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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-17 · Heft 2597 (17.5.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2597 (17.5.1926)
Date
1926-05-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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MMF Di««. Montag lkmek-Fragen. Wn Dt. Fch Wwe^tet«, Jerufalem. »Ni fttft Jernftittm!oj„.»*t, Dettut bei Aflck das «Luek, bm gttgttit zusammenhängenden Besitz jüdischen Boden«» bm wir heute in Palästina haben, das Gebiet, über dar am meisten gestritten, geschrieben und gesprochen wird. Nur der wirb zu einem Urteil über da» Emek, und das heißt, zu einem Urteil über unsere Leistung in den letzte» Jahren, gelangen, der nicht nur die Gegenwart sieht, sondern stets der Entwicklung eingedenk ist, die zu dieser Gegenwart geführt hat. Gewiß, wer das schmutzige Araberdorf Sera« dicht neben unserem En Charod steht, empfindet den ungeheuren Fsrkschritk, der gemacht worden ist. Wer aber herkommt, wie doch die meisten Besucher des Emek, mit dem Bilde blühender europäischer Dörfer vor Augen, der erlebt eine Enttäuschung. Ein paar Dörfer, alles ofseN' tot unfertig, mehr Baracken als Häuser, die Wirtschaften nicht rentabel: was kann ihm daran imponieren? Immer wieder muß man an die Vergangenheit erinnern; muß ihm in Nahalal erzählen, daß die arbettsgewohttten deut^ schen Bauern es auf dem Fieberbode» nicht anshielteU, daß das arabische Sprichwort sagt: „Ein Vogel, der über Na« halal fliegt, stirbt", daß das Dorf noch keine fünf Jahre steht und es heute keine Malaria gibt. Einer solchen Erläuterung bedarf mehr als jeder rudere Ort Afule. War sieht matt heute? Diesseits oer Bahn (von Jerusalem aus gerechnet) scheinbar wirr durch- »inander klein« Hauser uUo Baracken; jenseits der Bahn ein Arbeiterlager, geordnet in Gruppen von Baracken. Eine zukünftige Stadt? Matt hört die Kund«, ist bereit sie zu glauben, aber was bisher da ist, scheint von einer Staat noch recht weit entfernt zu sein. Und nun muß man seine eigenen Erinnerungen hervorholen. Hier war ich Oktober 1924. Damals stand in der Nahe des Bahnhofs ein arabisches Dorf, traurige Lehmhütten, so wie die meisten rrabischen Dörfer in Palästina sind. Man erzählte Gerüchte, das Dorf solle gekauft werden. Mehr war nicht be-?annt. Dann, als ich im Auslande mar, hörte man Genaueres: der American Zion Commonwealth (Kehilijath Zion) und der Meschek haben Boden gekauft, die großen Kibbuzim (Gdud, EU Charod, Haschomer hazair) schicken Gruben, um dort eine Stadt zu bauen. Man hatte wenig Vorstellung, wie das aussieht. Im November 1925 war ch wieder dort. Das Dorf war verschwunden, bis auf oas Haus des Scheich, in dem sich das Bureau der beiden Gesellschaften befand, die den Boden gekauft haben. An der Stelle des Dorfes Baracken und Häuser, jenseits der Bahn das Arbeiterlager. Der Eindruck ist ungeheuer; denn wirklich vor einem halbe« Jahr war nichts von alledem. Jetzt sah ich Afule wieder und von neuem meldet sich dis Enttäuschung, diesmal aber mit mehr Grund. Manches freilich ist seit jener Zeit geschehe«. Eine Mühle ist gebaut worden, und mar braucht nicht mehr zum Araber nach Nazareth zu schicke«, um das Köttt mahlen zu lassen. Ein deutsche Jude hat ein Hotel gebaut, das nicht nur für Afule, sondeüt für die ganze Touristik im Emek wichtig werden Kann. Eiue ArVettbrkooperative hat eine große Werkstatt „Charosthet haimek" geschaffen, und die Wirtschaften des Emek haben sich vertraglich verpflichtet, alle Äusbessccungen ihrer Maschinen nur dort machen zu lassen. Aber sonst? AM Ort herrscht Totenstille. Es wiro fast überhaupt nicht gebaut, ein großer Teil der Arbeiter ist arbeitslos, der Gesundheitszustand ist unbefriedigend, die Stimmung Nicht besonder Man gehl in das Bureau, man fleht den Platt dös zukünftigen Afule, man tritt hinaus auf düs Dach und vergleicht. Das Bild unterscheidet sich nicht sehr wesentlich von dem vor einem halben Jahr. Die Krise ist hier noch nicht im Abflauen. Das bedeutet keinen Pessimismus für di« Zukunft Afules. Es gibt bei uns nun einmal keine geradlinig nach oben führende Entwicklung: nur in Wellenlinien komme» wir langsam vorwärts. Auch, Afule wird diese Krise überwinden, aber im Augenblick ist sie vorhanden und sollte nicht geleugnet werden. Es ist ein Geldproblem und die Antwort kann hier wie überall nur lauten: stärkt unsere Fonds! Aber Afule ist im Augenblick kein erfreulicher Schlüssel zum Emek. Einige Kwuzoth sah ich gründlicher: En Charod, Daganiah A, Kittereth. Eine Binsenweisheit am Anfang: eigentlich sollte man über das Emek nur als Tourist oder als landwirtschaftlicher Fachmann schreiben. Am schwersten hat es der gebildete Zionist, der aus unendlichen Artikeln, Diskussionen und Gesprächen alle Problemstellunge« kennt, die Kernfrage, eben die landwirtschaftliche, nicht zu beurteilen vermag, und nicht objektiv, sondern subjektiv urteilt: als Sozialist oder Gegner des Sozialismus, als Frenno oder Gegner der gegenwärtigen Leitung, des Moschawprinzips, der gemeinsamen Kindererziehung usw. Deshalb sollte der Nichtfachmann vor allen Dingen auf eins verzichten, auf jene Art von Urteilen, die man in Palästina so gern hört: die Rentabilität hängt von der bessere« KücheNverwaltnng ab; wie kann das Emek rentabel sein, wenn für je drei Kinder eine erwachsene Arbeitskraft notwendig ist? Dar sind jene Halb- und Viertelwahrheiren, die irgend ein Einzelproblem in den Mittelpunkt schieben und da. andere nicht sehen. Ma:. argumentiert bei uns gern so, daß gewiß jede Siedlung einige Jahre einen Zuschuß vom Keren Hajessod br„..che, daß es aber dann einmal aufhöten müsste daß die Siedlung sich selbst trage« müsse, um dann «ach absehbarer Zelt mit den Rückzahlungen an den Keren Hajessod und de» Erbpachtzahlungen an den Keren Kajemeth zu beginnen. Gär kein Zweifel! Aber IN völlig mechanischer Weise rechnet man den Siedlungen nach, wie lange sie . st.hen und daß sie eigentlich in dieser Zeit schon hätten rentabel werden müssen. Wie ojt hö.rt man nicht Mercha- WrErMoksenzettuna wiah neben Kinereth und Daganiah als die älteste Siedlung Nennen. Und doch besteht zwischen der gegenwärtigen Kwitzah Mekchawiah und Oppenheim kschett Siedlungsgensssenschaft Mekchawiah von löii nichts gemeinsamer außer dem Namen und den Häusern. Das geWwSktige Merchawiah, und nur von diesem kann ja die Rede sein, ist eine ausgesprochen junge Siedlung. Ein anderer: Man sollte weit deutlicher, als es heute geschieht,-in der Geschichte jeder Siedlung das Okkupationsstadium von der eigentlichen Besiedlung unterscheiden. Ich gebe ein Beispiel. Die Kwnzah Kinereth, eine unserer besten Kwuzoch, deren Felder und Pflanzungen von Fachleuten als vorbildlich bezeichnet werden» besteht seit 1908. Aber was heißt das? Wir käme», an ein großes Feld, das ziemlich wüst