Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2580 (29.4.1926)
- Date
- 1926-04-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2580 Mn» Donnerstag ©leitet Morsenzeitunt, 29. April m Me 1 Ketterl ist eine an allen früheren Höfen Europas bekannte Persönlichkeit. Zu seinen besonderen Obliegenheiten gehörte die etikettenmäßige Auswahl der Uniformen deS Kaisers. Er gatt auch auf dem Gebiete -er Unisormknnde sozusagen als Gelchrter. Cr trug die Barttracht des Kaisers und sein würdevolles Gehaben soll im Antichambre des Monarchen sogar zu vielbesprochenen Verwechslungen Anlaß geboten haben. Dem damaligen Anwalt des Kaiserhauses, Hofrat Dr. Ta lisch er, gelan-g es, einen Vergleich mit den Leibdiemrn zu treffen. Ketterl hatte für die Dienstleistung während der Tobeskrankhe.it des Kaisers 14.000 Kronen verlangt. Die anderen Kammerdiener wurden mir 2000 biS 2500 Kronen abgofertigt und stellten dagegen di« erwähnte Generalquitmng aus. Den beklagten Mitgliedern des ehemaligen Kaiserhauses würbe eine Frist zur Klagebeantwortung bis zum 7. Mai emgeraumt. Sin antisemitischer Redakteur verurteilt. Aus Lodz wird uns gemeldet: Noch vor einem Jahre wurde hier ans antisemitischen Gründen der Verein der jüdischen Zeitungsvevkäufer vom RegierungIkommissär eingelöst. Das hiesige antisemitische Blättchen „Rqztvoj" hat dieses Ereignis zum Anlaß einer niederträchtigen Kampagne gegen den Mischen Verein genommen und in einem lein* Heren Artikel behauptet, der Verein betreibe kommunistische staatsfeindliche Propaganda. Die Verwaltung des jüdischen ZeilungsverEäufervereines hat nun eine Klage gegen den Redakteur des „RoKvoj", Herrn DhaMus Tschajewski, lvegen Ehrenbeleidigung eingebracht. Gestern fand in dieser Angelegenheit die gerichtliche Verhandlung statt. Der vom Vorsitzenden angeregte Vergleich scheiterte daran, daß der Redakteur des antisemitischen Blattes eine Berichtigung der damaligen verleumderischen Nachricht vom 4. November 1025 nicht bringet, wollte. Nach Vernehmung der Zeugen, die durchwegs erklärt haben, sich nie mit Politik beschäftigt zu haben, führte der Advokat Lifschitz aus, daß die niederträchtige Verleumdung armer Juden, die dem Verein einen ungeheuren Schaden zngefügt hat, schärfste Verurteilung verdient. Der Gerichtshof verurteilte den antisemitischen Redakteur lediglich zu einer Geldstrafe von 200 Zloty. Der Vertreter der Kläger meldete hierauf sofort Berufung an und erklärte, daß er unbedingt eine Arreststrafe für den Redakteur verlangen muß. Ein Wlog zum Steiger-Prozeß. Ans Warschau wird uns gemeldet: Während des Steiger-Prozesses in Lemberg kam es, wie erinnerlich, zu einem Konflikt zwischen dem Vorsitzenden Dr. Franke und dem Verteidiger Dr. Landau, der infolge einer unerhörten Verdächtigungen des Zeugen, gewesenen Inspektors Lukomski, gegen die Verteidigung die Bemerkung machte, Herr Lukomski sei nicht fähig, die Verteidigung zu beleidigen. Für diese Bemerkung verurteilte der Vorsitzende den Verteidiger Dr. Landau $u einer Disziplinastrase in der Höhe von 100 Zloty, worauf Doktor Landau die 100 Zloty sofort auf den Tisch des Gerichtshofes Hofes ein und führte dort aus, daß das Gesetz keim Beleidigung des Gerichtshofes und verurteilte Dr. Landau zu einer neuerlichen Disziplinarstrafe von 100 Zloty. Gegen diese Entscheidung des Vorsitzenden brachte Doktor Landau eine Klage beim