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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-13 · Heft 2623 (13.6.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2623 (13.6.1926)
Date
1926-06-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sette 6 Wien, Somttqg Wiener Msrsen-eltn«« 13. Juni 190B LLOYD TRIESTINO / TRIEST Direkt« Llni'e Triest Rituelle Verpflegung Reduzierte Preise . Expresslinie nach Aegypten, Konsianiinopel, Indien Posttimen nach den Schxuartcn-Meer-Häfcn, Syrien und dem fernen Osten a«noral-Agenlur: Wien, I«, Kärntnerring S / Neugestaltung der Wiener Mittelschule». Der Stadtschulrat hat gestern di» der Vereinbarung vom 11. d. entsprechenden Verfügungen erlassen. Um der Bevölkerung einen Ueberblick über die durch diese Verfügungen geschaffene Gestaltung der Wiener BundeSmittelschnlen zu geben, wird mitgeteilt, daß der Reformlehrplan der DeutschenMittelschule an folgenden Bunde s- Mittelschulen im kommenden Schuljahr in den ersten Klaffen angewendet wird r An den B n n d e S g y m n a i i e n in Ottakring, Maroltingergaffe unb Währing, Klostergasse; an den BuudeSrealgymnasien Innere Stadt,. Stubenbastci, Leopoldstadt, Kleine Sperlgasse, Landstraße, Hagenmnllergasse. RndolfSheim, Diefenbachgaffe. Hernals, Kalvarienbe-ggasse imb Floridsdorf, Franklin gaffe; an den B u n v e s r e a l sch u l e n JnnereStadt. Schottenbastel, L e o p o l d st a d t, VereinSgaffe Md Josef-Gall-Gaffe, Land st raffe, Radetzkystraße, Wieden,' Waltergaffe, Margareten, Reinvrechtsdorfcrstraße, Mar i a hilf, Marchettigaffe, 9i e u b a u, Neui'tiftgaffe, I o s e f st a d t, Albertgaffe, Alsergrund. Glalergaffe, F a b o r i t e n, Jagdgaffe, Simmering, Gottschalkgaffe, Meidling, SchönbrMnerstraße, H i e tz i n a. Astgasse, F ü n f h a«Z, Hemiettenplatz, Ottakring, Schnhineierblatz, W ä h r i n g, Schopenhauerstraße, Döbling. Krottenbachgasse Md Brigittenau, Nntermüllergaffe. Dagegen werden die ersten Klassen des Akademischen Gymnasiums sowie der BMdesgymnafien Zirkusgaffe, Kundmanngasse, Rainergaffe, Amerlingstraße, Kandlgaffe, Piaristeitgasse, Wasagaffe, Rosasgaffe, Fichtnergaffe und Gymnasiumstraße auch weiterhin nach demLehrplan des humanistischen Gymnasiums geführt. Die bereits bestehenden Klaffen aller Anstalten werden selbstverständlich in der begonnenen Weise fortgeführt. Alllgemein bildende Oberschulen als Fortsetzung der Deutschen Mittelschule werden im kommenden Schuljahr bereits an fotzenden Bundesmittelschulen bestehen: Alt- und nousprachliche Oberschulen am Bundesgymnasium Maroltingergasse und Klostergasse: mathematisch-naturtvissenschaft» liche Oberschulen an den Bundesrealschulen Bereinsgasse, Jagdgaffe. Gottschalkgaffe, Astgasse und Schuhmeierplatz., Tie Aufnahme von Mädchen an die Deutschen Mttclschulen für Knaben wird im allgemeinen nur dort mög?. lich sein, wo eine: Mädchen-Mittelschule gleichen Ttzps irr der Rahe nicht vorhanden ist. Der Versuchmit der Allgemeinen Mittelschule wird im nächsten Schuljahr erheblicheAusdehnuug erfahren. Vom nächsten Schuljahr an werden folgende Allgemeine Mittelschulen neu erdichtet: Für Knaben: Leovoldstadt, Feuerbachstraße 3, Landstraße, Dietrichgaffe 96. Margareten. Bachergaffe 14, Favoriten, Pernerstorferstraße 30, Hietzing, Muthsamgasse 1, Fünfhans, Friedrichplatz 4, Hernals, Lienfeldergaffe 96, Brigittenau, Leipzigerplatz 1, Floridsdorf, Deublergaffe 19. - Für Mädchen: Leopoldstadt, Feuerbachstraße 3, Allergrund, Galileigaffe 