Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-06-17 · Heft 2627 (17.6.1926) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2627 (17.6.1926)
Date
1926-06-17
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981714--26794-3014657
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

GsttsB SSHeit, DomterSiag Wiener Moegenzeitung 17. Juni 1926 Nr. 2627 Smft. Bühne. Buch. jka Zimmer Set ItSwne." Lnstspieltheater. Ern jun^r Mann ist mit einer unerreichbaren, verheirawten Frau, seit ztvei Monaten, jeden Abend verheiratet. In der Phantasie. Diese Romantik von „Wenn ich Rothschild war'" in erotischer Ausgabe, lebt er allerdings nur so aus, daß er in der eigenen Wohnung ein Zinrmer genau nach dem Zimmer der angebeteten Frau einrichtet. (Die Geschichte spielt selbstverständlich einmal da und einmal dort und Direktor Jarno erspart sich jeden Szenenwechsel: Praktisch!) Im örsten Akt ist die Erzählung vom Zimmer der Träume ein wenig zu langgezogen und in ihrer Keine-andere-Sorgen- Welteutrücktheit langweilig. Entschieden besser wird es im zweiten Akt, in dem uns der biihnenkundige Autor Roul Ernst Weiß vom Zimmer der Frau in das Zimmer des Liebhabers, also in dasselbe Zimmer versetzt. Aus Champaguerschwips und Zimmerverwechslnng entstehen allerlei amüsante, schwankartige Situationen, die schließlich doch dazu beitragen, aus dem Zimmer der unerlaubten Träume eines der unerlaubten Taten zu machen, was entschieden vernünftiger, lustiger und gesünder ist. Ein richtiges Ende hat dieses Lustspiel eigentlich nicht und dies ist an ihm vielleicht das Beste: Die Ahnungen. Der Liebhaber, der eine Nacht erreicht hat, wird für die nächsten abgeblitzt und was aus dem Ehepaar, das sich gegenseitig betrogen hat, werden wird, weiß Wohl auch der Autor kaum, denn die Weisheiten, die er über das Problem des Betruges in der Ehe durch den Mund einer anderen Gattin in seinem Lustspiel sagen läßt, find abgedroschene Plattheiten. Mit einem Wort: Sommerliteratur. Gespielt wurde auch nicht wie im Winter. Nur Viktor Franz, der einem alten Diener Seele, Gestalt und Menschlichkeit eingehaucht hat, bewies wieder sein großes Chärakterisierungstalent und Stella Sorma wußte sich zart und mit einer sehr angenehmen Stimme aus der verzwickten Affäre zu ziehen. In der Schwipsszene waren auch Alfred Mahr und Rolf Reinhardt gut. Dagegen muß sich Rolf Gerth noch manches ab- und anderes angewöhnen, um ein guter Liebhaber zu werden. Vor allem weg mit dem angeblich vornehmen Mundverziehen und Lippenverkrümmen! Sprechen und Spielen muß auch noch Luise Kann lernen. Stand nur der Name Jarnos als Spielleiter auf dem Theaterzettel, oder hat sich der Regisseur diesmal nur auf das Technische beschränkt? Junge Schauspieler brauchen eine starke, erzieherische Hand und Jarno ist sicherlich der Mann dafür. Diesmal hat er aber versäumt es zu sein. l. ch. Abschiedsvorstellung der Hadima. Nach einem überaus erfolgreichen Gastspiel verabschiedet sich heute die Habima mit An—skrs „Dybuk". Die Vorstellung begivnt um halb 8 Uhr abends. Morgen den 18. d. reisen die Künstler um 11 Uhr vormittags vom Westbahnhofe nach Paris ab. Das Bmgtheater in der fmstnten&en Welzeit. Die Direktion des B u r g t h e a t e r s hat nachfolgende Werke für das Burgtheater und Akademiecheater -ur Aufführung in der nächsten