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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-24 · Heft 2575 (24.4.1926) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2575 (24.4.1926)
Date
1926-04-24
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Ar. 2575 Men, Samstag „Trotzdem läßt sich nicht leugnen, daß eine ziemlich lvesentliche und politisch wettvolle E n t s P a n n u n g irr der polnischen Oeffentlichkeit bezüglich ihrer judenfeindlichen Einstellung eingetreten ist. Wenn sich aber in der Durchführung dieser „Ugoda" nur spärliche Positive Resultate gezeigt haben, so ist dies in erster Reihe auf die Haltung des Herrn Stanislaus G r a b s f t zurückzusühren, der Zwar Verpflichtungen (als Vertreter der Regierung zur Zeit des Abschlusses der Ugoda) zusammen mit Herrn Skrzynski (dem damaligen Minister des Aeußern) übernommen hat, sich aber nachher nicht scheute, )ie wesentlichen Verpflichtungen glatt abzuleugnen. Ls ist nur bedauerlich, daß sich im jüdischen Lager Politiker finden, die in der gegenseitigen Auseinandersetzung über )en Inhalt der Verständigung zwischen Reich-Thon einerseits und Grabski andererseits, eher der Wahrheitsliebe . Grabskis als der der jüdischen Politiker Glauben schenken. Dieser Umstand zwingt den objektiven Beobachter zu der Vermutung, daß es sich in diesem Falle darum handelt, den politischen Gegner zu treffen. Daß eine solche Taktik der jüdischen Sache schädlich ist, braucht nicht näher beleuchtet zu werden." Frage: Was glauben Sie über die lveiteren Wege der jüdischen Politik? „Die jüdische Politik tritt jetzt in die z w e i t e Phase der Ugoda ein. Es ist erfreulich, daß das neue Präsidium des Klubs weiterhin bestrebt ist, die polnische Regierung zu bestimmen, die wichtigsten Bestimmungen der Ugoda in der nächsten Zeit durchzuführen. Sollten Ziese Bestimmungen von Erfolg gekrönt sein, so wird diese Tatsache auf Rechnung der Ugoda zu buchen sein, obzwar )ie gegenwärtige Leitung des Klubs sich als Gegner dieser Ugoda gezeigt hat." Frage: Welchen Einfluß hatte diese politische Meinungsverschiedenheit auf die inneren z i o n i st ischen Verhältnisse in Polen? „Ich kann nur die erfreuliche Tatsache mitteilen, daß die Zweite allpolnische zionistische Konferenz trotz der scharfen Tonart schließlich die politische Einheit der z i o n i st i s ch e n Front in Polen erhalten und, wie ich glaube, gestärkt hat." Frage: Glauben Sie nicht, daß die Gegnerschaft gegenüber der Ugoda seitens einiger jüdischer Politiker zurch die traurige wirtschaftliche Lage der Juden in Polen erklärlich erscheint? „Die Gegner der bisherigen Politik fanden eine große Stütze in der nicht abzuleugnenden Tatsache, daß die wirtschaftliche Exterminationspolitik gegenüber den Juden fort- -auert und angesichts der gegenwärtig unbeschreiblichen Notlage der Juden heit besonders krasse formen angenommen hat." Sejmdeputierter Dr. Weinzieher. Die polnisch-jüdische Verständigung wurde von: Sejm-- oeputierten Grünbaum „Ugoda" genannt. Ugoda hat in Polen feine historisch-verächtliche Tradition. Ugoda wurde in Polen teuer berüchtigte Pakt genannt, den ein Teil der polnischen Gesellschaft seinerzeit mit dem Zarismus abgeschlossen hat. In diesem Pakt wurde für die ErMung einiger kultureller Postulate polnrscherseits auf die SMtändigkeitsbestrebungen