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Wiener Morgenzeitung · 1926-06-04 · Heft 2614 (4.6.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2614 (4.6.1926)
Date
1926-06-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nach dem Reuterschen Bureau hat die britische Regierung au die Ägyptische Regierung eine Note gerichtet, worin sie mitteilt, daß sie - sich die Stellungnahme zu dem Urteil wegen der Ermordung des Sir-, dar vorbohält, es jedoch vorläufig nicht als Beweis.der Unschuld, der vier Angeklagten hinnimmt. Ferper behält sich die bchAchB" SkDetring' b..sLl.e F r euch e i 1 pbr>:alle..pon.ihr fürl nüÄendlg gehalteM-Schtittt!'zur' Gewährleistung der Sicherheit der Fremden in Aegypten zu unternehmen. Entsendung von Kriegsschiffen. Malta, 3. Juni. Das britische Schlachtschiff „Resolution" erhielt den Befehl, nach Aegypten au s zulaufe n. Mehrere, andere Kriegs sch i ff e sollen sich zur Ausfahrt bereithalten. Znghlul lenkt ein. Kairo, 3. Juni. Bei einem von den zaghlulistischen Abgeordneten Zäghlul Pascha zu Ehren veranstalteten Frühstück brachte das hervorragende Mitglied der Zaghlul-Partel, Achmed Bei Rami, den Gesundheitszustand Zaghlul Paschas zur Sprache und regte an, Zaghlul Pascha möge zugunsten Adly Paschas, des Führers, der Liberalen, ans den Posten des Ministerpräsidenten verzichten und Führer der Nation außerhalb der Regierung bleiben. Daraufhin erklärte Zaghlul Pascha, er werde dem Wunsch der Anwesenden entsprechen und seinen Platz Ad ly Pascha abtreten. Infolgedessen wird die Lage als gebessert betrachtet. ' . : Die Jrakdrlegierten in Arrgorn Konstantiuopel, 3. Juni. (Reuter.) Die Delogierten des Irak sinv in Angora eingetrosien, wo der Mossulverrrag heute unterzeichllet werden wird. , - - Lord Planier» Gesandftettszuftanv. Jerusalem, 1. Juni. (I. T. A.) Der Gesundheitszustand ves Oborkomnüssärs für Palästina, s Feldmarschall Lord P l.unt er, hat sich in den letzten Tagen verschlechtert. Das aus Anlaß des Geburtstages des englischen Königs für den 3. d. arrangierte Staatsdiner mußte infolgedessen verschoben werden. < Dar Haifa« TechailmaechSIt dea Rang einer Hochschale. Jerusalem, 1. Jum. (I. T, A.) Der Direktorenrat des' ..|opr Technikums beschloß, daß das Haifaer Technikum mit Beginn des nächsten Untexvrchlsjahres eine Ausgestal- 1 u n g erfahren soll, die die Anstoilt in den Rang einer t e chn i s ch e n Hochschu l e erhebt. BekatlntUch wurde das Technikum zunächst mit dom Ziel begründet, Palästina mit qualifizierten Handwerkern, Äerkführern, Banleitew nsw. M versehen, da in PaWma ein fühlbarer Mangel an solchen qualifizierten Arbeitern war. Es hat sich jetzt die Notlvendigkeit herausgestellt. noch höherqualifizierte Kräfte, wie Architekten, Ingenieure, Chemiker «sw., anszubilden. Die technische Hochschule in Haifa wird in der Lage sein, ihren Absolventen Hächschuldiplome aus-«- folgen. Berfaffungsrevifion in Pole«. Die Sidesleiftang des PriWenten. Warschau, 2. Juni. (Poln. Tel.