Staatsanwalt des Obersten Gerichtshofes ein und führte dort aus, daß das Gesetz Peine Beleidigung' darin sehen könne, daß eine Geldstrafe unverzüglich entrichtet wird. Der Oberste Gerichtshof stimmte diesen Ausführungen des Klägers Dr. Landau bei und beschloß in geheimer Sitzung, der Klage Landaus stattzugeben und den Beschluß des Lemberger Gerichtes in Angelegenheit der zweiten Disziplinarstrafe aufzuheben. ' . ‘ Der Raubanfall an dem Kassenboten Marisch. Bor einem Schöffensenat unter Vorsitz des Hofrates Dr. B i l l e k hatten sich gestern wegen DandendiebstaUes und Falschmeldungm der 84zährige Kaufmann Umberto Milani und der 43zährige Kaufmann Maroello Fava, beide italienische Staatsangehörige. zu verantworten. Es wird ihnen zur Last gelegt, am 24. Jänner 1934 dem Geschäftsdiener >der Hutfirma Brüder Böhm, Adalbert Marisch, auf .den Tuchlauben unter sensationellen Umständen einen Gelosack mit 92 Millionen Kronen Inhal: geraubt zu haben. Der Kassebote wollte zwei Personen, die vom Boden Geld aujklauibten, vchMich sein,'bückte sich und in diesem A,egenblick wurde ihm der Geldsack entrissen. Den Tätern gelang es. zu entkommen. Zwei Tage später wurde in Prag .unter ähnlichen Umständen dem Kasseboten Wenzel Fleischmann eine Handtasche mit 10.000 Dollar und 80.000 Tschewen- Itotteu geraubt. Der Dieb wurde damals in der Person des Anton Eensi sestgenommen, jedoch fand man bei ihmkein Geld. Kurz nachher wurde im .Hotel Post in Wien der Italiener Eligio Casini verhaftet, weil man bei ihm einen Teil des Gepäcks der in Prag 'festgenommenen Räuber entdeckt hatte. Casini wurde wogen Mitschuld an dem an Marisch verübten Verbrechen verurteilt. Cenfi, der in Wahrheit Umberto Milani heißt, sowie Maroello Fava wurden wegen des Prager Kassenraubes abgeurteilt. Im Jänner dieses Jahves. kamen sie. nach schüft einen Indizienbeweis siihrte. Der Gerichtshof erkannte beide Angeklagte schuldig und verurteilt« sie zu einer Zusatzstrafe von zwei I a h r en schweren Kerkers. Außerdem wurde gegen sie die Landesverweisung ausgesprochen.' Als das Bier «och schäumte... Der Gastwirt Florian Schuh und seine Gattrn waren vor dem Bezirksgericht Fünf- Haus wegen Uebertretung des LebenSmittelgesetzes angellagt. Der Wirt verwendete nämlich den Ueberschaum des einen Bierglases für andere Biergläser und bewirkte dadurch, wie in dem Sachverständigengutachten auSaeführt wurde, eine erhebliche Verschlechterung oeS Bieres. (Diese Praxis wird übrigens m sehr vielen Wirtsbetrieben geübt.) Der Richter verurteilte Florian Schuh, dem auch eine Amtsehrenbeleioigung zur Last lag, zu «drei Tagen Arrests, sprach seine Gattin wegen Uebertretung gegen das Löbensmittelaefetz frei, verurteilte sie jedoch wegen Ämtsehrenbeleidigung gleichfalls zu drei Lagen Volkswirt. Keineßtmötzigungveröstekreichischen Bankrate. AMehnung des Antrages durch den Generalrat. . In Finanzkreisen wurde allgemein die Ermäßigung der Bankrate für Ende April erwartet. Nun hat gestern der Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank beschlossen, von einer solchen Maßnahme a bz u s e h e n. Die Ursachen sind ziemlich unklar. Der Geldmarkt hat sich auf eine Ermäßigung eingerichtet. Der private Diskontsatz beträgt jetzt nur mehr 6,5 Prozent. Als Ende März die Ermäßigung von 8 auf 7,5 Prozent vorgenommen wurde, galt es als stillschweigendes Kompromiß mit den