frau auf der Straße an und erklärte, daß er in seiner Zeitung über ein intimes Abenteuer, das er mit ihr gehabt habe, berichten werde. Für die Unterbleibung verlangte er drei Millionen Kronen, wurde aber damit abgewiesen. Bald darauf erschien in der „Nachtwelt" ein Aufsatz mit der Ueberschrift „Die berüchtigste Dirne von Ottakring", in dem heftige Ausfälle gegen die Frau gemacht wurden. Die Angeklagten erklärten sich nichtschuldig und gebrauchten Ausflüchte. Die Einvernahme der Zeugen erfolgte in geheimer Verhandlung. Das Urteil wird heute gefällt werden. Betriebsräte muffen für ihre Teilnahme an Verwaltungsratssttznngen entlohnt werden. Die Emaittrerwerke und Metallwarenfabriken A u st r i a erhoben gestern beim Verwaltungsgerrchtshos Beschwerde gegen eine Entscheidung des Einigungsamtes, mit der den Betriebsräten eine Entschädigung für den B e r d i e n st e n t g a n g durch ihre Teilnahme an den Verwaltungsratssitzungen zuerkannt wurde. Die Beschwerde machte geltend, daß die Betriebsräte ein Ehrenamt bekleiden und daher nicht dafür entlohnt werden dürfen. Auch sei ihre Anwesenheit bei den Berwaltungsratssitzungen nicht im Interesse der Unternehmung, sondern der Arbeitnehmer gelegen. Der Verwaltungsgerichtähos (Vorsitzender Präsident Dr. Schuster) wies die Beschwerde ab, weil Betriebsräte, wenn sie durch ihre Teilnahme an den Verwalt,mqsratssitzungen gehindert sind, die eigene Arbeit zu leisten, für diesen Verdienstentgang zu entlohnen seien. Verleumdungen. Eine kürzlich bei dem Strasbezirksgericht 1 durchgesührte^Berharidlung hatte ein Nachspiel auf der Straße. Frau Rosa S. überschüttete den städtischen Schnldiener Karl R. vor dem Ger-chtsgedäude mit einer Flut von Schimpfworten und beschuldigte ihn, in der Schule Milch und Kohlen gestohlen zu haben. Tags daraus ging sie zu dem Obermaglstratsrat L. und wiederholte dort ihre Beschuldigungen. R. brachte deshalb durch Regierungsrat Dr. Liszt die Ehrenbeleidigungsklage ein, über welche gestern verhandelt wurde. Die Angeklagte verantwortete sich mit ihrer großen Aufregung. Der Vertreter der Anklage billigte ihr diese Aufregung für die Vorfälle auf der Straße zu, stellt sie aber für die am nächsten Tage erfolgte falsche Anzeige in Abrede. Der Verteidiger war zn einer Ehrenerklärung bereit. Doktor Liszt erklärte, er müsse trotz des gestellten Versöynungsanbotes die .Vage aufrecht erhalten, da sein im städtischen Dienst stehender Klient voll rehabilitiert werden müsse. Das Urteil lautete auf 80 Schilling Geldstrafe. Volkswirt. Ile Stützungsaktion für die zeniralbank. Di« Aufregung legt sich. — Di« deutsche Girozentrale wünscht weiter den Anschluß. Im Laufe des gestrigen TageS ist eine wesentliche Beruhigung in der Beurteilung der Situation der Zentralbank der deutschen Sparkassen eingetreten. Die offiziösen Aeußerungen haben ziemlich kalmierend gewirkt. Es war befürchtet worden, daß anr gestrige»! Tage sich nainentlich bei den Provinzinstituten größere Abhebungen vollziehen würden. Nach den von der Regierung und der Nationalbank aus der Provinz eingezogenen Meld»rngen hat sich der Verkehr überall in normalen Grenzen abgcwickelt. Größere Abhebungen waren nicht zu verzeichnen. Die ganze Angelegenheit verliert allmählich an Interesse. Mttlerweile werden von de»n eingesetzten Kurator Nationalrat Streernwitz und dern Vertreter des Finanzininisteriums die tveiteren Verhandlungen mit allen in Betracht korninenden Stellen gepflogen. Meldungen aus Berlin besagen, daß die deutsche Girozentrale das Projekt des Anschlusses der Zentralbank an die Girozentrale