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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-30 · Heft 2609 (30.5.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2609 (30.5.1926)
Date
1926-05-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Jahrgang Zs» redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitiiellungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. CESCHKA «ÄS Mad<e clcs eleganten Herrn IRL, Kaiserstrasse 123 IX., Alserstrasse 6 üeborall erhältlich^ ARNOU»' . DAMEN u. HERB^HSTÖFFErl.ßcujL4uruncLrid, 21^ v^.Fl^dimorkt ETAILVEflKAUFzuENGROJPBEISEN Sie werden gesund 'Plilttftt^SeMWetten auch in den schwersten Fällen, sowie Frostbeulen, Gewächs- und Schwielenbildung werden unter Garantie in der seit - 30 Zähren mit denmodernstenHilfsmitteln eingerichteten ortüöpädiichenMeß- und Schuhanstalt Andreas Reich. VI., Mariahilferstr.aße Nr. 103,behoben. Dieser Spezialist arbeitet für ge'UNdeFiiße nicht. Sofort keine X-^O-Beine durch uusere Original unsichtbar, trag« Ellcc _ Qna-vialiet baren fleischfarbigen Wadenausg'elcti rllSS “ dpCZIalISu Bei Fussbeschwerden aller Art kostenlose Untersuchung nach atnerik. 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Unter anderem wird behauptet, daß von der Volkspartei P i a st zumindestens 10 Mitglieder und von der nationalen Arbeiterpartei 3 Mitglieder und sogar von der.nationaldemokratischen und christlichdemokratischen Partei einige Mitglieder sich für die Wahl Pilsudskis erklären werden. Ein heutiges Abendblatt verzeichnet ein Gerücht, wonach die christlichnationale, die christlichdemokratische und die nationale Arbeiterpartei bereit wären, den von den Nationaldemokraten lancierten Kandidaten zum Präsidenten der Republik, den ehemaligen Polnischen Botschaften Graf Moritz Zamojf k i, zu unterstützen. Andere Versionen gehen dahin, daß auch der Senatsmarschall Trompezy nski und Paderewski von der Rechten als Kandidaten aufgestellt werden sollen. In der sozialdemokratischen - Partei wurde der Plan erwogen, am Tage der Nationalversammlung zur Unterstützung des Kandidaten der Linken einen Generalstreik zu proklamieren. Die Führer der sozialdemokratischen Partei wurdendarauf aufmerffam gemacht, daß die Re- - gierung im Falle eines GeMKlM^ikeK-hen Sejmmarschall R ata j beauftragen' tombe, ' [ '' ' ' J\1 *' Wc Natronalve^amWlWS z« vertagen und nach einer anderen Stadt zu verlegen. Der Regie»« rungskommiffär für die Stadt Warschau General Skadkowski erklärte in einer Pressekonferenz, daß zwecks Sicherung der ruhigen Beratung der Nationalversammlung weitgehende Vorsichtsmaßregeln getroffen wurden. Das Sejmgeb Lude wird wahrscheinlich am Tage der Nationalversammlung isoliert werden. Korfanips Spekulationen. Warschau, 29. Mai. Ueber die Gründe des Vorgehens der Regierung gegen Korfanty wird hier das folgende bekannt: Die Kontrolle, die vom 3. bis zum . 18. Oktober 1925 in der Schlesischen Bank durchgeführt wurde, hat festgestellt, däß der Abg. Korfanty als Präsident dieses Instituts und als Vertreter der Regierung Kredit e der Bank P o l s k i sowohl für sich als auch für die Unternehmungen, an denen er beteiligt war, in Anspruch nahm. Die Gesamtsunrme der Kredite übersteigt eine Million Zloty. Schon der damalige Ministerpräsident und Finanzminister Grab skr hatte den Abgeordneten Korfanty aufgefordert, seine Stelle als Präsident uH Mitglied des Verwaltungsrates der Schlesischen Bank Niederzulegen. Im ^Dezember 1925 erklärte Korsanth dem Vertreter der Regierung, dem Präsidenten der