Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-05-12 · Heft 2592 (12.5.1926) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2592 (12.5.1926)
Date
1926-05-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981679--26479-3014245
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Wien, Mitstvoch * Wiener Morgenzettuttt. 12. Mai 1N6 Kaust. Bühne, »mH. Ar StaatroperoUise. Franz Schall hat sein Demissionsgesrich überreicht und MB, wenn nicht augenblicklich, so doch mit Ende der Spielzeit als Direktor der Staatsoper zurücktreten, welche er seit dem Herbst 1918 geleitet hat. Ein toter Mann war er ja eigentlich schon seit der Zeit, da er zum Sturz Richard Strauß' das Seinige beigetragen hatte. Er konnte natürlich gegen den weltberühmten, populären Komponisten nicht auskommen, zumal seine Feinde in der Staatsoper, in der Staatstheaterverwaltung und in den Ministerien seitdem einen regelrechten Kleinkrieg gegen Schalk führten, dem seine Kräfte nicht standhielten. Dazu kam noch sein geschwächter Gesundheitszustand und die trostlose wirtschaftliche Lage, welcher vielleicht auch ein jüngerer, tatkräftigerer Operndirektor unterlegen wäre. Man hat Schalk wiederholt feinen Konservatismus, die Einseitigkeit der Repertoirebildung vorgeworfen, ohne dabei die Mentalität des trägen traditionellen Wiener Publikums zu berücksichtigen, welches leider noch immer für den Glanz der Makart-Zeit, 'für italienische Kantilene und für echte, kostbare Dekorationen -schwärmt. Dazu gehört aber Geld, Geld und noch einmal Geld. Eine große Qpernbühne mit entsprechend weitem Repertoire ist nun einmal nirgends auf der Welt ohne wesentliche Zuschüsse auf ihrer künstlerischen Höhe zu halten, am wenigsten aber, wenn ein engherziger oder gar feindseliger Burcaukratismus, welcher der Kunst immer nur geschadet hat, sich jede Entscheidung Vorbehalt. Er hat alle Räder der künstlerischen Maschine in der Staatsoper zum Stillstand gebracht. Schalk selbst, der hoffentlich als Kapellmeister der Staatsoper erhalten bleiben wird, hat dort in den ersten Jahren seiner direktorialen Tätigkeit wahre Sysiphus-Arbeit geleistet und hat gerade in den allerletzten Jahren als Dirigent in der Oper und im Kon^ertsaal einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Gegen die Mitregierung einer Bureaukratie war er freilich trotz seiner diplomatischen Gewandtheit machtlos: Während bei Richard Strauß das Geld für Neuinszenierungen niemals eine Rolle spielen durfte, hat man bei Schalk an allen Ecken und Enden des Budgets geknausert; man hat es ihm unmöglich gemacht, das Repertoire neu auszugestalten, das heimische Ensemble, dessen Stars immer selbstherrlicher auftraten, zu erhalten und aufzufrischen, und als er sich gegen diese Machenschaften öffentlich zur Wehr setzte, traf ihn ein Partherpfeil nach dem anderen. Nun wiü> um seine Nachfolge gefeilscht. Eine Hydra von Behörden hat sich zwischen Qperndirektion und Regierung ge- »schtzben, nicht Künstler, sondern politische Parteien haben das erste und letzte Wort, und der Stammbaum, die Ahnentafel der Bewerber sollen als Befähigungsnachweis gelten. Unter solchen Verhältnissen wird weder Krauß noch Kleiber, weder