auf keinen Fall als erledigt cnrsieht. Nach den von den Vertretern der deutschen Blätter bei der Berliner Girozentrale eingezogenen Erkundigungen ist eine Beteiligung der deutschen Girozentrale an der Zentralbank auch weiterhin in Aussicht genommen. Die Girozentrale hätte statutengemäß dazu das Recht, soferne eine besondere Garantie für die Sicherheit solcher Beteiligungen geboten wird. Das könnte durch eine Garantie des Deutschen Reiches oder der österreichischen Regierung geschehen. Die Beteiligung der Girozentrale würde etwa eine Million Goldmark betragen. Von deutscher Seite wird eine Einigung noch jetzt schon deshalb »nit besonderen» Eifer angestrebt, weil sich die deutsche Girozentrale ein innigeres Zusammenarbeiten zwischen den deutschen und österreichischen Sparkassen zum Ziel gesetzt hat. Eine gewisse Zusammenarbeit besteht schon jetzt, zum Beispiel auf den» Gebiet der Reisekreditbriefe. Diese Zusammenarbeit soll weiter ausgedehnt werden. Allerdings ist hiezu eine wesentliche Reorganisation der Wiener Zentralbank notwendig, die sich dann rein auf das Sparkassengeschäft verlegen müßte. Gerade aus dieser Aufgabe, welche der Zentralbank zugedacht worden war, und man aus ihr ein staatliches Institut machen wollte, wie es die Postsparkassa ist, erklärt sich auch der scharfe Widerstand, der von sozialdemokratischer Seite gegen dieses Projekt erhoben wurde. Ein Ausbau einer solchen Zentralstelle würde auch eine schärfere Handhabung des Sparkasienregulaiivs und eine gewisse Einordnung sämtlicher Sparkaffen in dieses staatliche Zentralsparkaffeninstitut zur Folge haben. Dies wäre selbstverständlich der der sozialdemokratischen Partei nahestehende Wiener Zentralfparkaffa und einer Reihe sozialistischer Sparkassen auf dem Lande-nicht sehr willkommen. Daraus erklärt sich in erster Reihe die heftige Bekämpfung dieses Projekts durch die sozialdemokratische Partei. Schwedm beherrscht den Wndholrkonsmn Europas. Nach der Pachtung des polnischen Zündholzmonopols kommt Griechenland an die Reihe. Wie aus Athen gemeldet wird, hat die griechische Regierung die Verhandlungen mit der schwedischen „Alsing" Zündwarensabriks-A.-G. wegen einer Anleihe von eurer Million Pfund Sterling mit 8,6prozentiger Verzinsung zum erfolgreichen Abschluß gebracht. Hiefür erhält die Alsing A.-G. das Zündholz- »nonopol in Griechenland. Bekanntlich wurde schon vor einem Jahre vom schwedischen Zündholztrust ein ähnlicher Abschluß mit Polen getätigt, wonach die schwedische Gesellschaft das Zündholzmonopol Polens gegen eine größere Anleihe gepachtet hatte. Die Praxis des Zündholztrustes »vurde vor einiger Zeit in der polnischen Oessentlichkeit einer scharfen Kritik unterzogen. Nicht nur die Tschechoslowakei, sondern auch England und Deutschland haben versucht, de»» schwedischen Zündholztrust aus seiner dominiercitden Stellung zu entfernen. Trotzdem gewinnt der Zündholztrust immer größeren Einfluß. Prag will das Börsenniveou heben. Die Maßnahmen gegen die Kontermine werden von den Prager Börsenbehörden gutgeheitzen. Wie aus Prag gerueldet wird, fand gestern im Finanzministerium eine Enquete statt, in welcher die bekannten Maßnahmen des Finauz»»linisters Englisch gegen die Konter»nine einer eingehenden Erörterung unterzogen wurden. An der Debatte beteiligten sich die Vertreter der Börsenkammer, der Banken und des Finanzministerittlns. Einen breiten Raum nahm die Besprechung der Frage ein, »vie die Prager Börsenkurse gehoben werden könnten. Allseits wurde der Wunsch zrrm Ausdruck gebracht, daß die Marktverhält,»isse irn