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Wiener Morgenzeitung · 1925-08-18 · Heft 2331 (18.8.1925) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2331 (18.8.1925)
Date
1925-08-18
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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fWSLWBS' Deratttomaifsche Belichhmg*me*$cr JUSTOPHOT dca Photographen vor Fehlbakhtneg Llcfatniewc kn § Sdumdea ( Brittenti Negative / ErttfHHch in >Nen PbotogeaehUtea ewMliiuag and Prospekte ha fktMum Bnndllr, Wien« L ftoientnrmttraaie M «S Werk« die Erkenntnis der großen Gefahr, welche der Goldenwucher bringt, Schritt HM mit der Edermwis, daß durch Opfer für de» Kere« Asfemech die Gefahr rasch und leicht beseitigt werden kann; wen» die so überaus notwendige Steigerung der RatwucHlmdSerngänge durch entsprechende Mahnahme« der zimttstifche» Leitung und durch eine zielbewußte, gleichzeitig m allm Ländern einsetzende Arbeit der AnMrung und Propaganda aus die angegebene Höhe errett wiÄ; wenn durch eure sofortige Kraftanstrengung dem Direktorium d«S Jüdischen Natwnalfondes solche Mittel zur Verfügung gestellt werden, wie sie zu großzügigen Landkäufen erforderÄch sind, dann wird Erez Israel von dem Mpdxuck der Bodenspekulation befreit, es könnte schon in den «ochsten Monate« eine Erleichterung eintreten und in absohibar« Zeit jade Möglichkeit schädlichen Bodenwuchers beseitigt sein. Es ist zu hoffen, daß die Delegierte» des 14. ZSonistenkongresses diese NottveiMgkeit erkennen und durch geeignete Beschlüße die Hebung der NattonaHondsemgänge bewirken. Die Beseitigung des Bodenwuchers in Erez Israel wäre eine segensreiche Tat, und das Mittel dieses wichtige Adel zn erreichen, heißt: Hebung der NationaLsondSsMgMge auf eine MMon Pfund DMA Aufbaufragen. Bon Bau Frieslaud. Das MitMed der ZiouÄWchen Exekutive in Greg Israel äußerte stch rn enrem Gespräche über Fragen des Anfbaäes. Das wichtigste Problem, welches die jüdische Qeffentlichkeit beschäftigen mutz und das die Leiter des Kolo-- nrsatiouAwerLeS vor die schwierigsten Situationen stellt, lautet: Ausbau mit absolut uuzurerchenden Mitteln. Die Situation m seiner ganzen Tragweite zn ersaßen, heißt aber nicht nur die Hoffnungen auf die entsprechende, van uns allen gewünschte rasche Erweiterung des KolorüsationSwerkes nach Maßgabe der verfügbaren Geldmittel herai^uschrauben, solange nicht ein entsprechen« des Budget zur Verfügung steht, sondern auch — und diese Seite der Frage müßä den Zionisten und PaMmafrounden in aller Welt besonders nahogehen — weiterhin von unseren Pionieren große persönliche Opfer zu fordern. Ihre harte, entbehrungsreiche Farmerexistenz -wird insollmge fortdauern müsse«, Ätz die Leistungen für *ven Keren Hajeffod und Keren Kajeweth nicht reichlicher Maßen. Auch' i» reiche« Kownisativ-nsgobieten, wie Kanada und Austvakien, müsse« die IKoilonisten, welche den Boden urbar machen, unter großen Entbchrungen leben.. Wie erst in ' einem armen, auSgesogenen Lande, wie etft in den Smnpfgebieten 'und Steinwüsten Erez Israels, wo unsere Chaluzim beginnen wußten. Als man di« Kolonisation im Gmek i» Angriff nahm, rechnete man mit einem Budget von einer Million Pfund im Jahre und das SiedlungAwerk wurde auch auf dieser Basis angelegt. Leider mußte das Budget so eingerichtet werden, daß man mit den Durchschnittsjachresemgängen von 400.000 Pfund