Walter noch Klemperer, noch sonst ein sich seines Eigenwertes bewußter Künstler die Bürgschaft dafür übernehmen wollen, den verfahrenen Karren der Staatsoper in künstlerische Bahnen zurückzuführen. Zunächst muß einmal mit dem lendenlahmen Bureaukratismus in der Maatsoper, dem Schalk zum Opfer gefallen ist, gründlich aufgeräumt werden, dann erst kann über andere Reformen an Haupt und Gliedern die Debatte eröffnet werden, daun erst kann an die künstlerische Sanierung, an da- Engagement ejnes jungen, unverbrauchten Operndirektors und eines modern fühlenden Regisseurs sowie an den Ausbau des an alten und neuen Opern in gleichem Maße notleidenden S>relplanes geschritten werden. flb. Marchfelder Berriukinms Mittender Künstler NlederSftnreichr. Siebente Jahresansstellung im Berliner Schal des Konzerthauses. Einem sanft im Winde wogenden Aehrenfeld mit wenigen über der reifen Saat emporragenden leuchtenden Mohnblumen gleicht diese Ausstellung. Der Blick streicht ruhig über die Achrenflnt. Ein Zeugnis fleißiger Hände, die unbeirrt. um das ringsum Pulsierende, hastende Leben auf ererbtem Gute nach Väter Weise sich betätigen. Bon der Scholle stammend, sehen sie diese und die Menschen mit den Augen ihrer Vorfahren. . Eine sanfte Ausgeglichenheit charakterisiert die Werke -dieser Bereinigung. Tom Dregers Bildnisstudien des Bundeskanzlers Ramek, Eugen d'Alberts, des Malers Juhasz kennzeichnen die bekannte Art dieses Künstlers, die Landschaften und, Studien der Brüder^ Josef und Rudolf Schi Ibach stehen — besonders das Mld des ersteren „Frühling iw der Klosterneuburger Au" und die beiden „Werden und Vergchen" und.^Herbstliche Praterschönheiten" des letzteren — über dem normalen Niveau. Berta Bindtner und Hedwig Marzella Storck wählen die bekannten und noch immer dankbaren Altwiener Häuser zum Gegenstand ihrer Radierungen, Leopold Sche-idl meistert in vollendeter Holzschnittechnik seine Alpenlandschaften. Den dekorativen Landschaftsbildern Rolf Büchners schließen sich diejenigen von K. H. Appel, Marie Ansburg, Richard Langer, Terese Schachner, Gustav- Veith und anderen an. Besonders bemerkenswert sind Joses B ehmel« „Ausblick gegen die Dolomiten", Arnold Borochowskys „Motive von der dalmattnlscyen Küste". Rathilde Ebers „Fiesole" und „Borfrühlingsstimuumg", Gustav Beiths „Herbststrauß" und „FrühlingS- Aumen", Otto Freys „Der blaue Hut", E. H. FriedlS „Gewölbe", Theodor Maaders sehr gute Stallinterieurs und „Abendftimmung", die Studien von Karl Ray und Paula Ray-Wolff, Josef PSgls „Alchemistisches Lahoratvnum". dir Arbeiten Walter Schauberaers und die M»WM von Anton Meinb e r g e r und Rudolf S ch l a n i tz. Joses Hahn.. RICHTER-UND PREDIGER TAL ARE UND BARETTE von 8 65 aufwärts vorrätig und nach Mass beim Spezialisten 135 RUDOLF GOLDSTEIN. Zloii- und OnlfoMnelder Gegründet 1866 Wl6fl| II« TflbAfllfIMI 34 Telephon 45-6-29 Elegante Herrenkleider nach Mass. massige Preise, Zahlungserleichterung; n Die zwei besten Bücher von August Sirindberg / Heiraten (Ehcgcschichten) Schwarze Fahnen In schöner Ausstattung nur 2.50 Schilling pro Band ✓ Buchhandlung R. Löwit, Wien L, Rotenturm straße Nr. 22 „Schirokko." 