3, Favoriten, Herzgaffe 27. Hietzing. Muthiamgaffe 1, NudolfShenn. Benedikt-Schellinger-Gaffe 1, Fünfhaus, Friedrichsplatz.5, Ottakring, Herbststraße 86, Hernals, Redtenbachergasse 79, Floridsdorf, Deublergaffe 21. Eine Bewerbung um Aufnahme im eine dieser Schulen kommt nicht in Betracht, weil nur Kinder aus den eigens gebildeten Schulsprengel», und zwar unmittelbar durch ihre derzeitige Schulleitung den neuen Schulen zuyesührt werden. Das Berechtigungstoesen für die Abgänger der Allgemeinen Mittelschulen ist durch einen gestern ergangenen Mimsterialerlatz derart geregelt, daß — neben den allen Schülern zukommenden Berechtigungen der Bürgerschule — die entsprechend qualifizierten Schüler mit den Verewigungen der Deutschen Mittelschule ausgestattet werden, insbesondere auch mit dem Recht des unmittelbaren llebe-rtritteS -n eine allgemein bildende Oberschule. ürrkchtung einer Hochschallehrerkammer. Gestern fand an der Wiener Universität eine Konferenz oer Rektoren der österreiAschen Hochschulen statt, die sich mit der Errichtung einer Hochfchullehrerkammer zu beschäftigen hatte. Die geplante Hochschulkammer wird, analog den Vertretungen anderer Berufe, namentlich auch der akademischen, als gesetzliche Repräsentanz die Hochschulen in den wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen des Hochschulwesens zu beraten haben und wird der Unterrichtsverwaltung als fachliches Organ, zur Seite, stehen. Neben der Hochschulkammer werden die Rektorenkonferelyen weiter bestehen. Die von Hofrat W e t t st e i n vertretenen Vorschläge der Kommission wurden angenommen nnd das Statut als Grundlage zur Errichtung der Hochschullehrerkammer an das Unterrichtsministerium geleitet Neuregelung der ArbettrlusenunterftUtzuug. In der kommenden Woche wird die Regierung im Nationalrat ein Gesetz einbringcn, durch das di« geltenden Bestimmungen über die Arbeitsloserivevsicherr>ng grundlegend abgeändert werden. Bekanntlich läuft mit 30. d. das Arbeitslofcnversicherungsgesetzt ab. Regierung und Mchrheitspartcien sowie die hinter ihnetl stehenden Wirtschaftskrerse sind der Anschauung, daß eilte Weiterf.schnrng des gegenwärtigen Zustandes nicht mehr tunlich ist. In der Regierungsvorlage wird unter anderem vorgeschlagen, den Bezug der ordentlichen Arbeitslosenunterstützung mit 30 Wochen zu bcgrenzen. Die VersicherumMostcn sind zn gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern auMbringeil. Der Bund nich die übrigen ösfentlichen Körperschaften leisten «keinerlei Zuschüsse. Für die mehr als 30 Wochen Arbeitslosen solleil die Unterstützungsbeuräge zu je 50 Prozent von Arbeitgebern unb Arbcitnehnern entrichtet, die restlichen 50 Prozent ,ju je einem Drittel vom Bi.nd, den Ländern und Gemeinden geleistet werden. Die älteren Arbeitslosen will man der Armeltsürsorge der Gemeinde überantworten, ferner sollen die Saisonarbeiter in eine eigene Berstchernngsgruppc zusainlneiigesaßt tvcrdci». Enthlilluug der Ernst Mach-Böfte. Im Nathanspark wurde-gestern die Büste des Naturforschers und Philosophen Ernst Ni a ch, der t»oit 1895 bis 1902 an der Wiener Ililivcrsität lehrte, nild 1916 gestorben ist, enthiillt. Die Büste, die von den« Wiener Bildhauer .dein; Peter stammt, steht in dem der Nnlocrsität zngckehrtrn Teile des Rathausparkes. Die Festrede hielt tln'neritlätsprof-.'ssor schlick, der gegelrwärtig den Lehrstuhl Erns! Marys inne bat. Er pries Ernst Mach nicht mir als bnuhmtcu Gelehrten lind