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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-05 · Heft 2615 (5.6.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2615 (5.6.1926)
Date
1926-06-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 Men, ZamZtag " „Es werden oft, Herr Professor, in bezug auf die Habima Vergleiche mit Stanislawski und T a i r o f f herangezogen." „Tairoff kenne ich leider nicht bis auf ein wunderschönes Buch von ihm. Stanislawski, den ich für den höchsten Künstler auf diesem Gebiete halte, vertritt den Standpunkt, daß das wirklich Menschliche der Kern bleiben muß. Aus diesem wird das Theater geschaffen. Die Elemente seiner Richtung sind heute überall anfgenommen, es sind dies Dinge, die in der Zeit liegen und überall auftauchcn. Ein Bergleich der Habima mit Stanislawski bedeutet dann einen Hinweis auf die große Kunst der Habima. Aber ich glaube, daß die Habima am stärksten dadurch wirkt, daß sie aus dem Nationalen heraus, aus dem Wesen der hebräischen Sprache schafft. Das bildet die Eigenart der Habima." ' Die letzten Worte sprach er auf dem Wege von seiner Loge zu deu Künstlern der Habistia. Unter dem starken Eindruck der Aufführung von „Jaakobs Traum" begab er sich zusammen mit dem Dichter des Werkes und Artur Schnitzler auf die Bühne, um die Künstler zu beglückwünschen. Das ihnen gespendet Lob und die Anerkennung machte auf alle einen starken Eindruck Tulo N u s s e n b l a t t. Die vorletzte Premiere der Habima. Im Carl-Theater gelangt durch das Moskauer hebrä:sche Theater Habima heute Samstag, halb 8 Uhr abends, „D er e w i g e I u d e" von D. P i n s k i zum erstenmal, zur Aufführung Matinee zu khren der Habima. Sonntag den 6. d. um 11 Uhr vormittags findet in den Olympiasälen eine Matinee zu Ehren des hebräischen Theaters Habima statt. Die Habima nimmt aktiven Anteil an derselben. Karten sind zu haben: Buchhandlung Löwit, 1. Bez., Rotenturmstraße 22, Hechaluz, 1. Bez., Bauernmarkt 24, und tn der Kaste. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen. */,8 Uhr abends. „Der Traum, e i n L e b e it" (Abonnement III. Gruppe). A k a d e m r e l h e a r e r. Morgen. V-8 Uhr abends. „Die Well, indermanli ch langweilt". B o l k 8 o p e r. Morgen. 7a8 Uhr abends. „Die S ch ü tz e n l i e l e l." Deutsches Volk8tbeater Heute tritt Elisabeth B e r g n e r in der Erstaufführung des Lustspieles „M r s. Cheneys Ende" von Frederick L o n 8 d a l e. I o b a n n-S iranß-Theater. Mittwoch den 9. d. gelangt ..A d i e u M i m i!", Operette von Alexander Engel und Julie-ne Horst, Texte und Mirsik von Ralph Benatzky, zur Erstaufführung. _ Gerichtssaal. Doppelt gutgeschriebene Milliarden der guckerftelle. Lie Böhmische Unionbank gegen den österreichischen Bundes- * schätz. Beim Zivillandesgericht ist ein Prozeß anhängig, den die Böhmische Unionbank gegen den österreichischen Bundesschatz auf Bezahlung einer Million Tschechenkroncn samt Zinsen, zurückgreifend auf fünf Jahre, angestrengt hat. Die österreichische Zuckerstelle, deren Rechtsnachfolger der österreichische Bundesschatz wurde, kaufte ijit Jahre 1920 zwecks Beschaffung von Zucker viele Mistionen Tschechenkronen gegen österreichische Kronen. Die damaligen Schwierigkeiten in der Devisenbeschaffung hatten.zur