Banken, daß eine weitere Ermäßigung Ende April eintreten werde. Wenn diese trotz des büligen Geldzinsfußes nicht eingetreten ist, so scheinen hier einerseits Bedenken derBanken mitgewirkt zu haben, die eine Abnahme der Einlagen und der fremden Gelder bei weiterer Herabsetzung des Zinsfußes befürchten, eine Maßnahme, die von ihnen jetzt, vor der. Auszahlung der Dividende, besonders unangenehm empfunden werden könnte. Andererseits scheinen aber auch die bekannten Speknlationsbedenken des Präsidenten Reisch eine Nolle gespielt zu haben, der angesichts der spekulativen Wurzeln, die jetzt an der Börse Boden zu fassen beginnen, nunmehr durch die Vermeidung einer Diskontermäßigung jede Ausartung der Spekulation verhindern will. Endlich aber scheinen auch Bedenken mit Rücksicht auf die Gestaltung des Weltgeld markt e s eine gewisse Rolle zu spielen. In Deutschland scheint trotz der Nachrichten über eine bevorstehende Ermäßigung doch in seriösen Finanzkreisen die Befürchtung einer Versteifung des Geldmarktes zu bestehen. Dies dürfte mit der Ankündigung einer Reihe von Neuemissionen Zusammenhängen. Dre momentane Verflüssigung des Geldmarktes und die Herabsetzung des Privatdiskontsatzes hat nicht vermocht, diese Bedenken zu zerstreuen. Der deutsche Privatdiskont für Dreimonatwechsel beträgt 47/s Prozent. Bekanntlich hat die Marge zwischen Deutschland und Oesterreich zur Folge gehabt, daß kurzfristige deutsche Gelder ihren Weg nach Oesterreich genommen haben. . In Engl and ist der.^Markt etwas knapper. Tägliches Gew notierte vorübergehend bis zu 5 Prozent. Die Inanspruchnahme des Londoner Marktes für die Kolonien und das Ausland hat eine gewisse Zurückhaltung der Situation auf dem Londoner Markte zur Folge. In Oesterreich hat der Barschätz nach dem Ausweis der dritten Aprilwoche eine kleine Vermehrung aufzuweifen. Er beträgt 500 Millionen. Das Eskömpteportefeuille hat sich um 5 Millionen auf 73,8 Millionen I vermindert. Der Notenumlauf hat ebenfalls eine Verminderung um 19 Millionen auf 37 Millionen erfahren. Nachstehend das offizielle Communique: Gestern hat der Generalrat der Oesterreichischen Nationalbank unter dem Vorsitz seines Präsidenten, Ministers a. D. Dr. Reisch, seine diesmonätliche Sitzung abgehalten. Anschließend an den Geschäftsbericht stellte Generalrat S t e r n den Antrag auf Ermäßigung der Bankrate um 0,5 Prozent, wodurch der Satz von 7 Prozent erreicht werde, für welchen er sich schon in der letzten Sitzung ausgesprochen habe. Der Stand des Noteninstitutes und die Situation auf dem offenen Geldmärkte würden eine solche Maßnahme als durchaus gerechtfertigt erscheinen lassen; sie müsse auch im Interesse der Verbilligung der Geldbeschaffung für die Produktion gefordert werden, zumal sich vom währungspolitischen Standpunkte keinerlei Bedenken ergeben. In der darauffolgenden Debatte, in welcher die Verhältnisse, auf dem Geldmärkte eingehend erörtert wurden, kam übereinstimmend mit den Ausführungen des Geschäftsberichtes die Anschauung zur Geltung, daß Po rer st die weitere Entwicklung auf den internationalen Geldmärkten und das Verhalten der maßgebenden europäischen Notenbanken abzuwarten wäre. Der Antrag des Generalrates Stern wurde bei der Abstimmung mit allen Stimmen gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Im übrigen gelangten nur einige administrative Angelegenheiten