verzichtet. Dieser Pakt wurde von dem radikalen Teil der polni- _Mener MorgenzellitNft_ schen Gesellschaft mit dem verächtlichen Namen Ugoda gestempelt. Diese Terminologie ist von Herrn Grünbaum wörtlich ans die Verständigung Grabski-Dkrzynski mit dem jüdischen Kolo übertragen worden. Gänzlich unrichtig und unstichhältig, weil jüdischerseits anfkeines der Rechte verzichtet wurde." Was denken Sie über das Verhältnis der gegenwärtigen Leitung zur Ugoda? „Tie Lage der gegemvärtigen Leitung des Klubs hat sich angesichts der Nichteinhaltung der seitens der Regierung eingegangenen Verpflichtungen nur wenig verändert. Als Minister Skrzynski sich nach Amerika begeben sollte, schien es ihm opportun, für den Zweck seiner Reise eine jüdische Manifestation, die die große Mehrheit des Kolo billigte, 31t erlangen. Auf diese Weise kam jene d e m 0 n st r a t i v e Deklaration zustande, welche das frühere Präsidium abgegeben hat. Gegenwärtig verlangt niemand nach einer solchen Demonstration und der Präsident Abg. Hartglas hat ausdrücklich erklärt, daß für die Erfüllung der gerechten jüdischen Forderungen, die in der Verfassung und in den internationalen Verträgen verankert sind, das Judentum Polens keinen speziellen Preis bezahlen werde. Heber unser Verhältnis zu den übrigen nationalen Minderheiten will ich bemerken, daß die Verständigung diesbezüglich nichts geändert hat. Zlvar dachte Herr Stanislaus G r a b s k i daran, uns zu bewegen, daß wir die übrigen nationalen Minderheiten in ihrem Kampfe nicht unterstützen sollen, allein der Klub zeigte keine Lust dazu, und in der Deklaration, die ich zusammen mit Herrn Hartglas die Ehre hatte zu redigieren, wurde ausdrücklich betont, daß wir Juden die gerechten Forderungen der nationalen Minderheiten immer unterstützen werden. Gerecht sind für uns jene Forderungen, die innerhalb der Staatsgrenzen erfüllt werden können, die keine Jrredenta darstellen. Unser Verhältnis zu den übrigen Minderheiten hat sich demnach nicht geändert. Der Standpunkt Grüntaums und seiner Freunde, der dahingeht, mit den übrigen nationalen Minderheiten eine gemeinsame Front in allen Angelegenheiten zu bilden, findet weder im Klub noch bei den übrigen Minderheiten selbst Anerkennung. Als Beweis will ich das Verhalten der Minderheiten auf dem K 0 rr g r e ß für die Minderheiten im verflossenen Jahre in Genf anführen. Nur die jüdischen und die deutschen Minoritäten beteiligten sich an diesem Kongreß, die Weißrussen und die Ukrainer nahmen an den Beratungen nur als Beobachter teil, da sie nicht Universitätsrechte, sondern nur das Recht auf Selbstbestimmung verlangten. Ile Verhandlungen des Wischen Sejmllnbr mit der Negierung. Sonntagsruhe. — Numerus clausus. — Jndustriegesetz. — Revision der Konzessionen. Der Präsident der polnischen Republik Wojeiechowskihat die Demission des Kabinetts nicht angenommen. Ministerpräsident Skrzynski und seine Kollegen bleiben daher mindestens bis zur Erledigung, der dringenden Angelegenheiten, in erster Linie des B u d g e t p r 0 v i f 0 r i u m s, auf ihren. Posten. Die Details der letzten Konferenzen des jüdischen Sejmklubs mit der Regierung, auf die Mnifterprälsident Skrzynski anläßlich seiner Anwesenheit in Wien unserem Vertreter gegenüber verwiesen hat, behalten daher ihre politische Aktualität. Ta die Forderungen