Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-06-19 · Heft 2629 (19.6.1926) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2629 (19.6.1926)
Date
1926-06-19
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981716--26812-3014677
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wiener Moryenzeitnntz TeNe-8 Men, SamMg hat. Mokesch erhielt nach dem Umsturz durch den Kriegsbeschädigtensonds die Konzession zur Führung des Restaurants in Laxenburg und wurde hiebei von seiner Schwägerin und von Rubinstein finanziert, unter der Bedingung, daß letzterem die Hälfte des Gewinnes Zufällen sollte. Als Laxeuburg der „Societe anonyme du chateaux Laxeubourg" übergeben wurde, bewarb sich die Societe im Einverständnis mit dem Kriegsbcschädigtenfonds ebenfalls it in eine Konze ss i o n für ein Restaurant im Schloß. Mokesch hatte ein begreifliches Interesse, die Verleihung dieser Konzession zu hintertreiben. Bei den zahlreichen Interventionen, die hiezu nötig tvaren, vertrat ihn Dr. Dlümel, jedoch ohne Erfolg. Mbkesch mußte gegen eine Abfertigung von 150 Millionen Laxenburg verlassen. Dr. Blümel führte als Kronzeugen für seine Bemühungen den großdcutschen Landtagsabgeordneten Ludwig Pechal an, dessen Aussagen sich in mehr als in einer Hinsicht interessant und fiir den Herrn Abgeordneten bezeichnend gestalten. Abgeordneter Pechal wurde von Mokesch um Intervention angegangen und gab ihm den Rat, sich den befreundeten Rechtsanwalt Dr. Blümel zu nehmen, da ihm selbst die vielen Laufereien zu lästig waren. Dennoch mußte sich auch noch einige Male der Herr Abgeordnete höchstpersönlich bemühen, denn, wie er sagte, gibt es Interventionen bei Stellen, wo auch ein Anwalt nichts ausrichtet und zu denen bloß ein Abgeordneter Zutritt hat. So war es früher, so ist es auch heute noch. Trotzdem gelang es dem großdeutschen Interventionisten nicht, mit dieser, wie er sagte, „M i s ch p o ch e" fertig zu werden. Die Gesellschaft bei der Societe anonyme war derart unbotmäßig, daß sie seinem Wink nicht gehorchte; offenbar deshalb hat er sie als „Mischpoche" bezeichnet. Schließlich kam ein Vergleich zustande, wonach sich Mokesch verpflichtete, dem Dr. Blümel 1000 Schilling zu zahlen. Die Klage gegen Rubinstein wurde vertagt. Der Prozeß gegen die Mörderin de» Metz- Händler» Fuchs tu Graz. In der gestrigen Verhandlung gegen die Gastwirtin Mathilde Reich, die beschuldigt wird, den Viehhändler Fuchs in Graz ermordet und beraubt zu haben, wurde die Einvernahme der Angeklagten und einiger Zeugen vorgenommen. Mathilde Reich bekennt sich nichtschuldig. Sie bleibt bei ihrer Aussage, daß Fuchs außerhalb ihrer Kaffeeschenke von zwei Burschen gestochen wurde. Ihr ursprüngliches Geständnis, wonach sie Fuchs nach einer sexuellen Szene ermordet haben wollte, zog sie zurück. S-ie gab an, daß sie dieses Geständnis nur deshalb abgelegt habe, um in eine Irrenanstalt zu kommen. Frau Fuchs, die Witwe des Ermordeten, erklärte, daß ihr Mann, der ein guter Familienvater war, niemals an geschlechtlichen Abnormalitäten gelitten habe. Bei seiner Abreise hatte er in zwei Brieftaschen etwa 50 bis 60 Millionen Kronen. Fran Fuchs beansprucht