Interesse der Wirtschaft eine baldige Konsolidierung erfahren müßten. Un» diese Konsolidierung zu erreichen, wurde die Notwendigkeit der Aenderung des Aktienregulativs »nrd der Funktionen des Auffichtsrates der einzelnen Gesellschaften erörtert, um d»»rch solche Maßnahmen das Vertrauen des P»»blikums für die Aktie wieder z u gewinnen. Die Prager Börserikammer wird sich in ihrer nächsten Sitzung mit dieser Frage beschäftigen. Außerdem sollen' arrch noch im Herbst weitere Besprechungen stattfinden, in welche»» konkrete Vorschläge yerha,»delt werden sollen. » Werbet Abonnenten für die ß . „Wiener Morgenzeitung"; Deftige Schwankungen aas Den Levlsenmilrtten. Sin neuer Tiefstand der Frankendevisen. — Weiteres Anziehen des Leu und des Zloty. ' Auf allen Devisenmärkten herrschte gestern jehr lebhafte Bewegtlng. Die Meldung, daß in Rew-Uork zur Stützung des Frankenkurses ei,» Teil des französischen Goldbestandes freigegeben wurde, löste eine panikartige Flucht vor den Fran« kendevisen ans. Ter Franken »vnrde sowohl irn Jnlande als auch iin Anslande sehr stark ausgebotcn. Der Kurssturz war dementsprechend ein sehr tiefer. Das englische Pfund notierte in Paris zu dein bisher noch nie erreichten Kurs von 183 Franken. Auch in Zürich war ein sehr starker Kurssturz der Devise Paris zu verzeichnen. Sie senkte sich von 14.20 ans 13.86. — Bon dieser flauen Haltung wurden natürlich ailch die übrige»» lateinischen Währungen mitgerissen. So vor allem der b e l g i j ch e Franken. Die Devise Brüssel erfuhr einen noch stärkeren Rückschlag, irrden» sie von 14.35 ans 13.85 fiel und damit die Parität des französischen Franken wieder erreicht. Die Devise M a i l a n d erfuhr eine H/-Prozentige Senkung und fiel in Zürich von 18.00 auf 13.32. Im Gegensatz zu der schwache», Haltung der Wcstdevisen »varen die Ostdevisen wieder sehr f e st. So vor allem der L e u und der Zloty. Ter Leu erfuhr in letzter Zeit eine Besserung mit mehr als 30 Prozent. Er hat mit gestrigem Kurs den von der Regierung angestrebten Stabilisierungskurs erreicht. Es erhöhte sich die Devise Bukarest gegen Zürich im Wiener llsancenhcmdelt von 2.33 ans 2.50 bis 2.52. Sehr fest lag auch der Zloty, die Devise New-Uork notierte im Pridatverkehr 9.40 bis 9.66 Zloty. _. Abänderung des jugoslawischen Wohnungsgesetzes. Durch emeu Gesetzentwurf, der bereits die Vorsanktion des Königs erhalten hat, soll der Wohnnngszins folgendermaßen erhöht »verdcn: Bei Wohnungen bis zu drei Zimmern vom Sechsfachen auf das Zehnfache des Vorkriegszinses, bei größeren Wohnu»»gen vom Achtfachen auf das Zivölffache. Diese Ansätze gelten aber nur für eine»» bestimmte»» Kreis „geschützter Personen", der ebenfalls eine Einschränkung erfährt, »vährend die Zinshöhe für die anderen zwischen Hausherrn und Mieter vereinbart wird. Insolvenzen. Das Konkltrsverfahren wurde über die Firma M. u. E. Ha Ipern, 17. Bez., Leitermeyergaffe 24, und die In« Haber der Firma Melcch Halperrr, 2. Bez. Böcklinstraße 2, »»nd Eisig H a l P e r »t, 1. Bez., Werdertorgaffe 17, eröffnet. Oesterreichifch-orientalische Handelskammer. Die dritte ordentliche Generalversammlung der Oesterreichisch-orientalischen Handelskarnmer in Wien findet am Montag den'5. d., pünktlich halb 6 Uhr abends, im großen Sitznngssaale des Oesterreichischen Handelsmuseums, Wien, 9. Bez., Berggassc 10, 1. Stock, statt. Gäste herzlich willkomrnen. Gegen die Ausstellung auf Wechseln auf niedrige Beträge. Die Handelskammer Chemnitz wendete sich gegen die in letzter Zeit verbreitete Uebung, auch kleinere Beträge von unter 100 Mark mit