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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-18 · Heft 2569 (18.4.1926) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2569 (18.4.1926)
Date
1926-04-18
Page
Seite 13 (sequence 15)
Language
German
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Sk. SM_Wkn, gwmWg , utifc hatten Zölle für ei ne ganze Anzahl Nahrungsmittel verlangt. Um die Zlvstimmunig der Jnimströe zu errungen, wurde« auch de« Industriellen Zollechöhungen bewilligt. Bei diesem Schutz der Industrie handelt eS sich oft um einzelne Unternehmungen, deren Produktion für den österreichischen Markt fast ohne Bedeutung ist, die aber dafür über einflußreiche Fürsprecher bei der Regierungspartei verfügen. Landwirtschaft und Industrie sind im Nationalrat vertreten. Sie haben sich über die hohen Zölle geeinigt, ohne zu bedenken, daß ein wichtiger Faktor der Handel ist, der durch dies« Zollerhöhungen nur geschädigt wird. Das Produkt im Innern wird verteuert und -auch der Absatz geschwächt. Bei solchen Hochschutzzollmaßnahmen ^»ird das AuSlawd dem österreichischen Handel nicht allzu stark entgegenkommen. Auf seinem Rücken und aus Kosten deS österreichischen Konsums wird die jetzige Handelspolitik durch die Zollnovelle inauguriert. Der Nationalrat hat sich nie durch tiefe wirtschaftliche Erkenntnis ausgezeichnet. Die Wirtschaft Oesterreichs mag durch seine Wirtschastsquacksalberer zugrunde gerichtet werden. Dr. Max Rosenberg. sie Reform der Ausgleichrordnuag. Die Enquete in der HaudeMammer. — Für die Erhöhung der Ausgleichsquote auf 40 Prozent. Am 8. und 16. d. fand in der Handelskammer eine Enquete statt, die sich mit der Frage der Aushebung, beziehungsweise der Reform des gerichtlichen Ausgleichsverfahrens befaßte. Die Enqueteteilnehmer verneinten fast einmütig die Zweckmäßigkeit der Aushebung der Ausgleichsverordnung und sprachen sich für deren Reform aus. Die überwiegende Mehrheit trat für die Erhöhung der derzeitigen innerhalb eines Jahres zahlbaren Quote von 35 Prozent aus 40 Prozent ein. Der Vorschlag, die Quote zu vereinheitlichen und die innechalb zweier Jahre zahlbare Mprogentige Quote fallen zu lassen, fand keine Zustimmung. Gegen die Ausnahme einer Verpflichtung des Ausgleichsschuldners, gleichzeitig mit dem Ausgleichsantrag eine Rate der angcbotenen Ausgleichsquote bei Gericht zu hinterlegen, wurden gewichtige Bedenken geltend gemacht. Schr eingehend wurde die Frage der sogenannten Würdigkeitsprüfung. d. i. die Frage, ob Schuldner, deren mangelnde Geschäftsmoral sich in leichtsinniger Geschäftsgebarung und in Machenschaften zur Schädigung der Gläubigevschaft geoffcnbart hat, von dem Ausgleichsverfahren auMschließen sind, erörtert. Während über die Zweckmäßigkeit einer derartigen Prüfung eine Meinung herrschte, wurde die Möglichkeit ihrer praktischen Durchführung von einzelnen Vertretern stark in Zweifel gezogen. Der Ausschluß von Banken und Bankiers aus dem Ausgleichsverfahren wurde von der Mehrheit der Enquete abgelchnt. Einen großen Raum nahmen die Beratungen über die Ausgestaltung der Gläubigerautonomie ' ein. Der Vorschlag, den Gläubigern einen Einfluß auf-die Bestellung des Ausgleichsverwalters in der Meise einzurämnen, daß dieser von dem Ausgloichsgericht zunächst nur provisorisch zu Gestellen und sodann von -der Mehcheit der Gläubiger zu bestätigen oder durch eine andere Person zu ersetzen wäre, fand nicht un> geteilte Zustimmung. Die Enquete sprach sich jedoch dahin aus, daß über den Antrag einer im Gesetze festznsetzenden Gläubigermajorität der Ausgleichskommissär den Ausgleichsverwalter unbedingt abzuberufen hat. Aus Verlangen der gleichen Majorität soll der Ausgl-eichSkommissär