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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-13 · Heft 2564 (13.4.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2564 (13.4.1926)
Date
1926-04-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Wirt, DlenSkag Wiener Morgenzestung Kunst, Sühne, Buch. „Hamlet im Stal* Deutsches Volkstheater. Gerichtssaal. Meder eia Mchpantschnprorrb. Die Speisinger Zentralmolkcrei. Das Experiment hat den üblen Beigeschmack der Sensation: Die Figuren des ShMpearefchn, „Hamle:" in modernen Kleidern jüngster Schaffung. Ich lehne den Versuch ab, den Weg zu dem größten Drama der Weltliteratur sozusagen mit der Bügelfalte zu verramnw.n. Larrtes. in schickster Reisekleidung (Midell 1926), nimmt Abschied, um nach Frankreich zu reisen Hiebei gibt ihm bekanntlich Ba:er Polonius allerhand berühmte Lehren mit auf den Weg. Ich erwartete jeden Augenblick, Laertes werde ihn mit den Worten unterbrechen: „Wem sagst du das? Kenn' ich denn meinen Hamlet nicht?" Der elegante Dandy ließ artig Papa ausreden und nahm auch die Mahnung hin, an Bord zu eilen: „Der Wind sitzt in dem Nacken eures Segels!" Faule poet'sche Lizenz! Zu solchem Reisckll.eid gehört der Eildampfer mit Radio, Tennisdeck und Jazzband. Gelang es an dieser und jener Drelle gar nichr, für Smoking und Mcbedreß, Brrbikopf und Tamenzigarette den Shakespeare- Text zurechtzubiogen, so 6I:e& schöpferischer Geist onderorts erfolgreich. Wem Hamlet den König, seines Bakers Mörder, im Gebet trifft, und spärrr, wenn er in das Schlafzimmer der Königinmutter eilt, benöngt er dringend einen Degen.. den man aber, ohne gegen die Mcde zu verstoßen, nichl um die Smokingweste schnallen darf. Rettende Eingebung! Ein komplett gcharnischter Ritter stcht als Zimmerschmuck da. Hamlet erblickt ihn rechtzeitig und windet ihm das Schwert aus der eisernen Faust (gibt es nach der Szene mit dom König ordnungsliebend in die eiserne Faustzurück). Es ist ein tüchtig Schwert. Junz-Siegfried hätte es schwingen mögen. Auch nach der Begegnung mit dem Geist des Vaters benötigt Hamlet ein Schwert, von lvegen der Schwurszene. Tie Regie, darauf bedacht, ließ ihn, bevor er zu mitternächtiger Stunde ans die Schloßterrasse eilte, seine königlich-dänische Uniform anlegen (Sonst geht der neue Hamlet in ZivÄ.) Hell blinkten die Uni'ormknöpfe, die weißen Handschuhe und das Ofliziersponopee am KavalleriesÄel zu den Versen Shakespeares. * Was die Darsteller der „Hamlet"-TragiÄie dem Publikum zumureten, ward ihnen selbst nicht zugemutet: Das Theater auf dem Theater hat der Regisseur in seine himmelstürmende Neuerung nicht eintezcgen. Die Schauspielertruppe, die am Hose des Königs von Dänemark eine Vorstellung gibt, war altmodisch theatermäßig kostümiert. Diese Inkonsequenz ist nicht begründet. * Aber Spaß beiseite. Es ist ein Unfug! „Hamlet" historisch getreu zu bringen, ist überflüssig (keineswegs schädlich, wenn gn: gespielt wird). „Hamlet" in zeitlosem Phantasiekostüm zu spielen, ist empfehlenswert. „Hami-et" modisch einzMeidon, ist eine unnütze, w:e wir an einigen Beispielen zeigten, gefährliche Spielerei. Der Londoner Regisseur, Herr H. K. A y l i f f, erweist sich, von dem Kostümierungseinfall abgesehen, als ein Spielleiter von Rang. Alexander Moissis Hamlet ist noch besser geworden. Ich gestchr, daß mich seine modische Einkleidung nicht genievt hat. Ihn auch nicht. Sein Hamlet ist nicht umzubringen. Herr Lessen, ein feiner Kopf, paßte seinen Polonius dem Bratenrock an, den er tragen mußte. Es war amüsant. Herr Scharwenka als König Claudius ist eine arge Zumutung Ein Auslogenarrangeur mit Schneid und Monokel will einen König spielen. Fräulein Kreppke, ein Kind noch, mußte die Ophelia spielen. Und bis man zu Ho m m a s prachtvollem Totengräber gelangte, war das Unvermögen manches Dilettanten zu überdauern. 