Spielzeit angenommen: „V a s a n t a s e n a", nach dem Jndilchen des Sudraka von Lion Feuchtwange r. „Spiel im Schloß", Komödie von Fronz M o l n a r. „Kapitän Braßbounds Bekehrung". Komödie von B. Sh aw, „Das Genie und sein Bruder", Komödie von S i l - V a r a. „N a r c i ß", Trcmerspiel von B r a ch- Vogel, bearbeitet von Gustav Davis. „Liebe", Drama von Anton Wildgans. „Die Durchgängerin", Lustspiel von Ludwig Fulda. „M a d e l o n", Komödie von Jean S a r m ent. „V o l p o n e", Komödie nach Ben Jonson von Stephan Zweig. ,O ll a P o t r i d a", Komödie von Alexander L e r n e t - Ho l e nka. „Adam und Eva", Lustspiel von Bolton und Middle t o n. „S t i e fm a m a". Komödie von Ludwig H i r s ch f e l d irob Paul Frank. „M a r i k a", Komödie twn Stephan Zagon. „T r i e s ch ü b e l", Drama von Franz N a b l. „Mein Vater, d a s K i n d", Komödie von Aeopokd March am t. Aus den Theatern. rgtheater. Morgen ,D e r Schl e i-r-r d-.e r B e a r r i c e". Theatergemetnde Serie E. Akademtetdeatvr. Morgen, l)t8 Uhr abends, „D t e F a h rt ins Blaue". O v e r n t h e a r e r. Worgen, 7 lHr abends, „D-4 r fliegendeHolländer". Lolksoper. Morgen „Der Zigeunerbaron". Frau Kammersängerin Berta K i-u r iir a tritt Montag den 21. d. als Marie in Smetauas „Verkaufte Br aut" auf. Raimund-Theater. Heute und die folgenden Tage, Vs8 Uhr abends, R e st r o y s „D a s Mädel aus derVorstadtoderehrlich währt am längsten", in der Premiörenbesetzung des Deutschen Volkstheaters. Modernes Theater. Morgen österreichische Uraufführung von «Kittyund die Weltgeschichte", ein sonderbares Erlebnis einer jungen Dame von Hans Bachwitz. Bühne der Jungen. Die Uraufführung von Franz Winte rst ei ns Schauspiel „Ich, Lydia Tustendowska" findet ani 24. d. um halb acht Uhr abends in den .Fkunstspielen", 1. Bez., Riemergasse 11, statt. — Die österreichische Uraufführung von Lion Feuchtwanaers Schauspiel „Der holländische Kaufmann" wurde für den 3. Juli festgesetzt. Professor Leo Dubais. Der Bundesnünister für Unterricht Dr. Schneider hat den Solotänzer und Ballettmeister der Staatsopcr Leo Dubois für sein hervorragendes Wirken als Lehrkraft an der Akademie für Musik und darstellende Kunst zmn Professor ernannt Ort» 1W3 RESTAURANTS 8. MAYERSOHN -w-Ort». Hall. Kirtfieiigasse 15 .TelepDon 59 Schallerbach 15 Beide Etablissements mit itt o d e r n eingerichteten 2imrnerit Wiener Adresse: II«, Taberstrafta 24 a, Ta!« 474*80 Möbelfabrik JACQUES WALLIS Wien, L, Wollzeile 21 Wohnungseinrichtungen bis zum feinsten Genre, reichhaltiges Lager in fünf Stockwerken Vereine. BortrSge und Versammlungen. Jungzivnistische Sektion VI/VUL, 8. Bez., Bennoplatz 1 a. Heute, präzise 8 Uhr abends, letzter Vortragsabend. Dr. M. Schnabel (Beendigung des GeschtchtSknrses). Ernst H i l l i n g e r (Rassenprobleme). * Jüdisches Realgymnasium, 2. Bez., Castellezgaffe 36. Ammioungen fit: die t. bis VIH. Masse täglich zwilchen 12 und 1 Ubr. 14tägige Gesellschaftsreisen an den Rhein. Die von der Stadt Köln veranstaltete Oesterreichische Woche hat gezeigt, wie stark die Sympathien sind, die das Rheinland der österreichischen Kultur entgegenbringt. Einen praktischen Beweis für diese Verbundenheit werden drei 8tägige und drei 14täaige Gesellschaftsfahrten bilden, die in diesem Sommer vom Rhein durch Oesterreich geleitet