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Wiener Morgenzeitung · 1926-05-10 · Heft 2590 (10.5.1926) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2590 (10.5.1926)
Date
1926-05-10
Page
Seite 14 (sequence 10)
Language
German
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Seife ff AKeA, 'Svinwig fßhntt Msksenzert««- s. m 1926 Nr. 2580 Fußball. Me gestrigen Spiele. Slovan—Aimrira «r S (3 t 2). Die Deckung Slovans für de« Sieg ausschlaggebend. W. A. C.-Platz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter Zwicker. Slovan: HlouschÄ; Grüner, Czernitzky; Mache?. Baar, Barbach; Harder, Hanel. Zdarsky, Behvl. Bu reich. 2tbot t r a: Wieser; Bozi, Jauda; Wostvak. Koch, Schott; Sigl. Runge, Klima, Schall, Fiala. Die beiden Mannschaften führten ein schönes, flaches Spiel vor, das bis auf die letzten zwanzig Minuten, in denen Slovan ein Uebergewtcht bekundete, abwechslungsreich verlief. Den Sieg der Wiener Tschechen führte der gut disponierte Mittelläufer Baar herbei, der Koch, was Ausdauer und Zuspiel anbetraf, übertraf. Bei der Admira war auch die DerteLigung nicht auf der Höhe; Weser im Tor spielte sehr unsicher und tragt an dem erste Treffer die Hauptschuld. Schr aut spielte vor der Pause der Angriff zusammen, in dem nur Srgl durch se'ne Langsamkeit abfiel. Die besten Leute der gut spielenden Slovan-Mannschaft waren Beybl, Zdarsky und Hanü, die das Jnnentrio bildeten. Letzterem wurden eine Menge Einzelvorstoße vorbereitet, von denen Hanel auch zwei erfolgreich abischloß. Nicht entsprechen konnte die Bertevdmuwg. In der 11. Minute drückt Ha>der dem Tormann Wieser den Ball aus den Händen und lenkt das Leder ins Netz. Sechs Minuten später unternimmt Admira einen hübschen Borstotz, den Klima einleitet; von Fiala erhält Schall schließlich den Ball und sendet knapp neben der Stange ein. Schall bucht auch den zweiten Treffer der Admira. den ihm ebenfalls Klima vorbereitet. Hanel stellt das Spiel im Alleingang in der 28. Minute ein und knapp vor der Pause erreicht nach einem Korner Zdarsky für Slovan den führenden Trester. Aus einem Elfer, den Sigl verwandelt, gleicht Admira aus. Slovan erreicht nun durch das gute Spiel des Mittelläufers Baar ein kleines Uebergowicht. Hanel, Zdarsky (Elfer) und Beybl stellen das Endergebnis her. W. Ä. C.—F. A. C. 2: 2 (2: 1> Schiedsrichter Kaufmann versagt. W. A. C.: Feigl; Becher, Heikenwälder; Braun, Bilek, ' Schneider; Kochesser, Haftl, Kainz, Dürschmidt, Huber. F. Ä. C.: Hofer; Czihak, Runge; Bernhauer, Biber, Reiter; Röhrenbacher, Juranitsch, Walzhofer, Wimmer, Kingal. In der ersten halben Stunde dominierte die- Pratermannschaft, was wohl darauf zurückzuführen war, daß die Floridsdorfer in schlechter Aufstellung antraten. Der linke Flügelstürmer Kingal spielte nämlich als Läufer. Reiter als Mittelstürmer und Wimmer am linken Flügel. Bevor der F. A. C. oie gewohnte Aufstellung wählte, befand sich die Pratermannschaft 2:0 tn der Führung. Das Endergebnis' entspricht dem Kräfteverhältnis, da nach der Pause die Floridsdorfer die etwas bessere Mannschaft waren. Durch die schlechte Leitung des Spieles wurde die Pratermannschaft. benachteiligt, da Kaufmann einen Treffer der Floridsdorfer anerkannte, obwohl der Ball die Torlinie bereiis um einen halben Meter überschritten hatte. Auch sonst traf Kaufmann eine Menge Fehlentscheidungen. Beim W. A. C. spielten vor Seitenwechsel