sein Auslangen faüd. Man kann ermessen, daß die Fortschritte der Kolonien unter solcher Einschränkung wahrend der letzten Jahre sehr gelitten haben, und daß auch die Lebenshaltung der Pioniere durch solche Budgetemschvankungen sehr ungünstig beeinflußt wird. Gleichwohl wird die Leitung dem 14. Ziomstenkongreß große Fortschritte der Kolonisation im letzten Jahre melden können. Wir legten besonderen Wert darauf, die innere Entwicklung der Kolonien zu fördern und die Ordnung, die Konsolidierung der einzelnen Farmen ist im letzten Jahre außerordentlich fortgeschritten. Eine Reche wichtiger vorbereitender Arbeiten, die für die Entwicklung der Landwirtschaft notwendig sind, wurden abgefchlosien. So haben wir zum Beispiel einen wissenschaftlichen Rapport über die WasserverhAtniffe in der ganzen Ebene Jesreel eingeholt. Der Ban betonierter Stallungen und fester Häuser in den Siedlungen des Gmek steht bevor. Aus gesundheitlichen und wirtschaftlichen Rücksichten worden die Bauerndörfer nach Tunlichkeit auf die Hügeln verlegt werden. Gegenwärtig sind die Verträge zwischen der Zionistischen Exekutive und den einzelnen KwuzoH in Ausarbeitung. Er gibt Wohl Differenzen über einzelne Vertragspunkte, aber ich glaube sagen zu können, daß beide BertvagsWe zu voller Uebereinstiurmung gelangen werden. * aetftme Mitteilungen aus dem Pudiüum. flCr* WIEN, XII. CI t V3 A. G. FABRIKSGASSE 4 BIS 8 ssBssssassassssasaros Telephon 82.3-48 Türen und fenster aus holz GESCHÄFTSPORT ALE UND EINRICH¬ TUNGEN FÜR ALLE BRANCHEN ------- INNENDEKORATIONEN ---------- KOMPLETTE WOHNUNGSEINRICHTUNGEN ENTWÜRFE U. 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Die Zionistische Exekutive wird daher dem Kongreß die Annahme eines erhöhten Budgets Vorschlägen und die Verantwortung dafür tragen müssen, wie diesem Budgetvoranschlage gemäß die einzelnen Posten befriedigt werden und wie den Bedürfnissen Palästinas Rechnung getragen wird. Aber nur ein Teil der zionistischen Oeffeutlichkeit und vielleicht nicht einmal alle Delegierte des Kongresses sind sich dessen bewußt, daß es der Keren Hajeffod ist, der die Geldmittel zur Deckung dieses Budgets sammeln und beistellen muß. Jeder Redner, der eine Erhöhung des landwirtschaftlichen Budgets und die Gründung neuer Siedlungen verlangt, verlangt damit eine Erhöhung der Einkünfte des Keren Hajeffod und müßte als ersten Schritt zur Verwirklichung seiner Vorschläge einen Appell an das Judentum richten, dem Keren Hajeffod seine Steuer zu entrichten. Wenn diejenigen, denen die Pflege der hebräischen Sprache und Kultur in Palästina am Herzen liegt, fordern, daß das Schulbudget erhöht werde, dann ist es ihre Pflicht, den erziebenden Gedanken des Ma'asers in immer weitere Kreise zu tragen. Eine Verstärkung der Darlehen an die infolge der jüngsten Einwanderung aufblühenden Unternehmungen in Handel und Gewerbe ist nicht nur eine Frage der zionistischen KolorrisatwnspoMk, sondern ist in erster Reihe eine Frage, wie die Einnahmen des Keren Hajeffod verdoppelt werden können. Wird aber der berechtigte Wunsch laut, unter den tausenden Einwanderern, die jetzt monatlich nach PalMna kommen, möglichst viele Chaluzim zu sehen, die als ländliche und städtische Arbeiter das jüdische Heimland von seinen Fundamenten aus aufbauen sollen, so ist die Erfüllung des Wunsches nur dann möglich, wSkku der Keren Hajeffod der