Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2623 (13.6.1926)
- Date
- 1926-06-13
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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» . Teite S Men, Sonntag tBliHfg SPjgtggftttttltng - « WMMWM MMMM ^pRn I99S 9Ki "Mi' e Iiefferlffle der Lose, dci,',l G<!v!iiitt.- nein* „Glücksbauer" bereits im Jahre 19SV zur Anszahllm^ gelaugken. Durch den „Glückkbancr" liL-osvertriobsitelle Bankhaus AlKn Bauer. Wien, -1. Bez., F»voritcuskraße wurden zwischen Männer undLlpril lft!G folgende Treffer an Loskunden obigen Ba nkhaufes ansbezahlt: '1 %miIUI IHI eMfl^U) — »Ul -1^ ...“... - - ■ -. -■ niU-jii! ^!t]!,"-:vl!i--ilüüdi US der 100.MO S. (1. MilliaiDeirhmipüreffer) auf Baulos Serie!M4. Ar. 83: 70.000 S. (70v'Millioneii-Haiipttreffer) auf dto. Serie 1287. Nr. 42; 15.000 S. Klassenlos 61.908; 10.000 S. dto. 50.058; 7500 S. dio. 58.037; 5000 S. Banlos 857/57; 5000 S. dto. 8-18/44; 2000 S. üto. 988/88 uffv. Zieh: man diese enormen Summen in Betracht, die der ..Giücksvauer" im heurigen Halbsuhre seinen Kuirden bereits ruiszahlke. so kann man wohl mit Recht von „Glücksbauers" sprichw»rrlichem Glück reden und es nimmi einen nichi wunder, iMjj diese .größte aller Losvertriebsstellen fast in sämtlichen staatliche« Loskategorren beinahe ansverkau.fr ist. Für Ratenlosbeslellnttgen fönnen noch prompte Aufträge berücksichtigt werden, für die K^assenlotteric 1. Klasse hingegen werden schon j.W Vormerkungen für Bestellungen c> rgegeirgenommm. Preise: Otiit Achtellos i S„ ein Btcrtellos 8 S., ein halbes Los 16 S., ein ganzes Los 32 2. Der Elternbund Menorah errichtet Bcreinsheimc für die jüd.sche Jugend, Eilwlmiqshetme für notdürftige Ntinocc armer Eltern überdte F e r t e u; e i t Gesuche sind an den Präsidenten Dr. Ludwig E ck st e i n, 6 Bez, Branergasse 3, zu richten. Die neuesten Modellschöpfungen iu Mänteln, Kleidern, Bluse», nsw., die apartesten 'Neuheiten in reichster Auswahl zu sehr billigen Preisen im Damenmodewarenhaus Karl Dufek, 2. Bez., mix Glockengasse 3. Air empfe^en den nach Wien kommenden Anslanbs- '-e.ern unjeres Blattes, mr bo:el National. 2. Be;., Taborstraße 18, Quartier zu uchm-eu. Erstklassiges Etablissement. Mäßige Preise. Cafe und Restaurant im Hanse. Ein erstklaffiges Fabrikat. Es ist bereits allgemein bekannt uns wird sowohl von der Kaufmannschaft als auch vom konsumierenden Publikum anerkannt, daß die renommierten „Les"- Strümpfe zu den vorzüglichsten Erzengniffen der Strumpfwarenfabrikation zählen. Der großen Nachfrage wogen mußte auch in Wieneine eigene Bertriebsstelle errichtet werden. ^Les"- Skrümpfe sind aus einem erstklassigen, vierfach gedrehten amerikanischen Seivemlorgarn hergestellt, daher unverwüstlich. elegant und trotz der Primagualität staunend billig. Man verlangt bereits überall nur ,Zes"-Sjrümpfe. Zentralvertrieb: Leo Sußmann. Wien. 1. Bez., Schwertgaffe 2. allgemein bekannt. Die neue Klassenlotterie beginnt am 22. und 24. Juni. Geh' nicht am Glück vorbei! Jedermann bestelle per Postkarte sofort sein Glückslos bei der „Glückstelle" Josef Stein, Wien, 1. Bez., Wipplingerstraße 21. Preise: V, Los 32 S.. V, 16 0., V* 8 0., Y* 4 @. Losversand überallhin. Man beachte unser heutiges Inserat. Möbelfabrik J. Spira Feine °" M. NI. MMlIW« ]—2 W ohnungseiarichtungen (Ecke KarJ-Sch weighofer-Gasse) Ke Aerzte in 8m gfrael. Bon De. Alfred LSwY.