für das polnische Judenlum von großer Wichtigkeit sind und von ihrer materiellen 24. April I92tz Dem 8 rühjahrsmüdigkeit {ft eine bekannte Erscheinung, der wir alle mehr oder weniger unterliegen Solchen natürlichen Vorkommnissen begegnet man auch auf natürlichem Wege: Durch Kräftigung und Anregung des Organismus > . y> das bekannte Phosphor- Eiweißvräparat.bietet dem Körper alle die Stoffe, die er als Kraftreserven für Muskel und Nerven zur Ueberwtndung dieses Zustames nötig hat. Fordern Sie von der Firma Baner L Cie., Berlin SW 48, kostenlos und unverbindlich tüi Sie die Broschüre „Wegweiser zu Gesundheit und Lebensfreude". Sauatogen-Packungen von 8 2.65 an in allen Apolyeken und Drogerien um Berechtigung selbstvechändlich inzwischen nichts verloren haben, haben wir Wer sie von Marschau nähere Informationen eingcholt. Ter Präsident des jüdischen Sejmklubs, Abg. H a r tglas, und der Abg. Farbstein haben unter anderem folgende wichtigste Forderungen ausgestellt: 1. Sonntagsruhe für Juden, die am Samstag nicht avbeiten. Arbeitsminister Ziemiecki hat sich nach einer längeren Konferenz bereit erklärt, gegen diese Forderung nicht auifzutreten, wenn die Zahl von 46 bis 48 Arbeitsstunden in der Woche nicht überschritten wird. Die jüdischen Vertreter erklärten sich damit einverstanden und wiesen darauf hin, daß die Arbeitsstunden am Sonntag doch durch die AEeitsvuhe am Samstag glatt kompensiert werden. Daraufhin erklärte der Minister, er halbe nichts dagegen, daß in diesem .Falle die Juden Sonntag abends ihre Geschäfte zwei bis drei Stunden offenhalten. Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Man hofft auf einen Erfolg. 2. Numerus clausus. Ministerpräsident Skrzynski ist vollkommen davon überzeugt, daß der Numerus clausus a'bgeschafft werden muß. Auch darüber soll noch verhandelt werden. Die jüdischen Vertreter fordern nicht nur, daß die Verordnung des gewesenen Unterrichtsministers Gl 0 mb in skr, in der den Univerisitätssenaten gestattet wurde, den Numerus clausus einznführen, zurückgezogen wivd, sondern daß allen nicht aufgcnommenen Stwdenten das Recht zugesprochen wird, an das UnterrichtsmimsLevium zu rekurrieren. 3. Das neue In du st riegefetz. Die Vertreter des jüdischen Sejmklubs fordern, daß Zwangsgenosfenschaften nicht bestehen sollen. Hanidelsminifter Osieeki stimmt der Forderung auf Errichtung von freiwilligen Genossenschaften zu. Wenn Befähigungsnachweise für neue Handwerker eingeführt werden sollten, würden sowohl die Zwangsgenosspnschasten als auch die freiwilligen Genossenschaften und die Meister das Recht haben, solche Zeugnisse auszustellen. 4. Revision der Konzessionen. Hier fordern die jüdischen Vertreter, haß die Konzessionen zumindest älteren Krems. Am Ostende der lieblichen Wachau liegt das Städtchen Krems, das mit seinen altertümlichen Gassen und Gäß^n, um die sich eilt Kranz neuerer Stadtteile die steilen, wein-' bewachsenen Hänge hinan reiht, wie ein Stück stehenge-' bliebenes Mittelalter anmutet. Im Verlauf einer kurzen Stunde hat uns der Zug an einer langen Kette von Stationen vorüber dorthin gebracht. Unter diesen Stationen findet sich auch manche Leidensstation des jüdischen Volkes, hatten ja zum Beispiel Klosterneuburg und Tulln int vierzehnten und fünfzehnten, Nnßdorf, Greifenstein und Absdorf im siebzehnten