Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2623 (13.6.1926)
- Date
- 1926-06-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Sani 1926 8. griitaaafl I« redaktionellen TeU enthaltene entgelEche MttieSengen find durch ei« vorangesetztes L gekenuzeichuet. ^MIMMIIIWlM«MMI«IIIIMIMI>MM!IIlIIllIIIWIMMIIWllIIIIIlIIUWIlIUIl^ V»IIEN^EI.I.EN / HflRRPfiRBEN / SCHÖN- I 1 HE1T5PFLECE / PERÜCKEN UND SCHEITELN I ERSTKLASSIG \ 1 UND ZU BÜRGERL. PREISEN BEI I WTEN, I. BUDAPEST BADEN KÄRNTNERSTRASSE 28 VACZI UTCA 19 BEETHOVENGASSE 2 |!» SEHENSWERTES HAARLAGER!! | Am besten sind doch die Ceschka-hüte Vif.« Kaiserstrasse 123 WIEN IX., Alsersirasse Nr. 6 I ÜBERALL ERHÄLTLICH 1 Blaimscheins PFLANZ EN FETTw^ | 100 Prozent Fetts eh alt .m NV2 ->L»2 W lSOiD yvn n Tteön 2NN nm^n nrm) W Erzeugt unter Aufsicht Seiner Ehrwürden Herrn 3 =5 Oberrabbiner J e s a i a F ü r s t (Adas Jisroel) W 1 Fabrik: Wien, XIV. Diefenbachgasse 59 | ^iimüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiimiiiiimiiiiiiiiujimiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiNiiiiiiuniiHiHiil^ Km amerikanischer Völkerbund. Me Bereimsterr Staaten gratulreven Brasilien. (Ggendienst der ..Wiener Morgenzertung"H London, 12. Juni. Einer Meldung der British United Preß Ms Rio de Janeiro zufolge hat in poütffchen Kreisen Brasiliens der gestrige Besuch des amerikanischen Botschafters im Außenministerium größtes Aufsehen erregt. Trotz eines Dementis der awerikanischen Botschaft Men die Blatter daran fest, daß der Besuch keinen anderen Zweck gehabt habe, als dem brasilianischen Außenministerium die GWckvünsche der Vereinigten Staaten anläßlich der Haltung Brasiliens in Genf auszudrückw. Rach einer Washingtoner Meldung der British United Preß solle« die Vereinigten Staaten bereit sein, mit Brasilien und dm übrigen südamavikanischen Staaten in einem amerikanischien Völkerbund znsmnmenzuarbeitm. Im Weißen Hans herrsche keine AbneiMmg gegm dm Völkerbund mck Msident Eooli^ge hohe nicht fcte Absicht, i^en Einfltntz des Genfer Völkerbuudos zu vermindern. Doch seien die amerikanischen Beobachter in Genf der Ansicht, daß ebenso wie die europäische« Angelegenheiten am besten von Europa geregelt werden können, auch die ameriLmischm Angelegercheiten am besten Viru Nord-und SüdameviTa geregelt werden Winten. Eine Zuftamuenmbeit des europäischen und des amerikanische« Völkerbundes wäre deshalb nicht ausgeschlossen. Tumulte im tschechischen Parlament. Ser Kamps um die Agrarzölle. Prag, 12. Juni. Der Vorsitzende eröffuete die um 6 Uhr 15 Mn. früh geschlossene Nachtsitzung um viertel 3 Uhr nachmittags und teilte mit, daß sich unter den eingegangenen dringlichen Interpellationen eine der Abgeordneten Frau Z cm in an den Handelsminister über die Unmöglichkeit des Abschlusses eines Handelsvertrages mit Ungarn befindet sowie eine dringliche Interpellation ldes tschechischen« Sozialdemokraten H a m p { und Genossen wegen der gestrigen tuurultiosen Ereignisse in den Straßen Prags. Ministerpräsident Cemy ergriff sofort das Wort, um eine Erklärung über die gestrigen kommunistischen Demonstrationen abzugeben, die sich mit dem (bereits veröffentlichten) Polizeibericht deckt. Der Ministerpräsident schloß, daß nach den Nachrichten, die er erhielt, bet Waffengebrauch den Vorschriften gemaß erfolgt sei. Er zögere jedoch nicht, zu erklären, daß dieser Umstand 'noch den Gegenstand der vorgeschriebenen strengen Untersuchung bilden iverde. Aus dem Umstand, daß eine,so große Zähl von Wachleuten verletzt wurde, könne mit Bestimmtheit geschlossen werden, daß die Wache, < indem sie das Gesetz und ihr Leben schützte, mit der größten Mäßigung und Selbstverleugnung vorgegangen ist und daher keine Vorwürfe verdient. - Ein kommunistisch-sozialdemokratischer Antrag auf sofortige Eröffnung der Debatte über die Erklärung wurde abgelehnt-und sodann zur Abstimmung. über die, Zollvorlage: 'geschritten. Der Vovsitzende teilte wit^^ß^ dem Gesetzentwurf gestellt wurden. Um die Abstimmung darüber zu vereinfachen, boschließt der Vovsitzende, jeweils einen Beschluß üher die prinzipielle Frage hervorzumfen, um dann im bejahenden Falle die..Regelung mit den von den Berichterstattern empfohlenen Abänderungen anzunchmen. Die Opposition protestiert und ruft: Das ist Me Lmnperei! Ne Tstrkei u«d Rußland. GespMnte BezichnuM? (Eigendienst der ..Wiener Morgenzeitung".) Lorck>on,12. Juni. Nach einer Meldung des ,-Exchange Telegraph" aus Konstantinopel hatte der türkische Außenminister . T e f w i! R u's ch di Bei heute eine zweistündige Besprechung mit dem russischen Botschafter. Aus dem Eommunique, das über die Unterredung veröffentlicht wurde, geht hewor, daß die Beziehungen z wischen her Türkei und Rußland gespannt seien. Bersaffungrändemng in Aegppteu. Paris, 12. Jmri. Nach eurer Meldung aus Kairo hat Zagh ln.il Pascha die Parlamentsmehrhort za einer Tagung einbevusen, - um über eine V e r i äs s u n g s ä n d e r nng Lu verhandeln. Es handelt sich hauptsÄchlich um eine Begrenzung des dem König zustehenden Rechtes, die Kammer anfzulösen, sowie um eine Verminderung der Zahl der Abgeordneten von 240 aus 100 und der Senatoren von 120 aus 60. Auslösmg des syrischen Parlaments. Paris, 12. Juni. Das syrische Parlament ist aufgelöst worden. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß die Auslösung .des syrischen Parlaments aus Verlangen des französischen QberLommissÜTs de Ion Vene l erfolgt sei. Weizmaun in Senf. (Eigeudienst der ..Wiener Morgenzeitung".) Genf, 12. Juni. Infolge des Beschlusses der Mandatskommission, die Palästinafrage erst in der nächsten Woche zu verhandeln, hat Präsident Weizmann seine Abreise nach Berlin verschoben. Er durfte erst am.Dienstag in Berlin eintreffen. Das ist eine aufgelegte Vergewaltigung. Die Kommunisten und die deutschen Sozialdemokraten beginnen, auf die Pulte zu schlagen. Der Vorsitzende erklärt nichtsdestoweniger, daß er, da gegen seinen Vorschlag keine Einwände erhoben werden, sein Vorschlag angenommen ist. Hieras wurde unter ohrenbetäubendem Lärm, Geschrei, Pfeifen und Puvldeckelgepolter über die einzellren Artikel der Zollvorlage abgestiurmt. ° Den größten Lärm verursachten die Kommunisten, denen sich einige deutsche Sozialdemokraten auschlosseu.:Aus kommunistischen Bänken wurden in die Bänke des Bundes der deutschen Landwirte Konvolute mit Drucksorten geschleudert. Die tschechischen Sozialdemokraten und die tschechischen Sozialisten protestierten erregt und stürmisch gegen das Vorgehen des Präsidiums. Die -Abstimmung erfolgt artikelweise, teilweise unter Konstatierung des Stimmenverhältnisses und ergab 151 bis 156 pw und 111 bis 118 Stimmen kontra. Sodann wurde im abgekürzter: Verfahren der Entwurf auch in z w e i t e r L e s u n g a u g e n o m m e n. Während der Abstimmung ergriff die kommunistische Abgeordnete Frau Ko larik " Me lm^e Stauge M lief dainit gegen den Abgeordneten Stauek, wurde aber aufgehalten. Ein Par lam e ntsb e^di eustet er nahm ihr die Stange weg. Nachdem sich der Lärm, der bisher ununterbrochen angedauert hat, etwas gelegt hatte, erstattete Abg. Ma.li k sein Referat über Gesetz zur, Regelung des Gchakts- und Dienstverhältnisses, der Staatsangestellten. Die Verhandlung wurde sodann abgebrochen und nach einer kurzen Debatte, die sich infolge des Protestes der tschechischen Sozialdemokraten und der tschechischen Sozialisten gegen die Feststellung der Tagesordnung für die nächste am 15, d. stattfmdende Sitzung entsponnen hatte, geMossen, Kabkuettsumdildung dl llagam. Mtdapest, 12. Juni. „Magyarorszag" berichtet an leiten» der Stelle von der bevorstehenden Umbildung des Kabinetts Bcchlen. Nach Ablauf der.Sanierungsperiode am 30. Juni sei ' das Programm der Regierung Bethlen erschöpft. In politischen Kreisen halte man es für sicher, daß gleichzeitig mit dem Rücktritt des Finanzministers B u d, dessen Demission eine beschlossene Sache sei, a u ch a n d e r e M i n i st e r, so vor allem Innenminister Rakovszky und Justizministr^ P e st Hy, aus dem Kabinett ausscheiden werden, PUsudrki unbeschröntter Besehlrhaber der Armee. Warschau, 11. Juni, Marschall Pilsudski verlangte vor Uebernahnre des Portefeuilles für Heereswesen im zweiten Kabinett Bartel Garantien für die Reaktivierung und Durchführung seines Dekrets vom 7. Jänner 1921 über die „Organisation der obersten militärischen Behörden", die seinerzeit außer Kraft gesetzt worden war. Der Marschall verlangt unbedingte „individuelle" Macht über das Militär. Er wM nur gegenüber dem PräsÄenten dor RepMik als oberster Befchlshaber und gegenüber dem Sejm im Sinne -der Verfassung verantwortlich sein. Eine Verantwortlichkeit gegenüber denr Senat will Pilsudski nicht anerkennen. Den: Ministerpräsidenten Bartel übergab Marschall Pilsudski ein Demissionsgefuch, das aktuell wird, wenn der Miulsterpräsident es für notwendig erachtet. Diese Bedingungen wurden im Mnisterrat angenommen. . Selbstmord Tscheidfer. Paris, 12. Juni. (Havas.) Der seinerzoitige 'Präsiden der verfassm:ggebe:rden Nationalversammlung von Georgien, Tscheid s e, der am 7. d. in . einem Anfalle von schwerer Neurasthenie Selbstmord begehen wollte, und sich schwer verletzt hat, ist gestorben. In Men. Me. MMaren etc. im Warenhaus r II„ Taborstrasse 48 Telephon 47-1-79 En gros Di detail jjL VMBM 234853485390535353234823534853485300234853485323484853535348235323