Folge, daß diese Ankäufe von tschechischer Valuta bei verschiedenen Stellen, darunter auch bei der Kommandite der Böhmischen Unionbank, der Firma Rosenfeld u. C o. in Wien, getätigt wurden. Im Herbst 1922 liquidierte die Zuckerstelle und fand bei dieser Gelegenheit, daß ihre Kassen einen unaufgeklärtem Ueberfchuß von einer Million tschechisch en Kronen auftviesen. Sie fragte bei den Bankinstituten, mit denen sie in Verbindung gestanden war, darunter auch bei der Böhmischen Unionbank an, ob sie eine Aufklärung bezüglich dieses Betrages, zu geben in der Lage wären. Aber erst geraume Zeit nach dieser Anfrage stellte die Unionbank fest, daß einer ihrer Beamten infolge der damaligen Hochkonjunktur in Devisengeschäften den fraglichen Betrag der Zuckerstelle zweimal g u t g e s ch r i e b e n hatte. Da die außergerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen ihr und dem Bundesschatz kein Ergebnis zeitigten, überreichte sie schließlich eine Klage wegen ungerechtfertigter Bereicherung gegen den Bundesschatz und begehrte den doppelt gutgeschriebenen Betrag samt Zinsen zurück. . Der Senat beschloß, alle weiteren Beweise abzulehnen und das Verfahren als geschlossen zu erklären. Das Urteil wird in schriftlichem Wege erfolgen. Ein Sechsnndachtzigjahtiger wegen Bigamie verurteilt. Aus Budapest wird berichtet: Der 86jährige Privatier Brandeis war wegen Vergehens der Bigamie angeklagt: Brandeis hat sich vor fünf Jahren von seiner ersten Gattin scheiden lasten, heiratete aber'bald darauf wieder. Vor einigen Monaten verließ er leine zweite Frau. In einem Gasthaus wurde ihm der Vorschlag gemacht, die in Polen zuständige Esther Israel, ein Mädchen von 22 Jahren, zu heiraten, da fie durch diese Ehe die ungarische Staatsbürgerschaft erlangen und der Gefahr der Abschiebung nicht nrehr länger ausgesetzt wäre. Brandeis erklärte sich gegen den Betrag von zwei Millionen Kronen und einige Kleidungsstücke zur Eheschließung bereit. Als oie zweite Gattin des Brandeis von der dritten Ehe des Alten hörte, forderte sie ihn zur Zahlung eines „Schmerzensgeldes" in der Höhe von zehn Millionen Kronen aus, für das sie sich zum Schweigen verpflichtete. Brandeis hatte aber die Zweimillionenmitgift seiner neuen Frau schon vertrunken unb konnte nichts zahlen. Die Sache kam vors Gericht, Brandeis wurde wegen Bigamie schuldig gesprochen und zu acht Monaten Kerkers verurteilt, was er mit Fassuitg entgegeunahm. Wiener Moksenziütunft_ Volkswirt. Die Vrüimer Maschinen anerkennen nicht Me Demission Rotier,. Ter Präsident mutz sich verantworten. Prag. 4. Juni. (Tel.-Komp.) In der heutigen Ber« waltungsrerslitzung der Brilnner Maschinenfabrik brachte der Vorsitzende zweite Vizepräsident Petr, wie ein Communique mitteilt, den ihm vom Präsidenten Rotter zugegangenen Brief zur Kenntnis, in welchem dieser mit Rücksicht auf die zwischen ihm und der Pariser Verwaltung seiner Bank entstandenen Differenzen aus Anlaß der Verhandlungen wegen der amerikanischen Obligationsschuld seine Demission als Präsident der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften gibt. Die Verwaltung der Brünner Maschinenfabrik konnte sich nicht entschließen, die Demission anznnehmen, und beschloß, Rotter anfzufordern, das Präsidium bis zur nächsten Generalversammlung