werden sollen. Umgekehrt ist vorgesehen, oaß zunächst am 28. d. eine 14tägige Oesterreicherfahrt au den Rhein stattfinden soll, die in Wien beginnt und endet. Diese Fahrt wird veranstaltet vom Städtischen Verkehrsamt in Köln in Verbindung mit dem Oesterreichischen Verkehrsbnrean, Wien, 1. Bez. Der'Preis beträgt einschließlich Fahrt und eVivflegung in der 2. Klasse 330 Mark, in der 3. Klasse 285 Mark. Annveldnngen nimmt das Desterreichische Verkehrsburean in Wien entgegen. Die MWändr in Laxenburg. Am gestrigen dritten Verhandlungstag gegen den Direktor von Laxenburg, Robert Bauer, wurde das Verhör mit dem Angeklagten fortgesetzt. Bauer kam auf seine Zerwürfnisse mit den Brüdern Hilfreich zu sprechen. Ende Februar 1921 hatten diese kein Geld zur Anszahliing der Löhne, was einen sofortigen Kündigungsgrund bildete. Um dem vorzubeugen, habe Richard Hilfreich Bauer ermächtigt, über fei» ganzes Pachtgnt zu verfügen, wogegen er sich verpflichtet habe, Hilfreich schadlos zu halten. Dann verkaufte Bauer sein gaitzes Inventar an Alois G o ld m a n n, der die Wechsel Collvreoos einzulösen und die Fordeningen an Hilfreich zu berichtigen gehabt hätte. Dieser Verpflichtung ist Goldinann jedoch nicht nachgekommen, weil der Kriegsbeschädigtenfonds eingeschritten ist. Die Investitionen Hilfreichs sind so dem KriegsbeschädigtensondZ zugute gekommen. Auf eine Frage U§ Vorsitzenden erklärte Bauer, daß er seine Verträge nie schriftlich, sondern immer mit H a n dsch l a g bekräftigt habe, weil er auf die Anständigkeit der Leute vertraut habe. Im übrigen sei er der Meinung, daß Hilfreich juristisch gar nichts zu bekommen hätte, sondern nur moralisch. — Staatsanwalt: Ich nehme oas zu Protokoll. — Bauer: Bei meinen ganzen Unternehmungen hat es sich mir nur. darum gehandelt, eine Katastrophe zu vermeiden. — Staatsanwalt: Sie werden doch nickt behaupten wollen, daß die Katastrophe ohne Ihr Verschulden hereingebrochen ist? — An g e kl.: Das behaupte ich bestimmt. — Die Verhandlung wurde sodqnn unterbrochen und wird heute fortgesetzt. 6i«e Klage gegen die Republik Polen. , Die Wiener polnische Gesandtschaft schreibt uns: „Der in der Nummer vom 9. d. enthaltene Bericht ans dem Handelsgericht über eine daselbst gegen die Republik Polen anhängige Liefernngsklage zweier jugoslawischer Kaufleute enthält unter anderem die Behauptung: „Zur Austragung eventueller Differenzen aus diesem Geschäft war bei der Wiener polnischen Gesandtschaft die Zuständigkeit der Wiener Produktenbörse festgelegt, der diesbezügliche Vertrag mit dem Siegel der Gesandtschaft versehen und von dem Handelsattachee derselben unterfertigt worden." Demgegenüber stellt die Gesandtschaft der Re-, publik Polen in Wien fest, daß das in Frage stehende Rechtsgeschäft nicht in Oesterreich abgeschlossen wurde, so daß die Wiener Gesandtschaft beim Abschluß desselben in keiner Werse intervenierte. Da« Mell gegen Mbl. Budapest, 16. Juni. Die Kurie verhandelte heute in letzter Instanz den Prozeß gegen den jüdischen Geflügelhändler Josef Löbl, der am 6. Dezember 1923 den Gefreiten Tremmel mit einem Schlächtermesser in Notwehr erstochen hat. Lobl wurde vom Strafgericht wegeil Mordes zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt, welche Strafe von der Königlichen Tafel aus vier Jahre Zuchthaus herabgesetzt