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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-17 · Heft 2568 (17.4.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2568 (17.4.1926)
Date
1926-04-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Wiener orgenzeilung iFf fi 30 ai England: Mon.-tScftlllins. Italien: Monat). 18 Lite Rumänien: Mon. 170Lei. Bul gar I en? Mon.lOOLewi. Schwel2 and das übrige Ausland monatlieh Frcs. - Redaktion, Administration: Wien, ILTaboratr. l Telephone: 44-0-38.43^1^ Ab 6 Uhr: 21402, 25-2-82 IX., Unlversitätsstrasae 6-8 (Druckerei lg. Steinmann Oesterreidiisches Postspaikassen- Konto Nr. 150.69.- Me«. Samstag. 17. «peil 1926 8. gahrgaüg Sie Juden in den pMstineMchen Grenz korps. eilte neue KkNSnmg der PalMnaregirrung. |Ne^JS£M£j Wien, ^umAbhoien in der Expedition, lLTaborstr. 1-3. oder in * inerVerschlelsatelle 'Trafik) nionatl. 5 Schilling Stfässenverkaul in Wien durch die Kolporteure der Firma Qo! d sch m ied, i„ Woll2eile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling 1 sen echo-Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen:Mon. 5Zloty. Deutschland: Mon. Om. 4, Frankreich, Bel gien: Mon. Frcs. 18 acnaaiiitiiitea bei r r e 1 »• i-rhAhansten Vorbehaltes Rr. 2568 Im redaktionelle» Teil enthaltene entgeltliche Mit« teiiungen find durch ein vorangesehtcs e gekennzeichnet. n ijt-~igwn«^vi«nrYnBnrriT-i~wr^r-niTi"WTT~arnr>~--i~nn— HEUTE Samstag den 17. April 1926 Grosses chauturnen iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiitiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii des Makkabl IX. mit anschliessendem Tanz in den Sofiensälen, UI., Marxergasse Festrede: Frau Anitta Müller-Cohen Beginnt'präzise 8 Uhr Volksbewusste Juden erscheinet vollzählig! I Karten an der Abendkassa. 100.000 Soll« für Palästina. * (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) New-Jork, 14. April. Das Direktorium des Keren Hajessod in Amerika hat beschlossen, nach Palästina 100.000 Dollar zu senden. Dieser Betrag soll m die monatliche Unrerstützungssumme, die der amerikanische Keren Ha.jess.od nach Palästina überweist, nicht einbezogen werden. Nie Friedensverhandlungen von Uiva. Paris, 16. April. (Tel.-Komp.) Nach den letzten Nachrichten aus Ujda ist mit einer Verzögerung der Friedensverhandlungen mit Abd el Krim zu rechnen. Die aus Fes in Ujda eingetroffenen Meldungen, daß mehrere Stämme Abd el Krim ni ch t mehr als ihren Führer anerkennen, haben in den französischen und spanischen Vertretern den Wunsch wachgerufen, von den abgefallenen Stämmen neue Vertreter entsenden zu lassen. Paris, 16. April. (Haväs.) Die Generale Simon und Mougin werden heute an einem noch geheimgehaltenen Punkt der Front Andel a— Taurirt mit den Abgesandten Abd el Krims zusammemreffen. Abd el Krim soll verbannt werben? _ Ein Teil der französisch-spanischen Delegation tritt dafür ein, in den Verhandlungen womöglich eine Verbau n u n g Abd> el Krims aus dem Nif durchznfetzen. Doch ist die Mehrheit der Ansicht, daß hei einer Verbannung Ebd el Krims der Wid e rstan.d de rKabylen nur aufs neue aufflammen würde und daß Abd el Krim auch der einzige Mann sei, der einen Frieidensschluß bei seinen Stammesgenossen wirklich durchzusetzen vermöchte. Italien und Tanger. .. Rom, 16. April. Die . italienische Regierung hat ihren Botschaslex in Paris beaustragt, Briand ihre Ansicht Über, die beabsichtigten