Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2589 (9.5.1926)
- Date
- 1926-05-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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|1PiijMi asarotzvl Wien; ^um Abholen in det (TiafBt) moeatl. 5 Schilling Stnssenverkani in Wien döth die Kolporteure der Finna Oo l d schmied, )* Wotfcelle 11 Mh Postversand für Wien und Oesterreich monatifcb 5 Schilling Tseheoho* Slowakei: Men. K 22. Jugoslawien: Mon.0in.60. Polen:Mon. SÄoizr. Deutschland: Mon. Ott. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 crhShnxen yatbtÜiMw ftffi FEI KWAgCHANSTALT IWM ^HRKAHMSSTFILEW IN ALLEN BEZIRK . Ü' kl ÜWWM imEmmmsmsmm mm i^rinirs! England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monati. 18 U#e Rumänien: Mon. 170 Lei. Bulgarien-Mon.lOöLewi. Schweis und das fibrlgc Ausland monatlich Frcs. c- Redaktion, Administration Wien, II. Tabor ehr. 1 relephone: 44-0-38,43-8*19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25*2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Stcinmano) Oestarirefchisebes Postsparkassen-Konto Nr. 150.69k Kr. 2589 Sie*, Sonntag, 9. Mai 1929 8. Aahrgaag I« redaktionelle« Teil enthaltene entgeltliche MttteUmrgen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. m Am besten sind doch die Ceschka-hüte VH., Kalsersirasse 123 WIEN IX., Alsersirasse Nr. 6, LLOYD TRIESTINO / TRIEST Direkte Linie Triest- Rituelle Verpflegung Reduzierte Preise Expresslinie nach Aegypten, Konstantinopel, Indien Postlinien nach den Schwarzen-Meer-Häfen, Syrien und dem fernen Osten lGeneral-Agenturs Wien, I., Kärntnerring 6w Ae Beisetzung Nur Rordaus in Ansprachen am Grabe. . ' Jeuffalcm, 7. Mast lI. T. Ä.)' In dem Pavillon der StadtveviMtüng zu T e l-A w i w versaÄdmolte-stih eine nach" Daufenden zÄHIende Menschenmenge an '-dvnf Sa^rge'Max Nor-dans. Untsr den Anwesenden bsrnerkte man u. a. den Wtzegvuverneur des Iafja-Diistrkkts. . : Der stellvertretende Bürgermeister, Herr Blume nselb-Bl o ch, der im Namen der StadDevwal'tung von Tel- Mviw eine Ansprache hielt, wies darauf hin,-daß das Grab Rovdaus^ zwischen der DildkatifabrÄ und dem A-tbeitovherm, ' iden - beiden -JnstiKltiorien, die -'K a p i t a t u n d- Ar & eit systcholisieren/ -mit welchem die erste' Mische Stadt der -Welt geschaffen wubde/ gelegen ist.- $m; 9&t-mett der Zionistischen Exekutive' sprach ColonÄ - K i s ch?, Er'sägte, Nordau war ein P r ist z und e i n P r olp h e t. i n -I fr a e l. Sein Leiben blecht für 'das jüdische Volk eine ewige■ Inspiration. Raibibi Uzies hielt eine Predigt - imd sprach das Kaddischgübet. Hieva-uif begab sich dor Trauerzug mit, dom P o l i z e i o r ch e st e r von Tel-Awiw, welches Trauermärsche von Ehopin und Beechoven spielte, ' an der Spitze M'm Friedhof. Bei' Bech Haam hielt der Trauerzugwo Herr U s s i s ch k i n im Namen dos Waad leumi (Midischer Nationalfonds) und Herr G'likson namens des Schrvftstellervereins Ansprachen hielten. Am offenen Grabe sprachen Dr. Mo s s e n s o n^ Novdaus Tochter Maxa und der frühere Bürgermeister vou T-el-Awiw, 'Herr D i z e n g o f f. Maxa Nordau führte' in h e b r ä i s ch e r Sprache aus, sie fühle, wie groß die Liebe des Mischen BoAes zu ihrem Vater sei; sie sehe im Palastinacmfbau den Traum ihres -Vaters erfüllt und sei Mcklich, daß seine steMichen Ueber- -reste hiecher gebracht worden sind. . - . Die Zeremonie dauerte drei Stunden. Namens des Aktionskomitees der Zionistischen Organisation traf ein Telegramm von dem Präsidenten des Aktionskomitees, Herrn Leo M o tz k i n, ein. Hunderte v o n K r ä n z e n sind' aus dem Grabe Nordaus niedorgelegt worden An Zionist Kabinettchef der kNmSuischeu Ministeriums. Wie aus Bukarest gemeldet wird, ist der Redakteur der. HandelSzeitnng ^ArguS", Herr Stroje, zum Kabinettchef des ArheitSmintsteriums ernannt worden. .