wurde. Me Kurie bestätigte heilte dieses Urteil. Im Dachboden eingebaute Räume flith wohnbausteuer- K. Im Dachbodenraum eines Elises in Döbling wurde e Veränderung an dem Dach oder an den Außeilmauern des Gebäudes ein Zinlnler hergestellt. Der Wiener Magistrat hat für diesen Raum ine Wohnbausteuer vorgeschriebe». Gegen diese Vorschreibung ergriff die Mietpartei die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof, der gestern darüber zu entscheiden hatte. Im Gegensatz zu einem am 12. Jänner 1926 entschlchenen Fall nahnl hier der Verwaltungsyerichtshof dm Srandpunkt ein, daß durch den Einbau eines Zinrmers im Dachboden ohne jedwede Veränderung an dem Dach ein Aufbau im Sinne des Gesetzes nicht vorliege,. weshalb dieses Zimmer Wohnbau st e n e r p s licht i g sei. Me Beschwerde winde daher abgewieM, Volkswirt. SieNttmenvigkelteinerWischenßNsslonrbauk Bon Dr. David Mealay, Advokat (BMgrad). Unsere Exekutive hat bei dem Aufbau Palästinas mit großen Schwierigkeiten zu käinpfen. Sie hat für dieses Jahr ein Budget von 750.000 Pfund vorgelcgt. Der Kongreß konnte aber diesen Betrag nicht bewilligen und votierte nur ein Budget von 600.000 Pfund. Trotz der großen Bemühungen der beiden Präsidenten der zionistischen Bewegung und der zahlreichen Agitatoren für den Keren Hajessod kann dieses votierte Budget nicht pünktlich und völlig eingebracht werden. Andererseits beklagen sich sämtliche Industrie-, .Handels- und volkswirtschaftlichen Kreise Palästinas über den Mangel an Kreditmöglichkeiten. Die Institution des Keren Hajessod, obgleich an und für sich ein sehr wertvolles Jnstrinnent für den Aufbau Palästinas, zeigt sich leider nicht als ein wirksames Instrument, um Palästina in einem raschen Tempo anfznbauen und allen jenen Erfordernissen zu entsprechen, welche der heutige Jischuw an die Zionistische Organisation stellt. - Man spricht auch von einer öffentlichen Anleihe für den Aufbau Palästinas unter der Garalltie Englands. Vorausgesetzt, daß diese Anleihe auch zustande kommt, glaube ich, daß sie nicht vollkommen genügen wird, um Palästina in dem erforderlichen raschen Tempo aufzubauen. Andererseits ist zu befürchten, daß beim Zustandekommen dieser Anleihe die Eingänge des Keren Hajessod in einer ungünstigen Weise beeinflußt und vermindert werden. Außerdem ist die Anleihe mit Zinsenvergütnng verbunden und stellt eine Schuld dar, die rückgezahlt tverden muß. Daher glaube ich, daß es erforderlich wäre, eine Jnstitution zu gründen, welche imstande tväre, den großen Ansprüchen der zionistischen Bewegung für den Aufbau Palästinas vollständig zu entsprechen. Und dies könnte mir durch die Gründung einer jüdischen Emissionsbank (Nationalbank) in Palästina erreicht werden. Das für die Gründung dieser jüdischen Nationalbank erforderliche Kapital dürfte ohne Schwierigkeiten aufgebracht werden können. Es ist sicherlich leichter, die große jüdische Masse zllr Zeichnung von sicheren Aktien als zur Zahlung von großen und wiederkehrenden Spenden zu bewegen. Nach den jetzigen Verhältnissen würde es vollkommen genügen, wenn man als Kapital dieser jüdischen Nationalbank eine Million Pfund bestimmen würde, von welchem ein Viertel bei der Zeichnung, das zweite Viertel bei der Konstituierung der Bank und der Rest nach Bedarf und nach Aufforderung des Verwaliungsrates zu