Jahrhundert ihre jüdische Geschichte. Die größte dieser Stationen aber und auch die bedeutendste unter den Lcidensstationcn des jlidischen Volkes von Wien vonauaufwärts ist unser heute vornehmlich durch seinen Scnf bekanntes Reiseziel Krems. Im Mittelalter freilich bedeutete dieses Städtchen noch viel mehr als jetzt und >var der bedeutendste Handelsplatz auf beiu DonanwegH zwischen Regensburg ttnd Wien. Damals hatte es aber auch seine jiidische Geschichte. Schon vor dein ersten Kreuzzng lebten die Inden in Krems und galten als Bürger dieser Stadt. Dann verlegten die Kreuzzüge gewaltsam das Schwergewicht der dentscheu Judenheit vom Rhein nach dem Osten unid Krems wurde eine der bedeutendsten Gemeinden Deutschlands, bis |es int Vierzehnten Jahrhundert seinen Rang an Wien abtrat. ^Damals lebte und wirkte in Krems Rabbi Nachlifa oder!NeHenris, dessen Grabstein noch heute an der Außenseite!der um pie Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts nach ihrer ^Entweihung durch die Hnssiten renovierten Piaristenkirche zu sehen ist. Vielleicht sollte es eilt Akt besonderer Pietät sein« die den Grabstein dieses Rabbiners nach der Vertreibung der Juden durch Einverleibung in die Mauern der Kirche vor Verschleppung retten ließ, denn sonst sind in Krems aus jener Zeit nur mehr vier Grabsteinfragmente im Garten des Konvents der englischen Fräulein erhalten —, vielleicht aber sollte gerade durch die Einfügung dieses Steines in die Kirchenmauer der vollständige Sieg der streitbaren Kirche über das verhaßte Judentum demonstriert werden! Aus der zeitgenössischen Literatur sind außer R. Nachlifa noch ntehrere andere Kremser Rabbiner bekannt. Alleit voran ist R. Israel, der lkrgrvßvater des im fünfzehnten ^Jahrhundert in Miener-Nenstadt lebenden Verfassers des Terumat Ha-Deschen Israel Jsserlein zu erwähnen. Diesen R. Israel aus Krems halten manche Historiker sogar für den „Hochmeister" Israel, den Ruprecht III. zum Oberrabbiner für das ganze deutsche Reich ernannte, dessen Obliegenheiten sich aber größtenteils in der Mitwirkung best der Eintreibung der Judenabgaben erschöpften. Jedenfalls zeigt schon die Möglichkeit dieser Annahme die hervorragende Stellung der Kremser Gemeinde innerhalb der deutschen Judenheit. Wir kennen ferner die Kremser Rabbiner R. Pessach, R. Jakob (Jekel) aus Eger, R. Eisak und den im Jahre 1421 in Wien als Märtyrer gestorbenen R. Aaron Blümlein, der Freund und Studienkollege des berühmten R. Jakob Mölln (Maharil) aus Mainz war, Schon im Jahre 1293 gab es in Krems eine grausame Judenverfolgung, die sich im Jahre des „Schwarzen Todes", 1349, wiederholte. Es war in ganz Süddeutschland ein Umglücksjahr erster Ordnung für die Juden. In den so" genannten Memorbüchern von Deutz, Metz, Mainz usw., die alle aus dem vierzehnten Jahrhundert stammen und die Namen so vieler Gemeinden dem immerwährenden Gedächtnis bewahren ivollen, deren Mitglieder ganz oder teilweise den Märtyrertod erlitten, wird auch Krems genannt. Auch die Namen der Krentser Jndenrichtcr ans dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert sind bekannt, sonst erinnert aber in der Stadt selbst jetzt nur mehr die „Judengasse", ein. typisches enges Judengäßchen, in dem gegenwärtig kein einziger Jude wohnt, an die im Jahre 1421* gründlich dnrchgeführte Vertreibung und Vernichtung