Friedensverhandlungen mit Abd e I Krim 'bekanntzugeben. Italien ist zwar nach wie vor willens, sich jeder Einmischung in die französische Einflußzone Marokkos zu enthalten, macht aber ebenso, wie es gegen die N i ch t h i n e i n z i e h u n g Italiens zum Tangerpakt protestiert hat, alle Reserven für den Fall, daß das Gebiet von Tanger irgendwie als Kompensationsobjekt während der Friedensverhandlungen herangezogen werden sollte. Italien im Somaliland. Rom, 16. April. Eine Abteilung iläliemicher Truppen ist nn Gebiete von M o g a t (nördliche Zone des italienischen Somalilandes) gelandet, um dort die unmittelbare italienische Herrschaft herzustellen. JerusÄem, 15. April. (I. T. A.) Die Regierung hat heute eine neue offizielle Mitteilung über die neu zu bildende Grenzmacht veröffentlicht. In der Mitteilung wird gesagt, daß palästtneusische und transjordanische Bürger ohne jedweden Unterschied in die Grenzkorps ausgenommen 'werden würden. Diese Mitteilung macht der in 'Verbindung mit der ursprünglichen Erklärung bezüglich der Bildung der Grenzkorps entstandenen Kontroverse ein Ende. Auf Grund der ersten Mitteilung wurde angenommen, daß Jude n aus den beiden Grenzkorps, von denen das eine aus Arabern, das zweite aus Zirkassiern zusammenzusetzen. sei, ausgeschlossen wurden. Am 31. März d. I. erklärte das Londoner Kolonialamt offiziell, daß die Nachrichten über einen Ausschluß der Juden aus den beiden Grenzkorps unrichtig sind. Es wurde damals hinzugefügt, daß die Zahl der Juden in diesen Korps nicht groß sein könne, da die Grenzkorps zunächst für den Dienst in Transjordanien bestimmt seien. Am vergangenen Freitag fand eine Besprechung zwischen Dr. Weizmann und Lord Plmner über die Frage der Ausnahme von Jude, n in die neuen G r e n z k o r p s statt. Es verlauf.M als Resultat dieser Unterredung Lord Plumer beschlossen, hat, Juden in diese Korps aüfMchmen. Die soeben veröffentlichte Mitteilung macht bezüglich der Juden keinerlei Einschränkungen mehr. Dem Rest des jüdischen Personals der aufzulösenden palästinensii'chen Gendarmerie wird das Angebot gemacht werden, in die nun zu erweiternde palästinensische Polizei macht einzutreten. Stürmische krörierungen im Waad fieumi. Jerusalem, 15. April. (I. T. A.) Nach Verlautbarung der neuen.Mitteilung der Regierung über die Grenzlorps hielt der Waad Leumi (Nationalrat der palästinensischen Juden) eine Sitzung ab, dcr Dr. Weizmann beiwohnte. Die Diskussion verlief sehr st ü r m i s ch, die Erklärung der Regierung wurde einer scharfen Kritik unterzogen. Viele Redner brachten vor, daß die Mitteilung der Regierung keinerlei GenugtMng für die Juden Ser Kampf um dar Mittelmeer. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Paris, 16. April. Bei der Beratung des Marinebudgets im Senat gab der frühere Marineminister R a ib e r t i die Erklärung ab, daß Frankreich eines freien Mittel meeres bedürfe, um die Verbindung mit seinen Kolonien aufrechterhalten zu können. Frankreich könne nicht zulassen, daß die Frage der Seerüstungen von der der Land- und Lnftrüstungen getrennt werde. Die Flottenstärke müsse mit der maritimen und kolonialen Bedeutung eines Landes im Einklang stehen; eine Abschaffung der Unterseeboote sei unmöglich. Raiberti teilte sodann mit, daß sich gegenwärtig 72 Schiffseinheiten auf den Werften befinden und 32 neu in Dienst gestellt werden. Die Wirren in China. Peking, 16. April. (Reuter.) Die