*) Ohne gediegene Kenntnisse uttd Fähigkeiten, ohne bemerkenswerte Kraft und ohne Geld kannst du in unserem Astneubanid ebenso unter die Räder fownratt wie in Kalifornien, wie in Argentinien oder Brasilien. Dies gilt ebenso für den Feldorbeiter "wie für den Arzt, ebenso für den Schuhmacher wie für den Baumeister. Was den ärztlichen Beruf anlangt, ist Palästina >i>m Augenblick saturiert. Damit ist aber kemeswc-gs gesagt, daß die Aussichten für die Aerzte im Lande schlecht sind. Es ist eine Anzahl neuer Siedlungen im Entstchen begriffen, darunter auch städtische. Um Jerusalem wachsen zurzeit drei europäisch angelegte Borstädte aus denr Schutt cnrpor: Ratisbon, ungefähr mit .Hetzendorf bei Wien Zu vergleichen, östlich davon Talpioth in lebhaftem Entwicklnngsstadium, und nördlich in frischem Wachstum Bech-Hakerem, eine Art Beamtcncottoge. Das fast verpcntrgimös zu bezeichnende Umsichgreifen der Großstckdtanlagen von Tol-Awiw ist sattsam bekannt. Bei Haifa wird auf den' der Stadt zugow-andten Abhängen des herrlichen Karmelzehirges cmsigst gebaut, neue Hotels, Villenviertel, Wohnanlagen. Am- Fuße des KarmslS, avt Meeresstrand, ist ein neues, idyllisches Billvnstädtchen, Dach- Galim (Tochter der Wellen) in den allerletzten Jahren errichtet lvorden. Zwischen Haifa und Acco, in der Haffaer Bucht, wird binnen ganz kurzer Zeit ein kolossaler Hafenbau in Angriff genonuuen rvcrden, die Mündung des Kischonflusses wird assaniert, reguliert mit) verbaut werden. In der fruchtbaren Accoebene lmrd frisch kolonisiert.. Die nächsten Jahrzehnte werden allenfalls mit der Geburt eines großen kommerziellen Zentrums, Ivcnn nicht einer neuen Hauptstadt Palästinas in Haifa rechnen können, welche sich dem Hafen von Alexandrien und im Pyräus lvüvdig an die Seite stellen dürfte. Die Weiterentwicklung von Afulch oder Jr^Jesrecl hängt nur von den Wassevverhättnissen ab. .Diese Orte werden eo ipso neue Aerzte brauchen nick natürlicherweise werden diejenigen, die früher ins Land kommen — auch tvenn sie für -den Anfang Ansehen. müßten —, dann bei Besetzung von Regierungsposten und fixen Stellen eher Berücksichtigung finden müssen, WM sie bis dahin das Land, seine Eigenheiten und insbesondere die Sprachen des Landes erlernen können. Ueibrigens ist Palästina meines Wissens das einzige zivilisierte Land, in welchem sich Aerzte aus dem Auslage ohne besondere Formalitäten, Gesuche und NostrisAations- ^rüfungen bis setzt noch nicherlaffen können. /Von Wiener.Kollegen trafen wir einige sehr Mt situiert Anna 8teia Max Schneider Verlobte Wien, im Juni 1926 Judith Rosenblum Abraham Schein Verlobte Wien, im Juni 1926 ADRIA-SEEBAD' GRADO ie Hotels, Peniiqnen und Privat , .. , on grosse Ernjä3»gung / Billigstes nächstes Seebad dieser Art, be* ■eichbar / Auskünfte erteilen: Die Kurkonunission und ihre Repri- Wien, I. Schulerstrassc 21 (Annoncen—Expedition P. Siljan), Tele- Konstante herrliche Sonne Wundervoller Strand Stählt den Körper gegen Winterkrankheiten Zahlreiche Hotels, Peniiqnen und Privathäuser / Wiener Küche / Vor* und Nachsaison grosse Ernjässigung / Billigstes nächstes Seebad dieser Art, be» quem erre«‘ Sentenz, phone 75*3*72 und 38-4-92 und alle Rcisebureaux. Varlangen Sie Prospekte 6071 KUNSTMÖBELFABRIK JOH. 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Der Ophthalmologe Dr. T. besitzt mitten in Jemsal-em eine den verwöhntesten Ansprüchen der Hygiene voMommett entsprechende PrivaW'ni>k; er wird von Juden und Christen hochgsschätzt, von den Moslems nicht nur von Palästina, sondern auch -weit ans ägypikischem und syrischem Lande aufgesucht, Dr. S., ein Hals- und Nasenspezialist ans der besten tWierver Schule (Pros. Haje«k),.ist auf dem besten Wege, mit dem Borgenannten in 'bezug auf Ruhm und Beliebcheit in Konkurrßn-z zu treten. Änser Landsmann Dr. St. besitzt in Del-Awiw ein gut europäisch gesichrtes Scmatorium für Geburtshilfe und Chirurgie, welches er dem wachsende« Bedürfnis entsprechend von Jahr zu Jahr vergrößert; seine kluge und