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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-23 · Heft 2603 (23.5.1926) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2603 (23.5.1926)
Date
1926-05-23
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite iß Men, Sonntag Wiener Moraenzeituna 23. Mai 1926 Nr. 2603 Der Saatenstand in den UeberseelLndern. Die privaten Oerichte aus den Vereinigten Staaten lauten unverändert recht günstig, besonders nach den letzten Regenfällen. — Ueber die Bestellung in K a n a d a liegen abschließende Meldungen noch nicht vor, der Pool hält aber mit seinem Angebot alter Ware dauernd stark zurück und fordert zurzeit noch immer mehr als alle anderen in Betracht kommenden Wettbewerber. Ob sich das mit dem völligen Aufgehen der Osthäfen ändern wird, bleibt abzuwarten, kritisch würde die Lage jedenfalls erst mit dem Herannahen der Ernte in der Union werden, da Kanada bis dahin in den besseren Sorten den Mackt so ziemlich beherrscht, — Die Meldungen aus den anderen Ueberseestaaten lauten ebenfalls meist recht günstig, i die letzte Ernteschätzung für Mais rechnet mit einem Mehrertrag von rund 50 Prozent gegenüber dem letzten Jahre und mit einem verfügbaren Ausfuhrüberschuß von rund 6,25 Millionen Tonnen. — In der letzten Zeit sind aus Rußland wieder kleinere Posten abgeladen worden, ohne daß sich aber erkennen ließe, ob das Land wirklich in der Lage sein wird, im laufenden Erntejahr noch irgendwie belangreichere Mengen Bbzngeben. Aufhebung des TabakeZwrtzolles in Palästina. Jerusalem, 9. Mai. (I. T. A.) ,Fffftzial Grzetta" veröffentlicht eine Verordnung, wonach die Ausfuhrzölle auf Tabak aufgchoben sind. Materialien, die für Schulen, Uyle und Krankenhäuser bestimmt Mb, such zollfrei. Wiener Produktenbörse. Feste Tendenz. Mit Rücksicht aus die Feiertagsunterbrechuna wies die heutige Produktenbörse einen sehr schwachen Besuch auf. Die Marktlage ist ziemlich fest, insbesondere in Altweizen, da da§ Ausgebot gering ist und ziemlich viel Ware in dre Tschechoslowakei geht. Mit Rücksicht auf die teure Ware aus Ungarn kommen jetzt hauptsächlich rumänische Banatsorten in Betracht. Es liegen auch bereits Offerten von Bukowinaer Weizen vor, der auch nach Deutschland gesucht wird. Mais wurde anfangs der Woche ziemlich stark von Rotterdamer und Hamburger Firmen an den Wiener Export zurückverkauft, doch schernt in den letzten Tagen der Woche ein kleiner Umschwung eingetreien zu fern, so daß wieder Ware für Uebersee gesucht wird. Neuweizen liegt ruhig, weil man nicht weiß, ob und in welcher Höhe ein Zoll in der Tschechoslowakei eingeführt wird. Mais liegt in Wien ziemlich unverändert. Hafer ist in prompter Ware gesucht, für spätere Termine mrt Rücksicht auf die angeblich ziemlich großen Quantitäten schwimmender rumänischer Ware vernachlässigt. Gerste in prompten Sorten wenig offeriert, weshalb der Konsum bei Bedarf volle Preise, zahlen muß. Auch Futtergerste ist mit Rücksicht auf den geringen Einlauf aus Polen fester. Doppelgrifsiges Weizenmehl ist sehr gesucht, aber nur in disponibler Ware. Es uotierten Siegelt Inländischer 43 — vis 43.50, Uuaarischer Theiß 79/80 Kilogramm 47.— bis 49.— Ungarischer 44.50 bis 47.—. Jugoslawischer 76 Kilogramm 44.— bis 45.— Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —.— bis —. Roggen Inländischer Marchfelder 27.25 bis 27.75, Pester Boden 26.75 bis 27.—. Gerste: Brauware inländische 30.— bis 33.50 böhmische mährische —.— bis —. M a t s: Ingoslawischer 21.— bis 22.—. Cinquantin neu 30.— bis 33. — H a'f e r: Inländischer 29 — bis 30.—. R e i s Italienischer 79.— bis 82.—. Burma 64.— bis 66.—. Mahlprodukte Grieß inländischer 82.— bis 83.— Weizenmehl 0 inländisches 81. — bis b2.—. Kochmehl 2 inländisches 69.— bis 72.— Brotmehl inländisches 44.— bis 48.—. Züricher Devisenkurse vom 22. Mai. (12 Uhr.) Berlin 123.05 * 425.05Holland 207.80 208.—,, New-Hör 516.75 ''517.—), London 25.13V* (2b.WTlsJ. Baris 16.95 (15.777a) Mailand 19.90 20.377,). Brüssel 1710 15.76), Kosenhagen 135.70 (135.75; Stockholm 138.37 138.40), Oslo 111.75 112.-- Madrid 75 10 74.40/ Buenos Aires 207 50 207.50« Prag 15.317. 05.31), Budovell 0.007220 (0.007220), Bukarest 1.937* 1.91), Belgrad 9 liys (9.11V,/ Svfia 3.74 (3.75;, Warschau —Wien 73.- '73.—) üt tfio Schillina. Sportnachrichten. Fußball. Me heutigen Spiele. Rundspiel auf der Hohen Warte. Sonntag. R a p i d—S P o r t k l u b (halb 4 Uhr. Meisterschaft). Amateure—Vienna (halb 0 Uhr, Meisterschaft). Montag. A m a t e u r e—R a p i id (halb 4 Uhr. HerausfovderungMnel). S p o r 1 k l u b—V r e n n a (halb 6 Uhr, Meisterschaft). Ad m i r a—Si m mer i n « (5 Uhr. W. A. C.-Platz, Meisterschaft). Doppelspiel in Simmering am Sonntag. Admira—Hertha (halb 4 Uhr, Meisterschaft). Simmering—Wacker (halb 6 Uhr, Meisterschaft), Die gestrigen Wettspiele abgesagt. Die für gestern anberaumten Wettspiele der ersten Profiliga konnten, da die Spielplätze wegen des seit mehreren Tagen andauernden Regens unbenützbar geworden waren, nicht abgehalten we.rden und wurden auf heute verschoben. Heute nachmittags werden auf dem Simmeringer Platz zwei erstklassige Meisterschaftswettkämpfe stattfinden: um halb 4 Uhr tritt die Admira gegen Hertha an und um halb 6 Uhr spielen die Simmeringer gegen Wacker. Der Prager Hagibor hat wieder einen eigenen Sportplatz. Die Fußballsektion Hagtbors hat nach bievjchrvger Pause wieder einen eigenen Platz. Im Ausmaße von 105 mal 66 Meter stellt er die beste Anlage sur leichtathletischen Sport in Prag dar, •ciitc Aschenbahn mit erhöhten Kurven, 5 bis 7 Meter breit und zirka 400 Meter lang; für den Lawn-tennts-SPort wurden fie'beit erstklassige Tennisplätze und ein Klubhaus mit Garderoben und Duschen errichtet. Ein gwßes, modern eingerichtetes, allgemeines Klubheim ist Projektiert. Das Publikum wird bei der voraussichtlich im Juni stattfindenden feierlichen Eröffnung Gelegenheit höben, sich von den Vorzügen des Platzes zu überzeugen. Die Fußballers ßagibors werden von dem bekannten mehrfachen Jnternationen Prokop trainiert. Die Fußballsektion des Hagibor tritt damit in eine neue EntwicklungAphase. _ . Die Moravska Slavia hat nunmehr auch das dritte Sviel in Sarajevo verlEn. Die Mannschaft unterlag gegen das dortige Stadteteam Mit 5:2 Toren. Derby County besiegte in Kopenhagen nach einem schweren Spiel die dänische Auswahlmannschaft mit 1:0 Toren. Das Resultat war bereits in der ersten Spielhälfte erreicht. Dem SpiÄe wohnten 18.000 Zuschauer bei. Der rührige I. S. V. Mattabi unternimmt zu Pfingsten eine kleine Ä>ur und wird heute mit der ersten und der akademischen Mannschaft Awei-l Spiele in Hohenau gegen den dortigen Sportklub ausftagen. Die