Lehrer, als Naturforscher nnd Philosophen, als bcu Schöpfer grundlegender wissenschaftlicher Werke, sondern auch als Mann, dessen Wirksamkeit sich nicht ans die Stäite seiner Lehre beschränkte, sondern! sich in die Breite en'saltcte nnd in das Geistesleben seiner Zen iib'.’vtvitt. Deshalb ift es billig, daß feilt Denkinai n i ch t i m F n n e r n d e r U u i v e r s i t ä t aufgestellt wird, sondern hier draußen, ino lägllcu viele Menschen aller Dtändc und Berufe vvrübergeheu. Zionistischer Ztudententag drs akademischen LanServerbanSe». Am Donnerslag den d. jauo zwecks Aussprache über ak in eile Prvb.'e-ne der zionistischen Sinöentenbcwegnug nn.s interne Bcrbandssraaen im Heime der zionistischen Bezirksjckuvn 6—8 eine Tagung sämtlicher irn akademischen Landesverbände vereinigten Korporationen statt. Die Tagung wurde vom Präsidenten Weinberg mit einer Ansprache eröffnet, tu der er auf «die gegeniwärtige Situation im Zionismus und auf die sich für die Studentenschaft ergebenden Aufgaben hinwies. Begrüßt wurde die Tagung vom Vizepräsidenten des Zionistischen Landeskomitees für Oesterreich, Herrn Dr. Leo Gold Ham mer, dem Vertreter des Wcltverbandes zionistischer Hochschüler, Herrn Dr. Kiewe, und dem Präsidenten der Judäa, Herrn Chaim G e l b e r: Herr Dr. Goldhaminer hielt ein Referat über den „Studenten im Zionismus", Nach Erörterung der ideellen Grundlagen der zionistischen Stuben tenbvwegung betont« er insbesondere die Notwendigkeit des Studiums der jüdischen Gegenwart. Wir könneit — führte Redner aus — keine gesunde Politik treiben, da wir die soziologische Struktur unseres Volles nicht kennen und nur auf Fiktionen und Schlüffe angewiesen sind. Sache der Studentenschaft ist cs, ihre Studienzeit zum gründlichen Studium der Lage des jüdischen Volkes zu verwenden. Herr Äandil Legte nach eiivgehender Auseinandersetzung mit den hochschulpolitifchen Bestrebungen der Sozialdemokratie die Richtlinien zionistischer Hochschnlpolitik .dar und machte insbesondere auf die Gefahren der Assimilation aufmerksam, die den^ jüdischen Studenten in anderspolitischen Organisationen drohen. «Herr Samonsky übte scharfe Kritik an der heutigen Studentengeneration, die für geisti ge Probleme wenig Interesse auftveisc und betonte insbesondere die Notwendigkeit, sich mit den geistigen Problemen des Zionis- - m«us vertraut zu machen. ' Präsident W. Weinberg meinte, >vaß die akademischen Korporationen rricht geeignet seien, eine größere Anzahl von Studenten unter ihrer Fahne zu organisieren und «daß daher eine neue Or g a ni sa t i o n ss orm gefunden werden muffe. Ferner besprach er die Möglichkeit der Schaff»,dg eines Verbandes hebräischfprcchender Studenten. Herr D. Weisz sprach über die organisatorischen Grundlagen «des akadenlischen Landesverbandes und unterbreitete diesbezüglich einen neuen Vorschlag. An die Referate schloß sich eine lcbhaskc Diskussion, in welcher unter anderem die Schäftung eines geistigen und geselligen Sammelpunktes für die gesamte zionistische Studentenschaft gefordert wurde. Das Schlußwort hielt Herr Dr. Leo Goldhammer.. > Ae Sorge 1Ur Den Sommereiulauf steht vor der Tür. Jetzt heißt es, die richtige Quelle zu finden und sich an diejenigen Firmen zu wenden, welche in der Lage sind, die Dame und den Herrn von der Konkurrenzlosigkeit der Warenangebote in Qualität, Preis und moderner Musterung zu überzeugen. Ein Weg durch die Täborstraße führt uns an dem populären Warenhaus Brüder