4 Dieser modisch ousgestattete , „Hamlet"--Abend mit Angabe der Provenienz des Toilettenavrangements, brr Kleider des Herrn Moissi, des Trauechutjes der Frau Wagner fand staken Anklang. Otto A b e l e s. Aus de» Theatern. Burgtheater. Morgen, ljt8 Uhr, „Wilhelm £ e II" (Abonnement III. Gruppe). Akaoemieroea ' e r. Morgen, 7 Uhr, als Vorstellung der Schauspielklassen der Professors Dr. S ch u lbaur „Jahrmarkt in Pulsnitz" dionysischer Schwank von Walter Harlan. Opernlyeater. Morgen, 7 Uhr abends, .D i e K ö n i g i n v o n S a b a". Deutsches Lolkstbeater. „Hamlet" in der modernen Inszenierung, mit Alexander Moissi, gelangt heute, Donnerstag und Samstag zur Wiederholung. — Mittwoch „Die n e u e n H e r r e n". — Freitag T o l st o j S „Der l e b e n d e L e i ch n a m" mit M o i f s i als Fedja. Tbeater in der Joiefstadl. Heute wird Iwan Turgenjews Schauspiel „Natalie" zum 25. Male aufgeführt. Modernes Theater. Morgen, 8 Uhr, Erstaufführung des Lustspiels „Fräulein Josette - meine F r a u" mit Hugo AZsrner-Kah l e -«.enaiilancebuhne. Charlotte Ander beginnt ihr Gastspiel Dienstag den 20. d. in der Lustspielnovität „H. e i m l i ch e B r a u t f a h r t" von Leo Lenz. Keßne Preiserhöhung im Deutschen Voltstheat«. Die weiterhin im Spielplan stehenden Vorstellungen von „Hamlet" in der modernen Inszenierung mit Alexander Moissi m der Titö.- rolle.finden bei den gewöhnlichen Preisen statt, da die Erhöhung nur für die Wohlfahrtsanstalten des Journalisten- und Schriftstrllervereines Concordia platzgvgrisfeu hatte. Ein neues Drama Rollands. Di« Zeitschrift „L'Europe" hat zum Jubiläum Rollands ein besonderes Heft herausgeaeben. Mitarbeite: dieser Nummer sind Gorki. LunotscharAi, Presolini, Sincla.r und Unamuno. Das Heft enthalt auch eine Szene des neuen Dramas „Paques fle ms". das die Serie der Dramen aus der Zeit der gwßen Molution eröffnt, Vor einem Schöffensenat unter Borsitz des Obcrlandesgcrichtsrates Ul l mann im Landesgericht 2 begann gestern ein Prozeß wegen Betrug s, begangen durch M i lchve r fälsch ung. Die Inhaber der Speisinger Zentralmolkerei, Franz Hufnagel, dessen Schwager, der Betriebsleiter Alois Bartl, der Geschäftsführer Jchann Markbreiter und der Chmiker Rudolf Lachnit, sollen entrahmte Milch durch Zusatz von flüssigem Rindstalg „au "'gefettet", also verfälscht, und dieses entwertete Produkt als Vollmilch verkauft haben. Der Bevölkerung soll aus diesen Manipulationen ein Schaden von 3 Milliarden erwachsen sein. Behördliche Revisionen des Betriebes führten zur Cntdckung einer eigenen Anlage zur künstlichen Verfälschung der Milch. Außerdem wurden große Mengen Olivenöls und flüssigen Rindstalgs vorgefunden. Di- Betrügereien mit der Milch wurden auch nach der Einleitung des Strafverfahrens und nach der Beschlagnahme und behördlichen Versiegelung der Zlpparate fortgesetzt. Dian ließ die Maschinen, deren versiegelte Teile vorher ansgewechselt worden waren, nur bei Nacht laufen. Markbreiter, Bartl und Lachnit sind geständig, während Hufnagel behauptet, sich überhaupt nich: um den Betrieb gekümmert