einen Schadenersatz von 400 Millionen Kronen. Die Zengin Anna Kantor, die bald «-ach der Bluttat in die Schänke kam, bestätigt, daß der Verletzte erklärt habe, ein großer unkleiner Mann mit Lederröcken und Chauffeurkappen hätten ihn gestochen. Mehrere Zeugen sagen ebenfalls aus, daß der Verwundete dies in Gegenwart des Polizisten Schumko wiederholt habe. Dieser bestreitet jedoch eine ähnliche Aeußerung gehört zu haben. Der Sachverständige Professor Reuter schließt daraus, daß der Verwundete noch 40 Minuten nach der Tat aktionsfähig war, daß der Stich im Zimmer und nicht außerhalb der Schenke gchchrt wurde. Die Verhandlung wird heute fortgesetzt. Das Urteil gegen de» .Lourmckfflen" Dopita. Die Verhandlung gegen den Sportjournalisten und Herausgeber eines Blattes. „Sport-Radio", Otto Dopita wegen Betruges wurde gestern zu Ende geführt. Dopita hat von der Intendanz der Rothschlldschen Guterverwaltung sowie vom Trabrennverein größere Beträge unter dem Borwande verlangt, er werde verhindern, daß in den Blättern „Der Abend" und „Kronenzeitung" Angriffe gegen das Rothschildsche Gestüt erscheinen. Dopita legte auch eine Quittung mit den Unterschriften der Redakteure Alexander Stern vom „Abend" und Adolf G l a ß von der ,^kronenzeitung" vor, die sich als gefälscht erwiesen. Der Gerichtshof erkannte den Angeklagten des teils vollbrachten, teils versuchten Betruges schuldig und verurteilte ihn zu vier Monaten einfachen Kerkers, verschärft durch ein hartes Lager monatlich, außerdem zur Entrichtung von fünf Schilling an die Privatbeteiligten. „Der Jud halt' sie ganz aus." Bor dem Strafbezirksgericht 1 fand gestern eine Verhandlung über eine Ehestörungsklage statt, die die Kausmannsgattin (Äse R. gegen die Schauspielerin Gisela K. eingebracht hatte. In der von Doktor Rybazcewsky vertretenen Klage wird ausgeführt, der Gatte der Klägerin habe nach zwanzigjähriger (He, der fünf Knider entsprossen sind, mit der Beklagten ein Verhältnis nngcknüpst und stehe seither vollständig in ihrem Banne. Die Schaujpkelerin habe es zuwege gebracht, daß R., der bis zu ihrer Bekanntschaft ein liebender Ehegatte und zärtlicher Vater war, seiner Familie ganz entfrenldet wurde. Er lasse jetzt Frau und Kinder darben, beschenke dagegen die Beklagte reichlich, was den Hausbesorger sogar zu der Aeußerung veranlagte: „Der Jud halt' sie ganz aus!" R. wurde einmal in ihrer Theatergarderobe von einem Theaterangestellten mit der Beklagten überrascht. Weiters wird in der Klage ausgeführt, daß die beiden öfters gemeinsam Familienbäder besucht haben. Die Beklagte bestritt die ihr zur Last gelegte Ehestörung und bezeichnete ihre Beziehungen zu dem Gatten der Klägerin als harmlos und rein freundschaftlicher Natur. Aus einem zufälligen Ziisanunentreffen im Familienbade könne gar nichts geschlossen V erden. Der als Zeuge vernommene Gatte der Klägerin leugnete ebenfalls jede intime Beziehung. Eine Zeugin gab au, daß sie gehört habe, wie der Gatte zur Klägerin sagte: „Mit f.r.rr Buckeln ist sie mir lieber, als du mit deinem schönen Gesicht!" Gatte: „Das ist richtig und das behaupte ich auch heute noch. Aber daraus folgt noch nicht, daß ich ein Verhältnis mi. der Geklagten zugegeben habe." Der Richter regt.