einen Gläubigerboirat bestellen müssen. Eine Meinung vertrat die Enquete auch hinsichtlich der Frage der sofortigen Einstellung des gerichtlichen Ausgleichsverfahrens .und dessen Ersetzung durch das Konkursverfahren, wenn dies von Gläubigern, deren Forderungen mchr als die Hälfte -der nicht bevorrechtetem Forderungen ausmachen, verlangt wird. Weiters wurde die Notwendigkeit einer möglichsten Beschleunigung des gerichtlichen Ausgleichsverfahrens betont. In einer generellen AbkÜMng der in der Ausgleichsovdnun-g festgesetzten Fristen sehen die Enqu?tete-ilnchmer jedoch nicht eine Maßnahme, um diesen Zweck zu erreichen. Bezüglich der notwendigen Abänderung der Bestimmungen zmu Schutz gegen Sonderbegiinstigungen herrschte Einmütigkeit. Es wurde die Eliminierung der BeftimnMng, derzusolge die Gewährung derartiger Begünstigungen die Einstellung des Ausgleichsverfahrens nach sich zieht, verlangt und deren Ersatz durch die Bestimmung gefordert, daß jeder Gläubiger seine Forderung verlieren soll, der sich vom AusgleichSfchnldner einen besonderen Vorteil einräunreu läßt. Einheitlich verlangte die Enquete ferner eine Ergänzung der Ausgle-ichsordnung in dem Sinne, daß auf Verlangen der Gläubiger das Gericht einen Glärchigerausschuß ze bestellen hat, der auch nach Beendigung des Ausgleiches die Erfüllung des Ausgleiches zu überwachen hat. Um die Bezahlung der Ausgloichsqnote nicht durch leichtsinnige Geschäfte deS Schuldners zu gefährden, soll dieser zur Vornahme von Geschäften, die nicht zum gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gchören, an d^ Zustimmung des Ausschusses gebunden sein. Im Zusammen-. Hang damit wurde eine Abänderung der Ausgleichsordnung in der Richtung verlangt, daß die bei protokollierten Kaufleuten im Handelsregister eingetragene Anmerkung des erö-ffneten Ausgleichsverfahrens erst »ach vollständiger Bezahlung der Quote zu löschen ist. Wetter« Rückgang de» sramMchr« Franke«. Trotz der Maßnahmen der französischen Regierung gegen Re Frankenspekulationen war der französische Franken gest-ern aus allen internationalen Devisetvplätzen wieder rückgängig. Die Verfügungen der Regierung habe« bloß im Inlands WiÄWMM swfe timmlm WöMStzMjgHU m feim Mener Morgenzelkitira 19. April im Geile 18 Weise beeinflussen. In London, Amsterdam und New-Aork-erfolgten größere Abgaben der Baissespekulation, welche überall Erfolg hatten. In Zürich senkte sich Di« Devise Paris von 17.66 aus 17.36. Der französische Franken hat mit diesem KurS einen bis jetzt noch nicht erreichten Rekordtiefstand aufzuweisen. Auch aus allen übrig, n Plätzen waren die Rückgänge prozentuell auSgedrückt ebenso groß. Im Anschlüsse daran war auch die Devise Brüssel flau. Sie senkte sich von 19.22 auf 19.10. Nicht gleichmäßig hielt sich die Devise Warschau. Der Zloty konnte in Berlin einen Teil seines gestrigen Rückganges wieb:r wettmachen. Cr erhöhte sich dort von 44.13 auf 44.27. In Wien dagegen war er dem Dollar gegenüber leicht rückgängig. Für den Dollar wurden 9.10 bis 9.30 Zloty gegen 9 bis 9.20 Zloty dem Vortage gegenüber gezahlt. Die Kursänderungen der übrigen Devisen waren minimal. Sa« volnWe Budget «nt» der zlotdknr». Die Handelsvertragsvechandlungen. — Bessere Lage der Industrie. — Ruhige lLfsektenbörsen. (Bon unserem polnischen M.-S.