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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-30 · Heft 2581 (30.4.1926) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2581 (30.4.1926)
Date
1926-04-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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(Staat «wmwttamg 88« 1996 An Mueuhafter Kindesmord. Dem «lade de» Eilte gräßliche Bluttat, die sich Mittwoch vormittags in Rudolstheim ereignet hat, beschäftigt die Polizeibehörden. Eine Hausgehilfin hat an ihrem Dienstort ihrem neugeborenen Kinde offenbar mit einer Schere den Kopf abgeschnitten und Kopf und Rumpf in alter Wäsche verborgen. Wir erfahren über die Bluttat folgende Einzelheiten: Bei einer Partei des Hauses Sechshauserstraße 126 ivar seit zirka fünf Monaten die am 14. April 1899 zu Grade nbcrg in Steiermark geborene Julie Burianek als .Hausgehilfin beschäftigt. In der letzten Zeit klagte sie wiederholt über heftiges Unwohlsein, .aber so oft die Dienstgeberin, die den «wahren Sachverhalt zu ahnen glaubte, ihr antrug, einen Arzt zu berufen, lehnte die Hausgehilfin dies auf das entschiedenste ab. Mittwoch mittags ümtrfce nun das Polizei-- kommissariat Rudokfsheim verständigt, daß die Hausgehilfin Burianek von plötzlichen heftigen Bluttmgen -fallen sei und ihre Ueberführung in ein Spital dringend notwendig erscheine. Ein Sanitätsauto wurde requiriert, und als die Sanitätsdiener das sich in höchster Erregung und heftigstem Unwohlsein befindliche Mädchen auf die Tragbahre hoben, um es in das Spital zu überführen, fragte die Dienstgeberin unvermittelt, was denn mit dem Kinde geschehen solle. Das Mädchen zeigte nun den Sanitätsdienern die Leiche eines Kindes, d es j e« K o p'f a b g e t r e n n t neben denr Rumpfe in einer Blutlache in schmutziger, blutbefleckter Wäsche im Klosett lag. Die Sauitäisdiener verständigten nun die Polizei und 'brachten die Hausgehilfin und die Kindesleiche auf das Polizetkommissariat Rudolfsheim. Da der Zustand der Haus- JtoM abgeschattte». gehilfin sehr ungünstig tttar, wurde sie Ju das WsaVeWiM übersithrt.! Bei tdltersuchung der Kindesleiche tvurde festgestellt, daß offenbar der Kopf des neugeborenen Mädchens mit einem scharfen Gegenstand vom Rumpfe abgetrennt worden war. Die Burianek scheint das neugeborene Mädchen zuerst gewürgt und dann getötet zu haben. Als Mordwerkzeug dürfte sie eine Schere, die stark mit Blut besudelt am Tische im Dienstbotenzrmmer aufgefunden wurde, verwendet haben. Nach der Tat hat -st Burianek die Kindesleiche offenbar im Fürsten des Dienst» botenzimmers in einem Koffer verborgen. In einem unbenlerkten Augenblick verließ sie das Zimmer — die Kindesleiche, welche sie in Leibwäsche eingehüllt hatte, nahm sie mit — und begab sich auf das Klosett, offenbar in der Absicht, die Kindesleiche in den Abortschlauch gleiten zu lassen, tvas ihr jedoch nicht gelungen ist, da der Schlauch zu eng war. . Die Burianek wurde, soweit cs ihr Zustand zuließ, im Spital einvernommen und gab an, daß sie, als sie im Klosett war, unvermutet entbunden habe. Dabei sei ihr das Kind mit dem Kopfe nach abwärts in den Abortschlauch geglitten. Als sie sich bemühte, das Kind herauszuziehen, habe sich der Kops vom Rumpfe losgerissen. Eine Tötungsäbsicht leugnete