die Verteidigung, die Läufer Bilek und Schneider sowie das Jnnenrrio sehr gut zusammen. Als Schützen versagten Kainz und Dükschmidt. Der beste Mann der Floridsdorfer und einer der Besten auf dem Spielfeld war der StürmLr Juranitsch. Hofer im Tor hätte den zweiten Treffer verhindern können. Czihak und Runge waren nach der Pause von den gegnerischen Stürmern nicht zu umgehen, ihr Stoßvermögen ließ aber zu wünschen übrig. , Kochesser erreicht in der 14. Minute mit * prächtigem Schutz für W. A. C. die Führung. Zehn Minuten später vergrößert Jany nach schlechter Abwehr Hofers den Borsprung. Drei Minuten vor Seitenwechsel holt Juranitsch ein Tor auf. Der Schiedsrichter anerkannte den Treffer, obwohl Kingal den Ball hinter der Toroutlinie hervorholte und zur Mitte gab. Das Spiel stellte Juranitsch in der 24. Minute aus einem schwachen Rückpart Heikenwälders zum Torhüter ein. Die heutigen Meisterschaftsspiele. Rapid—Am äte-ure (Hütteldorft, Vienna—Simmering (Hohe Warte). Hertha—Sportklub (Hertha-Platz), R u d olf sh ü g e l—W a ck e r (Rudolsshiigel-PIatz). Aus dem Jüdischen Sportvevband. Anwesend: Földes, Dworiansky, Stockknopf, Fiscus, Donath, Vajda, Guttmann. Es wurde beschlossen, an die Spieler, die gegen die jüdische Auswahlmannschaft der Tschechoslowakei. mitgewlrkt haben, Dankschreiben abzusenden. Dem Vizepräsidenten Dworiansky wurde für die vorzügliche Durchführung der Reise, und dem Verbandskapitän Fiscus für den sportlichen Erfolg gleichfalls der Dank ausgesprochen. Die Spiele der ersten Cuprunde müssen bis zum 30. Mai beendet sein. Die Auslosung lautet: Achvuth—Hakoah, Kadimah—Makkabi, Hechawer—Libanon, I. A. C.—Zion. Die zuerst genannten Vereine haben Platzwahl. Hagibor kommt kampflos in die nächste Runde, da sich Dornig Jewish unt dem I. A. C. fusioniert hat. Die zweite Runde muß bis 3. Juni, die dritte bis 30. Juni beendet sein. Das Cup finale findet am 4. Juli als Vorspiel vor einem erstklassigen Ligamatch statt. Die nächste Delegiertenversammluttg findet am Montag den 17. d. um 9 Uhr abends statt. Borstandssitzung Montag den 10. d. um 8 Uyr abends. Eine Bratistnvaee Kritik über Vas jüdische Team Oesterreichs. Ueber das Spiel des jüdischen Auswahlteams aus Wien, das am vorigen Sonntag in Bratislava gegen Makkabäa stattfand, schreibt der dortige „Grenzbote": „Jüdisches Auswahlteam Oesterreichs! Ein recht gut klingender Name. Trotzdem hatte man aber von den Gasten nichts Besonderes erwartet, zumal der jüdische Sport in Oesterreich mit Ausnahme der Hakoah nicht genügend gut vertreten ist. Sine ira et studiö muß man jedoch zugeben, daß die Mener diesen reduzierten Erwartungen micht nur entsprechen konnten, sondern diese auch übertrafen. Die Mannschaft führte vor der Pause ein vernünftiges, gefälliges Kombinationsspiel vor und war den Heimischen in jeder Weise überlegen." Hagibor tritt heute im Meistevscha^ÄamPs gegen Training- Diana auf seinem Platze um halb 9 Uhr vornlirtrags am Nach den bisherigen Erfolgen in der FrühjahrsspretzeÄ sollte Hagibor, der bisher ungeschlagen ist, si^reich . aus diesem Kampfe hervorgshen, obwohl der Gegner vorige Woche den Tabellenersten, die PoliAei-Sportver.ein'igung, 5 : 2 aÄfertigte. Der Mische Dersm stellt seine stärkste DLannschaft, und zwar: Fingechut; Schort, Kertesz; Schwarz, Huß, Stern; Weigert- Rollis, Baudi, Schnabl, Heller. Jüdischer Amateur-Club—Ottakringer Amateure. Heute