Wechseln zu bezahlen. Die Buchung und Vorlegung eines Wechsels erfordere durchschnittlich 1% Stunden Zeit, welche Spesen bei einem sehr kleinen Wechselbetrag relativ zu hoch wären. Die Handelskammer schlägt vor, daß sich jeder Gläubiger bei Annahme von kleinen Wechseln unter 100 Mark einen Abzug für Bemühungen in der Höhe von etwa 50 Pfennig Vorbehalten soll und propagiert die Aufnahme derartiger Bestimmungen in die allgemeinen Bedingungen von Verbänden und Vereinigungen sowie in die Zahlungsbedingungen von Firmen. Günstige Entwicklung der rumänischen Handelsbilanz. Aus Budapest wird gemeldet: Die offiziellen Daten des ruinänischen Finanzministeriums für de»» Monat April zeigen, daß die Ausfuhr des lebenden Viehs, die im April 1925 192 Millionen Lei betrug, im Laufe des Monats April 1926 auf 330-Millionen Lei gestiegen ist. Ebenso ist auch die Getreideausfuhr, die im April 1925 886Va Millionen Lei betrug, im Lause des Monats April 1926 a»»s 991% Millionen Lei gestiegen. Infolge der den Import einschränkenden Maßnahmen ist die Einfuhr, die im Zlpril 1925 2497,000.000 Lei betrug, in» April 1926 auf 2469,000.000 Lei gesunken. Die Bilanz des rumänischen Außenhandels, die im April 1925 ein Defizit von 721V- Millionen Lei aufwies, hat daher im April 1926 einen Ueberschuß von 560 Millionen zu verzeichnen. Die Petroleumpryduktion der rumänischen Petroleumgesellschaften im Monat Mai 1926. Astra Romana 75.026 Tonnen; Credit Minier 48.049 Tonnen; Steaua Romana 29 896 Tonnen; Phoenix CU 25.704 Tonnen; Romana Amerieana 18.965 Tonnen; I. R. D. P. 11908 Tonnen: Sirius 15.177 Tonnen; Columbia 8621 Tonnen; Concordia 589l Tonne»;, Au-lo-Franco-Ro»nana 18.379 Tonnen: Petrol Block 3236 Tonnen; Sospiro 2788 Tonnen; Romana Petrolifera 1482 Tonnen; Minerva 2775 Tonnen; Prahyva 556 Tonnen. Wiener Pferdemarkt. Bei einem ziemlich geringen Auftrieb von 132 Gebrauchspserden, 68 Schlächterpferden und 47 Pferden aus der Kontumazabteilung nahm der gestrige Verkehr einen flauen Verlaus. Die Dienstagkurse konnten sich nur schwach behaupten. Wiener Warenbörse. Bei schwachem Besuche verlief der gestrige Verkehr lustlos. Bei schleppendem Absatz lagen Kaffee und Zucker abgeschwächt, während Reis und Schiveinesett behauptet blieben. Chemikalien zeigten keine Bewegung. E« notierten - K 0 t 0 1» t a 1 »u a t e 1» K a m ee: Rew-Bmker Dollar . SantosPrime 635.—. T ee. Pecco Java. Orange 1150.— G e w ü r , e Paprika, edelsüß 720.—. Pfeffer Singapore schwarz 630.—, Kümmel, »»eu, holl. 140.—. R e i «: Burina —, Italienischer —. Zucker» Raffinade-Kristall 217.80 tlchech. K. Würfel (in Kisten) 262.80 tschech. K Lequm 1935 —. Pflaumen, bosn., in Kisten. 70/75 182.—. Kranzfeigen, Cala- »nata —, Barimandeln, superior 680.—. Chemikalie nr Aetzkatt. 88/92 ©. s. 80.50 Aetznatron. 128/130 Soldat, 64.- Alaun, «n Stücken 33.— Ameisensäine. 86°/0 150.— Borax lrist. 108.— Chlorkalk, 110/118 80.—, Chromnatron 118.—. Eisenvitriol 1b.— Essigsäure 80% «ür Genußzwecke 240. Wiener Produktenbörse. Der gestrige Verkehr zeigte wenig Unvsätze. Infolge des geringen Angebotes war Roggen und Mais wieder sehr fest. Roggen wurde »tm 26 Groschen höher bezahlt. Die rückgängigen Kurse vom Budapester Weizenmarkt drückten auch hier im Weizenyandel die Tendenz, doch blieben die Preise unveränderl. Schwach behauptet blieb Hafer. Ee notierlett: Weizen: Inländischer 47.50 vis 48,— Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 4980 bis 61.—. Ungarische« 78/79 Kilogramm 48.— bis 49,-», Jugoslawischer 76 Kilogramm

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