Generale werden rnorgen in Peking zusammentreten und die allgemeine Lage, insbesondere die Zukunft Pekings, besprechen. Die Truppen Tfchangtsolins sind noch n-'cht in Peking eingetrofsen. Nach lebhaften Kämpfen sind die nationalen Streitkräfte bis zum Paß Nank o u gelangte aber ohne Geschütze und ohne Proviant. bedeute, da die Organisierung der Grenzmacht praktisch vollendet ist und nur' noch für ganz wenige Juden Raum geblieben ist. Sie forderten, daß Schritte unternommen werden, daß das Zahlenverhältnis der jüdischen Mitglieder in der neuen Schutz- und Grenzmacht durch ein spezielles Abkommen, ähnlich dem vor fünf Jahren bezüglich der palästinensischen Gendarmerie abgeschlossenen, sichergestellt werde. Gemeint ist das im August 1921 zwischen der Palästinaregierung und dem Waad Lcumi geschlossene Abkommen, wonach die Aufnahme in die Gendarmerie zu einem Drittes aus palästinensischen Juden, zu einem Drittel aus palästinensischen Arabern, zu einem weiteren Drittel aus außerhalb der Landesgrenzen Wohnenden (Zirkassiern, Zyprioten) erfolgen soll. Sin Memorandum an den LNkerbnud. Jerusalem, 15. April K. T. St.) Der War» Leumi hat beschlossen, für die Junitagung der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes, die in G.e n f stattsinden wird, einen Bericht und ein Memorandum über die jüdische Arbeit in PalSstina. zu sestden. Das Schriftstück wird durch die Zionistißche 0 r g a n,isa t i o n im Rahmen ihres eigenen Memorandums ^r Mandatskommission übermittelt werden. Es ist möglich, daß der Waad Leumi eine eiMe Abordnung zur Tagung der Mandatskommission entsenden wird. Die Mitglieder der Abordnung würden die von der Mandatskommission über die Lage im Lande zu stellenden Fragen beantworten. Dr. Weizmann bei ßmir Abdullah «nv Zonvenel. Jerusalem, 16. April. (I. T. A.) Gestern begab sich bei Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, nach Amman, der Hauptstadt von Transjordanien, zum Besuche des Emirs Abdullah. Am Sonntag fährt Dr. Weizmann in Begleitung von Kolonel F. H. Kisch, dem Vorsitzenden der palästinensischen Zionistischen Exekutive, nach Beirut, wohin er von dem französischen Oberkommiffär für Syrien, de J ouv en el, eingeladen worden war^ Presserc form in kngland. London, 16. April. (Tel.-Komp.) Das Unterhaus, da? bis heute früh 7 Uhr 15 Minuten getagt hatte, trat um 11 Uhr wieder zu einer Sitzung zusammen, um in zweiter Lesung über einen Gesetzentwurf abzustimmen, der Z e it u n g s b e s i tz e r mit Gefängnis bis zu drei Monaten und einer Geldstrafe von 500 Pfund bedroht, die in ihrem Blatte . Berichte Mer Enthüllungen veröffentlichen, die im : Verlause donEhescheidungsprozeffen gemacht wurden. Der Abgeordnete Ellis Hume -- Willia m, Mitglied des Obersten Gerichtshofes, sprach sich gegen den Entwurf aus, weil er sich zu sehr in das Prozeßverfahren einmenge. Auch der Präsident des CHescheidungsgerichtes lehnte aus ähnlichen Gründen den Gesetzentwurf ab, den er für gefährlich evklärte. Dagegen wurde das Gesetz von den liberalen Abgeordneten Sir Jothn Simon und von mehreren Führern der Ar beiterpartei befürwortet.' Der Innenminister trat namens der Regierung für den Entwurf ein. Das Gesetz wurde darauf mit 222 gegen 3 Stimmen angenommen. Besonders billiger ln Stoffen, Seide, Waschwaren etc. im Warenhaus II.. Tahorstrasse 48 Telephon 47-1*71 En gros En detail

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