- einen Vergleich an, der aber daran scheiterte, daß der Gatte eine Erklärung, wonach er die Beziehungen mit der Beklagten aufgeben werbe, nicht abgeben wollte. Doktor Rybaczewsky beantragte deshalb die Ladung eines Zeugen, der von dem Gatten der Klägerin zur Beklagten geschickt wurde, uni sie zur Lösung des Verhältnisses zu bewegen, das angeblich nicht bestanden hat. Diesem Antrag wurde Folge gegeben und die Berhandlnug vertagt. «olkswirt. Ar Soldbilanz der ttttionbanf. Gestern wurde die Goldewffmmgsbilanz der Unionbank veröffentlicht. Sie weist ein Aktienkapital von 28 Millionen, einen ordentlichen Reservefonds von drei Millionen Schilling und eine Kapitalst» nlage von fünf Millionen Schilling auf, so daß also das Eigenkapital nunmehr 36 Millionen Schilling ^beträgt. Die Bilanz gewährt keinen allzu günstigen Eindruck. Bei Vergleich der einzelnen Posten mit den Friodensverhältnissen und bei ihrer genauen Prüfung wird erst ersichtlich, wieviel diese vor dem Kriege führende Großbank an Geschäft und Einfluß gerade in den letzten Jahren eingebiißt hat. Schon beim Eigenkapital kommt dies zum Ausdruck. Die Unionbank war bisher die einzige Bank, die ihr tatsächliches Kapital veröffentlicht fyat. Dies war ihr deswegen möglich, weil sie im Gegensatz zu den anderen Banken, die ihre Kapitalsvermehrungen währeird der Inflation vorgenommen haben, ihre letzte große Kapitalsvermehrung erst int Juni 1923, also zu einer Zeit bewerkstelligt hat, wo die Krone bereits stabilisiert wuH-e. Sie war dadurch in die Lage versetzt, eine im Verhältnis zu den anderen Banken ungeheuer große Ziffer in den Kapitalsresewefonds einrechnen zu können. Ende 1923 wies sie ein Aktienkapital von 16 Milliarden, einen Reservefonds von 6 Milliarden und einen Kapitalsreservefonds von 442 Milliarden Kronen auf, so daß also ihr Eigenkapital Ende 1924 463 Milliarden Kronen oder 46,3 Millionen Schilling betragen hat. Das heutige Eigenkapital ist unt 10 Millionen Schilling niedriger, was als glatter Verlust anzusehen ist. Wenn berücksichtigt wird, daß zirka 1,7 Millionen Schilling in der Aufwertung der Gebäude liegen, so beträgt der Verlust an Eigenkapital rund 12 Millionen Schilling. Dieser Abgang muß als sehr hoch angesehen werden. Er kann nicht, wie es die Verwaltung tut, mit den Verlusten bei den Stützungsaktionen und den Abschreibungen allein gerechtfertigt werden. Es dürften sich in diesen Abgängen auch größere Verluste im Konsortial- und Bankgeschäft verbergen. Gegenüber der Fviedensbilauz von 1913, wo Kapital und Reserven 120 Millionen Goldkronen ausmachten, ist das heutige Eigenkapital ein Drittel jener Summe. Der Verlust von zwei Dritteln gegenüber dem Frieden wäre nicht allzu hoch anzusehen, wenn nicht bei Betrachtung der einzelnen Ziffern der Andruck erweckt worden würde, daß die jetzigen Zahlen etwas zu hoch gegriffen scheinen. Es ist bekannt, daß die Unionbank ihre wichtigsten Friedensbeteiligungen verloren hat, zum Beispiel den Triester Aoyd, den gewaltigen Petroleumkonzern, mit Galicia, Karpaten usw., und daß sie auch sonst viele Einbußen