-Herr Stroie . ist der Präsident des z i o n i st i s ch e n Vereins B'nat Makkabi. , Die intemationale Paßionserenz. Geringe Sieiormvorfchliige. (Eigendienst der „Wiener Morgenzertung/0 Genf, 8. Mai. Zü der am 12. d. hier beginnenden zweiten internationalen Paßkonferenz sind 42 Regierungen von Völkerbundstaaten und auch von Nichtmitgliedern des Völkerbundes, darunter Deutschland, eingeladen worden. Das Programm der Konferenz umfaßt die Gesamtheit der mit dem Paßwesen zusammenhängenden Fragen, wobei eine strenge Unterscheidung zwischen Reisen d e n und Auswanderern gemacht wird. Die auf die Auswanderung sich beziehenden Paßfragen werden als gänzlich anderer Art in einem zweiten Teil der Konferenz behandelt werden. Als Mittel zur all^ gemeinen allmählichen Aufhebung des Paßwesens hat die Sachverständigenkommission nicht gewagt, ein internationales Abkommen vorzuschlagen, sondern sie begnügt sich damit, Vereinbarungen von Staat zu Staat zu empfehlen. Sie beantragt, daß die H ö ch st t a x e für die Visagebühren fünf Goldfranken beträgt und daß die Visa in der Gültigkeit sich auf die ganze Gültigkeitsdauer des Paffes , erstrecken soll, d. h. auf m i n d e st e it s z w.e i MM Uebertnrstuug seiner Bultmuchten ätz ein KabinettskomiM- — Pessimistische Frierst' -eitsöussichten. in Lpndon. •::/:(6iöcnStcttft b:c „Wiener MoxgenMung".) ' London, 8'.' ''Mai. ' Premierminister B a l d w i ms- S e s ü nd h e i-t s'zm.st an b./ Hirt sich' seit dem Generalstrei'k außerorbent'lich be'rschle chter.t. Er hat infolge der -A u f r e g u n g der letzten Zeit einen N e r v -e n z u s ä mme n b r ü ch erlitten und man gl-rubt sogar, daß Baldwin gezwungen sein wird, seine B o l l m a ch t e n a n e i n- K-abimettskomitee ahzutreten. - '; Hinsichtlich der Aussichten an,f Beendigung' des Streiks macht sich eine p e s s i m i st i s ch e Stimmung fühlbar, - bic der Ansicht zugeschricben wird, daß die - Anstrengungen der paxlcimenta'rischen Führer der Labour Party zu einer Wicherüufnahme der Bechmrdlmtgen von den Gelverkschaftsfiihrcm verhindert werden... Es. ist kein Anzeichen für eine Wiedvraufnaihme der Verhandlungen vorhanden. Tie G ewerks chastsfüh re r gebest zu, . daß-sie versprochen haben, ohne Zu st im-, mung.der Bergleute auf keine Vereinbarung einzugehen, und die Executive der Bergleute ist wiederum an den Beschluß der Delegiertenkonserenz gebunden, kein Abkornnlen anzuu-chmen, das sich bezüglich der Löhne und. der Arbeitsstunden von jenen unterscheidet, das in der vorigert Woche zu Ende gegangen ist. Es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß sich die Ar-. -beitevführer - auf ihr zweite Verteidigungslinie zuvückzie'hen, die in dem e v e n t ue ll e n Str e ik der Bäcker und ähnlicher O >r g a n i s a t i o n -e n besteht. Es haben sich. bereits einige in Londoner Bäckereien beschäftigte Arbeiter-, gruppen dem A u sstan d a ng eschl o sse n. '. . London, 8. Mai. Der Streik hat nunmchr seine kritische P-ase erreicht. Bisher siyd Ruhestörungen nur v'e r e ist zeit vorgekommen, und zwar m d. n ärmere n S t ä d t't eilen von L o n d o n, wie H a m m e r s nt i t h und Easte nd sowie in den g-rgßen Jndustriestädteit Englands - und Schottlands. Die Ruhestörer lvaren zumeist Inge n dli che und erhielten von den Streikenden keine Unterstützung. Ernstere Nuhestörmrgen werden aus Glasgow, E d i n b o u r g h und dem Süden hon London gemeldet. In M i