-Ag.) Sejmmarfchall Rataj erhält fortgesetzt Depeschen, in denen eine Rcform der Verfassung und die Auflösung des Parlaments gefordert wird. Man nimmt an, daß es die erste Aufgabe der Regierung sein werde, an eine Revision der Verfassung zu schreiten. Nach der morgen mittags im Landtügspalais stattfindenden Eidesleistung des Präsidenten M o s c i c k i wird Ministerpräsident Bartel seine Demission geben. Man vermutet, daß Bartel mit der Bildung des neuen Mimstevinms betraut werde« wird, das den größeren Teil der Mitglieder der gegenwärtigen Regierung umfassen wird. Marschall Pilsudski wird offenbar Kriegsminister bleiben. D« Aasaahmszastand in P«f?a aufgehoben. Warschau, 2. Juni. (Poln. Tel.-Ag.) Gestern ist in Posen der im Zusamnlenhang mit den jüngsten Wirren in Polen am 16. Mai verkündete Ausnahmszustand aufgeh oben worden. Die PrSfiveatenwahl in der polnischen Presse. Warschau, 3. Juni. (Poln. Tel.-Ag.) Die Presse des ganzen Landes begrüßt mit größter Befriedigung und Freude den neuen Präs i d e n t e n der Republik und sieht in dessen Wahl eine Bürgschaft für eine besser^ Zukunft. Das jüdische Organ „Haint" sagt, daß die Weigerung Pilsudskis, die Präsidentschaft zu übernehmen, die Krönung seines heroischen patriotischen Wirkens gewesen sei und daß er auf diese Weise eine guteLehre allen jenen gegeben habe, die glaubten, daß er ein Feind des Parlamentarismus und der Demokratie sei. Pilsudski ist als Führer der moralischen Revolution unendlich größer als er als.Diktatot gewesen wäre. Die Augen , der gesamten Bevölkerung werden darum nicht weniger stets auf ihn gerichtet sein. Pilsüdski. wird immer ein lebendes Beispiel der Bescheidenheit, der ' Ehrenhaftigkeit und der SelMosigkeit hlekben. Die oppositionelle' Presse von Warschau bespricht die Wahl mit Ruhe und betont ausnahms-; los den gesetzlichen Charakter der Wähl sowie die hohen Eigenschaften des Gewählten und stellt fest, niemand könne seinen Charakter als Staatschef bestreiten. Die Posen er Presse bezeigt (eine große Beruhigung der Geister. Sämtliche Blätter stellen 'Len. gesetzlichen Charakter der Wahl fesy betonen die große Rechtlichkeit sowie geistige und moralische Höhe des treuen Präsidenten, seine Unparteilichkeit und seinen arbeitsreichen Lebenslauf. . Ndchikffe' dw-Wglischea zioMeu. London, 3. Juni. (I. T. A.) Wie schon berichtet^ hat in Leeds eine Konferenz''der englischen zionistüschen Föderation stattgesunden. Herr Paul Goodman erstattete den Bericht über die politische Lage und sagte unter anderem: Das Mandat bleibt die fundamentale Basis nicht allein für die zionistischen Ansprüche in. Palästina, sondern auch - fiir die Position der Mandatürmacht im allgemeinen. Unter Hinweis auf das von Sa m uel und Churchill vorbereitete White Paper führte Mr. Goodtnan aus, daß es von der Entwicklung unserer Arbeit und der Kraft unserer Mittel abhängt, wie weit die Rechte und Privilegien der Juden, die im Mandat garantiert sind, verwirklicht werden. Es sei schließlich daran er- ' innert, daß der'Völkerbund, der allein über das Schicksal Palästinas zu bestinunen hat, in Großbritannien die Autorität sieht, die Palästina nach seinen Richtlinien zu verwalten hat. Eine peinliche Angelegenheit ist es, die lokale Administration immer wieder darauf himveijsen zu müssen, daß n i ch t a l l e ihre B eamten die funda mentale Basi^s, auf welcher die Administration Palästinas eigentlich ruht, begreifen. ' Herr Goodman setzte sich mit den Thesen der Zionisten- Revisionisten auseinander und meinte, daß die Revisionisten sich von den anderen Zionisten nur i n d c m T » n