zur Erledigung. . Der deutsche Reichsbankpräsident Uber eine Drskontermähigung. Berlin, 28. April. (Wolfs.) In der heutigen Versammlung des Deutschen Industrie- und Handelstages führte Reichsbankpräsident Dr. Schacht n. a. aus, an die Prüfung der Frage, ob eine neue Diskontermäßigung möglich sei, müsse mit großer Zurückhaltung yerangegangen werden. Infolge der Geldflüssigkeit bestehe an der Börse die Neigung, für die langfristigen Anlagen kurzfristige Gelder aufzunehmen. Demgegenüber bestehe nun die Möglichkeit, daß diese langfristig beschäftigten kurzfristigen Gelder zu einer Zeit abbernfen werden, wo.sie von den langfristigen Kreditnehmern nicht entbehrt werden könnten. Mau müsse deshalb die weitere Enlu Zklung scharf beobachten. Wenn die Reichsbank eine .twutermäßignug nach Maßgabe der gesamten Ver,ä!tnisse für möglich hält, wird sie nicht zögern, sie vorzunehmen. Sie klnbringlichleir polnischer Forderungen. Schwierigkeiten infolge der verschärften Devisenvorschriften. Ein Communique des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft meldet: „Dem Gremium der Wiener Kaufmannschaft kommen aus Kreisen der nach Polen exportierenden Kaufmannschaft zahlreiche Beschwerden über die durch die derzeitigen polnischen Devisenvorschriften und ihre Handhabung hervorgerufene Situation zu. Effektive Zahlung ist fast nicht zu erlangen, da sich die polnischen Kunden darauf berufen, daß sie Ueberwcisungeu, sei es in Valuten, sei es in Zloty, ins Ausland nicht vornehmen können; überdies stehen die Notare in Polen ans dem Standpunkt, daß selbst bei Wechseln, welche auf fremde Valuten effektiv lauten, wenn die Zahlung in Zloty, und z»var zum amtlichen Kurse erfolgt, ein Protest nicht erhoben wird. So erhielt eine Wiener Firma ein Schreiben ihrer polnischen Bauwerbiudung, das folgendermaßen lautet: „Infolge der zwischen den Banken getroffenen Vereinbarung kann das gesamte Devisengeschäft nur noch zu de n amtlichen Warschauer Börsenkursen vorgcnommen werden. Es ist daher damit zu rechnen, daß die für die Bezahlung von Währung-Wechseln 'benötigten Devisen nicht beschafft werden können, so daß die Kunden selbst bei Wechseln, welche über „effektive" Währung lauten, Zahlungen in Zloty, und zwar zu den anttlichen Kursen, leisten werden. Obwohl wir stets bestrebt sein werden, Ihnen den Gegenwert solcher Abschnitte in effektiver Währung zu überweisen, wollen wir Sie darauf aufinerksam machen, daß wir jede Verantwortung für die etwa entstehenden Kursverluste und sonstigen Schäden, die sich ans der Unmöglichkeit der Devisenbeschaffung ergeben sollten, ablehnen ntüssen." Es braucht wohl nicht näher darauf hingewiesen werden, daß die nach Polen exportierenden Kauslcute durch dieses Vorgehen nicht nur einen Kursverlust erleiden, der der Spannung zwischen dem effektiven und dem amtlichen (Inlands-) Kurse der fremden Valuten gegen Zloty entspricht, sondern durch die Unmöglichkeit, die fremden Valuten zu erlangen, auch bei weiterem Sinken des Zlory noch darüber hinaus Kursverluste zu gewärtigen haben. Bei dieser Situation ist ein weiterer Export nach Polen so gut wie ausgeschlossen. Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft' hat sich daher an das Bundesministerium für Aeußeres und an das Bundesministerium für Handel und Verkehr mit dem Ersuchen gewendet, ehestens Schritte einzuleilen, um Abhilfe zu schaffen und notwendigenfalls Repressivmaßnahmen einzuleiten." Eine neue Sparnrethode in Polen. WarschM, 28. April. (P. T.