'lrauffithrung an der Neuen Wiener Bühne. Und da sollen die Theater nicht pleite gehen? Den Wiener Theaterdirektor der Vorkriegszeit möchten wir sehen, der dieses dreiaktrge-Schauspiel der Frau Silva Steinner- Göltl angenommen oder gar aufgeführt hätte! Den Inhalt des durch gar keine besondere Originalität getrübten Stückes zu erzählen, erübrigt sich. Es sei nur erwähnt, daß der — bitte um Entschuldigung! — Dialog zwischen den Hauptdarstellern an jenen Stellen, wo noch eine Wendung erwartet wird, immer wieder in die hochgeistige Bemerkung 'ansklingt: „Ja, ja! Der Schirokko!" — Bis int dritten Akt auch diese tiefsinnigen Stellen des Stückes durch den pyramidalen und überoriginellen Ausruf: „Schirokkaler Traum!" übertroffen werden. Höher geht es wohl nicht mehr! Schade um die Darsteller, die sich um eine aussichtslose Sache redlich äbmühten und die Courts-Mahlerschen Phrasen mit Ausdauer abdroschen, —eich. Aus den Theatern. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „Peer G y n t" (Ädonnemeut H. Gruppe). Akademie t bester. Morgen, 7*8 Uhr abends, „Die Welt, in der man sich langweilt". Qpernthearer Morgen, 7 Uhr abends, „Die Königin von Saba". Volksover. Heute Erstaufführung der Zellerscken Operette „D e r V o g e l h a n d l e r". Moigen „Wenn ich Köntg war''. Theater an der Wien. Direktor Hubert Marischka hat Rita Georg engagiert. Theater tn der Joiefstadl. Samstag <^rstaufführung des Schaulviels „Kaiser Jones" von O'Reill. Die Premiere des Schausviels „Die Gefangene" ist auf Mittwoch den 19 d. festgesetzt. Eine Freilichtveranstaltung der Volksoper. Das. Programm der am Sonntag den 15. d. um 3 Uhr nachmittags auf der Hohen Warte von der Arbeitsgemeinschaft der Volksaper veranstalteten Freilichtaufführung lautet folgendermaßen: 1. Vorspiel „Meistersinger" (Volksopernorchester), 2. Ouvertüre »Wilhelm Teil" (Volksovernörchester, Dirigent: Prof. Dirk Fock), 3. Cäcilie-Cerri-Ballett: „Venus und der Mond", 4. Volksopernballett: „Si j'etais roi", 5, Cäcilie-Cerri-Ballett: „Gentlemen", 6. Ouvertüre „Die schone Galathe" (Volksopernorchester), 7. Ellen-Tels-Ensemble: „Aktäon", 8. Volksopernballett: „An der schönen blauen Donau". Um 5 Uhr nachmittags: Cupfinale Anmteure— Vienna. Bühne der Jungen. Samstag den 15. d. um halb 8 Uhr abends' in den Kunlt spie len, 1. Bez., Riemergasse 11, österreichische Uraufführung von Rolf Lauckners ,D ch r e r aus der Straße". Das Jüdische Künstlerkabarett (2. Bez., Pratersträße 60) bleibt wegen Renovierunasarbeiten Mittwoch, Donnerstag und Freitag geschlossen. Wiedereröffnung Samstag den 15. d. Girardi-Ausstellung. Die vom Girardi-DenkmaAomitee veranstaltete Altsstelllmg von Porträts, Handschriften, Originalkostümen und sonstigen verschiedenen Erinnerungsgegenständen Alexander Girardis wird am Donnerstag den 13. d. um 11 Uhr vormittags im Warenhause A. Herzmansky, 7. Bezirk, Stiftgasse 3, feierlich eröffnet. Donnerstag ist die Ausstellung von 12 bis 1 Uhr mittags, jeden anderen Wochentim Von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends bei freiem Entree zugänglich. Gustav Ehorian, der polnische Tenor der Warschauer großen Over, sang in der Samstagvorstelluna in der Staatsoper an Stelle Piccavers in „Tosca" als Partner der Frau Jeritza und erntete reichlichen Beifall. Er wurde mehrmals gerufen. Eine Palästiua-Buchausstelluna der Genfer Universität. Die Universitätsbibliothek von Genf veranstaltet, wie I. T. A. meldet, bis Ende Mai aus der Sammlung von Lvuis Gautier eine Ausstellung von Büchern über Palästina. r-tadioprograirnn. Heute Mittwoch den 12. Mai. 16 Uhr 15 Min.: Nachmittagskon.eri. Mtw rkend Kamnieriäi'gerin Eva Stampfer. Stotano- Wils: Liebchen anr Dach, Wal er. Cherubini r Anakreo», Ouvertüre. Bece« r Souvenir de Cavri. Reisfeld r Canzonetta fürBülne. D'Albert r Tiefland, Phantasie. Morena r Telefunken, Potpourri. K M Mai r Praiernacht, Tanzlied. — 17 Uhr 50 Min Ueber Oesterreichs Gebirgs- und Berabahnen. Oberbaurat Ina. Erwin Detnlein — 18 Uhr 98 Min. r Die Luftfahrt in Oesterreich von ihren ArMige» die heute. Oberst Ftanz Hlnierstoißer. — 19 lt-.r: Musikkiißs" Professor Dt. Richard Stöhr. Musikal sche Formenlehre (28 Stunde). 20 Uhr: „Der Conegtdor', Over 1« Vitt Akten. ^(Text »ach einer Novelle des Marco« von Rosa Mayredet-Overmaytt.) Musik von Hugo Wolf. Mitwirkend t KmnmersLasttt« Berts mnsik. Gerichtssaal. Set Wunderdoktor von Favoriten. Bor dem Bezirksrichter Dr. Kaltenbrunner in Favoriten hatte sich gestern der 90jährige Kräutersammler Chl wegen Kurpfuscherei zu verantworten. Der Angeklagte ist eine i» ganz Favoriten bekannte Erscheinung, viele Leute schwören auf seine Heilknnst. Der Marktfahrer Othmar Kauba suchte, durch Anpreisungen von Bekannten veranlaßt, bei ihm Heilung von einem Blasenleiden. Ehl gab ihm stehen verschiedene Tüten und jede Tüte enthielt ein Dekagramm eines unbekannten getrockneten Krautes. Kauba möge jeden Tag einen anderen Tee trinken, dann werde er nach sieben Tagen vollkommen geheilt sein. Die sieben Tüten samt Inhalt kosteten v i e r,S ch i l l i n g. Als der Patient nach drei Tage» keinen Erfolg merkte, reute ihn diese Ausgabe und er zeigte den Heilkünstlcr beim städtischen Marktamt wegen Preistreiberei an. Der Magistrat entsendete ein Amtsorgan in die Wohnung Ehls. Die Behausung des alten Mannes bestand aus ein« Hütte, die als eine Art Empfangsraum verwandet wurde, und aus einem einzigen Zimmer. In diesem Zmimer lagen getrocknete Kräuter in großen Mengen umher; es wurden dort auch verschiedene Tees gebraut und außerdem schlief das Ehepaar in dieser „Apotheke". Auch schnupperte ein Hund an den Medikamenten herum. Die Tüten, in denen die Kräuter verwahrt waren, trugen folgenden Stampiglienaufdruck: jft o s e f E., Kräutersammler für innerliche ützd äußerliche Krankheiten und jede Wunde, Fa vori t enstraße 142. . Bor dem Gerichte antwortete der etwas schwerhörige, aber sonst sehr rüstige Mann auf die Frage, ob er 'sich schuldig bekenne: „O nein! Ich tu zwar Kräuter sammeln, aber für an Doktor gib i mi net aus. Das Geld verlange ich fürs Sammeln, weil i mi dabei Plagen muß. I Hab' schon vielen Leuten geholfen, die umasonst zum Doktor gerennt sind. Wenn einer ivas auf die Augen hat,, kurier' i ihn bester als jetzer Doktor." Der Zeuge Johann Opawa bestätigte, daß er an einem schweren Nervenleiden, verbunden mit Zuckungen, laborierte, ohne daß ihm ein Arzt hätte helfen