zu haben. Der Prozeß wird vier Tage dauern. . Klage gegen Basel. Wir haben seinerzeit über eine Kaae berichtet, die eine Frau Lotte Seidmann gegen den Präsidenten der Unionbank, S. Bösel, ans Ersatz von Aerzie- und Verpslegskosten für ihren auf dem St.iuhof internierten Mann sowie aus Bezahlung einer Monatsrente von 600 Schilling angestrengt ha'. Zur Sicherstellung verlangte die Klägerin die Deponierung einer Summe von 100.000 Schilling bei der Nationalbank. Die Klägerin begründete ihren Anspruch damit, daß Basel, der^ zur Kriegszeit Getreide- und Futterlieferungen an ärarische Anstalten tätigte, den Mann der Klägerin. der als Sachverstandiger die Waren zu üb rprüfen hatte, derart beeinflußt Hobe, daß er infolge der Gewissenskonflikte, in die er durch Bosel versetzt wurde, in geistige Umnachtung verfiel und ans den s t e i n b o f gebracht -werden mußte. Der Anwalt Bösels, Doktor Feuerstein, bezeichnete die Behauptungen -der Klage als die Phantasten eines Irrsinnigen, gegen den eine Berleumdungsklage nicht eingebracht werden könne. Die erste Verhandliinq wurde Wecks Einvernahme der Aerzte Dr. Richter und Profestor Jcllinek sowie des Hofrates Professor Wagner- Jauregg vertagt. In der gestrigen Verhandlung erklärte der Gerichtspsychiater Professor Höwel, daß Seidmann an Jugendirrsinn litt, d.r später von Wahnideen abgelöst wurde. Die Behandlung, die Seidmann von Bosel erfuhr, sei durchaus nicht als Ursache seiner Erkrankung anzusehen, sondern könne höchstens eine Beschleunigung ihres Ausbruches hervovaerufen haben. Der Vorsitzende r.gte schließlich einen Vergleich an, der auch a ngenommen wurde. Die Klägerin zog ihre Klage bedingungslos zuruck und echielt von Bosel eme materielle Zuwendung. Notverkäuse eines Klosters. Aus Mattsee wird gemeldet: Das weltpriesterliche Kollegiatstift Mattsee befindet sich in finanziellen Nöten. In dieser prekären Situation faßte die Leitung, des Stiftes, offenbar in Unkenntnis der bestehenden Vorschriften, den Entschluß, einige wertvolle Erstdrucke zu veräußern und führte diesen Plan auch durch. Da diese KunstI.'genstände ins Ausland gingen sah sich die Bundesbehörde zum schütze der heimischen Kunstdemmäler veranlaßt, gegen den Stiftspropst Ziegler das Verfahren einzuleiten, in dessen Verlauf der Propst zu einer Geldstrafe von 1200 Schilling oder fünf Tagen Arrest verurteilt wurde. Der Propst hat die Berufung emgebracht. _ Volkswirt. Me beurteilt Ungarn die Balorifierung? Ter Berliner „Wivstchaftilichr Ratgeber" hat feinen Buvapefter Mitarbeiter über die Balorii'ationsfrage in Ungarn basragt unb echielt u. a. aus Budapest folgende Ausführungen: Die Balorisation der Pensionen der Prioatbeamten war vom Standpunkte der bis zum 30. April zu veröfsentlichenven Wahchritsbilailzen unaufschiebbar und wird in einem besonderen Gesetze geregelt, das nach den Osterferien in der Nationalversammlung zur Verhandlung gelang:. Der übrige Teil des Valorisationsgesetzes wurde zurückgazogen, weil eine allgemeine Bewegung gegen die durchwegs negierenden Verfügungen desselben entstand und zumindest eine char i t,a tive, minimale Valorisierung der Kriegsanleihen forderte. Dem Drucke der öffeml'chen Meinung konnte die Regierung nicht widerstehen und entschloß sich, ihren Standpunkt zu revidieren. Ms der ungarisch: Finanzminister befragt wurde, ob feiner Meinung nach dt: noch offenen Valorisationsfragen auf die Wahcheitsbilanzen keinen Einf.uß ausüben, mein:e er, dieselben