erlitten hat. Bei dieser Gelegenheit muß betont werden, daß die Bewertung der Effekten mit 10 Millionen und der Konsortialgeschäste mit 18 Millionen, zusammen 28 Millionen Schilling, also mit einer Summe, die so hoch ist wir das Aktienkapital, auch etwas allzu hoch gegriffen scheint. Hier dürften die sonst bei archeren Gesellschaften enthaltenen Men Reserven voll- Lomm-en konsumiert worden sein. Die Debitoren waren 130 Millionen gegenüber 192 Millionen im Jahre 1913. Dabei ist die Post der Debitoren im Bank- und Warengeschäft um 17 Millionen höher als die Post der Kreditoren. Es ist die Vermutung naheliegend, daß unter den Kreditoren ein großer Teil teurer AuslandÄredite enthalten sind, mit welchen die Unionbank ihr Bank- und Jndustriegeschäst bestreitet, da die Einlagen mit 8,8 Millionen Schilling ziemlich niedrig sind. Relativ günstig ist die Schätzung der Realitäten mit si Millionen, wenn bedacht wird, daß für die von der Nationalbank übernommenen Gebäude erst im Vorjahr 3,6 Millionen Schilling verausgabt wurden, so bleiben 1,4 Millionen für die Bewertung des Bankgebäudes, was den tatsächlichen Wert unterbietet. Das Wechselportefeuille mit 16 Millionen ist als niedrig anzuschen. Im Gewinn- und Verlustkonto muß die starke Steigerung der Spesen gegenüber den Friedensverhältnissen besonders auffallen. Von 1,5 Millionen im Frieden sind die Gehalte auf 6,7 Millionen Schilling, also auf das Sechsfache, gestiegen. Dabei verdient es besondere Hervorhebung, daß namentlich in den Jahren 1923 und 1924 die Gehalte um 2,5 Millionen Schilling gewachsen sind. Da in diesen Jahren keine wesentlichen Neuengagements erfolgten, dürfte wähl hier auch die merkwürdige Vermehrung der Bezüge der Direktion anläßlich des tatsächlichen Leitungswechsels enthalten sein. Wenn bedacht wird, daß Gehalte einzelner Direktoren bis auf zwei Milliarden in diesen Jahren gestiegen sind, so ist manches erklärlich. Das Zinsengcschäft ist gegenüber den: Frieden erheblich zurückgegangen, Im Jahre 1913 -betrugen die Zinsen sieben Millionen, in der letzten Bilanz fünf Millionen. Alles in allem ist der Eindruck kein allzu günstiger. Die Dividende wurde mit 5000 Kronen für die alte Aktie bemessen. Für fünf alte Aktien soll eine neue Aktie tzum Schillingnominale von 35 Schilling ausgegeben werden. Wiener Börse. Grschaftslos. — Renten freundlich. Die, innerpolitischen Schwierigkeiten und der Wochenschluß drückten auf den Umfang des Geschäftes. Die Tendenz wurde noch durch stärkere Entlastungsabgaben der Kontermine gedrückt. Einige Papiere, die in oen letzten Tagen stärker angezogen hatten, waren wieder rückgängig, während die Elektrizitätswerte etwas fester schlossen. Das Hauptinteresse und die größte Bewegilug herrschte auf dem Rentenmarkr. Kriegsanleihen waren sehr gesucht. Goldanleihen neigten zu Schwankungen. Sehr fest tendierten Ungarische Jnvestitionsrente und Aprilrente. Mit wenigen Ausnahmen schlossen die in der Kulisse gehandelten Effekten abgeschwächt. Auch int Schranken herrschte wenig Verkehr. Sehr matt lagen die Petroleumwerte. Auch hier überwogcn die Kursverluste. Von den Exoten notierten Demol 4300 K., Eseff 1800 K., Mraznica 