ddlesbor ough.wttrde der Persuch gemacht, einen Zug, der Polizei nach Baton führen sollte,.zur Entgleisung zu bringen. M Leeds wurden >Wammlungen der Streckenden durch die Polizei zerstreut. Jahxe. Wenn dieser Vorschlag durchdringt, so wird die Paßkomnriffion etwas geleistet haben. Ferner enthält das Programm die Forderung, daß die Einnahmen aus dem Paßwesen in keinem Falle höher sein dürfen als die Ausgaben und daß sie somit nicht zu einer staatlichen Einnahmequelle werden sollen. Gerade dieser Umstand hat wohl die Regierung der Vereinigten Staaten abgehalten, sich bei der Konferenz vertreten zu lassen, denn das amerikanische Verkehrsministerium lebt zu einem großen Teil noch heute von den unerhört hohen Einnahmen aus den Paß- und Bisagebühr e n und möchte sich nicht gerne auf einer internationalen Konferenz bloßstellen lassen. Am Schluffe ihres Programms beantragt die Sachverständigenkommission nock eine bessere Organisation der Paßkontrolle an den Grenzstellen, um die unerhörten Belästt» g u n g e n d e r Reisenden und die starken Verspätungen im internationalen Verkehr zu . vermeiden. - ..""f".. . . . Pirnmehr teilt aber -die- RWerung Mit, daß die Whrer der Eisenbahn- und TransportavbeitergewerEschasten alles -daransetzen, um die Zufuhr.von Lelbensmitt-eln und lebenswichtigen. Dingen zu verhindern. -Istfollgedessen ist die-R^ gierung bemüht, die Zahl der SPezialkonstabler von 20.000 auf 30.000 zu : : ^pexmehre«.; i V - - Militärisch e Beweg ü.n g-e n sind bis jetzt in größerem Ausmaß noch sticht vollzogen und Reserve-- ktäfte noch nicht ein.berufen worden. Nichtsdestoweniger sind. die S ch l ü ss e l ft e l l u n g e n v o n Dr uppen und aus verschiedenen Teilen des Landes znsammengezogenen Kräften be.setzt.. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, da gr oße Fi r itten vor der Unmöglichkeit stehen, weiter W arbeiten. In Shessield feiern 50.000 Stahlarbeiter und auch andere Gewerbe sind hiedurch berührt. In L e eds gibt es 4 0 0 0 A r b -e i t s l 'o s e. Da zwei dortige große Tuchfabriken vor der- Schliehung stehen, wird die Zahl der Arbeitslosen wahrscheinlich.heuteum weitere 1000 vermehrt werden.; Die Kosten des Streiks. Dem „Economist" zufolge kostet der Streik die Strebenden wöchentlich 4 Millionen Pfund Sterling, England dagegen erleidet monatlich eine wirtschaftliche Einbuße von 140 Millionen Psttnd. Wenn der Streik lange andauert, sei es möglich^ daß England gezwungen sein wird, einen Teil seines Auslandporteseuilles zu verkaufen oder die Goldreserven der Bank von Ettgland anzugreisen. Die englische Regierung hat den Banken die Weisung gegeben, ihre bisherige Haltung in bezug auf die Freilassung der Gelder der Trade Unions aufzugeben. Die Trade Unions besitzt bei den Banken Guthaben in der Höhe von 6 Millionen Pfund. Die Banken hatten sich in den letzten Tagen geweigert, diese Guthaben auszufolgen. Die russische Unterstützung zurückgewiesen. Das heute abends erschienene Organ des Generalrales des Gewerkschaftskongresses „The British Worker" gibt folgendes bekannt: Die gestrigen Berichte in der ausländischen Presse, daß ein Unterstützungsangebot von seiten der russischen Gewerkschaften gemacht werden würde, wurde heute vormittags infoferne bestätigt, als den» Generalrat heute ein b e st i m nr t e r B e t r a g a n g e b o 1 e n wurde. Der Rat hat die ruffischen Gewerkschaften in einer Mitteilung davon unterrichtet, daß er nicht in der Lage sei, das Angebot anzunehmen. Der Scheck ist zurückge, schickt worden. r * I 3 g o r ln Stoffen, Seide. Waschwaren etc. im Warenhaus l 11., Taborstrasse 48 Telephon 47-1-79 En gm En detail