sie. Den Vater des Kindes wollte sie nicht nennen. Es besteht den Erhebungen zufolge wohl kein Zweifel, daß sie Ihr Kind ermordet hat. Die Leiche des Kindes wurde zur gerichtlichen Obduktion in das gerichtlich-medizinische Institut gelbracht. Die Burianek selbst wird, wenn sich ihr Zustand gebessert hat, dem L a n d e s g e r i cht e i ngeliefert werden. WB* IW! fcwreny U wmfli - Me lange wird man noch Kohle graben? Längstens noch tausend Jahre. Ueber die Kohle nfrage haben sich schon viele Gelehrte den >Kopf zerbrochen und sind dabei zu Rchuitaten gelangt,, die man freilich nur als Schätzungen betrachten darf, die aber mrmechrn wteressant genug sind. Sv haben die Untersuchungen des Bresl-Wer Geologen Frech ergeben, daß nm: am längsten in O ö e. rjfchlefien Kohlen abbauen wich, näntlich noch über tausend Jahre. Die Kohlenlager des Saargebietes und des Nivderrhvinisch - Westfälischen Gebietes werden noch über 800 Jahre ausreichen, ebenso die Kohlenlager Belgiens. Die Evschöpsfung der Kohlenlager der nordfranzösischen Becken wird ön 350 Jahren eintveten, die der englischen noch früher, in 250 bis 350 Jahren, die der amerikanischen sogar schon in 200 bis 300 Jahren. Sehr erschöpft sind schon heute die englischen Kohlenlager von Dnrham und Northumberlanid — man rechnet hier noch mit etwas mehr als hundert Jahren. Noch schlimmer sicht es in Mittelfrankreich und in Sachsen aus. Man wird hier kaum noch hundert Jahre Kohlen graben. Dcibei ist zu berücksichtigen, daß es sich bei diesen Angaben man den Zeitpunkt handelt, zu dem die rechirische Unmöglichkeit der Kohlenförderung mutmaßlich eintteien wird. Bedenkt man, daß der Zeitpunkt der kormnergiellen Erschöpfung, dis Zeit also, wo cs sich nicht mehr rentieren wird, Kohlen zu graben, noch viel näher gerückt ist, dann wird das Bild 'noch viel ungünstiger. Ganz besonders für England. In 6g Jahren werden die Kohlenbergwerke von Dur- Ham und Northumberland ersaufen, um das Jcchr 2200 wird man in ganz England wohl schwerlich noch Kohlen graben.. Was darin. Alle Versuche, das gegenwärtige ^Brot der Jrrdustrie", die Kchle, durch andere Kräfte z,r ersetzen, waren bisher nicht genügend — was noch lange nicht besagt, daß damit das Problem ungelöst bleiben wird. Es scheint sogar mehr als wahrscheinlich, daß unser Jahrhundert, das Jahchrrndert der Technik, die 2lrrfgabe lösen und für die Kohle einen Ersatz schaffen wird, noch che Hw Meltlager erschöpft sein werden. Und wäre dies nicht der Fall: In China ist 5tohle in so mächtigen Lagerungerr nachgewi^en, daß mrn sich heute noch gar kerne klaren Begriffe von der Ausdchrriung dieser Flöhe macherr kann. Einzelne Gelehrte haben ihre Menge größer geschätzt als die Menge oller übrigen ans der Erde vorkormnenden Kohlen. Diche Tatsache wiegt schwer mr>d läßt zwei Schlüsse zichen: Entweder es konmrt zu einon: Kampf um Sein oder Nichtsein zwischen der weißen und der gelben Rasse unr dieses Brot der Jndiustrie, wöbet die ireiße Rasse siegt — oder die „Gelben" bauen selbst ihre Lager ab, sei es nun mit oder ohne vorherigen: Kcmrps mit 'o.m Weißen. Dieses letzte würde bedeuten, daß der Schwerpunkt der Industrie und Zivilisation von Europa-Amerika nach Ostasten verschoben würde. Damit wärm die Weltreiche von heute m die Vergangenheit von Karthago, Ronr