einer blühenden Gemeinde. > Außer den schon erwähnten Grabsteinen haben sich nur noch zwei Fragmente von Pergainentschriftstücken aus der Kremser jüdischen Vergangenheit erhalten. Das eine ist ein Bruchstück einer illnstrierten Kethnba, eines Heiratsvertrages in hebräischer Sprache, der iit Krems im Jahre 5152 (d. i. 1391/92) abgeschlossen worden war, nnd befindet sich jetzt in der Wiener Natwnalbtblivthek, das andere aber ist ein unregelmäßig heransgerisfenes Stück einer Esther- Rolle, das sich auf der inneren Umschlagseite eines Zehentbuches der Pfarre Krems befindet, und ist iin Museum der Stadt Krems aufbewahrt. Wahrscheinlich war diese Esther- Rolle und wer weiß wieviele andere Bücher und Heiligtümer noch den zur Zeit der „Wiener Geserah" auch ans Krems vertriebenen Inden geraubt worden. Wie zum Hohn enthält dieses Bruchstück aber gerade jene Stelle der Esther- Rolle (Kap. 8, V. 10 ff.), in der erzählt wird, daß den Juden im Perserreiche Erlaubnis erteilt wurde, sich ihren Feinde zu bemächtigen. Nun freilich an Vergeltung dachte gewiß keiner dieser Armen, die da froh waren, wenn cs ihnen gelang, mit dem bloßen Leben davonzukommen und! sich etwa auf einem schwachen Floß donanabwärts nach! Ungarn zu retten. So gibt es ja noch heute in Westnngarn (zum Beispiel in Oedenburg) Juden mit dem Familiennamen Kremser. Aber eine kleine Genugtuung wäre es den bedauernswerten Vertriebenen aus Krems doch gewesen, wenn sie gewußt hätten, was später einmal geschehen sollte, als zwar eine wirkliche Judengentemde iw Krems bis zum neunzehnten Jahrhundert sich nicht mehr Hilden konnte, immer wieder aber Inden in Krems wohnten und dort die Märkte besuchten. Es gab ja übrigens — Nebenbei bemerkt — in größeren Dörfern und Marktflecken in ganz Niederöstjerreich und so auch in der Nähe von Krems, wie zum Beispiel in Gobelsburg, Langenlois und Spitz im siebzehnten Jahrhundert verhältnismäßig bedeutende Judengemeinden. Und da geschah es, daß später, als in Niederösterreich Juden nach der letzten Vertreibung aus Wien überhaupt nicht mehr wohnen durften, unten den mährischen Inden, die die Kremser Märkte besuchten, sich einmal auch ein Dieb befand, der denn auch in Krems gehängt wurde. Dies war im Jahre 1700 geschehen, die Juden aber hatten wohl nicht genügendes Zutrauen zur Rechtsprechung in Krems und beschlossen, die Kremser Märkte nicht mehr zu besuchen. Solches Verhalten «tag damals umso härter gewesen sein, als es ja auch heute kanin zu erwarten wäre, ünd so erklärte die Stadt Kreuts in einer Eingabe an die Zentralstellen, „daß der Schaden, den wir schon jetzt gelitten, sehr groß . . . und wir bitten, daß die Juden bei Konfiszierung ihres Hab und Guts co nt pellt rt werde n, a n f, unseren Märkten wieder zu erscheinen..." Heute wohnen in Krems und den Orten der Umgebung wieder ungefähr vierhundert jüdische Seelen; es gibt dort wieder eine schöne Synagoge, die nur leider allzu geräumig zu sein scheint für das stark gesunkene Bedürfnis der heutigen Kremser Jndengeneration und auch innerlich nicht sehr den großen Traditionen der Gemeinde entspricht, da die Lehre des Judentums in ihr nicht mehr die notwendige Pslegestätte findet. Es gibt in Krems auch wieder jiidische Vereine, einen alten und einen Neuelt jüdischen

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