um 3 Uhr nachmittags, Jnternarional-Platz (Endstation J-Wagcn). Vorher die Reserven. Der I.. A. C„ der tu seinem letzten Meisterschaftskämpf den führenden Verein seiner Gruppe abfertigte, steht morgen um 3 Uhr nachmittags auf dem Jnternational-Platz vor keiner leichten Aufgabe. Die Mannschaft spielt in folgender Aufstellung': Steiner; Klarfeld, Dungler; Haas, Stermann, D. Saß; Sternbäch, Adler, Dickler, Großkopf, Arm. Bar-Kochba-Damenhandballsektion sucht zur Komplettierung der ersten. Mannschaft talentierte Spielerinnen. Anmeldungen von 8 bis 10 Uhr abends im Sekretariat, Hotel Palast, 6. Bez., Mariahilferstraße 99. Sonden von SchMer geschlagen! Der erste Tag des Hakoah-Meetings. Die internationale Veranstaltung des jüdischen Vereines hatte bereits am ersten Tag etnen schönen sportliche» Erfolg zu verzeichnen. Weniger befrrediaend war das materielle Ergebnis, da sich kaum ISA) Zuschauer eingefunden hatten. In Wien ist das große Publikum leider noch immer nicht auf Leichtathletik eingestellt. Umso mutiger ist die Tat der Hakoah, die hier wieder einmal wertvolle Pionierarbeit für etnen noch nicht populären Körpersportzweig geleistet hat. Das anwesende Publikum wurde durch schöne Kämpft: reichlich entschädigt. Bei flotter Abwicklung wurden sehr viele Konkurrenzen erledigt. Dte Sensation des Tages war die Niederlage Hortbens durch seinen Klubkollegen Schüller im 100-Meter-Laufen. Schüller gewann auch die 200 Meter, seine eigentliche Strecke, in blendendem Stil. Honben machte einen müden Eindruck. Er hat für heute seine» gestrigen Besieger zum Revanchekampf herausgefordert. Außer den Deutschen schnitten die erschienenen Ungar» sehr gut ab. Die Resultate waren: Laufen über 100 Meter für Jünglinge: 1. Vorlauf: 1. Deutscher (Hakoah) 12 Sek. 2. Vorlauf: Lascover (Hakoah) 12,4. 3. Vorlauf: Frisch (W. A. C.) 14,1. 4. Vorlauf: Stern (W. A. C.) 12,2. — Entscheidung: 1. Stern 11,9, 2. Frisch, 3. Deutscher. Laufen 100 Meter für Damen: 1. Vorlauf: Hausch (W. A. F.) 14,1. 2. Vorlauf: Schurinek (Vienna) 15,3. — Entscheidung: 1. Schurinek 13,6, 2. Hausch, 3. Grrk isk'uswerfen für Junioren: 1. Weffely (W. A. C.) 36,12 Meter. 2. Suez (Sportklub) 34,70 Meter. Laufen über 100 Meter: 1. Vorlauf: 1. Houbeu 11,2, 2. Farkas (M. A. C.) 11,6, 3. Burger (Hakoah). 2. Vorlaus: 1. Schüller 11 Sek., 2. Jandl (W. A. C.), 3. Lederer (W. A. C.). — Entscheidung: 1. Schüller 11 SeL, 2. Honben (2 Meter Lnrück), 3. Farkas. - Laufen 100 Meter für Schwerathleten: 1. Weiß (Hakoah) 12,5, 2. Schlangcr (Hakoah), 3. Pereles tW. A. C.). _ Weitspruna für B-Veretna: 1. Wagner (Sturm 14) 6,25 Meter, 2. Agostiru (Innsbruck) 5.66, 3. Nowak (Sturnt 14) 5,60. Laufen über 3000 Meter: 1. Bellom (M. A. C.) 9:18,8, 2. Vohralek (Brünn) 9:20,6, 3. Bledy (Hakoah) 3 Meter zurück. Sehr schönes Rennen. In den letzten 100 Metern setzt sich der Ungar an die Spitze. Sehr schöne Leistung des Hakoahners Bledy. Fütlf starten. ' Laufen über 400 Meter: 1. Kurunezi (M. T. K.) 51 Sek., 2. Ritter (W. A. F.) 64,4, 3. Dukesz (Hakoah) 66. Kugelstoßen für. Herren: 1. Egri (M. A. C.) 12,72 Meter, 2. Janausch (W. A. C.) 12,12, 3. Pacqmer (W. A. F.) 11,93. Laufen 200 Meter: 1. Schüller 22,1. 2. Wes- S(W. A. C.) 23,9, 3. Ritter (W..A. F.) Brustbrette: Herr- , es Rennen Schüllers. K u ä e l st o tz e n für Damen: 1. Köppl (Danmbia) 8,76, 2. Polzer (Danubia) 7,53V:, 3. Kriechbaum (Donau) 6,87. 