22.000 K. und Schubert 700 K. rs. Jtmt nr<?B M. 2M8 Allgemeine Berkeherbank. Die Allgemeine Berkehrsbank versendet heirte di« Vorschläge für die Golderöffnungsbilanz pro Jänner 1925 und die Rechmingsabschlüsie für das vergangene Jahr. Die Golderöffnungsbilanz woist ein Eigenvermögen von 14 Millionen Schilling ans, welches in ein Stammkapital von 8,750.000 S. und eine Kapitalsrücklage von 6,250.000 S. zerlegt ist. Je zehn alte Aktien sollen in eine neue von Nominale 20 S. znsammengclegt werden, woraiis sich eine Gesamtzahl von 437.600 neuen Aktien ergibt. Die Bilanz für das Jahr 1926 schließt mit einem Reingewinn von 181.947.60 S. Die Verwaltung schlägt der für bctt 30. d. einbernfenen Generalversammlung vor, von der Verteilnng einer Dividende Abstand zu nehmen. Die Anträge des Vcrwaltungsrates an die Generalversammlung sind aus nachstehender Mitteilung ersichtlich: „In der heutigen Sitzung des Berwaltungsrates der Allgemeinen Verkehrsbank wurde die Golderöffnnngsbilanz pro 1. Jänner 1926 vorgelegt. Unter vorsichtiger Bewertmcg der mobilen und immobile»! Aktiven weist die Bilanz ein Eigenvermögen von -14 Millionen Schilling aus. Von dieser Smnme werden 8.75 Millionen Schilling das Aktienkapital bilden, währcuo restliche 6,25 Millionen Schilling die Kapitalsriicklage darstellen, wovon ans Grund des 8 2 des Goldbilanzengcsetzes 1.76 Millionen Schilling zur Dotierung des statutenmäßigen Reservefonds verwendet werden. Der für den 30. d. einberufeueu Generalversammlung wird ferner vorgeschlagen werden, den Nennwert einer neuen Aktie mit 20 S. festzusetzen, demnach gegen die derzeit im Umlauf befindlichen 4,376.000 Stück Aktien zum Nominale von je 1600 K. tut Verhältnis von 10 :1 437.600 Stück neue Aktien zu je 20 S. auszugeben. Das Gewinn- und Verlustkonto für das Jahr 1926 schließt mit einem Reingewinn von 181.947.60 S., der auf nerre Rechuung vorgetragen wird." Die Golderöffnungsbilanz pro 1. Jänner 1925 weist aus: Aktiva 1926? Kassa-Md Girogutbaben 2.296.053'50 S., Porle euille 2/35.029'20 , Effekten 6.971.136.64 S.. Einzahlungen auf Kon'ortialgeschäfte 2,974.562'10 S.. Debitoren des Banknutz Wechselstubengeschäftes 112,558.632-67 S.. Realitäten 2,000.000 8, Inventar 1 S., »ulammen 129 635.315 01. Passiva 1926: Aktien ^avital 8.750.000' S.. Rekeroefonds >K. R.) 1.750.000 K.. Kapitalsrücklage 3.500.000 S.. Geldeinlagen 2.733.030 S.. nnbehobene Dividenden 38.009 90 S.. Kreditoren 108.876.521'61 S.. BortragSP osten 3,887.753-50 S.. zusammen 129,535.315*01 S. DaS Gewinn- und Verlustkonto pro 81. Dezember 1925 weist ans : Im Haben 1925 r Zinsen 2,747.775*19 S., Provisionen und sonstige Ertragnisse des lausenden Bank- und Wechselstubengeschäf'eS 3,880.587*93 S., Devisen, 'Valuten und Effekten 1,6*7.668*69 S., zusammen 8,266.031 81 S. . Im Soll 1925: Gebalte 5.744.167-26 S.. Speien 879.15217 S., Pensionen und sonstige Lasten 659 260 20 S.. Steuern und Gebühren 801.504-68 S., Gewinn per Saldo 181.947.50 S. zusannnen 8,266.031-81 S. Da8 Bilanzkonto pro 31. Dezember weist aus: Aktiva 1925: Kassa- und Giroguthaben 2.372.939 22 S., Portefeuille 7,895.356*19 S.. Effekten 7,954170 90 S.. Einzahlungen