-Korrospondenten.) Das angekündigte Expose des Finanzministers Zbsiech owski über das Budgetgleichgöwicht, bas im Laufe der BerichtSwoche gehalten werden sollte, wurde infolge der Abreise deS Ministerpräsidenten Skrzynski auf die kommende Woche verschoben. Da das Budget für dieses Jahr neuerlich reduziert werden muß und zwischen den einzelnen Ministerien diesbezügliche Unstimmigkeiten bestehen, wirb der Ministerpräsident Skrzynski sofort nach seiner Rückkehr die Einigung Herstellen. Man ist sich heute in Warschau bereits klar, daß nux im Wege der Ausbalancierung des Budgets eine Besserung herbeigeführt werden kann. Von den ausländischen Anleihegebern sind Nachrichten angekommen, daß eine Anleihe nicht früher realisiert werden kann, bis die vollkommenen Sicherheiten gegeben jfofettt werden, daß dich nicht zur Deckung einer Passivität des ^Budgets Verwendung finden wird. Minister ZdziechowSki erklärte aber Journalisten gegenüber, daß er Wege finden wirb, um daS Budget auszubalancieren und er mit seiner Person, so lange er das Finanzministerium leitet, garantiert, daß keine Inflation eintreten wird. Dich Erklärung wie auch eine scharfe Jnterventionstätigkeit der Bank Polski auf den ansländkschen Plätzen führte im Verlause der Berichtswoche zu einer gewissen Beruhigung und es setzte auch mt Inlands eine rückläufige Tendenz für den Zloty ein. Zur Zeit, als -dieser Bericht geschrieben wird, ist der Dollar auf den polnischen offiziellen und schwarzen Börsen stark offeriert und der Kurs gestaltet sich bei 9.99 bis 9.16 Zloty. Die Bank Polski erwarb größere ' Dollarmengen auf freiem Markte zu 9.10 bis 9 Zloty. Da aber die Aussicht besteht, daß sobald das Budget in Ordnung sein wird, endlich die amerikanische Anleihe perfekt werden wird, dürste sich nach Ansicht polnisch^ .FinquLresse der Zlotykurs, in de? .kommenden Woche noch günstiger gsftalten. Ob es aber gelingen wird, den Dollarkurs auf die sogenannte ,Mirtschcrftsparität", die mit 8 Zloty angegeben wird, zu drücken, .läßt', sich' heute nicht beurteilen. Die Meldungen polnischer Blätter über die Realisierung des Restes der Dillon-Anlerhe in der'Höhe von zehn Millionen Dollar fand bis zur Stunde keine offizielle Bestätigung'. Die Wirtschaftsverhaichlungen .Polens mit der Tschechoslowakei und . Deutschland, bleiben andauernd das Sorgenkind der Regierung. Die Prager -Verhandlungen wurden neuerlich ausgenommen, wobei die polnische Delegation Instruktionen erhalten hat, in vielen Fällen den tschechischen Zollfordemngen nachzugeben. Sollte sich die Tschechoslowakei damit begnügen, bürste bald eine Einigung erzielt werben. Die Verhandlungen mit Deutschland sollen Ende dieses Monats konstituiert werden. Auf eine Verlegung der Verhandlungen nach Warschau ging Deutschland nicht ein, diese. Verhandlungen dürften jedoch kaum zu einer baldigen Einigung führen, da es zwischen beiden Staaten. Differenzen gibt, die zu übevbrücken fast unmöglich erscheint. Die Lage der einzelnen Industrien weist eine leichte Besserung auf. Die oberschlesische Kohlenlndustrie hat ihre Konvenz, die sich schr bewährt hat, um fünf Vierteljahren verlängert. Der Export gestaltet sich günstig und insbesondere nach Italien weist man eine Steigerung auf. Die Petrolöumindustrie wesst letztens größere Bohrersolge aus. Dienstag wurde in Tustanowioe nach einjähriger Bohrtätigkeit, auf einem ganz alten Terrain der Schacht Piastmit einer Produktion von vier Zisternen täglich etbohrt. Die Maschinenindustrie ist ziemlich gut beschäftigt und auch die Zieleniewski A.-G. hat verhältnismäßig genügend Aufträge. Harrimau ist durch die Erwerbung der 61 Prozent Anteile der Gruben Giesches Erben auch der Zinkdiktator Europas geworden. Nun kommt die Nachricht, daß der Konzern auch andere Zinkhütten in Poluisch-Obexschlesien erwerben wird und außerdem auf eingokauften Terrains neue Hütten in Kongreßpolen und Kleinpolen anlegen wird. Alle Betriebe werden natürlich vollkommen amerikanisiert, was natürlich nur zu ihrem Nutzen reichen wird. Parallel zu dieser Besserung ist auch die Zahl der Arbeitslosen ein wenig zurückgegangen