unterscheiden, in welchem sie ihre Forderungen Vorbringen. Er glaube nicht, daß die Mändatärmacht die'politischen Thesen' der Revisionisten anerkennen werde, auch erscheint die For-- demng nacheiner jüdischen Legion für den Schutz des Jüdiischen Nationalheims wenig realisierbar, zugegeben muß aber werden, daß die Forderung der Räoisionisten nach einer raschen Lösung des Landproblems in Palästlna begründet ist. In der Praxis ist Artikel 6 des Mandats, der eine dichte Ansiedlung von Juden auf' dem Fußballresultate von seftern. Wien. ' A-nt<a t e il r e-G l o v an 2 r 1 (3 j 0). Ravi d-F. A. C. 2 r 0 (0 : v). A d m i r a-S p o r t k l n b 3 i 0 (2; 0). Araz. . Si m m e r i« g-S t u r m 3 r 2 (1 r 1). Prag. D. F. C. - W i e n e r A t h l e t i k. S p o r t k l n b ö r S (1 r i). , Bratislava. \ B A. K. (Wien) - M a k k a b äa - L i g e t i t o m b. . ... Lande einschließlich Staatsboden und Brachland verlangt, in der Praxis e i n t o -t e r B u ch st a b e geblieben. , Es enffpann sich eine lebhafte politiische. Debatte, in die auch Dr. Eder eingrU, der aüHühvte, es sei nicht.wahr, daß die Exekutive das PostulatMrMird Staatsländereien für jMsche Siedlung vernachlässigt^^häbe. . Wenn bis jetzt kein Land gegeben wurde, so sei dies , n X ch t die Schuld der Exekutive., ' Schließlich wurde «üs Ergebnis -er politischen Debatte >me Resolution angenommen, in der die Mitteilung Dr. Weizwauns, daß die britische Regierung „ihre Verpflichtungen im Geiste des Mandats trieq» erfüllen will", mit Genugtuung zur Kenntnis genommen und die ernste Erwartung ausgesprochen wurde, daß der britische O b e r k o m m i s s ä r für Palästina so bäK als nur möglich die notwendtzen Schritte untern^win wird, um dem Verlangen der Jewish Agency nach ErMmig des Artikel 6 des Mandats bezüglich der dichten Anfiedhmg von Juden auf Staats- und Brachland sowie mich angemessener Unterstützung des jüdischen Schulwesens i« Palästina zu entsprechen. Die Konferenz ersucht ferner, daß vom Oberkommissär gefordert wird, die jüdische Gemeindeordnuna einzuführen und dem Waad Leumi Äs dem erwählten Nationalrat der palästinensischen Inden gesetzliche Anerkennung zu verleihen. Die Konfvvenz fordert, daß dem jüdischen voll in Palästina im Interesse der Sicherung seiner Existenz und seines moralischen Prestiges Gelegenheit gegeben wird, an dem Schutz des Jüdischen Nationathestns teihnnchmen. Die Konferenz mißbilligt scharf die gegen die Einigung dsr palästinensischen Jndenheit gerichteten Aktionen der Agudas Jisroel. Die Wahlen eMben das folgende Resultat: Dr. W e i z- M a n n wurde zum E h r e n p r ä s i d e n t e li, . chü Alfred Mond und Rev. I. K. Goldbloom zu Ehrenvizepräsi- Lenten gewählt. Es folgte dann die Wiederwahl von.Philipp GuedaNa'züm Präsidenten und Paul Goodman, Morris My e r. Dr. Da i ch e s, Gr ee nb e'r'g, B o r- .ton und Philips zu Vizepräsidenten. Es wrttde noch ein '• Beschluß angenommen, in welchem gegen ' die Zionistenwwfolgungen in Sowjetmßlaud protestiert und der Botschafter Sowjetrußlands in London gebeten wird, dieise Resolution dem Kommissär für auswärtige Akigelegenheiten in Moskau zu übermitteln. Es wuche endlich beschlossen, im laufenden Jahre mindestens 15.0QsQ Gchkolim - müerLubxingen.

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