können eventuell Vorteile bringen, die nur günstig auf die späteren Bilanzen wirken können, daher nicht so wichstg feien wie die Penfionsvalorisation, deren Lasten man kennen müsse. In Ungarn ist die ronierdtiv-agrarisch-kapitalistische Regierung einer Valorisierung der Pkandbrirfe entschieden abhold. Vom Standpunkte der ungarischen Balorisation sind die analogen Vorgänge in Oesterreich sehr wichtig und müssen registriert werden, nachdem bi? hiesig:» Kreise diese Vorgänge anfmeÄsam verfolgen und sich eventuell von ihnen auch beeinftussen lassen. Das bisher Gesagt« läßt sich daihin zusammenfassen, daß Ungarn die Kriegsanleihen wahrscheinlich in geringem Matze, die Pfandbriefe und Obligationen aber jetzt nicht valorisiert. Das sind die Tatsache,i, und doch lchen wir Kursechöhungen und -Bewegungen, die den Besitzern dieser Papiere zu denlkn geben. Scher, wir auch diese Seite der Frage näher an. Z^m Schluß ist ,uxh zu beachten, daß die Regierungen das Auftvärtsrreiben der K u r s e nicht gerne sehen, da es ihren Standpunkt erschivert und dir Valorisation ohnehin v^kstünilich und für di« Menge ein angenchine» Phantasiejpiel jjt. Daher, ist 13. April 1926 _Nr. SM in jeder Hinsicht Vorsicht geboten, denn Sicheres weiß niemand und die Finger verbrennt man sich leicht. Neuerliche Bewegung auf dem Wiener Nentenmaekt. An der gestrigen Börse herrschte wieder auf dem Anlagenrarkte «in lebhaftes Geschäft. Bevorzugt ,var:n in erster Reihe einzelne Papierrenten. Es verlangt, daß diel: von Versicherungsgesellschaften aus dem Mark:« genomine,t werden. Ms Ursache der Bewegung wurde die von uns bereits registrierte Hoffnung genannt, daß eventuell der Staat durch das Mittel der Konversions an leihe eine leihweise Valorisierung seiner papierenen Vovkriegsschulden vornchmcn »verde. Am stärksten waren die österreichischen Jnvestitionsrenten gehandel:, welche gegenüber dom Vortage eine Steigerung von über 60 Prozent aufzmveisen hatten. Hervorhebung verdient der Um||taiw, daß in Berlin gestern VorkrisgÄverte rückgäitgig waren. Aus der polnischen Naphlhainduftrk. Der Bericht der Lemberger Handels- und Jndustriekammer. Im Feibruar war die erste leichte Besserung auf dem Rohölmarkt zu bemerken. Die Preise des Rchöles erführen um das Monatsende eine kleine Erhöhung, wozu fotvchl günstige Nachrichten über die Stärkung der Kartellorganisation äls auch die Durchführung einiger größerer Exportrainsaktionen beigetragen haben. Im allgemeinen ist die Bohrbewegung schwächer geworden mtb eine Besserung vor der Fostrgung der Nonomischen Politik des Staates nicht zu erwarten, da die jetzige unbeständige Politik das' aus- und inländische Kapital nur abschveckt. Wegen der jetzt zu Ende gehenden Wintersaisan hat sich der Naphchackbsatz merklich verringert. Auch am Benzinmarkt zeigt sich eine schwächere Absatztendenz. Es wurden Bemühungen zwecks Sanierung der Transportverhältnisse über Danzig unternommen. Diese Versuche scheiterten aber zum großen Teile am Wiederstand drs Eisenbahn-. Ministers, der auf Erleichterungen im Gütevverkchr und in der Tarispolirik nicht eingchen lvollte. Auf dem inneren Markt haben sich in der letzten Zeit die Vechältnisse verschlechtert. Nach einer längeren Ruhepause setzte gegen Saisonende eine wilde Konkurrenz einiger Firmen ein, die wegen der schlechten wirtschaftlichen Vechältnisse die Kartellbest immungen vielfach nicht beachteten. Dieser Zustand rief eine Desorganisation auf dem Naphthamarkte