3000-Meter-Mannschaftslaufeu für B- Vereine: 1. Reichsbund 10:0,6, 2. Horekan 1 10:18,8. Staffel 4 mal 100 Meter: 1. Borlauf: Hakoah 47,3 (Burger, Ostersetzer, Dukesz, Hübsch). 2. Vorlauf: 1. M. A. C. (Farkas, Kenczl, Somfai, Puspoki) 46, 2. W. A. C, (Gandl, Lederer, Scheuner, Scheol) 46,2. Olympische Stafette (100 + 200 4- 400 + 800 Meter): 1. W. A. C. 3:38,1, 2. Vienna 3:42,2, 3. W. A: T: 3:42,5. - Jüdischer Tmuderband. Die nächste Sitzung findet mopge» Montag um 9 Uhr abends statt. MustLalische Bermtstaltmtg der Volksoper vor dem Cup-» finale. Die Arbeitsgemeinschaft der Volksoper veranstaltet anläßlich des am 16. r>. auf dein Sportplatz Hohe Warte ftcrttfindewden Cupfinales vor diesem Wettkampf eine musikalische und ch.oreographifche Monfteransfühvun'fl unter -der Leitung von Herrn Prof. Dirk Fock sowie der Herren Kapellmeister Friedrich Klapper, Hans Swarowsky, Walter, Hayn und Josef Fabricius von der Wiener^ Volksoper. Mitwirken werden unter anderen: Das gesamte Cäcilie-Cerrv- Bällett unter der Leitung von Frau Cäcilie Cerri, das Wiener .Volksaperllballett und . das : Ellen-Tels-Enisemible unter Leitung von Frau Prof.'Ellen Tels. Zum Schluß große Tangapotheose der de reinigte rr Ballette. Beginn 3 Uhr. eopvrixdt 1926 tlsekänick verbot« *jy Joseph Opatovsky, New York (14 Fortsetzung) Roman eines Pferdediebes. Bon I. Opatoschu. Sanwel sah cms die Uhr: ,Hol's der Teufel, um anderthalb Stundrn verspätet! Ich habe doch — erinnere ich mich recht — dem Alten gesagt, er wöge mich wecken ... Wer weiß, ob ich sie jetzt noch treffe? Sie sagt sich sicher: So geht's, wenn man sich mit einem Dieb einläßt!" Zähneknirschend warf Sanwel den Rock ab und eilte hastig zum Bmnnen, der im Winkel des Hofes stand. Rasch zog er den Wassereimer empor, trank gierig, wusch sich und rannte, so schnell ihn seine Füße trugen, zum Gemüsefeld. Er lief den ganzen Weg, ohne etwas zu fühlen und -u denken, und spürte nur das Pochen seines Herzens. Ms er zu der Stelle kam, an der er sich mit Rachel verabredet hatte, und niemanden dort fand, spürte er einen Riß durch sein ganzes Innere und blieb stehen. Er betrachtete die Landschaft, spähte sorgsam nach allen Seiten aus. Beim Hügel schien jemand zu sitzen! Zitternd ging Sanwel hin — es war ein Baumstumpf! Mit gotalllen Fäusten ließ sich Sanwel Mf den Baumstumpf nieder und begann krampfhaft nachzudenken; doch das Sinnieren brachte rnw einige Verwünschungen gegen den ,Alten" hewor. Sanwel hob einen dicken Ast vom Boden ottf und zerbrach ihn in Späne. Plötzlich sah er Morwa vor sich. ,Mo kommt Morwa her? Ich habe sie doch aM dem ganzen Weg nicht gesehen! Wozu ist das Vieh eigentlich hier?" Sanwel faßte den Hund bei den Ohren, schüttMe ihn und vechtzte Hm dann einen Fußtritt. Movwa saß rasch wieder, krümmte sich und schaute den Herrn erstaunt an. Seine Maudelaugen schienen zu fragen: Sanwel verstand die Frage des Hundes und umarmte ch» mitleidsvoll; dam streckte er sich, Morwa »eben Ich, in seiner ganzen Länge auf dem Grase hin. Bald kam Am jn fcm jföj|fci iwafafl* Iföttttaffe Kck Jettt SbUk •jpp Wß Wm* -^■'—*»«45 mBt zusammen. Er stand langsam auf und ging kraftlos vorwärts. ' Als er bei der Hütte vorbeikam, sah er hinein und zuckte zusammen: beim Zaun lag jemand im Grase. ' ,Mchel!" Hastig-blickte Rqchel entpyr; als sie/ Sanwel vor sich- Eph, wanÄe sie sich weg. Sanwel stand mtlos da; dann kniete-er nieder