Zionistischen Exekutive Geldmittel zur Verfügung stellen kann, die nicht nur für die Reise der Einwanderer und ihre Ausnahme im Lande, sondern auch für ihre zweckentsprechende Hachschava in der Diaspora ausreichen. Es ist notwendig, daß diese organische Verbindung zwischen Palästina-Budget und Keren Hajeffod in das Bewußtsein eines jeden Zionisten so eindringt, daß es unnötig wird, diese grundlegenden Wahrheiten und Tatbestände zu wiederholen. Jeder Delegierte des Kongrsffes, der zu irgend einem Punkte des Budgets seine Meinung äußert und seine Wünsche vorbringt, muß wiffan, daß jeder Wunsch nach Vergrößerung des Budgets eine Verpflichtung seinerseits darstellt, an der Aufbringung dieses Budgets durch den Keren Hajeffod mitzuarbeiten. Das Jahr 5685 war in der Geschichte der Kolonisation Palästinas durch die Tatsache ausgezeichnet, &a§ es frei war von den Ae-ngsten n«d Krisen, die sonst unsere Arbeit infolge eines steten Mangels der notwendigsten Mittel begleitet und gefährdet Hecken. Der 'Keren Hajeffod war imstande, infolge des Ausbaues seiner Organisation und der Intensivierung seiner Propaganda, das volle vom Aktionskomitee der Zionistischen Organisation festgesetzte Budget nicht nur zu decken, sondern auch in einzelnen Fällen, wo die mit unerwarteter Stärke eingewetene Einwanderung den Rahmen des .festgesetzten Budgets notwendigerweise sprengen mußte, Zuschüße über das Budget hinaus zur Verfügung zu stellen. Diese Tatsache hat während des letzten Jahres eine Stimmung der Zuversicht und der Arbeitsfreudigkeit in Palästina zur Folge gehabt, die ihrerseits auch auf allen Gebieten der Privatinitiative und der neuen Einwanderung sich fühlbar gemacht hm. Hätte der Keren Hajeffod nicht das volle Budget zu decken vermocht, so hätte dies sowohl auf die Zahl der bemittelten Einwanderer, wie auch auf die industrielle Enttvicklnng des Landes in hemmender Weise, rückgewirkt. Aber das vorjährige Budget war verhältnismäßig gering. Es war ausgestellt auf Grund der Erfahrungen des Jahres 5684, d. h. einer Einwanderung von 500 bis 600 Menschen monatlich. Nun kommen dreitausend im Monate an. Jedes Gebiet der palästinensischen Aufbautatigkeit, und das heißt, jedes Gebiet, für das der Keren Hajeffod zu sorgen hat, Einwanderung und Schulwesen, Landwirtschaft und Industrie, öffentliche Arbeiten und Gesundheitspflege, erfordern ein proportionell gesteigertes Budget. Es gibt aber kein gesteigertes Budget, ohne daß der Keren Hajeffod proportionell gesteigerte Einnahmen erzielt. Das müssen sich alle Delegierten des zionistischen Kongresses in ihren Reden und Anträgen und ebenso alle Zionisten außeichalb des Kongreffes vor Augen halten. Was wir hier für das Gesamtbudget ausgeführt haben, wollen wir nun im einzelnen für jeden BudgetpBstPi feststellen, damit es sich ein für allemal ernpräge, daß jede neue Schulklasse und jeder neue Pflug, die Aufnahme jedes neuen Einwanderers und das Darlehen an jeden Kleingewerbetreibenden, der sich im Lande niederläßt, abhängig ist von den Ziffern in den monatlichen Ausweisen des Keren Hajeffod über seine Eingänge. II. DaS vom zionistischen Kongreß angenommene Budget, soweit es von der Palästina-Exekutive verwaltet wird, enthält nicht alle Ausgaben, die der Keren Hajeffod für konsttmktive Uufbauzwecke in Palästina gemacht hat.

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