und beträgt derzeit 346.000 gegen 359.500 im Vormonate. Auf den Effektenplätzen war die Tendenz im Wochenvexlause ganz uneinheitlich. In Anbetracht der Zlotybesserung ermäßigten sich die Notierungen der Arbitragewerte und insbesondere der ZieleniewSki-Aktien, deren Angebot die Nachfrage bebrütend überstieg. Der Kurs lautete 9.75 bis 9.90. Behaupteter lazen diesmal die rein polnischen Papiere, ohne jedoch größere Steigerungen Zu erfahren. Andauernd stark sst die Nachfrage «ach der KonvertierungSanleihe, die 188 notiert. Die wichtigsten Mien notieren kn Zloty wie folgt: Bank Polski 46, östliche Gazy 10.05, jvcstliche 0.30, Chodorow 8.90, Sembevger Brau 8.90, Gorka 6, Tepege 0.18, Warschauer Diskontobank 4.76, Gallzssche Montan 1.85. Die Jaworzno-Kohlengrrrben A.-G. schreitet ßx Valorisierung ihres Aktienkapitals. Dieses wird nun 30 Millionen Zloty betragen und in 800.000 Stück Aktien im Nominalwerte von LS Zloty aufgetellt fein. Der Umtausch der Mien der ersten, zweiten und dritten Emission im Nominalwerte von 500 Mark schüßt 1*1 """i dn£ neutt Mftfc ki State tkft SK fihte. -v - -- ^9SS Mü . LIe Ursache« der Rrbettrlostgkett i« PaMina- Europäische Mnanzkrise. — Verminderung bemittelter Simvanberer. — Regenzeit. Aus Jerusalem wirs gemeldet: Ein am den palästinensifchrn AvbeitSmarkt in den letzten Wochen ungünstig einwirkender Umstand war, wie das Arbeitsdepartement Ser Polästinaexekutive beuchte:, die große finanzielle Krise in Europa, besonders m Polen. In demselben Maß., wie der palästinensische Iischuw mit der ausländischen In-denheit mchr und mehr verknüpft wurde, war auch die ökonomische Lage Erez Israels abhängig von den Schwankungen der wirtschaftlichen Lage mt Ausland. Ein weiterer Faktor war die Verminderung der bemittelten Einwanderer. Dies verursachte eine Verringerung des Kapitals und als Folge -davon eine Beschränkung fm Kredite einschließlich der Baukredite, was wiederum eine Verringerung der Bautätigkeit und damit ein Anwachsen dcr Arbeitslosigkeit zur Folge hatte. Der dritte und — so sag' der Bericht — einzige natürliche Faktor, der zu dcr Arbeitslosigkeit beitrug, War die Regenzeit, welche wie gewöhnlich die Bautätigkeit verminderte. Der gestrig« Prtvatverkehr. Im gestrigen privaten Effektenhandel war der Verkchr äußerst gering. Effektive Umsätze wurden nur in wenigen Fällen getätigt. Die Kurse des Vortages blieben behauptet. Eine Nuance fester warm nur eiiHolne Renten, von denen besonders Gokdrenren bevorzugt blieben. Zuschriften an österreichische Vertretungsbchörden im Ausland«. Die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien macht neuerlich daran' a-uisinerksam, daß Zuschriften an österreichische Vertrctungsbehörden im Ausland: nicht persönlich an den Leiter Ser betreffenden Amtsstelle, sondern stets an die in Betrach: kommen-de Vertretungsbchövde selbst zu richten find. Die vielfach übliche persönliche Adressierung erscheint unangebracht, da jede dienstliche Verfügung durch das Amt als solches zu erfolgen hat, und ist vor allem auch deshalb zweckwidrig, weil die allenfalls erhoffte beschleunigte Erledigung einer Angelegenheit bei jeder Abwosenh.'it oder Versetzung des betreffenden Vorstandes zum Schaden der Interessenten in das Gegenteil Umschlägen und unter Umständen monatelange Vevzögerunger. verursachen kann. Direltor Hoinsheimer zurückgekehrt. Zn Wochenbeginn ist der Direktor des Wiener Bankvereines Heinsheimer von feiner Amerikareife zurückgekehrt. Es ist ihm gelungen, die bisher bestchenden Beziehungen des Bankvereines zur amerikanischen Finanz zu vertiefen. Altkroncnverbindlichkeiten zwischen Oesterreich und der Tschechoslowakei. Das Bundesgesetzblatt Nr. 92 verlauttbart das Uebereinkommen zwischen der Republik Oefterreich und der tschechoslowakischen Republik vom 18. Juni 1924 über die Reglung der in österreichisch-ungarischen Kronen entstandenen BerbiMichkeiten. Das UebereinLontmen umfaßt im großen und ganzen jene Forderungen und Schulden in alten Kronen, di« schon mit der Verordnung vom 7. September 1922, B.