und versuchte Rachel aufzuheben: - „Rachel, bist-du böse, Rachel? Sei nicht böse; mein Ehrenwort, ich bin nicht schuld; ich habe gesagt, man möge mich noch vor einer Stunde Wecken. . ., nunes hat mich memand geweckt. Du glaubst mir nicht? Es ist wirklich wahr! Bitte, Rachel, bitte, sieh mich an!" ... Rachel wandte sich um und blickte Sanrvrt schmollend an: „Marunr habe ich mich nicht verspätet? Ich war schon lange vor der Zeit hier!" Darauf konnte Sanwel nicht antworten; er schlug die Augen nieder wie ein Schuljunge, der bei einer Lüge ertappt worden ist. „Aber ich weiß, warum!", fuhr Rachel fort. „Das kommt daher,.weil du überhaupt nicht an mich denkst! Dir liegen um deine Pferde im Sinn und Gott weiß, was noch! Sichst du, seit früh bis jetzt habe ich immer nur an dich gedacht, habe ungeduldig gewartet, daß es endlich Abend wird. . . und wie du dann nicht gekomnmr bist, lvas halbe ich «fifeä gedacht, du lieber Gott! Ich war schon überzeugt, du seist tot. Ja . .. . Santvel spürte, wie es ihm leichter ums -Herz wurde. Es trieb ihn, Rachel alles zu gestehen, ihr von Manka und von Be'jle zu erzählen . . , da begegnete er dom Mick ihrer schwarzen Augen und wurde ganz verwirrt; die Zunge hatzete unbeweglich am Gaumen Mt. * Rachel bemerkte SanwAs Verlegenheit; sie fetzte sich ganz nahe zu ihm und drohte ihm wie eine Mutter ihrem Kind mit dem Finger: „Mso du versprichst mir .. ,Min Ehrenwort," unterbrach sie Sanwel, ist Mt meirv Schuld! Sie habe« mich mcht «weckt!... WMch, Rachel, ich verspreche er dir, Ute mchr lege ich «ich vor mm mW „Ha, ha, ha!" Fröhlich lachend setzte sich Rachel auf 'SanwÄs Schoß und faßte ihn am Kinn. ,^Jch halbe schon geglaubt, du wsirdest nie mehr konimen und ich werdo^ nie mehr mit dir so sitzen können! Nun, erzähl' mir was! Wie hast du die Pferde hoimgebracht? Du ivcißt gar nicht, wie schön du zu Pferde warst. Nur der weiße Mantel hat noch gefehlt! Hast du mich ein bischen lieb? Sag' mir's!" ... Sanwel lag in einem Glücksransch da. Er erzählte Rachel, wie er über die Grenze gekommen ivar. Sie lag wie ein Kätzchen in seinem Schoß, schmiegte sich an seine breite Brust und hörte atemlos zu. Dann nahm sie den Kranz vow ihrem Kopf, fetzte ihn Sanwel auf und schmiegte sich noch fester an ihn. Vor Rachels Augen erstand ein hoher dichter Wald. Sie saß, das Haar gelöst, unter einer alten Eiche' und wand eirverv Kranz. Da kam ein verirrter Wäldprinz aus einem schtvarzen Roß geritten. Er verneigte sich drei Mal vor ihr und bat sie um den Kranz. Sie setzte den Kranz aus seine blonden Locken. Der Prinz hüllte sie in seinen iveißen Mantel und das Roh schritt mit beiden durch den dichten Wald zum Köngsschloß. Spät bei Nacht, stand Rachel aus, reckte sich und trat wie im Rausch vor die Tür der .Hütte. Ein Quietschen ertönte. Er-> schrecken blieb Rachel mit tveitausgebreiteten Armen stehen. Bor Hr stand Morwa, den Leib vorgestreckt, die Ohren gespitzt, und knurrte. ,$ th psia Kvew!", schrie Sanwel und faßte den Hund bei den Ohren. ,Mt du erschrocken, Rachelikmb? Das P ja. mein Hund!" w Rachel betrachtete den schwarzen zottigen Gesellen Md fand Gefalün an chm. v Hand in Hand schritten 'Sanwel und RachÄ schweigend Aber Vas naehtfouchtie Gras. „Rachel/weißt du es schm? Bald hat mowe Schwcher Hochgeit." Wchl «it im ftdffta: — tt* IWt« M9" L«, »« »ew»-" i.®^Wsbw

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