dalag. Auf unsere Frage erklärte man uns, dag hier und auf dem benachbarten., jetzt mit Eukalyptus bestandenem Felde ein Sumpf nvn einem früheren Jordanarm gewesen sei- Die Kwuzah hat diesen Sumpf draittiert, sie hat Eukalyptus gepflanzt und erst im vorigen Jahre hatte der Eukalyptus den Boden so weit ansgetrocknet, daß man an einen Anbau des Feldes denken konnte. D'e in Aussicht genommene Kulturart, eine Bananenpflanzung, war noch nicht möglich; so pflanzre man Blumenkohl, der gut gedieh und in diesem Jahre in Wien verkauft wurde. Erst jetzt, im Frühjahr 1926, kann man das Feld seiner eigentlichen Bestimmung zuführen und Bananen darauf pflanzen, die im nächsten Jähte Frucht bringen werden. Auf dem benachbarten Feld aber steht »och der Eukalyptus und cs kann noch einige Jahre länger dauern, bis auch dieses Feld in ein wirkliches Kultivirrungsstadium tritt. Das Beispiel ist sehr instruktiv. Wer rechnet mit diese» Tatsachen, wenn er von der Rentab'l'tät unserer Siedlungen spricht? Ein deutscher Fachmann, mit dem ich diese Tinge gemeinsam sah und lernte, sagte erschüttert, daß er jetzt erst däs Wort „Pionierarbeit" verstehe und daß es Äehnliches in anderen Ländern gar nicht gäbe. Das ist es Eben: wir setze« unsere MeNsche« auf nicht drainierten Bode» oder wir rüsten sie ungenügend aus, geben ihnen Ställe für ihr Vieh, 'aber mir primitive Baracken für die Menschen, lassen monatelang Unterernährung und Krankheiten zu und dann stellen wir Rentabilitätsberechnungen auf, als handle es sich um ein europäisches Bauerndorf. Für die Budgetfrage nur ein Beispiel, das packendste: En Charod hat von den 8-1.000 Pfund, die man ihm als full equiptnent zugebilligt hat (ein Betrüg, der nach Ansicht der leitenden Mensche» von En Charoo nicht ausreicht), bisher 32.000 erhalte«. Also wesentlich weniger als die Hälfte! Dieses selbe E« Charod. soll planmäßig Nichr da erbaut werben, wo es heute liegt, nämlich im Tal an der Quelle, sondern auf der gegenüberliegenden Höhe Kumije. Dasselbe gilt von Tel Joseph. Das Provisoriuu. unten im Tal dauert nun fünf Jahre und im günstigste» Falle, wenn der Kauf durch den Keren Kajemcth abgeschlossen sein wird, hofft man in diesem Jahre mit dem Bau der Häuser zu beginnen- Dann dürfte i« etwa fünf Jahren die Siedlung in Kumije fertig gebaut 'ein. Also zehn Jahre Provisorium, und. das in dem kompliziertesten, Landwirtschaft, Industrie und HaNawetk umfassenden Großbetrieb, den Palästina zurzeit aufzuweisött hat, in einer Siedlung übrigens, die trotz alledem immer wieder durch die Großzügigkeit ihrer Anlage und durch den hier besondc.. zum Ausdruck kommenden aNsbauenoen Geist ihrer Mensche - mit den stärksten Eindruck mücht. Aber hier von Rentabilität zu reden ist ein Nonsens. Wer auch immer an der Dauer dieses Provisoriums Schuld sein mag (möglich, daß. niemand Schuld ist), die Chawerim von En Charod sind es doch sicher nicht! Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Die Geschichte und das Feld jüdischer Gesundheitspflege in Palästina wurde in kurzen Zügen von Dr. A. Felix geschildert, der im Namen des Waad Habriüth (palästinensisches Gesundheitsamt) bei einem Empfang sprach, den diese Institution gemeinsam mit der jüdischen Aerztevereinigung zu Ehren einer 200 Personen zählenden Gruppe westeuropäischer Aerzte veranstaltete, deren Reise ans die Initiative einer belgischen Aerztegruppe organisiert wurde. Diesem Empfange wohnten