beiznbehalten, der zukünftigen Verwaltungsratssitzung beiznwohnen und der in zwei bis drei Monaten stattfindenden Verwaltnngsratssitzung wieder zu präsidieren. Weiters nahm der Verwaltnngsrat zur Kenntnis, daß der neue Generaldirektor Hoedl die Oberleitung des Unternehmens Mitte nächsten Monats übernehmen wird. Zu den Verhandlungen mit dem Bankhause LiSman erfährt das „Prager Tagblatt", daß in der letzten Zeit wiederholt neue Vorschläge gemacht wurden, daß sich aber immer wieder unüberbrückbare Schwierigkeiten zeigten, so daß man die Hoffnung auf ein positives Ergebnis der Besprechungen aufgegeben hat. Neuerliche AbfchwSchung der Fnmkendettfen. Rückgang des Leu. Die schon am Vortage eingetretene Abschwächung der Frankendevisen fand gestern ihre Fortsetzung. Die Rückgänge sind auf den ungünstigen Ausweis der Banque de France, die einen gesteigerten Notenumlauf von 1,6 Milliarden aufweist, zurückzufi'chren. Auf allen internationalen Plätzen waren die Abschwächungen gleichmäßig. Trotz der Intervention gingen beide Frankendevisen zurück. Die Devise Paris senkte sich in Zürich von 16,61 auf 16,20. Die ihr nahestehende belgische Währung war nicht so stark rückgängig. Sie senkte sich von 16,25 auf 16,10. — Die Jnterventionskäuse wurden durchwegs mit fremden Devisen getätigt. In Paris war es vor allem die Leuwährung, die stärker ausgeboten wurde und von dortaus einen Kurssturz von fast 10 Prozent verzeichnete. Die Devise Bukarest senkte sich im Wiener Usancenhandel gegen Zürich von 2,23 auf 2,03. — Flau hielt sich auch die Devise Mailand, die von 19,80 auf 19,65 fiel. Fester lag Warschau. In Wien erhöhte sie sich von 64,05 auf 68,76. — Die Kursänderungen der übrigen Devisen waren minimal Bor der Zinsfnßherabsetznng in England. Die Rückwirkungen auf Deutschland und Oesterreich. Aus London, 5. d., wird telegraphiert: „Manchester Guardian" meldet in seinem wirtschaftlichen Teil, daß die Londoner Börse angesichts der Schwäche des Anleihemarktes und der Sätze für tägliches Geld neuerdings die Hoffmtng hege, , daß die Bankrate demnächst herabgesetzt werden wird. Das Blatt schreibt, die allgemeine Meinung gehe dahin, daß vor der Wiederaufnahme der Arbeit in den Kohlengruben keine derartige Maßnahme getroffen werden wird. Sollte eine solche Ermäßigung tatsächlich in England vorgenommen werden, würde dies zweifellos nicht ohne Rückwirkung ans die deritsche und österreichische Bankrate bleiben. Schon in der Vorwoche wurden in der Berliner Presse Ansichten der maßgebenden Finanzkreise publiziert, daß die Herabsetzung der deutschen Diskontrate in nächster Zeit bevorstehe. Die Oesterreichische Nationalbank richtet sich in dieser Hinsicht vollkommen nach den Entschlüssen Deutschlands und Englands. Der Status der Oesterreichischen Nationalbank hat sich weiterhin so günstig entwickelt, daß eine Herabsetzung des Zinsfußes nicht außerhalb der Grenze der Möglichkeit liegt. , Der Verlauf der französifch-ruMcheu Schuldenverhandlungen. Rußland soll jährlich 40 bis 60 Millionen Goldfranken bezahlen. Paris, 4. Juni. (Wolfs.) Der Sowjetbotschafter R ak o w L k i wird sich in den nächsten Tagen in Begleitung einiger Mitglieder der russischen Delegation für die französischrussischen Schuldenverhandlungen nach Moskau begeben. Ueber den Stand