Schiffmann vorbei, dar sich im Laufe seines langjährigen Bestandes als ein Unternehmen ersten Ranges iznter der Führung des allgemein geschätzten Fachmannes Max S ch i f f m a n n bewährt hat. Im Warenhaus Schiffmann, 2. Bez., Taborstraße 48, kann auch derjenige, denc nicht allzu große Mittel zur Ber« sünu'.'g stehen, seinen Bedarf in Garderobe und Ausstattung decken. Für das leichte Sommerkleid finden die Kunde« reichhaltigste Aktswahl in den bekannten Modestofstn wie Crepe de Chine, Crepe marocain und den anderen leichten Sommcrgewebcn, die für den Aufenthalt auf dem Lande und im Ktrrort in Betracht kommen. Nicht 51t verMen ist auch das Lager in Chiffon »rnd Leinen, fertiger LeibMische ittto allen Modeartikeln vom einfachsten bis zum feinsten Genre. Ueberaus preiswert sind auch die Strumpf- und Wirkwar e n. Ferner hat das Warenhaus Brüder Schiffmann eine mustergültige Kollektion von Teppichen, Vorhängen und Bettdecken nr allen Preislagen, so daß der Besuch dieser Firwr sich für jedermann lohnend gestaltet. Wien, 43. Juni. * Hstkifische m 5fo$ufa. Römische Blätter melden angeblich aus Dalmatien, daß in den Gokvässern von R-agusa zahlreiche Haifische lxlovtichtet werden. Ein über 130 Kilogramm schwerer und 2,76 Meter langer Haifisch sei gefangen wordett. In seinem Magen hätte nrau ein ganzes Lager von Gegenständen gesunden. Haifische sind bekanntlich Feinschmecker für itnvcvdaillichc Gegenstände, daher hat der in Ragusa gefangene auch eine Blechdose mit Zigaretten, eine Scha ch t e l St re ichhölze r und zwei Frauenschuhe zu sich genoenmen. Der Ragusarrer Haifisch ist beileibe rricht zu verrvechseln mit der alfiährlich in den Sauren-Gurken-iZejt auftauchenderr Seeschlangc. Die garrge Struktur der von eirrem Wiener Blatt übcrnonrmenen Meldurrg spricht dafür, baß er ein Pharrtasieprodukt ist, zw dem Zweck ersonnen, Somntcvgäste von den südslawischen Badeorten sernsuhalten. Im Borjaihr-e wurde in derselberr Absicht da8 Märchen von den malariaverstuchlen Adriabadeortcrr aufgetischt. Eine interessierte Reportage ist hier am Werke. Sie ist bereits aus der Vorkriegszeit gut bekannt, wo alljährlich mit der deutlichen Herknnstsnrarkc Schweizer Hotelindustriellcn gemeldet wurde, daß in Venedig rrnd Oberitalien Cholerasälle vorgökonnuen ftren. DaS geschah damals, um den Stronr der englischen Reisenden direkt in die Schlveizer Hotels zulenken. So durchsichtig diese Mache ist, jo nracht sie sich doch immer wieder bezahlt, weil ja schließlich auch mit den inserierten Richtigstellungen der durch die Falschmeldungen betroffenen Kur- und Echolungsorte -ge-- rechnet wirb. * Doktor Unblutig. Seiner MWian bewußt, fahrt er durch die Welt. Diesmal ist er in Wien angelauyt. Er will auf nnbluiige Weise die Menschen dorr ihrenr Uebel bofvöien. Ach schmerzlose Füße sollen sie gestellt sein. Das fchoink mir von bebentenber 'Wichtigkeit. Sind doch die Hühuerangen empfind-- - lichcr als die nrenschlichen Arrgen. Es ist nur z» bedcmern» daß Doktor Urrblntig seine Tätigskeit nur auf die vwchchllchen Fahr, bezieht. Er würde sich noch, ein größeres Verdienst erwerbe«, der Doktor Unblutig, wenn er an die menschlichen Kopse nicht vergessen sollte. „Urrblntig" in der PolitA wäre eut noch davk-^' bareres Programm als ,MLirol" als Benennung einer Revue, wie es in Moskau geschah. Wie vcrkcmtot, soll der Herr im im Kuikirol-Auto wirklich Doktor Unblutig heißen. Allem, was hat es zur Sache? Nicht auf den Namen kommt es