-G.-Bl. Nr. 676, zur -Anmeldung aufgerufen wurden und von da ab auch nicht mchr im ordentlichen Rechtsweg geltend Mnacht werden konnten. Die Zahlung wird n-ach dem Uelbereinrommen nicht unmittelbar vom Schuldner an den Gläubiger aelesstet. Der österreichische Schuldner zahlt vielnre.hr aus Grum) einer Zahlungsaufforderung an ein dem tschechoslowaKschen Staat hoi der österwichischen Postsparkasse evössnetes Konto; aus diesem Konto wird der österreichische Glüuioiger befriedigt. Oesterteichssche Schuldner zahlen uno österwichilsche Gläubiger erhalten regelmäßig 3,6 tschech. Heller für eine alte Krone. Beginn des Getreidetermirchmtdels in Budapest. Ans Budapest, 17. d., wird uns telegraphiert: Der BerwaltnngSvät der Budapester Waren- und Effektenbövse büschloß heute die WiedeveinsÄhrung des Get-reideterminhandels an der Produktenbörse im Sinne des Entwurfes ber Börsenkammer. Der Getreideterminhandel an der Budapester Produktenbörse wird im Mai wieder ausgenommen. Mener Produktenbörse. Die amerikanischen Märkte verzeichneten nach, ruhigem Beginne kleine Abbröckelungen. Die Wiener Börse reagierte in keiner Weife aus die staue Weltmarkttendenz und crösmete ebenso wie am Vortage in freundlicher Haltung. Die Umsätze waren dem Hatrpchandelstage entsprechend größer. Alle Gattungen konnten höhere Kurse erziele«. Im Zusammenhänge mit diesen Kurssteigerungen -dürsten ln Mr>ze die B ro t- und SemM elpretse erhöht werden. Es notierten, We,zen, Inländischer 43— bis 43.50, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 47.25 b>8 49.50 Ungarischer 45.— bis 48.—. Jugoslawischer 76 Kilogramm 44 — bis 45.— Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —bis —. Roggen, Inländischer Marchfelder 26 50 bis 29.—, Bester Boden 38.75 bis 29. —. Gerste Brauware inländische 82.— bis 35.—, böhmische mährische —bis —.—. MatS: Jugoilawischer 22.— bis 28.—. Cinquantin neu 81.—M* 88.—. Hafer: Inländischer 2875 bi» 29.76. ReiSr Italienischer 80. — bis 82.—. Burma 68.— bis 64.—. Mahlprodukte: Grieß inländischer 83.—bis 84.— Weizenmehl 0 inländisches 81. — bis 83.—, Kochmehl 2 inländisches 69.— bis 71.— Brotmehl inländisches 4b.— bis 49.— Berliner Börse, 17. April. Der heutige Verkehr eröffnete bei durchwegs höheren Notierungen Stützend wirkten die dauernde Geldflüssigkeit und umfangreiche Deckungskäufe der Spekulation. D.e Kursgewinne betrugen 1 bi 4 Prozent. Im späteren Verlaufe ging ein Teil der AnfangSgewinne verloren. Doch schloß die Börse fest. ES notierte«' Türkenlose —Süd. Lombarden neue —, Oesterreichtlche StaatSbahn 21.7b Darmstädter Bant 139.—, DeuÜche Bant 127.75 Dresdner Bank 111.50 Oesterreichifche Kredit 7.60 Oesterreichiiche LSnderbank NeichSbank 142.25, Wiener Bankverein 6 25 Untonbank 6.12 Daimler Motoren 86.75, Dynamit Nobel 86.—, Felten & Guilleaume 119 —. Sie Seuifenftttfe. Zürich, 17. April. (Devisenkurse von 18 Uhr.) Berlin 186.95 .128.92»/,-. Holland 207.90 ^207.76/, Netv-Aork 518.18 518.50). London 25.18'/. ' 25.18»/.,. Bart» 17.85 (17,56) Mailand 20.88»/« '20.84), Brüssel 10.10 19.22»/,), novenhagev 185.80 (185.75- Stockholm 138.86 * 138.76»/,), Ofclü 113.70 (119.15-, Madrid 7410 <79.62'/,BuevoS Aires 206 50 < 205.25), Prag 15.85 (15.84»/,). Budapest 0.007250 (0.007260), Bukanst 8.11 (2.10*/*), Belgrad 9.12 (9.11%), Sofia 3.75

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