der französisch-russischen Schuldenverhandluugen selbst wird in einer offiziösen Auslassung über Rakowskis Reise ausgeführt, daß alle bis jetzt getroffenen Abmachungen mit jenen Staaten, die französischen Staatsangehörigen Geld schulden, die Zahlllng von Jahresleistungen vorsehen, die sich auf 30 bis 40 Prozent der Borkriegs- Goldschulden belaufen. Die Stellungnahme der französischen Delegation bei der Behandlung der Frage der Schulden der Nachfolgestaaten Rußlands werde nicht sehr von der anderen Staaten gegenüber eingenommenen Haltung abweichen. Gestern hat eine Sitzung der französisch-russischen 5k o m m i s s i o n stattgefunden. Die Russen sollen eine Jahreszahlung von 40 Millionen Goldfranken während 62 Jahren angeboten haben, wogegen die Franzosen eine Annuität von 60 Millionen fordern, wovon 45 Millionen den Inhabern russischer Werte reserviert werden, während die restlichen 15 Millionen als Garantie für die Rußland gct ge* , "hreuden Handelskredite zu gelten hätte». 5. $mf 1926 Nr. 2618 -..■ .-...——. -_,__ Kn optimistisches Finamerpose des Italienische Finanzmiaifters. Minister Volpi gegen den Lirepeffimismns. (Eigendienst der ..Wiener Morgenzeitnng".) Rom, 3. Junß Der Finanzminifter hielt in der Kammer ein Expose über die Lage der italienischen Finanzen, die allein Anscheine nach in erster Linie den Zeweck verfolgt, das Ansehen der Lira z» heben. Er teilte mit, daß der Budgetüberschuß 668 Millionen gegen ein Bndgetdefizit von 226 Millionen Ende April des Vorjahres betrage. Diese Zahl wird bezweifelt, zumal da der Rückgang der Lira in der letzten Zeit eher die Ausgaben erhöht haben dürfte, womit auch wahrscheinlich in erster Reihe die Erhöhung der Einnahmen um 2345 Millionen gegenüber dem Vorjahre zusammenhängt. Durch Herabsetzung des Zinssatzes der öffentlichen Schatzscheine von 6 auf 6 Prozent ist eine Verminderung der schwebenden Schulden herbei geführt worden. Volpi betonte, daß der Banknotenumlauf für Rechnung des Staates 6867 Millionen, d. i. um 209 Millionen weniger als Ende März betragen habe. Der gesamte Notenumlauf beläuft sich auf 17.898 Millionen Lire, also um 253 Millionen mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres. Zum Schlüsse gab der Finanzminister der Hoffnung Ausdruck, daß der Fremdenverkehr und die von den Auswanderern in die Heimat gesandten Gelder die Entwicklung der Handelsmarine und die Placierung ausländischer Kapitalien in Italien das Defizit lückenlos zu decken imstande seien. Ae Rattonalanleihe für Pawstina. Eine Diskussion i« der Palestine Economic Society.. Die Entwicklung der letzten Zeit hat in Palästina die Erörterung der Anleihefrage akut gemacht. Im Zusammenhang mit dem bekannten Plan Dr. Ruppins fand innerhalb der Palestine Economic Society ein Diskussionsabend über das Anleiheproblem statt, bei dem Heinrich Margulies seine Anleiheidee zur Diskussiou stellte. Er schätzt die Ansiedlungskosten pro Familie aus 1200 Pfund (gemäß Vorschlägen Ruppins), deren Ausbringung in vier Teile zu teilen ist: den ersten Teil von 200 Pfund zur Sanierung und Vorbereitung des Bodens solle die Regierung geben, den zweiten Teil von 500 Pfund zum Bodenerwerb stellt der Anleihefonds, den dritten Teil von 300 Pfund werden die zionistischen Fonds auf zweite Hypochek hingeben