Wirtschaftlichen Landesbank, daß er sein Amt binnen zwei Monaten niederlegen wird. Nach einigen Tagen /war er sogar bereit, ans seine Präsidentenstelle sofort zu verzichten. Dieses Persprechen hat er aber bis heute nicht, gehalten. Die Regierung Bartel hat daher am 26. d. beschlossen, Korfanty zur Demission zu zwÜWN. PaMma vor der Mandatskommission. Die Delegation des Jüdischen Nationnlrates Mgereist. Jerusalem, 28. Mai. Die zu Anfang dieses Monats vom Jüdischen Nationalrat (Waad Leumi) gewählte Delegation ist heute nach Genf abgereist. ° Die Abordnung, welche das Memorandum der jüdischen Bevölkerung zu vertreten hat, besteht aus den Herren Diesengof f, dem gewesenen Bürgermeister der jüdischen. Stadt Tel-Awkw, dem Oberrabbiner von Tel- Awiw, Usiel, und dem Arbeiterführer Dr. Arlosoroff. Das Memorandum besteht aus zwei Teilen. Im ersten Abschnitt wird eine allgemeine Darstellung der Lage in Palästina gegeben, wahrend der zweite Teil die Vorschläge in bezug auf die Verstärkung der jüdischen Kolonisation entwickelt. Insbesondere wird die ausreichende Erteilung von Staatsländereien für die einwandernden Kolonisten und die Subventionierung des jüdischen Schulwesens gefordert. _ Der AnMllhMWfmnd in Sngland verliinsett. . London, 29. AAai. (Router.) Der wegen des K o h l e nstreiks am 30. April für einen Monat verfügte Ansnahmszustaud wurde verlängert. Brafillen lenkt ei«. Genf, 29. Mai. Der brasilianische Delegierte beim Völkerbund, Montorroyos, hat dem deutschen Botschafter Hoesch eineu Besuch abgestattet. Er teilte mit, daß Brasilien den Einspruch gegen die Einräumung eines permanenten Ratssitzes.an Deutschland zurückziehe. Die Amnestie kommt. In Ungarn. Budapest, 29. Mai. Wie „Magyarorszag" von zuständiger Seite erfahren will, plantdie Regierung zum 2 9. August, dem 4W. Jahrestag der Schlacht bei M o h a c s, eine allgemeine Amnestie zu erlaffen. Die Amnestie soll sich auf alle Verbrecher beziehen, die zu Zuchthausstrafen von nicht mehr als fünf Jahren verurteilt sind und die ihre Straftat nicht aus gemeiner Habgier begangen haben. Sollte das Urteil gegen die Franken falscher bis zum 29. August Me Instanzen durchlaufen und Rechtskraft erlangt haben, so ist es, den Informationen des „Magyarorszag" zufolge, nicht ausgeschlossen, daß W i ndischgratz, Radossy und Genossen am 29. August amnestiert werde. (Am 29. August 1526 unterlag die. ungarische Armee bei Mohaes gegen die Türken. Ludwigs d e r Z w e i t e, der letzte König von Ungarn, ertrank mb - der Flucht im Esele-Vach. Die RA.) Waffen kür die tschechischen FarMe»? Große Diebstähle in der Jungbunzlauer Kaserne. Prag, 29. Mai. (Tel.-Komp.) In der Jungbunzlauer Schloßkaserne wurde eine große Menge Militärpistolen und Gewehre mit scharfer Murrttiou von einem Soldaten aus dem Waffenmagazin geraubt. Es ist'mlausgeklärt, was der Soldat , mit den Waffen beginne« will und wie eine so große Menge beiseite geschasst werden konnte, ohne daß es die Wachposten bemerkt hätten. Im Zusammenhang mit diesem Waffen- und Mrnitionsdiebstähl verbreitete sich heute in der Stadt.das/Alarmgerücht, daß die entwendeten Waffen zur Ansrüstung der s a s z i sti s chon Organrsationen verwendet werden sollen- ■ b wm in ffnropa. Aus Warschau rvnd uns gemeldet: Heu»« pW kr Warschau aus seiner Rückre'Sse von einer Exkursion nach Westasrikla von Paris konMvenid der üestamNe pMWhe SchMsteller Osseindowsri M UPaschworen etc. am Warenhaus II., Taborstrasse 48 Telephon 47-149 En gm En detail

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