und Griechenland gefunken. Die alle Maim-Kuttur. D>e alte mittelamerikanischc Maya-Kultur ist durch die Entdeckung des Prof. Spinden, eines Spezialisten für mittelamerikanische Archäologie, .in den Mittelpunkt des Interesses gerückt worden. .Prof. Spinden hat in den im Urwald v o n Yucat an begrabenen Ruinen ungefähr 50 g u t erhaltene Gebäude ausgefunden, die wichtige Aufschlüsse über die Maya-Architektur boten und eine große Anzahl von Hieroglyphe): enthalten, derer: Entzifferung allerdings, mit Ausnahme der Kalenderzeichen, bisher noch nicht gelungen ist. Bon besonderem Interesse ist ein in. Mngel ausgefundenes Tempelgebäude, das ettva 20 Meter hoch ist, eine ruude Kuppel besitzt und sehr schöne; Säulen soivw eine große Freitreppe aufweist. In Chi cch l-n und Jtza, der Hauptstadt der Mayas wurde ein ganzer Tempelbezirk mit einer großen Zahl von Tempeln ausgefunden. In diesen: Bezirk befand sich unter anderem ein Ballspielplatz, ein zehn Meter tiefer künstlicher See mit gemauerter Einfassung, der zur Ertränklmg dev den Göttern geopferten Jungfrauen diente'. Der Boden des Sees war mit Menschenknochen bedeckt. Bei den Ausgrabungen handelt es sich um Niederlassungen, oie die Mayas nach ihrer Vertreibung ans den: Norden Mexikos durch die Tolteken gründete)). Die Kunst, schön zu gehe». Barbey ü'Aurevilly, der Dandy unter den sranzösifchen Dichtern, nannte einmal die schöne Haltung „die Physiognomie des Körpers". Diesen Worten hat man in Paris jetzt -- allerdings ein bißchen spät — Gehör geschenkt, «indem matt eine 3 cf) ul >2 für s chöne Körperhaltung eröffnete. Von vornhereir: sei gesagt, daß diese Schule von recht vielen anmutigen Mädchen besucht wird. Der Unterricht umfaßt zwei Kurse: im erste:: Kursus wird gelehrt, wie mau auf der Straße zu gehen, in: zweiten, wie man.sich in der: Salons üi:i> •iu fielt Thcaicrn gu bewegen hat. Ausgehend von der Beobachtung, daß die griechischen Frauen', die Amphoren tragen, eine reize: de ästhetische Haltung haben, nötigeu die Lehrerinnen ihre Schülerinnen, mit Wasser gefüllte Gefäße auf den 5t!opf zu nehmen und van» Gehversuche zu machen. Die Geh- Übungen der mit Amphoren belasteten Mädchen erfolge:) unter rhythmischer Begleitung einer eigens für Viesen Zweck forn« poniertet) Mufif. Ti'eses Gehe n nute r M u s >i «k b e g l e tuug verleiht den Bewegungen der jungen Dametl eine Grazie sonbergleichen und bringt ihnen Sinn'für Rhythmus bei. Die Schule für schöne Haltung ha: einen beträchrüch'ii Erfolg und wich bei den Pariserinnen große Mo')c, denn alle Dauern wollen schön gehen lernen, Der Klub der Pantoffelhelden. Fri'cher ivaren die Pantoffelhelden und die . Schwiegerutütter beliebte Objekte für ,nehr oder minder geschmackvolle Witze.. Das ist jetzt anders gewochen. Die Schwiegermutter von cinft ist verschwunden. Die ist durchaus nicht mehr so rundlich, hat so gar ))ichts Matronenhaftes mehr, sie wetteifert in Jugeridlichkeit mit der Tochter, und wem: beide knrzgerockt und soidenbostriMtpft über die Straße gehet), den Hut kokett auf den: Bubikopf, dann kann nran sie oft eher für Schwestern als für Mutter und Tochter haltet). Die Schwieigermntter von heute ist infolge ihrer Jugendlichkeit iveniger bösartig als chedem. Sie hat Chamte nnd es gibt Schwiegersöhne, die ihre