umsichtige Gattin isi chm eine musterhafte Direlktrice, den Patienten die bel-iebteste Oberschwester. In Acco, einer Stadt mit. überwiegend arabischer Be- . völkerun-g, wies uns unser freiwilliger Führer, ein junger, sehr- Intelligenter arabischer Student, auf die Tafel ,,Metz. Dr. Rosenberper" hin und erzählte uns, daß die .dankbare BevöLcruirg denselben lvie einen Propheten verchre. Meine Tagebuchblatter enthalten noch eine ganze'Reihe Namen von Aerztcn und Aerzt-mn-en, die sich in verschiedenen Orten E.rez Israels einen sehr guten Ruf und eine mehr alsguÄkömmliche Existenzniüg-lichkeit geschaffen haben. Die Anfichrung denselben entspräche jedoch nicht dem Zwecke. dieser .Zeilen. tziufteins Vorrede zur hebrSische« Aorgade seiner Schriften. - Demnächst erscheint im Verlag „Dwir" zu Hel-Ätviw eine vyn Dr. I. Grünberg besorgte hebräische Ausgabe Von Einsteins Schrift über die allgemeine undspezille Relativitätstheorie. Einstein selbst schrieb für die hebräisch? Ausgabe die folgende Vorrede: „Das Erscheinen meines Büchleins in der Spräche unserer Bäter erfüllt mich mit besonderer Freude. Es rst ein Zeichen für die Wandlung, die sich mit dieser Sprache vollzogen hat. Ihr Gebrauch ist nicht mehr darauf beschränkt» Angelegenheiten unseres Polkes für unser Volk auszuvmchen, sondern sie ist im Begriffe, alles zu fassen, was iyleyschen interessiert. Sie bildet einen wichtigen Faktor in Unserem Streben nach kultureller Unabhängigkeit/" * Siche „Wiener Margenzertung" vom 23. Mai, 1. und 2. Juni l. I.: „Lose Tagebuchhiatter von einer Paläsitnapeise"'. 8i» Kontlnenialbund zlonlftlscher MAchea- Vereinigungen. Der zionistisck)e Mädchenbund Breslau, d«Wt FWesedkg Frau R. A. Edith Lachmann, gelegentlich des letztest Zionistenkongresses mit einer Abordnung der dortigen Der« einigung Gäste der hiesigen Z. M. B. Mirjam waren, hatte nach Fühlungnahme mit der genannten Bereinigung für den 23. und 21. Mai dieses Jahres n a ch B r e s l a u eiueu Bundestag zwnistischer Mädchenvereine einberufen. Die Tagung «ahm einen angeregten Verlauf. Die zur Tagesordnung stehende Materie wurde eingehend und streng sachlich durchbesprochen. Nach Erstattung der Tätigkeitsberichte der Vertr^erinneu aus Deutschland, Oesterreich, Tschechoslowakei, Polen, Holland und der Schweiz ivnrden für die einzelnen Lander mü» Vereine die entsprechenden Arbeilsprogramme und Methoden festgelegt und als wichtigstes Resultat der Tagung ein Kontinentalbund zionistischer Mädchenvereinigungen konstituiert, der nachstehende Resolution annahm: 1. Der Bund hat die Aufgabe, Mädchenvereiniguugen zu grüudeu, denselben Arbcitsmöglichkeitcn und Anregungen zu vermitteln und ist für den Austausch der Berichte der einzelnen Vereinigungen des Koirtineuts untereinander verantwortlich. 2. Der Kontinentalbund zionistischer Mädcheuvereinignngen ist autonom und arbeitet getremit von de« Frauenorganisationen. 3. Jede Mädchenveremigung hat die Verpflichtung, in den Intentionen des bei der Tagung besprochenen Programmes zu arbeiten. Der Kontinentalbund nt eine Jugendorganisation» welche ohne jede Rücksicht auf Einschränkung durch Lwdesgrenzen gemeinsame shstcmatische jüdisch-kulturelle und zionistisch praktische Arbeit zu leisten hat. ''' '.... Von den verschiedenen Vorträgen und Referaten, die während der Tagung gehalten wurden, sind besonders hervorzuhejben der Eingangsvortrag der Führerin des Mädchenbundes Breslau Frau R. A. Lach man «über Yie-Aüfgaben des zionistischeir Mädchens, worin sie in eindrucksvollster Weise die jüdischen Mädchen und späteren Mütter harhn^mahnt, sich der Pflichten ihrer B o l k s g e Ni e i n s ch>ä s t bewußt zu werden. Frau Johanna Steiner (Prag) referierte über die Emanzipation der jüdischen Frau, als deren Jh^aDpus die zionistische Pionierin erscheint. ,'v.