auf Konlortialgeschäfte 2.974 562*10 S., Debitoren oeS Bank- und Wechselstubengeschäftes 84,045.527*84 S., Realitäten 2.000.000 S., Inventar 1 S., zusammen 107,242.557*25 K. Pa s s t v a 1925: Aktienkapital 8.750.000 S.. Re'ervefondS (K. R.) 1.760.000 S.. Kapitalsrücklage 3.500 000 S.. Geldeinlagen 5.982.31125 S., nnbehobene Divenden 43.604*50 S., Kreditoren 82,782.845*66 S. Realitätenwertverminderungskonto 90.000 S., BortragSposten 4,221.848*34 S., Reingewinn 181.947*50 S., zusannnen 107,242.557*25 S. (Entgeltlich ) Austritt ans dem Börsenarrangement. Die Wiener Börsen-kammer teilt mit, daß die Deutschösterreichischungarische Wirtschaftsbank ihren Austritt aus dem Börsenarrangement angemeldet hat. Die Westdevffen fallen wieder. Die Meldung, daß das französische Schuldenabkommen im amerikanischen Repräsentantenhause in dieser Seffion nicht mehr ratifiziert werden dürfte, drückte den. Kurs des französischen Franken. Er senkte sich in Zürich von 14.81 auf 14.48. — Im Anschluß an die ■ flaue Haltung von Paris fiel auch Brüssel. Es ermäßigte sich die Devise Brüssel gegen Zürich von 15.00 auf 14.75. — Die Devise Mailand bröckelte von 18.67 auf 18.60 ab. — Etwas flauer lagen auch der Zloty und der Leu. Während aber die Devise Warschau unverändert blieb, senkte sich Bukarest im Wiener Usancenhandel gegen Zürich auf 2.17 nach 2.23 vom Vortage. — Die Kursänderungen der übrigen Devisen waren minimal. Insolvenzen. Gestern fand die Ausgleichstagsatzung der Schokolade- und Zuckerwarenfabrik D. Ullmanns Söhne statt. Der Grund des Zusammenbruches dieser im Jahre 1842 gegründeten Firma waren die Zinsenlasten für Bank- und Privatdarlehen. Die Aktiven betragen 818.772 S., die Passiven dagegen 1193.990 S. Es weü>en 50 Prozent von der Firma geboten. Während der Ausgleichsverwaltung wird ein Gläubigerkomitee die Geschästsgebarung beaufsichtigen. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Rudolf Brückner, Zuckerbäcker, 13. Bez., Glasallergasse 10, über August Dörr, Lebensmittelhändler, 12. Bez., Hehendorferstraße 64 und über Eugen Klein, Ge, mischtwarenhandler, 2. Bez., Stuwerstraße 43. Ausfuhr von Waren nach Griechenland. Zufolge Benachrichtigung der Zollbehörde im Piräus sind nachverzeichnete Waren zur Emfuhr in Griechenland sreigegeven: Arachiden (Erdnüsse).- Baumwolle und Baumwollwaren. Ben,tu. Betten. Bier, BtskuttS gewöhnliche (Kakes), Bleistifte. Bürsten, cherntlche und vharmazeuttiche Produkte, Dörrobst, Eier. Eisenbaumaterial. Eisenwaren jeder Art. Erdäpfel. Erze. Essenzen, Fächer. Fahrräder, Farben. Fayence (Steingutwaren). Feuerwerkkörper »Zeuerzeuge, Firnisse, Ftiche (frische, gesalzene oder geräucherte. Fischnetze. Flaumen für Federbetten, Futtermittel. Garne aus Wolle, Gemüse (irisch, trocken oder konserviert», Getre de, Gewebe aus Wolle. Gewehre (Jagd). Gewürze, Glaswaren, Glukose. Gummi arabischer, Gutaperchaware». Hanf, Heu, Holz (Brenn), Hol «waren jeder Art. Honig. Instrumente wissenschaftliche, musikalische, optische. Inte, Käse, Kaffee, KakeS (gewöhnliche). KamtvnS, Kaffen (eiserne), Kastanien, Kautschukwaren. Kaviar.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.