a», nur auf die Tat. Da feierte z. B. dieser Tage ein Herr feine» Geburtstag. Es war dies der alle, bewährte Arll-ffeuüt Doktor Groß. Was -hat der Name mit dem Menschen und .feiner Tat zu tun? Dülo Russenblait. * Das Wetter. Gestern war es erdrückend schwül. Die Boraussage lautet: Wechselnd woMg. Netzung GcwMvrbildung, Tenlperaiür wenig verändert. * Prof. Kllmont gestorben. Vorgestern ist hier nach langem Leiden der außerordenllrche Professor für Chemie an der Technischen Hochschule Dr. Isidor Klimont nn Wer von 57 Jahren gestorben. Das Leichenbegängnis findet heute um 12 Uhr mittags auf dem Zeutvalfriedhofe, 3. Dar. statt. * Selma Logerlöf vernndlückt. We das ,-Berliner Tageblatt" aus Stockholm meldet, ist die bÄarürte Schriftstellerin Selura Lagerlöf beim Derlaffeu eines Eisenbahnzuaes so unglücklich gestürzt, daß sie den linken A rm brach. Sre wurde in das Krankenhaus in Karlskrona gebracht. * Erkrankung des Mrmsters Thal«. Ackevbauminister zTHaler wurde am Freitag während einer Enquete plötzlich nmter hohen Fiebererscheinunaen von einem heftrgen Unwohlsein befallen. Der sofort berustme Aiyt stellte eine akute Erkr.ank»«« des Mayen-Darmtraktes fest. Minister Taler befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung. * Promotion. Bovgestern fand im großen Festsaale ber Universität die Promotion des Herrn Max K^iwe. Alten Herrns der jüdisch-akadenvischen Verbindung llmtas. gum Doktor der Staatswiffenschafien statt. * Unfälle. Am Lugeck wurde gestern Äe 68Dhrtze Private .Rosa Epstein Franz-Hochedlinger-Gasse 6. wohnhaft, von einem Radfahrer mederg^toßvn und erheblich verletzt. Die Rettungsgesellschast brachte sie in die Unkallstatüm. * AtvaßenbchnzufMMnens in der Alserswaße. Gestern früh hat sich an der Krauzmvg der Alsersträße und der Spitalgaffe ein Straßenbahngusammenstoß ereignet, bei dom fünf Person«! leicht verletzt Wurden. * Towristemmfall des Bienn»PrSsiden^n M-mrthner. Der Präsident der Vienna. Herr Manchner hat im Hvä)sctzvabrpebict einen schweren Unfall erlitten. Er sttirzte mtt einer nachgebenden Schneewächte zirka 300 Meter lies ab und >bllieb uni gebrochenem Oberarm und fchlveren Kontusionen liegen. Er vermochte sich dennoch zwei Stunden weit bis zur nächsten Hütte sorizuschleppen, wo chm Hil'e zn-eil wurde. * Die TragSdie der Arbeitslosigkeit. Gestern nachts hat sich im Stadtpark ein etwa Löjähriger Mann durch drei Revolverschüsse^schwer verletzt. Er soll Grünberg hertzen und von Beruf Chemiker sein. Die Tat hat er Weyen Arbertslofigkett begangen. * EntsetzUche Verwahrlosung. Anr 11. d. wurde die Sicherheiiswache in Favoriten verständigt, daß sich ans dem Heuboden eines Hauses in der Driefterstraße ein vollkommen verwahttoster Mann befinde, der überdies ein krankes Bein habe. Ein Wachmann sanb dort den 63>jährigen HiffSarbeiter Franz Battmawn in Fetzen gehüllt. Sein krankes Bein, aus dem schon Würmer he.r3borkroch.en, verbreitete einen un-- e r t r ä gl iAeü G» v» ch. Der Mann konnte sich vor Erschöpfung nkcht cttkstecht echalien und wurde von der Rotttm-gsgesellschaft ins Fran-qJoisöf-Spital gebracht. Die Eichungen ergaben, daß Batimann bei seinemSohue Mais Straßn i e i i in Pflege war. Da das kranke Bein den unausstehlichen Geruch verbreitete, wurde Batimann auf den Heuboden geschafft, 'Js ihm keine andere Pflege zuteil ivurde, als daß er s ch w a rz e n Kaffee bekam. Me StrafamtShandtung ist eingeleitet.

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