Reise wirb um 6 Uhr 55 Min. früh vom Nordbahnhaf angetreten. Die BahndirÄtion fft dem Makkabi in liebenswürdiger Weise entgegengekommen und,hat einen eigenen Waggon zur Verfügung gestellt. Morgen früh begibt sich die I B-Mannschafft die auch morgen in Hohenau spielt, nach Dürnkrut, wo Makkabi ebenfalls mit der ersten und der akademischen Mannschaft zwei Propcvgandaspiele austvagen wird. An der Reise dürften zirka 80 Mitglieder teAnchmen. Die Jungmannschaft Makkabis spielt heute vor dem Spiele Hakoah—Salzburger S. C. gegen die Jungmannschaft der Hakoah. van der sie zu einem Revanchespiel herausgöfordert wurde. Das letzte Spiel endete 1:1. Ebenso wie die erste tv-urde auch die zweite Junamannschaft herausgefovdert. Das Spiel findet aus dem Hakoay-Platz um halb 11 Uhr vormittags statt. Der zweiten Jungmannschaft Makkabis gelang es bereits zweimal, die zweite Jungmanuschaft der Hakoah mit 2:1 und' 4:3 Toren zu besiegen. Copyright 1926 Nachdruck verboten oy Joseph Opatovsky, New York (25 Fortsetzung) Roman eines Pferdediebes. Von I. Opatosch«. Und sie sah sich bald nach der Hochzeitszeremouie auf einem großen. Sessel sitzen, die langen Zöpfe gelöst; und die Rebezin schor sie ab. Rachel griff nach ihren Ader langen Zöpfen, betrachtete sie lange und büßte sie dann, als nehme sie für immer von ihnen Abschi^). Plötzlich tauchte die alte Kremdel vor ihr <mf, die die Sabbatftlchen und die Scholetkugeln buk, Rachel war einmal am Freitag nachmittags zu ihr gekomnden: da stand die alte Kreindel hinter einer spanischen Wand, seifte einer jungen Frau mit einem dicken Pinsel den Kopf ew, nahm ein Rasiermesser und rasierte sie; die junge Frau sah dann aus wie eine gebadete Katze. Wieder fühlte Rachel den Haß gegen alle diese Leute, fagat gegen ihren Vater. Sie alle schienen sich verschworen zu haben, um sie ins Unglück zu bringen; keiner verstand sie, keiner wollte sie verstchen . . . Rachel vergaß, daß sie auf Sanwel böse war, war überzeugt, er würde sie retten, sie vom DMhimmel weg entführen, und beschloß, sie müsse ihn sofort sehen. Sie stürmte davon und eilte zu Schlojmes Haus. Die Fenster waren hell. Ohne zu überlegen, was sie sagen sollte, mn ihren Besuch zu motivieren, trat sie ein: Skozel kommt!*) Welch ein Gast!" rief Tirza aus und wischte eilfertig einen Sessel mit einem Tuch ab. Rachel errötete vor Verlegenheit und zwinkerte Mit den Augen, als wollte sie sich an etwas erinnern: „Ich danke, Tirza! Macht Euch doch keine Mühe! Ich Km nur gekommen, um Euch zu bitten, Ihr möget die Möhren abhblen lassen!" ,Welche Mohren?" ,Hhr wißt das nicht? Merkwürdig!" erwiderte Rachel und wurde blutrot, „Euer Sanwel hat doch vorige Woche *) Eine nur von Frauen angewendete Grußformel, ein Pud*) Möhren für die Pferde bestellt und jetzt holt er sie nicht ab. Es regnet rchne Unterlaß, da werden sie noch ganz verfaulen..." „Hat er sie bezahlt?" ,-Delbstvefftändlich!" ,^Jhr könnt mir's glauben, Rachel, der Junge wird mich noch um den letzten Heller bringen! Da habt Jhr's, er kaust Mähren und sagt kein Wort davon! Ter Junge ist schon beinahe eine Woche fort, auf dem Jahrmarkt in Lowitsch; rein ein Prophet müßte man sein, um zu wissen, daß er Möhren gekauft hat. Schönen Dank, liebe Rachel, daß Ihr gekomrnen seid. Morgen, so Gott will, schicke ich bestimmt meinen Alten darum. Was ich noch fügen wollte . . . ja!" Tirza war im Schwung. „Ihr habt uns wirklich vor aller Welt beschämt, Rachel, weil Ar nicht beim Essen geblieben seid; mein Sanwel hat Euch überall herum gesucht . . .!" Rache! sah Tirza an und es kam ihr m den Sinn: „Die alte, zahnlose Tirza weiß alles und lächelt; sie weiß genau, daß Sanwel niemals Möhren gekauft hat, und weiß genau, daß, ich mit dieser Ausrede hergekommen bin, well ich Sehnsucht habe nach ihrem Santvel 20. Als Sanwel am Abend desselben Tages von seiner Reift zurückkehrte, erfuhr er gleich von der bevorstehenden Verlobung Rachels mit Bamch. Eine seltsame Unruhe ergriff ihn. Es Btt ihn nicht daheim; hastig machte er sich auf den Weg zu Grabul. Ein starker Wind erhob sich, der (chivere Staubwolken emswrwirbelte und heulend durch die Gassen fegte, Sanwel beschleunigte seine Schritte. Plötzlich blieb er stehen. Nußen und Rachel kamen ihm entgegen. Der Sturm heulte immer stärker, hob ein loses Stück Blech von einem Dach, riß Nußen den Filzhut vom Kopf und wirbelte ihn rasend schnell durch die Gasse. .Der alte Mann und seine Tochter Neben stehen, sahen ratlos dem Hut nach und begannen chm dann nachzujagen. Etwa 40 KstogramU» LMtathleM. Glossen zum ES. A. «^.-Meeting. Am 15. und 10. d. Veranstaltete der W. A. C. ans seinem Platze ein Jugend- und Mittelschülermeetnlg, bei welchem sich die bewährte Hakoah-Jugend ausgezeichnet schlug nnd mehrere bemerkenswerte Leistungen hervorbrachte, obwohl sie an den gastgebenden Verein nicht heranreichen konnte und int VereinSmehrkampf sich mit 31,6 Punkten als Zweite hinter W. A. C. (47,5 Punkte) placierte. Im Weitsprung mit Anlauf siegte Schlächter mit 6,64 Meter. Man würde seinem Körper eine so gute Leistung nicht zumulen und muß daher in ihm em angeborenes Talent anerkennen; wenn er fleißig Sprintübungen macht, um sich einen schnelleren Anlauf und wuchtigeren Absprung anzueignen, ist ihm die Semsmetergrenze sicher. Spielmann lief hervorragend seine 1600 Meter und gewann überlegen mit 4:36,4, einer, auch absolut genommen, sehr guten Zeit. Im Kugelstoßen wurde Hirsch! Erster mrt 11,67 Meter. Er verdankt seine Erfolge lediglich seiner unverbrauchten Naturkraft, wogegen seinem Körper jede gymnastische Vorbildung sichtlich abgeht, was mn so bedauerlicher ist, als er durch ferne Veranlagung bestimmt berufen wäre, ein glänzender Wurfathlet zu werden. Laszczower wurde im Hochsprung mit 1,62 Meter Dritter; er ist aber schon auch 1,60 Meter gesprungen. Seine ideale körperliche Eignung wird ihn bei intensivem Training zu einem unserer besten Athleten machen, wenn er, wie wir wünschen, nach erfolgreich bestandener Reifeprüfung seine Anlagen für den Korpersport ausbildet. Anr angenehmsten hat wohl Deutscher überrascht, welcher über 100 Meter in 11,7 Sek. als Zweiter einlref, die tüchtigen Gegner vom W. A. C., Frisch und Rinner, hinter sich lassend. Sein- Loslösen vom Start laßt noch einiges zu wünschen übrig, besonders das allzuhohe Heben des Gesäßes nach dem Kommando „Fertig" ist em Fehler, den er ver künftigen Starts unbedingt vermeiden mutz. Das Meeting dev Berliner Bar-Kochva. Teilnahme von Hakoahnern. Wie 'berichtet, veranstaltet die Bar-Kochba in Berlin aus Anlaß der Eröffnung des eigenen Sportplatzes heute ein leichtathletisches Meetmig, zu dem auch die Wiener Hakoah eingeladen wurde. Die Hakoah hat die Einladung