-A.) Seit kurzem ist in Polen eine neue Type von Sparkassabüchern emgeführt. Diese Spar« kassabücher lauten auf 1000 Zloty, die nach zehn Jahren oder schon früher auf Grund der Ziehung zahlbar sind, die jährlich viermal statffmdet. Bei jeder Ziehung werden von je tausend Sparkassabüchern drei gezogen, auf die mindestens drei Einzahlungen zu 7 Zloty für drei. aufeinanderfolgende Monate geleistet worden sein müssen. Ein Jahr nach dem Ausstellungsdatum des Sparkafsabuches hat der Einleger das Recht, den eingezahlten Betrag zu beheben, in diesem Fall zahlt ihm die Polnische Postfpackassa den Wert der Einlage zum Datum der letzten Einzahlung nach einem gewissen Schlüssel aus. Weisen die Einzahlungen eine Unterrechnung von drei Monaten oder mehr aus, dann wird der Zeitpunkt der Rückzahlung des Kapitals um die gleiche Zeit hmausgeschoben. Sie Türkei gründet Hyvothekarinftitute. Bekanntlich besteht in der Türkei keine geregelte Grundbuchführung, infolgedessen war bisher in den türkischen Gebieten die Einführung des Hhpothekargeschäftes unmöglich. In Palästina ist als erstem früher türkischem Gebiete Abhilfe geschaffen worden. Nun schreitet.auch die Türkei an die Gründung von Hypothekarmstituten. Als eine' der ersten wirtschaftlichen Auswirkungen -ek Modernisierung der Rechtsverhältnisse in der Türkei wird die Gründung einer Jmmobilienkreditbank anzusprechen sein, deren Projekt nach seiner Billigung durch den Minffterrat soeben der Großen Nationalversammlung zugegangen ist. Unter dem früher in der Türkei gültigen Medjellch fehlten bekanntlich die Rechtsunterlagen für das Funktionieren eines derartigen Kreditinstituts, das erst mit der Schaffung eines Hhpothekenrechtes ins Leben gemfen werden konnte. Insofern wird die neue Bank eine Epoche für die Türkei bedeuten, obwohl wegen ihrer vorläufig recht bescheidenen Mittel rdas Kalital soll 20 Millionen türkische Pfund betragen — ihre praktische Bedeutung nicht überschätzt zu werden braucht. Das Anfangskapital wird, soweit es nicht durch öffentliche Subskription von. der Regierung und der Agrarbank gedeckt ist, die auch ein Regierungsinstitut ist, hergegeben werden; dazu kommen für ungefähr 4 Millionen Mündelgelder, die allerdings nur als Depositen aufgeführt werden sollen. Di« Bank wird sich verschiedener Vorrechte erfreuen, unter anderem soll sie von der Zahlung von Te'legraphengebühren und des Poftportos befreit tverdsn. Filialen werden wahrscheinlich in den folgenden fünfzehn Zonen eröffnet werden: Angora, Konstantinopel, Smyrna, Karassi, Brussa, Eski-she'ihir, Aidin, Magnesia, Jneboli, Samsun, Trapezunt, Adalia, Adana, Kpnia und Tiarbckir. Die Bank wird langfristige Darlehen gegen Verpfändung von bebautem und unbebautem Terrain gervähren und im Falle ihres Zustandekomniens. sicht man einer Belebung der Bautätigkeit in der Türkei entgegen. Wohl im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bankgründung wird der Organisation des Katasters, der in der Türke; so gut wie schlt, ganz besondere Aufmerksanikeit zugetvand't. Der Direktor des Lausanner Katasters, Herr Louis Hugues. der bereits im i'ono.u Fahre ch*i* Regierung ein Orgauisatiousprojekt uberreuhr halte, wurde telegraphisch nach Angora de- Mü. m tei am Ih düs sM Mtz,