können. Einige Schalen Tee, die Ehl ihm verordnte, vollbrachten dieses Wunder. Er sei gänzlich geheilt, desgleichen seine Frau, die an unstillbaren Blutungen litt. . Der Richter sprach den Angeklagten.frei, ty fem Nachweis erbracht werden konnte, daß er die Kurpfuiche«;!'gewerbsmäßig betreibe. ..... Kaiserin Msabeth und ihr Retter. Beim Wiener Zivillandesgericht unter Ersitz des Hofrates Dr. Schober trat als'Kläger der pensHtierte StaatSbahnoberrevident Franz Josef Glatz-Althaus gegen den Buchbinder Heinrich H ö p f n e r auf und verlangte' die Rückstellung eines Prachtvollen Brillantanhängers als fein Eigentum. Die Klage hat folgende sonderbare Vorgeschichte: Im Jahre 1889 verbrachte die Kaiseritz Elisabetch einige Sommertage in Zell am See. Siy machte damals einen Artsflug in die Berge, verließ die gebahnten Wege und verirrte sich. In dieser schwierigen Lage soll sie Glatz-Mthaus,. wie er angibt, begegnet sein, der sich der Kaiserin annah« und sie ins Hotel brachte. Kaiserin Elisabeth soll ans Dankbarkeit ihren Brilläntschmuck, den sie vom Halse nahm, iWm Retter geschenkt haben. Auch mit Kaiser Franz Josef sei Glatz-Mtijau§ in Berührung gekommen, der ihm eine reich mit Initialen geschmückte goldene Uhr schenkte. Acht Jahre'später find dem Mann die wertvollen Geschenke abhanden ^gekommen. Durch einen Gerichtssaalbericht in der Zeitung sei 'er auf den Buchbinder Höpfner aufmerksam geworden, der wegen bedenklichen Ankaufes eines Schmuckes z« einer Geldstrafe tofcturteilt worden ist. Der Kläger erklärte dezidiert, daß es sich um seinen Schmuck haMe und verlangte diese Pretiosen zurück. In Vertretung Hopfners erklärte Dr. Ja?sf Zitier, es handle sich hier um eine K o l'tz o r t tz g e g e s ch i ch t e, deren Unglaubwürdigkeit und Unaufrichtigkeit auch «achznweisen seien. Schon im Jahre 1923 sei Glatz-Althaus beim Untersuchungsrichter Hofrat Hummel erschienen, der in der Strafsache gegen Höpfner tätig war, und mußte nach Bprkqge des Brilläntkolliers zugeben, daß der bei Gericht deponierte Schmuck nicht sein Eigentum sei. Ein Experte über die Gepflogenheiten, die am Hofe Kaiser Franz Josefs hitzstchtlich von Geschenken an verdiente Untertanen herrschten, sagte aus, es sei ihm bekannt, daß Mitglieder des kaiserlichen Hapfes, die auf Reifen gingen, eine ganze Menge von Erinnerungsstücken, wie Ringe mit Initialen,. Uhren und Krawattetznadeln,: Mitnahmen, die jedoch einen viel geringeren Wert vorsteiltsstz als der vorliegende Schmuck. Dr. Zitier beantragte, den gheinaligen Erzherzog Leopold W ö.lf l i n g und Gräfin StephaM L o n Y a y als Zeugen darüber, daß die Kaiserin; wenn sie, auf Reisen ging, überhaupt keinen Schmuck anlegte. Ferner bpantragte er die psychiatrische Untersuchung des Klägers, der a« phantastischen Wahnvorstellungen leide. Nunmehr ist das Urteil vom Zivillandesgericht, herabgelangt. Die Klage wurde kostenpflichtig abgewiefeu. In der Begründung heißt es, daß eine Identität iüss angeblich schenkten Schmuckstückes mit dem im Hanse Vorgefundenen Wffmuckstück nicht nachgewiesen erscheine. Ueberdies: umffe an M Glaubwürdigkeit des Klägers gezweifelt .wexdey,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.