Schwiegermutter charmattter findet: als die eigene Frau. Früher wäre ein Fall fast undenkbar Mvvsen, wie der, der sich vor kurzen) -in London zugetragen hat. Dort wurde ein Mann Kt einer dreimonatiger: Gefängnis st rase verurteilt, weil er seine Frau mittÄos zurückgeilassen hatte. Während die Frau sich zuhause die Augen ausweinte, lebte der Mann friedlich und vergnügt bei der Schwiegermutter, und den: Richter gegenüber konnte er als einzige Entschuldigung nur anführetl, daß es ihm eben bei der Schwiegermutter viel besser gefalle als bei der eigetten Frau. Der Richter konnte nichts weiter als die Achseln zucken. In solchen Fällen ist auch nichts zu machen. Der Pantoffelheld dagegen existiert noch. Er hat sich im Laufe der Jahrzchnte nicht verätldert. Er zeichnet sich vor alley: dadurch aus, daß er — noch immer leugnet. Kein Pantoffelheld wird zugeben, daß er es ist. Aber cs gibt noch ehrliche Pantoffelhelden, Männer, wenn man so sagen darf, die.den Mut haben, öffentlich vor aller Welt einzugestchen, daß. sie PantoffolheLen sind. Und die das äußerlich dokumentieren durch Grüttdnng eines Klubs. Ein solcher Klub existiert in London. Er nennt sich ganz offiziell „The Henpecked Club", also Klub der P o n t o f f e l h e I d e n, nnd er beruht durchaus nicht, wie man meinen törntte, aus revolutionärer Grundlage. Es ist kein Klub, der seilten Mitglieden Heu Rücken stärken, an ihre, männliche Würde appellieret:, oder sie gar gegen die / Frauen ausveizeu tnöchte. O nein. Die Klubmitglieder sind zufrieden genug, wenn sie ein paar Stunden under sich seit: können, in aller Rtthe, fern von der höheren Gewalt, um die häusliche): Sorget: zu vergessen oder die gegenseitiget: Erfahruttget: in ihrem jelv.eiliget: „sweet hon:«", wie der Ettlglätrder sein „trautes Hein:" zu bezeichnet: pflegt, auszntauschett. Im Klub kann wem singen und lachen, kann man Witze erzäh.'en und ausgelassen sein, kann man rauchen und die Beine auf den Tisch lcgen, kurz, kann man alles das tun, was nun: iu der Regel zu Hause nicht tut oder nicht tun darf. Der Henpeck Cltlb soll im übrigen der einzige Klub in London sein, .gegen den die Frauen nichts ein zu wenden haben. Sie sollen die Mitgliedschaft des Klubs sogar begünstigen. Allchr katln eine Frau ja schließlich von ihrem Manne rucht verlangen, als daß er durch die Zugehörigkeit zmn Klub öffentlich eingestcht, daß sie cs ist, die det: Pantoffvl schlvingt. KrimInalogUche Ausstellung in Budaveft. Aus Budapest wird uns berichtet: Es steht nun" mehr fest, daß die schon vor längerer Zeit beschlossene Kriminalogische Ausstellung am 29. Mai in Budapest eröffnet werden wird. Ob es nicht doch noch zu früh ist, diese Ausstellung scholl jetzt unter dem gegenwärtiger: Oiegime zu veranstalten, wird in den toeitesten Kreiserr Ungarns, besonders aber int Ausland, stark bezweifelt, dem: das Reservoir, ans den: das interessanteste und abschreckendste Material für eine ungarische Kriminalogische Ausstellung geholt rverd'en/ könnte, ist noch lauge nicht erschöpft. Jeder Tag bringt neue kriminalistische Enthüllungen, die Corpora delicti füllen schon. ganze Gebäude, sofern sie nicht rechtzeitig beiseite geschafft -oder verbrainnt wurden. Wie kommen alt die patriotischen Verbrecher, die verbrecherische» Offiziere« die