erlegen wäre. Ich bin überzeugt, daß auf diese Weise die notweirdige Million Pfund bei einer guten Agitation nicht nur voll e i n g e z a h l t, sondern, auch überzahlt werden würde. Bekanntlich hat jede Nationalbank das Recht, um 60 Prozent mehr Noten auszngeben, als die Metalldeckung betragt. Um die günstigen Resultate einer Emissionsbank zu erweisen, möchte ich ein Beispiel anfuhren. Me Schweizerische Nationalbank hat ein Kapital von 50. Millionen Franken, wovon nur die Hälfte, o. h. 25 Millionen Franken, was einem Kapital von 1 Million Pfund entspricht, eingezahlt ist. Nach der Bilanz der Schweizerischen Nationalbank betrug der Notenumlauf durchschnitlich: Im Jahre 1920 934 Millionen, 1921 926, 1922 818, 1923 851 und 1924 875 Millionen. Es ist daraus ersichtlich, daß die Schweizerische Nationalbank mit einem Grundkapital von 25 Millionen Franken über 800 Millionen Noten in Umlauf setzen - konnte. Dabei hatten ihre Noten die Parität des Goldfranken. Allerdings kann Palästina, das im Aufblühen ist, nicht in jeder Beziehung mit der Schweiz verglichen werden. Wenn wir aber auch annehmen, daß Palästina den vierten Teil des Notenumlaufes der Schweiz gebrauchen und konstlmieren kann, so repräsentiert das doch die erkleckliche Summe von 200 Millionen Schweizer Frauken, welchen Betrag der Keren Hajessod in absehbarer Zeit nicht anfbringen könnte, wogegen mit einem Grundkapital von 1 Million Pfund dieses riesige Resultat erzielt werden könnte. Es ist selbstverständlich, daß mit der allmählichen Ent- Wicklung Palästinas und mit dem Wachsen der Gvldbedürfniisse die jüdische Nationalbank eine größere Rotenanzahl ausstellen könnte, um damit die jeweiligen Erfordernisse zu decken. Nach Art. 1 des Mandats steht der englischen Regierung das Recht der Gesetzgebung zu. Nach Art. 2 hat sie dafür Sorge zu tragen, daß das Land unter solche politische, adrmnistrative und wirtschaftliche Bedingungen gestellt wird, welche die Errichtung des jüdischnationalen Heims ermöglichen. Auf Grund dieser Artikel konnte die englffche Regierung ohneweitevs die Gründung einer jüdischen Amffwnsbank mit jüdischem Kapital bewilligen. Es ist ja sogar in Art. 22 des Mandats vorgesehen, daß alle Erklärungen oder Inschriften auf Marken und' Geld in Palästina in hebräischer Sprache wiederholt werden, woraus mit Recht zu schließen ist, daß mich palästinensisches Geld geschaffen werden soll. Mittlerweile besteht kein palästinensisches Geld, sondern man bedient sich des ägyptischen Geldes. Unsere Exekutive sollte meines Erachtens dahin arbeiten, die englische Regierung zur Gründung einer Emissionsbank in Palästina zu bewegen. Mes dürfte ohne große Schwierigkeiten erreicht werden können, wenn nmn in Betracht zieht, daß eine jüdische Enrissionsbank keine materiellen Ansprüche an die englische Regierung stellen tvürde. Me Vorteile einer jüdischen Emissionsbank liegen aus der Hand. Ich glaube, es ist nicht nötig, dies näher zu begründen. an« «wnpvnvicwwpwvwnHni uu jsrao, 'jjk etutaten Staaten haben im veraangeien Jahre 71,«%. Mexiko 10,8% Rußland 4.9%, Persien 3,8%, Holländisch-Jndiei- 2%, Venezuela 1,9%, Rumänien 1,6%. Peru 0.-9%, Jndt« 0,7% Polen 0»8%, ErMnd 0.9% des WeÜertrggeS cm Btzimttaui vrodmiert.- Die WamtwesiprodEon ist um &%

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.