- Abgeschlossen wurde die Tagung mit einem mterejsanten Borlrag Fühcevin der Wiener zionistischen?Mä!dcherwereinigung Mirjam, Frau Marie Pol l a k, über ,,Das gefährliche Alter der reifenden Mädchen". Die Tagung war bemerkenswert durch den Ernst und das Verständnis, welche die anwesenden jungen Ptenschen der vorgelegenen Materie entgegenbrachten und die Begeisterung, mit der sie das Arbeitsprogramm, welches positiver Arbeit uud interessante Probleme den jungen Menschen bietet, aufaenommen haben. Ae Falaschas. Der Leiter der jüdischen Schule in Adrs-Abeba ist Abessinien, Enianuelc T a a m r a t, wandte' sich mit einem Aufruf an die jüdischen Gemeinden in'Italien, rn welchem ,cr Oie Fortschritte des jüdischen Erzichmigstyerkes unter den schwarzen Juden Abessiniens, den ' sogenannten Falaschas, schildert und die Bitte ausspricht, dieses? Kulturwerk zugunsten der 50.000 jüdis^en Seelen; im fernen Abessinien finanziell zu stützen. Der Appell fand; Ankkang,' in kurzem werden die jüdischen Gemeinden ein Komitee „Pro Falascia" begründen.; i . Professor Aby Marburg 60 Iahte alt. Den? hervorragende Hamburger Künstgelchrte Prof. Abh W arbür g vollendet am 13. d. sein 60. Lebensjahr. Der Gelehrte, der ältere Bruder des Hamburger Bankiers M. M. W a t b si r g, ist aus der Schule Karl Justis und Hubert J a n i t s ch e ks hervorgegangen. In Straßburg erhielt er die, Doktorwürde und har - dann längere Zeit in Florenz gelebt. Sem Hauptwerk stellt die -1919 erschienene Veröffentlichung über heidnisch-htUike Weissagungen in Wort und Bild zu Luthers lZeit dar. Interessante Studien hat Marburg über die Bildniskunst des Florentiner; Bürgertums veröffentlicht. Besonderen Dank schultz^t ihm seine - Vaterstadt Hamburg. Die große von ihm zusaMrSUgebrachte kulturwissenschäftliche Bibliothek stiftete er der Mgememhert. - Als die Universität Hamburg gegründet wurdß, , war hier ' Marburg der erste Ordinarius der Kunstgeschichte. Meher London tödlich verunglückt. - Meyer London, das frühere Mitglied des Kongresses der Vereinigten Staaten, eine Zeitlang das einzige sosialistische Mitglied des HMtzresses. ist bei einem Autounfall in Rew-Aork tödlich vermiglückt. Die jüdische Einwanderung nach Frankreich. Pie^Direk- . tion der Jea in Paris schreibt uns:-Das jüdische Komrtev ' für Emigrantenschutz in Paris warnt aste jene Mischen Enki-! granten, die zu ständigem Aufenthalt nach Frankreich, komme» wollen davor, die Einreise auf Grunw von Kurzfristigen oder Durchreisevisen zu vollziehen. Der Einwchcherer/muß. M vorher ein Visum verschaffen, das auf ein Jahr ovrlr üstf-'unbegrenzte Zeit lautet. Solche Bisen werden durch'die französischen Kon- - sulate im Ausland jenen Emigranten gegeben^ me' bom ftan«, zösischen Arbeitsministerium vidi e r t o A r b e vt s v e rtrage besitzen. Solche Visen erhalten apch Frauen und Kinder,' die zu ihren Gatten beziehungswetse Eltern kommen, ebenso Studenten, denen aber das Recht nickt zusteht, sich einem Beruf zu widmen. Die französische Behörde, geht sehr strenge gegen Personen vor, die diese Vorschriften stoertreten. Ein Denkmal für jüdische Gefangene in Prag. Der Verein der jüdischen. Kriegsverletzten und - Invaliden in der tschechoslowakischen Republik veranstaltet, am .20-i d. um 11 Ubr vormittags am israelitischen Friedhof rn'Straschnftz die Grundsteinlegung für ein Denkinal, gewidmet den gefallenen jüdi-r schen Soldaten.' •; Vollständig ngu renoviert Prachtvoll» Logo „ 3/t Stunden von Wien. IgKIjnnnoiv Logis mit ” Pension von 8 13.50 aufwärts. VMrygllvh« Küche. Speisen s la Carte sw sivllan Prob«».