schon erwischt wurden oder ntorgen demaskiert werden, dazu, in: Pantheon pattiotischen Verbrechergeistes übergangen zu werden? * Nach dem über die bevorstehende Ausstellung ausgegebenen Communique zu schließen, tvird diese Kriminalogische Schaustellung äußerst lückenhaft sein. So wird die vor cittigen Monaten im Atelier eines berühmten ungarischen Bildhauers hergestellte Büste des verdienstvollen Landespolizeichefs Nä do s s y fehlen, auch von den Massenmördern Ivan Hej jas^ Graf Salm, Michael Fr an er a- Kiß und ihren Mordwerkzeugen wird, nichts zu sehen sein. In tye ungarische Kriminalogische Ausstellung gehören auch die Bombe,nwerfer von Cfongrad mitsamt den Richtern, die sie freigesprochen haben. Daß die Hölle von Zalaegerszeg, etz:e Photographie der Folterkammern im Brittanniahotet. nnd den verschiedenen Kasernen in die KrimiMlogische Ausstellung gehören, ist ebenfv sicher, wie, daß in der Vorhalle der Ausstellung hie überlebensgroße Reiterstatue d^s „Baoe" meisters" Horthy Aufftellumg finden müßte, wenn dick Ausstellmtg wirklich eit: richtiges Bild der -ungarischen Krimüralität geben soll. ' Ehescheidung der GrSstn Bern Lolftvi. Aus Prag wird uns gemeldet: Die Gräfin Vera Tolstoi, eine Enkelin Leo Tolstois, die im Jahre 1922 in einem bosnischen Dms nach mohammedanischem 9t: tu 8 den damals dort anfässigen Prager Kaufmann Bakowslky gchöiratet hatte und dam: mit ihn: und ihvesn Kinde nach Pwg überfiedelt war, klagte dein: Prager ZivNaudcsgericht ans Ung-ültigke.rtserklärnng der Ehe. Sie begründet ihr Verlangen damit, daß der nach mvhammedanifchem Ritus geschlossene Ehebund ungültig sei, weil er unter Außerachtlassung der in der Tschechoflowaier utld Jugoflawren binderten gesetzlichen Normen und bloß zur Bemäntelung eines L i e b e s v -L r h ä l t n i f so s erfolgt war, ferner weil Bakowslkys erste Ehe erst nach der zweiten Heirat rechtskräftig ge-, trennt wurde. Tatsächlich bewog sie, wie Gräfin Tolstoi selbst erklärt^ der Umstand zur Eindringung der Klage ans Ungültigkeitserklämng der Ehe, daß Bakowsky, der früher Millionär war, insovge schwerer geschäftlicher Verluste sein!! Vermögen «ingebüßt hat und weil es ihr lieber sei, daß ihr Kind als unehelich .gelte und daher den Nanten eines Grasen Tolstoi führen kann. Das Gericht gab der Klag« statt und 'erklärte die Che für ::ngüIitg. Bor dem Ende des Merftrettr? Tie Entscheidung fillt heut-. gm Lause des gestrigen Tages hatte Ministet a. Di. Heinl sowohl mit den Vertretern der Brauherren als auch mit den Delegierten der Gaftitvirtegenosienschast, und zwar mit jeder Gruppe getrennt, lärtgere BesPlKchungen. -Beide Streitteile nahmen hierauf in gesonderten Beratungen zu den Vorschlägen, die Minister a. D. Heins zur Beilegung des Konfliktes gemacht hat, Stellung. Die Gast« wirtegenossenschast hat noch siir die Nachtstunden die Ob«, männer der Bezirksorganisatwnen zu einer Besprechung ein«, geladen, in welcher über den Stand der Angelegenheit Bericht erstattet wurde. Der Versammlung wchnte auch Minister a. D. Heinl bei. Eine endgültige Stellungnahme zu den Bort, schlagen wird erst heute vormittags stattfinden. In den Bvratungen war bereits eine gewisie AnNäherung dee Standpunkte beider Streitteile echrmrdar.

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