bei: Miß Hcnrietta S z o ld, die Begründerin uitb Vorsitzende der Hadassah, Dr. B l u e st o n e, der palästinensische Direktor der Hadassah, Vertreter der Krankenkasse und viele hervorragende hiesige Aerzte. Dr. Felix hielt auf Hebräisch die folgende Ansprache, welche ins Englische und Französische übersetzt wurde und warmes Interesse erweckte: „Ich habe die Ehre, Sie im Namen des Gesundheitsamtes der Palästina-Exekutive bei Ihrem Besuche unseres alten Landes zu begrüßen. Das Gesundheitsaml, in dessen Namen ich spreche, vereinigt Vertreter der jüdischen medizinischen und nationale« Institutionen Erez Israels. Die Anziehungskraft dieses Landes ist sehr groß, und diese Kraft besteht heute nicht allein in den geschichtlichen Tatsachen, welche die gesamte Menschheit so eng Mit ihm verknüpfen, sondern auch in der große« Ausbau a r b e i t, welche zum Zwecke der Wiederbelebung dieses Landes durchgeführt wird. Der Weg zur Wiedergeburt eines Voltes ist mit vielen Hindernissen besät, und täglich ergebet! sich neue P r o h l e m e, die dringend der Lösung bedürfen. Unter diesen nimmt das Gesundheitsproblem einen Hauptplah ein. Dieses an Einwohnern und natürlichen Htlssquellen so arme Land ist unglücklicherweise reich an Krankheiten, Malaria, T r a ch o in, Typhus und Dysenterie waren immer und sind noch heute die vor- 17. Mai 1926 Rk. SM herrschende« Krankheiten. Die Malaria Hebrohte W* allem die neuen Siedler, welche das Land vor drei oder vier Jahrzehnten zu kolonisieren begannen und Vle sich an Ortzen «tederlietzen, welche von Malaria durchseucht waren. Hunderte fielen als Opfer des Schwarzwasferfiebe.rs, und die Zahl der in Stadt und Land infizierten Kinder war ungeheuer groß. In den Dorkriegsjahren und speziell in der Kriegsgeit ivutde die schwere Last medizinischer und sanitärer Arbeit tatsächlich von einigen wenigen Aerzten getragen, welche ihre Aufgabe mit seltener Hingabe erfüllten. Der Erfolg der ersten Gesundheitsinstitutionen in Jerusalem, deS Gefirndheitsamtes und des P a st e u r i n st i t u t e s, ist ebenfalls in erster Linie der TätiHksit Einzelner für die Gesundheitspflege zuzuschreiben. Nach Beendigung bei Krieges setzte ein vollikomm e n e'r Umschwung ein. Erft nach dem Waffenstillstand und mit dem Beginn der Wiederaufbauarveit begann der Kampf gegen die endemischen Krankheiten. Die vereinigten Bemühungen der Regierung und unserer medizinischen Institutionen führten zu einer systemati. schen und energischen Bekämpfung der Malaria in Stadt und Land, besonders in den neu kolonisiertenMegenden im Emek Iesreel» in der Kabbarck bei Casareü und.jetzt im Akkotal. Diese Tätigkeit, welche beträchtliche, früher öde Landstrecken zur Kolonisation geeignet machte, hat auf die Malariakv tn m ission des Völkerbundes bei ihrem Besuche im Lande nach dem von ihr veröffentlichten offiziellen Bericht einen großen Eindruck gemacht. Sie ist nur möglich gewesen durch die bedeutenden Mittel, die die jüdischen öffentlichen Fonds, wie der Keren Kajem e 4 h, die Pica, das Joint Distribution Committee Amerikas und andere hierfür investiert haben. In diesem Zusammenhang müssen wir auf die von der Regierung durchgeführte Arbeit in den städtischen Bezirken Hinweisen, soloie auf die Tätigkeit -der Gesellschaft für Malariaforschung, die vom Joint Distribution Committee unterhalten wird und unter der Leitung des Gesundheitsamtes der palästinensischen Regierung