angenommen, kann aber keine komplette Mannschaft entsenden, weshalb sie in dem vorgeschlagenen KlNbwedtkampf wenig Chancen hat. Es wird bloß eine 4mal 100Meter-Staffel, bestehend aus Bürge r, Hübsch, O st e r s e tz e r und Horn starten, ferner Blody, welcher das 3000-Meter-Rennen bestreiten wird. Bürger und Ostersetzer werden außerdem zuni 100-Meter-Laus antrÄen. wogegen sich Hübsch am Weitspruug mit Anlauf beteiligen wird. Die Rolle der Hakocchner ist daher eine sehr bescheidene, es ist jedoch zu hoffen, daß die Achteten in den Konkurrenzen, an denen sie tellnchmen, ehrenvoll abschneüden werden. _ Brrchnen gegen Rnrmi. Der bdfamk österreichische Langstreckenläufer Bruhnen stärket heute in Berlin gegen den, sin-, nischen Weltrekordler Nuvmi über 3 und 5 Kilometer. Boxen. Der Boxer: als Kasseneinbrecher. . Der tschechaiffoLoaKschr. Schwergewichtsmeister im Boxen, Frank Rosse,. mit seinem bürgerlichen Namen Franz Rnzicka, der noch irn Boviahre in Elberfeld gegen Samson Körner angetrebenftst, wurde von dem Prager^ Strafgericht wegen Kasseneinbruches zu ach: Monaten/schweren Kerkers verurteilt. Frank Rosse war auch. Präsident der - tschechoslowakischen Boverunion. Es wurde ihm nachgewrchen. daß, er an einem Einbruch in den Kassenräumim der Versicherungsgesellschast Viktoria in Prag, wo ihm zirka 60.000 tschech. K., und an einem Einbruch in dem Steuercunt in Chrubim,. wo ihm eine halbe Million tschech. K. in die Hände fielen, beeiligt war. Dem BerurteMn wurde wegen feiner Malariaevkrantinng ein dreimonatiger Strasausschüb bewilligt. , Carpentier trug in Neio-Aork,gegon Ho f s m a u n einen Zehnvundeaboxkampf aus. der unentschieden endete. Mit einem Satz faßte Sanwel den Hut und reichte ihn chrerbiaiig dem Alten. /^Vielen Dank für die Bemühung, Santvel! Was für -in Sturm!" sagte der Me, während er den Hut aufsetzte. Sanwel, der die erschreckte Rachel anstarrte, wollte etwas erwidern; doch er brachte nichts als ein dümmlich-verlegerres Lachen hervor. Als Nußen urrd Rachel ein gutes Stück entfernt waren, lief ihnen Sanwel verwirrt nach: „Schneller, Reb Nußen, nur schnell nach Hause!... Es fängt gleich an zu gießen!" platzte er los und wurde rot. „Gott gebe es!" antwortete Nußen. „Die Kartoffel brauchen Regen wie wir einen Bissen Brot!" Sanwel bemerkte, daß Rachel lächelte, mrd es ivurde Hm leichter zumute. Langsam ging er beiden nach. Ein Blitz erleuchtete die Gasse. In der Ferne barsten riesige Felseir; die Trmnmer rollten immer näher und schlugerr krachend in der Höhe aneinander, daß es wie ein Wirbel von hundert Pauken klang. Jäh prasselte ein gewaltiger Regen nieder; es goß wie aus Scheffeln. Sanwel stellte sich unter das Haus gegenüber dem Nutzens. Bei Nußen war es hell. Sanwel - fuhr nervös zusantmen: In der Tür von Nußens Haus stand Rachel. Er ging rasch auf sie zu. Als Rachel Sanwel erblickte, schrack sie zusammen mvd verschwand rasch im Hause. Nach einer Wellie frmt sie wieder. Beide standen einige Minuten schtveigend einander gegenüber und sahen einander ernst an. Sanwel senkte, die Augen und begann: „Rachel, ich muß dich schen! Ich habe mit dir zu rede». Sei morgen um acht Uhr im Gemüseftld! Wirst du kommen?" ,Lich werde kommen!" antwortete Rachel «nd verschwand ohne Gruß im finsteren Hausflur. (Fortsetzung folgt.)

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