und den Rest von 200 Pfund haben die Siedler selbst aufzubringen. Nach diesem Plan sei es möglich, jedes Jahr 900 Familien, d. h. in zehn Jahren 9000, anzusiedeln. Die Ausgaben verteilen sich zusammengefaßt folgendermaßen: auf die Regierung 180.000 Pfund pro Jahr, vom Anleihefonds auf erste Hypothek 450.000 Pfund, vom Keren Hajeffod auf zweite Hypothek pro Jahr 270.000 Pfund, d. h. für zehn Jahre je der zehnfache Betrag. Für die Beschaffung des Geldes muffen die zionistischen Banken auf dem Londoner Markte eine Anleihe aufnehmen, deren Zinsgarantie die Regierung übernehmen würde; die Zionistische Organisation müßte ihrerseits das Recht haben, der palästinensischen Regierung diese Gelder nun als Anleihe für Siedlnngszwecke zur Verfügung zu stellen. Die Aufbringung der Zinsen sei durch die Einnahmen der Regierung aus jüdischen Steuergeldern, Ersparung von Ausgaben für jüdische Schulen sichergestellt. Ueber diesen Vorschlag entspann sich eine lebhafte Diskussion der Herren Dr. Ruppin, Holpern und Letz ontin, wobei der letztere insbesondere die miigeteilten Zahlen scharf kritisierte und vor allem die Möglichkeit leugnete, auf dem Londoner Markt derzeit eine derartige Anleihe zu placieren. Was die Regierung angeht, so hat sie nach der Balfour-Deklaration erwartet, daß die Juden ihrerseits nach dem Empfang dieses guten Geschenkes auf methodische Weise und nicht auf dem Wege der Spendensammlung ihre Mittel für die Ansiedlung herbeischaffen. Wenn wir der Regierung eine derartige Anleihe Vorschlägen würden, würde sie mindestens Nachweise verlangen, . daß auf Grund der bisherigen Siedlungsversuche regelmäßige Rückzahlungen stattgefunden und möglich waren. Was die Sicherheit der von zionistischen Fonds zu leistenden Zahlungen betrifft, so sei deren Status allgemein bekannt. Der gutgemeinte Plan sei daher illusoristh. („Mifchar Wetaaffiha".) e zeytral-ßmopRsche Änderbar»!. Aus Paris wird telegraphiert: Die am 3. d. äbgeha?» tone Generalversammlung der Zentral-Europäischen Länderbank hat die Dividende pro 1925 mit 7,22 Prozent für die Prioritätsaktien und 6 Prozent für die Stammaktien festgesetzt. Dieselbe gelangt ab 4.' d. nach Abzug der französischen Steuern mit 4,54 franz. Franken netto für die Jnhaberpvioritätsaktien und 4,— srauz. Franken netto für die Jnhaberstammaktion zur Auszahlimg. Ausgleichstagsatzung Bing «. Co. Gestern fand bei dem hiesigen Handelsgericht die Ausgleichstagsatzung der Modetvarenfivma Samuel S. Bi n g u. C o. statt. Nach dem Bericht des Ausgleichsvevwalters hat die im Jahve 1840 gegründete Firma sich mit dem Großhandel von Kurz- und Modewaren besaßt. Nach dom Umsturz muhte die Firma, um ihren Absatzmarkt nicht zu verringern, in Prag eine Filiale gründen. Doch war dieses Geschäft hoch passiv. Infolge des schlechten Geschäftsganges wurden bei der Kreditgewährung nicht dieselben Vorsichtsmaßregeln ergriffen wie früher.. Es ergaben sich damr riesige Verluste in Polen und im Orient. Den Passiven von 2,4 Millionen Schilling stehen Aktiven in der Höhe vor: 1,6 Millionen Schilling gegenüber. Der Ausgleichsvevwalter hofft, daß bei vorsichtiger Realisierung der außenstehenden Bestände durch die Firma eive Quote von 64,1 Prozent gkgchlt werden

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