arbeitet. Das Resultat all dieser Bemühungen war eine erhebliche Verminderung der Malariafälle und die vollständige Sanierung städtischer und ländlicher Gebiete. Unsere beiden msdizinffchen Institutionen, die H adassah und der Kranke«sonds der allgemeinen Arbeiterorganisation, sind in der Nachkriegszeit begründet worden. Diese beiden Institutionen beschäftigen über 1t)0 Aerzte Und Nehmen in bezug auf ihr Tätigkeitsfeld drevbedeutendste Stellung im Lande ein. Die Hadassah, die in Dn sieben Jahren ihrer Tätigkeit über 760.000 Pfund für medizinische Arbeit verausgabt hat, unterhält Hospitäler in den größeren Städten Palästinas, eine große Anzahl von Kliniken in Stadt und Land, ein besonderes Departvment für Schulhygiene, das für 20^000 Äinb4fe sorgt, eine Reihe von Säuglings-Wohlfahrtsstationen und andere sanitäre Institutionen. Diese Einrichtungen stehen jedem ohne Unterschied von Rasse und Religion offen. Die in der a l l g e m e i n e n Arbeiter- Föderation organisierten 20.000 Arbeiter erhalten klinische, sanitäre und ärztliche Hilfe von dem Krankenfonds der Föderation. Die wichtigsten Einrichtrmgen, die diese Organisationen in den letzten Jahren geschaffen haben, sind das Röntgenlaboratorium in Jerusalem und das Sanatorium in Mozah. Hervorragende Resultate erzielte die Hadaffah bei der Behandlung von Trachom und Hautkrankheiten, die in diesem Lande insbesondeve. unter den Schulkindern so weit verbreitet sind. Wir streben nach einer neuen Kultur in unserem alten Lande, nach einer Kultur, aufgebaut auf der Verschmelzung der Prinzipien des Ostens mit den Errungenschaften des Westens, und insbesondere wünschen wir Nutzen zu ziehen aus den Errungenschaften des Westens auf dem Gebiet der Hygiene, welche der gemeinsame Baden der Menschlichkeit ist, auf dem der Kampf gegen die ewigen Feinde der Menschheit ausgefochten wird. Ae Juden tu Aultralien. Morris Symonds, her eieren hevvorvagenlden Metz im Leiben der australischen Juden einnimmt, weilt gegeniwärtrg in Ne iw - N o v'i, bon wo er sich nach Europa und Palästina begeiben wird. Mr. Symonds ist SchahmeP-er der Großen Synagoge zu S id n e y und Präsident der Bereiniglmg der Zwnistrll von SidN-ey. Seit 40 Jahren wohnt er in Australien un(i> war Zeuge der EntwicNüng' des jüdiiMn Gemeindele-brns auf diesem Erdteil. Die jüdisch« Bevölkerung A N st r elie ns zählt nach den Angaben Mr. Synmnids gcgerävärtig mehr als 25.000 Seelen und ist gut organisier:. Viele australische Juden nchmen hoch« Stellungen h Regierung mvd Parlament ein und widmen gleichzeitig eine große Arbeit den: jüdischen religiösen Loben in: Lande. Es sind nur zu >nem:elt Onvell Phillips, Richter George Cohen und OborstkeutMyt A. M. Hyman. Die Siinagogetr sirtd ikonskwativ, das Mfornvjckdentmn konnte sich nicht en«wickeln. BdM AntisonütiSMus ist in Austvalien nichts zu sipüren. In den Staaisschu'len Australiens wird den jütorschen K indern jüdisch-rel igiöser Unter Vicht zuteil. Für Wische Einwanderer bestehen in Australien Möglichkeite»:, in-Ab^soitdere für Ansiedlung auf dem Laude. Ei ne Ei nschrän« kuug gegen jüdiische Eimvanderung bestcht Nicht, Min die Regierung bevorzugt im allgvnreiinen solche Einwanderer, du sich der Landwirt f cf; a f t widmen wollen. Ueibechaupt ist in Australien mit s-eiuer Bevölkerung von nur sechs Mllioneu Merlschrn noch viel Raum für neue E>i-moatvdsrer.

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