hervor und schadet dem Prestige der Jndustriekreise sehr. Es sind VechaMungen im Zuge, die wieder die normale Lage Herstellen sollen. Sie Lage auf den internationalen Getreide» mSrkte». Die großen Importländer haben in den letzten Wochen mit Bezügen stark zurückgehalten, was auf die MarktlA^ deckte. Namentlich Kanada hat noch bedeutende Lager äbzugeben, nimmt aber für die guten Qualitäten die tiefen Pve^e nicht an/Ueber die weitere Preisgestaltung werden die Mitteilüngm über den Meltgetreideanbau den Ausschlag geben. Die neuesten Schätzungen des internationalen Landmirtschaftsinstituts in Rom, welche die Länder der nördlichen Halbkugel umfassen, in denen zwei Drittel der Weizenanbansläche liegen, ergeben eine Abnahme der Anbaufläche um 2,5 Prozent, die namentlich auf eine geringere Aussaat in der Union und in Indien zuvückznführen ist. In Europa verlies der Winter für die Entwicklung der Frucht günstig; der Saatenstand ist gut. Die Lage^ des Weizenmarktes darf für die nächste Zeit als' fest gelten. Die Situation ist geradezu entgegengesetzt wie zur gleichen Zeit des Vorjahres, wo sich die Spekulation 'lebhaft betätigte. Jene ungesunde Situation führte dann im Frühjchr 1925 zu einem Preiszusammenbruch. Heute dürften spNnlative Engagements auf den Getveidemärkten in erheblichem Umfang nicht zu entdecken sein. lAeringe Bewegung m,f den DevisenmäEen. Die gestrigen Devisenmärkte zeigten nur geringe Kursänderungen. Die Frankendevisen lagen im Gegensatz zu den letzten Tagen ziemlich ruhig, wobei Paris und Brüssel sich leicht bessern konnten. — Heftigeren Schwärzungen war bloß der polnische Zloty ausgesetzt, der an den verschiedenen Börsen nicht einheitlich notierte. In Berlin konnte sich die Devise Warschau um 5 Prozent bessern und erhöhte sich von 40,79 auf 42,79. Leicht rückgängig war dagegen Warschau in Wien und Prag. In Wien senk:« sich die Devise Warschau von 78,50 auf 77,26. in Prag von 373.— auf 367,—. Dem Dollar gegenüber notiert Warschau 10Z5 bis 10,50. In Warschau werden für den Dollar offiziell 9,18 Zloty bezghlt. Doch sind natürlich die Zuweisungen zum offiziellen Kurs äußerst gering. Die Schwankungen des Zloty werden mit den innerpolitischen Schwierigkeiten in Zusammenhang gebracht. — Die Kursänderungen der übrigen Devisen waren unbedeutend. Ausgleichsverfahren der Möbelfabrik Krwbiochs Nachfolger. Das Handelsgericht >hat das Ausgleichsverfahren eröffnet gegen die Möbelsabriks-A.-G. August KnoblochS Nachjfolger, 7. Bez., Karl-Schweighofer-Gass: 10—12. Passiva 1/169.400 Schilling, hiervon bevorrechtet 95.000 Schilling, Miva 443.151 Schilling. Es werden 36 Prozent in drei aufeinanderfolgenden Mnatsraten, beginnend acht Monate nach Annahme des Ausgleiches, geboten. Die Firma wurde am 19. Dezember 1921 unter Mitwirkung der Lombard- und Eskomptebank als Aktiengesellschaft konstituiert. Als Hauptursache der Jnsolve,^ wird uns von der Firma der Umstand angegeben, daß die im Konkurs befindliche Lombardbank beit Debetsaldo kündigte, so daß die mit den Gläubigern geführten autzerigerichttichen BechaMungen ergebnislos blichen. Eine internationale Holzkonferenz beabsichtigt. In. der kürzlich in der tschechoslowakizcheu Handelskammer m W,en aibges halteneu Pleuarsitzuua der Holzsettion wurde, zmmchst auf Grund eines Referats festgestellt, daß die Staairation des HolMarkies auii schon mehr m Mi Hohn währe UM gefordert, ldaß zu chm

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